Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Miller & Pynchon’

Neue Rezensionen – September 2009 (3)

Donnerstag, den 24. September 2009

Die Comicverlage bringen in den nächsten Tagen und Wochen eine ganze Reihe neuer Bücher auf den Markt. In den Rezensionen in der Presse und auf Kulturseiten im Internet wurden nun noch einige der letzten Veröffentlichungen besprochen.

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Christian Gasser befasste sich in der “NZZ” unter der Ăśberschrift “Walliser AlpenglĂĽhen und fernöstliche Trips” mit den Comics des Schweizer Zeichners Cosey, dessen “Auf der Suche nach Peter Pan” kĂĽrzlich bei Cross Cult veröffentlicht wurde.

FĂĽr das Online-Feuilleton “Titel-Magazin” zeigt sich Alexander Frei begeistert von Manu Larcenets “Der alltägliche Kampf” unter der Ăśberschrift “Knollennase Marcos Lehrjahre”.

Lars von Törne hat Émile Bravos Berlinaufenthalt anläßlich des Internationalen Literaturfestivals zu einem Gespräch genutzt und ihn fĂĽr die Comicseite des “Tagesspiegels” interviewt. Der französische Autor und Zeichner (“Meine Mutter”, mit Jean Regnaud, Carlsen) meint “Manche Zeichner unterschätzen ihr Publikum”. An gleicher Stelle stellt Lars von Törne mit der Neuauflage des vom Zeichnerkollektiv Moga Mobo erstellten Sammelbandes “100 Meisterwerke der Weltliteratur” (Ehapa) zwar keine Graphic Novel im engeren Sinne vor, das Thema und die attestierte Eignung “FĂĽr BilderbĂĽrger” sollen die Erwähnung an dieser Stelle jedoch rechtfertigen.

Leopold Maurers “Miller & Pynchon” (Luftschacht) stellt Thomas Hummitzsch auf den Seiten der “Berliner Literaturkritik” vor: “BerĂĽhrende Abenteuer: Zwei seltsame Abenteurer vermessen die Welt”.

Neuerscheinung bei Luftschacht

Donnerstag, den 18. Dezember 2008

cover miller pynchonDer Literaturverlag Luftschacht aus Ă–sterreich hat mit Leopold Maurers DebĂĽt “Miller & Pynchon” eine weitere Graphic Novel angekĂĽndigt. Nachdem dort die Anthologie “Perpetuum” und Nicolas Mahlers und Heinz Wolfs Krimi “Molch” erschienen sind, erweitert der Verlag beständig sein Programm um österreichische Autorinnen und Autoren.

Ihr inneres Konzept ist das der geordneten Welt, ihre Tätigkeit deren mögliche Abbildung in der gemessenen Zahl. Sowohl dem melancholischen Pynchon als auch dem draufgängerischen Miller bedeuten diese abstrakten Zahlen den Zusammenhalt ihrer ganz persönlichen Existenz, ermöglichen ihnen eine Art Verankerung im Konkreten: für Pynchon, der über den Tod seiner geliebten Frau nicht hinwegkommt, für Miller, der sich unablässig weiter in sexuellen Ausschweifungen und ihren emotionalen Bedeutungslosigkeiten verliert.

Gemeinsam stellen sie sich anfangs der Aufgabe des Ziehens einer Demarkationslinie, die sie für eine größere unterbrechen: die Messung des Venusdurchgangs, mittels dessen die Entfernung der Erde zur Sonne berechnet werden soll. Doch mit der Größe der Aufgabe scheint auch beider ganz persönliche Ausweglosigkeit zu wachsen und je genauer die Entfernungen definiert werden, desto enger und unüberwindlicher ziehen sie auch ihre eigenen Grenzen.

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Mit literarischen Mitteln und in einem eindringlich reduzierten Zeichenstil entführt uns Leopold Maurer in gleichermaßen berührenden wie komischen Szenen in die nicht ausschließlich rational erfassbare Welt der beiden Protagonisten, die nicht nur von Zahlen sondern auch von schießwütigen Zwillingsbrüdern und seltsamen Heiligen bevölkert wird.

Miller & Pynchon, ISBN 978-3-902373-41-0 , 21 x 14,8 cm, s/w, ca. 200 Seiten, 20,40 EUR, 21 EUR (A), 37,20 Sfr, erscheint im März 2009 bei Luftschacht