Graphic Novels
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Graphic Novels in der Presse – 19. Februar 2013

Dienstag, den 19. Februar 2013

In seinem Artikel für die Wiener Zeitung schlägt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis Büchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Zahra´s Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.

“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck für NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im März im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee über “Metro” und Maximilien LeRoy über “Die Mauer” (beide Edition Moderne).

“Jüliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag für NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas Jüligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte für ein Vakuum”.

Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor José-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzählten Handlung bezieht.

“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der Aufklärung”. Wietz´ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.

Dass bei Reprodukt demnächst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel präsentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.

Comics in den Medien – 10. Juli 2012

Mittwoch, den 11. Juli 2012

Arne Seifert stellte in der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen) vor. Um ihm zu gefallen hätte er sich von dem Buch etwas mehr Entschiedenheit gewünscht und kritisiert, dass versucht wird, es allen richtig zu machen, ausgewogen zu sein und nicht anzuecken: “In den Fängen der Taliban”.

Sehr angetan hingegen zeigt sich Andreas Platthaus von “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), wie er auf seinem FAZ-Blog schreibt (“Ägyptens Misere aus der Comicsicht”). Er erkennt in dem Buch einen “Schlüssel ins ägyptische Innenleben”.

Comics in der Presse – 5. Juli 2012

Donnerstag, den 5. Juli 2012

In der heutigen Ausgabe des “Börsenblatts des deutschen Buchhandels” werden in einem Krimi-Schwerpunkt interessante Titel und Autoren vorgestellt. Darunter befinden sich auch eine Reihe von Comic-Neuerscheinungen, die online noch ausführlicher besprochen werden, unter Anderem die Adaptionen  “Der Selbstmörderclub” von Clément Baloup und Eddy Vaccaro nach Robert Louis Stevenson (Splitter) und “Scarface” von Christian De Metter, nach Armitage Trail (Schreiber & Leser), sowie “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne): “Kriminell gute Comics”.

Auf tagesspiegel.de schwärmt Thomas Hummitzsch für das “vorläufige Opus Magnum” von Cyril Pedrosa: “Portugal” (Reprodukt), was nicht nur daran liegt, dass für ihn der Band ein “Augenschmaus”, sondern auch “eine tiefschürfende Liebeserklärung an ein Lebensgefühl, das sich nur mit Begriffen wie ‘Heimat’ oder ‘Zuhause’ verbinden lässt” ist: “Eine Reise zum Ich”.

Comics in der Presse – 4. Juli 2012

Mittwoch, den 4. Juli 2012

In der gestrigen Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” wurden im Feuilleton verschiedene Aspekte des Afghanistan-Einsatzes der deutschen Bundeswehr beleuchtet. Als eins der wenigen Bücher, abgesehen von Rückkehrer-Biografien, erkennt Tim Neshitov in Arne Jyschs “Wave and Smile” (Carlsen) eine wichtige Quelle für spätere Kulturhistoriker. Der Artikel “Afghanistan in Aquarell” lässt sich nun auch online nachlesen.

Sammy Khamis stellt auf fm4.orf.at “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne) vor. In dem Buch erkennt er das Missing Link zwischen 30 Jahren Unterdrückung, der daraus resultierenden Unzufriedenheit und den Demonstationen auf dem Tahrir-Platz: “Endstation Zensur”.

Mit dem Kampfsportcomic “Wie hungrige Wölfe” (Schreiber & Leser) wagen sich die sonst eher für ruhige Stoffe bekannten Baku Yumemakura und Jiro Taniguchi (“Gipfel der Götter”)  ins Actionfach. In dem bereits in den 1980er-Jahren entstandene Band erkennt Felix Giesa auf satt.org Vorbilder wie “Karate Kid” oder “Rocky III”, und resümiert, dass gerade das Finale “einer extremen Männlichkeitsbespiegelung gleichkommen” mag, das Buch dennoch “ein starkes Stück Karateunterhaltung” ist: “Mann gegen Mann”.

Comics in den Medien – 26. Juni 2012

Dienstag, den 26. Juni 2012

Rupert Koppold schreibt heute in der “Stuttgarter Zeitung” ausführlich über “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen). Darin gibt er wieder, wie der Autor den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aus Sicht von Soldaten beschreibt und damit Einblicke gibt, die in der Berichterstattung häufig keine Rolle spielen: “Das will ja keiner Wahrhaben”.

Durchaus kritische Worte findet Moritz Honert in seinem Beitrag “Licht am Ende des U-Bahn-Tunnels” auf tagesspiegel.de für Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne), das die revolutionären Entwicklungen in Ägypten aufgreift. Sein Kritik wird allerdings dadurch aufgewogen, “eines der interessantesten Bücher aus der Frühphase dessen zu lesen, was zu einer der größten Umwälzungen der Weltpolitik wurde”.

Am heutigen Dienstag strahlt das Deutschlandradio “Comics als Konversationsstücke” aus, eine Sendung von Rebecca Partouche, in der die französische Autorin Claire Bretécher (“Agrippina – Allergien”, Reprodukt) und Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) parallel portraitiert werden. Im Zentrum steht neben der Inspiration Königs durch Bretecher auch deren spezieller Zugang zum Erzählen von Geschichten im Comic, das weitaus mehr von Dialogen als von Action geprägt ist. Die Sendung beginnt um 19:30 Uhr, das Manuskript kann bereits jetzt als PDF und einfacher Text gelesen werden.

“Ägypten sucht nach seiner Zukunft”

Dienstag, den 19. Juni 2012

Bereits am Montag erschien auf n-tv.de ein ausführlicher Beitrag von Markus Lippold zu Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne): “Ägypten sucht nach seiner Zukunft”. Er stellt sowohl das Buch vor als auch den Autor, den er zu einem Gespräch getroffen hat.

Das Buch bezeichnet Lippold dabei als “glaubwürdigea Panorama einer Gesellschaft, die kurz vor dem Kollaps steht” und als “Aufruf zum Aufbruch in eine neue Gesellschaft”.

Zur aktuellen politischen Lage stellt El Shafee fest, dass das Beste, was er machen könne, sei, weiterhin das zu machen, was er ohnehin macht: Comics zeichnen. Zum ganzen Textbeitrag gelangt man hier.

Neue Titel in der Presse

Montag, den 18. Juni 2012

In den vergangenen Tagen wurden wieder aktuelle Neuerscheinungen in den Printmedien vorgestellt. Christoph Huber stellt in der Wiener “Presse” das neue Werk von Charles Burns vor, das in drei Teilen erscheint. Der zweite Teil der Serie mit dem Titel “Die Kolonie” wurde gerade veröffentlicht (Reprodukt). Besonders interessieren den Autor dabei die Bezüge zum Comic-Klassiker “Tim & Struppi” von Hergé: “Angst unter Punks”.

Lutz Göllner porträtiert in der Samstagsausgabe des “Tagesspiegels” den in Berlin lebenden Autor Reinhard Kleist. Im Mittelpunkt des Porträts steht das neue Buch “Der Boxer” (Carlsen), über die dramatische Lebensgeschichte des Hertzko Haft und wie Reinhard Kleist es schafft, auch für diese widersprüchliche Figur Mitgefühl zu wecken: “Faust aufs Auge”.

In der aktuellen Ausgabe der “Jungle World” bespricht Jan Tölva Magdy El Shafees “Metro” (Edition Moderne) und charakterisiert es als “schonungslos, aber nicht hoffnungslos”. Auch mit dem Autor hat er sich über das Buch unterhalten, als dieser kürzlich das Buch in Berlin vorgestellt hat: “Ticket zum Tahrir-Platz”.

“Metro” in der Presse

Montag, den 4. Juni 2012

Passend zum Comic-Salon in Erlangen und der dort gezeigten Ausstellung über Comics aus dem nahen Osten erscheint mit “Metro” die in Ägypten verbotene Graphic Novels von Magdy El Shafee in der Zürcher Edition Moderne, der damit sein Programm an Graphic Novels, die aktuelle politische Themen aufgreifen und reflektieren, erweitert.

Das Buch wurde bereits am Freitag in der “Berliner Zeitung” und in der “Frankfurter Rundschau” vorgestellt. Redakteur Christian Schlüter stellt das Buch und seinen Autor sowie die Hintergrundgeschichte des Bandes vor. Schlüter stellt heraus, wie das Buch ein Gefühl für die Situation in der es entstand vermittelt und das Buch den Geist der zur Entstehungszeit des Bandes erst langsam aufflammenden Revolution in sich trägt: “Raus aus dem Gefängnis”.

Für den Bayerischen Rundfunk hat Sammy Khamis den Autoren darüber hinaus in Kairo getroffen und für einen Beitrag interviewt, der sich hier nachlesen lässt: “Verbotener Comic – “Metro” von Magdy el Shafee”. Dort gibt es auch einen kurzen Ausschnitt des Interviews zu sehen, in dem sich El Shafee im O-Ton noch einmal die Hintergründe zur Entstehung von “Metro” erläutert.

Magdy El-Shafee in Berlin

Freitag, den 1. Juni 2012

Am kommenden Wochenende wird der aus Ägypten stammende Comic-Autor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Berlin erwartet. Dort wird er am von der Heinrich-Böll-Stiftung organisierten Kulturfestival “Wider die Müdigkeit” teilnehmen, zu dem Gäste sus dem Nahen Osten, Mittel- und Osteuropa sowie Deutschland eingeladen wurden.

Die Literaten, Wissenschaftlerinnen, Musiker, Malerinnen, Comic-Zeichner und Kuratoren erzählen über ihren Widerstand in Unterdrückungsregimen. Sie präsentieren künstlerische und intellektuelle Reaktionen auf die gesellschaftlichen Schwingungen, die letztlich zu großen Veränderungen führten – ob vor einem Jahr in Ägypten und Tunesien oder seit 1989 in den Ländern Osteuropas. Ausgangspunkt für “Wider die Müdigkeit” ist die These der “Müdigkeitsgesellschaft”, die der Karlsruher Philosoph Byung-Chul Han dem Westen anheftet. Am ersten Juniwochenende wird statt Müdigkeit ein aufgeweckter Austausch der Meinungen die Räume besetzen.

Am Abend des 2. Juni wird eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus “Metro” eröffnet (18 Uhr). Die Ausstellung zeigt ausgewählte Originalzeichnungen aus dem Band im Großformat mit der deutschen Übersetzung des Islamwissenschaftlers Stefan Winkler. Tags darauf nimmt El-Shafee zusammen mit dem tunesisch-palästinensischen Multimedia-Künstler Checkpoint 303 an einer Podiumsveranstaltung zum Thema “Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum?” teil (Beginn: 16 Uhr, Moderation: Daniel Gerlach).

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Genauere Informationen finden sich auf der Veranstaltungshomepage.

Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
widerdiemuedigkeit.de

“Aufklärung mit dem Zeichenstift”

Mittwoch, den 23. Mai 2012

In der heutigen Ausgabe der “Neuen Zürcher Zeitung” stellt Anette Selg den ägyptischen Comic-Autoren Magdy El Shafee vor. Sie traf sich mit ihm in einem Kairoer Cafe und lässt ihn zu seinem eigenen Werdegang und der lokalen Comic-Szene ausführlich zu Wort kommen.

Der Beitrag “Aufklärung mit dem Zeichenstift” lässt sich online hier abrufen.

El Shafees Graphic Novel “Metro – Kairo Underground” erscheint in Kürze bei der Edition Moderne. El Shafee wird zum Comic-Salon Erlangen erwartet, wo es eine große Ausstellung über Comics aus dem nahen Osten geben wird, und zuvor noch in Berlin beim Kulturfestival “Wider die Müdigkeit” zu Gast sein.

Neue Graphic Novels bei Edition Moderne

Donnerstag, den 17. Mai 2012

Auch der Zürcher Verlag Edition Moderne kündigt in seiner neuen Verlagsvorschau eine Reihe neuer Graphic Novels an. Mit “Metro” des Ägypters Magdy El-Shafee und “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ôtié und Li Kunwu sind zwei Titel darunter, die Politik und Zeitgeschichte aufnehmen. Mit einem neuen Buch von Jacques Tardi, basierend auf einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette, ist wieder ein düsterer Krimi dabei. Ein neues Buch gibt es vom Schweizer Daniel Bosshart und mit Matthias Gnehms “Tod eines Bankiers” wird wieder ein Titel der Backlist zu einem besonderen Preis angeboten.

“Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können. Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo. Korruption, Willkür, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Kurz vor dem Arabischen Frühling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu diesen Ereignissen führten.

Magdy El-Shafee, geboren 1961 in Lybien, hat Pharmazeutik studiert und arbeitet tagüber in einem chemischen Betrieb in Kairo. Nachts zeichnet er seine Comics. Anfang 2008 erschien “Metro”, seine erste Graphic Novel, die zwei Wochen danach von der ägyptischen Zensurbehörde beschlagnahmt wurde.

Metro –Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 104 Seiten, s/w, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR 18 (D) ,EUR 18,50 (A), sFr. 22,.80, erscheint im Juni

“Metamorphosis” von Daniel Bosshart

Ein Mann will immer mehr haben: Autos, Frauen, Uhren, Kaviar, Champagner. Aber kaum verlässt er seine Freundin, hat er einen schweren Unfall. Im Krankenhaus macht er eine Nahtoderfahrung und gleitet zurück bis zu seiner Geburt. Als neuer Mensch erwacht er wieder. Gleichnishaft zeigt Daniel Bosshart eine schmerzhafte Metamorphose: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling! Konsequent zeichnet Daniel Bosshart seine stillen, intimen, detailreich inszenierten Geschichten, die über die Comicszene hinaus auch international Aufmerksamkeit finden.

Daniel Bosshart, geboren 1971 in Zürich, lebt und arbeitet in Winterthur als Comic-Zeichner und Architekt. Teilnahmen an internationalen Festivals und Ausstellungen: International Salon of Caricature Zemun 2006 (Serbien), Les Rendez-vous de la BD de Gatineau 2008 (Kanada), FIBDA Festival International de la BD Alger 2011 (Algerien), Abu Dhabi International Bookfair (2012).

Metamorphosis, ISBN 978-3-03731-098-4, 80 Seiten, farbig, 23 x 30 cm, Hardcover, EUR 24,80 (D), EUR 25,50, sFr. 29.80, erscheint im Juni

“Tod eines Bankiers – komplett in zwei Bänden” von Matthias Gnehm

Der kranke und todgeweihte Bankier Charles Gubler will auch noch aus der Inszenierung seines Todes Kapital schlagen. Seine Jungpartner, gleichsam seine Ziehsöhne, sollen sich etwas Passendes dazu einfallen lassen. Schnell erweist sich jedoch wieder einmal, dass der Mensch nicht gerne teilt, vor allem dann, wenn es um ein gewaltiges Erbe geht. Dieses opulent-malerische Drama spielt in einem futuristischen Zürich und thematisiert auch moderne Stadtplanung und Architektur.

Ein Bankenkrimi, angesiedelt im Herzen des Finanzplatzes Zürich, in dem es um das grösste Bankgeheimnis seit der Erfindung der Schweizer Banken geht: Wie lässt sich auch noch mit dem Tod Geschäfte machen? Ein ebenso makabrer als auch opulenter Krimi in einem futuristischen Zürich.

Matthias Gnehm, geboren 1970 in Zürich, lebt und arbeitet in Zürich als Autor von Graphic Novels und Architekt. Früher arbeitete Matthias Gnehm mit dem Szenaristen Francis Rivolta zusammen, unter anderem für den Bundeshaus-Comic “Rätsel in Weiss”. Für Die “Bekehrung” hat er 2008 das Werkjahr der Stadt Zürich erhalten.

Tod eine Bankiers – komplett in zwei Bänden, ISBN 978-3-03731-100-4, 96 Seiten, farbig, 22 x 30 cm, Hardcover, EUR 19,80 (D), EUR 20,40 (A), sFr 24.80, erscheint im August

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ôtié und Li Kunwu

“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” schildert das Leben des jungen Xiao Li von seiner Kindheit in den Fünfzigerjahren bis zum Tod Maos am 9. September 1976.

Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “Großer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei Bände konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzählt aus der Sicht des einfachen Menschen.

Philippe Ôtié ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in Südamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betätigt er sich als Comic-Autor.

Li Kunwu, geboren 1955 in der Provinz Yunan, hat im Verlauf seiner Karriere schon über 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics für die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien über die vielen kulturellen Minoritäten in Yunan.

Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D),  24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

“Zum Abschuss freigegeben” von Tardi & Manchette

Thompson, der Killer leidet. Soeben hat er einen Auftrag erledigt, aber sein Magengeschwür treibt ihn zum Wahnsinn. Und schon wartet der nächste Auftrag: Der kleine Neffe eines millionenschweren Architekten soll aus dem Weg geräumt und der Mord dem Kindermädchen, der jungen, angeblich nicht zurechnungsfähigen Julie, angehängt werden. Doch alles läuft schief. Der Junge und Julie können dem Killer vorerst entkommen. Wird Thompson sie erwischen, bevor sein Magen ihn endgültig umbringt?

Jacques Tardi, geboren 1946 in Valence, lebt in Paris. Er gilt als einer der bedeutendsten Comic-Autoren Frankreichs.

Jean-Patrick Manchette, 1942 – 1995, war einer der bekanntesten Autoren des Roman Noir. “Zum Abschuss freigegeben” wurde unter dem Titel “Zum Freiwild erklärt” 1975 von Yves Boisset verfilmt.

Zum Abschuss freigegeben, ISBN 978-3-03731-097-7, 96 Seiten, s/w, 22 x 30 cm, Hardcover, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober

Neue Graphic Novel bei der Edition Moderne

Samstag, den 28. April 2012

Passend zum Comic-Salon Erlangen Anfang Juni und der dort gezeigten Ausstellung zu Comics aus dem nahen Osten, erscheint in der Edition Moderne “Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee.

Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können.

Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo.

Korruption, Willkür, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Bereits drei Jahre vor dem Arabischen Frühling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu den aktuellen Ereignissen führten. Eine eindrückliche Geschichte von Jugendlichen in Kairo, kurz vor dem Arabischen Frühling. In Ägypten verboten!

Derzeit eine Ausstellung mit Seiten aus dem Buch in Berlin-Neukölln.

METRO Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 96 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR (D) 18.- / EUR (A) 18.50 / sFr. 22.80, erscheint im Juni

“Metro” – Ausstellung in Berlin-Neukölln

Donnerstag, den 26. April 2012

Im Rahmen des Theaterfestivals “Lila Risiko Schachmatt II”, bei dem im Berliner Heimathafen Neukölln deutsche Erstaufführungen aus Syrien, Palästina und Marokko aufgeführt werden, zeigt das Café Rix im Heimathafen Neukölln Seiten aus der Graphic Novel “Metro” des ägyptischen Autors Magdy El-Shafee.

Die Originalzeichnungen des Comic-Romans sprechen durch direkte Sprache und Zeichnungen drängende soziale und politische Probleme des vorrevolutionären Ägypten an: Korruption, Polizeiwillkür, Aussichtslosigkeit der Jugend, sexuelle Frustration, die Rolle der Medien.
Lila Risiko Schachmatt öffnet mit der Ausstellung “Metro” seinen Theaterfokus für weitere künstlerische Ausdrucksformen aus arabischen Ländern.

In einem Beitrag El-Shafees, das sich auf der Website des Goethe-Instituts Kairo nachlesen lässt, wird dieser als  “Vorreiter des politischen Comics” in Ägypten portraitiert: “Der Zeichensetzer”.

Die Bilder werden bis zum 14. Mai gezeigt.

Café Rix im Heimathafen Neukölln, Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, D-12043 Berlin
www.heimathafen-neukoelln.de

“Vorreiter der politischen Zeichner”

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Über den ägyptischen Comicautor Magdy al Shafee und dessen Graphic Novel “Metro”, die bisher noch nicht auf Deutsch angekündigt wurde, berichtet Anette Selg im Deutschlandradio Kultur.

Vorreiter der politischen Zeichner

Magdy El Shafee ist ein Pionier der ägyptischen Comic-Szene. Auch politisch engagiert er sich seit langem. El Shafee war im letzten Jahr bei den Demonstrationen dem Tahrir-Platz dabei, aber die Revolution ist für ihn noch lange nicht vorbei.

“Comic ist Pop Art, und dazu musst du die Wörter von der Straße verwenden. Egal, ob sie hässlich oder schön sind, sie haben ihren eigenen Geschmack, ihre eigene Berechtigung. Ich liebe Kino, ich liebe Comics. Aber dann sind mir Comics doch noch lieber, sie sind weniger flüchtig. Und, ich weiß nicht, sie entsprechen mir einfach mehr.” mehr

Direkt zum Audio-Beitrag als mp3 gelangt man hier.

Erste ägyptische Graphic Novel offiziell verboten

Dienstag, den 24. November 2009

metro1Wie Lars von Törne für den “Tagesspiegel” berichtet, wurde am Wochenende die erste ägyptische Graphic Novel offiziell verboten. Nachdem der Verkauf von Magdy El-Shafees “Metro” schon kurz nach der Veröffentlichung untersagt worden war, wurden nun auch sowohl der Verleger als auch der Künstler von einem Kairoer Gericht mit einer Geldstrafe belegt. Das Verbot und die nun verhängte Strafe lösten bei Menschenrechtsorganisationen Protest aus.

Auf der Website des “Tagesspiegels” findet sich neben einem ausführlichen Bericht auch ein Verweis auf eine englischsprachige Leseprobe.