Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Jacques Tardi’

Jacques Tardi in Berlin

Freitag, den 3. Januar 2014


In gleich einer ganzen Reihe von Veranstaltungen wird der französische Comicautor Jacques Tardi in Berlin gewĂŒrdigt. Neben der Eröffnung zuvor in Stuttgart gezeigten Ausstellung zu seinem aktuellen Buch “Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” (Edition Moderne) im Literarischen Colloquium Berlin wird der Dokumentarfilm “Tardi – Schwarz auf weiß” in Anwesenheit des Regisseurs Pierre-AndrĂ© Sauvageot Deutschlandpremiere feiern. An zwei Abenden wird der Film noch mit einem vorangestellten Vortrag “Tardis fabelhafte Welt” von Iris Praefke ĂŒber den Einfluss de Autoren auf den Film zu sehen sein.

Mittwoch, 15. Januar, 20 Uhr: Ausstellungseröffnung „Tardi: Ich, RenĂ© Tardi,
Kriegsgefangener im Stalag IIB“, Literarisches Colloquium Berlin
, Ausstellung im Anschluss bis zum 4. April zu sehen

Zur Eröffnung der Ausstellung diskutieren der FAZ-Redakteur, Autor und Comic-Experte Andreas Platthaus, der Pariser Kritiker Hansgeorg Hermann, mit Tardi und seinem Werk gut vertraut, sowie die Potsdamer Autorin Julia Schoch, von der zuletzt der Roman Selbstportrait mit Bonaparte erschien.

Samstag, 18. Januar, 20 Uhr: Premierenveranstaltung in Anwesenheit des Regisseurs Pierre-André Sauvageot. Moderation: Florian Höllerer (lcb), Moviemento Kino

Sonntag, 19. Januar, 19 Uhr: FilmvorfĂŒhrung mit anschließendem PublikumsgesprĂ€ch mit dem Regisseur Pierre-AndrĂ© Sauvageot, Lichtblick-Kino

Dienstag, 21. Januar, 19 Uhr: “Tardis fabelhafte Welt” – FilmvorfĂŒhrung mit einer EinfĂŒhrung zu Tardi und seinem Einfluss auf den Film durch Iris Praefke, Lichtblick-Kino

Mittwoch, 22. Januar, 19 Uhr: “Tardis fabelhafte Welt” – FilmvorfĂŒhrung mit einer EinfĂŒhrung zu Tardi und seinem Einfluss auf den Film durch Iris Praefke, Moviemento Kino

Passend zu den Veranstaltungen in Berlin wird auch die lĂ€nger vergriffene Band “Grabenkrieg” in einer Neuauflage vorliegen sowie der Zweiteiler “Elender Krieg” in einer Gesamtausgabe veröffentlicht.

Noch im alten Jahr stellte Edelgard Abenstein Tardis aktuellen Band “Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” im Deutschlandradio Kultur vor. Der Beitrag kann hier nachgelesen und -gehört werden: “Hunger, KĂ€lte, DemĂŒtigung”.

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

Mittwoch, den 2. Oktober 2013

Zwei neue Titel der Edition Moderne sind ab sofort erhÀltlich.

“Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB von Jacques Tardi

Am 22. Mai 1940 wurde RenĂ© Tardi, der Vater von Jacques Tardi, als Panzerfahrer in Lothringen gefangengenommen und verbrachte danach fast fĂŒnf Jahre im Stalag IIB, einem Stammlager fĂŒr Kriegsgefangene in Hinterpommern im heutigen Polen. Ein Stalag war kein KZ und ans Leben wollte man den Franzosen nicht. Der erlittene Hunger, die DemĂŒtigungen, die WillkĂŒr, der Schmutz waren nach dem Krieg nicht so wichtig angesichts der sonstigen GrĂ€uel. So schwieg ein verbitterter RenĂ© Tardi, bis er auf DrĂ€ngen seines Sohnes in den 80er-Jahren seine Erlebnisse in drei Schulheften niederschrieb. Seine Geschichte ist die der Besiegten, der ruhmlosen Helden.

Nach den grossartigen Comics ĂŒber den 1. Weltkrieg nun Tardis Meisterwerk ĂŒber seinen Vater im 2. Weltkrieg.

Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB, ISBN 978-3-037311-12-7, 200 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 35,–

“Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes” von Li Kunwu und Philippe OtiĂ©

Die Zeit nach 1980 bringt ungeahnte VerĂ€nderungen mit sich, China erfindet die «soziale Marktwirtschaft» und holt den Vorsprung des Westens mit Riesenschritten auf. Xiao Li, der «Kleine Li», ist unterdessen zu Lao Li, dem «Alten Li» gereift, er hat eine gute Stelle als Illustrator bei einer großen Zeitung gefunden, eine Wohnung in Kunming bekommen und eine Familie gegru?ndet. Einige seiner Freunde und Bekannten stu?rzen sich ins Abenteuer Kapitalismus, eröffnen Billardsalons, Restaurants oder sogar ein Mineralwasserunternehmen, fĂŒr das Lao Li bald als Werbezeichner tĂ€tig wird.

Der dritte Band dieser Trilogie erzÀhlt vom Aufbruch Chinas in den Kapitalismus.

Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes, ISBN 9783037311059, 272 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–

Peer SteinbrĂŒck ĂŒber Comics

Dienstag, den 17. September 2013

Im arte Journal Ă€ußerte sich SPD-Kanzlerkandidat Peer SteinbrĂŒck ĂŒber sein Comic-Vorlieben, zu denen neben den Disney-Comics auch BĂŒcher von Jacques Tardi (Edition Moderne) sowie die Reihe “Sin City” (von Frank Miller, Cross Cult) und deren Verfilmung gehört.

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

Freitag, den 24. Mai 2013

“Persepolis – Gesamtausgabe” von Marjane Satrapi

Aus der Perspektive eines kleinen MĂ€dchens erzĂ€hlt die gebürtige Iranerin Marjane Satrapi von der islamischen Revolution von 1979 und vom Krieg mit dem Irak – und zwar in einer einfachen, aber effektiven Bildsprache.

Um dem iranisch-irakischen Krieg zu entkommen, wird sie als Jugendliche von ihren Eltern aus Teheran nach Wien geschickt. Nach vier Jahren kehrt sie trotz der Faszination der europĂ€ischen Jugendkultur wegen Heimweh nach Teheran zurück, wo sie als dekadent gilt und mit den tĂ€glichen WiderwĂ€rtigkeiten des islamischen Regimes konfrontiert wird. Von nun an ist sie nirgendwo mehr zuhause.

Persepolis – Gesamtausgabe, ISBN 978-3-03731-117-2, 356 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 25,–, SFr. 35,–, erscheint im Oktober 2013

“Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes” von Philippe ÔtiĂ© und Li Kunwu

Die Zeit nach 1980 bringt ungeahnte VerĂ€nderungen mit sich, China erfindet die “soziale Marktwirtschaft” und holt den Vorsprung des Westens mit Riesenschritten auf. Xiao Li, der “Kleine Li”, ist unterdessen zu Lao Li, dem «Alten Li» gereift, er hat eine gute Stelle als Illustrator bei einer großen Zeitung gefunden, eine Wohnung in Kunming bekommen und eine Familie gegründet. Einige seiner Freunde und Bekannten stürzen sich ins Abenteuer Kapitalismus, eröffnen Billardsalons, Restaurants oder sogar ein Mineralwasserunternehmen, für das Lao Li bald als Werbezeichner tĂ€tig wird.

Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes, ISBN 978-3-03731-105-9, 272 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–, Sfr. 39,80, erscheint im Oktober 2013

“Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” von Jacques Tardi

Am 22. Mai 1940 wurde RenĂ© Tardi, der Vater von Jacques Tardi, als Panzerfahrer in Lothringen gefangengenommen und verbrachte danach fast fünf Jahre im Stalag IIB, einem Stammlager für Kriegsgefangene in Hinterpommern im heutigen Polen. Ein Stalag war kein KZ und ans Leben wollte man den Franzosen nicht. Der erlittene Hunger, die Demütigungen, die Willkür, der Schmutz waren nach dem Krieg nicht so wichtig angesichts der sonstigen GrĂ€uel. So schwieg ein verbitterter RenĂ© Tardi, bis er auf DrĂ€ngen seines Sohnes in den 80er-Jahren seine Erlebnisse in drei Schulheften niederschrieb. Seine Geschichte ist die der Besiegten, der ruhmlosen Helden.

Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB, ISBN 978-3-03731-112-7, 200 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 35,–, SFr. 49,–, erscheint im September 2013

“Mit dem Elefantendoktor in Laos” von Olivier Kugler

Olivier Kugler begleitet den Tierarzt Bertrand Bouchard auf einer Reise durch die Berge und den Dschungel im Norden von Laos, wo er sich mit einer mobilen Klinik um die Gesundheit der Arbeitselefanten in den entlegenen HolzfĂ€ller-Camps kümmert. Kugler führt uns durch diese faszinierende Welt, zeichnet Natur und Leute und vor allem Elefanten, aber er zeigt auch die Einfl üsse der internationalen Wirtschaftsinteressen, die bis tief in diese abgelegenen WĂ€lder in den Bergen von Laos reichen.

Mit dem Elefantendoktor in Laos, ISBN 978-3-03731-113-4, 48 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,80, SFr. 28,–, erscheint im September 2013

“Dark Country” von Tab Murphy, Thomas Jane und Thomas Ott

Eine Hochzeitsreise mit tragischem Ausgang, erzÀhlt in gewohnter Ott-Manier.

Das frisch verheiratete Paar fĂ€hrt nachts über die Landstraße, als plötzlich ein Schatten vor dem Wagen auftaucht. Ein dumpfer Schlag, der Fahrer hĂ€lt das Auto an. Ein Mann liegt auf der Strasse. Sie nehmen den Schwerverletzten auf und setzen ihn auf den Hintersitz.

Doch als der vermeintlich Bewusstlose plötzlich den BrĂ€utigam am Steuer erwürgen will, wird diese Hochzeitsreise endgültig zum Albtraum!

Dark Country, ISBN 978-3-03731-114-1, 56 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 19,80, SFr. 28,–, erscheint im Oktober 2013

“Ich, RenĂ© Tardi…” – Ausstellung in Stuttgart

Freitag, den 5. April 2013

Im September erscheint mit “Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” ein neuer Band von Jacques Tardi in der Edition Moderne. Darin befasst sich der französische Erfolgsautor mit der Geschichte seines Vaters wĂ€hrend des zweiten Weltkriegs, den jener hauptsĂ€chlich als Kriegsgefangener in einem sogenannten Stammlager (Stalag) verbrachte.

Ab dem 22. April zeigt das Literaturhaus Stuttgart eine Auswahl von Bildern aus dem in Frankreich immens erfolgreichen Band. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Institut Français Stuttgart und dem Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart und wird gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, dem 22. April, mit einem GesprĂ€ch zwischen Andreas Platthaus (FAZ) und Hansgeorg Hermann. Tickets dafĂŒr kosten zwischen 4,50 und 9 EUR und können ab sofort reserviert werden.

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, D-70174 Stuttgart
Tel. (0711) 22 02 17 42, Fax (0711) 22 02 17 48
www.literaturhaus-stuttgart.de, E-Mail: hofmann@literaturhaus-stuttgart.de

Tardi lehnt Auszeichnung ab

Freitag, den 4. Januar 2013

Der französische Comic-Autor Jacques Tardi hat die ihm angetragenen Auszeichnung mit dem Orden der Fremdenlegion abgelehnt. Der fĂŒr seine sozialkritischen und sich hĂ€ufig mit dem Thema Krieg auseinandersetzenden BĂŒcher wie “Grabenkrieg” und “120, Rue de la Gare” (nach Leo Malet) bekannte Autor begrĂŒndete seine Entscheidung damit, dass er ein freier Mann bleiben wolle und sich mit keinem Machthaber der Welt in Verbindung lassen bringen wolle.

Über Tardis Ablehnung berichten unter anderem das Deutschlandradio und ausfĂŒhrlich lemonde.fr.

Die BĂŒcher von Jacques Tardi erscheinen in der Edition Moderne.

Graphic Novels in den Medien – 29. November 2012

Donnerstag, den 29. November 2012

In der Portrait-Reihe “Square” wurde auf arte kĂŒrzlich der französische Comic-Autor Jacques Tardi (“120, Rue de la gare”, nach LĂ©o Malet, Edition Moderne) vorgestellt. Neben seinem Werdegang und vergangenen Projekten wird auch “Stalag II B” angesprochen, der auf Deutsch noch unveröffentlichte und bereits fĂŒr eine Auszeichnung auf dem Comicfestival in AngoulĂȘme vorgeschlagene Band ĂŒber die Kriegsgefangenschaft von Tardis Bruder.

Ebenfalls auf arte wurde der Comic “Luft und Liebe” und dessen Autoren, der Szenarist Hubert und die Zeichnerin Marie Caillou, vorgestellt. Der Band ist bei Carlsen erschienen.

Der Autor Jan Kottisch und der Zeichner Tilo Richter sowie das in Zusammenarbeit entstandene Buch “Flash Preußen” standen im Mittelpunkt eines Beitrags, der im NDR ausgestrahlt wurde. “Flash Preußen” wurde mit dem afkat-Graphic-Novel-Förderpreis ausgezeichnet und erschien beim mairisch verlag.

Das “ThĂŒringen Journal” des MDR verfolgte in einem kurzen Beitrag die Installation der Glasplatten, aus denen sich der mit Bildmotive von Simon Schwartz (“Packeis”, avant-verlag) verzierte Kubus an der GedenkstĂ€tte Andreasstraße in Erfurt, zusammensetzt.

Graphic Novels in den Medien – 16. November 2012

Freitag, den 16. November 2012

Auf zeit.de stellt Michael Brake den englischen Comicautoren Tom Gauld vor: “Hier kommt der fĂŒnftschlechteste SchwertkĂ€mpfer”. Neben seiner ersten lĂ€ngeren ErzĂ€hlung “Goliath” (Reprodukt) geht es auch um Gaulds Arbeiten als Illustrator und Cartoonist fĂŒr den britischen Guardian, fĂŒr den er sich humorvoll mit Themen der Literatur auseinandersetzt. FĂŒr Brake zĂ€hlt Gauld “zu den interessantesten Comiczeichnern seiner Generation”.

“Zum Abschuss friegegeben”, die neue Krimi-Adaption von Jacques Tardi, nach einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette (Edition Moderne), kann Moritz Honert nicht recht ĂŒberzeugen, wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “Blutiges Fiasko”. Er hĂ€tte sich eine Aktualisierung der Vorlage gewĂŒnscht. Derweil wurde bekannt, dass an einer Hollywood-Verfilmung des Bandes “Im Visier” gearbeitet wird, das Tardi ebenfalls als Comic nach einer Vorlage von Manchett anfertigte (und ebenfalls in der Editon Moderne erschien). Die Hauptrolle soll Sean Penn ĂŒbernehmen.

Als “Favorit Buch” stellte Lydia Herms am gestrigen Donnerstag auf radio eins “Stiche” von David Small (Carlsen) vor. Der Beitrag kann hier gelesen und hier direkt angehört werden.

Mit allen drei Titeln der Graphic Novels “For Ladies”-Reihe aus dem Hause Carlsen befasst sich die Redaktion des Online-Frauenmagazins Aviva: “Graphic Novel fĂŒr Frauen.” Diese “bieten freche und intelligente Unterhaltung”, wie dort resĂŒmiert wird und auch die grafische Umsetzung der drei BĂ€nde “Paris”, “Ich wĂ€r so gern Ethnologin” und “Luft und Liebe” wird lobend hervorgehoben.

“Klassenkampf und Kinderspiele” – Baru in der taz

Sonntag, den 22. Juli 2012

Christoph Haas hat fĂŒr die Wochenendbeilage der taz die 2012 erschienenen BĂ€nde “Schönes neues Jahr” (Edition 52) und “Die Sputnik-Jahre” (Reprodukt) des französischen ComickĂŒnstlers Baru besprochen, der “hierzulande noch als großer Stilist und FĂŒrsprecher der Marginalisierten zu entdecken” sei. Mit “Schönes neues Jahr” (drei Kurzgeschichten aus Barus FrĂŒhzeit) und den ursprĂŒnglich 2003 in vier BĂ€nden erschienenen Kindheitserinnernungen “Die Sputnik-Jahre” liegen nun zwei neue BĂ€nde von Baru auf Deutsch vor.

Besonders beeindruckt ist Haas von Barus Zeichenstil in “Die Sputnik-Jahre”: “Die sanfte Farbigkeit steht in reizvollem Kontrast zur karikaturistischen, von JosĂ© Muñoz und Jean-Marc Reiser beeinflussten Figurendarstellung, und der fließende Wechsel von konventioneller zu freier Seitenaufteilung zeugt von einem gleich großen Sinn fĂŒr Dramaturgie und den ökonomischen Einsatz spektakulĂ€rer Mittel. Als FĂŒrsprecher der Marginalisierten kann man Baru schĂ€tzen, als Stilisten muss man ihn bewundern.” “Klassenkampf und Kinderspiele.”

Neue Graphic Novels bei Edition Moderne

Donnerstag, den 17. Mai 2012

Auch der ZĂŒrcher Verlag Edition Moderne kĂŒndigt in seiner neuen Verlagsvorschau eine Reihe neuer Graphic Novels an. Mit “Metro” des Ägypters Magdy El-Shafee und “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe ÔtiĂ© und Li Kunwu sind zwei Titel darunter, die Politik und Zeitgeschichte aufnehmen. Mit einem neuen Buch von Jacques Tardi, basierend auf einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette, ist wieder ein dĂŒsterer Krimi dabei. Ein neues Buch gibt es vom Schweizer Daniel Bosshart und mit Matthias Gnehms “Tod eines Bankiers” wird wieder ein Titel der Backlist zu einem besonderen Preis angeboten.

“Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerĂ€t in die FĂ€nge von korrupten GeschĂ€ftemachern. Nachdem er den Mord an einem GeschĂ€ftsmann, der ihn unterstĂŒtzen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu ĂŒberfallen, um seine Schulden begleichen zu können. Nun sind ihm nicht nur seine GlĂ€ubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo. Korruption, WillkĂŒr, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Kurz vor dem Arabischen FrĂŒhling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu diesen Ereignissen fĂŒhrten.

Magdy El-Shafee, geboren 1961 in Lybien, hat Pharmazeutik studiert und arbeitet tagĂŒber in einem chemischen Betrieb in Kairo. Nachts zeichnet er seine Comics. Anfang 2008 erschien “Metro”, seine erste Graphic Novel, die zwei Wochen danach von der Ă€gyptischen Zensurbehörde beschlagnahmt wurde.

Metro –Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 104 Seiten, s/w, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR 18 (D) ,EUR 18,50 (A), sFr. 22,.80, erscheint im Juni

“Metamorphosis” von Daniel Bosshart

Ein Mann will immer mehr haben: Autos, Frauen, Uhren, Kaviar, Champagner. Aber kaum verlĂ€sst er seine Freundin, hat er einen schweren Unfall. Im Krankenhaus macht er eine Nahtoderfahrung und gleitet zurĂŒck bis zu seiner Geburt. Als neuer Mensch erwacht er wieder. Gleichnishaft zeigt Daniel Bosshart eine schmerzhafte Metamorphose: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling! Konsequent zeichnet Daniel Bosshart seine stillen, intimen, detailreich inszenierten Geschichten, die ĂŒber die Comicszene hinaus auch international Aufmerksamkeit finden.

Daniel Bosshart, geboren 1971 in ZĂŒrich, lebt und arbeitet in Winterthur als Comic-Zeichner und Architekt. Teilnahmen an internationalen Festivals und Ausstellungen: International Salon of Caricature Zemun 2006 (Serbien), Les Rendez-vous de la BD de Gatineau 2008 (Kanada), FIBDA Festival International de la BD Alger 2011 (Algerien), Abu Dhabi International Bookfair (2012).

Metamorphosis, ISBN 978-3-03731-098-4, 80 Seiten, farbig, 23 x 30 cm, Hardcover, EUR 24,80 (D), EUR 25,50, sFr. 29.80, erscheint im Juni

“Tod eines Bankiers – komplett in zwei BĂ€nden” von Matthias Gnehm

Der kranke und todgeweihte Bankier Charles Gubler will auch noch aus der Inszenierung seines Todes Kapital schlagen. Seine Jungpartner, gleichsam seine Ziehsöhne, sollen sich etwas Passendes dazu einfallen lassen. Schnell erweist sich jedoch wieder einmal, dass der Mensch nicht gerne teilt, vor allem dann, wenn es um ein gewaltiges Erbe geht. Dieses opulent-malerische Drama spielt in einem futuristischen ZĂŒrich und thematisiert auch moderne Stadtplanung und Architektur.

Ein Bankenkrimi, angesiedelt im Herzen des Finanzplatzes ZĂŒrich, in dem es um das grösste Bankgeheimnis seit der Erfindung der Schweizer Banken geht: Wie lĂ€sst sich auch noch mit dem Tod GeschĂ€fte machen? Ein ebenso makabrer als auch opulenter Krimi in einem futuristischen ZĂŒrich.

Matthias Gnehm, geboren 1970 in ZĂŒrich, lebt und arbeitet in ZĂŒrich als Autor von Graphic Novels und Architekt. FrĂŒher arbeitete Matthias Gnehm mit dem Szenaristen Francis Rivolta zusammen, unter anderem fĂŒr den Bundeshaus-Comic “RĂ€tsel in Weiss”. FĂŒr Die “Bekehrung” hat er 2008 das Werkjahr der Stadt ZĂŒrich erhalten.

Tod eine Bankiers – komplett in zwei BĂ€nden, ISBN 978-3-03731-100-4, 96 Seiten, farbig, 22 x 30 cm, Hardcover, EUR 19,80 (D), EUR 20,40 (A), sFr 24.80, erscheint im August

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe ÔtiĂ© und Li Kunwu

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” schildert das Leben des jungen Xiao Li von seiner Kindheit in den FĂŒnfzigerjahren bis zum Tod Maos am 9. September 1976.

Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “Großer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei BĂ€nde konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzĂ€hlt aus der Sicht des einfachen Menschen.

Philippe ÔtiĂ© ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in SĂŒdamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betĂ€tigt er sich als Comic-Autor.

Li Kunwu, geboren 1955 in der Provinz Yunan, hat im Verlauf seiner Karriere schon ĂŒber 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics fĂŒr die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien ĂŒber die vielen kulturellen MinoritĂ€ten in Yunan.

Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D),  24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

“Zum Abschuss freigegeben” von Tardi & Manchette

Thompson, der Killer leidet. Soeben hat er einen Auftrag erledigt, aber sein MagengeschwĂŒr treibt ihn zum Wahnsinn. Und schon wartet der nĂ€chste Auftrag: Der kleine Neffe eines millionenschweren Architekten soll aus dem Weg gerĂ€umt und der Mord dem KindermĂ€dchen, der jungen, angeblich nicht zurechnungsfĂ€higen Julie, angehĂ€ngt werden. Doch alles lĂ€uft schief. Der Junge und Julie können dem Killer vorerst entkommen. Wird Thompson sie erwischen, bevor sein Magen ihn endgĂŒltig umbringt?

Jacques Tardi, geboren 1946 in Valence, lebt in Paris. Er gilt als einer der bedeutendsten Comic-Autoren Frankreichs.

Jean-Patrick Manchette, 1942 – 1995, war einer der bekanntesten Autoren des Roman Noir. “Zum Abschuss freigegeben” wurde unter dem Titel “Zum Freiwild erklĂ€rt” 1975 von Yves Boisset verfilmt.

Zum Abschuss freigegeben, ISBN 978-3-03731-097-7, 96 Seiten, s/w, 22 x 30 cm, Hardcover, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

“Un Monde TruquĂ©”

Montag, den 7. Mai 2012

Noch in diesem Jahr soll der Animationsfilm “Un Monde TruquĂ©” (“Eine falsche Welt”) zumindest in die französischen Kinos kommen.  Der Film stammt unter anderem aus der Feder des französischen Comic-Autoren Jacques Tardi, dessen “Adele und das Geheimnis des Pharaos” vor einiger Zeit in den Kinos lief (Regie: Luc Besson). FĂŒr diesen in einer fiktiven, Steampunk-inspirierten Vergangenheit angesiedelten Animationsfilm gibt es keine Comicvorlage, die grafische Gestaltung basiert jedoch auf EntwĂŒrfen Tardis. In einem Trailer, oben angesehen werden kann, sind erste Bewegtbilder zu sehen.

Jacques Tardi gehört zu den rennmiertesten Comic-Autoren Frankreichs. Bekannt sind vor Allem seine Auseinandersetzungen mit dem Ersten Weltkrieg (“Grabenkrieg”), sowie seine Krimiadaptionen (“Im Visier”, nach Jean-Patrick Manchette). Tardis Comics erscheinen auf Deutsch in der Edition Moderne.

Derzeit befindet sich “Un Monde TruquĂ©” in der Produktion, ein Starttermin fĂŒr den deutschsprachigen Raum steht noch nicht fest.

“Mehr als ein Verbrechen”

Dienstag, den 24. Januar 2012

In den vergangenen Monaten erschienen gleich zwei Comics, die auf Vorlagen des französischen Krimiautoren Jean-Patrick Manchette basierten: “Im Visier”, umgesetzt von Jacques Tardi (Edition Moderne) und “Blutprinzessein” von Max Cabanes (Schreiber & Leser). Auf tagesspiegel.de stellt Christian Endres beide BĂ€nde vor.

Mehr als ein Verbrechen

Kaum ein anderer Autor hat den französischen Krimi so geprÀgt wie Jean-Patrick Manchette. Jetzt sind zwei neue Comic-Adaptionen seiner Romane auf Deutsch erschienen.

Jean-Patrick Manchette, der 1995 im Alter von nur 52 Jahren verstarb und neben zahlreichen Kritiken, Essays und DrehbĂŒchern ein knappes Dutzend Romane geschrieben hat, gilt als Wegbereiter des NĂ©o-Polar, des modernen französischen Krimi. mehr

JubilÀumsangebote der Edition Moderne

Donnerstag, den 12. Januar 2012

Zum 30-jĂ€hrigen VerlagsjubilĂ€um bietet die Edition Moderne ab sofort zwei Titel aus der Backlist zum vergĂŒnstigt an: “120, rue de la Gare” von Jacques Tardi nach einer Vorlage von LĂ©o Malet ist ein Klassiker des Verlagsprogramms, der nach eine Ausgabe in mehreren Alben noch einmal in einem Sammelband aufgelegt wurde und nun zum Sonderpreis angeboten wird.

In “Die heilige Krankheit” beschreibt David B. autobiografisch das Heranwachsen im Schatten der Epilepsie-Erkrankung seines Bruders. Beide BĂ€nde der Originalausgabe werden nun zu einem Paket gebĂŒndelt, der Preis halbiert.

“120, rue de la Gare” von LĂ©o Malet und Jacques Tardi.

November 1941, Stalag XB. Der Mann ohne GedĂ€chtnis – genannt “La Globule” – flĂŒstert Nestor Burma auf dem Totenbett eine geheimnisvolle Adresse zu: “120, rue de la Gare”. Dezember 1941, Bahnhof Lyon-Perrache. “120, rue de la Gare”, ruft der sterbende Bob Colomer seinem Chef zu. Was bedeutet diese geheimnisvolle Adresse? Und wird Nestor Burma – der Mann, der jedes RĂ€tsel knackt – auch diesen Fall lösen? Neben der spannenden Handlung zeichnet Tardi auch eine detailreiche Bilderwelt der Kriegsjahre.

Im 1943 erschienenen Kriminalroman “120, rue de la Gare” setzt LĂ©o Malet zum ersten Mal seinen Privatdetektiv Nestor Burma als Hauptfigur ein. UrsprĂŒnglich hatte Malet keine Fortsetzung vorgesehen, aber sein damaliger Verleger – vom grossen Erfolg motiviert – drĂ€ngte ihn, weitere Folgen mit Nestor Burma zu schreiben. Es sollten insgesamt 29 werden, in denen Malet seinen Privatdetektiv Burma nonchalant und darĂŒber hinaus sehr erfolgreich agieren lĂ€sst. Gute 40 Jahre nach diesem Grosserfolg wagte sich Jacques Tardi an die Comicversion. Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit LĂ©o Malet und nimmt heute in Tardis Werk eine herausragende Position ein.

120, rue de la Gare, ISBN 978-3-03731-000-7, 192 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, 16 EUR, 19,80 SFr.

“Die heilige Krankheit” Band 1+2 von David B.

In “Die Heilige Krankheit” erzĂ€hlt David B. mit einzigartiger Offenheit seine Familiengeschichte, die durch die Epilepsie seines Bruders geprĂ€gt wird. Die verzweifelte Suche seiner Eltern nach einer Heilmethode fĂŒr ihren Sohn fĂŒhrt die Familie vom Facharzt zum Guru, vom Scharlatan zur makrobiotischen Kommune, von der Sekte bis nach Lourdes. Dieses Aufwachsen zwischen Heerscharen von Ärzten und Armeen von DĂ€monen wird fĂŒr David B. zum Albtraum, den er Jahre spĂ€ter mit seinem Meisterwerk “Die Heilige Krankheit” ĂŒberwindet.

“Die heilige Krankheit” Band 1+2, ISBN ISBN 978-3-03731-093-9, 378 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, 24 EUR, 29,80 SFr.

“Zwei SchĂŒsse in den Kopf”

Mittwoch, den 11. Januar 2012

In der heutigen Ausgabe der “tageszeitung” bespricht Christoph Haas “Im Visier” von Jacques Tardi (Edition Moderne), der die Vorlage von Jean-Patrick Manchette mit “Meisterhand” umsetzt.

Zwei SchĂŒsse in den Kopf

In Jaques Tardis Graphic Novel “Im Visier” geht es um einen desillusionierten Profikiller – nach der Vorlage des Romans von Jean-Patrick Manchette.

Jacques Tardi hat immer schon gern zurĂŒckgeschaut. Einerseits unter mehr oder minder ironisch gefĂ€rbten nostalgischen Vorzeichen, wie in “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (1976-1998), einer in der Belle Epoque angesiedelten Kolportageserie, oder in seinen bisher fĂŒnf Adaptationen der Detektivromane LĂ©o Malets, die im Paris der Vierziger und FĂŒnfziger spielen. mehr

“Schwarz wie Blut”

Freitag, den 30. Dezember 2011

Gottfried Knapp hat fĂŒr die “SĂŒddeutsche Zeitung” Jacques Tardis in Zusammenarbeit mit dem Romancier Jean-Patrick Manchette entstandenen Comic “Im Visier” gelesen, der unlĂ€ngst in der Edition Moderne auf Deutsch erschienen ist.

Schwarz wie Blut: ‘Im Visier’, der neue Comic-Roman von Tardi und Manchette

Wenn es Dunkel-Abstufungen von Schwarz gibt, dann haben der Romancier Jean-Patrick Manchette und der Comic-Zeichner Jacques Tardi – beide sind auf ErzĂ€hlungen in dieser Nichtfarbe spezialisiert – mit der Graphic Novel ‘Im Visier’ eine neue Dimension der SchwĂ€rze und der DĂŒsternis erreicht. mehr

“Geschichts-Bilder”, Neues zu “Packeis” und “Schussfahrt ins Licht”

Freitag, den 1. April 2011

Comics, die historische Themen und Geschehnisse aufgreifen, sind heute mehrfach Thema in der Presse. Die “SĂŒddeutsche Zeitung” stellt “Gift” von Peer Meter & Barbara Yelin als “Buch der Woche” auf Titelseite und Feuilleton-Titel vor. Und auf SWR2 wurde am heutigen Freitag ein halbstĂŒndiger Beitrag von Christian Möller ausgestrahlt, der sich ebenfalls mit “Gift” (Reprodukt) sowie darĂŒber hinaus “Castro” von Reinhard Kleist (Carlsen) oder den Erster Weltkriegs-Comics von Jacques Tardi (Edition Moderne) befasst.

Geschichts-Bilder

Historische Comics zwischen Fakten und Fantasie

Die Geschichte einer Giftmörderin im Bremen des 19. Jahrhunderts, die Erlebnisse eines französischen Soldaten im Ersten Weltkrieg, das Leben des kubanischen RevolutionsfĂŒhrers Fidel Castro – nur drei Themen aktueller Comic-Veröffentlichungen. Sie zeigen einen Trend: Immer mehr Comic-Zeichner entdecken die Geschichte als Stoff und recherchieren zeitaufwĂ€ndig, um die Vergangenheit möglichst authentisch abzubilden. Woher kommt das Interesse der Bildergeschichte an der Geschichte? Wie machen Comic-KĂŒnstler aus historischen Fakten eine spannende ErzĂ€hlung? mehr (Direkt zum Beitrag als MP3-Datei gelangt man hier.)

Im Beitrag auf SWR2 wird auch Simon Schwartz’ derzeit in Produktion befindliches Nordpolabenteuer “Packeis” erwĂ€hnt, das im Herbst im avant-verlag erscheinen wird. Auf seinem Produktionsblog hat Simon Schwartz zuletzt anschaulich gezeigt, wie eine Comicseite entsteht..

Mehr am Mythos interessiert, aber auf ein historisches Ereignis beruhend: Auf n-tv.de bespricht Markus Lippold “Hank Williams – Lost Highway” (Edition Moderne), in dem der dĂ€nische Comicautor SĂžren Mosdal die letzten Stunden des amerikanischen Country-Musikers frei erzĂ€hlt.

Schussfahrt ins Licht

Der Tod von Hank Williams als Graphic Novel

Als das Auto in Ohio ankommt, ist Countrystar Hank Williams tot. Ein Mysterium, das Fans bis heute beschĂ€ftigt. Ein DĂ€ne begibt sich auf die Spur des Musikers – und erzĂ€hlt auf wundervolle Weise von einer mythischen Reise durch einen Schneesturm, die aus einem SĂ€nger eine Legende machte. mehr

“Panoptikum der Destruktion”

Dienstag, den 22. MĂ€rz 2011

Sven Jachmann schreibt fĂŒr die “taz” vom 22. MĂ€rz ĂŒber “Bosnien” von Joe Sacco, “Elender Krieg” 1 & 2 von Jean-Pierre Verney & Jacques Tardi (alle drei bei Edition Moderne) und “Castro” von Reinhard Kleist (Carlsen).

Panoptikum der Destruktion

Reinhard Kleist, Joe Sacco und Jacques Tardi/Jean-Pierre Verney erzÀhlen von Fidel Castro, Bosnien und dem Ersten Weltkrieg

Das Thema Leben vor, wĂ€hrend und nach dem Kriegszustand besitzt im zeitgenössischen Comic derzeit große Konjunktur. Das Berliner Gorki-Theater veranstaltet dazu ab Sonntag sogar eine ganze Veranstaltungsreihe. Mit dem wenn auch sehr spĂ€t und langsam einsetzenden hiesigen Wandel seiner öffentlichen Wahrnehmung als Kunstform drĂ€ngen verstĂ€rkt ErzĂ€hlungen auf den Markt, die den Krieg und mit ihm die Entwicklung historischer Prozesse fokussieren. Die Zugriffe der teils ĂŒbersetzten, teils deutschsprachigen Werke auf den kontrollierten Ausnahmezustand und die Funktion ihrer Bildpolitik weisen bemerkenswerte Unterschiede auf. mehr

Zwei Berichte ĂŒber Comics im Radio

Mittwoch, den 5. Januar 2011

In zwei Radioberichten, die gestern bzw. heute ausgestrahlt wurden, stehen Graphic Novels im Mittelpunkt. FĂŒr das “Deutschlandradio Kultur” wirft Volkhard App einen Blick auf aktuelle Entwicklungen auf dem Comicmarkt.

Kafka in Bildern

Starke Bewegung gibt es derzeit auf dem Markt der anspruchsvolleren Geschichten: bei den Alben und buchdicken Ausgaben, in denen die Biografien rauer Musiker oder auratischer Politiker erzĂ€hlt oder literarische Klassiker in Bilder verwandelt werden – von Kafka bis zu Saint-ExupĂ©ry.

Vor Kurzem ist ein Band hinzugekommen, der mit eher konventionellen Zeichnungen penibel das Leben von Anne Frank vor Augen fĂŒhrt – von der Geburt bis zum Versteck an der Prinsengracht. mehr

In der Sendung “Scala” auf ” WDR 2″ stellt Christian Möller aktuelle Geschichtscomics vor: “Castro” von Reinhard Kleist, “Haarmann” von Peer Meter und Isabel Kreitz (beide Carlsen), sowie auf die zwei BĂ€nde umfassende Reihe “Elender Krieg” von Jean-Pierre Verney und Jacques Tardi (Edition Moderne).

Sprechblasen statt Fussnoten

Historische Comics zwischen Fakten und Fantasie

Soldaten in den SchĂŒtzengrĂ€ben des Ersten Weltkriegs, ein Sexualmörder im Hannover der 1920er Jahre, das bewegte Leben eines RevolutionĂ€rs in Kuba – drei Themen, mit denen sich aktuelle Neuveröffentlichungen auf dem Comic-Markt befassen. mehr

Comics auf allen KanÀlen

Donnerstag, den 11. November 2010

Wer tatsĂ€chlich lĂŒckenlos ĂŒber die Berichterstattung zum Thema Comics und Graphic Novels informiert sein möchte, kommt neuerdings um die iPhone-Applikation der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” nicht mehr herum.

FĂŒr die Benutzerinnen und Benutzer von iPhone, iPod touch und iPad berichtet Andreas Platthaus in der Rubrik “Comic” exklusiv ĂŒber Neuerscheinungen auf dem deutschen Markt und ergĂ€nzt somit die sporadischen Rezensionen, Interviews und Artikel im Feuilleton der Frankfurter Tageszeitung sowie seine ausfĂŒhrlicheren Erlebnisberichte, Empfehlungen und Kommentare auf dem Blog der “FAZ”. Exklusiv fĂŒr die “FAZ”-App schrieb Andreas Platthaus unter anderem ĂŒber Reinhard Kleists “Castro”-Biografie (Carlsen) und ĂŒber “Elender Krieg” von Jean-Pierre Verney und Jacques Tardi (Edition Moderne).

Jacques Tardi in den Medien

Dienstag, den 28. September 2010

Über den französischen Comic-Autoren Jacques Tardi und seine BĂŒcher wurde in den vergangenen Tagen mehrfach berichtet. Leider nicht online abrufbar sind das ganzeseitige Interview im Feuilleton der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (“Warum badet ihre Heldin so gerne, Monsieur Tardi”, von Hansgeorg Hermann, erschienen am 18. September) sowie die heute erschienene Vorstellung der Wiederveröffentlichung der ersten beiden BĂ€nde von “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (Edition Moderne) in der “SĂŒddeutschen Zeitung”.

Einen Fernsehbeitrag sendete am vergangenen Wochenende der Kultursender arte, der sowohl Tardis Comic ĂŒber den ersten Weltkrieg “Der elende Krieg” (mit Jean-Jacques Verney, Edition Moderne) und die “Adele”-Comics und deren Verfilmung durch Luc Besson aufgreift, als auch den Autor selbst im Interview zu Wort kommen lĂ€sst.

ErgÀnzend dazu lÀsst sich auf der Website des Senders ein Begleittext zum Beitrag, sowie das Interview mit Jacques Tardi in voller LÀnge ansehen.

“AdĂšle und das Geheimnis des Pharaos”, die Verfilmung durch Luc Besson, startet diese Woche in den deutschen Kinos.