Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Ralf König’

Neu bei Rowohlt

Donnerstag, den 6. März 2014

“Konrad und Paul: Raumstation Sehnsucht” von Ralf König

Konrad und Paul sind wieder da! Eine Hitzewelle im Mai lässt ohnehin den Testosteronpegel ansteigen und die Schwellkörper pulsieren, und gerade jetzt macht sich Paul im Auftrag seiner besorgten Mutter auf nach Frankfurt zu seiner Schwester Edeltraut, die, wie man hört, mit einem Tier von Mann verheiratet und im neunten Monat schwanger ist! Zu dritt in einer engen, schwülen Dachwohnung verliert man nach und nach die Nerven, denn wie nicht anders zu erwarten passt der grunzgeile polnische Schwager exakt in Pauls Beuteschema! Unweigerlich trudeln die überhitzten Protagonisten in einen Sog aus Begierde und Leidenschaft, bis hin zum Crash auf der «Endstation Sehnsucht». Daheim in Köln ist Konrad währenddessen zunehmend fasziniert vom introvertierten Charme seines rumänischen Klavierschülers Anton, dessen aufgeregte Tante die beiden bei einem peinlich arrangierten Abend essen mehr oder weniger geschickt zu verkuppeln versucht. Der weltfremde Jüngling allerdings interessiert sich mehr für seine Sammlung antiker Likörgläser, davon besitzt er sozusagen eine ganze «Glasmenagerie». Wenn wir dann noch erfahren, was «Plötzlich im letzten Sommer» an einem Badeort in Spanien geschah, und wenn wir dazu auf dem muskulösen Oberarm von Pauls Schwager Kalkowski «Die tätowierte Rose» finden, dann dürfte so manchem dämmern, dass es sich hier fast um ein Südstaatendrama von Tennessee Williams handelt…

Konrad und Paul: Raumstation Sehnsucht, ISBN 978-3-49803-568-6, 160 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,95

Graphic Novels in den Medien – 27. November 2012

Dienstag, den 27. November 2012

Am vergangenen Wochenende befasste sich in Straelen das Europäische Übersetzer-Kollegium im Rahmen eines Workshops mit den Besonderheiten der Comic-Übersetzung. Andrei Klahn war für WDR3 vor Ort. Seinen Radiobeitrag kann man hier nachhören: “Boom, Pow, Puff – Wie Comics ins Deutsche übertragen werden”.

Im Beitrag kommt auch Andreas Platthaus zu Wort, seines Zeichens Comic-Journalist und -Herausgeber. Auf seinem Blog für die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt er Aisha Franz und ihren aktuellen Band “Brigitte und der Perlenhort” (Reprodukt) vor: “Schnüffelei ist Hundesache”. Und so wie im Buch der Spürsinn der Protagonistin offenbar wird, meint Platthaus über die Autorin: “Aisha Franz wiederum hat eine Nase für den Comic, um die sie jeder Schnüffler beneiden müsste.”

“Schwule Comicstrips” standen im Mittelpunkt einer Redaktionskonferenz auf dradio Wissen. Anlass ist die Veröffentlichung von “Stripped – A Story Of Gay Comics” von Markus Pfalzgraf (Bruno Gmünder). Zu Gast im Studio war Ralf König, zugeschaltet wurde der Autor Thilo Krapp (“Damian & Alexander”, Epsilon).

Der vielseitige Comic-Autor Jeff Lemire steht im Mittelpunkt des Artikels von Christian Endres auf tagesspiegel.de. Von seinem Arbeiten als Autor von Superhelden-Geschichten bis zu seinen eigenen Graphic Novels wie der “Essex County-Trilogie” (Edition 52) befasst sich Endres mit der gesamten Bandbreite Lemires Schaffens: “Tauchgang mit Geistern”.

“Elftausend Jungfrauen. Ralf König: Das Ursula-Projekt” – Ausstellung in Köln

Freitag, den 28. September 2012

Vom 13. Oktober 2012 bis zum 9. Januar 2013 zeigt das Stadtmuseum Köln eine Ausstellung zu “Elftausend Jungfrauen. Ralf König: Das Ursula-Projekt”.

Was passiert, wenn sich Deutschlands bekanntester Comic-Zeichner mit einer von Kölns bekanntesten Heiligenlegenden beschäftigt? Allzu fromm wird es dabei wohl kaum zugehen… In den letzten Jahren setzt sich König kritisch mit der zunehmenden Aggressivität von Religionen und Kirchen auseinander – etwa als Zeichner für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein neuestes Werk erscheint zur Ausstellung: Ein Comic-Buch über die heilige Ursula – eine der Stadtpatroninnen Kölns.

Ihre Legende von der Fahrt der elftausend frommen Jungfrauen den Rhein hinab und ihrem Martyrium unter den Hunnen vor den Toren Kölns hat seit dem Mittelalter Künstler zu Bildern und Bildgeschichten angeregt. Ralf König lebt seit über 20 Jahren in Köln. Seine Arbeiten wurden in Museen präsentiert: 2009 im Mittelrhein-Museum Koblenz und 2009/2010 in der Ludwig Galerie Oberhausen. Grund genug, ihm nun auch in Köln eine Ausstellung zu widmen – und dies auch noch mit einem Kölner Thema!

Am 26. Oktober wird es in der KulturKirche Köln eine Lesung samt Signierstunde mit Ralf König geben.

Der Comicband “Elftausend Jungfrauen” ist bei Rowohlt erschienen.

Kölnisches Stadtmuseum, Zeughausstraße 1-3, D-50667 Köln
Tel. (0221) 221 25789, Fax (0221) 221 24154
www.museenkoeln.de/koelnisches-stadtmuseum/, E-Mail: ksm@museenkoeln.de
Öffnungszeiten: Di 10–20 Uhr, Mi bis So 10–17 Uhr, Feiertage 10−17 Uhr

“Elftausend Jungfrauen”

Mittwoch, den 15. August 2012

Mit “Elftausend Jungfrauen” erscheint im September ein weiterer Band von Ralf König, in dem er sich mit einem Thema der christlichen Mythologie auseinandersetzt.

Mit sage und schreibe elftausend Jungfrauen geht die britannische Prinzessin Ursula um 300 nach Christus auf große Fahrt gen Rom, weil sie standhaft keusch bleiben und nicht heiraten will. Und das soll bitte schön der Papst absegnen! Die Rückreise führt die Mädels den Rhein entlang nach Colonia, und wie der liebe Gott es so will: Die Stadt wird gerade belagert von den gefürchteten Hunnen, die in Sachen Benimm gegenüber Frauen recht ungeübt sind …

Der Legende zufolge erlitten die frommen Jungfern vor den Toren Kölns das Martyrium. Ralf König fügt den zahlreichen Legendenversionen um die Schutzheilige der Stadt mit seinem neuen Comic eine weitere hinzu, gewürzt mit sozialethisch desorientierten Heiden, sadomasochistischen Klosterbrüdern und wohlgeformten Barbaren, und den Jungfrauen blubbern die Hormone vor lauter christlichem Keuschheitsgelübde aus den 22 000 Nasenlöchern.

Elftausend Jungfrauen, ISBN 978-3-498-03558-7, 192 S., farbig, Hardcover, 18,95 EUR (D), erscheint im September

Comics in den Medien – 26. Juni 2012

Dienstag, den 26. Juni 2012

Rupert Koppold schreibt heute in der “Stuttgarter Zeitung” ausführlich über “Wave and Smile” von Arne Jysch (Carlsen). Darin gibt er wieder, wie der Autor den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aus Sicht von Soldaten beschreibt und damit Einblicke gibt, die in der Berichterstattung häufig keine Rolle spielen: “Das will ja keiner Wahrhaben”.

Durchaus kritische Worte findet Moritz Honert in seinem Beitrag “Licht am Ende des U-Bahn-Tunnels” auf tagesspiegel.de für Magdy El-Shafees “Metro” (Edition Moderne), das die revolutionären Entwicklungen in Ägypten aufgreift. Sein Kritik wird allerdings dadurch aufgewogen, “eines der interessantesten Bücher aus der Frühphase dessen zu lesen, was zu einer der größten Umwälzungen der Weltpolitik wurde”.

Am heutigen Dienstag strahlt das Deutschlandradio “Comics als Konversationsstücke” aus, eine Sendung von Rebecca Partouche, in der die französische Autorin Claire Bretécher (“Agrippina – Allergien”, Reprodukt) und Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) parallel portraitiert werden. Im Zentrum steht neben der Inspiration Königs durch Bretecher auch deren spezieller Zugang zum Erzählen von Geschichten im Comic, das weitaus mehr von Dialogen als von Action geprägt ist. Die Sendung beginnt um 19:30 Uhr, das Manuskript kann bereits jetzt als PDF und einfacher Text gelesen werden.

Graphic Novels im “Hamburg Journal”

Mittwoch, den 11. April 2012

Die Magazin-Sendung “Hamburg Journal” des NDR berichtete gestern über die ebenfalls gestern begonnenen Graphic Novel-Tage und stellt in einem Beitrag die Comic-Autoren Joe Sacco (“Gaza”, Edition Moderne), Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag), Line Hoven (“Liebe schaut weg”, Reprodukt) und Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) vor.

Zum Videobeitrag gelangt man hier.

Heute finden die Graphic Novel-Tage mit einem Schabkarton-Workshop und einer Podiumsveranstaltung mit Line Hoven und Igort (“Berichte aus der Ukraine”, Reprodukt; “Fats Waller” mit Carlos Sampayo, avant-verlag) ihre Fortsetzung.

“Sprechende Bilder” im Literaturhaus Hamburg

Montag, den 9. April 2012

Vom 10. bis zum 13. April lädt das Junge Literaturhaus Hamburg unter dem Titel “Sprechende Bilder” zu den ersten Hamburger Graphic Novel Tagen ein. Moderiert von den Journalisten Andreas Platthaus (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”) und Christian Gasser (“Neue Zürcher Zeitung”) werden sich Ulli Lust & Joe Sacco, Jens Harder & Marc-Antoine Mathieu, Line Hoven & Igort und Ralf König & Posy Simmonds an jeweils einem Abend
begegnen.

Der Comic hat die Kinderstube längst hinter sich gelassen: Noch nie waren Comics so erwachsen, waren Comics mit so viel Qualität und neuen Erzähl-Formen auf dem Markt. Bei den ersten Graphic Novel Tagen im Hamburger Literaturhaus kommen unter dem Titel “Sprechende Bilder” an vier Abenden vom 10. bis 13. April bei Podiumsdiskussionen jeweils ein internationaler und ein deutschen Comicautor oder -autorin miteinander ins Gespräch.

Neben den Abendveranstaltungen bietet das Junge Literaturhaus Hamburg Workshops mit zweien der anwesenden Künstler – Line Hoven und Igort – an.

  • Dienstag, 10. April:
    Comic & Reportage: Joe Sacco (US) & Ulli Lust (A)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR
  • Mittwoch, 11. April:
    Comic & Leben: Igort (I) & Line Hoven (D)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR

  • Workshop mit Line Hoven: “Kratzen für Anfänger: Einführung in die Schabkartontechnik” (ab 14 Jahre, maximal 12 Teilnehmer)
    15 Uhr bis 18.30 Uhr, Gartenzimmer, Kursgebühr: 15 EUR
  • Donnerstag, 12. April:
    Comic & Zeit: Marc Antoine Mathieu (F) & Jens Harder (D)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR

  • Workshop mit Igort: “Analysis of Frames and their Implicit Semantic Meaning”
    (in englischer Sprache, ab 18 Jahre, maximal 12 Teilnehmer)
    15 Uhr bis 18.30 Uhr, Gartenzimmer, Kursgebühr: 15 EUR
  • Freitag, 13. April:
    Comic & Film: Posy Simmonds (GB) & Ralf König (D)
    19.30 Uhr, Großer Saal, Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 8 EUR / 6 EUR
  • In der Hamburger Comicbuchhandlung Strips & Stories finden am Rande der Veranstaltungsreihe folgende Signierstunden statt:

  • Mittwoch, 11. April, 16-18 Uhr:
    Igort (“Berichte aus der Ukraine”)

  • Samstag, 16. April, 14-16 Uhr:
    Line Hoven (“Liebe schaut weg”) & Posy Simmonds (“Tamara Drewe”)
  • Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, D-22087 Hamburg
    Tel. (040) 22 70 20 11, Fax (040) 2 20 66 12
    email: info@julit-hamburg.de, www.julit-hamburg.de

    Strips & Stories, Seilerstraße 40, D- 20359 Hamburg
    Tel. (040) 380 740 09
    email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de

    “Provokateur mit Helfersyndrom”

    Freitag, den 10. Februar 2012

    Noch vor der offiziellen Premiere des Films auf der Berlinale am heutigen Freitag, veröffentlicht der Berliner “Tagesspiegel” eine erste kritische Rezension von Rosa von Praunheims Dokumentation “König des Comics” über den in Köln lebenden Comicautoren Ralf König (Der Filmtrailer ist oben zu sehen). Frank Noack schreibt:

    Provokateur mit Helfersyndrom

    „König des Comics“: Auf der Berlinale hat Rosa von Praunheims Film über Ralf König Premiere. Dass der ein Comiczeichner mit Tiefgang ist, lässt sich dabei höchstens erahnen.

    Ralf König ist nicht nur ein begnadeter Comiczeichner, er ist auch mit einer markanten, modulationsfähigen Stimme gesegnet. Deshalb hält er Lesungen ab, auf denen ein gutbürgerliches Publikum johlt und quiekt, wenn er einen sexuellen Kraftausdruck in den Raum wirft. mehr

    “König des Comics”

    Freitag, den 3. Februar 2012

    Der bekannte Filmemacher Rosa von Praunheim hat einen Dokumentarfilm über den Comiczeichner Ralf König (“Archetyp”, Rowohlt) gedreht, der auf der Berlinale Premiere feiern wird: “König des Comics”.

    Die Dokumentation KÖNIG DES COMICS ist eine Hommage an den Künstler, der heute auf der Höhe seiner Schaffenskraft ist. Sein Leben und seine Kunst sind eng mit der Entwicklung der schwulen Community seit Ende der Siebzigerjahre verbunden. Alles begann in einem westfälischen Dorf. Das Zeichnen wurde früh zur Coming-out-Hilfe. Das „pubertäre Geschmiere“ (Selbstkritik) sollte sich zu einem sicheren Zeichenstil entfalten, der bis heute von einem frivol anarchischen Humor bestimmt ist. Königs Themen und Interessen haben die Grenzen der Homo-Szene inzwischen weitgehend überschritten.

    Neben Ralf König selbst kommen in dem Film Freunde und Kollegen wie Joachim Król und Hella von Sinnen zu Wort. Premiere feiert der Film am 10. Februar, im Anschluss wird er während der Berlinale noch drei weitere Male zu sehen sein. Danach kommt “König des Comics” bereits am 23. Februar in die Kinos.

    Auf seiner Website hat Ralf König einen privaten Begleittext zum Film veröffentlicht.

    Ehapa Comic Collection lobt Comic-Stipendium aus

    Donnerstag, den 6. Oktober 2011

    Die Ehapa Comic Collection vergibt erstmals für 2012 ein Stipendium für Comiczeichnerinnen und -zeichner. Das Fördergeld in der Höhe von 5.000 Euro soll es dem oder der Stipendiat/in ermöglichen, ein Comicprojekt in finanziell ruhigeren Fahrwassern fertigzustellen, als das hierzulande für neue Talente (aber auch nicht wenige erfahrene Zeichnerinnen und Zeichner) die Regel ist. Zudem winkt die Veröffentlichung des entsprechenden Comics im Programm des Kölner Verlags, die mit einem üblichen Absatzhonorar vergütet wird.

    Nach dem “Afkat – Der Hamburger Graphic Novel-Förderpreis” ist dies bereits die zweite Ausschreibung einer Comic-Künstlerförderung innerhalb weniger Wochen.

    Das “Comic-Stipendium 2012″ der Ehapa Comic Collection wendet sich sowohl an Nachwuchskünstler wie auch an professionelle Autoren und Zeichner, die sich mit einem Konzept oder einem fertigen Projekt bewerben können. Das Thema der Ausschreibung ist “Heimat 2.0″. Formal und stilistisch sind sämtliche Spielarten zugelassen, vom klassischen großformatigen Comicalbum bis hin zur umfangreichen Graphic Novel. Über die Bewerbungen urteilt eine Jury, der neben Ehapa-Mitarbeitern wie dem Redakteur Steffen Hautog und dem Verlagsvertreter Markus Iking auch die Comiczeichner/innen Sarah Burrini und Ralf König sowie die Journalisten Klaus Schikowski und Lars von Törne angehören.

    Der Einsendeschluss ist der 16. April 2012. Die Bekanntgabe des oder der Gewinner/in erfolgt auf dem 15. Comic-Salon Erlangen (7. bis 10. Juni 2012).

    Nähere Informationen zum Stipendium und den Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsunterlagen finden sich hier.

    Ralf König auf Lesetour

    Donnerstag, den 15. September 2011

    In den kommenden Wochen wird der in Köln lebende Comicautor Ralf König auf Lesetour durch Deutschland und Österreich gehen und dabei den umfangreichen Sammelband “Der dicke König” (erschienen bei Ehapa) präsentieren.

    Testosteronschübe, Liebesfrust, verkorkste Beziehungen und deren Klärungen, erhebliche Midlifekrisen, sandalierte Ausflüge in die Antike, Religionsverwurstungen samt Wollust und Unzucht, Standfestigkeiten mit und ohne Viagra, dazu Mütter, Schwiegermütter und Barbra Streisand.

    Gezeichnet für diverse Zeitschriften, Magazine und Tageszeitungen im In- und Ausland, geben sie Auskunft über die Befindlichkeiten zartbesaiteter bis grobschlächtiger Männerseelen. Ein über 300 Seiten dicker, bibliophiler Sammelband als Leseschmaus.

  • Freitag, 16. September: Frankfurt, Saalbau Bornheim
  • Montag, 19. September: Berlin, Heimathafen Neukölln
  • Mittwoch, 28. September: Dortmund, Mayersche Buchhandlung
  • Donnerstag, 29. September: Bochum, Mayersche Buchhandlung
  • Dienstag, 11. Oktober: Essen, Mayersche Buchhandlung
  • Donnerstag, 20. Oktober: Basel, Vorstadttheater
  • Mittwoch, 16. November: Dortmund, Fletch Bizzel Theater
  • Donnerstag, 24. November: Wolfsburg, Hallenbad – Kultur am Schachtweg
  • Freitag, 2. Dezember: Linz, HOSI
  • Sonntag, 4. Dezember: Wien, 3raum Anatomietheater
  • Sonntag, 11. Dezember: Cottbus, Weltspiegel
  • Anfangszeiten und weitere Details finden sich auf der Website von Ralf König oder auf den Websites der Veranstaltungsorte.

    Neues von Ralf König

    Dienstag, den 17. Mai 2011

    Nachdem Ralf König im vergangenen Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag feierte, bleibt er auch in diesem Jahr vielbeschäftigt: Ab sofort erhältlich ist ein umfangreicher Sammelband älterer und exklusiver, neuer Geschichten: “Der dicke König” (Ehapa Comic Collection). Daraus wird König selbst am 28. Mai im Kölner Gloria-Theater szenisch lesen. Und am 10. Juni eröffnet im Cartoonmuseum Basel eine umfangreiche Werkschau des Kölner Künstlers.

    Mit “Der dicke König” legt Ralf König bei der Ehapa Comic Collection eine umfangreiche Sammlung früherer und einiger ganz neuer Geschichten vor. Der Band ist ab sofort im Handel erhältlich.

    Aus dem Indizierungsantrag des „Bayerisches Landesjugendamtes“ zu Bullenklöten Durch die kindernahe Darstellungsform als Comic muß jedoch davon ausgegangen werden, daß Kinder (und auch Jugendliche) von den witzig karrikierten Typen in den Bann geschlagen werden … ,  ,… Und hoffentlich auch jede Menge Erwachsene! Zartbesaitete bis grobschlächtige Männerseelen, zweifelhafte Weibsbilder, Liebesnöte, Testosteronschübe mit und ohne Viagra, verkorkste Beziehungen und deren Klärungen, sandalierte Ausflüge in die Antike, Wollust und Unzucht, dazu lüsterne Schutzengel, Mütter, Schwiegermütter und Barbra Streisand! Prallbunte Kurzgeschichten aus Suck my Duck, Trojanische Hengste, Stutenkerle, Schillerlöckchen und Poppers, Rimming, Tittentrimm (bisher: Männerschwarm), garniert mit bisher unveröffentlichtem Material. Gehört nicht ins Kinderzimmer, aber auf jeden halbwegs aufgeklärten Nachttisch!

    Der dicke König, ISBN 978-3-7704-3471-8, 320 Seiten, Hardcover, 39,90 EUR, erschienen bei Ehapa Comic Collection

    Am Samstag, dem 28. Mai, liest Ralf König Rahmen des “Sommerblut Kulturfestivals 2011″ im Kölner Gloria-Theater aus  “Der dicke König”.

    Seine prallbunten Kurzcomics haben es in sich: Testosteronschübe, Liebesfrust, verkorkste Beziehungen und deren Klärungen, erhebliche Midlifekrisen, sandalierte Ausflüge in die Antike, Religionsverwurstungen samt Wollust und Unzucht, Standfestigkeiten mit und ohne Viagra, dazu Mütter, Schwiegermütter und Barbra Streisand. Gezeichnet für diverse Zeitschriften, Magazine und Tageszeitungen im In- und Ausland, geben sie Auskunft über die Befindlichkeiten zartbesaiteter bis grobschlächtiger Männerseelen.

    Die Lesung beginnt um 19:30 Uhr.

    Gloria Theater, Apostelnstr. 11, 50667 Köln
    Tel. (0221) 660 63 0, Fax (0221) 660 63 30
    email: info@gloria-theater.com, www.gloria-theater.com

    Ab dem 10. Juni zeigt dann das Cartoonmuseum Basel unter dem Titel “Ralf König. Gottes Werk und Königs Beitrag” eine umfangreiche Schau des Kölner Comic-Autors.

    Die Ausstellung “Ralf König. Gottes Werk und Königs Beitrag” zeigt einen Überblick über das dreissigjährige Schaffen des wichtigsten deutschsprachigen Comickünstlers und würdigt einen unerschöpflichen und immer überraschenden Geschichtenerzähler.

    Am 10. Juni 2011 wird die Ausstellung um 18:30 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Nach einer Begrüssung der Leiterin des Cartoonmuseums, Anette Gehrig und einer Einführung von Comic-Experte und -Agent Andreas C. Knigge wird Ralf König auch hier aus seinen Geschichten lesen

    Die Ausstellung wird bis zum 23. Oktober zu sehen sein.

    Cartoonmuseum Basel, St. Alban–Vorstadt 28, CH–4052 Basel
    Tel. +41 (0)61 226 33 60, Fax +41 (0)61 226 33 61
    email: info@cartoonmuseum.ch, www.cartoonmuseum.ch

    Graphic Novels in den Medien – Dezember 2010 (2)

    Donnerstag, den 30. Dezember 2010

    Kurz vor Jahresschluss noch einmal ein Blick auf die vielfältige Berichterstattung über Graphic Novels in den Medien. Leider kann nicht auf alles verlinkt werden, wie zum Beispiel auf Andreas Platthaus eine ganze Seite füllenden Bericht über die Bedeutung von Graphic Novels in der heutigen Ausgabe der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (update: Der Artikel “Siegeszug unter falscher Flagge” ist nun auch online abrufbar). Auf eine Reihe von Berichten und Rezensionen kann an dieser Stelle jedoch wie gewohnt verwiesen werden.

    Die am heutigen Donnerstag in den Kinos startende Verfilmung von Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt) unter dem Titel “Immer Drama um Tamara” findet natürlich breite Beachtung in den Feuilletons, wobei die Vorlage zumindest hingewiesen wird. Auf “tagesspiegel.de” stellt Sven Jachmann das Buch noch einmal ausführlich vor und legt: “Die Begierden der Intellektuellen” dar.

    Ralf Königs “Antityp” (Rowohlt) ist die Buchempfehlung im Dezember des “Radiofeuilletons” im “Deutschlandradio”. Knut Cordsen legt das Buch in “Fundgrube für Kokolores” “jedem Frömmler ans Herz”. Christian Möller stellt im “Deutschlandradio Wissen” Peer Meters und Isabel Kreitz´ “Haarmann” (Carlsen) vor: “Serienmörder als Comic”. Derselbe Band wird von Thomas Hummitzsch auf “BerlinerLiteraturkritik.de” besprochen: “Der Tatort unter den Comics”. Und auf “satt.org” schreibt Andre Kagelmann über eben jenen Band unter der Überschrift “Ratten im Hirn …”.

    Weitere biografische Comics fanden in den Medien Beachtung: Auf fm4.orf.at stellt Zita Bereuter “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium) vor: “Russell, Wittgenstein und Gödel als Superhelden”. “Ginsberg, Kerouac und Co. waren homophob, antisemitisch. Und prägten die Popkultur” schreibt Brigitte Preissler in “Dichter sind gefährlich” für “Die Welt” über die von Harvey Pekar und Paul Buhle herausgegebene Portraitsammlung “The Beats” (Weidle+Graf). Vor allem die “gewohnt exzellenten” Zeichnungen von Autor Reinard Kleist in seinem Buch “Castro” (Carlsen) haben es Markus Lippold angetan, wie er in seiner Besprechung auf n-tv.de schreibt: “Vaterland oder Tod – oder Diktatur”. Der Band ist Buchtipp auf “blickpunkt-lateinamerika.de”, wo Thomas Völkner “Fidel Castros Leben als Comic” vorstellt.

    Auf “Aviva-Berlin.de”, dem “Online-Magazin für Frauen” stellt Claire Horst den dritten Band von Joann Sfars “Klezmer” vor: “gewohnt farbenfroh und traumartig versponnen”. Gerade die “brillante Inszenierung” hat es Benjamin Vogt bei der Lektüre von Bastien Vivès´ “In meinen Augen” angetan, wie er auf “comicgate.de” schreibt.

    Gleich zwei Bände von Bastien Vivès finden sich in den lesenswerten Jahres-Top 10 der besten Comic auf “titel-magazin.de”. Dort wurden vor Weihnachten noch eine Reihe weiterer Graphic Novels vorgestellt: Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) findet nur bedingt das Wohlwollen des Rezensenten Falk Straub, der in “Der Schöpfer im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” jedoch relativierend feststellt: “Manch anderer Autor und Zeichner würde sich wünschen, einen Ausrutscher auf solch hohem Niveau überhaupt einmal zustande zu bringen.” Gleich zwei neue Bände von David B. stellt Alexander Frank in “Ornamentale Menschenknäuel und kopflose Piraten” vor: “Auf dunklen Wegen” und “Kapitän Scharlach” (letzterer zusammen mit Emmanuel Guibert, beide avant-verlag).

    Weiterhin auf “titel-magazin.de” erkennt wieder Falk Straub eine “herausragende Meditation über Lust und Gewalt” in der Piraten-Trilogie “Jeronimus” von Christophe Dabitch und Jean-Denis Pendanx (Schreiber & Leser): “Homo homini lupus”. Christian Neubert kann dagegen der Manga-Trilogie “Furious Love” von Kazuo Kamimura (Carlsen) nicht besonders viel abgewinnen: “Weiter wie gehabt…”.

    “Eine zutiefst melancholische und gleichzeitig an Zynismus kaum zu überbietende Geschichte” erkennt Felix Giesa auf “satt.org” in “Sun Village” von Inio Asano (Schreiber & Leser): “Leben und Tod sind bloß ein Geschäft”. Und an gleicher Stelle stellt Giesa drei aktuelle Abenteurcomics vor: “Der letzte Mohikaner” von Cromwell (nach James Fennimore Cooper, Splitter), “An Bord der Morgenstern” von Riff Reb´s (Carlsen) und “Mouse Guard – Winter 1152″ von David Petersson (Cross Cult).

    Ralf König bei “Druckfrisch”

    Dienstag, den 21. Dezember 2010

    Am vergangenen Freitag war Ralf König zu Gast bei Denis Scheck im ARD-Büchermagazin “Druckfrisch”, um mit ihm über seinen neuen Comic “Antityp” (Rowohlt) zu plaudern. Den Beitrag kann man in der ARD Mediathek ansehen, zum Textbeitrag gelangt man hier.

    Arne Bellstorf und Ralf König im TV

    Mittwoch, den 8. Dezember 2010

    Zweimal Comics im TV: Die Sendung “Kulturmontag” auf ORF 2 berichtete über Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) und lässt dafür unter anderem den Autor und Astrid Kirchherr selbst zu Wort kommen.

    Der Beitrag lässt sich in der Mediathek des ORF ansehen.

    Am vergangenen Donnerstag sprach Thea Dorn in der Sendung “Literatur im Foyer” des SWR mit Ralf König (“Antityp” (Rowohlt) sowie Hans Traxler über das Religiöses im Comic und Karikatur.

    Die komplette Sendung findet sich in der Mediathek des SWR.

    Bücher im NDR | Lesung mit Ralf König in Göttingen

    Mittwoch, den 1. Dezember 2010

    Am gestrigen Dienstag Abend wurde im “NDR Bücherjournal” Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vorgestellt. Ein Text dazu kann online nachgelesen werden.

    “Baby’s in Black” – Eine Liebe als Comic

    Eigentlich hört Astrid nur Jazz. Aber an diesem Abend, im Oktober 1960, geht sie auf die Große Freiheit – und hört die neue Band aus Liverpool. Da passiert es – da sieht sie IHN, den Mann, den sie nie mehr vergessen wird. “Seine Coolness. Seine Intelligenz. Sein künstlerisches Sein. Einfach Liebe zwischen uns”, erzählt sie heute. “Das hat mich fasziniert. Dieses Einmalige. Dieses nie wieder Gefundene.”

    Stuart Sutcliffe war damals in Hamburg der erste Bassist der Beatles. Astrid Kirchherr, frisch von der Kunsthochschule, sah die Band, war begeistert, machte Fotos. 50 Jahre später erzählt der Comic “Baby’s in black” ihre Geschichte, die Geschichte eines Aufbruchs, einer Sehnsucht. mehr

    Der NDR präsentiert am heutigen Mittwoch in der Reihe “Der Norden liest” eine Lesung in Göttingen mit Ralf König, der aus seinem aktuellen Buch “Antityp” (Rowohlt) vortragen wird. Weitere Informationen dazu gibt es hier. Der Autor und seine nun abgeschlossene Bibel-Trilogie werden in einem Artikel samt Video auch online vorgestellt.

    Prototyp, Archetyp, Antityp

    Am Anfang war das Buch “Prototyp” – Adams Sündenfall, frei nach Ralf König. Und siehe: Das Buch war gut. “Es hat jedenfalls Proteste gehagelt”, erzählt König. “Und da wird man ja als Satiriker, Zeichner, Karikaturist sofort gepikst, dass man da irgendwas richtig gemacht hat, wenn Leute sich aufregen.” Also geht’s weiter: Es ist Strich für Strich eine Anti-Missionierung: König geht dem Christentum mit Wort- und Bildwitz zu Leibe, diesmal dem, der es seiner Meinung nach am Übelsten trieb: Apostel Paulus. “Ich empfinde Paulus wirklich auch als eine Art Taliban. Also diese strenge Trennung: was ist Gut, was ist Böse und wird in der Hölle schmoren, das ist bei Paulus ja wie bei allen Fundamentalisten, ich meine, er war wohl der Fundamentalist an sich.” mehr

    Comics in den Medien – Oktober 2010

    Mittwoch, den 27. Oktober 2010

    Neben zahlreichen Meldungen in der deutschsprachigen Presse, in Funk und Fernsehen, gab es in den vergangenen Wochen auch einige Erwähnungen deutscher Comics und ihrer Macherinnen und Macher in internationalen Medien. Zum Beispiel interviewte Tomasz Pstrągowski am Rande des Comicfestivals in Lodz den Berliner Zeichner Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt) für das polnische Online-Comicmagazin komiksomania.pl: “Nie jestem bohaterem”.

    Mit “Wanderlust” widmet Matthias Wivel auf dem amerikanischen “The Comics Journal”-Blog Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) eine ausführliche Besprechung. Darin wird Ulli Lusts autobiografischer Reisebericht eingeordnet zwischen Goethes “Italienische Reise” und Christiane F.s “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”: “a fascinating study of human behavior under duress”. Erfreulich zu sehen, dass deutsche Comics auch im Ausland immer breiter wahrgenommen werden.

    “Schlicht grossartig” findet Bert Dahlmann Pierre Pelots und Barus “Elende Helden” (Edition 52) in seiner kurzen Vorstellung auf westzeit.de. Das gegenwärtige Schaffen Barus, der im nächsten Jahr Präsident des Comicfestivals in Angoulême sein wird, stellt Andreas Platthaus auf seinem “FAZ”-Blog vor und spart in Bezug auf “Elende Helden” nicht mit lobenden Worten, wenn er in “Arme Typen, aber was für ein Reichtum an Geschichten!” unter anderem ausführt, warum Baru “auch im Alter von über sechzig immer noch einer der frischesten Comiczeichner der Welt ist”.

    Ein weiterer Titel der Edition 52 wurde zuletzt ebenfalls besprochen: Die Veröffentlichung des ersten Teils von Jeff Lemires “Essex County”-Trilogie, “Geschichten vom Land”, nimmt Lars von Törne auf tagesspiegel.de zum Anlass, den Autor und sein Werk vorzustellen: “Nur wenige Autoren verbinden Elemente des Mainstream und der Comic-Avantgarde so gekonnt wie Jeff Lemire.” schreibt er in “Schöner Schmerz”. Auf comicgate.de vergleicht Benjamin Vogt in seiner Besprechung Jeff Lemires Stil lobend mit dem von Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen). Derselbe Rezensent bespricht auch Jiro Taniguchis Western-Manga “Sky Hawk” (Schreiber & Leser) und weist bei allem Lob auf einige Schwächem im Genre-Mix hin. In den ungefähr zur Zeit der großen Depression angesiedelten Geschichten in Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott und andere Geschichten” (Carlsen) erkennt Andreas Fisch – ebenfalls auf comicgate.de – eine Reihe von Parallelen zur heutigen Zeit. Die “Ur-Graphic Novel” nennt Fabian Kettner den Band in seiner ausführlichen Vorstellung auf literaturkritik.de.

    In der Zeit ganz weit zurück geht Jens Harder in seiner Graphic Novel “Alpha – directions” (Carlsen), der Thomas Hummitzsch auf textem.de attestiert, “spektakuläre Evolutionsbilder” zu finden. Marco Behringer stellt an gleicher Stelle “die Geschichte der Beat-Literatur als Graphic Novel” vor, namentlich “The Beats” (Walde+Graf) von den Herausgebern Harvey Pekar und Paul Buhle. Wer hätte gedacht, dass einmal “Bertrand Russel als Comicheld” erscheinen würde, führt ebenfalls Marco Behringer in seiner Besprechung von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) auf textem.de aus. Wolfgang Popp stellt “Logicomix” auf Ö1 vom ORF vor. Der dazugehörige Text lässt sich hier nachlesen und hier nachhören.

    Christian Möller sprach anlässlich der Veröffentlichung einiger Comics, die sich mit religiösen Themen auseinandersetzen, mit dem Kölner Autor Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) über den “Boom des Göttlichen”. Der Beitrag lief im Deutschlandfunk. In einer kurzweiligen Bilderstrecke stellt WDR1 Live Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor.

    In der “Welt” wurde Eric Corbeyrans Adaption von Franz Kafkas “Die Verwandlung” (Knesebeck) als gelungene Umsetzung kurz vorgestellt. Für die Vogtländer “Freie Presse” legt Oliver Seifert in “Pünktchen, Pünktchen, Komma Strich” dar, wie es Stéphane Heuet gelingt, aus Marcel Prousts Vorlage in “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Combray” (Knesebeck) einen gelungenen Comic zu machen. Eher eine “Lektürehilfe” erkennt darin jedoch Daniel Wüllner in seinem Artikel für tagesspiegel.de: “Bis an die Grenzen der Zeit”. An gleicher Stelle stellt Waldemar Kesler die gelungene Zusammenarbeit zwischen David Prudhomme und Pascal Rabaté in “Die Plastikmadonna” (Carlsen) heraus: “Das Szenario und die Zeichnungen gehen bei der liebevollen Milieustudie so innig Hand in Hand, dass wir nur auf eine weitere Zusammenarbeit der beiden hoffen dürfen.”: “Die rote Maria”.

    Ebenfalls auf tagesspiegel.de empfiehlt Comic-Autorin Elke R. Steiner (“Risiken und Nebenwirkungen”, Gütersloher Verlagshaus) “Das Zeichen des Widders”, die Zusammenarbeit von Fred Vargas und Edmond Baudoin (Aufbau Verlag) als “Mitreißend, berührend und voller ungewöhnlicher Charaktere”: “Kleiner Raub mit großen Folgen”.

    Thomas Otts “R.I.P. – Best of 1985 -2004″ (Edition Moderne) stellt Christian Neubert auf titel-magazin.de vor. In diesen “Schattenseiten” erkennt der Autor “große Kunst”. Christian Neubert sprach am Rande der Frankfurter Buchmesse auch mit den frisch gekürten Sondermann-Preisträgern Felix Mertikat und Benjamin Schreuder über die Auszeichnung und natürlich über ihr gemeinsames Debüt “Jakob” (Cross Cult): “Ein Konglomerat genialer Ideen”.

    “Antityp” von Ralf König

    Freitag, den 17. September 2010

    Ab heute ist der neue Band von Ralf König, “Antityp” (Rowohlt), im Handel erhältlich. Im Gegensatz zu “Prototyp” und “Archetyp”, in denen der Kölner Comic-Autor zuvor mit biblischen Charakteren auseinandersetzte, ist das neue Buch nicht vorab als Comic Strip in der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” erschienen.

    Der Mensch, zumindest in der Bibel, ist voll Verderbnis und von Übel, drum kommt bald einer, um vom Bösen uns arme Sünder zu erlösen, damit der Himmel schließlich siegt! Wie? Hab ich was nicht mitgekriegt? Der Erlöser war schon da? Aha? Soso … Wie sonderbar … Die Welt, erlöst? Der Mensch ist frei? Braucht’s da der Trilogie Teil 3? Doch! Der Heilige heißt diesmal Paul, fällt gleich zu Anfang schon vom Gaul, apostelt durch die Welt, und schon gibt es ’ne neue Religion! Dann fälscht und ändert man noch was, ach Gott, jaja, so schnell geht das … Zum Schluss hat uns die Christenheit von Logik und Vernunft befreit. Doch zu unser aller Glück kehrt der Erlöser bald zurück und die ihr glaubet, seht euch vor: Womöglich hat der Mann Humor!


    Antityp, ISBN 978-3-49803-551-8, 144 Seiten, Hardcover, 16,95 EUR, erschienen bei Rowohlt

    Comics in den Medien – August 2010 (2)

    Freitag, den 20. August 2010

    Graphic Novels ['græfik 'nɔvəls] haben es in das Glossar der vom WDR betriebenen Website wissen.de geschafft. Die Kurzbeschreibung findet sich hier.

    Zwei Fachzeitschriften haben sich in den vergangenen Wochen mit Graphic Novels befasst: Für “Spektrum der Wissenschaft” hat Lennart Pyritz Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) gelesen und attestiert dem Autor im Artikel “Comic-Evolution” eine “augenzwinkernde Kreativität”. Im “Deutschen Ärzteblatt” stellt Freddy Litten weniger erbauliche Inhalte vor: “Comics: Vergewaltigung, Krankheit und Tod”. Von den vorgestellten Comics ist einzig die Trilogie “Der Fotograf” von Didier Lefèvre, Emmanuel Guibert und Pascal Lemercier (Edition Moderne) auf Deutsch erhältlich.

    In der laufenden Sommerserie des Berliner “Tagesspiegel” beantworten Comicautorinnen und -autoren einen 15 Punkte umfassenden Fragebogen. Bisher haben sich zu Wort gemeldet: Katharina Greve (“Ein Mann geht an die Decke”, die biblyothek), Barbara Yelin (“Gift”, mit Peer Meter, Reprodukt), Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen) und Flix (“Faust”, Carlsen).

    An gleicher Stelle schreibt Christian Endres über “Sky Hawk” (Schreiber & Leser), den neuen Band von Jiro Taniguchi. In Zwei Samurai bei den Sioux” lobt er die gelungene Verknüpfung von Western und Manga. “Die Hölle Pubertät” durchschreitet Melanie Gerland in ihrem autobiografischen Debüt “Offene Arme” (Balance Verlag), wie Sven Jachmann ebenfalls auf tagesspiegel.de ausführt.

    Leichtere Kost verspricht David Prudhommes “Rembetiko” (Reprodukt), auch wenn es dort “Zwischen Knast und Kneipe” heiß her geht. Thomas Klingenmaier schreibt über das Buch in seinem Blogbeitrag auf der Seite der “Stuttgarter Zeitung”.

    Im “Nordwestradio” von Radio Bremen hat Karolin Korthase ein weiteres Mal Peer Meters und Barbara Yelins Buch “Gift” (Reprodukt) vorgestellt. Der Beitrag lief in der Sendung “Literaturzeit” und kann hier noch einmal in ganzer Länge nachgehört werden.

    “Comicautor Ralf König ist 50″ lautet die Überschrift des ausführlichen Porträts, das auf der Website der Deutschen Welle zu finden ist. Dort resümiert die Autorin Gisa Funck: “Von einsetzender Altersmilde aber ist beim Altmeister glücklicherweise nichts zu spüren, dessen Cartoons weiterhin erfrischend respektlos die Untiefen sozialer Konventionen ausloten.”.

    Der “Stern”-Blogger Gerd Blank erkennt in Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) eine “herzergreifende, wundervoll gestaltete” Geschichte: “Die traurige Geschichte von ‘Jakob’”. Die beiden Kreativköpfe hinter dem Buch sind Absolventen der Filmhochschule Ludwigsburg und haben “Jakob” als medienübergreifendes Projekt gestartet, das “cinearte”, das Nachrichtenmagazin für Filmschaffende, in der aktuellen Ausgabe vorstellt. Die Zeitschrift lässt sich komplett als PDF herunterladen.

    “Die Blondinen der Homos”

    Samstag, den 7. August 2010

    Martin Reichert gratuliert Ralf König in der “taz” vom 7. August zum fünfzigsten Geburtstag – mit einem Hinweis auf die Ausstellung “Ich komm mir vor wie ‘ne Witzfigur! 50 Jahre Ralf König” im Schwulen Museum Berlin.

    Die Blondinen der Homos

    TUSCH! 30 Jahre Dienst an der Knollennase: Der Zeichner Ralf König, mit einer sozio-rhinologischen Untersuchung und einer Ausstellung geehrt, wird 50

    “Kinder, jetzt ist der Ralf auch schon 50!”, so klingt es womöglich in trautem Homosexuellenkreis, wenn es darum geht, dass der berühmteste Zeichner schwuler Comics aller Zeiten, Ralf König, am 8. August 50. Geburtstag feiert. Vielleicht fügt jemand freundlichst hinzu, dass “die König um die Augen rum auch langsam nach Knautschlederhandtasche” ausschaut. mehr