Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Metro’

Graphic Novels in den Medien – 7. August 2013

Mittwoch, den 7. August 2013

Ein iranischer Albtraum ist ein in jedem Sinne toller Trip durch die Hölle der Haft und das Labyrinth des grotesken politischen Verfahrens.” schreibt Alexandra Kedves im ZĂĽrcher Tagesanzeiger ĂĽber Mana Neyestanis Buch, das in der Edition Moderne erschienen ist: “Im Knast wegen einer dummen Kakerlake”.

Ralph Trommer zeigt sich von Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag) sehr angetan, da Fior darin “beweist, dass Science-Fiction auch jenseits von Klischees funktionieren kann.”. Der Artikel “Science Fiction, die schwebt” erschien in der tageszeitung.

Derselbe Autor stellt auf tagesspiegel.de “Reprobus” von Markus Färber vor (Rotopolpress) und findet nur lobende Worte: “Ein unheimlicher Heiliger”.

Im Reiseteil des Tagesspiegels erschien eine Reportage Erik Wenks zu den Handlungsorten des Buches “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (Voland & Quist): “Der Held sitzt immer am Tresen”.

Unter der Ăśberschrift “Das Jahr der Comic-Kunst: Gut gemerzt!” stellte Christoph Huber in der Presse eine Reihe aktueller Titel vor, die sich von unterschiedlicher Seite dem Thema “Kunst & Comics” nähern: mehr oder weniger freie KĂĽnstlerbiografien wie Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz!”, Steffen Kvernelands “Munch”, “Chagall in Russland” von Joann Sfar (alle avant-verlag) und “Pablo” von Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie, sowie Brecht Evens’ “Die Amateure” (beide Reprodukt), der die Beschäftigung mit Kunst in eine fiktionale Geschichte einbettet.

Im Standard stellte Martin Reiterer drei Bände vor, die sich mit gesellschaftlichen Problemen wie der FlĂĽchtlingspolitik auseinandersetzen: Joe Saccos “Reportagen” (Edition Moderne), Paula Bullings “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag), sowie “Kafka fĂĽr Afrikaner. Sofie und der schwarze Mann” von Judith Vanistendael (Reprodukt): “Wie kann ich ein normal Mensch sein?”.

Im “Literaturforum” des Nordwest-Radios gab es ebenfalls eine themenbezogene Ăśbersicht, hier geht es um “Graphic Novels aus der arabischen Welt und aus Israel”. Fazit hier: “Eine alternative, nicht gerade systemkonforme Form von Literatur. Höchst fantasievoll bietet sie Innenansichten aus einer fremden Welt”. Vorgestellt werden “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” von Sarah Glidden (Panini), “Metro” von Magdy El-Shafee, “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (beide Edition Moderne), “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt), “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B., “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached sowie dem Sammelband “Cargo” (alle avant-verlag).

Graphic Novels in der Presse – 19. Februar 2013

Dienstag, den 19. Februar 2013

In seinem Artikel fĂĽr die Wiener Zeitung schlägt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis BĂĽchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Zahra´s Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.

“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck fĂĽr NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im März im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee ĂĽber “Metro” und Maximilien LeRoy ĂĽber “Die Mauer” (beide Edition Moderne).

“JĂĽliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag fĂĽr NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas JĂĽligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte fĂĽr ein Vakuum”.

Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor JosĂ©-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzählten Handlung bezieht.

“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der Aufklärung”. Wietz´ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.

Dass bei Reprodukt demnächst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel präsentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.

Comics in den Medien – 10. Juli 2012

Mittwoch, den 11. Juli 2012

Arne Seifert stellte in der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen) vor. Um ihm zu gefallen hätte er sich von dem Buch etwas mehr Entschiedenheit gewĂĽnscht und kritisiert, dass versucht wird, es allen richtig zu machen, ausgewogen zu sein und nicht anzuecken: “In den Fängen der Taliban”.

Sehr angetan hingegen zeigt sich Andreas Platthaus von “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), wie er auf seinem FAZ-Blog schreibt (“Ă„gyptens Misere aus der Comicsicht”). Er erkennt in dem Buch einen “SchlĂĽssel ins ägyptische Innenleben”.

Comics in der Presse – 5. Juli 2012

Donnerstag, den 5. Juli 2012

In der heutigen Ausgabe des “Börsenblatts des deutschen Buchhandels” werden in einem Krimi-Schwerpunkt interessante Titel und Autoren vorgestellt. Darunter befinden sich auch eine Reihe von Comic-Neuerscheinungen, die online noch ausfĂĽhrlicher besprochen werden, unter Anderem die Adaptionen  “Der Selbstmörderclub” von ClĂ©ment Baloup und Eddy Vaccaro nach Robert Louis Stevenson (Splitter) und “Scarface” von Christian De Metter, nach Armitage Trail (Schreiber & Leser), sowie “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne): “Kriminell gute Comics”.

Auf tagesspiegel.de schwärmt Thomas Hummitzsch fĂĽr das “vorläufige Opus Magnum” von Cyril Pedrosa: “Portugal” (Reprodukt), was nicht nur daran liegt, dass fĂĽr ihn der Band ein “Augenschmaus”, sondern auch “eine tiefschĂĽrfende Liebeserklärung an ein LebensgefĂĽhl, das sich nur mit Begriffen wie ‘Heimat’ oder ‘Zuhause’ verbinden lässt” ist: “Eine Reise zum Ich”.

Comics in der Presse – 4. Juli 2012

Mittwoch, den 4. Juli 2012

In der gestrigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” wurden im Feuilleton verschiedene Aspekte des Afghanistan-Einsatzes der deutschen Bundeswehr beleuchtet. Als eins der wenigen BĂĽcher, abgesehen von RĂĽckkehrer-Biografien, erkennt Tim Neshitov in Arne Jyschs “Wave and Smile” (Carlsen) eine wichtige Quelle fĂĽr spätere Kulturhistoriker. Der Artikel “Afghanistan in Aquarell” lässt sich nun auch online nachlesen.

Sammy Khamis stellt auf fm4.orf.at “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne) vor. In dem Buch erkennt er das Missing Link zwischen 30 Jahren UnterdrĂĽckung, der daraus resultierenden Unzufriedenheit und den Demonstationen auf dem Tahrir-Platz: “Endstation Zensur”.

Mit dem Kampfsportcomic “Wie hungrige Wölfe” (Schreiber & Leser) wagen sich die sonst eher fĂĽr ruhige Stoffe bekannten Baku Yumemakura und Jiro Taniguchi (“Gipfel der Götter”)  ins Actionfach. In dem bereits in den 1980er-Jahren entstandene Band erkennt Felix Giesa auf satt.org Vorbilder wie “Karate Kid” oder “Rocky III”, und resĂĽmiert, dass gerade das Finale “einer extremen Männlichkeitsbespiegelung gleichkommen” mag, das Buch dennoch “ein starkes StĂĽck Karateunterhaltung” ist: “Mann gegen Mann”.

Comics in den Medien – 26. Juni 2012

Dienstag, den 26. Juni 2012

Rupert Koppold schreibt heute in der “Stuttgarter Zeitung” ausfĂĽhrlich ĂĽber “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen). Darin gibt er wieder, wie der Autor den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aus Sicht von Soldaten beschreibt und damit Einblicke gibt, die in der Berichterstattung häufig keine Rolle spielen: “Das will ja keiner Wahrhaben”.

Durchaus kritische Worte findet Moritz Honert in seinem Beitrag “Licht am Ende des U-Bahn-Tunnels” auf tagesspiegel.de fĂĽr Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne), das die revolutionären Entwicklungen in Ă„gypten aufgreift. Sein Kritik wird allerdings dadurch aufgewogen, “eines der interessantesten BĂĽcher aus der FrĂĽhphase dessen zu lesen, was zu einer der größten Umwälzungen der Weltpolitik wurde”.

Am heutigen Dienstag strahlt das Deutschlandradio “Comics als KonversationsstĂĽcke” aus, eine Sendung von Rebecca Partouche, in der die französische Autorin Claire BretĂ©cher (“Agrippina – Allergien”, Reprodukt) und Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) parallel portraitiert werden. Im Zentrum steht neben der Inspiration Königs durch Bretecher auch deren spezieller Zugang zum Erzählen von Geschichten im Comic, das weitaus mehr von Dialogen als von Action geprägt ist. Die Sendung beginnt um 19:30 Uhr, das Manuskript kann bereits jetzt als PDF und einfacher Text gelesen werden.

“Ă„gypten sucht nach seiner Zukunft”

Dienstag, den 19. Juni 2012

Bereits am Montag erschien auf n-tv.de ein ausfĂĽhrlicher Beitrag von Markus Lippold zu Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne): “Ă„gypten sucht nach seiner Zukunft”. Er stellt sowohl das Buch vor als auch den Autor, den er zu einem Gespräch getroffen hat.

Das Buch bezeichnet Lippold dabei als “glaubwĂĽrdigea Panorama einer Gesellschaft, die kurz vor dem Kollaps steht” und als “Aufruf zum Aufbruch in eine neue Gesellschaft”.

Zur aktuellen politischen Lage stellt El Shafee fest, dass das Beste, was er machen könne, sei, weiterhin das zu machen, was er ohnehin macht: Comics zeichnen. Zum ganzen Textbeitrag gelangt man hier.

Neue Titel in der Presse

Montag, den 18. Juni 2012

In den vergangenen Tagen wurden wieder aktuelle Neuerscheinungen in den Printmedien vorgestellt. Christoph Huber stellt in der Wiener “Presse” das neue Werk von Charles Burns vor, das in drei Teilen erscheint. Der zweite Teil der Serie mit dem Titel “Die Kolonie” wurde gerade veröffentlicht (Reprodukt). Besonders interessieren den Autor dabei die BezĂĽge zum Comic-Klassiker “Tim & Struppi” von HergĂ©: “Angst unter Punks”.

Lutz Göllner porträtiert in der Samstagsausgabe des “Tagesspiegels” den in Berlin lebenden Autor Reinhard Kleist. Im Mittelpunkt des Porträts steht das neue Buch “Der Boxer” (Carlsen), ĂĽber die dramatische Lebensgeschichte des Hertzko Haft und wie Reinhard Kleist es schafft, auch fĂĽr diese widersprĂĽchliche Figur MitgefĂĽhl zu wecken: “Faust aufs Auge”.

In der aktuellen Ausgabe der “Jungle World” bespricht Jan Tölva Magdy El Shafees “Metro” (Edition Moderne) und charakterisiert es als “schonungslos, aber nicht hoffnungslos”. Auch mit dem Autor hat er sich ĂĽber das Buch unterhalten, als dieser kĂĽrzlich das Buch in Berlin vorgestellt hat: “Ticket zum Tahrir-Platz”.

“Metro” in der Presse

Montag, den 4. Juni 2012

Passend zum Comic-Salon in Erlangen und der dort gezeigten Ausstellung ĂĽber Comics aus dem nahen Osten erscheint mit “Metro” die in Ă„gypten verbotene Graphic Novels von Magdy El Shafee in der ZĂĽrcher Edition Moderne, der damit sein Programm an Graphic Novels, die aktuelle politische Themen aufgreifen und reflektieren, erweitert.

Das Buch wurde bereits am Freitag in der “Berliner Zeitung” und in der “Frankfurter Rundschau” vorgestellt. Redakteur Christian SchlĂĽter stellt das Buch und seinen Autor sowie die Hintergrundgeschichte des Bandes vor. SchlĂĽter stellt heraus, wie das Buch ein GefĂĽhl fĂĽr die Situation in der es entstand vermittelt und das Buch den Geist der zur Entstehungszeit des Bandes erst langsam aufflammenden Revolution in sich trägt: “Raus aus dem Gefängnis”.

FĂĽr den Bayerischen Rundfunk hat Sammy Khamis den Autoren darĂĽber hinaus in Kairo getroffen und fĂĽr einen Beitrag interviewt, der sich hier nachlesen lässt: “Verbotener Comic – “Metro” von Magdy el Shafee”. Dort gibt es auch einen kurzen Ausschnitt des Interviews zu sehen, in dem sich El Shafee im O-Ton noch einmal die HintergrĂĽnde zur Entstehung von “Metro” erläutert.

Magdy El-Shafee in Berlin

Freitag, den 1. Juni 2012

Am kommenden Wochenende wird der aus Ägypten stammende Comic-Autor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Berlin erwartet. Dort wird er am von der Heinrich-Böll-Stiftung organisierten Kulturfestival “Wider die Müdigkeit” teilnehmen, zu dem Gäste sus dem Nahen Osten, Mittel- und Osteuropa sowie Deutschland eingeladen wurden.

Die Literaten, Wissenschaftlerinnen, Musiker, Malerinnen, Comic-Zeichner und Kuratoren erzählen über ihren Widerstand in Unterdrückungsregimen. Sie präsentieren künstlerische und intellektuelle Reaktionen auf die gesellschaftlichen Schwingungen, die letztlich zu großen Veränderungen führten – ob vor einem Jahr in Ägypten und Tunesien oder seit 1989 in den Ländern Osteuropas. Ausgangspunkt für “Wider die Müdigkeit” ist die These der “Müdigkeitsgesellschaft”, die der Karlsruher Philosoph Byung-Chul Han dem Westen anheftet. Am ersten Juniwochenende wird statt Müdigkeit ein aufgeweckter Austausch der Meinungen die Räume besetzen.

Am Abend des 2. Juni wird eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus “Metro” eröffnet (18 Uhr). Die Ausstellung zeigt ausgewählte Originalzeichnungen aus dem Band im Großformat mit der deutschen Übersetzung des Islamwissenschaftlers Stefan Winkler. Tags darauf nimmt El-Shafee zusammen mit dem tunesisch-palästinensischen Multimedia-Künstler Checkpoint 303 an einer Podiumsveranstaltung zum Thema “Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum?” teil (Beginn: 16 Uhr, Moderation: Daniel Gerlach).

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Genauere Informationen finden sich auf der Veranstaltungshomepage.

Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
widerdiemuedigkeit.de

“Aufklärung mit dem Zeichenstift”

Mittwoch, den 23. Mai 2012

In der heutigen Ausgabe der “Neuen ZĂĽrcher Zeitung” stellt Anette Selg den ägyptischen Comic-Autoren Magdy El Shafee vor. Sie traf sich mit ihm in einem Kairoer Cafe und lässt ihn zu seinem eigenen Werdegang und der lokalen Comic-Szene ausfĂĽhrlich zu Wort kommen.

Der Beitrag “Aufklärung mit dem Zeichenstift” lässt sich online hier abrufen.

El Shafees Graphic Novel “Metro – Kairo Underground” erscheint in KĂĽrze bei der Edition Moderne. El Shafee wird zum Comic-Salon Erlangen erwartet, wo es eine groĂźe Ausstellung ĂĽber Comics aus dem nahen Osten geben wird, und zuvor noch in Berlin beim Kulturfestival “Wider die MĂĽdigkeit” zu Gast sein.

Neue Graphic Novels bei Edition Moderne

Donnerstag, den 17. Mai 2012

Auch der ZĂĽrcher Verlag Edition Moderne kĂĽndigt in seiner neuen Verlagsvorschau eine Reihe neuer Graphic Novels an. Mit “Metro” des Ă„gypters Magdy El-Shafee und “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ă”tiĂ© und Li Kunwu sind zwei Titel darunter, die Politik und Zeitgeschichte aufnehmen. Mit einem neuen Buch von Jacques Tardi, basierend auf einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette, ist wieder ein dĂĽsterer Krimi dabei. Ein neues Buch gibt es vom Schweizer Daniel Bosshart und mit Matthias Gnehms “Tod eines Bankiers” wird wieder ein Titel der Backlist zu einem besonderen Preis angeboten.

“Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können. Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo. Korruption, Willkür, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Kurz vor dem Arabischen Frühling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu diesen Ereignissen führten.

Magdy El-Shafee, geboren 1961 in Lybien, hat Pharmazeutik studiert und arbeitet tagĂĽber in einem chemischen Betrieb in Kairo. Nachts zeichnet er seine Comics. Anfang 2008 erschien “Metro”, seine erste Graphic Novel, die zwei Wochen danach von der ägyptischen Zensurbehörde beschlagnahmt wurde.

Metro –Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 104 Seiten, s/w, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR 18 (D) ,EUR 18,50 (A), sFr. 22,.80, erscheint im Juni

“Metamorphosis” von Daniel Bosshart

Ein Mann will immer mehr haben: Autos, Frauen, Uhren, Kaviar, Champagner. Aber kaum verlässt er seine Freundin, hat er einen schweren Unfall. Im Krankenhaus macht er eine Nahtoderfahrung und gleitet zurück bis zu seiner Geburt. Als neuer Mensch erwacht er wieder. Gleichnishaft zeigt Daniel Bosshart eine schmerzhafte Metamorphose: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling! Konsequent zeichnet Daniel Bosshart seine stillen, intimen, detailreich inszenierten Geschichten, die über die Comicszene hinaus auch international Aufmerksamkeit finden.

Daniel Bosshart, geboren 1971 in ZĂĽrich, lebt und arbeitet in Winterthur als Comic-Zeichner und Architekt. Teilnahmen an internationalen Festivals und Ausstellungen: International Salon of Caricature Zemun 2006 (Serbien), Les Rendez-vous de la BD de Gatineau 2008 (Kanada), FIBDA Festival International de la BD Alger 2011 (Algerien), Abu Dhabi International Bookfair (2012).

Metamorphosis, ISBN 978-3-03731-098-4, 80 Seiten, farbig, 23 x 30 cm, Hardcover, EUR 24,80 (D), EUR 25,50, sFr. 29.80, erscheint im Juni

“Tod eines Bankiers – komplett in zwei Bänden” von Matthias Gnehm

Der kranke und todgeweihte Bankier Charles Gubler will auch noch aus der Inszenierung seines Todes Kapital schlagen. Seine Jungpartner, gleichsam seine Ziehsöhne, sollen sich etwas Passendes dazu einfallen lassen. Schnell erweist sich jedoch wieder einmal, dass der Mensch nicht gerne teilt, vor allem dann, wenn es um ein gewaltiges Erbe geht. Dieses opulent-malerische Drama spielt in einem futuristischen Zürich und thematisiert auch moderne Stadtplanung und Architektur.

Ein Bankenkrimi, angesiedelt im Herzen des Finanzplatzes Zürich, in dem es um das grösste Bankgeheimnis seit der Erfindung der Schweizer Banken geht: Wie lässt sich auch noch mit dem Tod Geschäfte machen? Ein ebenso makabrer als auch opulenter Krimi in einem futuristischen Zürich.

Matthias Gnehm, geboren 1970 in ZĂĽrich, lebt und arbeitet in ZĂĽrich als Autor von Graphic Novels und Architekt. FrĂĽher arbeitete Matthias Gnehm mit dem Szenaristen Francis Rivolta zusammen, unter anderem fĂĽr den Bundeshaus-Comic “Rätsel in Weiss”. FĂĽr Die “Bekehrung” hat er 2008 das Werkjahr der Stadt ZĂĽrich erhalten.

Tod eine Bankiers – komplett in zwei Bänden, ISBN 978-3-03731-100-4, 96 Seiten, farbig, 22 x 30 cm, Hardcover, EUR 19,80 (D), EUR 20,40 (A), sFr 24.80, erscheint im August

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ă”tiĂ© und Li Kunwu

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” schildert das Leben des jungen Xiao Li von seiner Kindheit in den FĂĽnfzigerjahren bis zum Tod Maos am 9. September 1976.

Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “GroĂźer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei Bände konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzählt aus der Sicht des einfachen Menschen.

Philippe Ôtié ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in Südamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betätigt er sich als Comic-Autor.

Li Kunwu, geboren 1955 in der Provinz Yunan, hat im Verlauf seiner Karriere schon über 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics für die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien über die vielen kulturellen Minoritäten in Yunan.

Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D),  24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

“Zum Abschuss freigegeben” von Tardi & Manchette

Thompson, der Killer leidet. Soeben hat er einen Auftrag erledigt, aber sein Magengeschwür treibt ihn zum Wahnsinn. Und schon wartet der nächste Auftrag: Der kleine Neffe eines millionenschweren Architekten soll aus dem Weg geräumt und der Mord dem Kindermädchen, der jungen, angeblich nicht zurechnungsfähigen Julie, angehängt werden. Doch alles läuft schief. Der Junge und Julie können dem Killer vorerst entkommen. Wird Thompson sie erwischen, bevor sein Magen ihn endgültig umbringt?

Jacques Tardi, geboren 1946 in Valence, lebt in Paris. Er gilt als einer der bedeutendsten Comic-Autoren Frankreichs.

Jean-Patrick Manchette, 1942 – 1995, war einer der bekanntesten Autoren des Roman Noir. “Zum Abschuss freigegeben” wurde unter dem Titel “Zum Freiwild erklärt” 1975 von Yves Boisset verfilmt.

Zum Abschuss freigegeben, ISBN 978-3-03731-097-7, 96 Seiten, s/w, 22 x 30 cm, Hardcover, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

Neue Graphic Novel bei der Edition Moderne

Samstag, den 28. April 2012

Passend zum Comic-Salon Erlangen Anfang Juni und der dort gezeigten Ausstellung zu Comics aus dem nahen Osten, erscheint in der Edition Moderne “Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee.

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können.

Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo.

Korruption, WillkĂĽr, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Bereits drei Jahre vor dem Arabischen FrĂĽhling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu den aktuellen Ereignissen fĂĽhrten. Eine eindrĂĽckliche Geschichte von Jugendlichen in Kairo, kurz vor dem Arabischen FrĂĽhling. In Ă„gypten verboten!

Derzeit eine Ausstellung mit Seiten aus dem Buch in Berlin-Neukölln.

METRO Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 96 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR (D) 18.- / EUR (A) 18.50 / sFr. 22.80, erscheint im Juni

“Metro” – Ausstellung in Berlin-Neukölln

Donnerstag, den 26. April 2012

Im Rahmen des Theaterfestivals “Lila Risiko Schachmatt II”, bei dem im Berliner Heimathafen Neukölln deutsche ErstauffĂĽhrungen aus Syrien, Palästina und Marokko aufgefĂĽhrt werden, zeigt das CafĂ© Rix im Heimathafen Neukölln Seiten aus der Graphic Novel “Metro” des ägyptischen Autors Magdy El-Shafee.

Die Originalzeichnungen des Comic-Romans sprechen durch direkte Sprache und Zeichnungen drängende soziale und politische Probleme des vorrevolutionären Ägypten an: Korruption, Polizeiwillkür, Aussichtslosigkeit der Jugend, sexuelle Frustration, die Rolle der Medien.
Lila Risiko Schachmatt öffnet mit der Ausstellung “Metro” seinen Theaterfokus fĂĽr weitere kĂĽnstlerische Ausdrucksformen aus arabischen Ländern.

In einem Beitrag El-Shafees, das sich auf der Website des Goethe-Instituts Kairo nachlesen lässt, wird dieser als  “Vorreiter des politischen Comics” in Ă„gypten portraitiert: “Der Zeichensetzer”.

Die Bilder werden bis zum 14. Mai gezeigt.

Café Rix im Heimathafen Neukölln, Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, D-12043 Berlin
www.heimathafen-neukoelln.de

“Vorreiter der politischen Zeichner”

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Ăśber den ägyptischen Comicautor Magdy al Shafee und dessen Graphic Novel “Metro”, die bisher noch nicht auf Deutsch angekĂĽndigt wurde, berichtet Anette Selg im Deutschlandradio Kultur.

Vorreiter der politischen Zeichner

Magdy El Shafee ist ein Pionier der ägyptischen Comic-Szene. Auch politisch engagiert er sich seit langem. El Shafee war im letzten Jahr bei den Demonstrationen dem Tahrir-Platz dabei, aber die Revolution ist für ihn noch lange nicht vorbei.

“Comic ist Pop Art, und dazu musst du die Wörter von der StraĂźe verwenden. Egal, ob sie hässlich oder schön sind, sie haben ihren eigenen Geschmack, ihre eigene Berechtigung. Ich liebe Kino, ich liebe Comics. Aber dann sind mir Comics doch noch lieber, sie sind weniger flĂĽchtig. Und, ich weiĂź nicht, sie entsprechen mir einfach mehr.” mehr

Direkt zum Audio-Beitrag als mp3 gelangt man hier.

Erste ägyptische Graphic Novel offiziell verboten

Dienstag, den 24. November 2009

metro1Wie Lars von Törne fĂĽr den “Tagesspiegel” berichtet, wurde am Wochenende die erste ägyptische Graphic Novel offiziell verboten. Nachdem der Verkauf von Magdy El-Shafees “Metro” schon kurz nach der Veröffentlichung untersagt worden war, wurden nun auch sowohl der Verleger als auch der KĂĽnstler von einem Kairoer Gericht mit einer Geldstrafe belegt. Das Verbot und die nun verhängte Strafe lösten bei Menschenrechtsorganisationen Protest aus.

Auf der Website des “Tagesspiegels” findet sich neben einem ausfĂĽhrlichen Bericht auch ein Verweis auf eine englischsprachige Leseprobe.