Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Rembetiko’

“Bildergeschichten zum Pop-Kanon”

Montag, den 2. Juli 2012

Bereits am 22. Juli wurde in der “Neuen ZĂĽrcher Zeitung” vier Comics vorgestellt, in denen Musik ein wichtige Bestandteil ist. Der oder die zumindest online nicht namentlich nicht genannte AutorIn erkennt zunächst “regressive Tendenzen” darin, die (Pop-)Musikgeschichte in anderen Medien aufzugreifen. Philippe Thiraults und Steve Cuzors Albenreihe “O´Boys” (Ehapa Comic Collection) wird aber dennoch wohlwollen beurteilt, was vor allem am “suggestiven, stimmigen Set” liegt.

David Prudhommes “Rembetiko” wird hier als “liebevolle Hommage” beschrieben und die Auswahl des Stoffes sowie die “kongeniale” Art, wie die Geschichte bei Arne Bellstorfs “Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchher & Stuart Sutcliffe” (beide Reprodukt) ins Bild gesetzt wird, gelobt. Die Anthologie “Bob Dylan revisited” (Carlsen) hingegen ĂĽberzeuge nicht ganz, da viele Beiträge nicht ĂĽber eine bloĂźe Illustration der Songtexte hinauskommen.

Der Beitrag kann hier nachgelesen werden: “Bildergeschichten zum Pop-Kanon”.

“Schunkel-Blues der Gangster”

Mittwoch, den 27. Juli 2011

In einem Beitrag fĂĽr “Spiegel Online” berichtet Stephan Ort aus Thessaloniki ĂĽber griechische Musiker, die den Rembetiko spielen, eine Art orientalisch angehauchten Blues, der in den 1920ern entstand. Ein Musiker, auf den sich im Artikel berufen wird – Markos Vamvakaris – ist auch einer der Protagonisten von David Prudhommes “Rembetiko” (Reprodukt), in dem die damalige Musikszene, ihr Lifestyle und ihre Querelen mit der Obrigkeit im Mittelpunkt stehen.

Schunkel-Blues der Gangster

In Haschisch-Höhlen und Gefängnissen entstand in Griechenland eine einzigartige Musik: der Rembetiko. Die Songs handeln von Liebe und Leid, vom Knast und von Drogen – wer sie in ihrer authentischen Form erleben will, entdeckt in dĂĽsteren SeitenstraĂźen-Spelunken die Seele des Landes.

Das Tombourlika hat geschlossen, und Vangelis kann sich kaum halten vor Lachen. Er deutet auf den handgeschriebenen Zettel hinter einem der Fenster des Lokals. “48 Stunden Generalstreik”, steht darauf. “Das ist so typisch Rembetiko, immer protestieren gegen die Obrigkeit”, gluckst der 22-Jährige. mehr

“Bildergeschichten zum Pop-Kanon”

Freitag, den 22. Juli 2011

FĂĽr die “Neue ZĂĽrcher Zeitung” schreibt Frank Schäfer am Freitag, dem 22. Juli ĂĽber Comics und Musik. Im Fokus seiner Artikels stehen “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” von Arne Bellstorf (Reprodukt), “Bob Dylan – Revisited” (diverse Zeichner, Carlsen), “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt) sowie “O’Boys” von Philippe Thirault & Steve Cuzor (Ehapa).

Bildergeschichten zum Pop-Kanon
Musik-Comics thematisieren die Geschichte verschiedener Pop-Traditionen

Comics über Geschichte und Geschichten unterschiedlicher Pop-Traditionen bilden auf dem Markt der Graphic Novel ein eigenständiges Genre. Jüngst erschienene Comics-Bände thematisieren Stile wie den griechischen Rembetiko und den Blues, aber auch Pop- und Rock-Legenden wie die Beatles oder Bob Dylan.

Pop ist sich selbst historisch geworden. Seit Jahren schon stürzt er sich in seine Ruhmeshallen und seine Asservatenkammern, weil Patina immer schon Relevanz verheisst, die in Zeiten zunehmender Unübersichtlichkeit immer schwerer herzustellen ist. Der Musik-Comic, der sich auf dem boomenden Graphic-Novel-Markt zu einem gar nicht mehr so kleinen und kommerziell mitunter erfolgreichen Untersegment gemausert hat, übernimmt diese regressiven Tendenzen und arbeitet sich ebenfalls am Kanon ab. In den letzten Monaten sind wieder ein paar einschlägige Bände erschienen. mehr

“SommerbĂĽcher: Graphic Novels”

Mittwoch, den 6. Juli 2011

Korinna Hennig hat am 5. Juli auf NDR Info drei Buchtipps fĂĽr den Sommer vorgestellt: “In meinen Augen” von Bastien Vivès, “Rembetiko” von David Prudhomme (beide Reprodukt) und “Dantes Göttliche Komödie” von Seymour Chwast (Knesebeck).

In meinen Augen

Dieses Buch ist eine der beeindruckendsten Liebesgeschichten seit langem. Und das liegt gar nicht am Plot, der ist rasch erzählt: Zwei junge Menschen verlieben sich, reden, gehen aus, und irgendwann wird es kompliziert – oder besser: sie wird irgendwie kompliziert, wie Mädchen nun mal sind. Nein, dass “In meinen Augen” so groĂźartig ist, liegt an der radikalen Perspektive. Denn die Geschichte ist allein aus der Sicht des verliebten Erzählers geschrieben: Wie er die rothaarige Schöne in der Unibibliothek kennen lernt, mit ihr ins Kino und in den Zoo geht, sie fast kĂĽsst und dann doch nicht. Wie er beim Reden nur ihre Lippen sieht oder sie nach einer Partynacht, schon schlafend, fĂĽrsorglich auszieht – der Leser sieht und hört immer nur sie, die Antworten des Erzählers bleiben ausgespart. mehr

“Siegeszug unter falscher Flagge”

Freitag, den 31. Dezember 2010

In der “FAZ” vom 30. Dezember 2010 macht sich Andreas Platthaus kritische Gedanken ĂĽber Graphic Novels und ihre Bedeutung fĂĽr den Buchmarkt. “Die Comicbranche wittere Morgenluft”, nimmt er an, und stellt im Folgenden drei Titel aus dem Jahr 2010 vor: “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt), “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou, sowie “Anne Frank” von Ernie Colon und Sid Jacobson (Carlsen).

Siegeszug unter falscher Flagge

Das ist ihre Chance bei Buchhandel und Publikum: Comics heißen jetzt „Graphic Novels“ und verändern ihr Image. Der Mut bei den Verlagen wächst dementsprechend, doch von drei besonders hoch gehandelten Neuerscheinungen kann nur eine restlos überzeugen.

Wenn es nur einen einzigen neuen Comic zu benennen gälte, der die Vorzüge dessen, was man heute „Graphic Novel“ nennt, beweisen müsste, dann hieße die Wahl: „Rembetiko“. Dieser Band, den der 1969 geborene David Prudhomme im vergangenen Jahr in seiner französischen Heimat herausgebracht hat, ist jetzt sehr schnell auch ins Deutsche übersetzt worden: von Reprodukt, einem kleinen Berliner Verlag, der sich mit am kompromisslosesten dem neuen Genre der Graphic Novels verschreibt. Andere deutsche Verlage hatten „Rembetiko“, der in Frankreich gefeiert wurde, abgelehnt. Aber ist dieses Genre überhaupt neu?  mehr

“Tanz den Metaxas”

Samstag, den 2. Oktober 2010

In der Samstagsausgabe der “taz” schreibt Waldemar Kesler heute ĂĽber “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt).

Tanz den Metaxas

FARBE DES GESANGS “Rembetiko” – der neue Comic von David Prudhomme erzählt ein vergessenes Kapitel aus der Zeit der griechischen Obristendiktatur

Der französische Zeichner David Prudhomme erzählt in seiner Comicgeschichte “Rembetiko” von der Freiheit von Musikern im faschistischen Griechenland 1936. Es ist eine elegische Geschichtsschau ĂĽber die Möglichkeiten und den Missbrauch der Kunst.

Bei einem Besuch in einem griechischen Restaurant mag es vorkommen, dass im Hintergrund unbemerkt eine Musik läuft, derentwegen im Griechenland der dreiĂźiger Jahre Migranten aus Kleinasien von der faschistischen Diktatur verfolgt wurden. Diese Musik ist der “Rembetiko”, der mit seinem schwermĂĽtigen Klang dem Blues oder dem Fado verwandt ist. Er war die Musik der AuĂźenseiter, der Halb- und Unterwelt, mit orientalischen Wurzeln, abgeklärt und melancholisch. mehr

Comics in den Medien – August 2010 (2)

Freitag, den 20. August 2010

Graphic Novels ['græfik 'nɔvəls] haben es in das Glossar der vom WDR betriebenen Website wissen.de geschafft. Die Kurzbeschreibung findet sich hier.

Zwei Fachzeitschriften haben sich in den vergangenen Wochen mit Graphic Novels befasst: FĂĽr “Spektrum der Wissenschaft” hat Lennart Pyritz Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) gelesen und attestiert dem Autor im Artikel “Comic-Evolution” eine “augenzwinkernde Kreativität”. Im “Deutschen Ă„rzteblatt” stellt Freddy Litten weniger erbauliche Inhalte vor: “Comics: Vergewaltigung, Krankheit und Tod”. Von den vorgestellten Comics ist einzig die Trilogie “Der Fotograf” von Didier Lefèvre, Emmanuel Guibert und Pascal Lemercier (Edition Moderne) auf Deutsch erhältlich.

In der laufenden Sommerserie des Berliner “Tagesspiegel” beantworten Comicautorinnen und -autoren einen 15 Punkte umfassenden Fragebogen. Bisher haben sich zu Wort gemeldet: Katharina Greve (“Ein Mann geht an die Decke”, die biblyothek), Barbara Yelin (“Gift”, mit Peer Meter, Reprodukt), Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen) und Flix (“Faust”, Carlsen).

An gleicher Stelle schreibt Christian Endres ĂĽber “Sky Hawk” (Schreiber & Leser), den neuen Band von Jiro Taniguchi. In Zwei Samurai bei den Sioux” lobt er die gelungene VerknĂĽpfung von Western und Manga. “Die Hölle Pubertät” durchschreitet Melanie Gerland in ihrem autobiografischen DebĂĽt “Offene Arme” (Balance Verlag), wie Sven Jachmann ebenfalls auf tagesspiegel.de ausfĂĽhrt.

Leichtere Kost verspricht David Prudhommes “Rembetiko” (Reprodukt), auch wenn es dort “Zwischen Knast und Kneipe” heiĂź her geht. Thomas Klingenmaier schreibt ĂĽber das Buch in seinem Blogbeitrag auf der Seite der “Stuttgarter Zeitung”.

Im “Nordwestradio” von Radio Bremen hat Karolin Korthase ein weiteres Mal Peer Meters und Barbara Yelins Buch “Gift” (Reprodukt) vorgestellt. Der Beitrag lief in der Sendung “Literaturzeit” und kann hier noch einmal in ganzer Länge nachgehört werden.

“Comicautor Ralf König ist 50″ lautet die Ăśberschrift des ausfĂĽhrlichen Porträts, das auf der Website der Deutschen Welle zu finden ist. Dort resĂĽmiert die Autorin Gisa Funck: “Von einsetzender Altersmilde aber ist beim Altmeister glĂĽcklicherweise nichts zu spĂĽren, dessen Cartoons weiterhin erfrischend respektlos die Untiefen sozialer Konventionen ausloten.”.

Der “Stern”-Blogger Gerd Blank erkennt in Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) eine “herzergreifende, wundervoll gestaltete” Geschichte: “Die traurige Geschichte von ‘Jakob’”. Die beiden Kreativköpfe hinter dem Buch sind Absolventen der Filmhochschule Ludwigsburg und haben “Jakob” als medienĂĽbergreifendes Projekt gestartet, das “cinearte”, das Nachrichtenmagazin fĂĽr Filmschaffende, in der aktuellen Ausgabe vorstellt. Die Zeitschrift lässt sich komplett als PDF herunterladen.

“Nicolas Mahler. Sein Universum aus wenigen Strichen”

Dienstag, den 10. August 2010

Die aktuelle Ausgabe von “The Gap” glänzt mit einem Cover (und Cover-Story) von Ă–sterreichs Shooting Star Nicolas Mahler (Max und Moritz-Preisträger 2006-2010). Auch ein Artikel zu “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt) ist in der August-Nummer des Magazins fĂĽr Glamour und Diskurs zu finden, leider beides nicht auf der Website www.thegap.at verlinkt.

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂĽber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂĽndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “BarfuĂź durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂĽber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂĽber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäuĂźert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer AnlaĂź ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂĽck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂĽber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂĽr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂĽber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen.” resĂĽmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂĽber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” ĂĽber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.

Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog fĂĽr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂĽber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂĽber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

Comics in den Medien – Juli 2010 (3)

Freitag, den 16. Juli 2010

Nachdem beim Bayerischen Rundfunk im ZĂĽndfunk am 14. Juli ein Beitrag von Markus Köbnik ĂĽber “Alans Krieg” ausgestrahlt worden ist, kann man das Interview mit dem Autor Emmanuel Guibert auch online lesen: “Ein Soldat namens Alan Cope”

FĂĽr den Radiosender 1LIVE hat Christian Möller Alex Robinsons Graphic Novel “Unvergessene Zeiten” (Edition 52) gelesen: “Highschool-Hypnose”

Auf satt.org schreibt Felix Giesa unter dem Titel “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen” ĂĽber das Medienecho auf “Gift” von Peer Meter & Barbara Yelin (Reprodukt) und äuĂźert die These, dass der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen sei.

In der Rubrik “Comic” auf textem.de findet sich ein neuer Artikel von Marco Behringer, der seine Sicht auf “Gott höchstselbst” von Marc-Antoine Mathieu (Reprodukt) in aller KĂĽrze umreisst.

Auf den Comicseiten von tagesspiegel.de schreibt Markus Dewes ĂĽber “Und wir träumten von der Zukunft” von Brian Fies (Knesebeck Verlag”), die Ăśberschrift lautet “Mein Vater, der Held”. Und Micha WieĂźler empfiehlt in seiner Kolumne “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt): “Rebellen der Nacht”.

Auf “Propellerinsel”, dem Kulturblog der “Stuttgarter Zeitung”, schreibt Thomas Klingenmaier ĂĽber “Der Geschmack von Chlor” des jungen französischen Zeichners Bastien Vivès (Reprodukt): “Der Geruch von Kinderpisse und alter Haut”

“Rembetiko” von David Prudhomme

Donnerstag, den 22. April 2010

Anlässlich des Comic-Salon Erlangen vom 3. bis zum 6. Juni erscheinen bei Reprodukt zwei neue, bislang nur online angekĂĽndigte Grapic Novels: “Gott höchstselbst” von Marc-Antoine Mathieu (mehr dazu in KĂĽrze) und “Rembetiko” von David Prudhomme.

Athen 1936. Unter dem Diktator Ioannis Metaxas schmelzen die Freiheiten des griechischen Volkes dahin wie Schnee in der Sonne. Stavros und seine Musikerfreunde jedoch wollen sich nicht beugen. In verrufenen Hafentavernen spielen sie den Rembetiko, den “griechischen Blues”, vom Regime als subversive Kraft gefĂĽrchtet und rigoros bekämpft; fĂĽr ihr Publikum allabendlich Erlösung von Elend und Repression. Als ihr Freund Markos aus dem Gefängnis entlassen wird, stĂĽrzen sich die Rembetes in eine zĂĽgellose Nacht, einen Rausch aus Drogen, Musik und Utopien…

Eindringlich und mit traumwandlerischem Gespür für seine Charaktere schildert David Prudhomme vierundzwanzig Stunden im Leben von fünf Musikern in den Armenvierteln von Piräus. Seine elegante Linienführung und die leuchtende Farbgebung, die das strahlende mediterrane Licht ebenso einfängt wie die Schatten der schummrigen Haschischhöhlen, erzeugen eine Intensität, so hypnotisch und sinnlich wie der Rembetiko selbst.

David Prudhomme wurde 1969 im französischen Tours geboren. Noch während seines Studiums an der École de l’Image in AngoulĂŞme debĂĽtierte er 1992 als Comic-Zeichner mit der Serie “Ninon secrète” nach seinem Szenario von Patrick Cothias. Sowohl bei seinen Comic-Projekten wie als Illustrator bestach David Prudhomme in der Folge durch den anscheinend mĂĽhelosen Wechsel zwischen einem kraftvollen expressiven Strich und einer nervöseren, stark karikierenden LinienfĂĽhrung.

In den vergangenen Jahren hat er insbesondere durch seine Adaptionen von Georges Brassens Roman “La Tour des Miracles” (2003, mit Étienne Davodeau) sowie der klassischen französischen Komödie “La Farce de MaĂ®tre Pathelin” (2006) auf sich aufmerksam gemacht. Seine in Zusammenarbeit mit Pascal RabatĂ© (“Bäche und FlĂĽsse”, Reprodukt) entstandene Familiengeschichte “Die Plastikmadonna” (dt. bei Carlsen) wurde 2008 in AngoulĂŞme als “Essentiel” prämiert. FĂĽr “Rembetiko” folgte 2010 mit dem Preis “Regards sur le monde” eine weitere Auszeichnung des wichtigsten europäischen Comic-Festivals.

Rembetiko, ISBN 978-3-941099-56-2, 104 Seiten, farbig, 29 x 22,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni bei Reprodukt

“Rembetiko” von David Prudhomme

Donnerstag, den 25. März 2010

Zum Comic-Salon Erlangen vom 3. bis zum 6. Juni 2010 werden, wie alle zwei Jahre wieder, viele Comiczeichner nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus vielen anderen europäischen Ländern und aus Übersee von den Verlagen eingeladen.

Am Stand von Reprodukt werden in diesem Jahr aus Frankreich KerascoĂ«t (Marie Pommepuy und SĂ©bastien Cosset, “Jenseits”), Marc-Antoine Mathieu (“Der Ursprung”), David Prudhomme (“Plastik Madonna”, mit Pascal RabatĂ© – erscheint in KĂĽrze bei Carlsen) und Bastien Vivès (“Der Geschmack von Chlor”) zu Gast sein. Grund genug, das ursprĂĽnglich fĂĽr eine Veröffentlichung im Herbst 2010 geplante Album “Rembetiko” von David Prudhomme vorzuziehen und schon im Juni – also rechtzeitig zum Comic-Salon Erlangen – vorzulegen. Eine zwanzigseitige Leseprobe gibt es jetzt vorab zum Download (8,2 MB): “Rembetiko”

Im aktuellen Newsletter des Buchservice Passe-Partout schreibt Kai Wilksen ĂĽber “Rembetiko”:

Es gibt BĂĽcher, geschriebene und gezeichnete, die sind ein kleines Wunder. Man taucht so tief in ihre Geschichte und ihre Atmosphäre ein, dass man sie wie ein Erlebnis in Erinnerung behalten wird. RĂ©bĂ©tiko (La mauvaise herbe) ist so ein Buch. Geschildert werden vierundzwanzig Stunden im Leben von fĂĽnf Musikern im Piräus des Jahres 1936, als der Rembetiko noch eine subversive Kraft entwickelte, die vom gerade an die Macht gekommenen Regime gefĂĽrchtet und bekämpft wurde. Stavros, Markos, Batis, Artemis und ‘Chien’ ziehen durch die Stadt, trinken, rauchen Haschisch, haben Probleme mit Frauen, Ganoven und Polizisten – und spielen natĂĽrlich ihre Musik, den “griechischen Blues”. David Prudhomme erzählt all das so eindringlich wie beiläufig. Vor allem aber hat er in diesem Buch seinen flächigen Zeichenstil durch eine nuancenreichere LinienfĂĽhrung und eine leuchtende Farbgebung, die das strahlende mediterrane Licht ebenso einfängt wie die Schatten der schummrigen Hafentavernen, zu einer Bildsprache weiterentwickelt, die eine Intensität erzeugt, so hypnotisch wie der Rembetiko selbst.

Rembetiko, ISBN 978-3-941099-56-2, 104 Seiten, farbig, 29 x 22,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni bei Reprodukt