Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Magdy el Shafee’

Graphic Novels in den Medien – 7. August 2013

Mittwoch, den 7. August 2013

Ein iranischer Albtraum ist ein in jedem Sinne toller Trip durch die Hölle der Haft und das Labyrinth des grotesken politischen Verfahrens.” schreibt Alexandra Kedves im ZĂĽrcher Tagesanzeiger ĂĽber Mana Neyestanis Buch, das in der Edition Moderne erschienen ist: “Im Knast wegen einer dummen Kakerlake”.

Ralph Trommer zeigt sich von Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag) sehr angetan, da Fior darin “beweist, dass Science-Fiction auch jenseits von Klischees funktionieren kann.”. Der Artikel “Science Fiction, die schwebt” erschien in der tageszeitung.

Derselbe Autor stellt auf tagesspiegel.de “Reprobus” von Markus Färber vor (Rotopolpress) und findet nur lobende Worte: “Ein unheimlicher Heiliger”.

Im Reiseteil des Tagesspiegels erschien eine Reportage Erik Wenks zu den Handlungsorten des Buches “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (Voland & Quist): “Der Held sitzt immer am Tresen”.

Unter der Ăśberschrift “Das Jahr der Comic-Kunst: Gut gemerzt!” stellte Christoph Huber in der Presse eine Reihe aktueller Titel vor, die sich von unterschiedlicher Seite dem Thema “Kunst & Comics” nähern: mehr oder weniger freie KĂĽnstlerbiografien wie Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz!”, Steffen Kvernelands “Munch”, “Chagall in Russland” von Joann Sfar (alle avant-verlag) und “Pablo” von Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie, sowie Brecht Evens’ “Die Amateure” (beide Reprodukt), der die Beschäftigung mit Kunst in eine fiktionale Geschichte einbettet.

Im Standard stellte Martin Reiterer drei Bände vor, die sich mit gesellschaftlichen Problemen wie der FlĂĽchtlingspolitik auseinandersetzen: Joe Saccos “Reportagen” (Edition Moderne), Paula Bullings “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag), sowie “Kafka fĂĽr Afrikaner. Sofie und der schwarze Mann” von Judith Vanistendael (Reprodukt): “Wie kann ich ein normal Mensch sein?”.

Im “Literaturforum” des Nordwest-Radios gab es ebenfalls eine themenbezogene Ăśbersicht, hier geht es um “Graphic Novels aus der arabischen Welt und aus Israel”. Fazit hier: “Eine alternative, nicht gerade systemkonforme Form von Literatur. Höchst fantasievoll bietet sie Innenansichten aus einer fremden Welt”. Vorgestellt werden “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” von Sarah Glidden (Panini), “Metro” von Magdy El-Shafee, “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (beide Edition Moderne), “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt), “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B., “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached sowie dem Sammelband “Cargo” (alle avant-verlag).

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Ăśber die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ă„gypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler ĂĽber den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder fĂĽr die neue Stadt”.

JĂĽrgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung ĂĽber “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), fĂĽr den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “groĂźe Saga eines Milieus und einer ländlichen Mentalität”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der Banalität, aber auch der Lächerlichkeit des Bösen”, wie Katja LĂĽthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

Anlässlich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das groĂźe Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-WeiĂź-Zeichnungen sind erschĂĽtternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfällt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose Erzählung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer frĂĽheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur StĂĽckwerk, das nicht zusammengeht.”: “PrĂĽgeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

Graphic Novels in der Presse – 19. Februar 2013

Dienstag, den 19. Februar 2013

In seinem Artikel fĂĽr die Wiener Zeitung schlägt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis BĂĽchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Zahra´s Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.

“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck fĂĽr NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im März im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee ĂĽber “Metro” und Maximilien LeRoy ĂĽber “Die Mauer” (beide Edition Moderne).

“JĂĽliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag fĂĽr NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas JĂĽligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte fĂĽr ein Vakuum”.

Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor JosĂ©-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzählten Handlung bezieht.

“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der Aufklärung”. Wietz´ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.

Dass bei Reprodukt demnächst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel präsentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.

Comics in den Medien – 10. Juli 2012

Mittwoch, den 11. Juli 2012

Arne Seifert stellte in der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen) vor. Um ihm zu gefallen hätte er sich von dem Buch etwas mehr Entschiedenheit gewĂĽnscht und kritisiert, dass versucht wird, es allen richtig zu machen, ausgewogen zu sein und nicht anzuecken: “In den Fängen der Taliban”.

Sehr angetan hingegen zeigt sich Andreas Platthaus von “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), wie er auf seinem FAZ-Blog schreibt (“Ă„gyptens Misere aus der Comicsicht”). Er erkennt in dem Buch einen “SchlĂĽssel ins ägyptische Innenleben”.

Comics in der Presse – 5. Juli 2012

Donnerstag, den 5. Juli 2012

In der heutigen Ausgabe des “Börsenblatts des deutschen Buchhandels” werden in einem Krimi-Schwerpunkt interessante Titel und Autoren vorgestellt. Darunter befinden sich auch eine Reihe von Comic-Neuerscheinungen, die online noch ausfĂĽhrlicher besprochen werden, unter Anderem die Adaptionen  “Der Selbstmörderclub” von ClĂ©ment Baloup und Eddy Vaccaro nach Robert Louis Stevenson (Splitter) und “Scarface” von Christian De Metter, nach Armitage Trail (Schreiber & Leser), sowie “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne): “Kriminell gute Comics”.

Auf tagesspiegel.de schwärmt Thomas Hummitzsch fĂĽr das “vorläufige Opus Magnum” von Cyril Pedrosa: “Portugal” (Reprodukt), was nicht nur daran liegt, dass fĂĽr ihn der Band ein “Augenschmaus”, sondern auch “eine tiefschĂĽrfende Liebeserklärung an ein LebensgefĂĽhl, das sich nur mit Begriffen wie ‘Heimat’ oder ‘Zuhause’ verbinden lässt” ist: “Eine Reise zum Ich”.

Comics in der Presse – 4. Juli 2012

Mittwoch, den 4. Juli 2012

In der gestrigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” wurden im Feuilleton verschiedene Aspekte des Afghanistan-Einsatzes der deutschen Bundeswehr beleuchtet. Als eins der wenigen BĂĽcher, abgesehen von RĂĽckkehrer-Biografien, erkennt Tim Neshitov in Arne Jyschs “Wave and Smile” (Carlsen) eine wichtige Quelle fĂĽr spätere Kulturhistoriker. Der Artikel “Afghanistan in Aquarell” lässt sich nun auch online nachlesen.

Sammy Khamis stellt auf fm4.orf.at “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne) vor. In dem Buch erkennt er das Missing Link zwischen 30 Jahren UnterdrĂĽckung, der daraus resultierenden Unzufriedenheit und den Demonstationen auf dem Tahrir-Platz: “Endstation Zensur”.

Mit dem Kampfsportcomic “Wie hungrige Wölfe” (Schreiber & Leser) wagen sich die sonst eher fĂĽr ruhige Stoffe bekannten Baku Yumemakura und Jiro Taniguchi (“Gipfel der Götter”)  ins Actionfach. In dem bereits in den 1980er-Jahren entstandene Band erkennt Felix Giesa auf satt.org Vorbilder wie “Karate Kid” oder “Rocky III”, und resĂĽmiert, dass gerade das Finale “einer extremen Männlichkeitsbespiegelung gleichkommen” mag, das Buch dennoch “ein starkes StĂĽck Karateunterhaltung” ist: “Mann gegen Mann”.

Comics in den Medien – 26. Juni 2012

Dienstag, den 26. Juni 2012

Rupert Koppold schreibt heute in der “Stuttgarter Zeitung” ausfĂĽhrlich ĂĽber “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen). Darin gibt er wieder, wie der Autor den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aus Sicht von Soldaten beschreibt und damit Einblicke gibt, die in der Berichterstattung häufig keine Rolle spielen: “Das will ja keiner Wahrhaben”.

Durchaus kritische Worte findet Moritz Honert in seinem Beitrag “Licht am Ende des U-Bahn-Tunnels” auf tagesspiegel.de fĂĽr Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne), das die revolutionären Entwicklungen in Ă„gypten aufgreift. Sein Kritik wird allerdings dadurch aufgewogen, “eines der interessantesten BĂĽcher aus der FrĂĽhphase dessen zu lesen, was zu einer der größten Umwälzungen der Weltpolitik wurde”.

Am heutigen Dienstag strahlt das Deutschlandradio “Comics als KonversationsstĂĽcke” aus, eine Sendung von Rebecca Partouche, in der die französische Autorin Claire BretĂ©cher (“Agrippina – Allergien”, Reprodukt) und Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) parallel portraitiert werden. Im Zentrum steht neben der Inspiration Königs durch Bretecher auch deren spezieller Zugang zum Erzählen von Geschichten im Comic, das weitaus mehr von Dialogen als von Action geprägt ist. Die Sendung beginnt um 19:30 Uhr, das Manuskript kann bereits jetzt als PDF und einfacher Text gelesen werden.

“Ă„gypten sucht nach seiner Zukunft”

Dienstag, den 19. Juni 2012

Bereits am Montag erschien auf n-tv.de ein ausfĂĽhrlicher Beitrag von Markus Lippold zu Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne): “Ă„gypten sucht nach seiner Zukunft”. Er stellt sowohl das Buch vor als auch den Autor, den er zu einem Gespräch getroffen hat.

Das Buch bezeichnet Lippold dabei als “glaubwĂĽrdigea Panorama einer Gesellschaft, die kurz vor dem Kollaps steht” und als “Aufruf zum Aufbruch in eine neue Gesellschaft”.

Zur aktuellen politischen Lage stellt El Shafee fest, dass das Beste, was er machen könne, sei, weiterhin das zu machen, was er ohnehin macht: Comics zeichnen. Zum ganzen Textbeitrag gelangt man hier.

Neue Titel in der Presse

Montag, den 18. Juni 2012

In den vergangenen Tagen wurden wieder aktuelle Neuerscheinungen in den Printmedien vorgestellt. Christoph Huber stellt in der Wiener “Presse” das neue Werk von Charles Burns vor, das in drei Teilen erscheint. Der zweite Teil der Serie mit dem Titel “Die Kolonie” wurde gerade veröffentlicht (Reprodukt). Besonders interessieren den Autor dabei die BezĂĽge zum Comic-Klassiker “Tim & Struppi” von HergĂ©: “Angst unter Punks”.

Lutz Göllner porträtiert in der Samstagsausgabe des “Tagesspiegels” den in Berlin lebenden Autor Reinhard Kleist. Im Mittelpunkt des Porträts steht das neue Buch “Der Boxer” (Carlsen), ĂĽber die dramatische Lebensgeschichte des Hertzko Haft und wie Reinhard Kleist es schafft, auch fĂĽr diese widersprĂĽchliche Figur MitgefĂĽhl zu wecken: “Faust aufs Auge”.

In der aktuellen Ausgabe der “Jungle World” bespricht Jan Tölva Magdy El Shafees “Metro” (Edition Moderne) und charakterisiert es als “schonungslos, aber nicht hoffnungslos”. Auch mit dem Autor hat er sich ĂĽber das Buch unterhalten, als dieser kĂĽrzlich das Buch in Berlin vorgestellt hat: “Ticket zum Tahrir-Platz”.

“Metro” in der Presse

Montag, den 4. Juni 2012

Passend zum Comic-Salon in Erlangen und der dort gezeigten Ausstellung ĂĽber Comics aus dem nahen Osten erscheint mit “Metro” die in Ă„gypten verbotene Graphic Novels von Magdy El Shafee in der ZĂĽrcher Edition Moderne, der damit sein Programm an Graphic Novels, die aktuelle politische Themen aufgreifen und reflektieren, erweitert.

Das Buch wurde bereits am Freitag in der “Berliner Zeitung” und in der “Frankfurter Rundschau” vorgestellt. Redakteur Christian SchlĂĽter stellt das Buch und seinen Autor sowie die Hintergrundgeschichte des Bandes vor. SchlĂĽter stellt heraus, wie das Buch ein GefĂĽhl fĂĽr die Situation in der es entstand vermittelt und das Buch den Geist der zur Entstehungszeit des Bandes erst langsam aufflammenden Revolution in sich trägt: “Raus aus dem Gefängnis”.

FĂĽr den Bayerischen Rundfunk hat Sammy Khamis den Autoren darĂĽber hinaus in Kairo getroffen und fĂĽr einen Beitrag interviewt, der sich hier nachlesen lässt: “Verbotener Comic – “Metro” von Magdy el Shafee”. Dort gibt es auch einen kurzen Ausschnitt des Interviews zu sehen, in dem sich El Shafee im O-Ton noch einmal die HintergrĂĽnde zur Entstehung von “Metro” erläutert.

Magdy El-Shafee in Berlin

Freitag, den 1. Juni 2012

Am kommenden Wochenende wird der aus Ägypten stammende Comic-Autor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Berlin erwartet. Dort wird er am von der Heinrich-Böll-Stiftung organisierten Kulturfestival “Wider die Müdigkeit” teilnehmen, zu dem Gäste sus dem Nahen Osten, Mittel- und Osteuropa sowie Deutschland eingeladen wurden.

Die Literaten, Wissenschaftlerinnen, Musiker, Malerinnen, Comic-Zeichner und Kuratoren erzählen über ihren Widerstand in Unterdrückungsregimen. Sie präsentieren künstlerische und intellektuelle Reaktionen auf die gesellschaftlichen Schwingungen, die letztlich zu großen Veränderungen führten – ob vor einem Jahr in Ägypten und Tunesien oder seit 1989 in den Ländern Osteuropas. Ausgangspunkt für “Wider die Müdigkeit” ist die These der “Müdigkeitsgesellschaft”, die der Karlsruher Philosoph Byung-Chul Han dem Westen anheftet. Am ersten Juniwochenende wird statt Müdigkeit ein aufgeweckter Austausch der Meinungen die Räume besetzen.

Am Abend des 2. Juni wird eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus “Metro” eröffnet (18 Uhr). Die Ausstellung zeigt ausgewählte Originalzeichnungen aus dem Band im Großformat mit der deutschen Übersetzung des Islamwissenschaftlers Stefan Winkler. Tags darauf nimmt El-Shafee zusammen mit dem tunesisch-palästinensischen Multimedia-Künstler Checkpoint 303 an einer Podiumsveranstaltung zum Thema “Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum?” teil (Beginn: 16 Uhr, Moderation: Daniel Gerlach).

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Genauere Informationen finden sich auf der Veranstaltungshomepage.

Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
widerdiemuedigkeit.de

“Aufklärung mit dem Zeichenstift”

Mittwoch, den 23. Mai 2012

In der heutigen Ausgabe der “Neuen ZĂĽrcher Zeitung” stellt Anette Selg den ägyptischen Comic-Autoren Magdy El Shafee vor. Sie traf sich mit ihm in einem Kairoer Cafe und lässt ihn zu seinem eigenen Werdegang und der lokalen Comic-Szene ausfĂĽhrlich zu Wort kommen.

Der Beitrag “Aufklärung mit dem Zeichenstift” lässt sich online hier abrufen.

El Shafees Graphic Novel “Metro – Kairo Underground” erscheint in KĂĽrze bei der Edition Moderne. El Shafee wird zum Comic-Salon Erlangen erwartet, wo es eine groĂźe Ausstellung ĂĽber Comics aus dem nahen Osten geben wird, und zuvor noch in Berlin beim Kulturfestival “Wider die MĂĽdigkeit” zu Gast sein.

Neue Graphic Novel bei der Edition Moderne

Samstag, den 28. April 2012

Passend zum Comic-Salon Erlangen Anfang Juni und der dort gezeigten Ausstellung zu Comics aus dem nahen Osten, erscheint in der Edition Moderne “Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee.

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können.

Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo.

Korruption, WillkĂĽr, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Bereits drei Jahre vor dem Arabischen FrĂĽhling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu den aktuellen Ereignissen fĂĽhrten. Eine eindrĂĽckliche Geschichte von Jugendlichen in Kairo, kurz vor dem Arabischen FrĂĽhling. In Ă„gypten verboten!

Derzeit eine Ausstellung mit Seiten aus dem Buch in Berlin-Neukölln.

METRO Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 96 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR (D) 18.- / EUR (A) 18.50 / sFr. 22.80, erscheint im Juni

“Metro” – Ausstellung in Berlin-Neukölln

Donnerstag, den 26. April 2012

Im Rahmen des Theaterfestivals “Lila Risiko Schachmatt II”, bei dem im Berliner Heimathafen Neukölln deutsche ErstauffĂĽhrungen aus Syrien, Palästina und Marokko aufgefĂĽhrt werden, zeigt das CafĂ© Rix im Heimathafen Neukölln Seiten aus der Graphic Novel “Metro” des ägyptischen Autors Magdy El-Shafee.

Die Originalzeichnungen des Comic-Romans sprechen durch direkte Sprache und Zeichnungen drängende soziale und politische Probleme des vorrevolutionären Ägypten an: Korruption, Polizeiwillkür, Aussichtslosigkeit der Jugend, sexuelle Frustration, die Rolle der Medien.
Lila Risiko Schachmatt öffnet mit der Ausstellung “Metro” seinen Theaterfokus fĂĽr weitere kĂĽnstlerische Ausdrucksformen aus arabischen Ländern.

In einem Beitrag El-Shafees, das sich auf der Website des Goethe-Instituts Kairo nachlesen lässt, wird dieser als  “Vorreiter des politischen Comics” in Ă„gypten portraitiert: “Der Zeichensetzer”.

Die Bilder werden bis zum 14. Mai gezeigt.

Café Rix im Heimathafen Neukölln, Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, D-12043 Berlin
www.heimathafen-neukoelln.de

Erste ägyptische Graphic Novel offiziell verboten

Dienstag, den 24. November 2009

metro1Wie Lars von Törne fĂĽr den “Tagesspiegel” berichtet, wurde am Wochenende die erste ägyptische Graphic Novel offiziell verboten. Nachdem der Verkauf von Magdy El-Shafees “Metro” schon kurz nach der Veröffentlichung untersagt worden war, wurden nun auch sowohl der Verleger als auch der KĂĽnstler von einem Kairoer Gericht mit einer Geldstrafe belegt. Das Verbot und die nun verhängte Strafe lösten bei Menschenrechtsorganisationen Protest aus.

Auf der Website des “Tagesspiegels” findet sich neben einem ausfĂĽhrlichen Bericht auch ein Verweis auf eine englischsprachige Leseprobe.