In der Berner Zeitung schreibt Alexandra Kedves ausführlich über “Der Boxer” von Reinhard Kleist (Carlsen): “Im Ring des Konzentrationslagers”. “Wie Reinhard Kleist diese Geschichte in einen bedrängenden Schwarzweissfilm übersetzt, mit expressionistischem Furor, aber ohne verkünstelte Selbstverliebtheiten; erschütternd, aber ohne Sentimentalität; wie er Historie in Fleisch und Blut verwandelt und Personen in zerrissene Menschen: Das ist beeindruckend.”
In der aktuellen Ausgabe des fluters, des Jugendmagazins der Bundeszentrale für politische Bildung, wird Paula Bulling zur Recherche und der weiteren Arbeitan “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag) befragt: “Es hat mich nicht mehr losgelassen”. Die Fragen stellte Liz Weidinger.
Dass Comics als Forschungsgegenstand nun auch Einzug an die Universität Wuppertal halten, schreibt Martina Thöne im Remscheider General-Anzeiger: “Studenten lernen im Comic-Kosmos”.
OÖN: Sie erzählen die Geschichte des Witwers Émile. Nach dem Tod seines besten Freundes bricht er zu einer Reise auf. Entlang der Ufer der Loire begegnet er nicht nur seiner Vergangenheit, sondern entdeckt auch sein Leben und die körperliche Liebe neu. Haben Sie ein Tabu durchbrochen?
Der Film erzählt die Geschichte des Witwers Émile, der sich nach dem Tod seines besten Freundes Edmond von seinem bisherigen Leben verabschiedet und zu einer Reise aufbricht. Entlang der Ufer der Loire begegnet er nicht nur seiner Vergangenheit, sondern entdeckt sein Leben neu: die Lust auf Begegnungen, auf Berührungen und auch auf die Liebe.
„Eine großartige Komödie durchtränkt von Komik, Zärtlichkeit und Gelassenheit.“ – Avant-Première
„Ein wunderschöner Film über die Liebe und die Freiheit.“ – Le Journal du Dimanche
Stimmen zum Buch:
“Die Zeichnungen funkeln flüchtig und lebendig, die Farben strahlen die warme Mattigkeit alter Illustrationen aus. Ein ungewöhnlich schönes Comic-Abenteuer.” – Christian Gasser, Strapazin
“Die Farben sind von gedämpfter Intensität, die Zeichnungen wirken hinskizziert. Doch die authentische Absurdität der Kneipengespräche, die Blicke und Gesten der der Figuren zeigen den hervorrangenden Beobachter.” – Katja Schmitz-Dräger, Der Tagesspiegel
Ein “Making-of” ist hier zu sehen. Informationen zum Buch samt einer Leseprobe gibt es hier.
Neben zahlreichen Meldungen in der deutschsprachigen Presse, in Funk und Fernsehen, gab es in den vergangenen Wochen auch einige Erwähnungen deutscher Comics und ihrer Macherinnen und Macher in internationalen Medien. Zum Beispiel interviewte Tomasz PstrÄ…gowski am Rande des Comicfestivals in Lodz den Berliner Zeichner Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt) für das polnische Online-Comicmagazin komiksomania.pl: “Nie jestem bohaterem”.
Mit “Wanderlust” widmet Matthias Wivel auf dem amerikanischen “The Comics Journal”-Blog Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) eine ausführliche Besprechung. Darin wird Ulli Lusts autobiografischer Reisebericht eingeordnet zwischen Goethes “Italienische Reise” und Christiane F.s “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”: “a fascinating study of human behavior under duress”. Erfreulich zu sehen, dass deutsche Comics auch im Ausland immer breiter wahrgenommen werden.
“Schlicht grossartig” findet Bert Dahlmann Pierre Pelots und Barus “Elende Helden” (Edition 52) in seiner kurzen Vorstellung auf westzeit.de. Das gegenwärtige Schaffen Barus, der im nächsten Jahr Präsident des Comicfestivals in Angoulême sein wird, stellt Andreas Platthaus auf seinem “FAZ”-Blog vor und spart in Bezug auf “Elende Helden” nicht mit lobenden Worten, wenn er in “Arme Typen, aber was für ein Reichtum an Geschichten!” unter anderem ausführt, warum Baru “auch im Alter von über sechzig immer noch einer der frischesten Comiczeichner der Welt ist”.
Ein weiterer Titel der Edition 52 wurde zuletzt ebenfalls besprochen: Die Veröffentlichung des ersten Teils von Jeff Lemires “Essex County”-Trilogie, “Geschichten vom Land”, nimmt Lars von Törne auf tagesspiegel.de zum Anlass, den Autor und sein Werk vorzustellen: “Nur wenige Autoren verbinden Elemente des Mainstream und der Comic-Avantgarde so gekonnt wie Jeff Lemire.” schreibt er in “Schöner Schmerz”. Auf comicgate.de vergleicht Benjamin Vogt in seiner Besprechung Jeff Lemires Stil lobend mit dem von Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen). Derselbe Rezensent bespricht auch Jiro Taniguchis Western-Manga “Sky Hawk” (Schreiber & Leser) und weist bei allem Lob auf einige Schwächem im Genre-Mix hin. In den ungefähr zur Zeit der großen Depression angesiedelten Geschichten in Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott und andere Geschichten” (Carlsen) erkennt Andreas Fisch – ebenfalls auf comicgate.de – eine Reihe von Parallelen zur heutigen Zeit. Die “Ur-Graphic Novel” nennt Fabian Kettner den Band in seiner ausführlichen Vorstellung auf literaturkritik.de.
In der Zeit ganz weit zurück geht Jens Harder in seiner Graphic Novel “Alpha – directions” (Carlsen), der Thomas Hummitzsch auf textem.de attestiert, “spektakuläre Evolutionsbilder” zu finden. Marco Behringer stellt an gleicher Stelle “die Geschichte der Beat-Literatur als Graphic Novel” vor, namentlich “The Beats” (Walde+Graf) von den Herausgebern Harvey Pekar und Paul Buhle. Wer hätte gedacht, dass einmal “Bertrand Russel als Comicheld” erscheinen würde, führt ebenfalls Marco Behringer in seiner Besprechung von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) auf textem.de aus. Wolfgang Popp stellt “Logicomix” auf Ö1 vom ORF vor. Der dazugehörige Text lässt sich hier nachlesen und hier nachhören.
Christian Möller sprach anlässlich der Veröffentlichung einiger Comics, die sich mit religiösen Themen auseinandersetzen, mit dem Kölner Autor Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) über den “Boom des Göttlichen”. Der Beitrag lief im Deutschlandfunk. In einer kurzweiligen Bilderstrecke stellt WDR1 Live Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor.
Thomas Otts “R.I.P. – Best of 1985 -2004″ (Edition Moderne) stellt Christian Neubert auf titel-magazin.de vor. In diesen “Schattenseiten” erkennt der Autor “große Kunst”. Christian Neubert sprach am Rande der Frankfurter Buchmesse auch mit den frisch gekürten Sondermann-Preisträgern Felix Mertikat und Benjamin Schreuder über die Auszeichnung und natürlich über ihr gemeinsames Debüt “Jakob” (Cross Cult): “Ein Konglomerat genialer Ideen”.
„Die Plastikmadonna“ zeigt, wie wir Objekte mit religiöser Symbolik aufladen – um dann erbittert um unsere Ikonen zu kämpfen
Szenen einer Ehe: Émelie kehrt vollkommen beseelt von einer Reise zurück, es war eine Wallfahrt nach Lourdes, und muss sich bei ihrer Ankunft doch gleich ärgern, weil ihr Mann sie nicht vom Bus abgeholt hat. Die streng gläubige Katholikin weiß auf ihre Weise Zeichen zu setzen. Sie hat eine Marienfigur mitgebracht und platziert sie kurzentschlossen auf dem Fernseher. Das wiederum bringt ihren Mann in Wallungen, denn Éduard ist streng gläubiger Kommunist. Der Streit weitet sich aus, sogar von Scheidung ist die Rede. Doch Émelie zeigt sich unbeeindruckt, und so greift der Mann zum letzten Mittel – er hängt ein Porträt von Lenin über dem Fernseher auf. mehr
Ebenfalls Christian Schlüter stellt bei Peer Meters und Isabel Kreitz´ “Haarmann” (Carlsen) die “unerbittliche Genauigkeit” in der Umsetzung heraus:
Bleistift-Projekt
Wie fein, wie genau lässt sich mit dem Bleistift noch arbeiten? In einem Comic zumal? Die Hamburger Zeichnerin Isabel Kreitz schafft Bilder zu der Geschichte des Serienmörders Fritz Haarmann, die uns unerbittlich kein Detail ersparen.
Wie fein, wie genau lässt sich mit dem Bleistift noch arbeiten? In einem Comic zumal? Die Hamburger Zeichnerin Isabel Kreitz befindet sich seit geraumer Zeit auf dem Weg der Verfeinerung. Nicht, dass ihr das Flächige und Farbenfrohe nicht auch liegen würde. Das zeigen allein schon ihre jüngsten Arbeiten im Zeichen des von ihr hoch geschätzten Illustrators Walter Trier: die Erich-Kästner-Adaptionen „Der 35. Mai“ (2006) sowie „Pünktchen und Anton“ (2009). Doch nicht erst seit „Die Sache mit Sorge“ (2008) verfolgt Kreitz eine Art Bleistift-Projekt, das vor allem durch seine detailversessene Akkuratesse besticht. mehr
Und Jens Baltzer stellt die Parallelen zwischen der Comicgeschichte und der modernen mathematischen Logik heraus, die sich in “Logicomix” (Atrium) von Apostolos Doxiadis, Alecos Papadatos und Annie di Donna verbinden.
Logiker am Rande des Wahns
Wissenschaftsgeschichte in Bildern: Die „Logicomix“ zeichnen die Suche des Philosophen Bertrand Russell nach der reinen Vernunft nach
Der Comic ist genauso alt wie die moderne mathematische Logik; beide sind um das Jahr 1900 entstanden. Während damals Philosophen wie Bertrand Russell und Alfred North Whitehead in Großbritannien um eine Neubegründung der Mathematik aus dem Geist der exakten Philosophie rangen, entstand in den Boulevardzeitungen der USA der Comic als moderne Form des Erzählens mit Bildern. Beide Entwicklungen scheinen nur wenig miteinander zu tun zu haben. Und doch kreisen sie um ein und dasselbe Phänomen: die Unentscheidbarkeit. mehr
Auf einer Comic-Sonderseite berichtete der Berliner “Tagesspiegel” bereits in der letzten Woche über Comics. Katja Schmitz-Dräger schreibt dort ebenfalls über “Logicomix”:
Das Drama mit der Logik
„Logicomix“ erzählt von der Suche nach der reinen und absoluten Wahrheit – virtuos, vielschichtig und unterhaltsam.
Ein paar Griechen machen sich auf, eine Geschichte über Logik in Form eines Comicromans zu erzählen – ein gewagtes Unterfangen. Dass die Autoren ausgerechnet einen Briten zum Protagonisten erkoren haben, anstatt unter den zahlreichen ehrwürdigen Denkern vor der eigenen Tür zu suchen, ist die zweite ihrer erstaunlichen Entscheidungen. Noch erstaunlicher: Beide gehen auf. mehr
Die Verfilmung der Vorlage wurde bereits Anfang April in der Sección Oficial del Festival de Cine de Málaga uraufgeführt. Ein Trailer ist seit kurzem online.
Riad Sattoufs Komödie “Jungs bleiben Jungs” startet am kommenden Donnerstag in den deutschen Kinos. In der Sendung “Metropolis” hat der Autor erläutert, wie er der Jugend auf den Mund schaute. Von Riad Sattouf erscheint im Oktober mit “Meine Beschneidung” (Reprodukt) ein erster Band auf Deutsch. Der arte-Beitrag findet sich hier.
In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung hat der Comic-Salon Erlangen (3. bis 6. Juni) sein diesjähriges Programm genauer umrissen. Wie vor kurzem im Interview von Bodo Birk angekündigt, sind Graphic Novels ein Schwerpunktthema des diesjährigen Festivals.
So wird in einer Ausstellung der Autor Peer Meter im Mittelpunkt stehen, dessen Szenarien von verschiedenen Zeichnerinnen umgesetzt werden: “Gift” (Reprodukt), seine Kollaboration mit Barbara Yelin, ist bereits im Handel erhältlich; “Haarmann”, eine Zusammenarbeit mit Isabel Kreitz, wird im Oktober bei Carlsen erscheinen.
Weitere Ausstellungen widmen sich Comic-Klassikern wie “Mecki”, “Peanuts” oder “Yakari”, eine weitere Schau leuchtet das Verhältnis von Comics und Religion aus. Immer wieder interessant sind auch die Präsentationen der vor Ort mit einem Informationsstand vertretenen Hochschulen, an denen Studenten aktuelle Arbeiten präsentieren.
Das Verzeichnis der 130 Aussteller auf der Messe sowie die beeindruckende Liste der inzwischen rund 300 Künstler vor Ort lassen sich auf der Festival-Website nachlesen, genauso wie ausführliche Informationen zu allen Ausstellungen.
Ferner erwartet die Besucher des Französischen Kulturinstituts eine Plakatausstellung mit Leseecke zum Thema “Ein Jahrhundert französischer Comics”. Die Ausstellung findet vom 13. April bis zum 7. Mai 2010 statt und wird in deutscher und französischer Sprache präsentiert.
Für die in Bern erscheinende Tageszeitung “Der Bund” berichtet Christian Gasser in “Tiefdruckgebiet über Angoulême” über das Comicfestival in der westfranzösischen Stadt und stellt dabei besonders den wirtschaftlichen Aspekt heraus: Mehr und mehr Titel bei sinkenden Durchschnittsauflagen machen dabei vor allem den Kleinverlagen das Überleben schwer. Ebenfalls in “Der Bund” stellt Gasser seinen “Comic des Jahres 2008″ vor: Den inzwischen auch auf Deutsch im avant-verlag erschinenen “Pinocchio” des französischen Autoren Winshluss: “Die Nase als Flammenwerfer und im Kopf eine Kakerlake”.
Bereits vor dem tatsächlichen Erscheinen sendete das “Deutschlandradio” einen Beitrag zu Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt). Der Beitrag lässt sich noch hier als MP3-Datei nachhören bzw. herunterladen. Gleiches gilt für Ralf Königs (“Hempels Sofa”, Rowohlt) Laudatio auf Stanley Kubricks Film “2001 – Odyssee im Weltraum”, die hier noch zu hören ist (ebenfalls als MP3-Datei).
Auf “satt.org” stellt Felix Giesa mit “Orang 8″ die aktuelle Ausgabe der Anthologienreihe vor, in der sich Graphic Novel-Autorinnen und Autoren wie Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Herausgeber Sascha Hommer (“Vier Augen”, alle erschienen bei Reprodukt) und einige in Deutschland noch unbekannte Autoren mit neuen Kurzgeschichten präsentieren. Laut Giese offerieren alle Beiträge “eine augenöffnende Schau (…), was Comic alles noch sein kann”.
Zur Verfilmung von Jacques Tardis (“120, Rue de la gare”) Mystery-Serie “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (alle erschienen bei Edition Moderne) durch Luc Besson ist ein Trailer erschienen, der sich unter anderem hier ansehen lassen kann. Die Website zum Film ist bisher in französischer und englischer Sprache anwählbar, bis der Film im September in Deutschland startet wird das sicher behoben sein.
Neben der umfangreichen themenbezogenen Onlineseite leistet der in Berlin erscheinende “Tagesspiegel” mit einer regelmäßig erscheinenden Print-Seite, die sich ausschliesslich Comics widmet, Pionierarbeit im deutschen Zeitungsfeuilleton. Am morgigen Mittwoch erscheint die Seite zum zweiten Mal und auch diesmal stehen Graphic Novels im Mittelpunkt der Berichterstattung.
Von April bis September 2010 konzentriert man sich bei Carlsen Comics vor allem auf Bewährtes: Farbige Faksimile-Ausgaben von “Tim & Struppi” sowie Neuauflagen von “Spirou & Fantasio” und “Gaston” und neue Bände sattelfester Serien wie “Thorgal” oder “Prinz Eisenherz” dominieren das neue Programm.
Aber auch im Segment Graphic Novels gibt es einige Neuerscheinungen anzukündigen: Mit “Ein Zoo im Winter” erscheint ein neuer Titel von Jiro Taniguchi, bekannt und beliebt durch “Vertraute Fremde” und “Die Sicht der Dinge”.
Der Verlag zu “Ein Zoo im Winter”: Der 2008 entstandene Band “Ein Zoo im Winter” ist das neueste Schwarzweiß-Werk von Jiro Taniguchi und mit Sicherheit eines seiner besten. Autobiographisch inspiriert, bietet dieses Buch keine autobiographisch-chronologische Nabelschau, sondern eine sehr stimmungsvolle, in sich geschlossene Erzählung. Es geht um den jungen, introvertierten und etwas schüchternen Fabrikarbeiter Hamaguchi, der von Kyoto aus nach Tokyo kommt und sich dort als Assistent in einem Comiczeichner-Team verdingt – und natürlich um zwischenmenschliche Beziehungen, ob beim Zeichnen im Studio, draußen in der Stadt oder im Nachtleben Tokyos. Nicht nur thematisch und erzählerisch, auch grafisch ist dies eines der schönsten Taniguchi-Bücher.
Der dritte und abschließende Band von Osamu Tezukas düsterem Thriller “Kirihito” erscheint im Juni 2010. Der erste Band der Serie wurde hier bereits vorgestellt.
Auch Jens Harders “Alpha – Directions” ist angekündigt und soll im Juni 2010 erscheinen, wie an anderer Stelle auf graphic-novel.info bereits erwähnt.
Ebenfalls im Segment Graphic Novel wird “Faust” von Flix präsentiert. In insgesamt 80 Strips ist Flix’ neue Serie von Juli bis Mitte Dezember 2009 in der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” vorveröffentlicht worden. Die Albenausgabe verweist gestalterisch auf die bekannten gelben Klassiker aus dem Reclam Verlag.
Eine ausführliche Vorstellung von Flix und “Faust” findet sich auf den Seiten der “FAZ” – einen weiteren umfangreichen Einblick in das neue Buch erhält man aktuell auf der Startseite zur Homepage des Berliner Zeichners.
Begeistert schreibt Kai Wilksen auf www.pp-buch.de zum Inhalt der französischen Originalausgabe “La Marie en plastique”: In ihrem kleinen Haus mit Garten könnte die Familie Garnier glücklich und zufrieden leben, lägen sich die frömmelnde Großmutter und der kommunistische Großvater nicht ständig in den Haaren. Nachdem er ein Bild von Lenin an die Wand hinter der von ihr aus Lourdes mitgebrachten Plastik-Madonna aufgehängt hat, scheint ein wackliger Waffenstillstand erreicht zu sein. Doch dann beginnt die Figur, Blut zu weinen… Das alles ist mit leichter Hand und in beschwingten Bildern erzählt – ein wirkliches kleines Wunder.
“Die Zeichnungen funkeln flüchtig und lebendig, die Farben strahlen die warme Mattigkeit alter Illustrationen aus. Ein ungewöhnlich schönes Comic-Abenteuer.” – Christian Gasser, Strapazin
Eine zehnseitige Leseprobe lässt sich als PDF-Dokument hier herunterladen (9 MB).
Bäche und Flüsse, ISBN 978-3-941099-21-0, 96 Seiten, farbig, 29 x 21,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im Oktober bei Reprodukt
Neben der Verfilmung von Posy Simmonds’ Graphic Novel “Tamara Drewe” (erscheint im Oktober bei Reprodukt) durch Stephen Frears (“The Queen”), worauf an dieser Stelle kürzlich hingewiesen wurde, soll noch auf drei weitere Filmprojekte hingewiesen werden, die sich derzeit in Produktion befinden.
Noch ohne Veröffentlichungsdatum ist Marjane Satrapis nächstes Filmprojekt. Nach “Persepolis” plant sie eine weitere Umsetzung eines von ihr gezeichneten Comics: “Huhn mit Pflaumen” (Edition Moderne) soll im Unterschied zu “Persepolis” nicht als Animationsfilm, sondern als Realfilm umgesetzt werden. Über Besetzung und Veröffentlichungstermin ist noch nichts bekannt.
Die gesamte Verlagsvorschau aller geplanten Veröffentlichungen kann als PDF-Datei heruntergeladen werden (1,6 MB).
“Der kleine Christian” von Blutch
Christian lebt in Tagträumen, die bestimmt werden von dem, was er liest oder im Fernsehen sieht. John Wayne gehört zu seinen unbestreitbaren Helden, genau wie Lucky Luke oder der Steinzeitmensch Rahan. Getrieben von kindlicher Neugier entdeckt Christian die Welt der Mädchen und muss dabei so manches Missverständnis in Kauf nehmen. Erst als Marlon Brando ihm ein wenig auf die Sprünge hilft, erscheint die Welt der Erwachsenen ein bisschen leichter verständlich.
Christian Hincker alias Blutch, in Deutschland kaum bekannt, wird in Frankreich beim Publikum, bei der Presse und vor allem bei seinen Zeichnerkollegen als einer der größten Virtuosen unter den jüngeren Comicautoren bewundert. Reprodukt veröffentlicht nun “Der kleine Christian” in einer Gesamtausgabe, mit der die beiden bei L´Association erschienen Bücher komplett in deutscher Sprache vorgelegt werden. Die kurzen Episoden sind geprägt von den eigenen Erinnerungen des Zeichners, der in den Siebzigerjahren im Elsass groß geworden ist. Seine vielschichtigen Werke besitzen einen Charme und eine Poesie, der man sich nur schwer entziehen kann. Blutch wird als Artist in Residence mit einer Ausstellung beim Fumetto 2009 geehrt.
Der kleine Christian, ISBN 978-3-941099-15-9, 120 Seiten, schwarzweiß & zweifarbig, 24,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im März 2009
“Beinahe reich” von Jean-Claude Denis & Dupuy-Berberian
Étienne, ein arbeitsloser Privatdetektiv, hat das große Los gezogen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Er hat im Lotto gewonnen. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Étienne ist dermaßen verwirrt von dieser Fügung des Schicksals, dass er nicht nur seine Orientierung verliert – ihm kommt auch der Lottoschein abhanden. Wer würde da noch behaupten, Fortuna sei ihm hold gewesen?
Das neue Album von Dupuy und Berberian zeigt die beiden Väter von “Monsieur Jean” von einer unbekannten Seite: Mit schwungvollem Strich und in ungewöhnlich stimmungsvoller Farbgebung illustrieren sie ein Szenario ihres Freundes und Kollegen Jean-Claude Denis. Basierend auf einer Kurzgeschichte der drei Autoren entwirft Jean-Claude Denis ein Szenario, in dem Liebe und Existenzangst sich zu der spannenden Frage verdichten, ob Étienne am Ende nun Millionär wird oder nicht.
Beinahe reich, ISBN 978-3-941099-20-3, 80 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Klappenbroschur, 17 EUR, erscheint im Mai 2009
“Bäche und Flüsse” erzählt die Geschichte des Rentners Émile, der sich nach dem Tod seines besten Freundes Edmond von seinem bisherigen Leben verabschiedet und zu einer letzten Reise aufbricht. Entlang der Ufer der Loire begegnet er ihm bisher unbekannten Lebensentwürfen und trifft auf die freie Liebe. Schließlich findet er nicht wie erhofft den Tod. Im Gegenteil, nach einem Autounfall nimmt sein Leben eine unvorhergesehene Wendung…
“Die Zeichnungen funkeln flüchtig und lebendig, die Farben strahlen die warme Mattigkeit alter Illustrationen aus. Ein ungewöhnlich schönes Comic-Abenteuer.” – Christian Gasser, “Strapazin”
Bäche und Flüsse, ISBN 978-3-941099-21-0, 96 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im Juni 2009
Ed the Happy Clown
Können Sie sich den Kopf des Präsidenten der Vereinigten Staaten als sprechenden Penis vorstellen? Wissen Sie, wo Ihre Scheiße bleibt, die Sie tagtäglich im Klo einfach runterspülen? Und was passiert mit Gummibändern, wenn sie siebzehn Wochen lang im Kühlschrank liegen?
Vielleicht werden Sie sich zwischendurch fragen, wieso Homosexuelle in anderen Ländern und Dimensionen erschossen werden, oder warum manche Menschen an Gott glauben…
Chester Brown entwirft hier eine irritierende Parallelwelt, in der nichts so ist wie man es von anderen Comics gewohnt war. Für seine erste große Geschichte erhielt er 1990 gleich zwei Harvey Awards: Einen als bester Zeichner und einen für das beste Buch.
“Jeder sollte wissen, dass die Comics von Chester Brown, die regelmässig erscheinenden Heftchen mit dem Titel ‘Yummy Fur’, sehr viel Spaß machen. Sie sind das einzige Periodikum, welches ich mir regelmässig kaufe.” – Marcus Weimer (Rattelschneck)
Ed the Happy Clown, ISBN 978-3-941099-14-2, 224 Seiten, schwarzweiß, 23,5 x 16,5 cm, Softcover, 15 EUR, erschienen bei Jochen Enterprises