Graphic Novels
News Termine Presse Erste Schritte Buchhandel / Vertrieb Über uns Impressum

Archiv des Tags ‘Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens’

Ulli Lust – Ausstellung in Rom

Sonntag, den 10. März 2013

Originalseiten aus Ulli Lusts autobiografischer Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) werden ab Dienstag, dem 12. März, in Rom gezeigt. Dann eröffnet das örtliche Goethe-Institut eine Ausstellung, die anschliessend bis zum 27. April geöffnet sein wird.

Zur Eröffnung am 12. März 2013 um 19 Uhr wird Ulli Lust anwesend ein und sich mit Moderatorin Laura Scarpa über das Buch unterhalten, das in italienischer Sprache beim Verlag Coconino Press unter dem Titel “Troppo non è mai abbastanza” vorliegt.

Goethe-Institut Rom, via Savoia, IT-15 Rom
Tel. +39 06 8440051
email: info@rom.goethe.org, rom.goethe.org

Comic-Künstler unterwegs

Donnerstag, den 28. Februar 2013

Der Hamburger Comicautor Calle Claus wird am kommenden Samstag auf der Comic Börse Hamburg seinen neuen Band “White Line” (Edition 52) signieren. Die Börse findet im Haus Eimsbüttel statt.

Im Rahmen des Projekts Comic-Transfer des Goethe-Instituts reisen derzeit Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) und Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”, Reprodukt) durch Italien und stellen Zeichnungen und Skizzen auf dem Comic-Transfer-Blog ein.

Bereits im Januar war Paula Bulling (“Im Land der Frühaufsteher”, avant-verlag) in New York unterwegs und hat dort einige Wochen für ihr neues Comic-Projekt recherchiert, das sich mit der Occupy-Bewegung befasssen wird.

Etwas weiter hat es Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Mawil (“Die Band”, beide Reprodukt) verschlagen: Sie werden in den nächsten zwei Wochen in Neuseeland unterwegs sein. Am morgigen Freitag eröffnet in den Räumen der St. Paul St. Gallery die bereits in vielen Goethe-Instituten gezeigte Ausstellung “Comics, Manga & Co.” über die deutsche Comic-Szene. Parallel wird dort die Ausstellung “Nga Pakiwaituhi: New Zealand Comics and Graphic Novels” zu sehen sein, ein von Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) kuratierter Überblick über aktuelle Comics aus Neuseeland.

Zur Eröffnung sind Line Hoven und Mawil vor Ort, die in Auckland am 7. bzw. 8. März auch Comic-Workshops geben werden. Am 14. März wird es in der Massey University in Wellington dann noch ein Podiumsgespräch mit den beiden geben, bei dem sie zu sich und ihrem Schaffen befragt werden. Ergänzt wird diese Runde vom neuseeländischen Comic-Autor Mat Tait, die Moderation übernimmt Dr. Tim Bollinger.

Hamburg Haus Eimsbüttel, Doormansweg 12, D-20259 Hamburg
Öffnungszeiten: 11-15 Uhr, Eintritt: 4 EUR

ST PAUL St Gallery, 40 St Paul St, Auckland CBD, Neuseeland
www.stpaulst.aut.ac.nz

Massey University, Lecture Theatrette, 10A02, Old Museum Building, Buckle St, Wellington, Neuseeland
www.goethe.de/ins/nz/wel/ver/en10618230v.htm

“Alles Comic! Oder was? Der Boom der Graphic Novels”

Mittwoch, den 13. Februar 2013

In einem einstündigen Feature wirft Redakteur Martin Zeyn im Bayerischen Rundfunk einen Blick auf den aktuellen Graphic Novel-Markt. Die Sendung wurde im Rahmen der Reihe “RadioFeature” am vergangenen Donnerstag auf Bayern 2 ausgestrahlt. Zu Wort kommen darin unter anderem Die Comic-AutorInnen Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag), Joe Sacco (“Gaza”, Edition Moderne) und Craig Thompson (“Habibi”, Reprodukt) sowie Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (“Alois Nebel”, Voland & Quist).

Zum Beitrag gibt es hier eine umfangreiche Bildergalerie mit einleitendem Text: Alles Comic! Oder was? Der Boom der Graphic Novels”. Hier gelangt man zum Podcast der Sendung, die auch direkt hier als mp3-Datei nachgehört werden kann.

Ulli Lust – Lesung in Berlin

Freitag, den 18. Januar 2013

Im Rahmen der Jubiläumssausstellung des avant-verlages unter dem Titel “11 Jahre, 11 Tage, 11 Sekunden” in der Berliner Galerie Neurotitan liest heute Abend Ulli Lust aus ihrem Buch “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

neurotitan shop & gallery, Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Straße 39, D-10178 Berlin
Tel. (030) 308 725 76, Fax (030) 282 90 33
email: shop@neurotitan.de, www.neurotitan.de
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20 Uhr, So 14-19 Uhr

Graphic Novels in den Medien – 13. Dezember 2012

Donnerstag, den 13. Dezember 2012

Die Langfassung des kürzlich auf arte ausgestrahlten Portraits des französischen Comic-Autoren Jacques Tardi (“120, Rue de la gare”, nach Léo Malet, Edition Moderne) kann hier angesehen werden. Zum dazugehörigen Artikel auf der Website von arte gelangt man hier.

Im Bericht des MDR-Magazins “hier ab vier” über Paula Bulling und ihr Buch “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag) wird die Autorin bei einem Besuch beim ehemaligen Asylsuchenden Noel Karboré begleitet.

Ebenfalls über Paula Bulling und “Im Land der Frühaufsteher” berichtet die Sendung “Reflexe” auf DRS2. Zum Audio-Beitrag gelangt man hier: “Asylsuchende als Comicroman”.

“Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” von Abel Lanzac und Christophe Blain stellte Dirk Fuhrig im “Radiofeuilleton” des Deutschlandradios Kultur vor: “Pointenreiche Bilder über die Schwächen der Politik”. Er resümiert: “Dieser Comic ist weit mehr als eine Polit-Satire: eine wunderbar pointenreiche Studie über menschliche Stärken und Schwächen im Reich der hohen Politik.”

Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag) präsentierte in der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk in der Rubrik “Mein Klassiker” “From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell (Cross Cult). Besonders beeindruckt zeigt sie sich davon, wie darin das “Leben der Frauen zur viktorianischen Zeit” geschildert wird.

Vielen Dank für die Videos an den Mediacontainer.

Comictag in Berlin

Dienstag, den 14. August 2012

Im Rahmen der Ausstellung “comicleben_comiclife“ werden sich am kommenden Sonntag, dem 19. August, eine Reihe von Veranstaltungen ganz dem Thema Comic widmen. Der Comictag richtet sich mit Workshops, Gesprächsrunden, Signierstunden, einer Lesung und der Möglichkeit, Bücher zu kaufen, an Leserinnen und Leser aller Altersstufen.

Ab 12 Uhr wird die Buchhandlung Walther König ausgewählte Titel im Foyer Arnimallee anbieten und zum Stöbern einladen.

Ebenfalls ab 12 Uhr bietet “Auge” Lorenz von der Comicbibliothek Renate einen Workshop für Kinder bis 12 Jahren an: “Trau Dich! Mein eigenes Minicomic”

Um 13 Uhr führt die Kuratorin Dr. Jane Redlin durch die Ausstellung.

Um 14 Uhr werden Dirk Rehm von Reprodukt und die in Berlin lebende Comic-Autorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) über das Thema “Graphic Novel – die neue Kunst der Comics oder Verkaufsargument?” diskutieren. Im Anschluss signiert Ulli Lust ihre Bücher.


Von 15 bis 18 Uhr bieten die Mitglieder des Manga-Clubs der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin einen Manga-Workshop für Jugendliche an.

In einer weiteren Diskussionsrunde unterhalten sich ab 15.30 Uhr der Berliner Galerist Carsten Laqua und der Comichändler Magnus Weise von der Comicbuchhandlung “Grober Unfug” über die Berliner Comic-Szene und ihre Besonderheiten.

Abschliessend wird um 17 Uhr Elke R. Steiner (“Die anderen Mendelssohns”, Reprodukt) in einer biografischen Comic-Lesung “Regina Jonas – Woman Rabbi” vorstellen.

Detaillierte Infos zu allen Veranstaltungen finden sich hier.

Museum Europäischer Kulturen | Museen Dahlem, Arnimallee 25, D-14195 Berlin
Tel. (030) 266 42 42 42
www.smb.museum
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Ulli Lust liest im Museum Europäischer Kulturen, Berlin-Dahlem

Donnerstag, den 14. Juni 2012

Noch bis zum 28. Oktober 2012 zeigt das Museum Europäischer Kulturen in Berlin-Dahlem die Ausstellung “Comicleben” gezeigt, in der ein Einblick in den Alltag von sieben Menschen gegeben wird, deren Leben und deren Alltag stark von der Faszination für Comics und der Ästhetik von Comics geprägt ist. Eine dieser Personen ist die in Berlin lebende Autorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag). Am Freitag, 22. Juni, wird Lust ab 19 Uhr, begleitet von Projektionen, aus dem Buch lesen und über die Entstehung des Bandes erzählen.

Bereits ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit einer Kurzführung durch die Ausstellung. Der Eintritt beträgt 5 Euro (erm. 3 Euro).

Museum Europäischer Kulturen | Museen Dahlem, Arnimallee 25, D-14195 Berlin
Tel. (030) 266 42 42 42
www.smb.museum
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Ulli Lust und Nicolas Mahler in den USA

Dienstag, den 8. November 2011

Der amerikanische Comicverlag Fantagraphics Books – bestehend seit mittlerweile mehr als dreißig Jahren und Heimat vieler US-Independent-Autoren wie Los Bros Hernandez, Daniel Clowes, Charles Burns oder Chris Ware – hat kürzlich seinen neuen Katalog online verfügbar gemacht. Darin finden sich gleich zwei Titel, die ursprünglich in deutscher Sprache erschienen sind: Im April erscheint “Angelman” von Nicolas Mahler (“Engelmann” bei Carlsen), für den August ist “Today is the last day of the rest of your life” von Ulli Lust angekündigt (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag).

Während es für Nicolas Mahler bereits die dritte Buchveröffentlichung in den USA sein wird (zwei Titel erschienen bei Top Shelf Comix), gibt Ulli Lust ihr Debüt in Nordamerika.

Der Katalog kann hier als PDF heruntergeladen werden (11,9 MB).

Ulli Lust und Dirk Rehm zu Gast bei Raum 121, Frankfurt am Main

Freitag, den 21. Oktober 2011

Am Donnerstag, dem 27. Oktober sind Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) und Dirk Rehm (Reprodukt) zu Gast bei “text&beat” im Club Orange Peel in Frankfurt am Main – die Veranstaltung wird moderiert von Jakob Hoffmann, initiiert von Raum 121 – Verein für Kunst und Kultur.

Ulli Lust wird über die Arbeit an ihrem vielfach ausgezeichneten autobiografischen Werk reden und über ihre Comicadaption von Marcel Beyers “Flughunde” berichten, die derzeit im Auftrag von Suhrkamp entsteht. Dirk Rehm stellt den Verlag Reprodukt vor und erzählt aus zwanzig Jahren Verlagsgeschichte. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit T3 Terminal Entertainment, dem Comicladen in Frankfurt, beginnt um 20 Uhr.

Begleitend ist auf schirn-magazin.de ein Text von Sylvia Meilin Weber erschienen, in dem sie die Veranstaltung ankündig: “Comic trifft Literatur”.

Orange Peel, Kaiserstraße 39, D-60329 Frankfurt am Main
www.orange-peel.de, www.raum121.de, www.t3ffm.de
Eintritt: 6 EUR

Ulli Lust in Brasilien

Mittwoch, den 19. Oktober 2011

Am morgigen Donnerstag beginnt in Rio de Janeiro das Comicfestival Rio Comicon. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Goethe-Institut findet eine Reihe von Veranstaltungen statt, für die die in Berlin lebende Comicautorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) eingeladen wurde. So wird zum Beispiel eine Auswahl von Comics und Illustrationen bis zum Festivalende am Sonntag ausgestellt. Darüber hinaus wird Ulli Lust an einer Paneldiskussion zum Thema “Digitale Wege” teilnehmen und eine Stunde lang mit anderen Künstlern öffentlich zeichnen. Genau Informationen finden sich auf der Website des Goethe-Instituts Rio de Janeiro.

Bereits am vorgestrigen Abend war Ulli Lust auf Einladung des Goethe-Instituts in Curitiba zu Gast, um dort einen Vortrag zu halten: “Zuviel ist nicht genug – Ulli Lust spricht über ihr Comicwerk”. Diskussion und Signierstunde rundeten den Abend ab. Am gestrigen Dienstag wurde die Ausstellung “Dokumentarische Comics – Ulli Lust” im Foyer des Goethe-Instituts Curitiba eröffnet. Diese ist noch bis zum 4. November und im Anschluss vom 16. November bis zum 20. Dezember zu sehen.

Goethe-Institut Rio de Janeiro, Rua do Passeio, 62 – 2° andar,  20021-290 Rio de Janeiro, Brasilien
Tel. +55 21 38048204, Fax +55 21 38048227
www.goethe.de/ins/br/rio/deindex.htm

Goethe-Institut Curitiba, R. Reinaldino S. de Quadros, 33, Alto da XV, 80045-070 Curitiba, Brasilien
Tel.: +55 41 3262-8244,  Fax: +55 41 3262-9543
www.goethe.de/ins/br/cur/deindex.htm

Interview mit Ulli Lust im “OX Fanzine”

Dienstag, den 12. Juli 2011

Für das Musikmagazin “OX Fanzine” sprach Lillian Muscutt mit Ulli Lust über ihre autobiografische Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag). Das ausführliche und intensive Gespräch lässt sich nun auch online nachlesen.

Ulli Lust

Der letzte Tag vom Rest des Lebens

Wien im Jahr 1984. Ulli treibt sich in der Punk-Szene herum und trifft eines Tages auf Edi. Die beiden Mädchen verbindet nicht viel – bis auf die fixe Idee, nach Italien durchzubrennen. Ohne Geld, ohne Papiere. Doch auf der abenteuerlichen Reise bis nach Sizilien macht Ulli die bittere Erfahrung, dass ihr Durst nach Freiheit und ihr Drang nach Selbstbestimmung an Grenzen stoßen. Die 17-Jährige ist sexuellen Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt – bis hin zur Vergewaltigung. mehr

Comics im Deutschlandradio und bei arte

Freitag, den 4. März 2011

Am gestrigen portraitierte Marietta Schwarz für die Sendung „Corso“ des Deutschlandfunks die Comicautorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag). Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

Ebenfalls im Deutschlandfunk wurde ein Beitrag von Susanne Billig und Petra Geist ausgestrahlt. In der Sendung “Forschung und Gesellschaft” befassen sie sich damit, “Wie Naturwissenschaften im Comic aussehen“ und stellen aktuelle Graphic Novels zum Thema vor: Jens Harders “Alpha – directions” (Carlsen), “Logicomix” von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ (Atrium), und “Die Sache mit den Genen” von Mark Schultz, Zander Cannon und Kevin Cannon (Goldmann).

Am gestrigen Donnerstag strahlte arte in der Sendung “Tracks” einen Beitrag über den amerikanischen Zeichner Charles Burns (“Black Hole”) aus. Im Mittelpunkt steht dabei sein neues Werk “X’ed out“, das im Herbst auf Deutsch bei Reprodukt erscheinen wird (und in Frankreich unter dem Titel “Toxic” angeboten wird). Der Textbeitrag “Charles Burns – The Toxic Avenger” kann online nachgelesen werden.

Neuauflagen im avant-verlag

Freitag, den 11. Februar 2011

Ab sofort wieder erhältlich sind Winshluss‘ preisgekrönte Klassikeradaption “Pinocchio” und Joann Sfars erster Band der populären Reihe “Die Katze des Rabbiners” (wird derzeit verfilmt). Ebenfalls im Nachdruck zur inzwischen vierten Auflage befindet sich das zuletzt in Angoulême ausgezeichnete Buch “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” von Ulli Lust (alle avant-verlag).

“Ich will nicht mehr cool sein”

Montag, den 31. Januar 2011

Bereits im Vorfeld zum an sie verliehenen Preis in Angoulême wurde Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) von “Welt Kompakt”-Redakteur Michael Bee besucht, der die Zeichnerin und weitere in Berlin lebende Comicschaffende vorstellt.

“Ich will nicht mehr cool sein”

Ulli Lust zeichnet Romane – Berlin ist eine Hochburg der “Graphic Novel” / Die Produktion dauert lang, oft sogar mehrere Jahre

Gerade kommt sie aus Paris und hat sich einen Kritikerpreis abgeholt. Jetzt sitzt sie in ihrer Wohnung in Prenzlauer Berg, in ihrem kleinen Wohnatelier an der Lychener Straße, und hat nur wenig Zeit. Gleich muss sie zur Kunsthochschule Weißensee, wo sie Zeichenschülern den richtigen Strich beibringt. Ulli Lust ist derzeit eine gefragte Frau: Im Moment arbeitet sie an ihrem nächsten Großprojekt, einer Comicadaption des düsteren NS-Romans “Flughunde” von Marcel Beyer, die sie für den Suhrkamp Verlag anfertigt. mehr

Preise auf Comicfestival Angoulême vergeben

Sonntag, den 30. Januar 2011

Am späten Sonntagnachmittag wurden im französischen Angoulême mit den “Palmarès officiel d’Angoulême 2011″ die Preise des größten europäischen Comicfestivals vergeben.

Auch diesmal ging ein Preis an einen Comic, der ursprünglich in Deutschland veröffentlicht wurde: Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) respektive “Trop n’est pas assez” (Editions Çà et là) wurde mit dem “Prix Révélation” ausgezeichnet.

Eine Reihe weiterer prämierter Titel sind in Deutschland bereits erschienen oder angekündigt: Mit Manuele Fiors “5000 Kilometer in der Sekunde” ging mit dem “Prix du meilleur Album 2011″ sogar die größte Festivalauszeichnung ebenfalls an einen Band des avant-verlags, der hierzulande im Mai erscheinen wird.

Ebenfalls angekündigt ist “Asterios Polyp” von David Mazzuchelli (Eichborn, erscheint im August), der mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Noch ohne Termin ist Joe Saccos “Gaza 1952″, der den “Prix regards sur le Monde” erhielt und von der Edition Moderne publiziert werden wird.

Bereits erschienen ist Brecht Evens’Am falschen Ort” (Reprodukt), der – wie im Vorjahr Jens Harder – mit dem “Prix de L’Audace” ausgezeichnet wurde. Der “Prix Intergenerations” ging an “Pluto” von Naoki Urazawa und Osamu Tezuka (Carlsen).

Mit Spannung erwartet wurde auch die Vergabe des “Grand Prix”: Der Preisträger der Auszeichnung wird im nächsten Jahr mit einer großen Schau bedacht und zudem die Präsidentschaft des Festivals übernehmen. Mit Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, Fischer) wird nach Will Eisner im Jahr 1975 und Robert Crumb 1999 zum dritten Mal in der 38-jährigen Geschichte des Festivals ein Amerikaner mit der mindestens europaweit prestigeträchtigsten Auszeichnung bedacht.

Informationen zu allen Titeln, den französischen Verlagen und den Preisträgerinnen und Preisträgern finden sich auf der offiziellen Website des Festivals.

Das Presseecho ist wie immer sehr breit, vor allem in Frankreich berichten alle wichtigen Zeitungen über die Verleihung, darunter Le Monde, Le Figaro, Paris Match, Le Point und Metro France sowie die Presseagentur AFP. In Österreich berichtet “Der Standard” und in Deutschland greift der Berliner “Tagesspiegel” die Preisverleihung auf: “Angoulêmer Offenbarung”.

“Prix Artemisia” für Ulli Lust

Mittwoch, den 12. Januar 2011

Die in Berlin lebende Comicautorin Ulli Lust ist für die französischsprachige Ausgabe von “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (deutschsprachige Ausgabe im avant-verlag) mit dem “Prix Artemisia” ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung werden einmal im Jahr Comics bedacht, die von Frauen gemacht worden sind. Wie “actuabd.com” berichtet, gefielen der Jury vor allem “die außergewöhnlichen erzählerischen Qualitäten”.

Neben Ulli Lusts “Trop n’est pas assez” (Editions Çà et là) waren eine Reihe weiterer Comics internationaler Künstlerinnen nominiert, darunter auch die französische Version von Isabel Kreitz’ “Die Sache mit Sorge” (Carlsen), die unter dem Titel “L’Espion de Staline” in Frankreich bei Casterman erschienen ist.

Das Buch, das auf dem Comic-Salon in Erlangen gleich mehrfach ausgezeichnet wurde, befindet sich auch in der Longlist für die auf dem Comicfestival in Angoulême verliehenen Preise, die Ende des Monats vergeben werden.

Ulli Lust signiert in Paris

Freitag, den 19. November 2010

Passend zur Aufnahme ihrer autobiografischen Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) – die mittlerweile bereits in der dritten Auflage vorliegt – in die “Sélection Officielle” des Comicfestivals in Angoulême, wird Ulli Lust in der nächsten Woche in Paris zu einer Reihe von Signierstunden erwartet.

An drei Terminen wird sie die jüngst erschienene französische Ausgabe des Buches, das unter dem Titel “Trop n’est pas assez” bei Editions çà et là erschienen ist, signieren:

Mittwoch, 24. Oktober, 18:30 Uhr
L’Arbre à Lettres République, boulevard du Temple 33/35, F-75003 Paris
Tel. +33 (0)1 48 04 76 52
www.arbrealettres.com

Donnerstag, 25. Oktober, 18:30 Uhr
Le Monte en l’Air, rue de Ménilmontant 71, F-75020 Paris
Tel. +33  (0)1 40 33 04 54
lemontenlair.free.fr

Freitag, 26. Oktober, 18 Uhr
Super Héros, rue Saint Martin 175, F-75003 Paris
Tel. +33 (0)1-42-74-34-74
www.librairie-superheros.com

Comics in den Medien – Oktober 2010

Mittwoch, den 27. Oktober 2010

Neben zahlreichen Meldungen in der deutschsprachigen Presse, in Funk und Fernsehen, gab es in den vergangenen Wochen auch einige Erwähnungen deutscher Comics und ihrer Macherinnen und Macher in internationalen Medien. Zum Beispiel interviewte Tomasz Pstrągowski am Rande des Comicfestivals in Lodz den Berliner Zeichner Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt) für das polnische Online-Comicmagazin komiksomania.pl: “Nie jestem bohaterem”.

Mit “Wanderlust” widmet Matthias Wivel auf dem amerikanischen “The Comics Journal”-Blog Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) eine ausführliche Besprechung. Darin wird Ulli Lusts autobiografischer Reisebericht eingeordnet zwischen Goethes “Italienische Reise” und Christiane F.s “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”: “a fascinating study of human behavior under duress”. Erfreulich zu sehen, dass deutsche Comics auch im Ausland immer breiter wahrgenommen werden.

“Schlicht grossartig” findet Bert Dahlmann Pierre Pelots und Barus “Elende Helden” (Edition 52) in seiner kurzen Vorstellung auf westzeit.de. Das gegenwärtige Schaffen Barus, der im nächsten Jahr Präsident des Comicfestivals in Angoulême sein wird, stellt Andreas Platthaus auf seinem “FAZ”-Blog vor und spart in Bezug auf “Elende Helden” nicht mit lobenden Worten, wenn er in “Arme Typen, aber was für ein Reichtum an Geschichten!” unter anderem ausführt, warum Baru “auch im Alter von über sechzig immer noch einer der frischesten Comiczeichner der Welt ist”.

Ein weiterer Titel der Edition 52 wurde zuletzt ebenfalls besprochen: Die Veröffentlichung des ersten Teils von Jeff Lemires “Essex County”-Trilogie, “Geschichten vom Land”, nimmt Lars von Törne auf tagesspiegel.de zum Anlass, den Autor und sein Werk vorzustellen: “Nur wenige Autoren verbinden Elemente des Mainstream und der Comic-Avantgarde so gekonnt wie Jeff Lemire.” schreibt er in “Schöner Schmerz”. Auf comicgate.de vergleicht Benjamin Vogt in seiner Besprechung Jeff Lemires Stil lobend mit dem von Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen). Derselbe Rezensent bespricht auch Jiro Taniguchis Western-Manga “Sky Hawk” (Schreiber & Leser) und weist bei allem Lob auf einige Schwächem im Genre-Mix hin. In den ungefähr zur Zeit der großen Depression angesiedelten Geschichten in Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott und andere Geschichten” (Carlsen) erkennt Andreas Fisch – ebenfalls auf comicgate.de – eine Reihe von Parallelen zur heutigen Zeit. Die “Ur-Graphic Novel” nennt Fabian Kettner den Band in seiner ausführlichen Vorstellung auf literaturkritik.de.

In der Zeit ganz weit zurück geht Jens Harder in seiner Graphic Novel “Alpha – directions” (Carlsen), der Thomas Hummitzsch auf textem.de attestiert, “spektakuläre Evolutionsbilder” zu finden. Marco Behringer stellt an gleicher Stelle “die Geschichte der Beat-Literatur als Graphic Novel” vor, namentlich “The Beats” (Walde+Graf) von den Herausgebern Harvey Pekar und Paul Buhle. Wer hätte gedacht, dass einmal “Bertrand Russel als Comicheld” erscheinen würde, führt ebenfalls Marco Behringer in seiner Besprechung von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) auf textem.de aus. Wolfgang Popp stellt “Logicomix” auf Ö1 vom ORF vor. Der dazugehörige Text lässt sich hier nachlesen und hier nachhören.

Christian Möller sprach anlässlich der Veröffentlichung einiger Comics, die sich mit religiösen Themen auseinandersetzen, mit dem Kölner Autor Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) über den “Boom des Göttlichen”. Der Beitrag lief im Deutschlandfunk. In einer kurzweiligen Bilderstrecke stellt WDR1 Live Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor.

In der “Welt” wurde Eric Corbeyrans Adaption von Franz Kafkas “Die Verwandlung” (Knesebeck) als gelungene Umsetzung kurz vorgestellt. Für die Vogtländer “Freie Presse” legt Oliver Seifert in “Pünktchen, Pünktchen, Komma Strich” dar, wie es Stéphane Heuet gelingt, aus Marcel Prousts Vorlage in “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Combray” (Knesebeck) einen gelungenen Comic zu machen. Eher eine “Lektürehilfe” erkennt darin jedoch Daniel Wüllner in seinem Artikel für tagesspiegel.de: “Bis an die Grenzen der Zeit”. An gleicher Stelle stellt Waldemar Kesler die gelungene Zusammenarbeit zwischen David Prudhomme und Pascal Rabaté in “Die Plastikmadonna” (Carlsen) heraus: “Das Szenario und die Zeichnungen gehen bei der liebevollen Milieustudie so innig Hand in Hand, dass wir nur auf eine weitere Zusammenarbeit der beiden hoffen dürfen.”: “Die rote Maria”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de empfiehlt Comic-Autorin Elke R. Steiner (“Risiken und Nebenwirkungen”, Gütersloher Verlagshaus) “Das Zeichen des Widders”, die Zusammenarbeit von Fred Vargas und Edmond Baudoin (Aufbau Verlag) als “Mitreißend, berührend und voller ungewöhnlicher Charaktere”: “Kleiner Raub mit großen Folgen”.

Thomas Otts “R.I.P. – Best of 1985 -2004″ (Edition Moderne) stellt Christian Neubert auf titel-magazin.de vor. In diesen “Schattenseiten” erkennt der Autor “große Kunst”. Christian Neubert sprach am Rande der Frankfurter Buchmesse auch mit den frisch gekürten Sondermann-Preisträgern Felix Mertikat und Benjamin Schreuder über die Auszeichnung und natürlich über ihr gemeinsames Debüt “Jakob” (Cross Cult): “Ein Konglomerat genialer Ideen”.

“Alleine am Schreibtisch Welten erschaffen”

Donnerstag, den 30. September 2010

Die in Berlin lebende Comicautorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) wird in einem Videobeitrag auf “ZEIT online” vorgestellt.

Zum Beitrag gelangt man hier.

“Ich fühle mich wohl in der Frauenecke”

Montag, den 27. September 2010

Die heutige Ausgabe der Berliner “tageszeitung” widmet ihr Montagsinterview der Comicautorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag). Mit Ulli Lust sprachen Nina Apin und Kirsten Reinhardt.

“Ich fühle mich wohl in der Frauenecke”

Ulli Lust spricht über ihre Wiener Punkvergangenheit, Frauen in der Comicszene und überrascht damit, dass sie die Mütter vom Prenzlauer Berg in Schutz nimmt.

taz: Frau Lust, im Arbeitszimmer einer Comiczeichnerin haben wir ein großzügiges Zeichenbrett erwartet – stattdessen sitzen wir an einem gewöhnlichen Küchentisch. Machen wir uns ein falsches Bild von Ihrem Arbeitsalltag?

Ulli Lust: Ich zeichne auf Papier, das nicht sehr groß ist, die Arbeit soll am Ende ja als Buch gedruckt werden und nicht in der Galerie hängen. Bücher wiederum sollen an die Größe der menschlichen Hand angepasst sein. Mein typischer Tag verläuft so: Ich schlafe lang, das ist der Vorzug des Prekariats. Um 11, 12 fange ich an zu arbeiten. Vormittags ist der Strich am konzentriertesten, ideal für Reinzeichnungen. Um vier oder fünf ein Nickerchen, bisschen Yoga, essen, spazieren gehen. Am Abend mache ich Vorzeichnungen mit Bleistift, die ich am nächsten Tag am Leuchttisch auf Papier durchpause. mehr