Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Jakob’

Leseperformance und Gespräch in Stadtbibliothek Stuttgart

Dienstag, den 13. Dezember 2011

Am kommenden Donnerstag lädt die Stadtbibliothek Stuttgart zu einer Leseperformance samt KĂĽnstlergespräch ein. Felix Mertikat und Benjamin Schreuder, die Autoren, bzw. Zeichner der Titel “Jakob” und “Steam Noir” (beide Cross Cult) stellen ihre BĂĽcher vor und fĂĽhren in die Entstehung eines Comics ein.

Unterstützt vom Schauspieler Dominik Weber werden die Autoren Teile ihrer Bücher als Leseperformance aufführen. Die Veranstaltung beginnt um 19:30h im Café LesBar, der Eintritt beträgt 4 EUR (erm. 2,50 EUR).

Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Tel.: 0711 / 216-96527
www1.stuttgart.de/stadtbibliothek, E-Mail: karten.stadtbibliothek@stuttgart.de

Ida Illuster – Neue Galerie in Berlin

Mittwoch, den 14. September 2011

Am 29. September eröffnet in Berlin-Mitte mit Ida Illuster eine neue Galerie, die sich ausschließlich Illustrations-Originalen widmet. Wie auf der Website verraten wird, will man dabei keinen Unterschied zwischen Bilderbüchern und Comic machen, im Zentrum steht das handgemachte Original.

Zur Eröffnung am 29. September werden Originale aus “Jakob” von Felix Mertikat (Szenario: Benjamin Schreuder, erschienen bei Cross Cult) gezeigt. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr, anschlieĂźend wird die Ausstellung bis zum 25. November zu sehen sein. Neben Felix Mertikat vertritt die Galeristin Ursula Kleuters auch Barbara Yelin (“Gift”, Szenario: Peer Meter; Reprodukt) mit ausgewählten Originalen.

Am Freitag, den 4. November 2011, lädt die Galerie um 20 Uhr zum Künstlergespräch mit Felix Mertikat ein.

Zur Frankfurter Buchmesse wird ein neues Buch von Benjamin Schreuder und Felix Mertikat erscheinen: “Steam Noir – Das Kupferherz 1″ (Cross Cult) ist der erste Teil einer athmosphärischen Steampunk-Serie.

Ida Illuster, SophienstraĂźe 32, 10178 Berlin
Tel. (030) 27 59 21 66, Fax (030) 27 58 29 06
email: welcome@idailluster.net, www.idailluster.net

Comics in den Medien – Dezember 2010 (1)

Mittwoch, den 1. Dezember 2010

Wie bereits berichtet, wurde Jeff Lemires “Essex County”, das auf Deutsch bei der Edition 52 erscheint, in die Shortlist des Buchwettbewerbs “Canada Reads” des kanadischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders CBC aufgenommen. Und auch auf der auf fĂĽnf Titel gekĂĽrzten Liste wird die Graphic Novel noch gefĂĽhrt und ist im Rennen um die Auszeichnung zu Kanadas bestem Roman der letzten zehn Jahre. Die Daumen sind gedrĂĽckt!

Auf NDR.de erkennt Korinna Hennig den Trend, in Comicform Wissen zu vermitteln und stellt Jens Harders “Alpha – directions” (Carlsen) und Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) vor. So schreibt sie in “Wissenschaftscomics”: “Wissen ist Abenteuer und Drama – und eine Graphic Novel wie diese ist die perfekte Vermittlungsform.”

Daniel WĂĽllner argumentiert auf titel-magazin.de, dass Jens Harders Band kein Comic sei – aber doch zu Recht auf dem Comic-Salon in Erlangen ausgezeichnet wurde: “Ceci n’est pas une bande dessinĂ©e”. Auf satt.org schreibt Felix Giesa zum selben Titel, dass es dem Autor gelingt, “die ganze Welt als Comic zu beschreiben.”: “Die Welt, ein Comic”. An gleicher Stelle attestiert Giesa Manuele Fiors Schnitzler-Adaption “Fräulein Else” (avant-verlag), dass das Buch ein toll zu lesender Comic sei, aber hinter den Möglichkeiten der Literaturadaption zurĂĽckbleibe: “Spiegelung des Innern”. Lobend weist Giesa auch auf “Aua! Aua! Heiss! Heiss!” hin, eine von Ludmilla Bartscht und Simon Schwartz (“drĂĽben!”, avant-verlag) herausgegebene Anthologie mit dem Schwerpunkt auf humoristischen Comics.

Dieser Tage erscheint “Oh, diese Mädchen!” von Emmanuel Lepage und Sophie Michel (Splitter). Susann S. Reck hat den Band vorab gelesen und empfiehlt ihn in ihrer Besprechung auf aviva-berlin.de trotz leichter Schwächen. Ăśber den mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Titel “Such Dir was aus, aber beeil Dich!” von Nadia Budde (Fischer) schreibt Lena Ullrich auf geolino.de: “Kindheit im Plattenbau”.

Auf tagesspiegel.de stellt Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen) den Band “Punkrock Heartland” (Männerschwarm) von Andi Lirium vor. In “Verliebte Jungs” fĂĽhrt er aus, was ihm besonders daran gefällt: “Dieser Mann hat einfach was zu erzählen, und das tut er ohne Wenn und Aber.” An gleicher Stelle attestiert Daniel WĂĽllner am Beispiel von Hanns Zischlers und Friederike Groß´ “Aus der Nachwelt”(Alpheus Verlag), dass der Deutsche Comic “langsam zur internationalen Konkurrenz aufschliesst”: “Die Magie der Möbiusschleife”. Das “zynische Dreieck von Lebenshunger, Kompromissbereitschaft und Heldentum” in “Unter dem Hakenkreuz” von Philippe Richelle und Jean-Michel Beuriot (Schreiber & Leser) beschreibt Waldemar Kesler in “Das Schweigen der Helden”.

“Morgen hab ich wieder Fleisch” – die gruselige Bedeutung dieser Aussage in Peer Meters und Isabel Kreitz’ “Haarmann” (Carlsen) legt Waldemar Kesler ebenfalls auf tagesspiegel.de dar. Katja Schmitz-Dräger fĂĽhlt sich an gleicher Stelle von Brecht Evens’ “Am falschen Ort” (Reprodukt) “merkwĂĽrdig berĂĽhrt”, wie sie in “Die Kunst des Fremdschämens” schreibt. Die Erzählung “Insel der Männer” von Sara Colaone & Luca de Santis (Schreiber & Leser) befasst sich mit “Verdrängter Erinnerung” – nämlich dem Umgang Italiens mit Homosexuellen in den 1930ern und 40ern – wie Oliver Ristau in seiner Besprechung darlegt.

Christian Möllers Bericht, der in der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk lief, ist leider nicht im Textarchiv erhalten, dafĂĽr aber immer noch als mp3-Datei abzurufen. Der Autor stellt Arne Bellstorfs neues Buch “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor. Gleich vier Comics werden von der mdr-Kindersendung “Figarino” empfohlen: claire Lenkovas “Grenzgebiete” (Gerstenberg), Jean Regnauds und Émile Bravos “Meine Mutter ist in Amerika” (Carlsen), Felix Mertikats und Benjamin Schreuders “Jakob” (Cross Cult), sowie “Anne Frank – Eine grafische Biografie” von Ernie Colon & Sid Jacobsson (Carlsen).

Felix Mertikat bei Modern Graphics, Berlin

Sonntag, den 31. Oktober 2010

Am Dienstag, dem 2. November 2010, ist Felix Mertikat zu Gast in Berlin, um in einer Leseperformance mit anschlieĂźender Signierstunde “Jakob” (Cross Cult) vorzustellen, eine Graphic Novel, fĂĽr die Autor Benjamin Schreuder und Koautor und Zeichner Felix Mertikat auf der Frankfurter Buchmesse 2010 mit dem Sondermann als “Beste Newcomer 2010″ ausgezeichnet wurden.

Der Tod durch Kinderaugen: Als die Mutter des achtjährigen Jakob “fĂĽr immer fort geht“, macht sich der kleine Junge auf die Suche nach ihr. Aber niemand kennt den Weg zu dem Ort, an den sie gegangen ist. Und die, die ihn kennen, die Raben und die FĂĽchse, wollen ihn nicht verraten. Aber Jakob ist bereit, jeden Preis zu bezahlen, um seine Mutter wiederzufinden. Auch den letzten…

Die deutschen Newcomer Benjamin Schreuder und Felix Mertikat erzählen eine lyrische und wunderschön bebilderte All-Ages-Fabel im Stil von Carlo Collodis “Pinocchio”, Antoine de Saint-ExupĂ©rys “Der kleine Prinz” und den modernen Märchen von Neil Gaiman (“Coraline”).

Die Lesung findet am Dienstag, dem 2. November um 20.30 Uhr in der Galerie Knoth & KrĂĽger, OranienstraĂźe 188, 10999 Berlin statt – präsentiert wird die Veranstaltung von Modern Graphics und Cross Cult.

Modern Graphics, OranienstraĂźe 22, D-10999 Berlin
Tel. (030) 615 88 10, Fax (030) 615 88 23
email: kontakt@modern-graphics.de, www.modern-graphics.de

Comics in den Medien – Oktober 2010

Mittwoch, den 27. Oktober 2010

Neben zahlreichen Meldungen in der deutschsprachigen Presse, in Funk und Fernsehen, gab es in den vergangenen Wochen auch einige Erwähnungen deutscher Comics und ihrer Macherinnen und Macher in internationalen Medien. Zum Beispiel interviewte Tomasz PstrÄ…gowski am Rande des Comicfestivals in Lodz den Berliner Zeichner Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt) fĂĽr das polnische Online-Comicmagazin komiksomania.pl: “Nie jestem bohaterem”.

Mit “Wanderlust” widmet Matthias Wivel auf dem amerikanischen “The Comics Journal”-Blog Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) eine ausfĂĽhrliche Besprechung. Darin wird Ulli Lusts autobiografischer Reisebericht eingeordnet zwischen Goethes “Italienische Reise” und Christiane F.s “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”: “a fascinating study of human behavior under duress”. Erfreulich zu sehen, dass deutsche Comics auch im Ausland immer breiter wahrgenommen werden.

“Schlicht grossartig” findet Bert Dahlmann Pierre Pelots und Barus “Elende Helden” (Edition 52) in seiner kurzen Vorstellung auf westzeit.de. Das gegenwärtige Schaffen Barus, der im nächsten Jahr Präsident des Comicfestivals in AngoulĂŞme sein wird, stellt Andreas Platthaus auf seinem “FAZ”-Blog vor und spart in Bezug auf “Elende Helden” nicht mit lobenden Worten, wenn er in “Arme Typen, aber was fĂĽr ein Reichtum an Geschichten!” unter anderem ausfĂĽhrt, warum Baru “auch im Alter von ĂĽber sechzig immer noch einer der frischesten Comiczeichner der Welt ist”.

Ein weiterer Titel der Edition 52 wurde zuletzt ebenfalls besprochen: Die Veröffentlichung des ersten Teils von Jeff Lemires “Essex County”-Trilogie, “Geschichten vom Land”, nimmt Lars von Törne auf tagesspiegel.de zum Anlass, den Autor und sein Werk vorzustellen: “Nur wenige Autoren verbinden Elemente des Mainstream und der Comic-Avantgarde so gekonnt wie Jeff Lemire.” schreibt er in “Schöner Schmerz”. Auf comicgate.de vergleicht Benjamin Vogt in seiner Besprechung Jeff Lemires Stil lobend mit dem von Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen). Derselbe Rezensent bespricht auch Jiro Taniguchis Western-Manga “Sky Hawk” (Schreiber & Leser) und weist bei allem Lob auf einige Schwächem im Genre-Mix hin. In den ungefähr zur Zeit der groĂźen Depression angesiedelten Geschichten in Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott und andere Geschichten” (Carlsen) erkennt Andreas Fisch – ebenfalls auf comicgate.de – eine Reihe von Parallelen zur heutigen Zeit. Die “Ur-Graphic Novel” nennt Fabian Kettner den Band in seiner ausfĂĽhrlichen Vorstellung auf literaturkritik.de.

In der Zeit ganz weit zurĂĽck geht Jens Harder in seiner Graphic Novel “Alpha – directions” (Carlsen), der Thomas Hummitzsch auf textem.de attestiert, “spektakuläre Evolutionsbilder” zu finden. Marco Behringer stellt an gleicher Stelle “die Geschichte der Beat-Literatur als Graphic Novel” vor, namentlich “The Beats” (Walde+Graf) von den Herausgebern Harvey Pekar und Paul Buhle. Wer hätte gedacht, dass einmal “Bertrand Russel als Comicheld” erscheinen wĂĽrde, fĂĽhrt ebenfalls Marco Behringer in seiner Besprechung von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) auf textem.de aus. Wolfgang Popp stellt “Logicomix” auf Ă–1 vom ORF vor. Der dazugehörige Text lässt sich hier nachlesen und hier nachhören.

Christian Möller sprach anlässlich der Veröffentlichung einiger Comics, die sich mit religiösen Themen auseinandersetzen, mit dem Kölner Autor Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) ĂĽber den “Boom des Göttlichen”. Der Beitrag lief im Deutschlandfunk. In einer kurzweiligen Bilderstrecke stellt WDR1 Live Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor.

In der “Welt” wurde Eric Corbeyrans Adaption von Franz Kafkas “Die Verwandlung” (Knesebeck) als gelungene Umsetzung kurz vorgestellt. FĂĽr die Vogtländer “Freie Presse” legt Oliver Seifert in “PĂĽnktchen, PĂĽnktchen, Komma Strich” dar, wie es StĂ©phane Heuet gelingt, aus Marcel Prousts Vorlage in “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Combray” (Knesebeck) einen gelungenen Comic zu machen. Eher eine “LektĂĽrehilfe” erkennt darin jedoch Daniel WĂĽllner in seinem Artikel fĂĽr tagesspiegel.de: “Bis an die Grenzen der Zeit”. An gleicher Stelle stellt Waldemar Kesler die gelungene Zusammenarbeit zwischen David Prudhomme und Pascal RabatĂ© in “Die Plastikmadonna” (Carlsen) heraus: “Das Szenario und die Zeichnungen gehen bei der liebevollen Milieustudie so innig Hand in Hand, dass wir nur auf eine weitere Zusammenarbeit der beiden hoffen dĂĽrfen.”: “Die rote Maria”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de empfiehlt Comic-Autorin Elke R. Steiner (“Risiken und Nebenwirkungen”, GĂĽtersloher Verlagshaus) “Das Zeichen des Widders”, die Zusammenarbeit von Fred Vargas und Edmond Baudoin (Aufbau Verlag) als “MitreiĂźend, berĂĽhrend und voller ungewöhnlicher Charaktere”: “Kleiner Raub mit groĂźen Folgen”.

Thomas Otts “R.I.P. – Best of 1985 -2004″ (Edition Moderne) stellt Christian Neubert auf titel-magazin.de vor. In diesen “Schattenseiten” erkennt der Autor “groĂźe Kunst”. Christian Neubert sprach am Rande der Frankfurter Buchmesse auch mit den frisch gekĂĽrten Sondermann-Preisträgern Felix Mertikat und Benjamin Schreuder ĂĽber die Auszeichnung und natĂĽrlich ĂĽber ihr gemeinsames DebĂĽt “Jakob” (Cross Cult): “Ein Konglomerat genialer Ideen”.

Comics in den Medien – September 2010 (1)

Dienstag, den 7. September 2010

Noch bis zum 2. Oktober zeigt die StadtbĂĽcherei Albstadt-Ebingen die Wanderausstellung “Get Your Graphic Novels”, die von der Fachstelle fĂĽr das öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium organisiert wurde. DarĂĽber berichtet auch die lokale Presse: Helen Weible subsummiert Graphic Novels in der “SĂĽdwest Presse” als “Comics mit viel Tiefgang” und stellt heraus, dass der “Grafische Roman weit ĂĽber die Grenzen des kindlich-lustigen Comicstils” hinausgeht. Der “Schwarzwälder Bote” verhebt sich dabei in der Kurzbeschreibung und klassifiziert Graphic Novels als “Ein Zeichenstil – dem Comic nicht unähnlich”.

Auch das “Hamburger Abendblatt” charakterisiert Graphic Novels kurz in seiner AnkĂĽndigung fĂĽr den “Internationalen Graphic Novel Salon”, der am 9. September in der Hansestadt beginnt als “Bildreiche Erzählungen”: “Graphic Novels verbinden Gezeichnetes und Literatur”.

Dieser Tage erschienen ist “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium), worĂĽber Frank Meyer im Deutschlandradio berichtete. Er zeigt sich “beeindruckt” vom “Spannenden Zahlen-Comic auf mehreren Ebenen”. Christian Gasser besprach – gleichfalls im Deutschlandradio – “Gott höchstselbst” (Reprodukt) des französischen Autors Marc-Antoine Mathieu, den er im Interview ausfĂĽhrlich zu Wort kommen lässt. Der Beitrag lässt sich hier als mp3 nachhören.

Auch im Radio, auf On3, dem Jugendradio des Bayerischen Rundfunks, wurde die von Harvey Pekar und Paul Buhle herausgegebene Anthologie “The Beats” (Walde+Graf) vorgestellt. Markus Köbnik stellt heraus, wie das Buch seine Themen umsetzt: “Ăśber Exzess, freie Liebe und das Schreiben”. Eine Bildergalerie ergänzt die Besprechung.

Weiterhin finden Comic-Umsetzungen von Literaturvorlagen ihre Beachtung: In “Etwas, das ZĂĽndstoff birgt…” bespricht Christian Neubert fĂĽr titel-magazin.de Tim Hamiltons Comic-Adaption von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn). An gleicher Stelle schreibt Christopher Franz ĂĽber Joann Sfars Adaption von Antoine de Saint-ExupĂ©rys “Der kleine Prinz” (Carlsen) und beantwortet seine Eingangsfrage: “Mal was Neues?” mit der Feststellung, dass es die neue Version im Verlgeich mit dem Original einfach zu schwer hat.

In der “tageszeitung” lobt Oliver Ristau “Jakob” von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder als lesenswertes DebĂĽt: “Allein auf dem Jakobsweg”.

Von der “Meisterschaft” seines Autors schreibt Christopher Pramstaller in seiner Vorstellung von Thomas Otts “R.I.P.” (Edition Moderne) auf satt.org: “Welcome to the Horror Show”. In “Der alte Mann und der Krieg” schreibt Pramstaller an gleicher Stelle ĂĽber ein weiteres Buch, das in der ZĂĽrcher Edition Moderne erschienen ist: “Alans Krieg” von Emmanuel Guibert. Sven Jachmann hat das Buch fĂĽr die aktuelle Ausgabe von “konkret” ebenfalls besprochen und die Rezension auf seiner Website veröffentlicht:

Wieder auf satt.org lobt Felix Giesa Klaus Schikowskis EinfĂĽhrung in die Welt der Comics,“Die groĂźen KĂĽnstler des Comics” (edel), als “eine wahre Bildfundgrube des Comics, bereichert um eine gelungene Geschichte seiner KĂĽnstler”.

Sondermann 2010

Montag, den 30. August 2010

Auch in diesem Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse der “Sondermann”-Comicpreis in verschiedenen Kategorien vergeben. Die Gewinner werden durch eine öffentliche Abstimmung auf den Websites von “Frankfurter Rundschau”, “Spiegel Online” und “Splashcomics” ermittelt. Zur Wahl stehen unter anderem die Comic-Umsetzung von Erich Kästners “PĂĽnktchen und Anton” durch Isabel Kreitz (C. Dressler Verlag) sowie der dritte Teil von Stephen Kings “Der dunkle Turm” von Jae Lee und Robin Furth (Heyne, bzw. Splitter).

Ăśber die beiden Sonderpreise, den “Newcomer 2010“ und den “Bernd-Pfarr-Sondermann fĂĽr komische Kunst“, entschied eine Jury, bestehend aus Gabi Roth-Pfarr (Witwe des Namenspatronen Bernd Pfarr), Rudi Hurzlmeier (Cartoonist), Christian SchlĂĽter (“Frankfurter Rundschau”), Achim Frenz (Caricatura Museum), Stefan Pannor (“Spiegel Online”) und Andreas Platthaus (“FAZ”). FĂĽr den Nachwuchs-Sondermann fiel die Wahl auf Felix Mertikat und Benjamin Schreuder, die fĂĽr ihr DebĂĽt “Jakob” (Cross Cult) ausgezeichnet werden. Der “Bernd Pfarr-Sondermann fĂĽr komische Kunst“ geht an den Zeichner und Karikaturisten Ari Plikat.

Ăśber den “Sondermann”, die Nominierungen und die Preisträger, die schon feststehen, informiert eine Sonderbeilage, die in der heutigen Ausgabe der “Frankfurter Rundschau” zu finden ist. Die Preisverleihung findet am Samstag, dem 9. Oktober, um 16.30 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse im Comiczentrum (Halle 3.0 J 807) statt.

Comics auf arte

Montag, den 9. August 2010

Anlässlich der Veröffentlichung der Kurzgeschichten-Sammlung “R.I.P.” (Edition Moderne) strahlte der Kultursender arte kĂĽrzlich ein Portrait des ZĂĽrcher ComickĂĽnstlers Thomas Ott aus, in dem man dem KĂĽnstler bei der Erstellung eines seiner aufwändigen Schabkarton-Bilder ĂĽber die Schulter sehen kann. Der Beitrag kann auf der Website des Senders angesehen werden.

Und am vergangenen Samstag wurde im “arte journal” das Buch “Jakob” (Cross Cult) und seine Autoren Benjamin Schreuder und Felix Mertikat vorgestellt. Dieser Beitrag lässt sich in zwei Version (eine davon länger im Vergleich zur gesendeten) auf der Website zum Beitrag abrufen.

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂĽber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂĽndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “BarfuĂź durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂĽber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂĽber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäuĂźert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer AnlaĂź ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂĽck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂĽber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂĽr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂĽber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen.” resĂĽmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂĽber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” ĂĽber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.

Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog fĂĽr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂĽber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂĽber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

“Gezeichnetes KaterfrĂĽhstĂĽck”

Mittwoch, den 14. Juli 2010

Brigitte Preissler hat sich fĂĽr “Die Welt” mit der Neuauflage von “Eigentlich ist das Leben schön” des Kanadiers Seth (Edition 52) sowie mit “Jakob” von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder (Cross Cult) beschäftigt.

Gezeichnetes KaterfrĂĽhstĂĽck

Neue Comics feiern das LebensgefĂĽhl der Depression. Sie knĂĽpfen an Vorbilder wie Tim und Struppi oder die Peanuts an

“Eigentlich ist das Leben schön” – nach diesem Satz kann im Grunde nur ein dickes, groĂźes Aber kommen. Es ist der Titel einer autobiografischen Erzählung des kanadischen Comiczeichners Seth, der 1962 als Gregory Gallant geboren wurde. Seine Hauptfigur – sie nennt sich ebenfalls Seth – leidet, tatsächlich, an umfassendem GegenwartsĂĽberdruss. Alles und jeder nervt ihn, vor allem Menschen, die Marvel Comics gut finden, oder Abba. mehr

“Jakob” in der “Frankfurter Rundschau” und “Stuttgarter Zeitung”

Mittwoch, den 2. Juni 2010

Zeitgleich veröffentlichten gestern die “Frankfurter Rundschau” und die “Stuttgarter Zeitung” ihre Berichte ĂĽber “Jakob”, das Debut von Benjamin Schreuder und Felix Mertikat (Cross Cult). So schreibt Christian SchlĂĽter in der FR:

Die Farbe des Todes

Comics sind ein Medium der Vermischung. Klar, schlieĂźlich steht das Wort “Comic” nicht nur fĂĽr Komik oder komisch, sondern verweist auch, wie der groĂźe Art Spiegelman einmal bemerkte, auf “Comix” – also Zusammen-Mischung. Das gilt ganz offensichtlich fĂĽr das besondere Ineinander von Schrift und Bild, das eine Bildergeschichte erst zu einem Comic werden lässt. Doch mischen sich hier wie in jedem anderen Medium auch verschiedene Stile. Seit einiger Zeit ist diesbezĂĽglich ein interessanter Mix zu beobachten: Die ästhetisch längst eigenständig gewordene Form des Comics schlieĂźt wieder an eine ihrer Anfänge an – an das Kinderbilderbuch. mehr

In der “Stuttgarter Zeitung” beschreibt Thomas Klingenmaier das Buch als “gedruckten Film”:

Auf der Suche nach dem Allerwichtigsten

Der Tod war da, aber Jakob hat ihn verpasst. Als der kleine Junge eines Morgens erwacht, ist seine Mutter fort. Er sieht zwar noch die Sargträger einen Feldweg entlang fort vom Haus gehen, aber er begreift nicht, was er da sieht. In der gerade erschienenen Graphic Novel “Jakob” geht es nun darum, wie gerade das Nichtverstandene, die LĂĽcke, die unverwirklichbare Utopie ein ganzes Leben prägen. Jakob wird sich auf die Suche nach seiner Mutter, dem Allerwichtigsten, machen. Er wird sich mit sprechenden Tieren unterhalten, aber ihre Ratschläge nicht richtig verstehen, er wird auf deutliche Zeichen von Vergänglichkeit stoĂźen und sie doch so konsequent ignorieren, dass wir ihn selbst immer weiter als Kind sehen, obwohl die Bilder nahelegen, dass um ihn nicht Minuten und Stunden, sondern Jahre und Jahrhunderte vergehen. mehr

“Jakob” – Leseprobe online

Donnerstag, den 22. April 2010

Wie an dieser Stelle bereits erwähnt, erscheint im Juni, pĂĽnktlich zum Comic-Salon in Erlangen, das Debut von Benjamin Scheuer und Felix Mertikat “Jakob” (Cross Cult).  Nachdem bereits  ein Trailer zur Einstimmung im Videoportal Youtoube veröffentlicht wurde, lassen sich nun auch einige Seiten aus dem Buch direkt online ansehen.

Der Tod durch Kinderaugen: Als die Mutter des achtjährigen Jakob „für immer fort geht, macht sich der kleine Junge auf die Suche nach ihr. Aber niemand kennt den Weg zu dem Ort, den sie gegangen ist. Und die, die ihn kennen, die Raben und die Füchse, wollen ihn nicht verraten. Aber Jakob ist bereit, jeden Preis zu bezahlen, um seine Mutter wieder zu finden. Auch den letzten…


Die Leseprobe kann hier angesehen werden.

Jakob, ISBN 978-3-941248-82-3, 64 Seiten, Querformat, Hardcover, farbig, 16,80 EUR, erscheint im Juni bei Cross Cult

“Jakob” von Benjamin Scheuer und Felix Mertikat

Donnerstag, den 8. April 2010

Im Juni erscheint im Ludwigsburger Verlag Cross Cult “Jakob” von Benjamin Scheuer und Felix Mertikat. Damit veröffentlicht der Verlag (u.a. erschien hier “Sin City”) erstmals einen Comic deutscher Nachwuchszeichner. Der Band wird zum Comic-Salon in Erlangen vorliegen, wo er auch im Rahmen einer multimedialen Ausstellung vorgestellt werden wird.

Der Tod durch Kinderaugen: Als die Mutter des achtjährigen Jakob „fĂĽr immer fort geht, macht sich der kleine Junge auf die Suche nach ihr. Aber niemand kennt den Weg zu dem Ort, den sie gegangen ist. Und die, die ihn kennen, die Raben und die FĂĽchse, wollen ihn nicht verraten. Aber Jakob ist bereit, jeden Preis zu bezahlen, um seine Mutter wieder zu finden. Auch den letzten …

Die deutschen Newcomer Benjamin Schreuder und Felix Mertikat erzählen eine lyrische und wunderschön bebilderte All-Ages-Fabel im Stil von Carlo Collodis „Pinocchio und den modernen Märchen von Neil Gaiman („Coraline). Als wären die BrĂĽder Grimm Comiczeichner geworden… JAKOB ist als Abschlussarbeit an der renommierten Filmakademie Ludwigsburg entstanden.

“Jakob” von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder ist eine moderne Comic-Fabel in der Tradion von Antoine de Saint-ExupĂ©rys “Der Kleine Prinz” und Michael Endes “Momo”.

Eine Leseprobe folgt auf der Website von Cross Cult in Kürze, bereits jetzt lässt sich ein Trailer zum Buch online ansehen.

Jakob, ISBN 978-3-941248-82-3, 64 Seiten, Querformat, Hardcover, farbig, 16,80 EUR, erscheint im Mai bei Cross Cult