Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Nicolas de Crécy’

Graphic Novels in den Medien – April 2010 (1)

Samstag, den 3. April 2010

Der WDR Jugendsender 1Live stellt in seiner Sendung “Plan B” gleich drei mal Comic-Neuerscheinungen vor: Der Anfang wurde am Donnerstag mit Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” gemacht. Eine Bildergalerie kann hier angesehen werden. Am Ostermontag folgt “Engelmann” von Nicolas Mahler und am Mittwoch dann “Faust” (alle erschienen bei Carlsen) von Flix.

In der Sendung “Dschungel” auf SWR2 hat Christian Gasser “Der kleine Christian” (Reprodukt) von Blutch vorgestellt. Den Text dazu kann man hier nachlesen.

Jürgen Schickinger bespricht in der “Badischen Zeitung” ausführlich Posy Simmonds’ “ironische und wunderbar leichte Mischung von Erzählung und Comic”, die Graphic Novel “Tamara Drewe” (Reprodukt): “Der Bauer, der Dung, die Nasenoperation”

“In Wessex geht die Post ab” schreibt Brigitte Helbling auf “titel-magazin.de” über das gleiche Buch: “Und über der ganzen Unterhaltung könnte man beinah übersehen, dass Posy Simmonds hier gelingt, was kaum einer vor ihr geschafft hat, nämlich Prosa und Bilderzählung auf eine Weise zu kombinieren, die sich vollkommen eingängig liest.”

Boris Bausch schreibt an gleicher Stelle in “Mélange à trois” über Nicolas de Crécys “Prosopopus” (Reprodukt): “De Crécy bekommt mit Prosopopus eine Mischung aus Wucht und Subtilität hin, die glänzend unterhält und nachhaltig beeindruckt.”

“Punk lebt” stellt Katrin Richter in ihre Besprechung für die “Jüdische Allgemeine” von Gabriel S. Moses “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) fest. In der aktuellen Ausgabe der Popkultur-Theoriereihe “testcard 29: Blühende Nischen” (Ventil Verlag) befasst sich Jonas Engelmann mit der israelischen Comicszene. Der Artikel ist leider nicht online verfügbar.

Auf literaturkritik.de nimmt Fabian Kettner das Erscheinen von Tim Hamiltons Comicumsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) zum Anlass, allgemeine Überlegungen zum Buch anzustellen. In “Von der Kulturindustrie zur Kulturkritikindustrie” will er nicht in den Kanon derer einstimmer, die die Aussage der Buchvorlage bedenkenlos feiern.

Nicolas Sarkozy hat Barack Obamas Töchtern Sasha und Maloa bei einem Staatsbesuch “Asterix”-Comics mitgebracht. Das nimmt Kirsten Reinhardt in ihrem Kommentar “Wildschwein für Obamas Töchter” für die “tageszeitung” zum Anlass, geeignetere, zeitgemäßere Comics vorzuschlagen. Sie schlägt unter anderem Joann Sfars “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag) oder Titel von Lewis Trondheim (Reprodukt) vor.

Graphic Novels in den Medien – März 2010 (1)

Dienstag, den 16. März 2010

Vanessa Loewel hat sich für das “Buchregal” im Inforadio des RBB Tim Hamiltons Umsetzung von Ray Bradburys Klassiker “Fahrenheit 451″ (Eichborn) angesehen und kommt zu dem Schluss, dass man durch die Lektüre gleich Lust bekommt, die Vorlage zu lesen. Ein Kompliment?

Auf comicgate.de lobt Thomas Kögel die Dichte der Erzählung und die Glaubwürdigkeit der Charaktere in Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt). Aus den gleichen Gründen gefällt auch Sven Jachmann das Buch. Auf tagesspiegel.de findet er in “Lügen, Eifersucht, vergeigte Träume” dafür andere Worte.

Eine Besprechung auf ON3 Südwild des Bayerischen Rundfunks stellt Olivier Kas und Alfreds Buch über den Missbrauch durch einen Geistlichen, “Warum ich Pater Pierre getötet habe”, (Carlsen) vor: “Comic als Therapie -  Wenn Worte den Missbrauch nicht fassen können”.

Craig Thompsons “Blankets” (Carlsen) versöhnt die Lager: Nachdem es schon in der “Jungen Welt” euphorisch besprochen wurde, wird auch bei der “jungle world” die Neuauflage des Buches gefeiert: Michael Saager nennt es in “Nicht ohne meine Decke” “einen der schönsten Comicromane aller Zeiten”.

“Menschliche Abgründe” stehen jeweils im Mittelpunkt der Bücher “Elende Helden” (Edition 52) von Baru und Pierre Pelot und “Prosopopus” von Nicolas de Crécy, wie Felix Giesa auf satt.org herausstellt, auch wenn beide Bände sie auf ganz unterschiedliche Art beleuchten.

Wie vom “ORF” gemeldet wird, fanden sich beim “NextComic”-Festival in Linz 19.000 Besucher ein. Das sind nur einige Tausend weniger als zum Beispiel beim Comic-Salon Erlangen – es tut sich was in Österreich.

Peer Meters und Barbara Yelins Buch “Gift” (Reprodukt) hat schon für einiges Interesse bei der Presse gesorgt. Am Montag, dem 22. März, berichtet das “NDR Kulturjournal” über das Erscheinen der Graphic Novel. In der Sendung “Weserzeit” des Lokalsenders “center.tv” wurde darüber bereits am vergangenen Montag berichtet. Der Beitrag kann hier als Windows Media Video angesehen werden.

“Prosopopus” – Leseprobe online

Donnerstag, den 27. August 2009

cover_prosopopusAb Mitte September wird Nicolas de Crécys mysteriöser Thriller “Prosopopus” (Reprodukt) erhältlich sein. Eine Leseprobe ist ab sofort online.

New York, ein Mord auf offener Straße. Der Täter entkommt angeschossen und flüchtet zunächst zu seiner Geliebten. In derselben Nacht entsteht ein bizarres Geschöpf – Prosopopus. Diese fleischgewordene Cartoonfigur tritt in das Leben des Mörders, und durch das Auge der Videokamera, mit der es den Mann zu filmen beginnt, offenbaren sich die Ursachen und Abgründe des anfangs begangenen Verbrechens. Und bald wird klar: Das groteske Wesen verfolgt einen unbarmherzigen Plan.

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Prosopopus ist ein spannender, vielschichtiger Thriller, der von einer perfiden Intrige und einem moralischen Dilemma erzählt. Absurde Momente scheinbar unschuldiger Kindlichkeit stehen in krassem Gegensatz zu roher Brutalität. Vor allem das unbeschwerte, stumme Dauerlächeln der Zigarre rauchenden Cartoonfigur wird dabei zum Sinnbild dieser unheimlichen, fantastisch aufgeladenen Geschichte, deren raffiniertem Sog man sich nicht entziehen kann.

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Der 1966 in Lyon geborene Nicolas de Crécy studierte an der École des Beaux Arts in Angoulême und hat seit seinem Abschluss 1987 ein Vielzahl unterschiedlicher Comics vorgelegt. Inspiration für seine Arbeit schöpft er aus vielen unterschiedlichen Quellen, von der Malerei eines Otto Dix oder Edward Hopper über Filme von David Lynch bis hin zu den Comics von José Muñoz und Lorenzo Mattotti. Durch seine Begeisterung für immer neue Ausdrucksformen und Stilrichtungen bleibt die Lektüre seiner Arbeiten interessant und abwechslungsreich. “Foligatto”, sein bislang einziges Album in deutscher Sprache, wurde 1994 auf dem Comic-Salon in Erlangen mit dem Max und Moritz-Preis ausgezeichnet.

Eine achtseitige Leseprobe kann ab sofort hier als PDF heruntergeladen werden (3,9 MB).

Prosopopus, ISBN 978-3-941099-10-4, 112 Seiten, 25,5 x 19 cm, farbig, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im September bei Reprodukt

Zwischen den Formaten

Donnerstag, den 14. Mai 2009

Das Buchformat einer Graphic Novel entspricht in der Regel den Maßen einer typischen Romanveröffentlichung – etwa 15 bis 18 cm breit und ungefähr 20 bis 26 cm hoch. Dass dieses Format nicht zwingend für die Graphic Novel ist, und dass sich etwa auch im Albenformat epische Geschichten erzählen lassen, dafür gibt es eine ganze Reihe von Beispielen, in jüngster Zeit etwa “Der Fotograf” (Edition Moderne) oder “Der alltägliche Kampf” (Reprodukt), eine Serie dessen Format mit 31 x 23,5 cm sogar über das eines klassischen frankobelgischen Albums (29,5 x 22 cm, wie zum Beispiel bei “Asterix” oder “Tim und Struppi”) hinausgeht.

Immer mehr Verlage entscheiden sich bei ihren Neuveröffentlichungen für ein Zwischenformat, das sowohl für Buch-, als auch für Comicleser, die am klassischen Albenformat geschult sind, interessant ist. Nicht selten wird dafür das Format des Originals gestaucht (oftmals auf ca. 17 x 24 cm) und mehrere Bände in einer Ausgabe zusammengefasst. Das ist zwar nichts wirklich Neues, Carlsen vermarktete bereits 2005 das auf diese Art kompilierte Buch “Jenseits der Zeit” von Olivier Pont und Georges Abolin als Graphic Novel, wird aber immer auffälliger, da mehr und mehr auf diese Weise entstandene Titel auf den Markt kommen.

Jenseits der Zeit CoverCosa Nostra Cover

Hier nur einige Beispiele: Im Münchner Verlag Schreiber und Leser erscheint mit “Cosa Nostra” von David Chauvel und Erwan Le Saëc eine Mafiaserie, bei der jeweils drei französische Alben zu einem Buch zusammengefasst werden. Auch im Programm des auf Fantasy- und Science-Fiction-Alben spezialisierten Splitter-Verlags finden sich derart entstandene Titel, dort erscheint im September der Thriller “Cheri-Bibi” von Pascal Bertho und Marc-Antoine Boidin. Der Berliner Verlag Reprodukt hat ebenfalls nun Titel angekündigt, deren Originalausgabe in einem größeren Format veröffentlicht wurden: die Fabel “Jenseits” von Kerascoët und Fabien Vehlmann und den fantastisch aufgeladenen Thriller “Prosopopus” von Nicolas de Crécy.

Cheri-Bibi Cover

Jenseits Cover

Bislang wurden Alben und Graphic Novels als relativ getrennte Marktsegmente wahrgenommen. Ein kleineres Format und ein größerer Seitenumfang des Albums suggerieren nun auch eine inhaltliche Annäherung. Das ist begrüßenswert, da auch im Albenbereich stetig anspruchsvolle Titel entstehen. Auch klassische Albenverlage öffnen sich also dieser Tage mehr und mehr dem Konzept der Graphic Novel.

Graphic Novels from Europe in New York

Montag, den 17. November 2008

Graphic Novels New YorkBereits zum fünften Mal findet in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe “New Literature from Europe” in New York statt. Verschiedene Kulturinstitutionen schliessen sich dabei zusammen und präsentieren ab dem 17. November einen europäischen Querschnitt durch ein literarisches Themengebiet. In diesem Jahr steht die Reihe ganz im Zeichen der Graphic Novels, und es werden sechs europäische Comic-AutorInnen eingeladen, deren Werke zum Teil auch umfassend ausgestellt werden.

Das Goethe-Institut New York lädt als deutschsprachige Repräsentantin Isabel Kreitz (“Die Sache mit Sorge”, Carlsen) ein, die am 19. November an einer Diskussionsrunde zum Thema Graphic Novels und am folgenden 20. November im Museum of Comic and Cartoon Art (MoCCA) an einem Buchpräsentation mit anschließender Signierstunde teilnehmen wird. Neben Isabel Kreitz sind zu beiden Veranstaltungen David B. (“Die heilige Krankheit”, Edition Moderne), Nicolas de Crécy (“Prosopopus”, Reprodukt), Max (“Bardín der Superrealist”, Reprodukt), Jaromír 99 und Jaroslav Rudiš eingeladen.

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Bereits am 17. November eröffnet das Instituto Italiano di Cultura eine Ausstellung mit Werken Igorts (“5 ist die perfekte Zahl”, avant-verlag). Tags darauf wird in der Kulturabteilung der Französischen Botschaft eine Ausstellung aller beteiligter KünstlerInnen eröffnet. Am 19. November sind diese dann an der School of Visual Arts zur besagten Diskussionsrunde unter der Leitung David Mazzucchellis (“Paul Austers Stadt aus Glas”, Reprodukt) zu Gast. Am folgenden 20. November findet die Buchpräsentation im MoCCA statt, bevor die Reihe am 21. November im Maison Francaise an der NYU mit einer Diskussion mit Nicolas de Crécy ihren Abschluss findet.

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Genaue Informationen, Termine und Adressen finden sich auf der Seite des New Yorker Goethe-Instituts.