Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Knesebeck’

Neue BĂĽcher bei Knesebeck

Mittwoch, den 8. Januar 2014

“Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Namen und Orte: Namen” von Marcel Proust und Stephane Heuet

Die Zeit des Sommers in Balbec oder der Frühling in Florenz, der Name einer Stadt oder eines Ortes genügen Marcel, um sich in ferne Länder zu träumen. Die beschwörende Kraft der Namen und Orte im Paris des 19. Jahrhunderts ist auch der Rahmen von Marcels Liebe zu Gilberte und seiner Faszination für Odette. Gewohnt gekonnt setzt Stéphane Heuet in seinem Stil der »Ligne claire« einen weiteren Teil von Marcel Prousts Werk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit um und vollendet damit die Teilserie »Unterwegs zu Swann«.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Namen und Orte: Namen, ISBN 978-3-868736991, 48 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,95, erscheint im April 2014

“Streich auf Streich: 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz” von Martin Jurgeit

Beginnend beim Urvater der Comics, Wilhelm Busch, und seinen Helden Max und Moritz über klassische Serien wie Vater und Sohn, Fix und Foxi oder die Digedags aus dem Mosaik bis zu den Werken von Künstlern wie Ralf König und Walter Moers oder den zeitgenössischen Graphic-Novel-Autoren Reinhard Kleist, Ulli Lust sowie Isabel Kreitz spürt Streich auf Streich der Geschichte des deutschsprachigen Comics nach. In den 150 Jahren seit dem Entstehen von Max und Moritz wurden Comics veröffentlicht, die das Lese- und Seherlebnis von Generationen geprägt haben. In 30 Kapiteln und Exkursen werden nahezu 100 stilbildende Comic-Werke und ihre Künstler vorgestellt. Die Essays namhafter Comic-Experten bringen dem Leser die Themen und Höhepunkte der deutschsprachigen Comic-Historie nahe und präsentieren so ein Gesamtbild der hiesigen Comic-Kunst.

Streich auf Streich: 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz, 192 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 34,95, erscheint im Februar 2014

“Kafka 2014 – Original und Verwandlung”

Montag, den 5. August 2013

In Kooperation mit dem Literaturarchiv Marbach richtet das Literaturhaus Stuttgart im November eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel “Kafka 2014 – Original und Verwandlung” aus. Teil davon wird auch eine Comic-Ausstellung unter dem Titel “K. KafKa in KomiKs” sein, in der Arbeiten von JaromĂ­r 99 (“Alois Nebel”, mit Jaroslav Rudiš., Voland & Quist) gezeigt werden, dessen auf ein Skript von David Zane Mairowitz (“Kafka” mit Robert Crumb, Reprodukt) beruhende Kafka-Adaption “Das Schloss” Anfang 2014 bei Knesebeck erscheinen wird.

Die Ausstellung wird am 8. November mit einer Gesprächsrunde unter der Leitung von Andreas Platthaus und mit musikalischen Beiträgen von Jaromír 99 und Jaroslav Rudiš. eröffnet. Im Anschluss wird die Ausstellung bis zum 7. Februar 2014 zu sehen sein.

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, D–70174 Stuttgart
www.literaturhaus-stuttgart.de

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8, D-71672 Marbach am Neckar
www.dla-marbach.de

Graphic Novels in den Medien – 15. Juli 2013

Montag, den 15. Juli 2013

Darin “trifft Action-Comic auf kĂĽnstlerische Graphic Novel”: In der 3Sat-“Kulturzeit” wurde “Die groĂźe Odaliske” von Bastien Vivès und Ruppert & Mulot (Reprodukt) vorgestellt. Zum Video geht es hier.

Einen “offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comicroman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag), wie er in der Neuen ZĂĽrcher Zeitung schreibt: “Die Liebe im Licht ausserirdischer Botschaften”.

“Pathetisches und trotzdem packend”: Der auf einer Vorlage des Rockmusikers Neil Young basierende und von Cliff Chiang illustrierte Band “Greendale” (Panini) findet auf tagesspiegel.de das Wohlwollen von Lars von Törne: “Der Kampf der grĂĽnen Sonne”.

“Neue MaĂźstäbe in Sachen autobiografische Comics” schreibt Thomas Greven an gleicher Stelle inAlltag unter Artilleriebeschuss”, seiner Besprechung von Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag).

Ebenfalls auf tagesspiegel.de zeigt sich Mario Osterland von Peer Meters und Gerda Raidts “Böse Geister” (Reprodukt) weniger angetan, Meter könne an das Niveau seiner Vorgängerbände nicht anschlieĂźen, wie er in “Die Geister von der Stange” schreibt. Wohlwollender schreibt Oliver Ristau in der Nordwest Zeitung: “Dunkle Reise in die Kindheit”.

Mit dem Comic-Autor Baru unterhielt sich Thomas Hummitzsch am Rande des Comicfestivals MĂĽnchen. Das Interview wurde auch auf tagesspiegel.de veröffentlicht:  “Meine Comics sind keine politischen Kommentare”.

In der Stuttgarter Zeitung stellt Thomas Klingenmeier den aktuellen Band “Bleierne Hitze” (Edition 52) des französischen Autoren vor und meint: “Bleierne Hitze zeigt Baru auf der Höhe seiner Kunst”: “Du musst ein Schwein sein”.

“Schlicht, aber wirkungsvoll”:  Die Zeicherin von „Wagner. Die Graphic Novel“, Flavia Scuderi, (Text: Andreas Völlinger, Knesebeck) besuchte Anna Feist in ihrem Atelier. Der Text erschien in der Berliner BZ: “Richard Wagners Leben als Comic-Strip”. Bereits im Mai strahlte der SWR-Hörfunk ein Interview dem Autor des Bandes, Andreas Völlinger, aus. Ulla Zierau stellte im “Kulturgespräch” die Fragen zur Pointierten Wagner-Welt”.

In einer anderen BZ, der Badischen Zeitung, stellt JĂĽrgen Schickinger “Blast” von Manu Larcenet vor und zeigt sich vor allem von der grafischen Wucht beeindruckt: “Streckenweise scheinen Larcenets virtuose, schwarz-graue Zeichnungen zu schreien und zu wimmern. Ihre wilde emotionale Kraft wĂĽhlt auf.”: “Der grandiose Comic “Blast”: Psychogramm eines AuĂźenseiters”.

“Dem Zeichner Moritz Stetter gelingt es, einen widersprĂĽchlichen Lebensweg nachvollziehbar in virtuosen Bildern zu erzählen und gleichzeitig zeitgeschichtliche Zusammenhänge zu verdeutlichen.” Das sagt Ute-Christine Krupp in ihrem Interview mit dem Autoren fĂĽr das Deutschlandradio ĂĽber den biografischen Band “Luther” (GĂĽtersloher Verlagshaus): “Reale Dämonen im Comic”.

Bastian KĂĽllenberg hat fĂĽr intro.de Jesse Jacobs´ “Hieran sollst Du ihn erkennen” (Rotopolpress) gelesen: “LektĂĽre, wie ein tiefer, spannender Traum, aus dem man nicht so schnell erwachen möchte.” Zum gesamten Text gelangt man hier.

Neue Graphic Novels bei Knesebeck

Montag, den 10. Juni 2013

“Willy Brandt” von Heiner LĂĽnstedt und Ingrid Sabisch

Die umfangreiche Comic-Biografie stellt die Glanzpunkte wie die Schattenseiten von Willy Brandts Leben in ergreifend detaillierten und genau recherchierten Bildern dar – eine ganz besondere Annäherung an den auĂźergewöhnlichen Politiker. Ingrid Sabisch und Heiner LĂĽnstedt suchen in ihrer Comic-Biografie nach der Ikone Willy Brandt, zeichnen das turbulente Privatleben nach und erzählen frech und pointiert sein mutiges Leben.

Ingrid Sabisch realisierte bereits einen Comic ĂĽber das Leben Albrecht DĂĽrers und die Graphic Novel “41,3 kg Magersucht”. In den ComicbĂĽchern “Schwangerschaftsstreifen” und “Mythos Mutti” hat sie in lebendigen Strips ihre Erfahrungen als (werdende) Mutter thematisiert. Heiner LĂĽnstedt ist Comic-Fachjournalist und einer der beiden Leiter des Comicfestivals MĂĽnchen. Er schrieb u. a. die Abenteuer-Serie “Die Weltenbummler”.

Willy Brandt,  ISBN 978-3868735-25-3, 112 S., farbig, Hardcover, EUR (D) 22,–, erscheint im Oktober

“Marx” von Corinne Maier und Anne Simon

In Corinne Maiers und Anne Simons gezeichneter Biografie nimmt Marx die Leser an die Hand und fĂĽhrt in abwechslungsreichen Bildassoziationen durch sein Werk, sein Leben und die Zeit, in der er lebte.

Corinne Maier ist Psychologin, Historikerin und Soziologin. Mit ihrem Bestseller Die Entdeckung der Faulheit erlangte sie weltweite Beachtung, als sie ihr Arbeitgeber, ein französischer Energiekonzern, nach Erscheinen des Buchs entließ. Anne Simon hat nach einem Kunststudium in Paris bereits zahlreiche Comics und Jugendbücher illustriert.

Marx, ISBN 978-3868736489, 64 S., farbig, Hardcover, EUR (D) 19,95, erscheint im Oktober

Graphic Novels in den Medien – 13. März 2013

Mittwoch, den 13. März 2013

In der Kulturzeit auf 3Sat wurden zu Beginn der Woche zwei Comic-AutorInnen und ihre neuen BĂĽcher vorgestellt. Am Montag stand zunächst Nicolas Mahler im Mittelpunkt, dessen “Alice in Sussex” (nach H.C. Artmann und Lewis Carroll) gerade bei Suhrkamp erschienen ist. Der Wiener “Existenzialist des Humors” erzählt im Beitrag (oben zu sehen) ĂĽber seine Arbeit und seine Sicht auf die Welt.

Am Dienstag gab es ein Spezial zum Thema Asyl, in dem auch Paula Bulling zu Wort kommt, die sich in ihrem Buch “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) mit der Situation von Asylbewerbern in Sachsen-Anhalt auseinandersetzt: “ZermĂĽrbende Enge”. Das Video lässt sich in der 3Sat-Mediathek ansehen.

Drei Neuerscheinungen stellt das Video-Buchmagazin lettra.tv vor: “Die falschen Gesichter” von David B. und HervĂ© Tanquerelle, “Das Cape” von Joe Hill (Panini) sowie “Der Process” nach Franz Kafka von David Zane Mairowitz und Chantal Montellier.

Vor allem die “poetische Ruhe” gefällt Rezensent Boris Kunz an “Im Dunkeln” von Pierre Wazem und Tom Tirabosco (avant-verlag), wie er auf dem Blog des Titel-Magazins schreibt: “Nomen est Omen”.

Graphic Novels in den Medien – 5. März 2013

Dienstag, den 5. März 2013

FĂĽr das ARD-Literaturmagazin “druckfrisch” reiste Denis Scheck jĂĽngst nach Japan und traf in Tokyo den Manga-Autoren Jiro Taniguchi, dessen Werke auf deutsch im Carlsen-Verlag und bei Schreiber & Leser vorliegen.

Mit Lukas JĂĽliger, dem Autoren von “Vakuum” (Reprodukt) fĂĽhrte Teresa Fries ein Interview, das auf jetzt.de, dem Jugendmagazin der SĂĽddeutschen Zeitung, nachzulesen ist: “In der Jugend merkt man, dass alles endlich ist”. Unter anderem  geht er dabei auf die intensive Arbeit an dem Buch ein und legt dar, was fĂĽr ihn der Reiz am kreieren von Comics ist.

Christopher Schrader stellte in der SĂĽddeutschen Zeitung den Wissenschaftscomic “Die groĂźe Transformation” (Jacoby & Stuart) vor, in dem neun WissenschaftlerInnen sich mit Ursachen und Wirkungen des Klimawandels befassen: “Forscher erklären den Klimawandel”. Die Zeichnungen stammen von Jörg Hartmann, Jörg HĂĽlsmann, Iris Ugurel, Robert Nippoldt, Christine Goppel und Astrid Nippoldt.

Ein dpa-Beitrag zu “Die groĂźe Transformation” wurde unter anderem auf tagesspiegel.de veröffentlicht: “Mit Barack Obama das Weltklima retten”.

“Der erste Aussteiger” steht im Mittelpunkt der Buchbesprechung von Erik Wenk, ebenfalls auf tagesspiegel.de. Gemeint ist Henry David Thoreau, ĂĽber den kĂĽrzlich die biografische Graphic Novel “Henry David Thoreau – Das reine Leben” von A. Dan und Maximilien Le Roy (Knesebeck) erschienen ist. Wenk zeigt sich nur teilweise angetan: “Es bleibt eine Comic-Biographie, die man zwar gerne liest und die optisch zweifellos viele Momente des Genusses bereithält, die jedoch ĂĽber einen schlaglichtartigen Blick auf Henry David Thoreaus Leben kaum hinausgeht.”

“Die „Seelenfresser“-Tetralogie des Leipziger Zeichners Schwarwel beeindruckt mit einer dĂĽsteren, komplexen Geschichte.” So fasst Mario Osterland an selber Stelle seine Gedanken zur Graphic Novel-Reihe des Leipziger Auotrs Schwarwel zusammen: “Was vom Glauben ĂĽbrig bleibt”. “Seelenfresser” erscheint im Verlag GlĂĽcklicher Montag.

Michael Brake hat sich fĂĽr die tageszeitung mit Sascha Hommer unterhalten, dem Mitherausgeber der Anthologie “Orang”, deren letzte Ausgabe kĂĽrzlich bei Reprodukt erschienen ist. Hommer geht auf die Geschichte und Motivationen des Comicmagazins ein und stellt ganz ohne Bedauern fest, warum es nun Zeit ist, von weiteren Ausgaben abzusehen: “Beende deine Jugend”.

Graphic Novels in der Presse – 19. Februar 2013

Dienstag, den 19. Februar 2013

In seinem Artikel fĂĽr die Wiener Zeitung schlägt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis BĂĽchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Zahra´s Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.

“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck fĂĽr NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im März im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee ĂĽber “Metro” und Maximilien LeRoy ĂĽber “Die Mauer” (beide Edition Moderne).

“JĂĽliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag fĂĽr NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas JĂĽligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte fĂĽr ein Vakuum”.

Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor JosĂ©-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzählten Handlung bezieht.

“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der Aufklärung”. Wietz´ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.

Dass bei Reprodukt demnächst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel präsentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.

Graphic Novels in den Medien – 25. Oktober 2012

Donnerstag, den 25. Oktober 2012

Bereits letzte Woche strahlte das arte-Kulturmagazin “Metropolis” einen Beitrag ĂĽber Reinhard Kleist und sein aktuelles Buch “Der Boxer” (Carlsen) aus. Der Beitrag kann online angesehen werden (siehe oben), zum Begleittext gelangt man hier: “Hertzko Haft”.

Markus Weckesser schrieb in der gestrigen Ausgabe der tageszeitung ĂĽber Art Spiegelman, die derzeit im Kölner Museum Ludwig gezeigte Ausstellung “CO-MIX” und den bei Fischer erschienenen Band “MetaMaus”: “Atompilz aus dem Schädel”.

Susanne Billig besprach gestern im “Radiofeuilleton” auf Deutschlandradio Kultur “Freud” von Corinne Maier und Anne Simon (Knesebeck), eine “kurzweilige und gar nicht oberflächliche Liebeserklärung an den berĂĽhmten Seelen-Taucher”: “Dem Credo des Meisters verpflichtet”. Direkt zur Audioversion des Beitrags als mp3-Datei gelangt man hier.

Comics in den Medien – 18. Oktober 2012

Donnerstag, den 18. Oktober 2012

Abel Lanzacs und Christophe Blains “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” findet weiterhin Zuspruch in der Presse. So schreibt Christian SchlĂĽter in der Frankfurter Rundschau sowie der Berliner Zeitung unter der Ăśberschrift “Französischer Comic verulkt Weltpolitiker”: “Selten so gelacht: Der Polit-Comic „Quai d’Orsay“ von Christophe Blain ist ein meisterhafter Blick hinter die Kulissen der Macht. Eine krachend komische, dann aber auch wieder bitter-ernste Geschichte.”

“Ăśberspitzt, aber trotzdem glaubhaft” bezeichnet Kai Löffler Blains und Lanzacs Portrait des Politikbetriebs in seinem Beitrag fĂĽr den Deutschlandfunk: “Blick hinter die Kulissen der Diplomatie”. Hier kommt nicht nur Christophe Blain selbst zu Wort, Passagen aus dem Buch werden auch von Sprechern gespielt. Der Beitrag kann hier auch als MP3-Datei angehört werden.

“Einen interessanten Einblick in Thoreaus Denk- und Lebenswelt” gibt die Comic-Biografie “Henry David Thoreau – Das reine Leben” (Knesebeck) von A. Dan und Maximilen LeRoy, wie Lukas Meyer-Marsilius in der Basler Zeitung schreibt: “Die Pflicht zum Ungehorsam”.

Bereits Anfang des Monats schrieb Waldemar Kesler in der tageszeitung ĂĽber “Chronik einer verschwundenen Stadt” von Dibou und Golo (avant-verlag), wobei Kesler gerade die vielschichtige Art der Dokumentation hervorhebt: “Eine Totenstadt in Ă„gypten”.

Arne Bellstorf, Autor von “Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt), war im Mai auf Einladung des örtlichen Goethe-Instituts in Toronto zu Gast, wo er am Randes des Toronto Comic Arts Festivals sein auch in Nordamerika erschienenes Buch vorstellte und einen Einblick in die Entstehung des Bandes gab. Das rund einstündige Video ist hier zu sehen.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden eine Reihe von Redakteuren und Verlagsmitarbeitern unter dem Motto “Herz oder Hirn?” dazu befragt, was auch unter BerĂĽcksichtigung der Gestaltung, ein gutes Buch ausmacht. Christian Maiwald von Reprodukt stellt dort ab der sechsten Minute “Rosalie Blum” von Camille Jourdy vor.

Graphic Novels in den Medien – 17. August 2012

Freitag, den 17. August 2012

“Kaum eine andere Form des Erzählens hat in den letzten Jahren so viel an Aufmerksamkeit und Ansehen gewonnen wie die Graphic Novel, der Roman in Bildern.” So eröffnet ein Ăśberblick ĂĽber aktuelle Neuerscheinungen, der gestern im “Buchjournal” auf MDR Figaro ausgestrahlt wurde. Die Texte zu den fĂĽnf Titeln können hier nachgelesen und nachgehört werden:“Romane in Bildern”. Vorgestellt wurden: “Niemandsland” von Blexbolex (Jacoby & Stuart), “Traumnovelle” von Jakob Hinrichs (nach Arthur Schnitzler, Edition BĂĽchergilde), “Tristram Shandy, Gentleman” von Martin Rowson (nach Laurence Sterne, Knesebeck), “Der Pirat und der Apotheker” von Henning Wagenbreth (nach R.L. Stevenson, Peter Hammer Verlag) und “Der Boxer” von Reinhard Kleist (Carlsen).

“Der Boxer” wurde ebenfalls in der Badischen Zeitung vorgestellt “Die Geschichte des Boxers im KZ”. JĂĽrgen Schickinger resĂĽmiert: “Ausnahmeband”. Die Sogkraft der Erzählung stellt Schickinger bei David Smalls “Stiche” (Carlsen) heraus: “Die Geschichte des Kindes in Detroit”.

Auch tagesspiegel.de stellt wieder eine Graphic Novel vor: “Don Quijote” von Flix (nach Miguel de Cervantes, Carlsen), in dem Thomas Hummitzsch einen “famosen Schelmencomic” erkennt: “WutbĂĽrger Don Quijote”.

“Comics blicken auf die Literaturklassiker”

Montag, den 30. Juli 2012

Am vergangenen Samstag strahlte der Deutschlandfunk ein halbstĂĽndiges Feature ĂĽber Literaturadaptionen im Comic aus. Redakteurin Angela Gutzeit lässt dabei Experten wie den Comic-Journalisten Klaus Schikowski, AutorInnen wie Flix, Birgit Weyhe und Nicolas Mahler sowie Verlagsmitarbeiterin  Jutta Harms von Reprodukt zu Wort kommen und stellt darĂĽber hinaus aktuelle Veröffentlichungen vor, darunter “Reigen” von Birgit Weyhe (nach Arthur Schnitzler, avant-verlag), “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” von Stephane Heuet (nach Marcel Proust, Knesebeck), “Alte Meister” von Nicolas Mahler (nach Thomas Bernhard, Suhrkamp) und “Don Quijote” von Flix (nach Miguel de Cervantes, Carlsen).

Der Beitrag “Comics blicken auf Literaturklassiker” kann hier nachgelesen werden. Der Beitrag befindet sich auch in der dradio-Mediathek und kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

“Sigmund Freuds Leben als Comic”

Dienstag, den 5. Juni 2012

Es sind noch einige Tage bis zum offiziellen Verkaufsstart, schon jetzt berichtet der in Wien erscheinende “Kurier” ĂĽber den biografischen Band “Freud” von Corinne Maier und Anne Simon (Knesebeck). Der Beitrag “Sigmund Freuds Leben als Graphic Novel” ist eine umfangreiche und untertitelte Bildergalerie.

Neue Graphic Novels bei Knesebeck

Donnerstag, den 24. Mai 2012

“Freud” von Corinne Maier & Anne Simon

Sigmund Freud gehört ohne Zweifel zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine Ideen und Werke – man denke nur an den Ödipus-Komplex oder die Traumdeutung – werden bis heute kontrovers diskutiert und erregen die Gemüter bis weit über die Grenzen der Wissenschaft hinaus. Corinne Maier und Anne Simon laden all jene auf eine vergnügte Reise in das Wien um 1900 ein, die mehr oder neues über den Arzt, Psychologen und Religionskritiker wissen möchten. In traumgleichen Assoziationsketten und biografischen Passagen aus Freuds Leben wird dabei neben dem persönlichen Schicksal des Vaters der Psychoanalyse auch sein Werk und dessen Rezeptionsgeschichte beleuchtet. Eine ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Annäherung an Sigmund Freud und sein Werk, die – wie könnte es auch anders sein – gleichzeitig provoziert und zur weiteren Auseinandersetzung einlädt.

Corinne Maier ist Psychologin, Historikerin und Soziologin. Mit ihrem Bestseller “Die Entdeckung der Faulheit”, in dem sie die Strukturen groĂźer Unternehmen anprangerte, erlangte sie weltweite Beachtung, als sie ihr Arbeitgeber, ein französischer Energiekonzern, nach Erscheinen des Buchs entlieĂź.

Anne Simon hat an der École Supérieure de l’Image d’Angoulême und später an der École des Arts Décoratifs in Paris studiert. Sie hat bereits zahlreiche Comics und Jugendbücher illustriert.

Freud, ISBN 978-3-86873-510-9, 48 Seiten, farbig, Hardcover, 19,95 EUR, erscheint im Juni 2012

“Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Eine Liebe von Swann, Teil II” von Marcel Proust und Stèphane Heuet

Die Koketterie der schönen Kurtisane Odette de Crescy stachelt Charles Swanns Eifersucht und Misstrauen nur noch weiter an. In dem Wahn, einen Beweis ihrer Untreue zu finden, gerät er nicht nur immer weiter ins gesellschaftliche Abseits, sondern seine Liebe zu Odette beginnt schlieĂźlich zu erkalten. Seit mehr als 14 Jahren arbeitet StĂ©phane Heuet an der Umsetzung von “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” als Graphic Novel. DafĂĽr wählt er die SchlĂĽsselszenen aus der Recherche aus und vermittelt mit diesen Passagen einen Eindruck von Prousts poetischer Prosa. Der von HergĂ© geprägte Comic-Stil der Ligne claire der 1930er-Jahre inspiriert ihn dabei. Der fĂĽnfte Band dieses wunderbar neuen Zugangs zu diesem groĂźen Klassiker.

Marcel Proust, geboren 1871, führte ein Leben als Dandy und Schriftsteller in den höchsten Pariser Kreisen. Aufgrund seines Asthmas musste er sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Von da an arbeitete er obsessiv an dem literarischen Großepos, das er unvollendet hinterließ, als er 1922 verstarb.

StĂ©phane Heuet, 1957 in Brest geboren, war sieben Jahre lang Matrose im Indischen Ozean und später Artdirector in Paris. Mit 35 Jahren begann er “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” als Graphic Novel umzusetzen. Er lebt mit seinen zwei Kindern in Paris.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Eine Liebe von Swann, Teil II, ISBN 978-3-86837-265-8, 48 Seiten, farbig, Hardcover, 19,95 EUR, erscheint im Juni 2012

“Henry David Thoreau – Das reine Leben” von A. Dan und Maximilien Le Roy

Henry David Thoreau gilt als einer der einflussreichsten amerikanischen Schriftsteller und Philosophen. Mit Walden oder Leben in den Wäldern und Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat, dem Standardwerk über zivilen Ungehorsam, ist er seit Aufkommen der Occupy-Bewegung besonders populär. Dieser große Denker führte ein ungewöhnliches Leben – das eines Lehrers, der für seine pädagogischen Prinzipien seine berufliche Karriere aufs Spiel setzte; eines Mannes, der in die Natur zog, um dort außerhalb gesellschaftlicher Konventionen zu leben; eines Rebellen, der eher ins Gefängnis ging, als mit seinen Steuern den Krieg der USA gegen Mexiko zu unterstützen. Neben der eindrucksvollen Schilderung der wichtigsten Passagen des Lebens von Thoreau gelingt es Maximilien Le Roy und A. Dan, die Positionen seines Werks völlig neu und anschaulich zugänglich zu machen.

Maximilien Le Roy wurde 1985 in Paris geboren und studierte dort an der École d’arts appliquĂ©s. Er schrieb und zeichnete bereits zahlreiche Graphic Novels, u.a. ĂĽber das Leben in Palästina (“Die Mauer”, Edition Moderne). 2010 veröffentlichte er zusammen mit Michel Onfray die Comic-Biografie “Nietzsche”.

A. Dan hatte eine erfolgversprechende Karriere vor sich, als seine Passion ihn zum Comiczeichnen brachte. Als Autodidakt auf diesem Gebiet hat er bereits mehr als ein halbes Dutzend Comic-Alben und Graphic Novels gezeichnet.

Henry David Thoreau – Das reine Leben, 88 Seiten, farbig, Hardcover, 22 EUR, erscheint im September 2012

Weltliteratur fĂĽrs Auge

Sonntag, den 20. Mai 2012

“Die Welt” hat sich am 19. Mai gleich in mehreren Beiträgen mit der gegenwärtigen Vielzahl an Literaturadaptionen im Comic beschäftigt.

Im umfangreichsten Text der Strecke unterzieht der Schriftsteller Thomas von Steinaecker die Literaturadaption im Allgemeinen und speziell die Umsetzung von Literatur im Comic einer näheren Betrachtung. Dabei lässt ihn das Gros der zuletzt veröffentlichten Comicadaptionen unbefriedigt zurĂĽck, Titel wie “In der Strafkolonie” nach Franz Kafka (Sylvain Ricard, Mael, dt. bei Knesebeck) und die Proust-Adaption “Combray” (StĂ©phane Heuet, dt. bei Knesebeck) wertet er in ihrer vermeintlich werkgetreuen Umsetzung in weiten Teilen als derart “fantasielos”, dass die Wörter der Vorlage “jeglichen Zauber” verlören.

Auch der freieren Interpretation einer Vorlage wie Posy Simmonds’ nach Gustave Flaubert entstandenes “Gemma Bovery” (dt. bei Reprodukt) mag Thomas von Steinaecker kein gänzlich gutes Zeugnis ausstellen: Trotz eines “amĂĽsanten intertextuellen Spiels” bliebe Posy Simmonds im Vergleich mit Flaubert “in jeder Hinsicht harmlos und oberflächlich”.

Einzig das KĂĽnstlerduo Alexandra Kardinar und Volker Schlecht weiĂź den Autor mit seiner Adaption von E.T.A. Hoffmanns “Das Fräulein von Scuderi” (Edition BĂĽchergilde) zu ĂĽberzeugen. Hier sei die Adaption “Bebilderung, Kommentar und WeiterfĂĽhrung in einem” – und durch die “Qualität der Panels und die formale Innovation” könne diese Version von “Das Fräulein von Scuderi” “gleichberechtigt neben der Vorlage bestehen und immer wieder neue Perspektiven auf Hoffmanns Text und seine Zeit” eröffnen”. Im GroĂźen und Ganzen gelangt Thomas von Steinaecker zu dem Schluss, dass die Comicadaption zu oft die “Verkaufs- und Leseerwartungen an eine leichte LektĂĽre erfĂĽlle” und so Gefahr liefe, zu dem zu werden, wovor es schon Ray Bradbury in “Fahrenheit 451″ gegraut habe: “ein Abhaken der Höhepunkte eines Buches als Effektfeuerwerk”. Interessante Adaptionen wie “Das Fräulein von Scuderi” kommen, so das Fazit des Artikels “Das Beste in Bildern”, nur zustande, wenn sich der Comic auch in diesem Fall seiner “formalen und inhaltlichen Freiheit” bewusst werde.

Der kĂĽrzere Beitrag “Riesen zu WindmĂĽhlen” verweist auf die ersten fĂĽnf Bände einer neuen Reihe von Literaturcomics, die der Brockhaus-Verlag unlängst in die Buchhandlungen gebracht hat. Den in Frankreich entstandenen Titeln wie “Don Quijote” nach Miguel de Cervantes (David Pellet, Philippe Chanoinat, Djian) bescheinigt der nicht genannte Verfasser des Textes “brav und ordentlich gemacht” zu sein, wohingegen das englischsprachige GroĂźprojekt “The Graphic Canon” (Russ Kick, Hg., Seven Stories Press) wesentlich “ambitionierter und ausgeflippter” sei. Zeichner wie Robert Crumb oder der bereits verstorbene Will Eisner tragen hier zu einem Kanon der gesamten Weltliteratur vom Gilgamesch-Epos bis zu David Foster Wallaces “Unendlicher SpaĂź” bei. Ob dies gelungen ist, wird der erste Band zeigen, der am 22. Mai erscheinen soll.

Auch der traditionsreiche Suhrkamp-Verlag hat 2011 mit Nicolas Mahlers Adaption von Thomas Bernhards “Alte Meister” eine erste Graphic Novel auf den Markt gebracht – und angekĂĽndigt, diesem Erstling weitere Comics folgen zu lassen, die allesamt auf literarischen Vorlagen von Suhrkamp-Autorinnen und -Autoren basieren. Matthias Heine hat nun im Interview mit Winfried Hörning, der die Taschenbuchsparte bei Suhrkamp verantwortet, kĂĽnftige Titel in Erfahrung gebracht. Neben der bereits bekannten Bearbeitung von Marcel Beyers “Flughunde” durch Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag), arbeitet Nicolas Mahler an “Alice in Sussex” – “einer bearbeiteten Version beziehungsweise Kompilation aus ‘Alice im Wunderland’ und ‘Frankenstein in Sussex’ von H.C. Artmann.” Olivia Vieweg (“Warum Katzen besser sind als Männer”, Carlsen) hingegen zeichnet “eine moderne Fassung von ‘Huckleberry Finn’ – angesiedelt in Ostdeutschland”. In dem Gespräch “Brecht muss noch warten” gibt Winfried Hörning aber noch weitere konkrete Pläne und Namen preis. So offenbart er, dass Volker Reiche (“Strizz”, C.H. Beck, JNK) eine Graphic Novel ohne Bezug zum Suhrkamp-Universum beitragen wird – und dass der Verlag sich durchaus offen zeigt, auch im europäischen Ausland nach passenden Stoffen Ausschau zu halten.

Neue BĂĽcher bei Knesebeck

Mittwoch, den 22. Februar 2012

Drei neue Titel kommen in den nächsten Wochen aus dem Haus Knesebeck in den Handel. Weiterhin konzentriert sich der Münchner Verlag auf Literaturadaptionen von Christie, Kafka und Proust.

“Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Eine Liebe Swanns, Teil I von Marcel Proust und StĂ©phane Heuet

Die oberflächliche, aber schöne Kurtisane Odette de Crescy lässt den gebildeten und feinen Charles Swann zuerst kalt, mit einer Melodie gelingt es ihr, ihn zu verführen; eine Liebe entsteht, von Odette geschickt angefeuert, geprägt von Erfüllung und Enttäuschung, voller Leidenschaft und Eifersucht.

Seit mehr als 14 Jahren arbeitet Stéphane Heuet an der Umsetzung von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit als Graphic Novel. Dafür wählt er die Schlüsselszenen aus und vermittelt so einen Eindruck von Prousts poetischer Prosa. Der von Hergé geprägte Comic-Stil der Ligne claire der 1930er-Jahre inspiriert ihn dabei. ein wunderbarer, neuer Zugang zu diesem großen Klassiker der Weltliteratur.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Eine Liebe Swanns, Teil I, ISBN 978-3-86873-264-1, 48 Seiten, Hardcover, farbig, 19,95 EUR

“In der Strafkolonie” von Franz Kafka, Sylvain Ricard und MaĂ«l

Ein Reisender kommt in eine Strafkolonie, um mehr über die dortigen Zustände zu erfahren. Man zeigt ihm eine grausame Bestrafungsmaschine, die den Angeklagten ihr Urteil mit einer Nadel in den Körper ritzt – immer tiefer, zwölf Stunden lang, bis der verurteilte die Bedeutung des Schriftzugs erkennt und schließlich getötet wird.

Kafka zeichnet in ihr das Bild einer gewalttätigen Menschheit. Für die Umsetzung als Graphic Novel arbeitete Sylvain Ricard prägnant die Erzählung heraus. Maëls expressiver Stil zeigt die ganze Brutalität der Geschichte, der lineare und strenge Seitenaufbau dagegen unterstreicht die funktionalistische Überzeugung der Folterer. ein neuer Zugang zu einer zeitlos kafkaesken Geschichte.

In der Strafkolonie, ISBN 978-3-86873-459-1, 48 Seiten, Hardcover, farbig, 19,95 EUR

“Und dann gabs keines mehr” von Agatha Christie, François Rivière und Frank Leclercq

Auf einer kleinen Insel vor der KĂĽste Devons: Ein geheimnisvoller Gastgeber hat zehn gut situierte Damen und Herren fĂĽr ein Wochenende eingeladen. Nach und nach werden die dunklen Geheimnisse, die ein jeder in seinem Leben hat, enthĂĽllt, und einer nach dem anderen verliert auf tragische Weise sein Leben …

Und dann gabs keines mehr von Agatha Christie ist eines der meistverkauften BĂĽcher der Welt und wurde mehrfach fĂĽrs Theater und Kino adaptiert. Die Zeichnungen von Leclercq fangen auf beeindruckende Weise die aufgeladene Stimmung auf der einsamen Insel ein.

Und dann gabs keines mehr, ISBN 978-3-86873-442-3, 48 Seiten, Hardcover, farbig, 16,95 EUR

“Revolution im Comic”

Dienstag, den 1. November 2011

Auf WDR2 wurde heute ein Bericht ĂĽber “Zahra´s Paradise” (Knesebeck) von Amir und Khalil ausgestrahlt. Direkt zum Audiobeitrag gelangt man hier.

Revolution im Comic

Die iranische Graphic Novel “Zahra’s Paradise” wandte sich gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen im Iran von 2009 und erschien zuerst im Netz. Mittlerweile liegt sie in elf Sprachen als Buch vor.

Amir, ein Exil-Iraner und Journalist, und Khalil, ein Araber, haben “Zahra’s Paradise” entwickelt und ins Netz gestellt. mehr

Direkt zum Audiobeitrag gelangt man hier.

 

“Terror, schwarz auf weiĂź”

Sonntag, den 2. Oktober 2011

FĂĽr “Die Welt” hat Silke MĂĽlherr mit den unter Pseudonym schreibenden und zeichnenden Autoren des im Iran spielenden Comics “Zahra´s Paradise” (Knesebeck) gesprochen.

Terror, schwarz auf weiĂź

Seit der Aufstand im Iran 2009 blutig niedergeschlagen wurde, regiert Gewalt das Land. Ein Perser und ein Araber schildern die Schrecken in einem anonym verfassten Comic. Wir haben mit ihnen gesprochen

Ein herrenloser Turnschuh, der blutverschmiert auf dem Asphalt liegt. Ein paar zerknĂĽllte Flugblätter, die das durchgestrichene Gesicht von Ahmadinedschad zeigen – das ist alles, was an diesem Tag vom Protest ĂĽbrig geblieben ist, nachdem die Sicherheitskräfte den Platz der Freiheit in Teheran leer geprĂĽgelt haben. Das Bild stammt aus der jetzt auf Deutsch erschienenen Graphic Novel “Zahra’s Paradise”. Das Comictagebuch zeigt den perfiden Terror hinter den Mauern des Irans, der vor den Augen der Welt verborgen bleibt.

“Zarah’s Paradise” im ZDF “heute journal”

Donnerstag, den 15. September 2011

Im ZDF “heute journal” stellte Nicolette Feiler-Thull am 14. September den  Comic “Zahra’s Paradise” vor, in dem der Autor Amir und der Comiczeichner Khalil die “GrĂĽne Revolution” im Iran 2009 und ihre Folgen dokumentieren.

“Zahra’s Paradise”, die fiktive Geschichte ĂĽber die Suche nach Medhi, einem jungen Mann, der exemplarisch fĂĽr Tausende von Inhaftierten und Verschwundenen Iranerinnen und Iraner dieser Tage steht, hat seit 2009 im Internet weltweit eine groĂźe Leserschaft gefunden, und liegt inzwischen bei Knesebeck in deutscher Sprache als Buch vor. Der Fernsehbericht lässt sich nun auch online in der ZDFmediathek ansehen.

“Sprach-Bilder – Marcel Proust als Comic”

Montag, den 18. Juli 2011

FĂĽr das 3Sat-Magazin “Kulturzeit” traf sich Nicolette Feiler-Thull mit StĂ©phane Heuet, um mit ihm ĂĽber die fortwährende Arbeit an seiner Adaption von Marcel Prousts “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” (Knesebeck) zu sprechen. Der Beitrag, bereits Anfang des Monats ausgestrahlt, lässt sich weiterhin online ansehen (siehe unten).

Sprach-Bilder – Marcel Proust als Comic

Der Bretone StĂ©phane Heuet traut sich was: Er macht aus einem Schwergewicht der Weltliteratur, aus Marcel Prousts “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” eine Bildergeschichte, aus sieben Romanen einen Zyklus von Graphic Novels. Ist das Blasphemie?

“Es ist nicht möglich, seltenere Arten an einem Ort vereint zu finden als diese jungen BlĂĽten, die vor mir die Linie des Meeres wie eine luftige Hecke unterbrechen.” Marcel Proust spricht an dieser Stelle seines Romanwerks ĂĽber junge Mädchen, StĂ©phane Heuet zeichnet Möwen. Wie passt das zusammen, was bleibt von der Literatur, wenn jemand sprachmächtige Texte in bunte Bilder ĂĽberfĂĽhrt? mehr

“Zahra’s Paradise” in deutscher Sprache gestartet

Dienstag, den 12. Oktober 2010

Wie Verlegerin Dr. Rosemarie von dem Knesebeck vor einigen Wochen schon angedeutet hatte, wird es vom Comicblog “Zahra’s Paradise” auch eine deutsche Buchveröffentlichung geben. Ab sofort ist die online vorveröffentlichte Version des Comics bis zu ihrem heutigen Stand in deutscher Sprache abrufbar.


Nach den Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 kam es in Iran zu heftigen Protesten, bei denen bereits in den ersten Tagen zahlreiche Demonstranten getötet und tausende verhaftet und gefoltert wurden – während dieser Unruhen verschwindet auch Mehdi, ein junger Iraner, Vertreter einer Generation voller Vertrauen in die Zukunft, voller Träumen und Mut. Seine Mutter und sein Bruder machen sich auf die Suche nach ihm. Dabei erleben sie die Ungerechtigkeit des Gottesstaates ebenso wie die Solidarität ihrer Landsleute und den versteckten tagtäglichen Protest der Einzelnen gegen das System.

Herausgefordert von der aktuellen politischen Situation im Iran, textet der Autor Amir zusammen mit dem Zeichner Khalil die Graphic Novel Zahra’s Paradise über das „alltägliche“ Leben in Iran als work-in-progess. Aus Sicherheitsgründen müssen sie unter Pseudonym arbeiten. In ihre Arbeit fließen ihre eigenen Erfahrungen, die ihrer Familie sowie zahlreicher iranischer Freunde mit ein.

Eine Buchversion der noch bis März 2011 laufenden Onlineveröffentlichung ist für Herbst 2011 geplant.