Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Matthias Schultheiss’

Graphic Novels in den Medien – 27. August 2013

Dienstag, den 27. August 2013

In der gestrigen Ausgabe des “Kulturjournals” im NDR wurden Lars Fiske und sein biografischer Band “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (avant-verlag) vorgestellt. Der Beitrag von Thorsten Ernst kann hier weiterhin angesehen werden (ab 17:20 min).

Ăśber jenen Comic, sowie ĂĽber weitere aktuelle KĂĽnstlerbiografien, wurde im “Literaturforum” des Nordwestradios gesprochen. Im Studio zu Gast waren die Verlagsleiter Dirk Rehm von Reprodukt und Johann Ulrich vom avant-verlag. Auch dieses längere Gespräch mit Elke Schlinsog lässt sich nachhören: “Kunst im Comic – KĂĽnstler-Biografien boomen”.

Sowohl der Band ĂĽber Kurt Schwitters als auch die ebenfalls im avant-verlag erschienene Biografie “Munch” von Steffen Kverneland wurden auf culturmag.de vorgestellt. Hanspeter Ludwig schreibt: “Nerds nehmen Nerds ins Visier, das Ergebnis: GroĂźartig.” Als “leichtfĂĽĂźig” und “kongenial” wird Fiskes Band ĂĽber Kurt Schwitters von Leonie Krutzinna auf litlog.de bezeichnet: “Kongenial im Gleichschritt”.

Kunst ist auch das Thema in David Prudhommes “Einmal durch den Louvre” (Reprodukt), den Johannes Spengler auf sueddeutsche.de vorstellt: “Wo geht’s denn hier zur Kunst?”.

Ebenfalls mehrfach wurde “Luchadoras” von Peggy Adams (avant-verlag) vorgestellt und besprochen. Matthias Heine stellte den Band in Die Welt vor: “Wrestling mit dem Tod” und stellt fest, dass es gerade an der Hauptdarstellerin liege, dass “alles andere als ein StĂĽck Betroffenheitsliteratur herausgekommen” sei. Johanna Esch widmete sich dem Band im “Funkhaus Europa” des WDR und lässt dabei auch einen Menschenrechtsexperten fĂĽr Mexiko bei Amnesty International zu Wort kommen: “Die Stadt der toten Frauen”. Auf intro.de schreibt Bastian KĂĽllenberg. FĂĽr ihn ist Luchadoras “schonungslos und nachhaltig”. Zum Artikel geht es hier.

Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” (Reprodukt) stellte Mario Osterland auf fixpoetry.de vor: “Ein Comic der Superlative”.

“Majdanek steckt sogar Auschwitz in die Tasche” so zitiert Christian SchlĂĽter in der Berliner Zeitung aus Rutu Modans “Das Erbe” (Carlsen) und lobt das “ästhetisch kluge, experimentierfreudige Ringen um eine angemessene Darstellungsform” der fortwährenden Wirkung des Holocausts. Auf brikada.de attestiert Doris Losch dem Band “zart, amĂĽsant, melancholisch, ironisch” zu sein.

Mit Peer Meters und Gerda Raidts “Böse Geister” (Reprodukt) befasste sich Boris Kunz fĂĽr titelblog.de. FĂĽr ihn, wirkt der Comic trotz seiner Gruselelemente “wirklichkeitsnah und lebendig”: “Das Erbe der Bilderhefte”.

Matthias Heine macht in der Welt klar, was er von James Vance und Dan E. Burrs “Auf dem Drahtseil” (Metrolit) hält: “Ein Meisterwerk”: “Dieser Comic macht Sie zum Kommunistenversteher”.

In der Wiener Presse stellte Christoph Huber “Flut!” (avant-verlag) und dessen Autor Eric Drooker vor: “GefĂĽhl, dass ein Sturm kommt”.

Wieder eine Reihe von Beiträgen gab es auf tagesspiegel.de: Anlässlich der Berlin Graphic Days am vergangenen Wochenende stellte Lars von Törne Annette Köhn und ihren Jaja-Verlag vor: “WundertĂĽte aus der Musenstube”. Trotz “Genre-VersatzstĂĽcken” findet Björn Bischoff im neuen Band von Matthias Schultheiss auch “Ăśberraschendes”. “Woman on the River” ist bei Splitter erschienen, zur Buchvorstellung geht es hier: “Fluss ohne Wiederkehr”. Christian Endres wĂĽnscht Terry Moores nun bei Schreiber & Leser veröffentlichter Reihe “Strangers in Paradise” viel Erfolg – auch bei Nichtcomiclesern: “Dreiecksbeziehung im Paradies”. Moritz Honert macht in einem Artikel auf den Umstand aufmerksam, dass Finanzämter Comic-Verlage fĂĽr Lagerbestände zur Kasse beten, was im Fall von Cross Cult schon zur AnkĂĽndigung fĂĽhrte, dass viele Titel aus dem Programm und vernichtet werden mussten: “Das groĂźe Schreddern”.

“Glutauge”

Mittwoch, den 17. November 2010

Am 10. November stellte Christoph Haas in der “SĂĽddeutschen Zeitung” “Die Reise mit Bill” von Matthias Schultheiss (Splitter) vor. Die Besprechung lässt sich nun auf der Produktseite von buecher.de nachlesen.

Glutauge

Matthias Schultheiss’ „Reise mit Bill“ wirkt aus der Zeit gefallen – aufregend gezeichnet ist sein Comeback aber doch

Er war ein Star. Wenn in den achtziger Jahren deutsche Leser von einer Comic- Szene träumten, die so lebhaft sein sollte wie etwa in Frankreich, dann war immer von ihm die Rede, von Matthias Schultheiss. Der Hamburger Künstler war seiner spärlichen heimischen Konkurrenz weit voraus. Mit Serien wie „Die Wahrheit über Shelby“ und „Die Haie von Lagos“ bewies er, dass er nicht nur lebhaft- dramatische Bilder aufs Papier bannen, sondern auch spannende Abenteuerstories für Erwachsene erzählen konnte. Mit seiner drastischen Darstellung von Sex und Gewalt machte er sich allerdings nicht nur Freunde; künstlerische Freiheit wurde im Comic damals noch unter dem Aspekt des Jugendschutzes betrachtet. Und so fulminant diese Karriere begonnen hatte, so plötzlich brach sie ab. Nach Versuchen, in den USA und Japan Fuß zu fassen, gab Schultheiss das Zeichnen auf und verdingte sich beim Fernsehen. mehr

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂĽber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂĽndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “BarfuĂź durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂĽber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂĽber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäuĂźert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer AnlaĂź ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂĽck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂĽber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂĽr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂĽber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen.” resĂĽmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂĽber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” ĂĽber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.

Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog fĂĽr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂĽber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂĽber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

“Reise ins Fantastische”

Montag, den 19. Juli 2010

In seiner Besprechung in der “Frankfurter Rundschau” attestiert Christian SchlĂĽter dem in Hamburg lebenden Comicautoren Matthias Schultheiss, dass er nie besser war als in “Die Reise mit Bill” (Splitter).

Reise ins Fantastische

Matthias Schultheiss ist wieder da! Mit seinem Comic “Die Reise mit Bill” hat der Zeichner und Erzähler einen souverän erzählten, rasant geschnittenen Roadmovie vorgelegt. Schultheiss montiert seine ĂĽberbordenden Seitentableaus aus filmischen Einstellungen zusammen: In groĂźen Weiten eröffnet er atmosphärisch dichte Handlungsräume, in der Totale lässt er erste Details erkennen und arbeitet sich ĂĽber Nah-, GroĂź- und Detailaufnahmen an seine Figuren heran. Was der 1946 in NĂĽrnberg geborene Schultheiss hier auf das Papier gebannt hat, zeigt die ganze Könnerschaft eines der wenigen deutschen Zeichner von internationalem Rang. mehr

“Die Reise mit Bill” von Matthias Schultheiss

Freitag, den 4. Juni 2010

Zu den Ăśberraschungen des Comic-Salon Erlangen gehört die Veröffentlichung des neuen Bandes von Matthias Schultheiss und das kurzfristig angekĂĽndigte Erscheinen des Autors auf dem Salon. Nachdem es eine Weile still um den vor allem in Frankreich bekannten deutschen Zeichner geworden war, stellt er auf dem Comic-Salon mit “Die Reise mit Bill” (Splitter) sein bisher umfangreichstes Werk in einem Band vor.

Trucker, Kaputt in der City, Kalter Krieg, Die Wahrheit über Shelby, Die Haie von Lagos – die 1980er gehörten Matthias Schultheiss. Auf dem »Umweg« über Frankreich eroberte der Hamburger die Comicwelt mit außergewöhnlichen Storys, die zwischen bittersüßer Melancholie und brachialer Härte neues Terrain erschlossen. Nun kehrt Schutheiss zurück und legt eine 288seitige Graphic Novel vor, die einmal mehr beweist, dass er zu den ganz großen Erzählern des Mediums gehört. Die Reise mit Bill erzählt von Luke und seiner Tochter Tweets, die ziellos auf den Straßen Amerikas unterwegs sind und auf das eine, entscheidende Ereignis warten, das ihr Leben verändert. Als sie dem Krüppel Bill begegnen ahnen sie noch nicht, dass er ihrem Schicksal die Wende geben wird. Es ist der Auftakt eines großen, elegischen Abenteuers zwischen Traum und Realität, nach dem nichts mehr ist wie zuvor.


Eine Leseprobe ist auf der Website des Splitter Verlags einsehbar, der Band ist ab Montag im Handel erhältlich.

Die Reise mit Bill, ISBN 978-3-940864-05-5, farbig, Hardcover, 29,80 EUR, erscheint im Splitter Verlag