Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Igort’

Graphic Novels in den Medien – 14. Februar 2014

Donnerstag, den 14. Februar 2013

Anfang der Woche fand in Berlin die Veranstaltung “Books at Berlinale” statt, bei der zehn ausgewählte Bücher mit Verfilmungspotenzial Produzenten und Finanziers vorgestellt wurden. Katja Lüthge stellt in der Frankfurter Rundschau heraus, dass in diesem Jahr mit “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) “Jetzt auch Graphic Novels” vertreten waren.

Bereits am 6. Februar stellte Christian Schlüter in “Die große Ansteckung” ebenfalls in der Frankfurter Rundschau drei aktuelle politische Comics vor, deren Fähigkeit, das “totalitären Erbe des 20. Jahrhunderts” in Bilder zu fassen, er hervorhebt: “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters“ von Li Kunwu und Philippe Otié (Edition Moderne), “Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag) sowie “Berichten aus Russland” von Igort (Reprodukt).

In der heutigen Ausgabe der tageszeitung stellt Amadeus Ulrich “Vakuum” von Lukas Jüliger vor: “Ockerfarbene Jugend”. Er resümiert: “Lukas Jüliger ist mit Vakuum ein grandios düsterer Comicroman über das Erwachsenwerden gelungen.” Ähnlich fällt das Urteil zum Buch in der heute erschienenen Ausgabe des Stern aus, wo das Buch für “in seiner erzählerischen Wucht so gekonnt wie überraschend” befunden wird.

Graphic Novels in den Medien – 3. Januar 2013

Donnerstag, den 3. Januar 2013

Am gestrigen Mittwoch erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Beitrag von Christoph Haas über den 2012 verstorbenen Comic-Autors Moebius: “Space Cowboy”. Anlass dazu ist die Veröffentlichung von “Arzak – Der Raumvermesser” (Ehapa Comic Collection), zu dem er bemerkt: “Der Raumvermesser ist das würdige Vermächtnis eines Giganten der Neunten Kunst.” Auch die weiteren bei Cross Cult und Splitter erschienenen Bände lässt Haas nicht unerwähnt.

Wie Reiner Metzger in der tageszeitung schreibt, ist einem Reportage-Comic wie “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmester (Carlsen) eine große Leserschaft zu gönnen, damit auch in Zukunft solche Projekte entstehen können: “Die Bilder, die fehlen”.

Christian Gasser stellt in seiner Besprechung von Anders Nilsens “Große Fragen” (Atrium) in der Neuen Zürcher Zeitung (“Grosse Fragen, kleine Antworten”) fest, dass man dem Buch seine lange Entstehungszeit durchaus anmerkt. “Wer sich dennoch auf Anders Nilsens mehrfach gebrochene und gespiegelte und ins Surreale oder gar Phantastische abdriftende Reflexion philosophischer Grundfragen einlässt, wird reich belohnt. Nicht mit Antworten, aber mit umso mehr Anregungen und vor allem einem ungewöhnlichen Blick auf uns selber.”

In ihrer Buchvorstellung “Bilderrausch” der Schnitzler-Adaption “Die Traumnovelle” von Jakob Hinrichs (Edition Büchergilde) bemerkt Zita Bereuter auf fm4.orf.at, dass man den Comic ohne die Vorlage zu kennen, nicht ganz verstehen würde. Praktischerweise findet sich der Originaltext ebenfalls im Buch.

Ausführlich stellt Erik Wenk auf tagesspiegel.de die zwei bei Reprodukt erschienenden Bände “Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UDSSR)” und “Berichte aus Russland (Der vergessene Krieg im Kaukasus)” von Igort vor. Sein Resumée: “grafisch beeindruckende und inhaltlich bestürzend”, wie er in “Ein postsowjetischer Archäologe” schreibt.

An gleicher Stelle stellt Christian Endres “Atar Gull oder das Schicksal eines vorbildlichen Sklaven” von Fabien Nury und Brüno (avant-verlag) vor, dem er attestiert, “mit prägnanten Dialogen, hübschen Zeichnungen, abwechslungsreichen Seitenaufteilungen und immens stimmungsvollen Farben” zu zeigen, dass der größte Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist: “Der Preis der Rache”.

Bereits am 19. Dezember starb der japanische Comic-Autor Keiji Nakazawa, dessen “Barfuß durch Hiroshima” auf deutsch bei Carlsen erschienen ist. Nachrufe finden sich unter anderem von Stefan Pannor auf Spiegel Online (“Zeichnen, um zu überleben”) und von Lars von Törne auf tagesspiegel.de (“Keiji Nakazawa 1939-2012″).

“Selbst mit den Tätern hatte sie Mitleid”

Montag, den 26. November 2012

Am vergangenen Samstag besprach Christoph Haas in der tageszeitung “Berichte aus Russland” von Igort (Reprodukt), in dem der italienische Autor unter anderem der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja nachspürt. Haas stellt darin auch die Qualität journalistischer Comics heraus, die sich oft durch eine Intensität auszeichnen, die in der täglichen Bilderflut abhanden kommt.

Besonders der Comic Igorts ist für Haas dafür ein gutes Beispiel, gelinge es ihm doch zum Beispiel auch durch seine bedachte Art der Darstellung, den Opfern Würde zurück zu geben. Zum Artikel gelangt man hier: “Selbst mit den Tätern hatte sie Mitleid”.

“Berichte aus Russland” von Igort

Dienstag, den 23. Oktober 2012

Mit “Berichte aus Russland [Der vergessene Krieg im Kaukasus]“ erscheint Ende des Monats nach “Berichte aus der Ukraine [Erinnerungen an die Zeit der UdSSR]“ ein zweiter Band mit Reiseaufzeichnungen des italienischen Zeichners Igort im Berliner Verlag Reprodukt.

Anderthalb Jahre hat Igort zwischen 2008 und 2009 die Ukraine, Russland und Sibirien bereist. Seine Dokumentation verbindet Comics, Illustrationen und Texte virtuos zu einem sehr persönlichen und dennoch authentischen Porträt der ehemaligen Sowjetunion.

In seinen Reiseaufzeichnungen verhandelt Igort sowohl die Vergangenheit wie die Gegenwart Russlands, sucht den Krieg in Tschetschenien ebenso zu ergründen, wie er den Blick zurück auf die stalinistischen Gulags richtet. Im Zentrum seiner “Berichte aus Russland” steht jedoch die Journalistin Anna Politkowskaja: Erschüttert von ihrer Ermordung 2006 begibt Igort sich vor Ort auf ihre Spuren.

“Gerade in ihrer radikal individuellen Sichtweise überzeugt die Oral History eines leidgeprüften Landes.” – Jens Mühling, Der Tagesspiegel

Igort, geboren 1958 in Cagliari, Italien, avancierte Anfang der 1980er-Jahre zu einem der wichtigsten Vertreter der Künstlergruppe Valvoline und arbeitete in der Folge als einer der ersten europäischen Comicautoren für japanische Verlage. Sein Buch “5 ist die perfekte Zahl” (in deutscher Sprache im avant-verlag erschienen) wurde 2003 auf der Frankfurter Buchmesse als “Comic des Jahres” ausgezeichnet.

Berichte aus Russland, ISBN 978-3-943143-37-9, 176 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR, erscheint im Oktober bei Reprodukt

“Graphicnovel.it” – Ausstellung in Hamburg

Dienstag, den 11. September 2012

Unter dem Titel “Graphicnovel.it” eröffnet am kommenden Freitag in Hamburg eine Ausstellung über Comics aus Italien im Hamburger Istituto Italiano di Cultura.

Die Ausstellung Graphicnovel.it gibt eine Übersicht über 30 Jahre Graphischer Literatur in Italien, angefangen mit den Arbeiten von Pionieren der 80er Jahre wie Lorenzo Mattotti und Igort bis zu denen jüngerer Zeichner wie Francesco Cattani und Alessandro Tota.

Zu sehen sind die Alben von 15 international anerkannten italienischen Autoren. Die Auswahl reicht von Werken mit literarischem Anspruch und märchenhaften, philosophischen Erzählungen über autobiografisch inspirierte Geschichten und Berichte aus dem Alltag bis hin zu Reportagen und Schilderungen historischer Ereignisse.

Ausgestellt werden Arbeiten von Lorenzo Mattotti (“Hänsel & Gretel”, Carlsen), Igort (“Berichte aus Russland”, Reprodukt), Gipi (“S.”, Reprodukt), Stefano Ricci (“Anita”, avant-verlag), Sara Colaone (“Insel der Männer”, Schreiber & Leser), Manuele Fior (“Fünftausend Kilometer in der Sekunde”, avant-verlag), Gabriella Giandelli (“Interiorae”, avant-verlag), Vittorio Giardino, Leila Marzocchi, Davide Toffolo, Davide Reviati, Giacomo Nanni, Piero Macola, Francesco Cattani und Alessandro Tota.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag um 19 Uhr wird der italienische GraphicNovel-Künstler Lorenzo Mattotti anwesend sein. Der Eintritt zur Eröffnung, um Anmeldung zur Eröffnung wird per Telefon oder E-Mail gebeten.

Die Ausstellung wird bis zum 15. Dezember zu sehen sein.

Istituto Italiano di Cultura, Hansastr. 6, D-20149 Hamburg
Tel. (040) 399 991 30, Fax (040) 399 991 39
www.iicamburgo.esteri.it, E-Mail: iicamburgo@esteri.it

“Sprechende Bilder” im Literaturhaus Hamburg

Montag, den 9. April 2012

Vom 10. bis zum 13. April lädt das Junge Literaturhaus Hamburg unter dem Titel “Sprechende Bilder” zu den ersten Hamburger Graphic Novel Tagen ein. Moderiert von den Journalisten Andreas Platthaus (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”) und Christian Gasser (“Neue Zürcher Zeitung”) werden sich Ulli Lust & Joe Sacco, Jens Harder & Marc-Antoine Mathieu, Line Hoven & Igort und Ralf König & Posy Simmonds an jeweils einem Abend
begegnen.

Der Comic hat die Kinderstube längst hinter sich gelassen: Noch nie waren Comics so erwachsen, waren Comics mit so viel Qualität und neuen Erzähl-Formen auf dem Markt. Bei den ersten Graphic Novel Tagen im Hamburger Literaturhaus kommen unter dem Titel “Sprechende Bilder” an vier Abenden vom 10. bis 13. April bei Podiumsdiskussionen jeweils ein internationaler und ein deutschen Comicautor oder -autorin miteinander ins Gespräch.

Neben den Abendveranstaltungen bietet das Junge Literaturhaus Hamburg Workshops mit zweien der anwesenden Künstler – Line Hoven und Igort – an.

  • Dienstag, 10. April:
    Comic & Reportage: Joe Sacco (US) & Ulli Lust (A)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR
  • Mittwoch, 11. April:
    Comic & Leben: Igort (I) & Line Hoven (D)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR

  • Workshop mit Line Hoven: “Kratzen für Anfänger: Einführung in die Schabkartontechnik” (ab 14 Jahre, maximal 12 Teilnehmer)
    15 Uhr bis 18.30 Uhr, Gartenzimmer, Kursgebühr: 15 EUR
  • Donnerstag, 12. April:
    Comic & Zeit: Marc Antoine Mathieu (F) & Jens Harder (D)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR

  • Workshop mit Igort: “Analysis of Frames and their Implicit Semantic Meaning”
    (in englischer Sprache, ab 18 Jahre, maximal 12 Teilnehmer)
    15 Uhr bis 18.30 Uhr, Gartenzimmer, Kursgebühr: 15 EUR
  • Freitag, 13. April:
    Comic & Film: Posy Simmonds (GB) & Ralf König (D)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR
  • In der Hamburger Comicbuchhandlung Strips & Stories finden am Rande der Veranstaltungsreihe folgende Signierstunden statt:

  • Mittwoch, 11. April, 16-18 Uhr:
    Igort (“Berichte aus der Ukraine”)

  • Samstag, 16. April, 14-16 Uhr:
    Line Hoven (“Liebe schaut weg”) & Posy Simmonds (“Tamara Drewe”)
  • Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, D-22087 Hamburg
    Tel. (040) 22 70 20 11, Fax (040) 2 20 66 12
    email: info@julit-hamburg.de, www.julit-hamburg.de

    Strips & Stories, Seilerstraße 40, D- 20359 Hamburg
    Tel. (040) 380 740 09
    email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de

    “Reddition” 55 über Comics aus Italien

    Dienstag, den 29. November 2011

    Anfang Dezember erscheint die neue Ausgabe des Comic-Magazins “Reddition”, die sich in einem ausführlichen Dossier mit Comics aus Italien beschäftigt.

    Das Dossier präsentiert die übersichtliche und interessante Darstellung der Entwicklung einer Erzähl- und Kunstform in einem Land, das nicht nur eine ganz eigene Comic-Tradition entwickeln konnte und eine Vielzahl noch heute einflussreicher und bedeutender Künstler hervorbrachte, sondern darüber hinaus – etwa im Vergleich mit den USA oder Frankreich und Belgien – im deutschsprachigen Raum eine weniger populäre Rolle spielt als die Comics aus den genannten anderen Regionen.

    Neben historischen Betrachtungen werden auch Artikel über aktuelle Entwicklungen und prominente Autorinnen und Autoren Teil des Dossiers sein. So werden Lorenzo Mattotti (“Hänsel & Gretel”, Carlsen), Igort (“Fats Waller”, avant-verlag; “Berichte aus der Ukraine”, Reprodukt) und Manuele Fior (“5000 Kilometer in der Sekunde”, avant-verlag) vorgestellt und die Comic-Anthologie “Canicola” porträtiert.

    Die neue Ausgabe der “Reddition” ist ab Anfang Dezember im Fachhandel oder über die Website des Heftes erhältlich, wo sie sich bereits vorbestellen lässt.

    Reddition 55, Dossier Fumetti: Comics aus Italien 84 Seiten, teilw. farbig, 10 EUR, erschienen in der Edition Alfons

    Comictipps im “arte Journal”

    Freitag, den 18. November 2011

    Im “arte Journal” vom vergangenen Dienstag hat Sven Waskönig drei Comics empfohlen. Diesmal werden vorgestellt: “Kiki de Montparnasse” von José-Louis Bocquet & Catel Muller (Carlsen), “Stuck Rubber Baby” von Howard Cruse (Cross Cult) sowie “Berichte aus der Ukraine” von Igort (Reprodukt).

    “Berichte aus der Ukraine” von Igort

    Montag, den 12. September 2011

    Mitte Oktober und damit rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse erscheint im Berliner Verlag Reprodukt mit “Berichte aus der Ukraine – Erinnerungen an die Zeit der UdSSR” ein neues Werk des italienischen Zeichners Igort.

    2008/2009 verbrachte Igort mehrere Monate in der Ukraine. Er sprach dort mit Zeitzeugen des Stalinismus und verarbeitete die ihm anvertrauten Erinnerungen zu einer Comic-Reportage, die sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit bewegt.

    “Berichte aus der Ukraine” gibt Einblick in ein Land, in dem ein durch Mord und Korruption geprägter Alltag die Gulags und die stalinistische Schreckensherrschaft abgelöst hat, und erinnert an die in Vergessenheit geratenen Geschehnisse des letzten Jahrhunderts: zum Beispiel den Holodomor, die von Stalin organisierte Hungersnot, welche zur Auslöschung der lokalen Bevölkerung dienen sollte und der Millionen von Menschen zum Opfer vielen.

    Die Erinnerungen der Überlebenden setzt Igort mit viel Verständnis, Menschlichkeit und Respekt um und wirft damit zwangsläufig die Frage auf: Was bleibt fünfundzwanzig Jahre nach Glasnost von diesem grausamen Epos großer Hoffnungen und kollektiver Tragödie noch übrig? Die Antwort liefern die Alltagserfahrungen der unsichtbaren Protagonisten der Geschichte: das einfache Volk.

    Igort, eigentlich Igor Tuveri, geboren 1958 in Cagliari auf Sardinien, lebt und arbeitet in Paris und auf Reisen. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe Valvoline, der auch Lorenzo Mattotti angehörte, und veröffentlicht seit den 1980er-Jahren in den unterschiedlichsten europäischen Magazinen wie “Métal Hurlant” oder “L’Écho des savanes”.

    Igort arbeitete als einer der ersten europäischen Comicautoren für japanische Verlage. Im Jahr 2000 gründete er seinen eigenen Verlag Coconino Press, der sich ausschließlich dem Autorencomic verschrieben hat.

    Zahlreiche Ausstellungen wurden ihm bereits gewidmet, unter anderem 1994 auf der Biennale in Venedig und 2008 beim Fumetto-Festival in Luzern. Igort wurde mehrfach ausgezeichnet, für “5 ist die perfekte Zahl” erhielt er 2003 den Preis der Frankfurter Buchmesse für den Comic des Jahres. “5 ist die perfekte Zahl” sowie weitere Werke wie “Baobab” 1 & 2 und “Fats Waller” sind im Berliner avant-verlag erschienen.

    “Berichte aus der Ukraine” ist der erste Teil eines den Staaten der ehemaligen Sowjetunion gewidmeten Diptychons.

    “… und wer diese scheinbar kleinen Geschichten von vier ganz normalen Personen und diese eine fürchterliche Geschichte eines nicht ganz normalen Landes nicht kennt, wird zwar besser schlafen können, aber auch kein komplettes Bild des zwanzigsten Jahrhunderts besitzen.” – Andreas Platthaus, FAZ

    Berichte aus der Ukraine, ISBN 978-3-941099-61-6, 176 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR, erscheint im Oktober 2011 bei Reprodukt

    Graphic Novels auf der Buchmesse Frankfurt

    Freitag, den 9. September 2011

    Die Buchmesse Frankfurt wirft ihre Schatten voraus: In Comicläden und interessierten Buchläden liegt das Programmheft zum Comicbereich in Halle 3 aus und weitere Veranstaltungen darüber hinaus finden sich im Veranstaltungskalender der Buchmesse. Im Oktober werden an dieser Stelle die vielfältigen Veröffentlichungen der Verlage im Vorfeld und die speziellen Graphic Novel-orientierten Termine auf der Buchmesse, die vom 12. bis 16. Oktober stattfinden wird, noch im Detail vorgestellt, hier jedoch schon ein kleiner Vorgeschmack auf das Messeprogramm:

    Als Gäste werden aus Deutschland unter Anderem Matthias Schultheiss (“Die Reise mit Bill”, Splitter), Benjamin Schreuder und Felix Mertikat (“Jakob”, Cross Cult), Katharina Greve (“Patchwork”, Gütersloher Verlagshaus) sowie der für den Web-Sondermann nominierte Tobi Dahmen (“Fahrradmod”, Zwerchfell) erwartet. Darüber hinaus geben sich auch wieder internationale Gäste die Ehre, darunter Craig Thompson (“Habibi”, Reprodukt) Igort (“Berichte aus der Ukraine”, Reprodukt),  sowie “Walking Dead”-Zeichner Charlie Adlard (Cross Cult), die für Podiumsgespräche und Signierstunden eingeflogen werden.

    In zwei Veranstaltungen stehen Übersetzer im Mittelpunkt: In einer Abendveranstaltung tauschen sich die Übersetzer der Comics von Jiro Taniguchi (Jochen Schmidt-Weigand), Fred Vargas/Edmond Baudoin (Julia Schoch) und Angel de la Calle (Timo Berger) aus. Timo Berger wird auch an der Reihe “Der gläserne Übersetzer” teilnehmen, in der täglich wechselnde Übersetzer sich bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken lassen und zum Austausch einladen.

    Für den auf der Buchmesse verliehenen Sondermann-Comicpreis, die Abstimmung in verschiedenen Kategorien läuft noch, sind auch eine Reihe von Graphic Novels nominiert. Eine Übersicht dazu gibt es hier.

    Logo © Buchmesse Frankfurt

    “Internationaler Graphic Novel Salon Hamburg” – Website online

    Montag, den 16. August 2010

    Wie bereits berichtet, findet vom 8. bis zum 18. September 2010 zum zweiten Mal das Harbour Front Literaturfestival Hamburg statt, in dessem Rahmen sich zwei Veranstaltungen mit Comics beschäftigen. Kurzerhand hat man diese beiden Termine zum “HF 75 Internationaler Graphic Novel Salon” erklärt. Dazu ist nun die dementsprechend benannte Website www.internationaler-graphic-novel-salon.de online gegangen, auf der die Künster, die im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen, porträtiert werden.

    Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen), Igort (“5 ist die perfekte Zahl”, avant-verlag) sowie die in Deutschland noch unveröffentlichten ZeichnerInnen Nine Antico und Ángel de la Calle werden mit Biografien, Bibliografien sowie Ausschnitten aus ihren Büchern vorgestellt.

    Harbour Front Literaturfestival Hamburg, HafenCity InfoCenter im Kesselhaus
    Ticket-Hotline: 01805-92 2009
    email: info@harbourfront-hamburg.com, www.harbourfront-hamburg.com

    HF 75 Internationaler Graphic Novel Salon Hamburg

    Mittwoch, den 23. Juni 2010

    Im September 2010 findet das Harbour Front Literaturfestival Hamburg zum zweiten Mal statt, nachdem im vergangenen Jahr rund 16.000 Besucher zu verzeichnen waren. Insgesamt werden innerhalb von elf Tagen etwa 90 Veranstaltungen im Hamburger Hafen stattfinden. Zu den bekanntesten Autoren, die beim Harbour Front Festival auftreten, gehören Günther Grass und John Irving.

    Im Rahmen des diesjährigen Hamburger Literaturfestivals finden auch zwei Veranstaltungen zum Thema Graphic Novel statt – kurzerhand hat man diese beiden Termine zum “HF 75 Internationaler Graphic Novel Salon” erklärt.

    Die in Hamburg ansässigen Kulturinstitute Instituto Cervantes, Institut Français, das Italienische Kulturinstitut Hamburg und das Goethe-Institut stellen jeweils einen Graphic Novel-Künstler ihres Landes vor. Die Graphic Novel ist ist ein neues Genre innerhalb der Literatur, vereinfacht ausgedrückt eine Synthese von Literatur und Comic. Wer mehr über dieses neue und aufregende Genre erfahren will, trifft im Graphic Novel Salon auf vier bedeutende Künstler Europas.

    Am Donnerstag dem 9. September um 21 Uhr präsentieren das Instituto Cervantes und das Goethe Institut im HafenCity InfoCenter im Kesselhaus ein von Jens Balzer (“Berliner Zeitung”) moderiertes Gespräch zwischen Angel de la Calle (“Modotti, eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts”) und Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen), die an diesem Abend ihre aktuellen Arbeiten präsentieren.

    Am Donnerstag, dem 16. September führt Andreas Platthaus (“FAZ”) ebenfalls ab 21 Uhr im HafenCity InfoCenter im Kesselhaus durch ein Podiumsgespräch mit Gästen des Institut Francais und des Italienischen Kulturinstituts: Nine Antico (“Coney Island Baby”, L’Association) und Igort (“Les Cahiers Ukrainiens”, Futuropolis; “5 ist die perfekte Zahl”, avant-verlag) sprechen über ihre Arbeiten. Der Eintritt zu den Veranstaltungen beträgt jeweils 10 Euro.

    Harbour Front Literaturfestival Hamburg, HafenCity InfoCenter im Kesselhaus
    Ticket-Hotline: 01805-92 2009
    email: info@harbourfront-hamburg.com, www.harbourfront-hamburg.com

    Fumetto-Programm online

    Mittwoch, den 26. März 2008

    fumetto2008_logo.jpgDas Internationale Comix-Festival Fumetto in Luzern wirft seine Schatten voraus. Dieser Tage wurde die komplett neu gestaltete Festival-Homepage in Betrieb genommen und auch die Programme sind verschickt worden. Über neun Festivaltage, vom 12. bis 20. April verteilt, erwarten die Besucher die gewohnt hochklassige Mischung aus Ausstellungen, Vorträgen, Künstlergesprächen. Filmvorführungen, Signierstunden und vielem mehr.

    Zu den Highlights gehören diesmal die Ausstellungen mit Werken von Christophe Blain (“Isaak der Pirat”, Reprodukt), Tom Gauld, Ruppert & Mulot (in Vorbereitung bei Edition Moderne), Igort (“5 ist die perfekte Zahl”, avant-verlag) und Ben Katchor.

    fum_3.jpg

    Zusätzlich zu den zwanzig zentralen Ausstellungen zeigen noch dutzende weiterer KünstlerInnen in Satelliten- und Schaufensterausstellungen ihre zum Teil exklusiv entstandenen Werke, wobei sich auch hier bekannte Namen finden, zum Beispiel Kati Rickenbach (“Filmriss”, Edition Moderne), Leo Leowald (“Raues Sitten”, Reprodukt), diceindustries (“Rimini-Redux”, Reprodukt) oder Nicolas Robel. Über viele Orte in der malerischen Stadt am Vierwaldstätter See verteilt, lädt das Festival auch in diesem Jahr wieder zu einem abwechslungsreichen und breiten Programm ein.

    Fumetto, Postfach 5163, CH-6000 Luzern 5
    Tel. (0041) 41 412 1122, Fax (0041) 41412 1123
    email: comix@fumetto.ch, www.fumetto.ch

    Comixfestival Fumetto Luzern, Schweiz

    Montag, den 11. Februar 2008

    Fumetto-KleberBei den zahlreichen Ausstellungen des empfehlenswerten Comixfestivals Fumetto in Luzern, das vom 12. bis zum 20. April stattfinden wird, werden auch Arbeiten der Reprodukt-Zeichner Christophe Blain (“Isaak der Pirat”, “Gus”, “Donjon – Morgengrauen”), CX Huth (“Hasenhäschen”) und ATAK (“Wondertüte”) ausgestellt. CX Huth und ATAK thematisieren in ihren Bildern – gemeinsam mit Kathi Käppel und Doerthe Elsterlehner, mit denen sie die Künstlergruppe “The Raindrops” bilden –, das Werk James Ensors.

    Wer das Fumetto kennt, wird ahnen, dass auch die anderen Ausstellungen Interessantes und Überraschendes zu bieten haben: Ausgestellt werden in diesem Jahr: Ben Katchor, Nicolas Robel, Henning Wagenbreth, Christophe Badoux, Editions Drozophile, Florent Ruppert & Jerôme Mulot und Igort. Artist in Residence wird 2008 der Brite Tom Gauld sein. Zusätzlich werden die Gewinner des Zeichenwettbewerbs gekürt und ausgestellt. So gibt es wie jedes Jahr reichlich gute Gründe, der malerischen Stadt am Vierwaldstätter See im Frühling einen Besuch abzustatten.

    Fumetto, Postfach 5163, CH-6000 Luzern 5
    Tel. (0041) 41 412 1122, Fax (0041) 41412 1123
    email: comix@fumetto.ch, www.fumetto.ch

    “5 ist die perfekte Zahl” von Igort

    Freitag, den 11. Januar 2008

    illu_25_m.gifErzählt wird die Geschichte von Peppino, Lo Cicero, einem Mafioso im Ruhestand. Er verbringt seine Zeit mit Angeln, Kochen und anderen Hausarbeiten. Sein Sohn Nino, der ebenfalls ein Mitglied der Mafia ist, hat einen Auftrag zu erfüllen. Trotz seiner schrecklichen Kopfschmerzen macht er sich auf den Weg um Lollo, der die Familie betrogen hat, zu töten.
    Es regnet als Nino durch ein verlassenes Neapel zum Treffen mit Lollo fährt. Aber er wird von seinem Opfer getötet, denn jemand hat ihn verraten.

    Peppino sucht Vergeltung für den Mord an seinem Sohn und sein Rachefeldzug löst einen Mafiakrieg aus. Eine Geschichte voller Sehnsucht und Tragik nimmt ihren Lauf.

    Ausgezeichnet als “Bester Comic des Jahres 2003″ auf der Frankfurter Buchmesse.

    5 ist die perfekte Zahl, ISBN 978-3-980772-58-7, 176 Seiten, schwarzweiß mit blau, Softcover, 17,95 EUR, erschienen im avant-verlag