Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Reprodukt’

“Pablo 3 – Matisse” von Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie

Dienstag, den 2. Dezember 2014

9783956400124Anfang November erscheint bei Reprodukt der dritte Teil von “Pablo”, in dem die Autoren Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie leichthĂ€ndig und kunstvoll von den jungen Jahren Pablo Picassos in Paris erzĂ€hlen, von seiner Suche nach Anerkennung und von einer aufblĂŒhenden Epoche.

Von dem ersten ordentlichen Honorar, das der 25-jĂ€hrige Picasso mit seinen Bildern verdient, fĂ€hrt er gemeinsam mit Fernande nach Spanien. Nach einem Besuch bei Pablos Eltern in Barcelona reisen die beiden in das PyrenĂ€endorf GĂłsol, wo sie einen Sommer verbringen. Was als Auszeit vom Pariser BohĂšme-Leben geplant war, trĂ€gt unerwartete Früchte: Picassos Ertrag jener Wochen an Bildern, Skulpturen, Zeichnungen und Schnitzereien ist enorm. Es scheint, als hĂ€tte er in der spanischen Heimat seine Inspiration wiedergewonnen. Zurück auf dem Montmartre ist Picasso nun reif für die Begegnung mit seinem wichtigsten und lebenslangen Rivalen: Henri Matisse.

“Eine verklĂ€rte Huldigung? Keineswegs. Mit Leichtigkeit und Lakonie rĂŒckt man Picasso in verschnörkelten Comicbildern nĂ€her.” – Janina Labhardt, SRF

Pablo 3 – Matisse, ISBN 978-3-95640-012-4, 84 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Dezember bei Reprodukt

Neue Comics bei Reprodukt

Donnerstag, den 27. November 2014

Mit “Ein Sommer am See” der kanadischen Autorinnen Mariko Tamaki und Jillian Tamaki erscheint im Sommer 2015 eine der mitreißendsten Coming-of-Age-Graphic Novels der vergangenen Jahre bei Reprodukt.

Paco Roca (“Kopf in den Wolken”) widmet sich in seiner neuen Graphic Novel “Die Heimatlosen” einer wenig bekannten Facette des Kampfs gegen den Faschismus im Zwanzigsten Jahrhundert und Marc-Antoine Mathieu wird mit gleich zwei Neuerscheinungen gefeiert. Elke Steiner wĂŒrdigt kenntnisreich die “anderen Mendelssohns” und der britische Altmeister Raymond Briggs erzĂ€hlt anhand der Biografie seiner Eltern ein halbes Jahrhundert Zeitgeschichte. Dazu neue Comics von Robert Crumb, Daniel Clowes und Frederik Peeters.

Das Reprodukt-FrĂŒhjahrsprogramm steht auch als PDF zum Download bereit: “Vorschau FrĂŒhjahr 2015″ (9,1 MB)

Außerdem ist die komplette Vorschau fĂŒr das FrĂŒhjahr auch auf ISSUU verfĂŒgbar:

Das Reprodukt-FrĂŒhjahr 2015 wird ein Fest fĂŒr alle Freunde der abgeschlossenen Serie. Drei Reihen werden in diesem Programm zum Ende gefĂŒhrt: Manu Larcenets dĂŒsteres Meisterwerk “Blast”, Charles Burns’ verstörende Trilogie “X” | “Die Kolonie” | “ZuckerschĂ€del” sowie Julie Birmants und ClĂ©ment Oubreries “Pablo”.

9783956400254

“Ein Sommer am See” von Mariko Tamaki & Jillian Tamaki

Jeden Sommer verbringt Rose mit ihren Eltern die Ferien im selben Haus am See. Dort trifft sie ihre Sommerfreundin Windy. Sie ist fĂŒr Rose die kleine Schwester, die sie nie hatte. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Roses Eltern hören nicht auf, sich zu streiten, und auch zwischen Rose und Windy hat sich etwas verĂ€ndert. Rose kann den kindlichen Spielen von frĂŒher nicht mehr viel abgewinnen, vielmehr beobachtet sie fasziniert und verstört zugleich die Ă€lteren Teenager, die schon erste sexuelle Erfahrungen machen.

Eine flirrend leichte Sommergeschichte ĂŒber die Zeit zwischen der Kindheit und dem Erwachsenwerden – voller Geheimnisse, Sorgen und Erwartungen.

Ein Sommer am See | ISBN 978-3-95640-025-4
320 Seiten, einfarbig (Pantone), Hardcover, 15,3 x 21,4 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im Mai

9783956400339

“Die Heimatlosen” von Paco Roca

August 1944: Nach der Irrfahrt durch das vom Faschismus zerrĂŒttete Europa und nordafrikanische Arbeitslager erreicht eine Gruppe spanischer Kommunisten und Anarchisten das nazibesetzte Frankreich. An der Seite der RĂ©sistance kĂ€mpfen sie bis zur Kapitulation der Deutschen. Doch ihr grĂ¶ĂŸter Wunsch, die eigene Heimat von der Diktatur befreit zu sehen, soll noch jahrzehntelang unerfĂŒllt bleiben.

Anhand der Erinnerungen von Miguel Ruiz, einem spanischen Republikaner, rekonstruiert Paco Roca die bisher wenig bekannte Geschichte der spanischen Exil-WiderstandskÀmpfer im Zweiten Weltkrieg.

“Zweifellos die Graphic Novel des Jahres. Paco Roca belebt mit akademischer Strenge, dokumentarischer Aussagekraft und extremer SensibilitĂ€t die Geschichte der neunten Kompanie.” – Jose Maria Robles, El Mundo

Die Heimatlosen | ISBN 978-3-95640-033-9
328 Seiten, farbig, Hardcover, 17,2 x 24,6 cm, Euro (D) 39,–
Erscheint im April

9783956400216

“Richtung” von Marc-Antoine Mathieu

Ohne ein Wort erzĂ€hlt Marc-Antoine Mathieu in “Richtung” die Initiationsreise eines Mannes durch eine Welt von labyrinthischer Natur
 Wohin treibt es ihn? Was gibt seinem Leben Sinn? Entschlossen folgt der namenlose Wanderer Pfeilen und anderen Hinweisen durch die Leere des Seins – die Richtung ist sein einziger Antrieb.

Eine philosophische und hypnotische Bilderreise durch eine Welt ohne Grenzen, in der Marc-Antoine Mathieu einmal mehr lustvoll und voller Neugier die Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten des Comics auslotet.

“Marc-Antoine Mathieus Werke sind das Klügste, was der Comic hergibt.” – Andreas Platthaus, FAZ-Blog

Richtung | ISBN 978-3-95640-021-6
256 Seiten, schwarzweiß, Hardcover mit LeinenrĂŒcken, 17,3 x 23,6 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im MĂ€rz 2015

9783956400353

“Fritz the Cat” von Robert Crumb

Sieben Leben reichen fĂŒr ihn nicht aus. DafĂŒr ist sein Alltag einfach zu ausschweifend. Er verfĂ€llt Frauen, Drogen und dem Alkohol und rebelliert gegen jedwede AutoritĂ€t. Fritz the Cat tigert wieder durch die Großstadt und treibt dort sein Unwesen.

Der Underground-Klassiker von Robert Crumb erfĂ€hrt eine ĂŒberarbeitete und erweiterte Neuauflage. Eine gnadenlose Abrechnung mit der Aufbruchshysterie der Hippie-Generation, mit PolizeiwillkĂŒr und Rassendiskriminierung. Zotig, witzig und garantiert nicht jugendfrei!

Fritz the Cat | ISBN 978-3-95640-035-3
128 Seiten, schwarzweiß, Hardcover mit LeinenrĂŒcken, 22 x 29 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im Juni 2015

9783956400360

“Mister Wonderful” von Daniel Clowes

Marshall ist geschieden, mittleren Alters, seit Neustem arbeitslos. Nicht eben das, was man einen guten Fang nennt. Sein Blind Date namens Natalie ist verspĂ€tet. Marshall wartet. Neun Minuten. Zwanzig Minuten. Vierzig Minuten. Als Natalie dann doch noch erscheint, ist Marshall hin und weg. Jetzt bloß nichts falsch machen! Gemeinsam erleben sie in der folgenden Nacht AbgrĂŒnde, die zwei Menschen, die sich gerade erst kennengelernt haben, nicht durchmachen sollten. Zumindest nicht, wenn sie ein weiteres Date anstreben.

Durch die Augen des egozentrischen Marshall wirft Daniel Clowes einen mal anrĂŒhrenden, mal boshaften, stets aber urkomischen Blick auf die menschliche Beziehung in einer zusehends freudlos scheinenden Welt.

Mister Wonderful | ISBN 978-3-95640-036-0
80 Seiten, farbig, Hardcover, 28 x 15 cm, Euro (D) 24,–
Erscheint im August 2015

9783956400247

“Die anderen Mendelssohns: Karl Mendelssohn Bartholdy” von Elke Renate Steiner

Karl Mendelssohn (1838-1897), der Ă€lteste Sohn von Felix Mendelssohn-Bartholdy, war Historiker und fĂŒhlte sich der bĂŒrgerlichen Revolution verpflichtet. Elke Renate Steiner lĂ€sst seinen jĂŒngeren und scheinbar erfolgreicheren Bruder, Paul Mendelssohn, in RĂŒckblenden von Karls bewegtem Leben erzĂ€hlen.

Elke Renate Steiner befasst sich bereits seit Jahren intensiv mit der Geschichte der Familie Mendelssohn, die das Geistesleben in Deutschland seit dem Wirken des AufklĂ€rers Moses Mendelssohn im 18. Jahrhundert entscheidend mitgeprĂ€gt hat. Sie interessiert sich dabei besonders fĂŒr diejenigen Biografien, die von BrĂŒchen und vermeintlichem Scheitern gezeichnet sind – fĂŒr die “anderen Mendelssohns”.

Die anderen Mendelssohns: Karl Mendelssohn Bartholdy | ISBN 978-3-95640-024-7
132 Seiten, zweifarbig, Hardcover, 16,6 x 23 cm, Euro (D) 24,–
Erscheint im MĂ€rz 2015

9783956400223

“Ethel & Ernest” von Raymond Briggs

Mit “Ethel & Ernest” setzt Raymond Briggs seinen Eltern ein bewegendes Denkmal, und mit ihnen den ganz gewöhnlichen Leute in außergewöhnlichen Zeiten.

Ethel und Ernest gehörten als Mitglieder der englischen Arbeiterklasse jener Generation an, die die bewegtesten Jahre des 20. Jahrhunderts erlebte. Voller Sympathie, aber ohne SentimentalitĂ€t bringt Raymond Briggs die Ängste, die Befremdung, doch auch die Aufregung und das AmĂŒsement seiner Eltern angesichts der gewaltigen UmwĂ€lzungen zu Papier: Von der Großen Depression ĂŒber die Jahre des Zweiten Weltkriegs spiegeln sich im Leben von Ethel und Ernest das Aufkommen des Radios und des Fernsehens, die Entwicklung der Atombombe, die Mondlandung, die gesellschaftlichen UmbrĂŒchen der 60er Jahre…

“Etliche Sozialhistoriker haben viele Worte gemacht, um wesentlich weniger zu sagen – und das bei Weitem nicht so liebevoll und warmherzig.” – Nick Hornby

Ethel & Ernest | ISBN 978-3-95640-022-3
104 Seiten, farbig, Hardcover, 15 x 22,5 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im MĂ€rz 2015

9783956400230

“Blast 4: Hoffentlich irren sich die Buddhisten” von Manu Larcenet

Die Qualen des unförmigen Riesen Polza Mancini und jene seiner Opfer werden am Ende der Reise nebeneinandergestellt: Jahre nach Mancinis Verhör lĂ€sst Manu Larcenet die beiden Polizisten einem Fernsehteam von ihren Ermittlungen berichten – und stellt damit die EindrĂŒcke und Erwartungen des Lesers auf den Kopf. Wie ein Puzzlespiel fĂŒgen sich die einzelnen Teile der ErzĂ€hlung zu einem einheitlichen Ganzen und lassen Polza Mancinis abgrĂŒndige Seele erahnen.

Von der “Tagesspiegel”-Jury zum “Comic des Jahres 2012″ gewĂ€hlt.

Blast 4 | ISBN 978-3-95640-023-0
200 Seiten, schwarzweiß & farbig, Hardcover, 20,5 x 27 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im MĂ€rz 2015

9783956400308

“Pablo 4: Picasso” von Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie

Paris im Mai 1907. Pablo Picassos vermeintlich skandalöses GemĂ€lde „Les Demoiselles d’Avignon“ entsetzt ganz Paris. Selbst enge Freunde wenden sich von ihm ab. Doch Pablo arbeitet wie besessen und erfindet sich neu – ermutigt durch Georges Braque und den jungen Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler. Schon bald soll Picasso im Aufkommen des Kubismus und der Kunst der Moderne ein neues Leben beginnen.

LeichthĂ€ndig verknĂŒpfen Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie die Geschichte des jungen Pablo Picasso mit dem PortrĂ€t einer aufblĂŒhenden Epoche samt all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Pablo 4 | ISBN 978-3-95640-030-8
84 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im Juni 2015

9783956400346

“ZuckerschĂ€del” von Charles Burns

Die Medikamente und der Alkohol helfen nicht lĂ€nger. Verstörende Bilder und verdrĂ€ngte Erinnerungen holen Doug immer hĂ€ufiger ein. Seine Vergangenheit lĂ€sst sich nicht abschĂŒtteln und so flĂŒchtet er sich in eine bizarre Traumwelt – bis er auch dort mit seinen dĂŒsteren, emotionalen AbgrĂŒnden konfrontiert wird…

Die mysteriöse AbwĂ€rtsspirale zieht den Leser in ihren Bann. Meisterhaft fĂŒhrt Charles Burns in “ZuckerschĂ€del” die FĂ€den seiner vielschichtigen ErzĂ€hlung zum Abschluss, die in den VorgĂ€ngern “X” und “Die Kolonie” ihren Anfang nahm. Charles Burns’ in RĂŒckblenden und Traumsequenzen erzĂ€hltes Drama um den Teenager Doug, der jeden Bezug zur RealitĂ€t zu verlieren droht, verwischt auch fĂŒr den Leser auf verstörende Weise die Grenzen zwischen Imagination und Wirklichkeit. William Burroughs meets HergĂ©.

ZuckerschÀdel | ISBN 978-3-95640-034-6
64 Seiten, farbig, Hardcover mit LeinenrĂŒcken, 22 x 29,5 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im Juli 2015

9783956400315

“AĂąma 2: Die unsichtbare Menge” von Frederik Peeters

Verloc Nim ist zusammen mit seinem Bruder Conrad und seinem LeibwĂ€chter, dem mechanischen Menschenaffen Churchill, auf den WĂŒstenplaneten Ona(ji) gereist, um eine Substanz namens AĂąma zu bergen, die hier von einer Gruppe Wissenschaftler getestet werden sollte. Auf der Suche nach dem AĂąma stoßen Conrad und Verloc auf ein Paradies – das AĂąma hat auf dem Planeten einen evolutionĂ€ren Prozess in Zeitraffer ausgelöst, mit ebenso faszinierenden wie gefĂ€hrlichen Folgen.

Mit “AĂąma” bestĂ€tigt Frederik Peeters einmal mehr, dass er zu den großen Comicautoren seiner Zeit gehört. In der Tradition von Stanislaw Lem oder Isaac Asimov legt er eine brillant-wahnwitzige Weltraumoper mit einer gehörigen Portion Action und Humor vor.

AĂąma 2 | ISBN 978-3-95640-031-5
88 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29,5 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im Juli 2015

“Kinderland” – Lesung und KĂŒnstlergesprĂ€ch mit Mawil in der Galerie Fine Arts, Frankfurt

Donnerstag, den 6. November 2014

mawil norwegerpulliOstberlin im Sommer 1989: Der SiebtklĂ€ssler Mirco Watzke erlebt die letzten Monate der DDR und hat dabei ganz andere Sorgen, als die Erwachsenen. Zwischen Schulhofrangeleien, Tischtennisduellen und Ärger mit den FDJlern erlebt er eine fast ganz normale Kindheit und die AnfĂ€nge der PubertĂ€t.

Mit “Kinderland” hat Mawil einen autobiografischen Comic verfasst, der aus kindlicher Perspektive von den letzten Wochen der DDR erzĂ€hlt. Wenige Tage, bevor sich der Mauerfall zum 25. Mal jĂ€hrt, wird Mawil am heutigen Donnerstag, dem 6. November, in der Galerie Fine Arts in Frankfurt am Main aus seinem Comic lesen und ĂŒber seine Arbeit als Comiczeichner sprechen. Der Abend wird moderiert von Jakob Hoffmann.

Galerie Bernhard Knaus Fine Art, Niddastraße 84, D-60329 Frankfurt
Um Anmeldung wird gebeten: Tel. (069) 212 36 439
Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt 5 EUR, ermĂ€ĂŸigt 3 EUR
www.bernhardknaus-art.de

“Aya – Leben in Yop City” von Marguerite Abouet & ClĂ©ment Oubrerie

Dienstag, den 4. November 2014

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Ende November erscheint bei Reprodukt der zweite Teil der Kompaktausgabe von “Aya – Leben in Yop City” (Erstveröffentlichung in deutscher Sprache). Auf 376 Seiten erstreckt sich die schwungvolle Soap Opera um Aya, ihre Familie und ihre Freunde aus Yopougon, einem Stadtteil von Abidjan in der ElfenbeinkĂŒste, aufgezeichnet von ClĂ©ment Oubrerie nach einem Szenario von Marguerite Abouet.

Willkommen zurĂŒck in Yop City! Aya hat es geschafft: Sie studiert Medizin. Die junge Frau hat sich gegen ihren Vater durchgesetzt, seines Zeichens eifriger Verfechter tradierter Geschlechterrollen. Aber Machos kommen nicht nur in den besten Familien vor, sie machen leider auch vor dem Hort des Geistes nicht halt. Und so muss Aya sich an der Uni der Zudringlichkeiten ihres Biologieprofessors erwehren. Als wĂ€ren all das Lernen und ihre chaotischen Freundinnen Adjoua und Bintou nicht PrĂŒfung genug.

Derweil suchen Herr und Frau Sissoko verzweifelt nach ihrem Sohn Moussa – oder doch nur nach dem Familienvermögen, das dieser hat mitgehen lassen? Und im fernen Paris muss Innocent feststellen, dass Frankreich keineswegs das gelobte Land fĂŒr Homosexuelle ist
 Auch im zweiten und abschließenden Band ihres preisgekrönten Comics verknĂŒpfen Marguerite Abouet und ClĂ©ment Oubrerie souverĂ€n das Ernste mit dem Komischen und erlauben einen anderen Blick auf Afrika: Auf einen Alltag abseits von Krieg, Hunger und Aids.

“Ein wunderbarer Comic ĂŒber den Alltag dreier heranwachsender MĂ€dchen im Afrika der spĂ€ten Siebzigerjahre.” – Christian Gasser, WDR 3

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Marguerite Abouet, geboren 1971 in Abidjan, verbrachte ihre ersten zwölf Lebensjahre in der ElfenbeinkĂŒste, bevor sie nach Frankreich zog. FĂŒr “Aya” erhielt sie 2006 wie ClĂ©ment Oubrerie den Preis fĂŒr das beste DebĂŒt beim Comicfestival im französischen AngoulĂȘme. Mit “Akissi” schreibt sie auch Comicszenarios fĂŒr junge Leser.

ClĂ©ment Oubrerie, geboren 1966 in Paris, hat in Frankreich mittlerweile ĂŒber 40 KinderbĂŒcher als Zeichner publiziert und ist MitbegrĂŒnder des 3D-Animationsstudios Station OMD – verantwortlich auch dafĂŒr, dass “Aya” als abendfĂŒllender Trickfilm produziert wurde, der im Sommer 2013 in den französischen Kinos angelaufen ist.

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Aya – Leben in Yop City, ISBN 978-3-95640-009-4, 376 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Hardcover, 39 EUR, erscheint im November 2014 bei Reprodukt

Barbara Yelin bei Reprodukt | ExRotaprint, Berlin

Freitag, den 24. Oktober 2014

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Barbara Yelin macht im Rahmen ihrer Lesetour durch Deutschland und Österreich am Dienstag, dem 11. November um 19 Uhr Halt in Berlin. Im ExRotaprint Projektraum im Wedding, der “Glaskiste”, wird sie im GesprĂ€ch mit dem Historiker Dr. Alexander Korb und Dr. Christian SchlĂŒter (“Berliner Zeitung”) ihren neuen Comic “Irmina” vorstellen.

projektraum_fassade_2Die ehrgeizige Irmina reist Mitte der 1930er Jahre nach London, um eine Ausbildung zur FremdsprachensekretĂ€rin zu beginnen. Dort lernt sie einen Studenten aus Barbados kennen, durch den sich ihr Blick auf die Welt zu Ă€ndern beginnt. Ihre RĂŒckkehr nach Berlin beendet aber sowohl ihre gemeinsame Beziehung als auch ihre Suche nach UnabhĂ€ngigkeit – ein packendes Drama um die Entscheidung zwischen persönlicher Freiheit und dem Drang nach gesellschaftlichem Aufstieg.

Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen@reprodukt.com

ExRotaprint Projektraum (Glaskiste), Gottschedstr. 4, D-13357 Berlin
Eintritt: 5 EUR, ermĂ€ĂŸigt 3 EUR
www.exrotaprint.de

Barbara Yelin im Literaturhaus MĂŒnchen

Donnerstag, den 23. Oktober 2014

9783956400063Die ehrgeizige Irmina reist Mitte der 1930er Jahre nach London, um eine Ausbildung zur FremdsprachensekretĂ€rin zu beginnen. Dort lernt sie einen Studenten aus Barbados kennen, durch den sich ihr Blick auf die Welt zu Ă€ndern beginnt. Ihre RĂŒckkehr nach Berlin beendet aber sowohl ihre gemeinsame Beziehung als auch ihre Suche nach UnabhĂ€ngigkeit – ein packendes Drama um die Entscheidung zwischen persönlicher Freiheit und dem Drang nach gesellschaftlichem Aufstieg.

Am Freitag, dem 7. November um 20 Uhr wird Barbara Yelin ihren Comic “Irmina” im Literaturhaus MĂŒnchen vorstellen und ĂŒber ihr Werk und ihre Recherche sprechen. UnterstĂŒtzt wird sie dabei von dem Historiker Dr. Alexander Korb, der in der Entstehungsphase von “Irmina” der KĂŒnstlerin beratend zur Seite stand. Das KĂŒnstlergesprĂ€ch in MĂŒnchen ist Auftakt einer “Irmina”-Lesetour im November. Weitere Veranstaltungen gibt es unter anderem in Berlin, Wien und Hamburg.

Literaturhaus MĂŒnchen, Bibliothek, Salvatorplatz 1, D-80333 MĂŒnchen
www.literaturhaus-muenchen.de
Eintritt 9 EUR, ermĂ€ĂŸigt 7 EUR

Lesung von Mawil an Kölner Schulen und im Literaturhaus Köln

Donnerstag, den 23. Oktober 2014

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Ostberlin im Sommer 1989: Der SiebtklĂ€ssler Mirco Watzke erlebt die letzten Monate der DDR und hat dabei ganz andere Sorgen, als die Erwachsenen. Zwischen Schulhofrangeleien, Tischtennisduellen und Ärger mit den FDJlern erlebt er eine fast ganz normale Kindheit und die AnfĂ€nge der PubertĂ€t.

Mit “Kinderland” hat Mawil einen autobiografischen Comic verfasst, der aus kindlicher Perspektive von den letzten Wochen der DDR erzĂ€hlt. Am Mittwoch, dem 5. November von 11 Uhr bis 12 Uhr 30 spricht Mawil mit SchĂŒlern aus Kölner Schulen ĂŒber die DDR, Comics und eine Kindheit in Ostberlin. Und um 18 Uhr wird Mawil mit dem Kulturjournalisten Christoph Ohrem im Literaturhaus Köln ĂŒber “Kinderland”, seine Kindheit in Ost-Berlin und sein Leben als Comiczeichner in Deutschland.

Anmeldung fĂŒr Schullesung erbeten unter suethoff@literaturhaus-koeln.de.

Literaturhaus Köln, Großer Griechenmarkt 39, D-50676 Köln
Eintritt 7 EUR, ermĂ€ĂŸigt 5 EUR | Mitglieder: 3 EUR plus 2 EUR “Baugroschen”
www.junges-literaturhaus.de

“Aya de Yopougon” im Kino Babylon, Berlin

Montag, den 20. Oktober 2014

Aya Im Rahmen des Programms French Connection vom Institut français zeigt das Kino Babylon in Mitte am Dienstag, dem 28. Oktober um 20.30 Uhr den Animationsfilm “Aya de Yopougon” basierend auf der Graphic Novel “Aya” von Marguerite Abouet und ClĂ©ment Oubrerie, die bei Reprodukt erschienen ist. Der zweite Band der Reihe, “Aya – Leben in Yop City”, wird im November dieses Jahres erscheinen.

Ende der 1970er-Jahre: In der ivorischen Metropole Abidjan leben Aya und ihre zwei Freundinnen Adjoua und Bintou. Aya ist 19 Jahre alt, das Alter, in dem alles erreichbar scheint – vielleicht sogar ein Medizinstudium gegen den Willen des Vaters, der seine Tochter lieber heute als morgen verheiratet sĂ€he. WĂ€hrend Aya von einer Zukunft als Ärztin trĂ€umt, schlagen sich Adjoua und Bintou die NĂ€chte in den örtlichen Tanzbars um die Ohren und rauben ihrer Freundin mit ihren chaotischen Liebschaften den letzten Nerv


Ob nun die Wahlen zur “Miss Stadtteil” vor der TĂŒr stehen oder Ayas quirlige kleine Geschwister – von deren Existenz sie bisher nicht das Geringste geahnt hatte – in Marguerite Abouets und ClĂ©ment Oubreries schwungvollem “Alltags-Dramolett ist alles möglich und nichts so, wie es scheint” (SĂŒddeutsche Zeitung). Hinreißend komisch und voller Lebensfreude zeigt “Aya” ein Afrika fernab westlicher Klischees und lĂ€sst trotz der sich ĂŒberschlagenden Ereignisse auch Raum fĂŒr nachdenkliche Zwischentöne.

Kino Babylon, Rosa-Luxenburg-Str. 30, D-10178 Berlin
Infos und Tickets: www.babylonberlin.de

Alfred im Institut français und bei Modern Graphics, Berlin

Freitag, den 17. Oktober 2014

9783956400070Das Institut français, das Bureau du Livre der Französischen Botschaft und Reprodukt laden am Montag, dem 27. Oktober zur PrĂ€sentation von Alfreds “Come Prima” ein.

Im GesprĂ€ch mit “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne stellt der französische Zeichner um 19 Uhr am Berliner KurfĂŒrstendamm sein neues Buch vor. FĂŒr “Come Prima” ist Alfred im Januar 2014 beim Internationalen Comicfestival in AngoulĂȘme mit dem “Fauve d’or” fĂŒr das Beste Album ausgezeichnet worden.

Zuvor ist Alfred am Montag, dem 27. Oktober bei Modern Graphics in der Kreuzberger Oranienstraße zu Gast, wo er von 16 bis 17.30 Uhr seine neuen Comics signieren wird. Neben “Come Prima” erscheint bei Reprodukt Ende Oktober ebenfalls ein von ihm nach einem Szenario von Joann Sfar und Lewis Trondheim gezeichneter Band der “Donjon”-Reihe.

ALFRED©Vollmer-LoDer 1976 in Grenoble geborene Lionel Papagalli, der unter seinem KĂŒnstlernamen Alfred veröffentlicht, ist ein Autodidakt, der sein Studium abgebrochen hat, um seine Zeit dem Comiczeichnen zu widmen. Zusammen mit David Chauvel schuf Alfred die Kinderserie “Octave”. Nach einem Ausflug ins Westerngenre entstanden zwei Werke in Zusammenarbeit mit Olivier Ka, darunter auch Alfreds bisher einzige deutschsprachige Veröffentlichung, das preisgekrönte Album “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen).

Institut français Berlin, ‹KurfĂŒrstendamm 211, Salle Boris Vian (4. Etage), ‹D-10719 Berlin
www.institutfrancais.de
Eintritt frei

Modern Graphics, Oranienstr. 22, D-10999 Berlin
Tel. (030) 615 88 10 | Fax (030) 615 88 23
www.modern-graphics.de

Foto Alfred: Copyright © Vollmer-Lo

“Was du nicht siehst” von Luke Pearson

Donnerstag, den 25. September 2014

Nach dem erfolgreichen Start der Kindercomic-Serie “Hilda” von Luke Pearson, legt Reprodukt nun eine erste Graphic Novel des englischen Zeichners vor. Mit “Was du nicht siehst” erzĂ€hlt Luke Pearson eine Geschichte, die in seinem magischen Realismus von der ersten Seite an verstört und fasziniert.

Vom 3. bis zum 5. Oktober ist Luke Pearson mit einer Ausstellung auf dem Comicfestival Hamburg zu Gast und wird vor Ort am Stand von Reprodukt signieren.

Was geschieht in unserem Leben, wenn wir in die andere Richtung schauen? Wenn wir so mit uns selbst beschĂ€ftigt sind, dass wir den Reichtum der Welt um uns herum nicht wahrnehmen, all die banalen, kleinen Dinge – aber auch die Momente der Magie? In poetischen Bildern erzĂ€hlt Luke Pearson vom Ende einer Liebesbeziehung, von Verunsicherung, GleichgĂŒltigkeit und Entfremdung. Von Liebe, die blind macht: fĂŒr die tanzenden BĂ€ume am Straßenrand ebenso wie fĂŒr die bang ersehnte E-Mail.

Luke Pearson ist Illustrator und Comiczeichner. Der Brite arbeitete unter anderem fĂŒr Random House, The New York Times, Penguin Books, The Guardian, Weezer, First Second Books, Disney Television Animation und Cartoon Network. “Hilda und der Mitternachtsriese” wurde bei den British Comic Awards 2012 als bester Kindercomic ausgezeichnet.

Weitere Informationen ĂŒber den Autor gibt es auf lukepearson.com.

Was du nicht siehst, ISBN 978-3-95640-008-7, 40 Seiten, farbig, 14,7 x 21 cm, Hardcove, 14 EUR, erschienen bei Reprodukt

“Come Prima” von Alfred

Dienstag, den 23. September 2014

Anfang Oktober erscheint bei Reprodukt mit “Come Prima” eine neue Graphic Novel des französischen Zeichners Alfred.

Geboren 1976 in Grenoble, Frankreich, wurde Alfred hierzulande vor allem als Zeichner des von Olivier Ka geschriebenen Buchs “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen Verlag) bekannt, das 2008 mit dem Max und Moritz-Preis prĂ€miert wurde.

Frankreich in den spĂ€ten 1950er Jahren. Der Tod ihres Vaters fĂŒhrt Fabio und Giovanni erstmals nach zehn Jahren wieder zusammen. In einem winzigen Fiat 500 machen sich die ungleichen BrĂŒder auf den Weg nach Italien, um die Asche des Vaters in sein Heimatland zu ĂŒberfĂŒhren. Ihre Reise ist erfĂŒllt von Spannungen, von Schweigen und Erinnerungen. Mit jedem Kilometer, den sie Italien und einander nĂ€herkommen, vervollstĂ€ndigt sich das PortrĂ€t ihres Vaters. Damit verdichtet sich eine Ahnung von jenen unausgesprochenen Ereignissen, die die BrĂŒder viele Jahre zuvor entzweit haben.

In seinem preisgekrönten Comic schickt der französische Autor und Zeichner Alfred seine Leser mit Fabio und Giovanni auf eine Zeitreise ins Italien des Faschismus und studiert die KomplexitĂ€t menschlichen Zusammenlebens. Dabei ist “Come Prima” (“Wie einst”) ein ebenso unterhaltsames wie anrĂŒhrendes Roadmovie in ausdrucksstarken Zeichnungen und prĂ€chtigen Farben.

Alfred ist Ende Oktober zu Gast in Berlin: Am Montag, dem 27. Oktober ab 16 Uhr signiert er seine Comics bei Modern Graphics in der Kreuzberger Oranienstraße. Am Montag um 19 Uhr stellt der französische Zeichner im GesprĂ€ch mit “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne im Institut français am KurfĂŒrstendamm seinen neuen Comic vor.

Modern Graphics, ‹Oranienstraße 22, D-10999 Berlin
www.modern-graphics.de

Institut français Berlin, ‹KurfĂŒrstendamm 211, Salle Boris Vian (4. Etage), ‹D-10719 Berlin
www.institutfrancais.de

Come Prima, ISBN 978-3-95640-007-0, 224 Seiten, farbig, 19,5 x 25,5 cm, Hardcover, 34 EUR, erscheint im Oktober bei Reprodukt

“Als David seine Stimme verlor” von Judith Vanistendael

Freitag, den 22. August 2014

Mitte August ist im Berliner Verlag Reprodukt mit “Als David seine Stimme verlor” eine zweite Graphic Novel der belgischen Zeichnerin Judith Vanistendael erschienen.

David hat Kehlkopfkrebs. FĂŒr ihn selbst und seine Patchworkfamilie ist die Diagnose ist ein Schock. David ist nie ein Mann vieler Worte gewesen, und jetzt scheint es so, als wĂ€re es allen Familienmitgliedern unmöglich, miteinander ĂŒber ihre Wut, ihre Liebe und die Angst vor Davids Sterben zu sprechen.

Seine Frau Paula ringt um einen selbstbestimmten Umgang mit der neuen Situation, und Davids erwachsene Tochter Miriam versucht vor allem, fĂŒr ihren Vater da zu sein. Mit seiner kleinen Tochter Tamar erlebt David trotz allem glĂŒckliche Momente.

In ausdrucksstarken Aquarellzeichnungen erzĂ€hlt Judith Vanistendael eine ergreifend schöne Geschichte ĂŒber den Tod – die gleichzeitig das Leben feiert.

Judith Vanistendael, geboren 1974 im flĂ€mischen Leuven, studierte Kunst in Berlin, Gent und Sevilla und besuchte die renommierte Comicschule Saint-Luc in BrĂŒssel, wo sie inzwischen selbst als Dozentin tĂ€tig ist.. Sie illustrierte eine Reihe von KinderbĂŒchern und legte einige kĂŒrzere Comics vor, bevor sie schließlich ihr DebĂŒt “Kafka fĂŒr Afrikaner – Sofie und der schwarze Mann”, vorlegte, das gleichzeitig ihre Abschlussarbeit an der Kunsthochschule war.

Am Sonntag, dem 14. September ist Judith Vanistendael im Rahmen des 14. internationalen literaturfestival berlin 2014 im Haus der Berlner Festspiele zu Gast, wo sie um 12 Uhr die mit Michael De Cock (Text) geschaffene Reihe “Rosie und Moussa” (Beltz und Gelberg) vorstellt und anschließend um 14 Uhr im GesprĂ€ch mit Cyril Pedrosa und Sarnath Banerjee zum Thema “Mein öffentliches Leben – autobiografische und semiautobiografische Comics” zu erleben ist.


Als David seine Stimme verlor, ISBN 978-3-943143-95-9, 280 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Hardcover, 34 EUR, erschienen bei Reprodukt

“Der vergessene Garten” von Émile Bravo

Dienstag, den 3. Juni 2014

9783956400056Anfang Juni und damit passend zum Comic-Salon Erlangen und der dort angekĂŒndigten Ausstellung von Émile Bravo (“Pauls fantastische Abenteuer”, Carlsen) erscheint bei Reprodukt ein Band mit Kurzgeschichten des französischen Zeichners.

WĂ€hrend des Comic-Salons wird eine Werkschau unter dem Titel “Der Comic-Garten des Émile Bravo” an allen vier Festivaltagen in den RĂ€umen der Siemens AG – Basement HauptverwaltungsgebĂ€ude in der Werner-von-Siemens-Str. 50 zu sehen sein.

“Der vergessene Garten” versammelt nun erstmals Émile Bravos Comics fĂŒr ein explizit erwachsenes Publikum. Er prangert darin Rassismus, die Globalisierung und den Nahostkonflikt an, parodiert “Gaston” oder “Spirou” und begeistert durch eine Experimentierfreude, die doch stets im Dienst der Geschichte steht. Klug, politisch und abgrundtief schwarzhumorig, sind seine Kurzcomics ein Fest fĂŒr all jene, die den Glauben an die subversive Kraft des Comics nicht verloren haben.

Mit Émile Bravo begrĂŒĂŸt Reprodukt einen der wichtigsten zeitgenössischen Comicautoren Europas im Programm. Wie kaum ein Zweiter vereint er modernes ErzĂ€hlen und relevante Inhalte mit einem zeitlos-klassischen Zeichenstil. Dabei ist seinen Comics wie “Spirou: PortrĂ€t eines Helden als junger Tor” oder “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen” (alle Carlsen) gemein, dass sie sich an Leser jeden Alters richten.

Émile Bravo, 1964 ials Sohn spanischer Einwanderer in Paris geboren, arbeitete er nach einer Ausbildung zum Technischen Zeichner zunĂ€chst als Illustrator in der Werbebranche. Einem breiten Publikum ist er hierzulande vor allem durch seine Arbeit am Comic-Klassiker “Spirou” bekannt.

FĂŒr “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen” (Carlsen) erhielt er 2010 als erster Comiczeichner den “Deutschen Jugendliteraturpreis”, dem 2012 der “Max und Moritz”-Preis fĂŒr “Die sieben ZwergbĂ€ren” (Carlsen) folgte.

Der vergessene Garten von Émile Bravo, ISBN 978-3-95640-005-6, 80 Seiten, farbig, 20 x 27 cm, Hardcover, 24 EUR, erscheint im Juni bei Reprodukt

Neue Streifenplakate bei Reprodukt

Dienstag, den 27. Mai 2014

AnlĂ€sslich der aktuellen und kommenden Neuerscheinungen “AĂąma” von Frederik Peeters und “Kinderland” von Mawil gibt es bei Reprodukt neue Streifenplakate fĂŒr den Buch- und Comichandel. Außerdem lieferbar sind Plakate mit den Motiven “Aya” von Marguerite Abouet & ClĂ©ment Oubrerie, “Jane, der Fuchs und ich” von Fanny Britt & Isabelle Arsenault sowie den Kindercomics “Hilda und die Vogelparade” von Luke Pearson und “Kleiner Strubbel” von CĂ©line Fraipont & Pierre Bailly.

Die Streifenplakate sind fĂŒr den Buch- und Comichandel die Verlagsauslieferungen LKG, MSW Medienservice, kaktus (Schweiz) und Pictopia (Österreich) zu beziehen.

‱ “AĂąma”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9064)
‱ “Kinderland”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9075)
‱ “Aya”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9077)
‱ “Jane, der Fuchs und ich”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9078)
‱ “Hilda und die Vogelparade (LKG-Titelnummer 9080)
‱ “Kleiner Strubbel”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9067)
‱ “Franz Kafkas nonstop Lachmaschine”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9075)

SĂ€mtliche Werbemittel sind auch direkt ĂŒber den Verlag erhĂ€ltlich:

Vertrieb Reprodukt, Ansprechpartner: Sebastian Oehler
Tel. +49 (0) 30 466 076 88 | Fax 0049 (0) 30 466 088 69
email: Sebastian.Oehler@reprodukt.com

“Mister Nostalgia” von Robert Crumb

Freitag, den 9. Mai 2014

Ende Mai erscheint mit “Mister Nostalgia” der dritte Band der bibliophilen Robert-Crumb-Edition bei Reprodukt.

“Mister Nostalgia” zelebriert die Schönheit einer nahezu vergessenen Kunstform: In den 16 Geschichten des Buchs widmet sich Robert Crumb seiner großen Leidenschaft, dem Country Blues. Er huldigt den musikalischen Helden der 1920er Jahre, Charley Patton oder Blind Lemon Jefferson; der Musik des einfachen Volks, in der sich fĂŒr ihn die wahre Seele Amerikas manifestierte.

In meisterhaften Zeichnungen setzt Robert Crumb den Bluesmen ein ungeschöntes, persönlich geprÀgtes Denkmal, erzÀhlt von ihrem Alltag, ihrer Einsamkeit, der Zerrissenheit zwischen Sex und Religion, Blues und Gospel.

Robert Crumb wurde am 30. August 1943 in Philadelphia geboren. 1968 begann er in San Francisco die Herausgabe seiner ersten Heftreihe, “Zap Comix”. Figuren wie Fritz the Cat oder Mr. Natural, und nicht zuletzt die kompromisslose Offenlegung seiner sexuellen Obsessionen, machten ihn schon bald zum Protagonisten der Underground Comix – kontrovers diskutiert und kĂŒnstlerisch unerreicht.

Robert Crumb, dem Terry Zwigoff 1994 einen preisgekrönten Dokumentarfilm widmete, gilt heute als einer der bedeutendsten Autoren und Zeichner, die der Comic je hervorgebracht hat. Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, unter anderem im Museum of Modern Art in New York. Robert Crumb und seine Frau Aline Kominsky-Crumb leben in einem kleinen Dorf in Frankreich.

Mister Nostalgia, ISBN 978-3-943143-75-1, 92 Seiten, s/w, Hardcover mit LeinenrĂŒcken, 22 x 29 cm, 29 EUR, erscheint im Mai bei Reprodukt

“Kinderland” von Mawil

Dienstag, den 6. Mai 2014

In dieser Woche erscheint bei Reprodukt nach sieben Jahren erstmals wieder ein neues Comicalbum des Berliner Zeichners Mawil: “Kinderland” spielt in Ostberlin im Sommer 1989: Mirco Watzke steckt in der Klemme. Der sonst so vorbildliche SchĂŒler der Klasse 5a hat Ärger mit den blöden FDJlern, und der Einzige, der ihm dabei helfen kann, ist ausgerechnet dieser unheimliche Neue aus der Parallelklasse


Mawil meldet sich mit “Kinderland” eindrucksvoll zurĂŒck und unterstreicht seinen Ruf als einer der versiertesten Comicautoren Deutschlands. In gewohnt charmanter, witziger und ungekĂŒnstelter Manier erzĂ€hlt von Freundschaft, Mut und Vertrauen, einer Kindheit zwischen Jungen Pionieren und Kirche, von “verschwundenen” VĂ€tern und heimlich belauschtem Getuschel ĂŒbers “RĂŒbermachen”, von der “Angabe des Todes” und einem Tischtennisturnier am Vorabend der Wende.

PĂŒnktlich zum 25. Jahrestag des Mauerfalls legt Mawil mit “Kinderland” ein ebenso tiefgrĂŒndiges wie rasant-unterhaltsames Buch vor, das aufgrund persönlicher Erinnerungen und sorgfĂ€ltiger Recherche ein lebhaftes Bild der letzten Tage der DDR zeichnet und all das in sich eint, womit Mawil die Herzen der Leser wie der Kritik nachhaltig erobert hat.

Markus “Mawil” Witzel wurde 1976 in Ost-Berlin geboren. Schon zu Schulzeiten veröffentlichte er seine Comics in selbstverlegten Fanzines und Anthologien und begann nach dem Abitur ein Grafikdesign-Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. WĂ€hrend des Studiums entstand mit “Strandsafari” (Schwarzer Turm) das erste lĂ€ngere Album mit Mawils Alter Ego, einem bebrillten Hasen. Ein Jahr spĂ€ter legte er “Wir können ja Freunde bleiben” vor, eine tragikomische ErzĂ€hlung ĂŒber eigene Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Seitdem pendelt Mawil zwischen beiden Genres.

Heute gibt Mawil Workshops, stellt auf den einschlĂ€gigen internationalen Comicfestivals aus und zeichnet monatlich einen großformatigen Comic fĂŒr die Sonntagsbeilage des Berliner “Tagesspiegels”. Und wenn dann noch Zeit bleibt, arbeitet er im BerlinComix-Atelier, das er sich mit den Kollegen Reinhard Kleist, Naomi Fearn und Fil teilt, an einem neuen Buch.

Kinderland, ISBN 978-3-943143-90-4, 296 Seiten, farbig, 16 x 21 cm, Klappenbroschur, 29 EUR, erschienen bei Reprodukt

“Blast 3 – Augen zu und durch” von Manu Larcenet

Freitag, den 21. MĂ€rz 2014

“Ein Comic wie eine Urgewalt, angelegt in einer stilistischen wie inhaltlichen Breite, die dem PortrĂ€t einer monströsen Persönlichkeit gerecht wird“, so urteilt FAZ-Redakteur Andreas Platthaus ĂŒber “Blast” von Manu Larcenet. Die Tagespiegel-Jury wĂ€hlte den Titel zum “Comic des Jahres 2012″. Ende MĂ€rz erscheint nun mit “Augen zu und durch” der dritte Band der insgesamt auf vier Teile angelegten Serie bei Reprodukt.

Wahnsinniger Psychopath oder gerissener Killer? Polza Mancini steht unter Mordverdacht und zieht die Ermittler immer tiefer in seine Welt. Scheinbar ungerĂŒhrt berichtet er ĂŒber Suizid, Missbrauch und körperliche Gewalt. Nur der Name Carole Oudinot scheint die Selbstbeherrschung des unförmigen Riesen einen Moment lang ins Wanken zu bringen. Das psychologische “Katz-und-Maus-Spiel” mit der Polizei steuert auf seinen Höhepunkt zu.

“Blast” ist eine ErzĂ€hlung der Extreme, die den Leser an die Grenzen des ErtrĂ€glichen fĂŒhrt. Fragile Schönheit und exzessive Gewalt werden von Manu Larcenet auch im dritten Band der Reihe zu einem einzigartigen Stimmungsbild verwoben, das niemanden unberĂŒhrt lĂ€sst.

Blast 3 – Augen zu und durch, ISBN 978-3-943143-81-2, 208 Seiten, schwarzweiß & farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im MĂ€rz 2014 bei Reprodukt

“Jane, der Fuchs und ich” von Fanny Britt & Isabelle Arsenault

Freitag, den 7. MĂ€rz 2014

AnlĂ€sslich der Leipziger Buchmesse reisen mit Fanny Britt und Isabelle Arsenault aus MontrĂ©al zwei frankokanadische Autorinnen an, die auf verschiedenen Veranstaltungen ihre neue Graphic Novel “Jane, der Fuchs und ich” (Reprodukt) vorstellen werden.

Wenn sie nach der Schule allein im Bus sitzt, schafft HĂ©lĂšne bis zu 13 Seiten in ihrem Lieblingsbuch “Jane Eyre”. Wenn aber die anderen MĂ€dchen aus ihrer Klasse mitfahren, ĂŒber sie tuscheln und kichern, dann kann sie nicht mehr lesen, nur noch warten, dass die Tortur vorĂŒbergeht.

Trost findet HĂ©lĂšne nur bei Charlotte BrontĂ«s Romanheldin Jane Eyre, in deren Lebensgeschichte sich das MĂ€dchen verlieren und ihren eigenen Kummer vergessen kann. Als sie jedoch auf einer Klassenfahrt vor den Augen aller gedemĂŒtigt wird, braucht HĂ©lĂšne mehr als nur eine fiktive Freundin, um den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren


BerĂŒhrend und aufrichtig erzĂ€hlen Fanny Britt und Isabelle Arsenault in “Jane, der Fuchs und ich” von der beilĂ€ufigen Grausamkeit, zu der Kinder fĂ€hig sind, aber auch von ihrer Fantasie und Lebensfreude. Das Comic-DebĂŒt der zwei kanadischen Autorinnen wurde mit zahlreichen Preisen bedacht.

“Einsamkeit ist eine Sprache, die keiner Übersetzung bedarf.” – New York Times

Folgende drei Veranstaltungen finden zur Buchmesse in Leipzig mit den KĂŒnstlerinnen statt:

“HĂ©lĂšne und Antoinette” – PodiumsgesprĂ€ch mit Fanny Britt, Isabelle Arsenault & Olivia Vieweg

‱ Freitag, 14. MĂ€rz | 12 Uhr | Theaterhaus Schille, Otto-Schill-Straße 7, D-04109 Leipzig
Moderation: Katja LĂŒthge

‱ Samstag, 15. MĂ€rz | 14.30 Uhr | Messe Leipzig | Halle 5 Stand D200
Moderation: Lars von Törne

“Jane, der Fuchs und ich” – BuchprĂ€sentation mit Fanny Britt & Isabelle Arsenault

‱ Samstag, 15. MĂ€rz | 19 Uhr | The Millionaires Club | Galerie KUB, Kantstraße 18, D-04275 Leipzig
Moderation: Katja LĂŒthge

Fanny Britt ist eine kanadische Theaterautorin, die nicht nur eigene StĂŒcke auf die BĂŒhne gebracht, sondern auch zahlreiche moderne TheaterstĂŒcke ins Französische ĂŒbertragen hat. Zudem hat sie sich einen Namen als Kinderbuchautorin gemacht und mit “Jane, der Fuchs und ich” nun ihr erstes Comicszenario verfasst.

Isabelle Arsenault wurde 1978 in Sept-Iles, Quebec geboren. Sie zĂ€hlt zu den renommiertesten Kinder- und Jugendbuch-Illustratorinnen Kanadas; bereits fĂŒr ihr erstes Kinderbuch, “Le coeur de Monsieur Gauguin”, wurde sie mit dem kanadischen “Governor General’s Literary Award” geehrt. “Jane, der Fuchs und ich” ist ihr Comic-DebĂŒt.

Jane, der Fuchs und ich, ISBN 978-3-943143-91-1, 104 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Hardcover, erscheint im MĂ€rz bei Reprodukt

* Foto Fanny Britt © Julie Perreault
** Foto Isabelle Arsenault © Martine Boisvert

“Aya” von Marguerite Abouet & ClĂ©ment Oubrerie

Dienstag, den 4. MĂ€rz 2014

Mitte MĂ€rz und damit rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse erscheint bei Reprodukt eine handliche Kompaktausgabe der ersten drei Teile von “Aya” (vormals bei Carlsen erschienen). Auf 360 Seiten erstreckt sich die schwungvolle Soap Opera um Aya, ihre Familie und ihre Freunde aus Yopougon, einem Stadtteil von Abidjan in der ElfenbeinkĂŒste, aufgezeichnet von ClĂ©ment Oubrerie nach einem Szenario von Marguerite Abouet.

Ende der 1970er-Jahre: In der ivorischen Metropole Abidjan leben Aya und ihre zwei Freundinnen Adjoua und Bintou. Aya ist 19 Jahre alt, das Alter, in dem alles erreichbar scheint – vielleicht sogar ein Medizinstudium gegen den Willen des Vaters, der seine Tochter lieber heute als morgen verheiratet sĂ€he. WĂ€hrend Aya von einer Zukunft als Ärztin trĂ€umt, schlagen sich Adjoua und Bintou die NĂ€chte in den örtlichen Tanzbars um die Ohren und rauben ihrer Freundin mit ihren chaotischen Liebschaften den letzten Nerv


Ob nun die Wahlen zur “Miss Stadtteil” vor der TĂŒr stehen oder Ayas quirlige kleine Geschwister – von deren Existenz sie bisher nicht das Geringste geahnt hatte – in Marguerite Abouets und ClĂ©ment Oubreries “Alltags-Dramolett ist alles möglich und nichts so, wie es scheint” (SĂŒddeutsche Zeitung). Hinreißend komisch und voller Lebensfreude zeigt “Aya” ein Afrika fernab westlicher Klischees und lĂ€sst trotz der sich ĂŒberschlagenden Ereignisse auch Raum fĂŒr nachdenkliche Zwischentöne.

“Ein wunderbar bunter Comicroman, der vor afrikanischer Lebenslust nur so sprĂŒht.” – 3sat Kulturzeit

Marguerite Abouet, geboren 1971 in Abidjan, verbrachte ihre ersten zwölf Lebensjahre in der ElfenbeinkĂŒste, bevor sie nach Frankreich zog. FĂŒr “Aya” erhielt sie 2006 wie ClĂ©ment Oubrerie den Preis fĂŒr das beste DebĂŒt beim Comicfestival im französischen AngoulĂȘme. Mit “Akissi” schreibt sie auch Comicszenarios fĂŒr junge Leser.

ClĂ©ment Oubrerie, geboren 1966 in Paris, hat in Frankreich mittlerweile ĂŒber 40 KinderbĂŒcher als Zeichner publiziert und ist MitbegrĂŒnder des 3D-Animationsstudios Station OMD – verantwortlich auch dafĂŒr, dass “Aya” als abendfĂŒllender Trickfilm produziert wurde, der im Sommer 2013 in den französischen Kinos angelaufen ist.

Aya, ISBN 978-3-95640-001-8, 360 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Hardcover, 39 EUR, erscheint im MĂ€rz 2014 bei Reprodukt

Neue Graphic Novels bei Reprodukt

Samstag, den 14. Dezember 2013

“Franz Kafkas nonstop Lachmaschine” von Nicolas Mahler

Wie fĂŒhlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie ĂŒbersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunĂ€chst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwĂ€hrend gerĂ€t.

Nicolas Mahler ist einer der profiliertesten und produktivsten ComickĂŒnstler im deutschsprachigen Raum. Bei Reprodukt ist neben autobiografischen Comics wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” zuletzt die tragikomische ErzĂ€hlung “Lone Racer” erschienen. Viel Aufmerksamkeit wurde Nicolas Mahler fĂŒr seine Literaturadaptionen “Alte Meister” und jĂŒngst “Der Mann ohne Eigenschaften” zuteil, die im Suhrkamp-Verlag veröffentlicht wurden.

Franz Kafkas nonstop Lachmaschine, ISBN 978-3-943143-93-5, 128 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur,  Euro (D) 16,–, erscheint im MĂ€rz 2014

“Aya” von Marguerite Abouet und ClĂ©ment Oubrerie

Ende der 1970er-Jahre: In der ivorischen Metropole Abidjan leben Aya und ihre zwei Freundinnen Adjoua und Bintou. Aya ist 19 Jahre alt, das Alter, in dem alles erreichbar scheint – vielleicht sogar ein Medizinstudium gegen den Willen des Vaters, der seine Tochter lieber heute als morgen verheiratet sĂ€he. WĂ€hrend Aya von einer Zukunft als Ärztin trĂ€umt, schlagen sich Adjoua und Bintou die NĂ€chte in den örtlichen Tanzbars um die Ohren und rauben ihrer Freundin mit ihren chaotischen Liebschaften den letzten Nerv


Ob nun die Wahlen zur “Miss Stadtteil” vor der TĂŒr stehen oder Ayas quirlige kleine Geschwister – von deren Existenz sie bisher nicht das Geringste geahnt hatte – in Marguerite Abouets und ClĂ©ment Oubreries schwungvollem “Alltags-Dramolett ist alles möglich und nichts so, wie es scheint” (“SĂŒddeutsche Zeitung”). Hinreißend komisch und voller Lebensfreude zeigt “Aya” ein Afrika fernab westlicher Klischees und lĂ€sst trotz der sich ĂŒberschlagen.den Ereignisse auch Raum fĂŒr nachdenkliche Zwischentöne.

Aya, ISBN 978-3-95640-001-8, 384 Seiten, farbig, Hardcover, Euro (D) 39,–, erscheint im MĂ€rz 2014

“Jane, der Fuchs & ich” von Fanny Britt & Isabelle Arsenault

Wenn sie nach der Schule allein im Bus sitzt, schafft HĂ©lĂšne bis zu 13 Seiten in ihrem Lieblingsbuch “Jane Eyre”. Wenn aber die anderen MĂ€dchen aus ihrer Klasse mitfahren, ĂŒber sie tuscheln und kichern, dann kann sie nicht mehr lesen, nur noch warten, dass die Tortur vorĂŒbergeht. Seit sich ihre frĂŒheren Freundinnen ohne jede ErklĂ€rung von ihr abgewandt haben, besteht HĂ©lĂšnes Schulalltag aus KrĂ€nkungen und Schikanen. Trost findet sie nur bei Charlotte BrontĂ«s Romanheldin Jane Eyre, in deren Lebensgeschichte sich das MĂ€dchen verlieren und ihren eigenen Kummer vergessen kann. Als sie jedoch auf einer Klassenfahrt vor den Augen aller gedemĂŒtigt wird, braucht HĂ©lĂšne mehr als nur eine fiktive Freundin, um den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren…

BerĂŒhrend und aufrichtig erzĂ€hlen Fanny Britt und Isabelle Arsenault in “Jane, derFuchs & ich” von der beilĂ€ufigen Grausamkeit, zu der Kinder fĂ€hig sind, aber auch von ihrer Fantasie und Lebensfreude. Das Comic-DebĂŒt der zwei kanadischen KĂŒnstlerinnen wurde mit zahlreichen Preisen bedacht.

Jane, der Fuchs & ich, ISBN 978-3-943143-91-1, 104 Seiten, farbig, Hardcover,  Euro (D) 29,–, erscheint im MĂ€rz 2014

“Als David seine Stimme verlor” von Judith Vanistendael

Die Diagnose ist endgĂŒltig: David hat Kehlkopfkrebs, er wird nicht mehr lange leben. Seine Familie – seine Frau Paula, ihr gemeinsames Kind Tamar und seine erwachsene Tochter Miriam aus erster Ehe – sie alle mĂŒssen sich auf ein Leben ohne David vorbereiten. WĂ€hrend Paula mit der PrĂ€senz des Todes in ihrem Alltag ringt und Miriam versucht, fĂŒr ihren Vater da zu sein, zieht sich David immer mehr zurĂŒck. Zeitlebens ein Mann weniger Worte, scheint ihm die Krankheit lange vor der Operation, durch die er seine Stimme verlieren wird, die Sprache zu rauben. Seiner Patchwork-Familie bleibt nichts ĂŒbrig, als der Krankheit ihren Trotz, ihren Mut und ihre Liebe entgegenzusetzen.

In ausdrucksstarken, poetischen Aquarellbildern erzÀhlt die belgische Zeichnerin und Autorin Judith Vanistendael von einer Familie, die sich einem schweren Verlust stellen muss.

Als David seine Stimme verlor, ISBN 978-3-943143-95-9, 280 Seiten, farbig,  Hardcover, Euro (D) 34,–, erscheint im MĂ€rz 2014

“Kiste – FluchtmĂŒcken und Wetterzauber” von Patrick Wirbeleit & Uwe Heidschötter

Endlich Ferien! Mattis macht eine Woche Urlaub bei seinen Großeltern am Meer. Mit seinem Opa will er am Strand einen Aussichtsturm aus Treibholz bauen. Und schon am zweiten Tag Baustopp?! Nur weil Opa wegen des blöden Einkaufs in die Stadt muss? Das wĂ€re doch gelacht! Mattis holt sich kurzerhand seinen Freund Kiste zur Hilfe – und dann geht’s rund! Doch als die beiden Turbobastler dann tatsĂ€chlich auf ihrem Turm stehen und ein Sturm aufzieht, sind sie auch schon mittendrin im nĂ€chsten tollen Abenteuer


Mit der lebenden Werkzeugkiste eines Zauberers zum Freund wird es einem nie langweilig! Zumal wenn sie das Talent hat, alles um sich herum ins Chaos zu stĂŒrzen.

Kiste – FluchtmĂŒcken und Wetterzauber, ISBN 978-3-943143-97-3,  80 Seiten, farbig, Hardcover, Euro [D] 14,–, erscheint im MĂ€rz 2014

“Hilda und die Vogelparade” von Luke Pearson

Das Stadtleben ist nichts fĂŒr Hilda. Auch Monate, nachdem sie mit ihrer Mutter nach Trolberg gezogen ist vermisst sie die verwunschenen TĂ€ler und die verschrobenen Freunde ihrer alten Heimat. Doch als der Tag der alljĂ€hrlichen Vogelparade kommt, verwandeln sich die Straßen mit einem Mal in ein pulsierendes, aufregendes Farbenmeer. An der Seite eines sprechenden Raben stĂŒrzt sich Hilda in ein spannendes Abenteuer und entdeckt, dass auch die Stadt hinter ihren Fassaden von den wunderlichsten Kreaturen bevölkert ist.

Eine charmante, vielschichtige Heldin und eine liebevoll-fantastische Welt machen “Hilda” zum bezauberndsten All-Ages-Comic unserer Zeit.

Hilda und die Vogelparade, ISBN 978-3-943143-96-6, 44 Seiten, farbig, Hardcover mit LeinenrĂŒcken, Euro (D) 18,–, erscheint im MĂ€rz 2014

“Kinderland” von Mawil

Ostberlin im Sommer 1989: Mirco Watzke steckt in der Klemme. Der sonst so vorbildliche SchĂŒler der Klasse 5a hat Ärger mit den blöden FDJlern, und der Einzige, der ihm dabei helfen kann, ist ausgerechnet dieser unheimliche Neue aus der Parallelklasse


Sieben Jahre nach seinem letzten Buch “Action Sorgenkind” meldet sich Mawil mit “Kinderland” eindrucksvoll zurĂŒck und unterstreicht seinen Ruf als einer der versiertesten Comicautoren Deutschlands. In gewohnt charmanter, witziger und ungekĂŒnstelter Manier erzĂ€hlt er in “Kinderland” von Freundschaft, Mut und Vertrauen, einer Kindheit zwischen Jungen Pionieren und Kirche, von “verschwundenen” VĂ€tern und heimlich belauschtem Getuschel ĂŒbers “RĂŒbermachen”, von der “Angabe des Todes” und einem Tischtennisturnier am Vorabend der Wende.

PĂŒnktlich zum 25. Jahrestag des Mauerfalls legt Mawil mit “Kinderland” ein ebenso tiefgrĂŒndiges wie rasant-unterhaltsames Buch vor, das aufgrund persönlicher Erinnerungen und sorgfĂ€ltiger Recherche ein lebhaftes Bild der letzten Tage der DDR zeichnet und all das in sich eint, womit Mawil die Herzen der Leser wie der Kritik nachhaltig erobert hat.

Kinderland, ISBN 978-3-943143-90-4, 280 Seiten, farbig, Klappenbroschur,  Euro (D) 29,–, erscheint im Mai 2014

Kinderland – Vorzugsausgabe, mit signiertem Druck, limitiert auf 777 Exemplare, ISBN 978-3-95640-003-2, 280 Seiten, farbig, Euro (D) 45,–, erscheint im Mai 2014

 

“Ariol – Saugute Freunde” von Emmanuel Guibert & Marc Boutavant

Eigentlich ist es ganz einfach: Ariol ist ein Esel, sein bester Freund Ramono ist ein Schwein. Der eine ist blau, hat lange Ohren und trĂ€gt eine dicke Brille. Der andere ist rosa mit einem RĂŒssel wie eine Steckdose. Die beiden könnten ungleicher kaum sein, aber trotzdem sind sie Freunde. So gute Freunde, dass sich das Schwein manchmal Eseleien erlaubt und der Esel schon mal die eine oder andere Sauerei anrichtet


Emmanuel Guibert und Marc Boutavant haben mit Ariol eine Figur geschaffen, mit der sich junge Leser wirklich identifizieren können. In kurzen, ebenso komischen wie treffenden Episoden erzĂ€hlen sie aus dem Leben des kleinen blauen Esels und von unser aller Freuden und Ängsten.
Lesealter: 6+

Ariol – Saugute Freunde, ISBN 978-3-95640-002-5, 128 Seiten, farbig, Klappenbroschur, Euro (D) 14,–, erscheint im Mai 2014

“Neuer Ratgeber fĂŒr schlechte VĂ€ter” von Guy Delisle

Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen – bei kleinen MĂ€gen wirkt Magnum-Schokoladeneis wahre Wunder. Und wenn man dann noch auf Nummer sicher gehen will, dass der Nachwuchs Papa auch wirklich doller lieb hat als Mama, empfiehlt der Experte stundenlange “Super-Mario-Kart”-Sessions im geheimen KĂ€mmerlein und “Warcraft II”-Crashkurse mit Schwerpunkt Ork-Abschlachten. So kann aus einem “schlechten Vater” ganz schnell der “beste Vater der Welt” werden…

Im Nachfolger zu seinem erfolgreichen “Ratgeber fĂŒr schlechte VĂ€ter” setzt sich Guy Delisle erneut augenzwinkernd als Rabenvater in Szene. Mit viel Hintersinn, Spaß am Tabubruch und einem großen Hang zur Selbstironie hat der kanadische Zeichner einen weiteren Anti-Ratgeber fĂŒr Erziehungsfragen verfasst, an dem nicht nur VĂ€ter ihre Freude haben werden.

Neuer Ratgeber fĂŒr schlechte Eltern, ISBN 978-3-943143-92-8, 192 Seiten, s/w, Klappenbroschur,  Euro (D) 12,–, erscheint im Juli 2014