Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Jean-Patrick Manchette’

Graphic Novels in den Medien – 16. November 2012

Freitag, den 16. November 2012

Auf zeit.de stellt Michael Brake den englischen Comicautoren Tom Gauld vor: “Hier kommt der fĂĽnftschlechteste Schwertkämpfer”. Neben seiner ersten längeren Erzählung “Goliath” (Reprodukt) geht es auch um Gaulds Arbeiten als Illustrator und Cartoonist fĂĽr den britischen Guardian, fĂĽr den er sich humorvoll mit Themen der Literatur auseinandersetzt. FĂĽr Brake zählt Gauld “zu den interessantesten Comiczeichnern seiner Generation”.

“Zum Abschuss friegegeben”, die neue Krimi-Adaption von Jacques Tardi, nach einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette (Edition Moderne), kann Moritz Honert nicht recht ĂĽberzeugen, wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “Blutiges Fiasko”. Er hätte sich eine Aktualisierung der Vorlage gewĂĽnscht. Derweil wurde bekannt, dass an einer Hollywood-Verfilmung des Bandes “Im Visier” gearbeitet wird, das Tardi ebenfalls als Comic nach einer Vorlage von Manchett anfertigte (und ebenfalls in der Editon Moderne erschien). Die Hauptrolle soll Sean Penn ĂĽbernehmen.

Als “Favorit Buch” stellte Lydia Herms am gestrigen Donnerstag auf radio eins “Stiche” von David Small (Carlsen) vor. Der Beitrag kann hier gelesen und hier direkt angehört werden.

Mit allen drei Titeln der Graphic Novels “For Ladies”-Reihe aus dem Hause Carlsen befasst sich die Redaktion des Online-Frauenmagazins Aviva: “Graphic Novel fĂĽr Frauen.” Diese “bieten freche und intelligente Unterhaltung”, wie dort resĂĽmiert wird und auch die grafische Umsetzung der drei Bände “Paris”, “Ich wär so gern Ethnologin” und “Luft und Liebe” wird lobend hervorgehoben.

Comics in den Medien – 24. Oktober 2012

Mittwoch, den 24. Oktober 2012

FĂĽr das Deutschlandradio Kultur unterhielt sich Anette Selg mit der Comic-Autorin Paula Bulling ĂĽber ihr Debut “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag). Das ausfĂĽhrliche Gespräch kann hier nachgelesen werden: “FlĂĽchtlingsalltag in Sprechblasen” Direkt zur MP3-Version des Beitrags gelangt man hier.

Der Berliner Tagesspiegel druckte auf einer Feuilletonseite zum Thema “Politische Literatur” die zuvor schon online präsentierte Besprechung Thomas Grevens von Abel Lanzacs und Christophe Blains “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) ab. Greven fĂĽhrt unter anderem aus, “welch groĂźen Vorsprung die französische Comic-Kultur immer noch hat, und vor allem, welch ungleich höheren kulturellen Stellenwert Comics in Frankreich haben.” Die ausfĂĽhrliche Besprechung kann weiterhin hier nachgelesen werden: “Im Herzen der Macht”.

Christoph Huber stellte in der Wiener Presse den neuen Krimi von Jacques Tardi nach einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette vor: “Zum Abschuss freigegeben” (Edition Moderne): “Perfektes Verbrechen, voilĂ !”

Der kĂĽrzlich in der SĂĽddeutschen Zeitung erschienene Beitrag von Fritz Göttler zu Art Spiegelmans “MetaMaus” (Fischer) kann nun auch online nachgelesen werden: “Das Buch der Erschöpfung”. Darin zeigt sich Göttler beeindruckt von der Unmittelbarkeit des Sekundärbandes: “Man darf sich nicht abschrecken lassen von der Aura der Distanz, die der Titel entfaltet, man ist immer mitten drin.”

Neue Graphic Novels bei Edition Moderne

Donnerstag, den 17. Mai 2012

Auch der ZĂĽrcher Verlag Edition Moderne kĂĽndigt in seiner neuen Verlagsvorschau eine Reihe neuer Graphic Novels an. Mit “Metro” des Ă„gypters Magdy El-Shafee und “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ă”tiĂ© und Li Kunwu sind zwei Titel darunter, die Politik und Zeitgeschichte aufnehmen. Mit einem neuen Buch von Jacques Tardi, basierend auf einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette, ist wieder ein dĂĽsterer Krimi dabei. Ein neues Buch gibt es vom Schweizer Daniel Bosshart und mit Matthias Gnehms “Tod eines Bankiers” wird wieder ein Titel der Backlist zu einem besonderen Preis angeboten.

“Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können. Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo. Korruption, Willkür, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Kurz vor dem Arabischen Frühling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu diesen Ereignissen führten.

Magdy El-Shafee, geboren 1961 in Lybien, hat Pharmazeutik studiert und arbeitet tagĂĽber in einem chemischen Betrieb in Kairo. Nachts zeichnet er seine Comics. Anfang 2008 erschien “Metro”, seine erste Graphic Novel, die zwei Wochen danach von der ägyptischen Zensurbehörde beschlagnahmt wurde.

Metro –Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 104 Seiten, s/w, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR 18 (D) ,EUR 18,50 (A), sFr. 22,.80, erscheint im Juni

“Metamorphosis” von Daniel Bosshart

Ein Mann will immer mehr haben: Autos, Frauen, Uhren, Kaviar, Champagner. Aber kaum verlässt er seine Freundin, hat er einen schweren Unfall. Im Krankenhaus macht er eine Nahtoderfahrung und gleitet zurück bis zu seiner Geburt. Als neuer Mensch erwacht er wieder. Gleichnishaft zeigt Daniel Bosshart eine schmerzhafte Metamorphose: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling! Konsequent zeichnet Daniel Bosshart seine stillen, intimen, detailreich inszenierten Geschichten, die über die Comicszene hinaus auch international Aufmerksamkeit finden.

Daniel Bosshart, geboren 1971 in ZĂĽrich, lebt und arbeitet in Winterthur als Comic-Zeichner und Architekt. Teilnahmen an internationalen Festivals und Ausstellungen: International Salon of Caricature Zemun 2006 (Serbien), Les Rendez-vous de la BD de Gatineau 2008 (Kanada), FIBDA Festival International de la BD Alger 2011 (Algerien), Abu Dhabi International Bookfair (2012).

Metamorphosis, ISBN 978-3-03731-098-4, 80 Seiten, farbig, 23 x 30 cm, Hardcover, EUR 24,80 (D), EUR 25,50, sFr. 29.80, erscheint im Juni

“Tod eines Bankiers – komplett in zwei Bänden” von Matthias Gnehm

Der kranke und todgeweihte Bankier Charles Gubler will auch noch aus der Inszenierung seines Todes Kapital schlagen. Seine Jungpartner, gleichsam seine Ziehsöhne, sollen sich etwas Passendes dazu einfallen lassen. Schnell erweist sich jedoch wieder einmal, dass der Mensch nicht gerne teilt, vor allem dann, wenn es um ein gewaltiges Erbe geht. Dieses opulent-malerische Drama spielt in einem futuristischen Zürich und thematisiert auch moderne Stadtplanung und Architektur.

Ein Bankenkrimi, angesiedelt im Herzen des Finanzplatzes Zürich, in dem es um das grösste Bankgeheimnis seit der Erfindung der Schweizer Banken geht: Wie lässt sich auch noch mit dem Tod Geschäfte machen? Ein ebenso makabrer als auch opulenter Krimi in einem futuristischen Zürich.

Matthias Gnehm, geboren 1970 in ZĂĽrich, lebt und arbeitet in ZĂĽrich als Autor von Graphic Novels und Architekt. FrĂĽher arbeitete Matthias Gnehm mit dem Szenaristen Francis Rivolta zusammen, unter anderem fĂĽr den Bundeshaus-Comic “Rätsel in Weiss”. FĂĽr Die “Bekehrung” hat er 2008 das Werkjahr der Stadt ZĂĽrich erhalten.

Tod eine Bankiers – komplett in zwei Bänden, ISBN 978-3-03731-100-4, 96 Seiten, farbig, 22 x 30 cm, Hardcover, EUR 19,80 (D), EUR 20,40 (A), sFr 24.80, erscheint im August

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ă”tiĂ© und Li Kunwu

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” schildert das Leben des jungen Xiao Li von seiner Kindheit in den FĂĽnfzigerjahren bis zum Tod Maos am 9. September 1976.

Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “GroĂźer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei Bände konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzählt aus der Sicht des einfachen Menschen.

Philippe Ôtié ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in Südamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betätigt er sich als Comic-Autor.

Li Kunwu, geboren 1955 in der Provinz Yunan, hat im Verlauf seiner Karriere schon über 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics für die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien über die vielen kulturellen Minoritäten in Yunan.

Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D),  24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

“Zum Abschuss freigegeben” von Tardi & Manchette

Thompson, der Killer leidet. Soeben hat er einen Auftrag erledigt, aber sein Magengeschwür treibt ihn zum Wahnsinn. Und schon wartet der nächste Auftrag: Der kleine Neffe eines millionenschweren Architekten soll aus dem Weg geräumt und der Mord dem Kindermädchen, der jungen, angeblich nicht zurechnungsfähigen Julie, angehängt werden. Doch alles läuft schief. Der Junge und Julie können dem Killer vorerst entkommen. Wird Thompson sie erwischen, bevor sein Magen ihn endgültig umbringt?

Jacques Tardi, geboren 1946 in Valence, lebt in Paris. Er gilt als einer der bedeutendsten Comic-Autoren Frankreichs.

Jean-Patrick Manchette, 1942 – 1995, war einer der bekanntesten Autoren des Roman Noir. “Zum Abschuss freigegeben” wurde unter dem Titel “Zum Freiwild erklärt” 1975 von Yves Boisset verfilmt.

Zum Abschuss freigegeben, ISBN 978-3-03731-097-7, 96 Seiten, s/w, 22 x 30 cm, Hardcover, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

“Mehr als ein Verbrechen”

Dienstag, den 24. Januar 2012

In den vergangenen Monaten erschienen gleich zwei Comics, die auf Vorlagen des französischen Krimiautoren Jean-Patrick Manchette basierten: “Im Visier”, umgesetzt von Jacques Tardi (Edition Moderne) und “Blutprinzessein” von Max Cabanes (Schreiber & Leser). Auf tagesspiegel.de stellt Christian Endres beide Bände vor.

Mehr als ein Verbrechen

Kaum ein anderer Autor hat den französischen Krimi so geprägt wie Jean-Patrick Manchette. Jetzt sind zwei neue Comic-Adaptionen seiner Romane auf Deutsch erschienen.

Jean-Patrick Manchette, der 1995 im Alter von nur 52 Jahren verstarb und neben zahlreichen Kritiken, Essays und Drehbüchern ein knappes Dutzend Romane geschrieben hat, gilt als Wegbereiter des Néo-Polar, des modernen französischen Krimi. mehr

“Zwei SchĂĽsse in den Kopf”

Mittwoch, den 11. Januar 2012

In der heutigen Ausgabe der “tageszeitung” bespricht Christoph Haas “Im Visier” von Jacques Tardi (Edition Moderne), der die Vorlage von Jean-Patrick Manchette mit “Meisterhand” umsetzt.

Zwei SchĂĽsse in den Kopf

In Jaques Tardis Graphic Novel “Im Visier” geht es um einen desillusionierten Profikiller – nach der Vorlage des Romans von Jean-Patrick Manchette.

Jacques Tardi hat immer schon gern zurĂĽckgeschaut. Einerseits unter mehr oder minder ironisch gefärbten nostalgischen Vorzeichen, wie in “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (1976-1998), einer in der Belle Epoque angesiedelten Kolportageserie, oder in seinen bisher fĂĽnf Adaptationen der Detektivromane LĂ©o Malets, die im Paris der Vierziger und FĂĽnfziger spielen. mehr

“Schwarz wie Blut”

Freitag, den 30. Dezember 2011

Gottfried Knapp hat fĂĽr die “SĂĽddeutsche Zeitung” Jacques Tardis in Zusammenarbeit mit dem Romancier Jean-Patrick Manchette entstandenen Comic “Im Visier” gelesen, der unlängst in der Edition Moderne auf Deutsch erschienen ist.

Schwarz wie Blut: ‘Im Visier’, der neue Comic-Roman von Tardi und Manchette

Wenn es Dunkel-Abstufungen von Schwarz gibt, dann haben der Romancier Jean-Patrick Manchette und der Comic-Zeichner Jacques Tardi – beide sind auf Erzählungen in dieser Nichtfarbe spezialisiert – mit der Graphic Novel ‘Im Visier’ eine neue Dimension der Schwärze und der DĂĽsternis erreicht. mehr