Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Li Kunwu’

Das “Große Drei-SchĂŒsseln-Dinner” in ZĂŒrich

Donnerstag, den 21. November 2013

Mit “Ein Leben in China, Band 3: Die Zeit des Geldes” ist der abschliessende Band der China-Trilogie von Li Kunwu und Philippe OtiĂ© in der Edition Moderne erschienen. Aus diesem Anlass lĂ€dt der Verlag mit der Buchhandlung Paranoia City nun in ZĂŒrich zum “großen Drei-SchĂŒsseln-Dinner” ein. David Ma, Experte fĂŒr chinesische Gastronomie, wird am Samstag, dem 30. November, in der Kantine im Dreieck ein von den BĂŒchern inspiriertes 6-gĂ€ngiges chinesisches servieren.

Beginn ist um 19 Uhr, die Teilnahme kostet 50,– sFr (ohne GetrĂ€nke).

Kantine im Dreieck (Innenhof), Gartenhofstrasse 27, CH-8004 ZĂŒrich
Reservierung notwendig: paranoiacity@paranoiacity.ch, Tel. 044 241 37 05

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

Mittwoch, den 2. Oktober 2013

Zwei neue Titel der Edition Moderne sind ab sofort erhÀltlich.

“Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB von Jacques Tardi

Am 22. Mai 1940 wurde RenĂ© Tardi, der Vater von Jacques Tardi, als Panzerfahrer in Lothringen gefangengenommen und verbrachte danach fast fĂŒnf Jahre im Stalag IIB, einem Stammlager fĂŒr Kriegsgefangene in Hinterpommern im heutigen Polen. Ein Stalag war kein KZ und ans Leben wollte man den Franzosen nicht. Der erlittene Hunger, die DemĂŒtigungen, die WillkĂŒr, der Schmutz waren nach dem Krieg nicht so wichtig angesichts der sonstigen GrĂ€uel. So schwieg ein verbitterter RenĂ© Tardi, bis er auf DrĂ€ngen seines Sohnes in den 80er-Jahren seine Erlebnisse in drei Schulheften niederschrieb. Seine Geschichte ist die der Besiegten, der ruhmlosen Helden.

Nach den grossartigen Comics ĂŒber den 1. Weltkrieg nun Tardis Meisterwerk ĂŒber seinen Vater im 2. Weltkrieg.

Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB, ISBN 978-3-037311-12-7, 200 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 35,–

“Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes” von Li Kunwu und Philippe OtiĂ©

Die Zeit nach 1980 bringt ungeahnte VerĂ€nderungen mit sich, China erfindet die «soziale Marktwirtschaft» und holt den Vorsprung des Westens mit Riesenschritten auf. Xiao Li, der «Kleine Li», ist unterdessen zu Lao Li, dem «Alten Li» gereift, er hat eine gute Stelle als Illustrator bei einer großen Zeitung gefunden, eine Wohnung in Kunming bekommen und eine Familie gegru?ndet. Einige seiner Freunde und Bekannten stu?rzen sich ins Abenteuer Kapitalismus, eröffnen Billardsalons, Restaurants oder sogar ein Mineralwasserunternehmen, fĂŒr das Lao Li bald als Werbezeichner tĂ€tig wird.

Der dritte Band dieser Trilogie erzÀhlt vom Aufbruch Chinas in den Kapitalismus.

Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes, ISBN 9783037311059, 272 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–

Comic-Konzerte in China

Donnerstag, den 13. Juni 2013

Zu einem festen Programmpunkt auf dem Comicfestival in AngoulĂȘme haben sich die Comic-Konzerte entwickelt, bei denen Comic-KĂŒnstler vor Publikum zeichnen, wĂ€hren dazu eine Band spielt. Dabei kann es zu vielfĂ€ltigem Austausch zwischen den KĂŒnstlern kommen und ĂŒberraschende Momente geben. Solche Comic-Konzerte werden derzeit auch in China gegeben, als Zeichner mit dabei: Li Kunwu (“Ein Leben in China”, mit P. Otie Edition Moderne) und Charles Berberian (“Jukebox”, Reprodukt). Auf der Videoplattform youtube lassen sich noch weitere Video dazu ansehen.

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

Freitag, den 24. Mai 2013

“Persepolis – Gesamtausgabe” von Marjane Satrapi

Aus der Perspektive eines kleinen MĂ€dchens erzĂ€hlt die gebürtige Iranerin Marjane Satrapi von der islamischen Revolution von 1979 und vom Krieg mit dem Irak – und zwar in einer einfachen, aber effektiven Bildsprache.

Um dem iranisch-irakischen Krieg zu entkommen, wird sie als Jugendliche von ihren Eltern aus Teheran nach Wien geschickt. Nach vier Jahren kehrt sie trotz der Faszination der europĂ€ischen Jugendkultur wegen Heimweh nach Teheran zurück, wo sie als dekadent gilt und mit den tĂ€glichen WiderwĂ€rtigkeiten des islamischen Regimes konfrontiert wird. Von nun an ist sie nirgendwo mehr zuhause.

Persepolis – Gesamtausgabe, ISBN 978-3-03731-117-2, 356 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 25,–, SFr. 35,–, erscheint im Oktober 2013

“Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes” von Philippe ÔtiĂ© und Li Kunwu

Die Zeit nach 1980 bringt ungeahnte VerĂ€nderungen mit sich, China erfindet die “soziale Marktwirtschaft” und holt den Vorsprung des Westens mit Riesenschritten auf. Xiao Li, der “Kleine Li”, ist unterdessen zu Lao Li, dem «Alten Li» gereift, er hat eine gute Stelle als Illustrator bei einer großen Zeitung gefunden, eine Wohnung in Kunming bekommen und eine Familie gegründet. Einige seiner Freunde und Bekannten stürzen sich ins Abenteuer Kapitalismus, eröffnen Billardsalons, Restaurants oder sogar ein Mineralwasserunternehmen, für das Lao Li bald als Werbezeichner tĂ€tig wird.

Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes, ISBN 978-3-03731-105-9, 272 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–, Sfr. 39,80, erscheint im Oktober 2013

“Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” von Jacques Tardi

Am 22. Mai 1940 wurde RenĂ© Tardi, der Vater von Jacques Tardi, als Panzerfahrer in Lothringen gefangengenommen und verbrachte danach fast fünf Jahre im Stalag IIB, einem Stammlager für Kriegsgefangene in Hinterpommern im heutigen Polen. Ein Stalag war kein KZ und ans Leben wollte man den Franzosen nicht. Der erlittene Hunger, die Demütigungen, die Willkür, der Schmutz waren nach dem Krieg nicht so wichtig angesichts der sonstigen GrĂ€uel. So schwieg ein verbitterter RenĂ© Tardi, bis er auf DrĂ€ngen seines Sohnes in den 80er-Jahren seine Erlebnisse in drei Schulheften niederschrieb. Seine Geschichte ist die der Besiegten, der ruhmlosen Helden.

Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB, ISBN 978-3-03731-112-7, 200 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 35,–, SFr. 49,–, erscheint im September 2013

“Mit dem Elefantendoktor in Laos” von Olivier Kugler

Olivier Kugler begleitet den Tierarzt Bertrand Bouchard auf einer Reise durch die Berge und den Dschungel im Norden von Laos, wo er sich mit einer mobilen Klinik um die Gesundheit der Arbeitselefanten in den entlegenen HolzfĂ€ller-Camps kümmert. Kugler führt uns durch diese faszinierende Welt, zeichnet Natur und Leute und vor allem Elefanten, aber er zeigt auch die Einfl üsse der internationalen Wirtschaftsinteressen, die bis tief in diese abgelegenen WĂ€lder in den Bergen von Laos reichen.

Mit dem Elefantendoktor in Laos, ISBN 978-3-03731-113-4, 48 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,80, SFr. 28,–, erscheint im September 2013

“Dark Country” von Tab Murphy, Thomas Jane und Thomas Ott

Eine Hochzeitsreise mit tragischem Ausgang, erzÀhlt in gewohnter Ott-Manier.

Das frisch verheiratete Paar fĂ€hrt nachts über die Landstraße, als plötzlich ein Schatten vor dem Wagen auftaucht. Ein dumpfer Schlag, der Fahrer hĂ€lt das Auto an. Ein Mann liegt auf der Strasse. Sie nehmen den Schwerverletzten auf und setzen ihn auf den Hintersitz.

Doch als der vermeintlich Bewusstlose plötzlich den BrĂ€utigam am Steuer erwürgen will, wird diese Hochzeitsreise endgültig zum Albtraum!

Dark Country, ISBN 978-3-03731-114-1, 56 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 19,80, SFr. 28,–, erscheint im Oktober 2013

“Ein Leben in China – Die Zeit der Partei” erschienen

Dienstag, den 5. MĂ€rz 2013

Mit “Ein Leben in China – Die Zeit der Partei” liegt nun der zweite Teil der historisch-biografischen Graphic Novel-Trilogie von P. ÔtiĂ© und Li Kunwu in der Edition Moderne vor.

Kaum ist Mao 1976 gestorben, beginnt der Kampf um die Macht innerhalb der politischen Elite Chinas, den Deng Xiaoping fĂŒr sich entscheidet. Ein neues China entsteht, das seiner Bevölkerung große FlexibilitĂ€t abverlangt: Was wĂ€hrend der Kulturrevolution verpönt war wie westliche VergnĂŒgungen, Grundbesitz oder Luxus, wird zum neuen Lebensstil in einem Land, das gerade die «sozialistische Marktwirtschaft» entdeckt Xiao Li, der «Kleine Li», durchlebt diese Zeit erst als Soldat und Kuhhirte, dann als Propagandazeichner in der Armee. Schließlich schafft er es nach mehreren AnlĂ€ufen, in die Kommunistische Partei Chinas aufgenommen zu werden.


P. ÔtiĂ© ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in SĂŒdamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betĂ€tigt er sich als Comic-Autor.

Li Kunwu wurde 955 in der Provinz Yunan geboren und hat im Verlauf seiner Karriere schon ĂŒber 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics fĂŒr die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien ĂŒber die vielen kulturellen MinoritĂ€ten in Yunan.

Ein Leben in China – Die Zeit der Partei, ISBN 978-3-03731-104-2, 200 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 24, SFr. 29,80

Graphic Novels in den Medien – 14. Februar 2014

Donnerstag, den 14. Februar 2013

Anfang der Woche fand in Berlin die Veranstaltung “Books at Berlinale” statt, bei der zehn ausgewĂ€hlte BĂŒcher mit Verfilmungspotenzial Produzenten und Finanziers vorgestellt wurden. Katja LĂŒthge stellt in der Frankfurter Rundschau heraus, dass in diesem Jahr mit “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) “Jetzt auch Graphic Novels” vertreten waren.

Bereits am 6. Februar stellte Christian SchlĂŒter in “Die große Ansteckung” ebenfalls in der Frankfurter Rundschau drei aktuelle politische Comics vor, deren FĂ€higkeit, das “totalitĂ€ren Erbe des 20. Jahrhunderts” in Bilder zu fassen, er hervorhebt: “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters“ von Li Kunwu und Philippe OtiĂ© (Edition Moderne), “Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag) sowie “Berichten aus Russland” von Igort (Reprodukt).

In der heutigen Ausgabe der tageszeitung stellt Amadeus Ulrich “Vakuum” von Lukas JĂŒliger vor: “Ockerfarbene Jugend”. Er resĂŒmiert: “Lukas JĂŒliger ist mit Vakuum ein grandios dĂŒsterer Comicroman ĂŒber das Erwachsenwerden gelungen.” Ähnlich fĂ€llt das Urteil zum Buch in der heute erschienenen Ausgabe des Stern aus, wo das Buch fĂŒr “in seiner erzĂ€hlerischen Wucht so gekonnt wie überraschend” befunden wird.

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

Donnerstag, den 20. Dezember 2012

“Ein Leben in China – Die Zeit der Partei” – von P. ÔtiĂ© und Li Kunwu

Kaum ist Mao 1976 gestorben, beginnt der Kampf um die Macht innerhalb der politischen Elite Chinas, den Deng Xiaoping fĂŒr sich entscheidet. Ein neues China entsteht, das seiner Bevölkerung große FlexibilitĂ€t abverlangt: Was wĂ€hrend der Kulturrevolution verpönt war wie westliche VergnĂŒgungen, Grundbesitz oder Luxus, wird zum neuen Lebensstil in einem Land, das gerade die «sozialistische Marktwirtschaft» entdeckt Xiao Li, der «Kleine Li», durchlebt diese Zeit erst als Soldat und Kuhhirte, dann als Propagandazeichner in der Armee. Schließlich schafft er es nach mehreren AnlĂ€ufen, in die Kommunistische Partei Chinas aufgenommen zu werden.

Ein Leben in China – Die Zeit der Partei, ISBN 978-3-03731-104-2, 200 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im MĂ€rz 2013

“Ein iranischer Albtraum” von Maya Neyestani
Dass die harmlose Zeichnung einer Kakerlake fĂŒr Aufruhr und Tote sorgt, hĂ€tte sich der iranische Cartoonist Mana Neyestani nicht trĂ€umen lassen. Er legt der Kakerlake ein Wort in den Mund, das in der Sprache der aserbaidschanischen Minderheit im Iran gelesen werden kann. Als die Aseri sich empören, weil sie sich mit Kakerlaken verglichen wĂ€hnen, kommt Neyestani ins berĂŒchtigte Evin-GefĂ€ngnis. Er benutzt einen Hafturlaub um ĂŒber Dubai und Malaysia Asyl im Westen zu erlangen – ein zweiter Albtraum beginnt … Neben dem menschenverachtenden Regime im Iran kritisiert Neyestani mit seiner Graphic Novel auch das internationale Asylwesen.

Ein iranischer Albtraum, ISBN 978-3-03731-106-6, 200 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im MĂ€rz 2013

“Reportagen” von Joe Sacco

Joe Saccos gezeichnete Reportagen aus dem Irak, Inguschetien, Indien und PalÀstina in einem Band!

Die Vorteile des Comics als grundsĂ€tzlich interpretierendes Mediums besteht darin, dass er erlaubt, die Grenzen des traditionellen Journalismus zu sprengen. Ob es um Schmugglertunnel in Gaza, UnberĂŒhrbare in Indien oder BootsflĂŒchtlinge im Mittelmeer handelt – Joe Sacco zeigt sich in diesem Buch wiederum als Meister der gezeichneten Reportagen.

Dieses Buch enthĂ€lt Comic-Reportagen, die fĂŒr verschiedene Zeitungen und Magazine wie TIME, THE GUARDIAN und BOSTON GLOBE entstanden sind.

Reportagen, ISBN 978-3-03731-107-3, 192 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im April 2013

“Der Maler der Ewigen Portraitgalerie” von Matthias Gnehm

Guido Meyer gerĂ€t durch die Entdeckung der eternalportraitgallery.com in eine AffĂ€re mit einer KunsthĂ€ndlerin und lĂŒftet das Geheimnis seiner wahren Herkunft.

Der erfolglose Kunstmaler Guido Meyer entdeckt zwischen den alten Fotos seiner schon lange verstorbenen Großmutter ein gemaltes, kleinformatiges PortrĂ€t von ihr. SpĂ€ter stĂ¶ĂŸt er auf die Internetplattform www.eternalportraitgallery.com, dessen Betreiber nicht nur der Maler von unzĂ€hligen PortrĂ€ts, sondern auch sein leiblicher Großvater ist. Dieser hatte Guidos schwangere Großmutter 1943 sitzen lassen. Der Liebesdeserteur malt seither in einem Kellerloch jeden Tag ein weiteres PortrĂ€t fĂŒr die ewige Portraitgalerie. Guido Meyer schafft es, seinen inzwischen greisen Großvater zur Versöhnung mit dessen Sohn, Guidos Vater, zu ĂŒberreden: Er bietet ihm dazu an, die Ewige Portraitgalerie weiterzufĂŒhren.

Der Maler der Ewigen Portraitgalerie, ISBN 978-3-03731-108-0, 300 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–, SFr. 36,–, erscheint im Mai 2013

“Trabanten” von Frank Schmolke

Der junge Franz Huber kommt aus dem Knast und will fortan alles richtig machen. Doch schon bald steckt er wieder mitten in den grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten.Als Franz das Wiedersehen mit seinen Freunden Paul und Robert feiert, kommt es zu einem tödlichen Unfall. Und jetzt sind Franz und Paul auf der Flucht vor Roberts psychopathischem und gewalttĂ€tigem Bruder. Franz‘ Panik vor dem erneuten Verlust seiner Freiheit wird immer heftiger. Dabei hatte die Entdeckung der Liebe und des Künstlers Jackson Pollock dieser Freiheit gerade einen Sinn verliehen!
Frank Schmolke erzĂ€hlt stimmungsvoll und authentisch vom verzweifelten Kampf eines jungen Mannes um sein Leben und seine IdentitĂ€t im München der frühen 1980er-Jahre.

Trabanten, ISBN 978-3-03731-110-3, 200 Seiten, s/w, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im Mai 2013

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von P. Ôtie und Li Kunwu

Freitag, den 21. September 2012

In der nĂ€chsten Woche erscheint das in Zusammenarbeit des chinesichschen Comiczeichners Li Kunwu und dem französischen Comicautor P. Ôtie entstandene “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” in der Edition Modern. In der auf drei BĂ€nde angelegten Geschichte wird nicht nur die Geschichte des Chinesen Xiao Li erzĂ€hlt, sondern zugleich auch der Aufstieg Chinas zur heutigen Weltmacht.

Es ist eine turbulente Welt, in der Xiao Li aufwĂ€chst. Rasend schnell zerfĂ€llt anfang der FĂŒnfzigerjahre das alte China, wĂ€hrend die Kommunistische Partei Chinas unter Mao Tse Tung den Aufbau eines grundlegend neuen Staates vorantreibt.

Li erlebt wĂ€hrend der Kampagne des „Großen Sprungs nach vorn“ die verzweifelten Versuche, mit unzureichenden Mitteln die Stahlproduktion zu vervielfachen; er kĂ€mpft wĂ€hrend der Kulturrevolution an der Seite seiner MitschĂŒler gegen angeblich konterrevolutionĂ€re Frisöre und Bademeister, denunziert seine Lehrer und wird wiederum von seinen Freunden denunziert. Er beginnt eine Ausbildung zum Zeichner, malt eifrig Tausende Mao-Plakate und erlebt schließlich als Soldat den schicksalhaften Tag, an dem Maos Tod verkĂŒndet wird.

Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “Großer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei BĂ€nde konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzĂ€hlt aus der Sicht des einfachen Menschen. Der zweite Band “Die Zeit der Partei 1976 – 1982″ wird im FrĂŒhjahr 2013 folgen, im Herbst 2013 wird dann “Die Zeit des Geldes 1982 – 2009″ die Trilogie abschliessen.

Li Kunwu, 1955 in der Provinz Yunan geboren, hat im Verlauf seiner Karriere schon ĂŒber 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics fĂŒr die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien ĂŒber die vielen kulturellen MinoritĂ€ten in Yunan.

P. ÔtiĂ© ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in SĂŒdamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; daneben betĂ€tigt er sich als Comic-Autor.

Eingeleitet wird der Band von einem Vorwort von Pierre Haski, ehemaliger China-Korrespondent der in Paris erscheinenden Libération.

Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D),  24,70 EUR (A), sFr. 29,80