In seinem Artikel für die Wiener Zeitung schlägt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis Büchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Zahra´s Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.
“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck für NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im März im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee über “Metro” und Maximilien LeRoy über “Die Mauer” (beide Edition Moderne).
“Jüliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag für NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas Jüligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte für ein Vakuum”.
Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor José-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzählten Handlung bezieht.
“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der Aufklärung”. Wietz´ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.
Dass bei Reprodukt demnächst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel präsentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.
Auf WDR2 wurde heute ein Bericht über “Zahra´s Paradise” (Knesebeck) von Amir und Khalil ausgestrahlt. Direkt zum Audiobeitrag gelangt man hier.
Revolution im Comic
Die iranische Graphic Novel “Zahra’s Paradise” wandte sich gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen im Iran von 2009 und erschien zuerst im Netz. Mittlerweile liegt sie in elf Sprachen als Buch vor.
Amir, ein Exil-Iraner und Journalist, und Khalil, ein Araber, haben “Zahra’s Paradise” entwickelt und ins Netz gestellt. mehr
Für “Die Welt” hat Silke Mülherr mit den unter Pseudonym schreibenden und zeichnenden Autoren des im Iran spielenden Comics “Zahra´s Paradise” (Knesebeck) gesprochen.
Terror, schwarz auf weiß
Seit der Aufstand im Iran 2009 blutig niedergeschlagen wurde, regiert Gewalt das Land. Ein Perser und ein Araber schildern die Schrecken in einem anonym verfassten Comic. Wir haben mit ihnen gesprochen
Ein herrenloser Turnschuh, der blutverschmiert auf dem Asphalt liegt. Ein paar zerknüllte Flugblätter, die das durchgestrichene Gesicht von Ahmadinedschad zeigen – das ist alles, was an diesem Tag vom Protest übrig geblieben ist, nachdem die Sicherheitskräfte den Platz der Freiheit in Teheran leer geprügelt haben. Das Bild stammt aus der jetzt auf Deutsch erschienenen Graphic Novel “Zahra’s Paradise”. Das Comictagebuch zeigt den perfiden Terror hinter den Mauern des Irans, der vor den Augen der Welt verborgen bleibt.
Im ZDF “heute journal” stellte Nicolette Feiler-Thull am 14. September den Comic “Zahra’s Paradise” vor, in dem der Autor Amir und der Comiczeichner Khalil die “Grüne Revolution” im Iran 2009 und ihre Folgen dokumentieren.
“Zahra’s Paradise”, die fiktive Geschichte über die Suche nach Medhi, einem jungen Mann, der exemplarisch für Tausende von Inhaftierten und Verschwundenen Iranerinnen und Iraner dieser Tage steht, hat seit 2009 im Internet weltweit eine große Leserschaft gefunden, und liegt inzwischen bei Knesebeck in deutscher Sprache als Buch vor. Der Fernsehbericht lässt sich nun auch online in der ZDFmediathek ansehen.
Susanne Schanda berichtet im “Tagesspiegel” vom 15. August über den Webcomic “Zahra’s Paradise” von Amir & Khalil (First Second), der im September 2011 gleichzeitig in elf Sprachen als Buch vorgelegt werden soll – in deutscher Sprache beim Knesebeck Verlag.
Zeichnen gegen die Mullahs
Fortsetzungsroman: Der Webcomic “Zahra’s Paradise” erzählt von der iranischen Protestbewegung. Die Helden dieser Geschichte sind Frauen mit Courage.
Als Reaktion auf den Protest gegen die Wahlmanipulationen wurden letztes Jahr im Iran neben den einheimischen auch die ausländischen Medien weitgehend ausgeschaltet. Blogs und Twitter erlebten einen Boom. Auch Amir, der iranisch-amerikanische Autor des Web-Comicromans „Zahra’s Paradise“ hält sich über diese Kanäle auf dem Laufenden. „Wir erleben eine Internetrevolution, die sich zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung entwickelt hat“, sagt der in den USA lebende Autor am Telefon. Aus Sicherheitsgründen nennt er nur seinen Vornamen. mehr