Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Kazuo Kamimura’

Hokusai – Ausstellung und Manga

Freitag, den 26. August 2011

Am heutigen Freitag eröffnet im Berliner Martin-Gropius-Bau eine umfassende Ausstellung ĂĽber den japanischen KĂĽnstler Hokusai. Gezeigt werden Werke aus allen Schaffensperioden, Zeichnungen, illustrierte BĂĽcher und Malerei sowie seine Holzschnitte, mit denen er weltweite BerĂĽhmtheit erlangt hat. Hokusais bekanntestes Werk, “Die groĂźe Welle bei Kanagawa” aus der Serie “36 Ansichten vom Berg Fuji“ (1823–29), diente auch der aktuellen Ausgabe des Comicmagazins “Comixene” als Vorlage. “Hokusai – Retrospektive” wird bis zum 24. Oktober zu sehen sein.

Passend dazu ist mit “Furious Love” bei Carlsen inzwischen ein dreibändiger Manga erschienen, der sich biografisch, dabei aber recht frei, mit der Figur Hokusais auseinandersetzt. Hokusai, sein Epigone Sutehachi und zwei Frauen stehen im Mittelpunkt der dramatisch-erotischen Handlung, in die Autor Kazuo Kamimura viele Verweise auf Hokusais Werk einwebt. Von Kamimura stammt mit “Lady Snowblood” ein weiterer Manga, der seinerseits Quentin Tarantino maĂźgeblich zu seinen “Kill Bill”-Filmen inspirierte.

Auf “tagesspiegel.de” stellt Lars von Törne nun “Furious Love” vor und vergisst dabei nicht zu erwähnen, dass der Begriff “Manga”, der auf japanisch allgemein Comics bezeichnet, auf Hokusai zurĂĽckgeht:

Alte Meister, junge GelĂĽste

Er machte den Begriff Manga populär, inspirierte KĂĽnstler wie van Gogh und Gauguin – und wird jetzt in Berlin mit einer fulminanten Ausstellung geehrt. Der Manga „Furious Love“ nähert sich dem KĂĽnstler Hokusai auf ungewöhnliche Weise.

Der Palast muss weg! So kann der groĂźe Meister einfach nicht arbeiten. Gerade erst ist Katsushika Hokusai zum wiederholten Male umgezogen. Als der berĂĽhmte HolzschnittkĂĽnstler aus dem Fenster seines neuen Domizils auf den Berg Fuji blickt, versperrt ihm der Palast des Shoguns den Blick. mehr

Graphic Novels in den Medien – Dezember 2010 (2)

Donnerstag, den 30. Dezember 2010

Kurz vor Jahresschluss noch einmal ein Blick auf die vielfältige Berichterstattung ĂĽber Graphic Novels in den Medien. Leider kann nicht auf alles verlinkt werden, wie zum Beispiel auf Andreas Platthaus eine ganze Seite fĂĽllenden Bericht ĂĽber die Bedeutung von Graphic Novels in der heutigen Ausgabe der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (update: Der Artikel “Siegeszug unter falscher Flagge” ist nun auch online abrufbar). Auf eine Reihe von Berichten und Rezensionen kann an dieser Stelle jedoch wie gewohnt verwiesen werden.

Die am heutigen Donnerstag in den Kinos startende Verfilmung von Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt) unter dem Titel “Immer Drama um Tamara” findet natĂĽrlich breite Beachtung in den Feuilletons, wobei die Vorlage zumindest hingewiesen wird. Auf “tagesspiegel.de” stellt Sven Jachmann das Buch noch einmal ausfĂĽhrlich vor und legt: “Die Begierden der Intellektuellen” dar.

Ralf Königs “Antityp” (Rowohlt) ist die Buchempfehlung im Dezember des “Radiofeuilletons” im “Deutschlandradio”. Knut Cordsen legt das Buch in “Fundgrube fĂĽr Kokolores” “jedem Frömmler ans Herz”. Christian Möller stellt im “Deutschlandradio Wissen” Peer Meters und Isabel Kreitz´ “Haarmann” (Carlsen) vor: “Serienmörder als Comic”. Derselbe Band wird von Thomas Hummitzsch auf “BerlinerLiteraturkritik.de” besprochen: “Der Tatort unter den Comics”. Und auf “satt.org” schreibt Andre Kagelmann ĂĽber eben jenen Band unter der Ăśberschrift “Ratten im Hirn …”.

Weitere biografische Comics fanden in den Medien Beachtung: Auf fm4.orf.at stellt Zita Bereuter “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium) vor: “Russell, Wittgenstein und Gödel als Superhelden”. “Ginsberg, Kerouac und Co. waren homophob, antisemitisch. Und prägten die Popkultur” schreibt Brigitte Preissler in “Dichter sind gefährlich” fĂĽr “Die Welt” ĂĽber die von Harvey Pekar und Paul Buhle herausgegebene Portraitsammlung “The Beats” (Weidle+Graf). Vor allem die “gewohnt exzellenten” Zeichnungen von Autor Reinard Kleist in seinem Buch “Castro” (Carlsen) haben es Markus Lippold angetan, wie er in seiner Besprechung auf n-tv.de schreibt: “Vaterland oder Tod – oder Diktatur”. Der Band ist Buchtipp auf “blickpunkt-lateinamerika.de”, wo Thomas Völkner “Fidel Castros Leben als Comic” vorstellt.

Auf “Aviva-Berlin.de”, dem “Online-Magazin fĂĽr Frauen” stellt Claire Horst den dritten Band von Joann Sfars “Klezmer” vor: “gewohnt farbenfroh und traumartig versponnen”. Gerade die “brillante Inszenierung” hat es Benjamin Vogt bei der LektĂĽre von Bastien Vivès´ “In meinen Augen” angetan, wie er auf “comicgate.de” schreibt.

Gleich zwei Bände von Bastien Vivès finden sich in den lesenswerten Jahres-Top 10 der besten Comic auf “titel-magazin.de”. Dort wurden vor Weihnachten noch eine Reihe weiterer Graphic Novels vorgestellt: Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) findet nur bedingt das Wohlwollen des Rezensenten Falk Straub, der in “Der Schöpfer im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” jedoch relativierend feststellt: “Manch anderer Autor und Zeichner wĂĽrde sich wĂĽnschen, einen Ausrutscher auf solch hohem Niveau ĂĽberhaupt einmal zustande zu bringen.” Gleich zwei neue Bände von David B. stellt Alexander Frank in “Ornamentale Menschenknäuel und kopflose Piraten” vor: “Auf dunklen Wegen” und “Kapitän Scharlach” (letzterer zusammen mit Emmanuel Guibert, beide avant-verlag).

Weiterhin auf “titel-magazin.de” erkennt wieder Falk Straub eine “herausragende Meditation ĂĽber Lust und Gewalt” in der Piraten-Trilogie “Jeronimus” von Christophe Dabitch und Jean-Denis Pendanx (Schreiber & Leser): “Homo homini lupus”. Christian Neubert kann dagegen der Manga-Trilogie “Furious Love” von Kazuo Kamimura (Carlsen) nicht besonders viel abgewinnen: “Weiter wie gehabt…”.

“Eine zutiefst melancholische und gleichzeitig an Zynismus kaum zu ĂĽberbietende Geschichte” erkennt Felix Giesa auf “satt.org” in “Sun Village” von Inio Asano (Schreiber & Leser): “Leben und Tod sind bloĂź ein Geschäft”. Und an gleicher Stelle stellt Giesa drei aktuelle Abenteurcomics vor: “Der letzte Mohikaner” von Cromwell (nach James Fennimore Cooper, Splitter), “An Bord der Morgenstern” von Riff Reb´s (Carlsen) und “Mouse Guard – Winter 1152″ von David Petersson (Cross Cult).