Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Munch’

Kverneland erhĂ€lt “Brageprisen”

Donnerstag, den 21. November 2013

Am vergangenen Dienstag ist Steffen Munch mit dem norwegischen Literaturpreis “Brageprisen” ausgezeichnet worden. Mit seinem Buch “Munch” (auf deutsch im avant-verlag erschienen) gewann er in der Kategorie “Sachbuch”. Über die Verleihung an Kverneland und die Besonderheit, dass zum ersten Mal ein Comic diesen Preis gewinnt, schreiben die norwegischen Tageszeitungen Aftenposten und Dagsavisen.

Bereits vor einiger Zeit kaufte die norwegische Nationalgalerie ein Kapitel des Bandes fĂŒr die eigene Sammlung an.

Edvard Munch (1863 – 1944) ist einer der wichtigsten Maler seiner Zeit. Der Norweger, der zeitweilig auch zeitweilig in Deutschland lebte und arbeitete, bekam bereits zu Lebzeiten Anerkennung fĂŒr seine Werke und gilt heute als Wegbereiter des Expressionismus. Mit Munch liegt nun seine grafische Biographie vor – ein einzigartiges Projekt, in dem der Comic-KĂŒnstler Steffen Kverneland die Geschichte ausschließlich mit Zitaten von Munch und seinen Zeitgenossen erzĂ€hlt. Durch die GegenĂŒberstellung von Munchs Arbeiten mit ausgewĂ€hlten Zitaten schafft Kverneland ein liebenswertes und ĂŒberaus lustiges Portrait dieses großen Malers als auch der ihn umgebenden skandinavischen BohĂšme des spĂ€ten 19. Jahrhunderts.

Steffen Kverneland und Lars Fiske in der Oslo Kaffebar, Berlin

Dienstag, den 5. November 2013

Am Samstag, den 9. November werden die norwegischen ComickĂŒnstler Steffen Kverneland und Lars Fiske in der Oslo Kaffebar in Berlin ihre Comic-KĂŒnstlerbiografien zu Edvard Munch und Kurt Schwitters vorstellen, die dieses Jahr im avant-verlag erschienen sind: “Munch” und “Kurt Schwitters – Jetzt nenne ich mich selbst Merz”.

Sieben Jahre haben sich Steffen Kverneland und Lars Fiske mit dem Leben und Werk von Edvard Munch und Kurt Schwitters auseinandergesetzt – herausgekommen sind dabei zwei KĂŒnstlerbiografien im Graphic-Novel-Format. Die beiden ComickĂŒnstler werden bei der BuchprĂ€sentation in englischer Sprache ĂŒber die Entstehung und Entwicklung dieser beiden Comics sprechen.

Vom 4.11. bis 17.11. werden zudem Originalzeichnungen aus “Munch“ von Steffen Kverneland im Felleshus auf dem BotschaftsgelĂ€nde der Nordischen LĂ€nder, Rauchstraße 1, 10787 Berlin, zu sehen sein. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Königlich Norwegischen Botschaft und dem Kulturhus Berlin anlĂ€sslich des 150. Munch-JubilĂ€ums am 12. Dezember 2013 prĂ€sentiert.

Oslo Kaffebar, Eichendorffstrasse 13, D-10115 Berlin
www.oslokaffebar.de
Beginn: 18 Uhr, Eintritt frei

“Munch” und “Herr Merz” – Ausstellung in WarnemĂŒnde

Donnerstag, den 26. September 2013

Das Edvard-Munch-Haus in WarnemĂŒnde zeigt ab dem 28. September eine Ausstellung mit Arbeiten der beiden Norweger Steffen Kverneland und Lars Fiske, deren KĂŒnstler-Biografien “Munch” und “Herr Merz” im avant-verlag erschienen sind.

Fasziniert von der Kunst Edvard Munchs und Kurt Schwitters beschĂ€ftigten sich Steffen Kverneland und Lars Fiske mehrere Jahre intensiv mit Leben und Werk beider KĂŒnstler. Sie recherchierten und sammelten Zitate der KĂŒnstler und ihrer Zeitgenossen und nahmen sie als narratives Fundament ihrer Bildergeschichten.
Entstanden sind hunderte Zeichnungen, die sie in zwei BĂ€nden – Munch und Merz (Schwitters) – veröffentlicht haben.

Die Ausstellung wird am Samstag, dem 28. September, um 17 Uhr mit einer Vernissage samt BuchprÀsentation eröffnet und im Anschluss bis zum 2. November gezeigt.

Edvard-Munch-Haus e.V., Am Strom 53, D-18119 WarnemĂŒnde
www.edvard-munch-haus.de

Graphic Novels in den Medien – 27. August 2013

Dienstag, den 27. August 2013

In der gestrigen Ausgabe des “Kulturjournals” im NDR wurden Lars Fiske und sein biografischer Band “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (avant-verlag) vorgestellt. Der Beitrag von Thorsten Ernst kann hier weiterhin angesehen werden (ab 17:20 min).

Über jenen Comic, sowie ĂŒber weitere aktuelle KĂŒnstlerbiografien, wurde im “Literaturforum” des Nordwestradios gesprochen. Im Studio zu Gast waren die Verlagsleiter Dirk Rehm von Reprodukt und Johann Ulrich vom avant-verlag. Auch dieses lĂ€ngere GesprĂ€ch mit Elke Schlinsog lĂ€sst sich nachhören: “Kunst im Comic – KĂŒnstler-Biografien boomen”.

Sowohl der Band ĂŒber Kurt Schwitters als auch die ebenfalls im avant-verlag erschienene Biografie “Munch” von Steffen Kverneland wurden auf culturmag.de vorgestellt. Hanspeter Ludwig schreibt: “Nerds nehmen Nerds ins Visier, das Ergebnis: Großartig.” Als “leichtfĂŒĂŸig” und “kongenial” wird Fiskes Band ĂŒber Kurt Schwitters von Leonie Krutzinna auf litlog.de bezeichnet: “Kongenial im Gleichschritt”.

Kunst ist auch das Thema in David Prudhommes “Einmal durch den Louvre” (Reprodukt), den Johannes Spengler auf sueddeutsche.de vorstellt: “Wo geht’s denn hier zur Kunst?”.

Ebenfalls mehrfach wurde “Luchadoras” von Peggy Adams (avant-verlag) vorgestellt und besprochen. Matthias Heine stellte den Band in Die Welt vor: “Wrestling mit dem Tod” und stellt fest, dass es gerade an der Hauptdarstellerin liege, dass “alles andere als ein StĂŒck Betroffenheitsliteratur herausgekommen” sei. Johanna Esch widmete sich dem Band im “Funkhaus Europa” des WDR und lĂ€sst dabei auch einen Menschenrechtsexperten fĂŒr Mexiko bei Amnesty International zu Wort kommen: “Die Stadt der toten Frauen”. Auf intro.de schreibt Bastian KĂŒllenberg. FĂŒr ihn ist Luchadoras “schonungslos und nachhaltig”. Zum Artikel geht es hier.

Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” (Reprodukt) stellte Mario Osterland auf fixpoetry.de vor: “Ein Comic der Superlative”.

“Majdanek steckt sogar Auschwitz in die Tasche” so zitiert Christian SchlĂŒter in der Berliner Zeitung aus Rutu Modans “Das Erbe” (Carlsen) und lobt das “Ă€sthetisch kluge, experimentierfreudige Ringen um eine angemessene Darstellungsform” der fortwĂ€hrenden Wirkung des Holocausts. Auf brikada.de attestiert Doris Losch dem Band “zart, amĂŒsant, melancholisch, ironisch” zu sein.

Mit Peer Meters und Gerda Raidts “Böse Geister” (Reprodukt) befasste sich Boris Kunz fĂŒr titelblog.de. FĂŒr ihn, wirkt der Comic trotz seiner Gruselelemente “wirklichkeitsnah und lebendig”: “Das Erbe der Bilderhefte”.

Matthias Heine macht in der Welt klar, was er von James Vance und Dan E. Burrs “Auf dem Drahtseil” (Metrolit) hĂ€lt: “Ein Meisterwerk”: “Dieser Comic macht Sie zum Kommunistenversteher”.

In der Wiener Presse stellte Christoph Huber “Flut!” (avant-verlag) und dessen Autor Eric Drooker vor: “GefĂŒhl, dass ein Sturm kommt”.

Wieder eine Reihe von BeitrĂ€gen gab es auf tagesspiegel.de: AnlĂ€sslich der Berlin Graphic Days am vergangenen Wochenende stellte Lars von Törne Annette Köhn und ihren Jaja-Verlag vor: “WundertĂŒte aus der Musenstube”. Trotz “Genre-VersatzstĂŒcken” findet Björn Bischoff im neuen Band von Matthias Schultheiss auch “Überraschendes”. “Woman on the River” ist bei Splitter erschienen, zur Buchvorstellung geht es hier: “Fluss ohne Wiederkehr”. Christian Endres wĂŒnscht Terry Moores nun bei Schreiber & Leser veröffentlichter Reihe “Strangers in Paradise” viel Erfolg – auch bei Nichtcomiclesern: “Dreiecksbeziehung im Paradies”. Moritz Honert macht in einem Artikel auf den Umstand aufmerksam, dass FinanzĂ€mter Comic-Verlage fĂŒr LagerbestĂ€nde zur Kasse beten, was im Fall von Cross Cult schon zur AnkĂŒndigung fĂŒhrte, dass viele Titel aus dem Programm und vernichtet werden mussten: “Das große Schreddern”.

Graphic Novels in den Medien – 7. August 2013

Mittwoch, den 7. August 2013

Ein iranischer Albtraum ist ein in jedem Sinne toller Trip durch die Hölle der Haft und das Labyrinth des grotesken politischen Verfahrens.” schreibt Alexandra Kedves im ZĂŒrcher Tagesanzeiger ĂŒber Mana Neyestanis Buch, das in der Edition Moderne erschienen ist: “Im Knast wegen einer dummen Kakerlake”.

Ralph Trommer zeigt sich von Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag) sehr angetan, da Fior darin “beweist, dass Science-Fiction auch jenseits von Klischees funktionieren kann.”. Der Artikel “Science Fiction, die schwebt” erschien in der tageszeitung.

Derselbe Autor stellt auf tagesspiegel.de “Reprobus” von Markus FĂ€rber vor (Rotopolpress) und findet nur lobende Worte: “Ein unheimlicher Heiliger”.

Im Reiseteil des Tagesspiegels erschien eine Reportage Erik Wenks zu den Handlungsorten des Buches “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (Voland & Quist): “Der Held sitzt immer am Tresen”.

Unter der Überschrift “Das Jahr der Comic-Kunst: Gut gemerzt!” stellte Christoph Huber in der Presse eine Reihe aktueller Titel vor, die sich von unterschiedlicher Seite dem Thema “Kunst & Comics” nĂ€hern: mehr oder weniger freie KĂŒnstlerbiografien wie Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz!”, Steffen Kvernelands “Munch”, “Chagall in Russland” von Joann Sfar (alle avant-verlag) und “Pablo” von Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie, sowie Brecht Evens’ “Die Amateure” (beide Reprodukt), der die BeschĂ€ftigung mit Kunst in eine fiktionale Geschichte einbettet.

Im Standard stellte Martin Reiterer drei BĂ€nde vor, die sich mit gesellschaftlichen Problemen wie der FlĂŒchtlingspolitik auseinandersetzen: Joe Saccos “Reportagen” (Edition Moderne), Paula Bullings “Im Land der FrĂŒhaufsteher” (avant-verlag), sowie “Kafka fĂŒr Afrikaner. Sofie und der schwarze Mann” von Judith Vanistendael (Reprodukt): “Wie kann ich ein normal Mensch sein?”.

Im “Literaturforum” des Nordwest-Radios gab es ebenfalls eine themenbezogene Übersicht, hier geht es um “Graphic Novels aus der arabischen Welt und aus Israel”. Fazit hier: “Eine alternative, nicht gerade systemkonforme Form von Literatur. Höchst fantasievoll bietet sie Innenansichten aus einer fremden Welt”. Vorgestellt werden “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” von Sarah Glidden (Panini), “Metro” von Magdy El-Shafee, “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (beide Edition Moderne), “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt), “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B., “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached sowie dem Sammelband “Cargo” (alle avant-verlag).

Graphic Novels in der Presse – 3. Juli 2013

Mittwoch, den 3. Juli 2013

Wie berichtet, sorgt ein Plakat an der UniversitĂ€t Duisburg-Essen, auf dem Motive aus Craig Thompsons “Habibi” (Reprodukt) collagiert wurden, fĂŒr Aufruhr. Genauer gesagt geht es um die Reaktionen darauf seitens einer Gruppe, die sich aus religiösen GrĂŒnden von der Ausstellung verletzt fĂŒhlten, die Reaktion der UniversitĂ€tsleitung darauf, die Berichterstattung in der Presse und die Reaktion widerum darauf. Viele Details sind noch nicht letztendlich geklĂ€rt, so ist zum Beispiel das beanstandete Plakat bisher nicht veröffentlicht worden. Inzwischen griff mit der gestrigen Ausgabe auch die Frankfurter Allgemeinen Zeitung auch die ĂŒberregionale Presse das Thema auf. So mahnt Antje Koch in “Angst vor Bildern”, dass die Schliessung der Ausstellung fĂŒr einen Ort des Wissensaustausches nicht der angemessene Schritt war. Wie Lars von Törne heute in einem mehrfach aktualisierten Artikel auf tagesspiegel.de schreibt, stellt sich die UniversitĂ€t vor ihre Angestellten: “UniversitĂ€t verteidigt Schließung der Ausstellung”. Zudem soll ĂŒberprĂŒft werden, inwiefern Kritik am Poster gerechtfertigt war. Außerdem “ist nun ein öffentliches Kolloquium geplant, in dem aus Anlass des aktuellen Konflikts ĂŒber die Freiheit der Wissenschaft und Meinungsfreiheit in der Hochschule gesprochen werden soll.” Nebenbei wird angemerkt, dass das Motiv aus Craig Thompsons “Habibi” zwar beanstandet und abgenommen wurde, die BeschĂ€digung durch eine Studentin aber ein anderes Plakat betraf. Es werde ĂŒberprĂŒft, inwieweit dieses Verhalten justiziabel sei. Auf dem Reprodukt-Verlagsblog wird derweil erlĂ€utert, dass durch die Bearbeitung von Thompsons Comic dessen Aussage in grober Weise verĂ€ndert wurde und dass – wie zum Beispiel im Artikel der FAZ geschehen – die Gleichsetzung der Aussage des Plakats und der des Buches ein Fehler sei.

Vier aktuelle KĂŒnstlerbiografien in Comicform stellt Thomas von Steinaecker in der SĂŒddeutschen Zeitung vor (“Ein leben in Bildern”), wobei ihn von Steffen Kvernelands “Munch”, Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag), “Pablo” von Julie Birmant und Clement Oubrerie (Reprodukt) und “Egon Schiele. Ein exzessives Leben” von Olivier Coste (Knesebeck) nur ein Band wirklich ĂŒberzegen konnte.

Dagegen zeigt sich Eva Heppner von “Egon Schiele. Ein exzessives Leben” sehr angetan. In ihrem Beitrag fĂŒr den Deutschlandfunk lobt sie das “beeindruckende Debut”: “Gelangweilt von starren Konventionen”.

“Doppelsinnig, philosophisch und ein Highlight in Carlsens Frauencomicexperiment.” So urteilt Katja Schmitz-DrĂ€ger auf tagesspiegel.de ĂŒber “Wie ein leeres Blatt” von Boulet und Penelope Bagieu.

Ein Buch zur derzeit laufenden Tour de France ist “Unmöglich ist kein französisches Wort. Die Geschichte(n) der Tour de France.” von Jan Cleijne (Covadonga). Den Band stellt Martin Krauss in der Jungle World vor. “Die Helden der Straße”.

Mit “Huck Finn” von Olivia Vieweg ist bei Suhrkamp eine Adaption der Vorlage von Mark Twain erschienen, die Sebastian Hammelehle heute auf Spiegel Online vorstellt: Wie er in “Platz frei, ich bring ‘ne Lady mit!”, zeigt er sich vor allem vom unprĂ€tentiösen Stil beeindruckt.

Graphic Novels in den Medien – 14. Juni 2013

Freitag, den 14. Juni 2013

In der Magazinsendung “Theodor” im rbb wurde kĂŒrzlich “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane vorgestellt.

In der SĂŒddeutschen Zeitung stellte Christoph Haas Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor – und ist voll des Lobes: “Ein Netz namens Beirut”.

Marijpol hat sich fĂŒr das Magazin Intro mit Redaktuer Bastian KĂŒllenberg ĂŒber ihr neuens Buch “Eremit” (avant-verlag) unterhalten. Der Artikel lĂ€sst sich hier nachlesen: “Comic: Autorin und Zeichnerin Marijpol im GesprĂ€ch”.

Zwei Krimis werden in der Badischen Zeitung vorgestellt – und mit Lob bedacht: Darwyn Cookes Richard Stark-Adaption “Hunter” (Eichborn), sowie “The Homeland Directive” Robert Venditti und Mike Huddleston (Carlsen): “Finsterer Krimi” – “Furioser Thriller”.

Die Veröffentlichung von “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) und die Veranstaltung in der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer war Thema in der Berliner Presse. So berichtet Roxane Meger fĂŒr die Berliner Morgenpost: “Berliner KĂŒnstler erzĂ€hlen Flucht aus der DDR in einem Comic” und Moritz Honert fĂŒr den Tagesspiegel: “Berliner Fluchthelfer kommt ins Comic”.

Auf tagesspiegel.de schreibt Nadine Lange ĂŒber den “Mann, der John Lennon WĂ€nde anstreichen ließ”, bzw. das Buch “Liverfool” von Damien Vanders und Gihef ĂŒber den Clubbesitzer Allan Williams.

“Die Superhelden haben mich nicht befriedigt” sagt Comic-Autor David Boller der schweizer Zeitung Blick. Anlass ist die Veröffentlichung seines autobiografischen Bandes “Ewiger Himmel” (Zampano).

In der Sendung “NDR Kultur” zeigte der Comic-Autor Max (“Bardin, der Superrealist”, Reprodukt) “Wie eine Graphic Novel entsteht …”. ErgĂ€nt wird der online nachlesbare Bericht von Claudio Campagna um eine Bildergalerie, in der die verschiedenen Stadien der Entstehung eines Comics gezeigt werden.

Über das Symposium zum Thema “Autorencomics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel” an der HBK Saar berichtet Tobias Kessler fĂŒr die SaarbrĂŒcker Zeitung: “International besetztes Comic-Symposium und Ausstellung an der HBK”.

Eine ganze Reihe von BeitrĂ€gen ĂŒber Comics wurden zuletzt im Deutschlandfunk ausgestrahlt: So stellte Tabea Soergel die “Graphic Novel ĂŒber einen Serienmörder”“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) vor. Jens Balzer befasste sich mit Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp): “Krach des Krieges in Bildern”. Unter anderem die Comiczeichner Isabel Kreitz und Luke Pearson kommen im Beitrag von Dirk Schneider ĂŒber die Graphic Novel Tage in Hamburg  zu Wort: “Comics zum Nachdenken”. Mit den norwegischen Autoren Steffen Kverneland und Lars Fiske unterhielt sich Kai Löffler ĂŒber deren KĂŒnstlerbiografien “Munch” und “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag).

Lars Fiske und Steffen Kverneland in Berlin

Samstag, den 25. Mai 2013

Die norwegischen Comic-KĂŒnstler Lars Fiske und Steffen Kverneland sind am kommenden Dienstag am Nordeuropa-Institut der Humboldt-UniversitĂ€t zu Gast und werden dort im Rahmen der Henrik-Steffens-Vorlesungen ĂŒber “KĂŒnstlerbiografien im Comic” sprechen.

Steffen Kverneland (geb. 1963) und Lars Fiske (geb. 1966) haben sich seit den frĂŒhen 1980ern als zwei von Norwegens markantesten Comic-KĂŒnstlern hervorgetan. 2006 erschien in Deutschland ihre gemeinsame KĂŒnstlerbiografie ĂŒber Olaf Gulbransson (“Olaf G. – Auf den Spuren von Olaf Gulbransson”, avant-verlag). Danach setzten sie ihre Arbeit mit dem Albumprojekt “Kanon” fort. Die beiden Hauptfortsetzungsromane daraus – Kvernelands Comic-Biografie ĂŒber Edvard Munch und Fiskes ĂŒber Kurt Schwitters – wurden nun in zwei BĂŒchern zusammengetragen: “Munch” von Steffen Kverneland und “Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” von Lars Fiske. Kverneland und Fiske werden ĂŒber ihre Zusammenarbeit und ihre Arbeitsmethoden berichten, sowie Bilder zeigen. Der Hauptfokus wird dabei auf den Biografien von Munch und Schwitters liegen.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten. Beginn ist um 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei!

Humboldt-UniversitĂ€t, Nordeuropa-Institut, Raum 1.103, Dorotheenstraße 24,
D- 10117 Berlin-Mitte
www.ni.hu-berlin.de

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Samstag, den 25. Mai 2013

Drei neue Graphic Novels erscheinen dieser Tage im avant-verlag. Alle drei AutorInnen werden auf dem Comicfestival in MĂŒnchen prĂ€sent sein.

“Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe

Als ihr Vater stirbt, stellt sich Birgit Weyhe plötzlich zum ersten Mal die Frage nach ihrer Familiengeschichte. Ein paar Anekdoten und viel Schweigen. Als ihre Tochter als Hausaufgabe einen Stammbaum zeichnen soll, zeigt sich das ganze Ausmaß ihres Unwissens – selbst die Großeltern sind nur noch blasse Schemen.
Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, doch die Recherche bei den wenigen noch lebenden Verwandten wirft neue Fragen auf.
Basierend auf Briefen, GesprĂ€chen und Fotografien erzĂ€hlt Weyhe aus dem Leben ihrer Großeltern. Sie erzĂ€hlt von einer Generation, geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Biographie von der deutschen Geschichte einen deutlichen Stempel aufgedrĂŒckt bekommen hat.
Langsam enthĂŒllen sich die Lebensgeschichten der emanzipierten Marianne, dem gebrochenen Friedrich Carl und den Eheleuten Herta und Edgar. Wie Puzzleteile fĂŒgt die Autorin ihr Wissen ĂŒber die Vorfahren zusammen und entdeckt dabei persönliche Dramen um heimliche Abtreibung, unterdrĂŒckte HomosexualitĂ€t, Verrat und Schuld.

Im Himmel ist Jahrmarkt, ISBN 978-3-939080-81-7, 280 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 22,–

“Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. HERR MERZ” von Lars Fiske

Kurt Schwitters (1887 – 1948) begann 1919 seine eigene dadaistische Kunstrichtung Merz in seiner Heimatstadt Hannover zu etablieren und wurde zu einem der wichtigsten Pioniere des Modernismus. Nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten wurde seine Kunst als entartet betrachtet und Schwitters sah sich gezwungen ins Exil nach Norwegen zu gehen …
Trotzdem, oder gerade deswegen, ist ein Werk voller Humor entstanden – eine Biografie, gleichermassen eine Hommage an den großen Dadaisten. rakete rinnzekete …

Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. HERR MERZ, ISBN 978-3-939080-79-4, 112 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 29,95

“Munch” von Steffen Kverneland

Steffen Kverneland widmet sich in seiner stattlichen 1,5 kg schweren Biografie mit dem schlichten Titel “Munch” dem norwegischen Maler der zu den bedeutendsten KĂŒnstlern des 19 Jahrhunderts gezĂ€hlt werden muss. Seine Ausstellungen waren von Skandalen begleitet und lösten gar Handgemenge aus.

Seine Tage und NĂ€chte als getriebener Maler in Berlin waren seine wichtigste Schaffensperiode und bieten Stoff fĂŒr Legenden. Steffen Kverneland setzt dem KĂŒnstler und Lebemann Munch ein gezeichnetes Denkmal.

Munch, ISBN 978-3-939080-80-0,  270 Seiten, farbig, Hardcoverm EUR (D) 34,95

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Mittwoch, den 23. Januar 2013

Der avant-verlag hat mit seinem FrĂŒhjahrsprogramm eine Reihe neuer Graphic Novels angekĂŒndigt. Dabei sind unter anderem neue BĂŒcher von Manuele Fior (“5000 Kilometer in der Sekunde”) und Marijpol (“Trommefels”), sowie mit “Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na eine Comic-Biografie des bekannten Thrillerautors.

 

“Geschichten aus dem Viertel” von Gabi BeltrĂĄn und BartolomĂ© SeguĂ­
Palma de Mallorca 1980, Jahre vor der Transformation der spanischen Insel in einen der prominentesten Urlaubsorte Europas. Im chinesischen Viertel Palmas, Barrio Chino, versammeln sich die Underdogs der spanischen Gesellschaft, jede Straßenecke hat eine Geschichte zu erzĂ€hlen. Gabi BeltrĂĄn erzĂ€hlt in „Geschichten aus dem Viertel“ die seine. Mit kaum mehr als vierzehn Jahren fühlt Gabi sich schon alt. „Die Jungs in meinem Viertel leben schneller“, sagt er. Mit seinen Freunden BenjamĂ­n, Arnaud, Falen, Ramos und anderen wandert er nachts durch die Gassen seiner kleinen Welt und versucht, sie zu verstehen – und verstanden zu werden. Die ersten sexuellen Erfahrungen machen die Halbstarken im Bordell – eine organisatorische Herausforderung, weil die HĂ€lfte der Mütter aus dem Freundeskreis anschaffen geht. Mit Einbrüchen und DrogengeschĂ€ften halten die Jungs sich über Wasser und von zu Hause fern. Und immer wieder versuchen sie auszubrechen und hoffen auf ein besseres Leben jenseits des endlosen Meeres, das für die Freunde ProjektionsflĂ€che und zugleich eine unüberwindliche Barriere ist, die sie in ihrem Leben, in ihrem Viertel gefangen hĂ€lt.

„Geschichten aus dem Viertel“ ist eine kleine Sensation, bewegend und einfühlsam erzĂ€hlt. In kurzen, ineinander verwobenen ErzĂ€hlungen sammeln BeltrĂĄn und der Zeichner SeguĂ­ Erinnerungen, traurige wie glückliche, an ein Palma, an das sich heute nur noch wenige erinnern werden.

Geschichten aus dem Viertel, ISBN 978-3-939080-76-3, 152 Seiten, farbig, Softcover EUR (D) 19,95, erscheint im Februar

“Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached

Ein Tag wie jeder andere im Beirut des Jahres 1987. Die libanesische Hauptstadt ist von einem Bürgerkrieg zerrissen, der seit Jahren tobt und noch Jahre andauern wird. Eine Demarkationslinie, die „Green Line“, trennt den christlichen Westen und den muslimischen Osten. Scharfschützen, MilitĂ€rpatrouillen und Straßensperren machen aus Beirut ein Labyrinth, in dem kurze Wege sich Stunden hinziehen können. Die Menschen, die nicht über die Landesgrenzen in benachbarte Staaten geflohen sind, richten sich und ihren Alltag auf Krieg und Belagerung aus. 1987 ist Zeina Abirached sieben Jahre alt, ein Kind des Krieges. Sie wohnt mit ihrer Familie in der „Rue Youssef Semaani“, direkt am Rand der Demarkationslinie. Ihre Wohnung, die wĂ€hrend der Bombardierungen als Zufluchtsort für die Nachbarn dient, hat sich im Laufe der Jahre auf wenige Quadratmeter im Eingangsbereich reduziert. Als eines Tages Zeinas Eltern von einem Besuch bei ihrer Großmutter nicht zurückkehren, versammeln sich die Nachbarn in der Wohnung der Abiracheds, um die Kinder mit Geschichten von der Angst um ihre Eltern abzulenken. Sensibel, phantasievoll und bisweilen herzzerreißend komisch erzĂ€hlt die libanesische Künstlerin von einer Kindheit im Bürgerkrieg, vom menschlichen Miteinander in Krisenzeiten und der Konstruktion von Sicherheit und Heimat auf wenigen Quadratmetern.

Zeina Abirached wurde 1981 in Beirut geboren. Mit Anfang 20 zog sie nach Paris, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Sie hat eine Reihe autobiografischer Graphic Novels und Kurzcomics veröffentlicht, in denen sie ihrer Kindheit im Libanon und ihrer Familiengeschichte nachspürt. „Das Spiel der Schwalben“ ist ihre erste deutsche Veröffentlichung.

Das Spiel der Schwalben, ISBN 978-3-939080-77-0, 192 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im MĂ€rz

“Eremit” von Marijpol

Weit abgeschieden von einer alternden Gesellschaft, in der der Anblick eines Kindes eine Seltenheit ist, lebt ein einsamer Misanthrop im Wald. Mit einem vor Zwiespalt geteilten Kopf ist er auf der Suche nach seinem wahren Kern. Gleichgültig führt er seine Arbeit für ein Bestattungsunternehmen aus, bei dem lebensmüde Senioren letzte Reisen buchen können, die ihren schönsten Tod zum Ziel haben. Durch die Begegnung mit einem wütenden Kind, das auf der Flucht vor seinen Erziehungsberechtigten ist, wird der Eremit in seiner Zurückgezogenheit gestört. Muss er sich am Ende für eine HĂ€lfte seines Kopfes entscheiden?

„Eremit“ ist eine symboltrĂ€chtige, mitunter verstörende ErzĂ€hlung über Zweifel, Tod und Obst.

Eremit, ISBN 978-3-939080-71-8, 150 Seiten, zweifarbig, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im MĂ€rz

“Das Interview” von Manuele Fior

Italien im Jahr 2048. Raniero ist ein Psychologe in den Fünfzigern, dessen Ehe in Trümmern liegt. WĂ€hrend in seinem Privatleben Sprachlosigkeit herrscht, fühlt er sich in den GesprĂ€chen mit seiner Patientin Dora immer stĂ€rker in deren befremdliche und gleichzeitig faszinierende Gedankenwelt hineingezogen. Dora behauptet, telepathische FĂ€higkeiten zu besitzen und hat nĂ€chtliche Visionen von leuchtenden Dreiecken, die am Himmel erscheinen: Zeichen einer außerirdischen Zivilisation, die die Menschen auf eine große bevorstehende VerĂ€nderung aufmerksam machen sollen.

Das Bild der Zukunft, das Manuele Fior in „Das Interview“ entwirft, ist dystopisch und unscheinbar zugleich. Ferngesteuerte Autos verkehren zwischen streng überwachten urbanen Zentren, die „Nuclear Family“ als Pfeiler der gesellschaftlichen Ordnung ist der einzige erstrebenswerte Lebensentwurf. Dora gehört der „Neuen Vereinigung“ an, einer Bewegung junger Leute, die den alten Werten abgesagt haben und ihr Glück in neuen zwischenmenschlichen Bindungen suchen. Nach anfĂ€nglicher Skepsis fühlt sich Raniero immer mehr zu Dora hingezogen und gleichzeitig werden mehr und mehr Menschen auf die mysteriösen Lichter am Himmel aufmerksam


Nach seinem zarten Liebescomicroman „Fünftausend Kilometer in der Sekunde“ („Bester Comic“ auf dem Comicfestival Angouleme, 2011) überrascht Manuele Fior mit einer psychologisch austarierten und brillant gezeichneten Science-Fiction-Graphic-Novel. Wie die europĂ€ischen Filmemacher Michelangelo Antonioni mit „L‘Eclisse“ oder Jean-Luc Godard mit „Alphaville“ wirft Fior einen Blick in die Zukunft, um gesellschaftliche und private ZĂ€suren und Konflikte der Gegenwart aufzudecken. Manuele Fior gehört zu den meist gefeierten jungen europĂ€ischen Comic-Künstlern. Er wurde in Italien geboren, hat in Norwegen und Deutschland gelebt und arbeitet zur Zeit hauptsĂ€chlich von Paris aus.

Das Interview, ISBN 978-3-939080-78-7, 170 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 24,95, erscheint im April

“Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe

Als ihr Vater stirbt, stellt sich Birgit Weyhe plötzlich zum ersten Mal die Frage nach ihrer Familiengeschichte. Ein paar Anekdoten und viel Schweigen. Als ihre Tochter als Hausaufgabe einen Stammbaum zeichnen soll, zeigt sich das ganze Ausmaß ihres Unwissens – selbst die Großeltern sind nur noch blasse Schemen. Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, doch die Recherche bei den wenigen noch lebenden Verwandten wirft neue Fragen auf.

Basierend auf Briefen, GesprĂ€chen und Fotografien erzĂ€hlt Weyhe aus dem Leben ihrer Großeltern. Sie erzĂ€hlt von einer Generation, geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Biografie von der deutschen Geschichte einen deutlichen Stempel aufgedrückt bekommen hat. Langsam enthüllen sich die Lebensgeschichten der emanzipierten Marianne, dem gebrochenen Friedrich Carl und den Eheleuten Herta und Edgar. Wie Puzzleteile fügt die Autorin das fragmentarische Wissen über ihre Vorfahren zusammen und entdeckt dabei persönliche Dramen um heimliche Abtreibung, unterdrückte HomosexualitĂ€t,Verrat und Schuld.

Im Himmel ist Jahrmarkt, ISBN 978-3-939080-81-7, 200 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im Mai

“Kurt Schwitters – Von nun an nenne ich mich Herr Merz” von Lars Fiske

Kurt Schwitters (1887-1948), der als Maler, Dichter und Werbegrafiker in zahlreichen Kunstformen aktiv war, ist ein Pionier der Moderne. Mit dem Lautgedicht „Ursonate“ schockierte er Bourgeoisie und Dadaisten gleichermaßen, mit seinem Gesamtkunstwerk „Merzbau“ war er seiner Zeit weit voraus. Unter dem Kennwort „Merz“ entwickelte Schwitters ein dadaistisches Gesamtweltbild. Den „Merzbau“, eine grottenartige Collage-Skulptur mit Erinnerungsstücken, schuf Schwitters in zwanzigjĂ€hriger Arbeit in seiner Heimatstadt Hannover, im Haus seiner Eltern. Als die Nazis die Macht in Deutschland übernahmen und seine Kunst als „entartet“ verfemt wurde, emigrierte er nach 1937 nach Norwegen, wo er noch zwei weitere Merz-Bauten anfertigte, bevor er 1940 weiter nach England fliehen musste.

Lars Fiske legt den Schwerpunkt seiner ErzĂ€hlung auf die Jahre des Künstlers im norwegischen Exil und nutzt die radikale Skulptur des „Merzbau“ als Grundlage für die ErzĂ€hlstruktur seiner Comic-Biografie. Der norwegische Comic-Künstler Lars Fiske (Jahrgang 1966) studierte Illustration und Grafikdesign in Stockholm und Los Angeles. Er publizierte zahlreiche Comics und Kinderbücher und arbeitet als Illustrator für verschiedene Zeitungen. Gemeinsam mit Steffen Kverneland schuf er die Künstlerbiografie „Olaf G.“, die auf Deutsch ebenfalls im avant-verlag vorliegt.

Kurz Schwitters, ISBN 978-3-939080-79-4, 112 Seiten, vierfarbig, Hardcover, EUR (D) 29,95, erscheint im Juni

“Munch” von Steffen Kverneland

Edvard Munch (1863-1944) ist einer der wichtigsten Maler seiner Zeit. Der Norweger, der zeitweilig auch in Deutschland lebte und arbeitete, bekam bereits zu Lebzeiten Anerkennung für seine Werke und gilt heute als Wegbereiter des Expressionismus. Mit Munch liegt nun seine grafische Biografie vor – ein einzigartiges Projekt, in dem der Comic-Künstler Steffen Kverneland die Geschichte ausschließlich anhand von Zitaten Munchs und seiner Zeitgenossen erzĂ€hlt. Kverneland zeichnet ein liebenswertes und überaus heiteres Portrait des großen Malers als auch der ihn umgebenden skandinavischen BohĂšme des spĂ€ten 19. Jahrhunderts. Ein großer Spaß – nicht nur für Historiker und Kunstliebhaber!
Das erste Kapitel dieses Buches wurde von der Norwegischen Nationalgalerie für die Sammlung gekauft. Steffen Kverneland (Jahrgang 1963) zĂ€hlt zu den herausragenden norwegischen Comic-Autoren. Im avant-verlag erschien bereits seine preisgekrönte Olaf-Gulbransson- iografie „Olaf G.“, die in Zusammenarbeit mit Lars Fiske entstand.

Munch, ISBN 978-3-939080-80-0, 270 Seiten, vierfarbig, Hardcover, EUR (D) 29,95, erscheint im Juni

“Luchadoras” von Peggy Adam
Alma lebt mit ihrem gewalttĂ€tigen Ehemann Romel in der nordmexikanischen Millionenstadt Ciudad JuĂĄrez. Romel ist Mitglied einer lokalen Gang – den „Los Rebeldes“. Er ist eifersüchtig und gewalttĂ€tig und scheut auch nicht davor zurück, Alma zu verprügeln, sobald sie mit anderen MĂ€nnern spricht. Doch Alma ist eine starke Frau, die sich nicht einschüchtern lĂ€sst. Durch die Beziehung mit dem jungen Touristen Jean bietet sich ihr plötzlich die Möglichkeit, ein neues Leben anzufangen. Ciudad JuĂĄrez dürfte die bekannteste mexikanische Stadt weltweit sein. Seit dem Ausbruch des Drogenkriegs im Jahr 2007 hĂ€lt die Großstadt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze die Spitzenposition in der Verbrechensstatistik. Durchschnittlich sieben Menschen werden dort tĂ€glich ermordet. Aber schon lange vor dem Ausbruch des Drogenkriegs hat Ciudad JuĂĄrez weltweit für Schlagzeilen gesorgt – als Schauplatz einer bestürzenden Serie von Frauenmorden und Entführungen. Zwischen 1993 und 2005 wurden um die 350 MĂ€dchen und Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren verschleppt, missbraucht und getötet, 400 gelten noch als vermisst. Zahlreiche Morde sind bis heute ungeklĂ€rt.

Die Graphic Novel „Luchadoras“ ist eine fiktive, aber an Tatsachen angelehnte ErzĂ€hlung über das Leben von Frauen in einer Stadt, die zum weltweiten Symbol von misogyner Gewalt und einer von Desinteresse und Korruption geprĂ€gten Justiz geworden ist. Ein beeindruckendes und aufrüttelndes PlĂ€doyer, das wie Roberto Bolanos Jahrhundertroman „2666“ den Femizid in Nordmexiko thematisiert. Peggy Adam ist eine französische Comic-Künstlerin und Illustratorin. Ihre Zeichnungen erscheinen u.a. in Le Monde, LibĂ©ration und Femme Actuelle. Mit „Luchadoras“ legt der avant-verlag das erste Buch der viel gepriesen Künstlerin auf Deutsch vor.

Luchadoras, ISBN 978-3-939080-83-1, 96 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 17,95, erscheint im Juli

“Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na

Mit der „Millennium“-Trilogie wurde der schwedische Journalist und Schriftsteller Stieg Larsson zu einem der meist gelesenen und erfolgreichsten Autoren Europas. Den Erfolg seiner drei Romane, die nur die ersten von zehn geplanten BĂ€nden sein sollten, erlebte der Vielschreiber und politische Kommentator nicht mehr – Larsson starb 2004 an den Folgen eines Herzinfarkts. „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ wurden posthum veröffentlicht.

Der Filmemacher und Larsson-Experte Guillaume Lebeau erzĂ€hlt zusammen mit Zeichner RĂ©bĂ©na aus dem kurzen Leben des getriebenen Autors, dessen politisches und journalistisches VermĂ€chtnis im Hype um seine Erfolgsbücher oftmals zu kurz kommt. In drei Momentaufnahmen zeigen Lebeau und RĂ©bĂ©na, welche Ereignisse und Menschen die politische und künstlerische Laufbahn Larssons geprĂ€gt haben: So erweckt ein verschneiter Wintertag in den WĂ€ldern von Nordschweden den Gerechtigkeitssinn des vierzehnjĂ€hrigen Larsson, in den spĂ€ten 1970ern verbringt er ein Jahr mit der Guerilla in Eritrea und schließlich veranlasst ihn ein blutiger Bombenanschlag von Neo-Nazis im Schweden der 1980er zu der Gründung der Expo-Stiftung und des gleichnamigen antifaschistischen Magazins, welches Pate stand für die Zeitschrift „Millennium“, für die seine Romanfigur Mikael Blomkvist arbeitet. Weniger eine Comic-Biografie als eine gezeichnete Verbeugung vor dem Leben und Wirken des schwedischen Autors, mit einem ausführlichen Anhang, der in die Veröffentlichungsgeschichte Larssons in Deutschland einführt.

Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie, ISBN 978-3-939080-82-4, 64 Seiten, teilweise farbig, Softcover, EUR (D) 14,95 Euro, erscheint im Juli