Im Rahmen der Abstimmung zur Hotlist 2010 – dem Preis der Independent-Verlage – wurde nun eine Leseprobe zum nominierten Comic “Tamara Drewe” von Posy Simmonds (Reprodukt) online gestellt. Hier kann nun voll flashanimiert in den ersten 26 Seiten hin- und hergeblättert werden.
Über folgenden Link gelangt man zur Abstimmung auf der Website der Wochenzeitung “Freitag”: Hotlist 2010.
“Tamara Drewe” von Posy Simmonds (Reprodukt) wurde in den Pool zur Hotlist 2010 – Preis der Independent Verlage aufgenommen. Interessierte unabhängige Verlage aus dem deutschsprachigen Raum waren aufgefordert, jeweils eine Neuheit aus ihrem Programm für die Zusammenstellung der Hotlist zur Wahl zu stellen. Die besten Bücher der Saison stellen sich ab sofort dem Publikumsvoting des von der Fachzeitschrift “BuchMarkt” ausgeschriebenen Preises und repräsentieren damit die Vielfalt des verlegerischen Schaffens der Independents in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Vom 2. Juli bis zum 10. August kann im Internet auf den Seiten der Wochenzeitung “Freitag” darüber abgestimmt werden, welche der 110 eingereichten Titel in die endgültige Hotlist gelangen. Insgesamt wird die Hotlist 15 Titel umfassen, von denen 8 Titel von einer Jury ausgewählt und die restlichen 7 über die Internetabstimmung ihren Platz finden werden.
Zur besseren Übersicht sind die Bücher in Rubriken eingeordnet. “Tamara Drewe” findet sich unter “Internationale Belletristik”. Wer seine Stimme für das Comic-Album abgeben möchte, kann hier zur Abstimmung gelangen. Die von der Fachzeitschrift “BuchMarkt” ausgewählte Jury wird dann aus den 15 Büchern der Hotlist den Sieger auswählen, der sich über ein von der Mayerschen Buchhandlung gestiftetes Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro freuen kann.
Unterstützt wird die Hotlist von Mayersche Buchhandlung, Buchhandlung Orell Füssli, René Kohl Buch- und Medienversand, “Der Freitag”, “taz”, Kurt-Wolff-Stiftung, book2look, SWIPS sowie den Auslieferungen LKG und Prolit.
Für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” beantwortet Kritiker-Koryphäe Marcel Reich-Ranicki Leserfragen zum Thema Literatur. Auf die Frage, ob Comics denn nun Literatur seien und ob er selbst Comics lese, antwortete er knapp und bestimmt: “Nein, nein, nein.” Schade für ihn, möchte man sagen. Und widersprechen mag man ihm in seinem Urteil nicht, schließlich besitzen Comics eine eigenständige Sprache, die ohne weiteres auch mal ganz ohne Worte auskommt – was man von der Literatur so wohl nicht behaupten kann.
In der “Financial Times Deutschland” zeichnet Ulf Brychcy Jens Harders Evolutionsepos “Alpha – Directions” (Carlsen) als “Highlight auf dem Buchmarkt” aus. Das Buch steht auch im Mittelpunkt eines Radiobeitrags von Christian Möller, der mit dem Autor für die Sendung “Resonanzen” auf WDR3 gesprochen hat. Der Beitrag lässt sich hier online anhören.
“Fast zu schön, um wahr zu sein” findet Alexander Frank“Das Ende der Welt” (avant-verlag) von Pierre Wazem und Tom Tirabosco. Über die “Beschauliche Apokalypse” schreibt er auf titel-magazin.de.
“Ein feines Näschen” für eine gute Geschichte mit sehr realen Figuren attestiert Stefan Möller der britischen Autorin Posy Simmonds nach der Lektüre ihres Buches “Tamara Drewe” (Reprodukt). Die Besprechung wurde auf glanzundelend.de veröffentlicht.
Zu den “wichtigsten amerikanischen Comic-Erzählern der Gegenwart” erklärt Katja Schmitz-Dräger Alex Robinson auf tagesspiegel.de nach der Lektüre des soeben erschienenen “Unvergessene Zeiten” (Edition 52), in dessen Mittelpunkt ein “Hypnotischer High-School-Ausflug”. steht. Waldemar Kesler befasst sich an gleicher Stelle mit Bastien Vivès’ “Der Geschmack von Chlor” (Reprodukt), ein Buch, das eine “Vertraute Fremde” vermittelt und dem Leser “eine ganz neue Bilderwelt” erschließt. “Alles wird gut” ist, ebenfalls auf tagesspiegel.de, bezüglich der neuen Ausgabe der Anthologie “Spring” – diesmal zum Thema “Happy Ending” – zu lesen, die im Rahmen einer Ausstellung in Hamburg der Öffentlichkeit präsentiert wird. Im Artikel wird auch eine Ausstellung in Berlin im späten September angekündigt.
Anlässlich des Kinostarts von “Jungs bleiben Jungs” am 1. Juli 2010 hat Christian Meyer mit Comicautor und Regisseur Riad Sattouf ein Interview geführt, das nun auf tiefkultur.de zu lesen ist.
Auf der französischsprachigen Website AlloCiné wurde nun der Trailer zu “Tamara Drewe” von Stephen Frears bereitgestellt.
Im Frankreich wird die Verfilmung von Posy Simmonds’ Comic “Tamara Drewe” (Reprodukt) – mit Gemma Arterton, Tamsin Greig, Roger Allam und Dominic Cooper in den Hauptrollen – am 14. Juli anlaufen, in Großbritannien und den USA im September dieses Jahres.
Starttermine für die deutschsprachigen Länder stehen noch nicht fest.
Für “Zeit Online” hat sich Andrea Hanna Hünniger zwei Neuveröffentlichungen von Reprodukt angesehen: Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” und Posy Simmonds “Tamara Drewe”: Die Mörderin und der Klatsch
Zum Erlangener Comic-Fest liegen zwei beachtliche Bücher vor: ein prügelharter Trip durchs 19. Jahrhundert und eine weichgezeichnete Kulturbetriebssatire.
Unter Comic-Lesern ist Reprodukt längst der Verlag, von dem man am liebsten das ganze Programm bestellen will. Die Geschichten sind neu, haben im Übrigen wenig mit He-, Spider- oder Supermännern zu tun, vielmehr mit guten Geschichten. Gern und viel wird in den Reprodukt-Comics, oder wie es in Deutschland mit abgespreiztem Finger heißt, den Graphic Novels, autobiografisch erzählt. Derzeit findet in Erlangen das wichtigste Comic-Festival in Deutschland statt. Ein Grund, sich zwei Neuerscheinungen aus dem Verlag, der 1991 gegründet wurde und aus einem Comic-Laden in Berlin entstand, vorzunehmen.
Gift und Tamara Drewe können unterschiedlicher nicht sein. Gift erzählt die Geschichte der Mörderin Gesche Gottfried aus dem 19. Jahrhundert, düster und mit Bleistift, mal zitternd und flach, mal alles verdunkelt und sogar Sonnenlicht und Wolken hängen wie ein schwarzes Urteil über dem Bremer Pflasterstein. Posy Simmonds Tamara Drewe mischt Farben und eine Schriftsteller-Enklave in England auf, wo bevorzugt eitle Autoren, um die heiße Klatschkolumnistin und ihren eigenen, übersichtlichen Alltag zwischen Pferdekoppel und Apfelkuchen kreisen. Beide Bücher zeigen vor allem die Schizophrenie, die Verlogenheit der Figuren. mehr
Superhelden stehen im Mittelpunkt der Neuauflage von “Marvels” (Panini) von Kurt Busiek und Alex Ross, das 15 Jahre nach Erstveröffentlichung nun wieder auf Deutsch erhältlich ist und in dem in aufwändigen Bildern das Aufkommen der “Marvel”-Superhelden (Spiderman, Hulk, Die Fantastischen Vier) aus der Sicht eines gewöhnlichen Zeitungsreporters geschildert wird. “Ein echter Klassiker” urteilt Martin Ross auf titel-magazin.de in “Ein Universum voller Helden”.
Auf das Erscheinen von Jan Draegers und Holger Kreitlings ausführlichem Artikel zu Jens Harders “Alpha… Directions” (Carlsen) wurde an dieser Stelle hingewiesen, als er in der “Berliner Morgenpost” erschien. In leicht modifizierter Form wurde er nun unter dem Titel “Die Weltgeschichte als Comic” in “Die Welt” veröffentlicht. Interessant auch der Meinungsaustausch zwischen naturwissenschaftlich geschulten Lesern und Anhängern des Kreationismus.
Im Jugendradio des SWR, Das Ding, stellte Christiane Falk “Tamara Drewe” von Posy Simmonds als “Buchtipp” vor. Der Beitrag lässt sich hier nachhören.
Daniel Wüllner stellt in seiner Besprechung auf comicgate.de von Osamu Tezukas “Barbara” (Schreiber & Leser) die erzählerische Klasse des Autoren heraus, ohne zu unterschlagen, dass er mit einigen Darstellungen von Frauen in dem Buch durchaus seine Probleme hat.
Einen weiteren japanischen Comic bespricht Thomas Greven auf tagesspiegel.de: Nachdem “Vertraute Fremde”, die Verfilmung des “Comic des Jahres 2007″, gerade in den Kinos angelaufen ist, hat der Hamburger Carlsen Verlag mit “Ein Zoo im Winter” schon ein neues Werk von Jiro Taniguchi veröffentlicht. In “Der Traum des Zeichners”, so stellt Thomas Greven heraus, betone Jiro Taniguchi in für ihn typischer Manier “mit großer erzählerischer Wärme die Menschlichkeit seiner Protagonisten”.
Felix Giesa vergleicht Tommi Musturis “Unterwegs mit Samuel” (Reprodukt) auf satt.org in “Arbeit am Comic-Mythos” mit Jim Woodrings “Frank” und zieht zur besseren Einordnung des Comics, der “formal wie inhaltlich begeistert” noch Art Spiegelmans “Breakdowns” (Fischer) und Tony Millionaires “Sock Monkey” heran.
Auf der amerikanischen Informationswebsite Comicsreporter.com lobt Bart Beatty Thomas Ott anlässlich seiner in der Edition Moderne erschienenen Sammlung “R.I.P. Best Of 1985-2004″ als “one of the world’s most interesting cartoonists for a quarter century now.”
“Wer gewinnt in Erlangen?” fragt sich “FAZ”-Feuilletonist Andreas Platthaus in seinem Blog und gibt seine Empfehlungen für Preisträger der Max und Moritz-Preise ab. Auch in einer Bildergalerie schreitet er für die “FAZ” die nominierten Comics ab, den in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” erschienenen Titeln bescheinigt er die Höchstwertung.
Die Comicseite des Berliner “Tagesspiegels” enthält sich eines Urteils zu den Max und Moritz-Nominierungen und verweist auf die eigene Berichterstattung zu fast jedem der zur Wahl stehenden Titel: “Wilhelm Buschs Erben”.
Die Verfilmung von Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt) durch Stephen Frears hat der Kultursender arte zum Anlass genommen, eine Vorstellung von Buch und Autorin im Rahmen der Sendung “arte Kultur”, die anlässlich der Erstveröffentlichung der französischen Ausgabe gesendet wurde, wieder in sein Onlineprogramm zu nehmen. Der Beitrag kann hier angesehen werden.
Auch in Cannes war arte zugegen, um von der Weltpremiere der Verfilmung zu berichten. Der Beitrag von Marie Labory enthält einige Filmclips und Interviews mit dem Regisseur und einigen Darstellern und lässt sich hier noch einmal ansehen.
Am heutigen Nachmittag wurde Stephen Frears‘ Verfilmung von “Tamara Drewe” – nach Posy Simmonds’ gleichnamiger Graphic Novel – außerhalb des Wettbewerbs bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt.
Anlässlich der Vorstellung des Films war auch Posy Simmonds in Cannes zugegen, die neben Stephen Frears im Mittelpunkt des Medieninteresses stand. Ein Interview, das Pierre Zeni mit Zeichnerin und Regisseur an der Croisette geführt hat, schmückte heute die Startseite des Festivals.
Auch in einer Pressekonferenz nach der Vorführung des Films war die Zeichnerin zugegen – neben Schauspielern, Drehbuchautorin und Regisseur stellte sie sich den Fragen aus dem Publikum. In einem 26-minütigem Mitschnitt lässt sich die Pressekonferenz auf der Website von Cannes nachverfolgen.
In ersten Besprechungen von “New York Post”, “Guardian” oder “Time Magazine” wird der Film vor allem für die schauspielerische Leistung des Ensembles, für seinen Witz und seine überraschenden Wendungen gelobt, die ihn – zumindest bislang – zur Ausnahmeerscheinung am diesjährigen Festival machen: “Halfway through the festival, Tamara is at the head of the class and proof that an old dog like Frears can still make a movie perform some pretty cute tricks.”
“Disneyland von Schmutz und Elend” überschreibt Martin Gramlich seine Vorstellung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) auf titel-magazin.de. An gleicher Stelle porträtiert Christopher Franz den vielseitigen Nicolas Mahler, der bei den zahlreichen Veröffentlichungen des Zeichners feststellt: “Mal wieder Mahler”.
Christian Meyers Besprechung von Posy Simmonds’ “Tamara Drewe” (Reprodukt) – von Stephen Frears verfilmt und in der nächsten Woche in Cannes erstmalig zu sehen – im Comicmagazin “Strapazin” kann man nun auf seinem Blog tiefkultur.de nachlesen.
Fantasie beweist Lena Ullrich auf geolino.de bei ihrer Vorstellung von Peer Meters und Barbara Yelins auf realen Tatsachen beruhender Graphic Novel “Gift” (Reprodukt): Die unter ihrem Artikel befindliche Tag-Leiste sortiert das besprochene Buch auch unter dem Stichwort “Fantasy” ein.
Auf tagesspiegel.de befasste sich Katja Schmitz-Dräger mit Will Eisners neu aufgelegtem Klassiker “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen). In “Die Strasse des Lebens” stellt sie unter anderem heraus, wie wenig an Aktualität der Band verloren hat. Eben jener Buch ist auch Gegenstand eines Beitrags von Christian Gasser im Schweizer Radio DRS2. Seinen Beitrag kann man hier nachhören.
Wieder auf tagesspiegel.de berichtet Thomas Greven von einem Besuch des Comicfestivals in Bologna und seiner Bekanntschaft mit dem bisher in Deutschland nur sporadisch veröffentlichten italienischen Comiczeichner Andrea Bruno: “Samstags ruhen die Waffen.”. Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Sebastian Leber die Graphic Novel “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) vor und erläutert, wie der israelische Autor Garbriel S. Moses Comics “Auf den Punk gebracht” hat. Klaus Schikowskis Sekundärwerk “Die großen Künstler des Comics” (edel) stellt unter dem Titel “Raus aus der Wagenburg” an gleicher Stelle Markus Dewes vor.
Anlässlich der noch immer zu sehenden – und sehr sehenswerten – Ausstellung “Helden, Freaks und Superrabbis” im Jüdischen Museum Berlin sprach “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne mit der Comiczeichnerin Miriam Katin, die zur Eröffnung nach Berlin eingeladen war und sich vor dem Hintergrund ihrer autobiografischen Graphic Novel “Allein unter allen“ (Carlsen) fragt: “Wie konnte das gerade mir passieren?”. Die Ausstellung war überhaupt Gegenstand breiter Berichterstattung, als Beispiel sei nur ein Artikel in der “Zeit” von Christian Schröder genannt: “Schlägerei im Führerbunker”.
Leider (noch) nicht online abrufbar ist ein Artikel aus der “Süddeutschen Zeitung”, in dem herausgestellt wird, dass viele jüdische Künstler nicht zuletzt dadurch entscheidend zur Ausprägung der Graphic Novel beigetragen haben, dass sie ihren jüdischen Hintergrund thematisierten.
Am 12. Mai beginnen die diesjährigen 63. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Filmregisseur Stephen Frears (“The Snapper”, “High Fidelity”) präsentiert am Festival die Erstaufführung von “Tamara Drewe” – eine Adaption von Posy Simmonds’ gleichnamiger Graphic Novel.
“Tamara Drewe” wird in Cannes nicht im offiziellen Wettbewerb, sondern außer Konkurrenz gezeigt. Die Verfilmung von Posy Simmonds’ Comic ist mit Gemma Arterton als Tamara Drewe, Luke Evans als Andy Cobb oder Dominic Cooper als Ben Sergeant weit weniger prominent besetzt als Stephen Frears’ Filme der jüngeren Vergangenheit wie beispielsweise “The Queen” (mit der Oscar-prämierten Helen Mirren in der Hauptrolle) oder “Chéri” (mit Michelle Pfeiffer), dennoch – oder gerade deshalb – darf man auf das Ergebnis gespannt sein.
Posy Simmonds, deren Vorlage zum Film ursprünglich in wöchentlichen Folgen in der britischen Tageszeitung “The Guardian” veröffentlicht wurde, ist für ihren entlarvenden und karikierenden Stil bekannt. In ihren gesellschaftsanalytischen Geschichten porträtiert sie gern typische Vertreter der britischen Literaturszene. “Tamara Drewe” ist ihre jüngste Buchveröffentlichung.
Als Tamara Drewe nach dem Tod ihrer Mutter nach Stonefield zurückkehrt, um ihr Erbe anzutreten, wird die Idylle des Ortes – und vor allem des nahe gelegenen Schriftsteller-Refugiums – empfindlich gestört. Die junge Frau hat sich vom unscheinbaren Wildfang zur selbstbewussten Klatschkolumnistin gewandelt. Mit ihrer Anziehungskraft bringt Tamara lang unterdrückte Konflikte zum Ausbruch, und die Ordnung der ländlichen Gemeinschaft, die man bisher für unerschütterlich hielt, gerät allmählich aus den Fugen.
Einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten gibt dieses kurze Video vom Auftritt und Split der Band Swipe (Schlagzeuger Ben Sergeant steigt im Anschluss ans Konzert aus der Band aus und lernt bald darauf Tamara Drewe kennen).
Tamara Drewe, ISBN 978-3-941099-31-9, 136 Seiten, farbig, 26 x 23,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erschienen bei Reprodukt
In der heutigen Ausgabe der “Welt” stellt Brigitte Preissler “Tamara Drewe” (Reprodukt) von Posy Simmonds vor.
Eine fatale Frau, oder nicht?
Der Comic “Tamara Drewe” beleuchtet Alltag und Sexleben britischer Literaten. Nun hat Stephen Frears ihn verfilmt
Diese Schriftsteller! Glaubt man der englischen Comiczeichnerin Posy Simmonds, dann besteht das literarische Establishment in Großbritannien aus einem Haufen eitler, weltabgewandter Wichtigtuer. Sie meinen, zu etwas Besserem geboren zu sein als zum Einkaufen, zum Putzen oder dazu, Sozialfälle in ihrer urbanen Nachbarschaft zu bemitleiden. Deshalb quartieren sie sich in abgelegenen Luxus-Landhäusern ein, wo sie unter ihresgleichen sind und sich von dienstbaren Hausfrauen jeden Wunsch von den Augen ablesen lassen können. Dass sie dort zu literarischen Höchstleistungen auflaufen, heißt das allerdings nicht. mehr
Die Verfilmung von “Tamara Drewe” feiert auf dem Filmfestival von Cannes Premiere, das am 12. Mai – also in knapp einer Woche – startet. Der Film läuft dort außer Konkurrenz. Bisher gab es nur wenige Stills zu sehen, unter anderem dieses Foto von Gemma Arterton, die die Hauptrolle übernommen hat.
Der WDR Jugendsender 1Live stellt in seiner Sendung “Plan B” gleich drei mal Comic-Neuerscheinungen vor: Der Anfang wurde am Donnerstag mit Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” gemacht. Eine Bildergalerie kann hier angesehen werden. Am Ostermontag folgt “Engelmann” von Nicolas Mahler und am Mittwoch dann “Faust” (alle erschienen bei Carlsen) von Flix.
In der Sendung “Dschungel” auf SWR2 hat Christian Gasser“Der kleine Christian” (Reprodukt) von Blutch vorgestellt. Den Text dazu kann man hier nachlesen.
Jürgen Schickinger bespricht in der “Badischen Zeitung” ausführlich Posy Simmonds’ “ironische und wunderbar leichte Mischung von Erzählung und Comic”, die Graphic Novel “Tamara Drewe” (Reprodukt): “Der Bauer, der Dung, die Nasenoperation”
“In Wessex geht die Post ab” schreibt Brigitte Helbling auf “titel-magazin.de” über das gleiche Buch: “Und über der ganzen Unterhaltung könnte man beinah übersehen, dass Posy Simmonds hier gelingt, was kaum einer vor ihr geschafft hat, nämlich Prosa und Bilderzählung auf eine Weise zu kombinieren, die sich vollkommen eingängig liest.”
Boris Bausch schreibt an gleicher Stelle in “Mélange à trois” über Nicolas de Crécys “Prosopopus” (Reprodukt): “De Crécy bekommt mit Prosopopus eine Mischung aus Wucht und Subtilität hin, die glänzend unterhält und nachhaltig beeindruckt.”
“Punk lebt” stellt Katrin Richter in ihre Besprechung für die “Jüdische Allgemeine” von Gabriel S. Moses “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) fest. In der aktuellen Ausgabe der Popkultur-Theoriereihe “testcard 29: Blühende Nischen” (Ventil Verlag) befasst sich Jonas Engelmann mit der israelischen Comicszene. Der Artikel ist leider nicht online verfügbar.
Auf literaturkritik.de nimmt Fabian Kettner das Erscheinen von Tim Hamiltons Comicumsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) zum Anlass, allgemeine Überlegungen zum Buch anzustellen. In “Von der Kulturindustrie zur Kulturkritikindustrie” will er nicht in den Kanon derer einstimmer, die die Aussage der Buchvorlage bedenkenlos feiern.
Nicolas Sarkozy hat Barack Obamas Töchtern Sasha und Maloa bei einem Staatsbesuch “Asterix”-Comics mitgebracht. Das nimmt Kirsten Reinhardt in ihrem Kommentar “Wildschwein für Obamas Töchter” für die “tageszeitung” zum Anlass, geeignetere, zeitgemäßere Comics vorzuschlagen. Sie schlägt unter anderem Joann Sfars “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag) oder Titel von Lewis Trondheim (Reprodukt) vor.
Nicht nur Superheldenstoffe sind seit einigen Jahren zunehmend Grundlage für erfolgreiche Hollywood-Blockbuster, auch Independent-Stoffe wie “Scott Pilgrim” werden neuerdings hoch gehandelt. Twitter-Reaktionen auf den vor wenigen Tagen veröffentlichten Trailer zu “Scott Pilgrim vs. the World” – nach der gleichnamigen Serie von Bryan Lee O’Malley, erschienen bei Oni Press (deutsch bei Panini) – signalisieren bereits im Vorfeld einen weiteren Erfolg an den amerikanischen Kinokassen.
Aber auch europäische Filmemacher nehmen sich mehr und mehr Themen an, die ursprünglich als Comics veröffentlicht wurden – aktuell Luc Besson, der Jacques Tardis “Adeles ungewöhnlichen Abenteuer” als Realfilm umgesetzt hat (der Film kommt am 14. April in die französischen Kinos).
Oder Stephen Frears, der mit “Tamara Drewe” den ursprünglich im britischen “Guardian” vorveröffentlichten, gleichnamigen Comic von Posy Simmonds adaptiert. “Tamara Drewe”, mit Gemma Arterton in der Hauptrolle, soll 2011 in die Kinos kommen.
Oder auch Sam Garbarski, der nun “Vertraute Fremde” (“Quartier Lointain”/”Harukana Machi-E”) nach dem Manga von Jiro Taniguchi als belgisch-französisch-deutsche Filmproduktion realisiert hat – auch den frei übertragenen Titel von Carlsen hat man für die deutsche Fassung übernommen.
Wie die Filmfirma X-Verleih und kino.de bekannt geben, wird die Realverfilmung von “Vertraute Fremde” bereits am 20. Mai in die deutschen Kinos kommen. Unter der Regie von Sam Garbarski (“Irina Palm”, mit Marianne Faithful) spielen Alexandra Maria Lara, Jonathan Zaccaï, Léo Legrand und Pascal Greggory in den Hauptrollen.
Sam Garbarski, der mit seiner umwerfend komischen „Irina Palm“ einst einen Publikumsliebling der Berlinale zauberte, wagt nun die europäische Umsetzung des mehrfach ausgezeichneten Manga-Comics von Jiro Taniguchi. Der Plan gelingt, die universelle Geschichte funktioniert bestens auch im hiesigen Kulturkreis. Erzählt wird vom Comiczeichner Thomas, den es durch Zufall in den Ort seiner Kindheit verschlägt. Auf wundersame Weise findet er sich plötzlich in der Vergangenheit wieder und erlebt als 14jähriger seine Jugend nochmals neu – freilich mit dem Wissen eines Erwachsenen. Einfühlsam inszeniert und mit überzeugenden Akteuren gelingt ein charmant surreales Drama der sympathisch sensiblen Art: Wer würde nicht einmal gerne auch so einen kleinen Ausflug zurück in die Jugend machen?
Für das in Österreich erscheinende Magazin “springerin – Hefte für Gegenwartskunst” hat Martin Reiterer Ulli Lusts autobiografischen Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) vorgestellt und stellt dabei heraus, wie die Autorin Inhalt und Form gelungen miteinander verschränkt. Auf ihrer Website verweist Ulli Lust auf zwei weitere Besprechungen: Eine von Christian Gasser im Berner “Bund”, die andere von Thorsten Enning im Münsteraner Obdachlosen-Magazin “draußen”.
Auf der Website der “Deutschen Welle” schreibt Stefan Pannor über die neu erschienene Goethe-Umsetzung “Faust – Der Tragödie erster Teil” von Flix, die zuerst in täglichen Folgen in der “FAZ” erschienen war, und berichtet von einer Autorenlesung von “Faust als Comic-Parodie”, die am Rande der Leipziger Buchmesse stattfand.
In “Bücher – Das Literaturmagazin” auf WDR5 hat Christian Möller“Tamara Drewe” (Reprodukt) vorgestellt und resümiert, der Autorin Posy Simmonds ist “mit diesem formal ungewöhnlichen Comic ein psychologisch genaues, wunderbar maliziöses Sittenbild der britischen Mittelklasse gelungen, das vor allem durch die Souveränität überzeugt, mit der die Mittel grafischen Erzählens ausgeschöpft werden.”
Für das Rezensionsforum literaturkritik.de hat Fabian Kettner die bei Carlsen erschienene Neuauflage von Craig Thompsons “Blankets” besprochen und entdeckt die “Versöhnung mit der Endlichkeit” als Quintessenz des Buches.
“Man könnte sagen, dass der Verzicht auf narrative Sicherheiten in diesem Buch jenen Gefahren zu entkommen versucht, die die identitären Sicherheiten bedeuten.” schreibt Sven Jachmann auf tagesspiegel.de über Martin Büssers “Der Junge von nebenan” (Verbrecher Verlag) in “Lust und Terror”. Das Buch gefällt ihm.
“Bild ist Text und Text wird Bild” schreibt ein Anonymus in der österreichischen “Kleinen Zeitung” und befasst sich dort mit dem Wesen der Graphic Novel. Dabei stellt er fest, dass das Label “Graphic Novel” nicht per se ein Qualitätssiegel ist für das, was sich zwischen zwei Buchdeckeln in Comicform findet und schließt: “Deshalb ein Tipp: Die Buchdeckel einfach öffnen.” Dem kann man sich nur anschließen.
Frank Meyer am 18. März im Rahmen des Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur mit einer Kritik zu “Tamara Drewe” von Posy Simmonds (Reprodukt).
Sex & Crime auf dem Lande
Der idyllische Landsitz Stonefield, in einer typisch britischen Landschaft gelegen, bietet sich Schriftstellern als Refugium und Arbeitsstätte an. Doch die trügerische Idylle wird schon bald gestört durch zwei Morde. Posy Simmonds’ Graphic Novel begeistert durch formale Experimentierfreude.
Eine typisch britische Landschaft aus Wiesen, Hecken und Hügeln, traulich stehen Kühe und Kälbchen auf der Weide. Gelbe und weiße Blümchen schimmern durch das Gras, die Idylle wäre perfekt, wenn nicht ein Polizeiauto über den Feldweg rumpeln würde. Schon das erste Bild in Posy Simmonds Graphic Novel “Tamara Drewe” zeigt, dass hier Unheil im Anmarsch ist. mehr
Heute im Netz, morgen in Print: Sven Jachmann über “Tamara Drewe” von Posy Simmonds (erschienen bei Reprodukt) in der “tageszeitung” vom 27. Februar.
Intrigen, Lügen, Tote
Als Klatschkolumnistin unter Schriftstellern: “Tamara Drewe” von der Comicautorin Posy Simmonds, die in England längst gefeiert wird.
Hier wird hartnäckig gearbeitet. Das englische Anwesen Stonefield ist ein Refugium für SchriftstellerInnen, denen ihr Handwerk nur fernab vom urbanen Raum und den unumgänglichen Alltagsverrichtungen gelingt. Für diese Rahmenbedingungen sorgt in dem Comicbuch “Tamara Drewe” bis hin zur Selbstaufgabe die in Verdrängung hochgradig geübte Beth Hardiman. Ihr ebenfalls schreibender Gatte ist der ebenso eitle wie erfolgsverwöhnte Krimiautor Nicholas, dessen regelmäßige Bettgeschichten Beth nach 25 Jahren Ehe zähneknirschend und resigniert hinnimmt. mehr
Für die in Bern erscheinende Tageszeitung “Der Bund” berichtet Christian Gasser in “Tiefdruckgebiet über Angoulême” über das Comicfestival in der westfranzösischen Stadt und stellt dabei besonders den wirtschaftlichen Aspekt heraus: Mehr und mehr Titel bei sinkenden Durchschnittsauflagen machen dabei vor allem den Kleinverlagen das Überleben schwer. Ebenfalls in “Der Bund” stellt Gasser seinen “Comic des Jahres 2008″ vor: Den inzwischen auch auf Deutsch im avant-verlag erschinenen “Pinocchio” des französischen Autoren Winshluss: “Die Nase als Flammenwerfer und im Kopf eine Kakerlake”.
Bereits vor dem tatsächlichen Erscheinen sendete das “Deutschlandradio” einen Beitrag zu Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt). Der Beitrag lässt sich noch hier als MP3-Datei nachhören bzw. herunterladen. Gleiches gilt für Ralf Königs (“Hempels Sofa”, Rowohlt) Laudatio auf Stanley Kubricks Film “2001 – Odyssee im Weltraum”, die hier noch zu hören ist (ebenfalls als MP3-Datei).
“Die einen trauen sich, die anderen nicht”, so fasst Brigitte Helbling auf den Seiten des Online-Feuilletons “titel-magazin.de” Pascal Rabatés “Bäche und Flüsse” (Reprodukt) zusammen und stellt fest: “Bäche und Flüsse ist About Schmidt ohne die zermürbende Melancholie”.
Auf “satt.org” stellt Felix Giesa mit “Orang 8″ die aktuelle Ausgabe der Anthologienreihe vor, in der sich Graphic Novel-Autorinnen und Autoren wie Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Herausgeber Sascha Hommer (“Vier Augen”, alle erschienen bei Reprodukt) und einige in Deutschland noch unbekannte Autoren mit neuen Kurzgeschichten präsentieren. Laut Giese offerieren alle Beiträge “eine augenöffnende Schau (…), was Comic alles noch sein kann”.
Zur Verfilmung von Jacques Tardis (“120, Rue de la gare”) Mystery-Serie “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (alle erschienen bei Edition Moderne) durch Luc Besson ist ein Trailer erschienen, der sich unter anderem hier ansehen lassen kann. Die Website zum Film ist bisher in französischer und englischer Sprache anwählbar, bis der Film im September in Deutschland startet wird das sicher behoben sein.
Für die “Neue Zürcher Zeitung” schreibt Christian Gasser über Posy Simmonds’ “Tamara Drewe” (Reprodukt) und lobt die “vielschichtige, subtile und humorvolle Geschichte”.
Sex, Literatur und zwei Todesfälle
Mit «Tamara Drewe» legt die britische Comic-Autorin Posy Simmonds ein süffiges Drama um Liebe, Sex, Ehebruch, Literatur und Mord vor. Zugleich handelt es sich um eine sarkastische Milieustudie des Landlebens in Grossbritannien. Formal wie inhaltlich geht Simmonds dabei eigene Wege.
Tamara Drewe ist unwiderstehlich und überaus sexy. Seit ein geschickter Chirurg ihre eher knollige Nase zu einem zierlichen Näschen ummodelte, entspricht sie ganz den heutigen Schönheitsidealen. Mit der Operation kam auch ihre gesellschaftliche Metamorphose: Aus der unscheinbaren Presse-Frau eines Verlags wurde eine prominente Klatschkolumnistin, die ihrerseits im Mittelpunkt zahlreicher Klatschgeschichten und Affären steht. mehr
Am 30. Dezember wurde bei “DRS2aktuell” ein Interview gesendet, das Christian Gasser mit der britischen Zeicherin Posy Simmonds zu ihrer Graphic Novel “Tamara Drewe” geführt hat. “Tamara Drewe” erscheint Mitte Januar bei Reprodukt, die Sendung lässt sich auch online hören.
Kinderbuchautorin Simmonds erstmals in Deutsch
Posy Simmonds hatte schon eine lange Karriere als Kinderbuchautorin und Cartoonistin hinter sich, als sie vor knapp zehn Jahren ihren ersten Comic-Roman vorlegte. Nun erscheint unter dem Titel «Tamara Drewe» zum ersten Mal ein Buch von Posy Simmonds in Deutsch. mehr
Anfang Januar erscheint bei Reprodukt die international vielfach ausgezeichnete Graphic Novel “Tamara Drewe” von Posy Simmonds in deutscher Sprache. Lose inspiriert von Thomas Hardys “Am grünen Rand der Welt” (“Far from the Madding Crowd”) setzt sich Posy Simmonds humorvoll und mit feinem Gespür für Charaktere mit der englischen Mittelklasse auseinander.
Fast beiläufig legt sie in ihren klaren Zeichnungen die Schwächen ihrer Figuren offen und entwirft ein Tableau eitler Künstlerexistenzen, die sie ebenso treffend und unterhaltsam in Szene zu setzen weiß wie die Vielschichtigkeit ihrer Protagonistin.
Das Leben in Stonefield ist idyllisch – zumindest bis Tamara Drewe auf den Plan tritt.
Das Schriftsteller-Refugium, das Beth und Nicholas Hardiman betreiben, ist ein Ort der Ruhe und Kreativität. Für das leibliche und seelische Wohl angehender und bereits etablierter Autoren sorgt vor allem Beth Hardiman, ungeachtet der Fehltritte ihres Gatten, der ein ebenso erfolgreicher wie eitler Schriftsteller ist. Als Tamara Drewe nach dem Tod ihrer Mutter in ihr nahe gelegenes Elternhaus zurückkehrt, um ihr Erbe anzutreten, wird die Idylle empfindlich gestört. Die junge Frau hat sich vom unscheinbaren Wildfang zur selbstbewussten Klatschkolumnistin gewandelt und ist unbestreitbar sexy. Binnen Kurzem liegen ihr alle Männer in Stonefield zu Füßen.
Mit ihrer Anziehungskraft bringt Tamara lang unterdrückte Konflikte zum Ausbruch, und die Ordnung der ländlichen Gemeinschaft, die man bisher für unerschütterlich hielt, gerät allmählich aus den Fugen.
“Tamara Drewe” wurde im Januar 2009 auf dem Internationalen Comicfestival in Angoulême mit dem Prix de la critique ausgezeichnet. Derzeit ist eine Verfilmung von Stephen Frears (“Gefährliche Liebschaften”) in Arbeit, die voraussichtlich entweder auf den Filmfestspielen von Cannes im Mai oder in Venedig im September 2010 uraufgeführt werden soll.
“Mit treffsicheren Linien durchleuchtet Posy Simmonds in ‘Tamara Drewe’ die Charaktere und zeigt uns, woraus Literaten, Autoren, Verleger, Kritiker und Akademiker gleichermaßen bestehen, all die Eitelkeiten, Begehrlichkeiten, Eifersüchteleien und die anderen gekränkten Gefühle, die sie mit sich herumtragen – genauso wie die Lust, die sie nur notdürftig in ihren Jeans verbergen.” – Tom Wolfe
Posy Simmonds, geboren 1945 in Bershire, England, studierte Kunst und Grafikdesign in Paris und London. Seit den frühen Siebzigerjahren zeichnet sie regelmäßig für die englische Tageszeitung “The Guardian” und wurde für ihre Arbeiten zweifach als Cartoonist of the Year ausgezeichnet. Internationale Beachtung fand sie als Autorin und Zeichnerin von “True Love”, “Gemma Bovery” und “Tamara Drewe”. Für ihre Verdienste um die Zeitungsindustrie wurde sie 2002 zum Member of the British Empire ernannt.
Posy Simmonds ist für ihren entlarvenden und karikierenden Stil bekannt, mit dem sie überaus treffend die britische Mittelklasse ergründet. In ihren gesellschaftsanalytischen Geschichten porträtiert Posy Simmonds gern typische Vertreter der britischen Literaturszene. Neben Comics und Cartoons schreibt und zeichnet Posy Simmonds seit 1987 auch Kinderbücher. “Die Katze des Bäckers”, “Lulu im Museum” und weitere Titel sind in deutscher Sprache bei Diogenes erschienen.
Tamara Drewe, ISBN 978-3-941099-31-9, 136 Seiten, farbig, 26 x 23,5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-941099-31-9, erscheint Januar 2010 bei Reprodukt