Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Reprodukt’

“Blast” 2 von Manu Larcenet

Freitag, den 17. Mai 2013

“Ein Comic wie eine Urgewalt, angelegt in einer stilistischen wie inhaltlichen Breite, die dem Porträt einer monströsen Persönlichkeit gerecht wird”, urteilt Andreas Platthaus, stellvertretender Feuilleton-Ressortleiter der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Nun erscheint bei Reprodukt der zweite Band der von der “Tagesspiegel”-Jury mit großer Mehrheit als “Comic des Jahres 2012″ gewählten Serie “Blast” von Manu Larcenet (“Der alltägliche Kampf”).

Polza Mancini steht unter Mordverdacht. Die Ermittler ekeln sich vor diesem unförmigen und heruntergekommenen Riesen, den sie schlicht für einen Psychopathen halten. Und doch sind sie gezwungen, sich seine Erzählung anzuhören. Es ist die Geschichte einer Verwahrlosung, die Mancini im Verhör bis ins abgründigste Detail offenlegt: Auf der Suche nach dem “Blast”, einem Moment höchster Erleuchtung, hat er sein bürgerliches Leben über Bord geworfen und sich in die Wildnis zurückgezogen.

“Ich lüge. Ich lüge immer. Ich sage, ich erinnere mich an nichts, als sei ich gerade erst neu geboren. Ich sage, ich hätte Verständnis, an eurer Stelle hätte ich sicher auch gelacht. Ich lüge für einen Moment der Ruhe, für ein wenig Nachsicht, für die Vergebung meines Andersseins. Und ich lüge, um euch nicht meinerseits hinzuschlachten.

Ich lüge immer, denn in Wirklichkeit erinnere ich mich an alles.

“Blast” ist eine Etüde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgeführt und voller Allegorien, die in die Abgründe seiner Figuren führen.

Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky, ISBN 978-3-943143-41-6, 208 Seiten, teilweise farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im Mai bei Reprodukt

Neue Plakate bei Reprodukt

Mittwoch, den 15. Mai 2013

Anlässlich der aktuellen und kommenden Neuerscheinungen “Mein Ärger mit den Frauen” von Robert Crumb und “Pablo – Max Jacob” von Julie Birmant & Clément Oubrerie gibt es bei Reprodukt neue Streifenplakate für den Buch- und Comichandel. Außerdem nach wie vor lieferbar ist ein “Jimmy Corrgan”-Plakat im Format DIN A1.

Die neuen Streifenplakate und das “Jimmy Corrigan”-Plakat können über die Verlagsauslieferungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bezogen werden.

“Jimmy Corrigan”-Plakat DIN A1 (LKG-Titelnummer 9048)
“Mein Ärger mit den Frauen”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9049)
“Pablo”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9051)

Eine Übersicht zu den lieferbaren Werbemitteln bei Reprodukt gibt es hier.

“Böse Geister” – Buchpräsentation mit Peer Meter und Gerda Raidt in der Stadtbibliothek Bremen

Montag, den 13. Mai 2013

Am Dienstag, dem 14. Mai um 19 Uhr sprechen der Worpsweder Autor Peer Meter und die Leipziger Zeichnerin Gerda Raidt in der Hansestadt Bremen über ihr gemeinsames Comicprojekt “Böse Geister”. Die Buchpräsentation in der Stadtbibliothek Bremen-Gröpelingen findet in der gleichen Straße statt, in der auch die Handlung des Comics spielt.

“Böse Geister” ist eine autobiografisch gefärbte Erzählung über eine Kindheit in den 50er Jahren. In atmosphärischen Zeichnungen gelingt es Gerda Raidt, Peer Meters spannend verschachteltes Drama um Schuld, Verlust und den “Gespenster-Harry” eindringlich zu inszenieren, ohne dabei den für ihr illustratives Schaffen so charakteristischen Charme einzubüßen.

Stadtbibliothek Bremen-Gröpelingen, Lindenhofstr. 53, D-28237 Bremen
www.stadtbibliothek-bremen.de
Eintritt frei

Barbara Yelin und Reprodukt in der Buchhandlung Binger, Berlin

Montag, den 13. Mai 2013

Die Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz in Berlin bietet im Mai eine große Auswahl von Comics und Graphic Novels an, prominent präsentiert in der geräumigen Schaufensterauslage. Ein Schwerpunkt der Präsentation liegt auf Neuheiten von Reprodukt.

Am Dienstag, dem 14. Mai wird Barbara Yelin – im Anschluss an eine kurze Reprodukt-Verlagsvorstellung von Dirk Rehm – vor Ort ihr neues Buch “Riekes Notizen” vorstellen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz, Kleiststr. 19-21, D-10787 Berlin
www.buchhandlung-binger.de
Eintritt frei

Fotos: Marion Jaiser

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Über die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ägypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler über den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder für die neue Stadt”.

Jürgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung über “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), für den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “große Saga eines Milieus und einer ländlichen Mentalität”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der Banalität, aber auch der Lächerlichkeit des Bösen”, wie Katja Lüthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

Anlässlich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das große Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind erschütternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfällt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose Erzählung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer früheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur Stückwerk, das nicht zusammengeht.”: “Prügeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

“Pablo – Max Jacob” von Julie Birmant & Clément Oubrerie

Freitag, den 3. Mai 2013

Zu Beginn des Monats Mai ist bei Reprodukt “Pablo – Max Jacob” von Julie Birmant und Clément Oubrerie erschienen, der erste Band einer dreiteiligen Reihe, die sich Picassos Jugend in Paris zum Thema nimmt. Julie Birmant und Clément Oubrerie widmen sich in ihrer vierbändigen Biografie der Anfangszeit des großen Künstlers, der seinen Weg gerade erst findet.

Bei seiner Ankunft in Paris im Jahr 1900 kennt man Picasso einfach nur als Pablo. Die Weltausstellung lässt die Metropole erstrahlen, doch der junge Spanier wird schnell ernüchtert. Dass er dennoch nicht schwarzsieht, sondern blau, verdankt er einem wundersamen Dichter und seiner Muse Fernande Olivier.

“Klein, schwarz, untersetzt, unruhig, mit dunklen stechenden Augen, ausladenden Gesten, kleine Füße und kleine Hände”, so beschreibt der Dichter Max Jacob seinen Freund und zeitweiligen Zimmergenossen Pablo Picasso, den er als jungen Mann in Paris kennenlernt. Noch ist der Spanier ein Unbekannter und durchlebt ein bewegtes Auf und Ab zwischen kleineren Erfolgen und großen Zweifeln. Doch auf dem Montmartre glaubt nicht nur sei heimlicher Verehrer Max Jacob an Pablos neue Kunst.

Leichthändig verknüpfen die Autoren Pablos Geschichte mit der Biografie seiner wohl bekanntesten Muse, Fernande Olivier. “Pablo” wird so zum Porträt einer aufblühenden Epoche mit all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Die studierte Regisseurin Julie Birmant arbeitet für Funk und Fernsehen und ist zudem als Theaterdramaturgin tätig. Ein erstes Comicszenario schuf die Belgierin 2010 mit “Drôles de Femmes”, einer Porträtsammlung illustrer französischer Schauspielerinnen.

Clément Oubrerie hat in Frankreich mittlerweile über 40 Kinderbücher als Zeichner publiziert und ist Mitbegründer des 3D-Animationsstudios Station OMD. Die Serie “Aya” (Band 1 bis 3 erschienen bei Carlsen), sein erster Comic, entstand nach einem Szenario von Marguerite Abouet. Nach einem Szenario von Joann Sfar arbeitet er derzeit – parallel zu “Pablo” – an der Serie “Jeangot” (Gallimard), einer humoristischen Hommage an den Musiker Django Reinhardt.

Der zweite Band von “Pablo” mit dem Titel “Apollinaire” ist für den Herbst dieses Jahres angekündigt.

Pablo – Max Jacob, ISBN 978-3-943143-49-2, 88 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erschienen bei Reprodukt

“Die Amateure” von Brecht Evens

Mittwoch, den 1. Mai 2013

Anfang Mai erscheint bei Reprodukt nach “Am falschen Ort” ein zweites Buch des flämischen Zeichners Brecht Evens: “Die Amateure”. Mittels der Aquarellfarben, in denen das Personal seiner Geschichten geradezu aus dem Papier zu fließen scheint, verdichtet sich das Geschehen in “Die Amateure” in einer einzigartigen Atmosphäre.

Der Künstler Pieterjan ist zu einer Biennale auf dem Land eingeladen. Als er sich dort inmitten einer Gruppe illustrer Hobbykünstler wiederfindet, beschließt er, das Kommando zu übernehmen. Denn Pieterjan hat eine Vision: Zur medienwirksamen Eröffnungsfeier soll ein riesiger Gartenzwerg – als Symbol flämischer Identität – errichtet werden. Das Projekt nimmt schließlich babylonische Ausmaße an, und auch die unterschiedlichen Ambitionen und Bedürfnisse der Künstler prallen aufeinander.

In malerisch-bunten, expressionistisch ausufernden Szenerien fängt Brecht Evens die Gefühle und Verhaltensweisen seiner Künstlercharaktere ein: Geltungsdrang und Individualismus, Ängste und Zweifel. “Die Amateure” ist ein feinsinniges Kaleidoskop moderner Befindlichkeiten, und dabei selbst ein kleines Kunstwerk.

Brecht Evens, geboren 1986, lebt als Comiczeichner, Illustrator und Musiker in Gent. Mit “Am falschen Ort” gelang ihm der internationale Durchbruch. Sein Debüt als Comiczeichner gab Brecht Evens 2004 mit dem Comic “Een boodschap uit de ruimte”, es folgten “Vincent” (2006) und “Nachtdieren” (2007), beide bei Oogachtend erschienen. Auf dem Fumetto Festival 2010 wurde unter dem Titel “Hier und jetzt” erstmals eine Einzelausstellung des Flamen präsentiert.

Während “Vincent” noch in geradezu klassisch anmutender Manier erzählt wird – der Seitenaufbau unterteilt in strenge Panels, die Figuren durch Outlines mit klaren Konturen versehen – findet Brecht Evens in seinen späteren Arbeiten “Am falschen Ort” oder “Die Amateure” zu einem neuen Stil.

Mehr Informationen zum Zeichner gibt es unter www.brechtnieuws.blogspot.com

“Evens hat einen scharfen Sinn für authentisch klingende Dialoge, für endloses Geplauder, dessen wahrer Sinn immer im Ungesagten und nicht Ausgesprochenen liegt. Immer wieder blitzen auch kleine philosophische Aphorismen und verblüffende Alltags- und Partywahrheiten auf.” – Christian Gasser

Die Amateure, ISBN 978-3-943143-46-1, 224 Seiten, farbig, 21 x 26 cm, Flexcover, 34 EUR, erscheint im Mai bei Reprodukt

“1.776 KM” – Ausstellung in Hamburg

Dienstag, den 30. April 2013

Die Galerie Feinkunst Krüger in Hamburg zeigt ab dem kommenden Freitag die Ausstellung “1.776 KM” mit Arbeiten von Künstlern der Gruppe etHALL aus Barcelona sowie von weiteren Künstlerinnen und Künstlern aus Hamburg und Berlin. Daran beteiligt sein werden auch die aus dem Magazin “Spring” bekannte Claudia Ahlering sowie Lukas Jüliger, Autor des hochgelobten Bandes “Vakuum” (Reprodukt).

Die Vernissage findet am Samstag, dem 4. Mai ab 20 Uhr statt. Im Folgenden wird die Ausstellung bis zum 25. Mai zu sehen sein.

Feinkunst Krüger, Kohlhöfen 8, D-20355 Hamburg
Tel.: (040) 317 921 58
www.feinkunst-krueger.de

Zwei Videos über Graphic Novels

Donnerstag, den 25. April 2013

Wie bereits gemeldet, stellte Literaturkritiker Denis Scheck kürzlich “Jimmy Corrigan – Der klügte Junge der Welt” in der Sendung “Literatur im Foyer” des SWR vor. Besonders die Reaktion der offenbar nicht comic-affinen Thea Dorn sorgten im Anschluss für einige Reaktionen (u.a. hier und hier). Das Video der Buchvorstellung lässt sich nun auch auf youtube ansehen, bzw. direkt hier.

Im Medienmagazin “Zapp” des NDR befasste sich ein Beitrag mit Journalismus in Comic-Form. Darin kommen Autorin Ulli Lust (“Fashionvictims, Trendverächter”, avant-verlag) und Verleger Johann Ulrich zu Wort. Der Beitrag “Aufgezeichneter Journalismus” kann hier angesehen werden.

Dirk Schwieger in Reykjavik

Mittwoch, den 17. April 2013

Der in Berlin lebende Comic-Autor Dirk Schwieger (“Moresukine”, Reprodukt) wird ab Anfang Mai für sechs Wochen Gast des Goethe-Instituts Dänemark in Reykjavik sein und als Writer-in residence an seinem neuen Buch “People not seen” über die Welt der Elfen arbeiten.

Darüber hinaus wird er an Bibliotheks- und Lehrveranstlatungen teilnehmen und über seinen Aufenthalt bloggen.

Preise für “Portugal” und “Ardalén”

Montag, den 15. April 2013

Am vergangenen Wochenende fand mit FiComic das größte Comicfestival in Spanien statt. Über 100.000 Besucherinnen und Besucher strömten durch die Hallen in Barcelona. Unter anderem wurden dort auch die vier Festivalpreise verliehen, von denen zwei an Bücher gingen, die auch in Deutschland erhältlich sind, bzw. im Laufe des Jahre erscheinen. So wurde Cyril Pedrosas “Portugal” (Reprodukt) als bestes spanischer ausländischer Comic ausgezeichnet. Der im August in der Ehapa Comic Collection erscheinende Band “Ardalén” von Migeulanxo Prado, wurde als bester spanischer Comic prämiert.

Weitere Informationen finden sich auf der Website des Festivals, über die Preisverleihungen berichtet unter Anderem El Mundo: Ardalén, de Miguelanxo Prado, mejor obra de autor español en el Salón del Cómic de Barcelona”.

Graphic Novels in den Medien – 15. April 2013

Montag, den 15. April 2013

Auf Spiegel Online stellt Hannah Pilarczyk den Autoren Luke Pearson vor, dessen “Hilda und der Mitternachtsriese” nun auch auf deutsch bei Reprodukt erschienen ist: “Gestatten, Welteroberin!” Ihr Resümée: “Die kleine Hilda ist die Heldin eines der schönsten Comics der vergangenen Jahre.”

Gleich zwei Graphic Novels und ihre AutorInnen wurden kürzlich in der tageszeitung vorgestellt: Amadeus Ulrich besuchte Marijpol in ihrem Hamburger Atelier, um mit ihre über “Schwere Kost aus Altona” zu sprechen. Denn die Drastik des Dargestellten in ihrem Buch “Eremit” scheinen beim Autor des Artikels Spuren hinterlassen zu haben. Dass in Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klügte Junge der Welt” auch Humor eine wichtige Rolle spielt, stellt Katja Lüthge heraus: “Anruf vom unbekannten Vater”.

Eine “kongeniale Adaption” erkennt Lars von Törne auf tagesspiegel.de in Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp), die heute in die Läden kommt: “Flüstern und Schreien”.

Wie Boris Kunz für das Titel Magazin schreibt, ist Joe Dalys “Doppeltes Glück mit Rotem Affen” (avant-verlag) ein Comic, “der sich zwar nicht ernst nimmt, aber nicht in bloßes Zitieren und Herumalbern ausartet.” Hier geht es zum Artikel.

Für die Wiener Presse stellt Cristoph Huber Paco Roca und seinen Band “Der Winter des Zeichners” (Reprodukt) vor: “melancholisch und bestürzend aktuell”. Der Artikel kann hier nachgelesen werden: “Der Aufstand der Zeichner”.

“Ich war immer von dunklen Geschichten fasziniert” sagt Lukas Jüliger im Gespräch mit Sören Sgries, der den Autor von “Vakuum” (Reprodukt) für die Rhein-Neckar-Zeitung interviewte.

Ein weiteres Autorenportrait erschien im Gießener Anzeiger, denn die “Comic-Zeichnerin Elke Steiner stellt ihre Arbeit am Werk „Die anderen Mendelssohns“ vor”. Darin wird es um Carl Mendelssohn Bartholdy, Sohn des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gehen.

In der Kultursendung “Fidelio” auf hr2 war kürzlich Simon Schwartz zu Gast, um über seine Arbeit an seinem Buch “Packeis” (avant-verlag) zu sprechen. Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

“Jimmy Corrigan” in der Presse

Samstag, den 13. April 2013

Vor rund einem Monat zur Leipziger Buchmesse erschienen, sorgt Chris Wares Meisterwerk “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” (Reprodukt) für anhaltendes Interesse in den Medien. Auf YouTube wurde das Interview archiviert, das Thomas von Steinaecker am 21. März auf der Leipziger Messe mit dem amerikanischen Zeichner geführt hat.

Aktuell schreibt Katja Lüthge in der heutigen Ausgabe der “tageszeitung” über das Buch und ihre Eindrücke von Chris Wares Podiumsgespräch im Berliner Martin Gropius Bau: “Anruf vom unbekannten Vater”

Weitere Besprechungen sind in den vergangenen Wochen in verschiedenen Medien erschienen:

“Ein Werk, das durch virtuose Experimentierfreude wie emotionale Tiefe beeindruckt und berührt.” – Christian Möller, WDR5

“Mit «Jimmy Corrigan» hat Chris Ware neue Massstäbe gesetzt, formal und inhaltlich, als Erzähler und als Gestalter. Er hat die Ausdrucksmöglichkeiten des Comics erweitert und revolutioniert, und damit hat er entscheidend dazu beigetragen, dass der Comic heute als literarische Gattung ernster genommen wird, als je zuvor.” – Christian Gasser, SRF

“Überwältigend. Es gibt in der Geschichte des Comics eine Zeit vor Chris Ware, und es gibt die Zeit danach.” – Brigitte Helbling, culturmag

“A Tribute to Robert Crumb”

Freitag, den 12. April 2013

Zum Comicfestival München erscheint in der Edition 52 ein Band, in dem rund 80 Zeichnerinnen und Zeichner dem amerikanischen Underground-Autoren und Wegbereiter autobiografischer Graphic Novels, Robert Crumb (“Nausea”, Reprodukt), Tribut zollen.

Beiträge in “A Tribute to Robert Crumb” stammen von: Aline Kominsky-Crumb, Titus Ackermann, Asu, Johanna Baumann, Arne Bellstorf, Harm Bengen, Willy Blöß, David Boller, Holger Bommer, Rolf Boyke alias Boy, Eckart Breitschuh,  Tom Bunk, Angel de la Calle, Juan Diaz Canales, Calle Claus, Chriseff,  Frank Cmuchal, José Domingo, Andreas Eikenroth, Lars Fiske, Gerhard Förster, Walter Fröhlich, Ulf S. Graupner, Jonas Greulich, R.M. Guéra, Jan Gulbransson, Haggi, Gunter Hansen, Ulf Harten, Marc Herold, Rudi Hurzlmeier, Burkhard Ihme, Jamiri, Daan Jippes, Hansi Kiefersauer, Ivo Kircheis, Denis Kitchen, Ralf König, Steffen Kverneland, Laska, Till Lukat, Nicolas Mahler, Mamei, Lutz Mathesdorf, Joe Matt,  Dani Montero, Christian Moser, Christoph Mueller, José-Luis Munuera, Naatz, Gabriel Nemeth, Alfred Neuwald, Martin Perscheid, Peter Petri, Robert Platzgummer, Ari Plikat, Peter Puck, Boris Purmann, Erich Rauschenbach, Volker Reiche, Jan Reiser,  Arne S. Reismueller, Ingrid Sabisch, Matthias Schäfer, Simon Schwarz, Gerhard Seyfried, Koren Shadmi, Gilbert Shelton, Frans Stummer, Detlef Surrey, Adrian vom Baur, Thomas von Kummant, Wittek, Heinz Wolf, Timo Würz, Sascha Wüstefeld, Inci Yenen, Zep und Laura Zuccheri. Das Covermotiv stammt von Charles Burns.

Robert Crumb wird auf dem Comicfestival München zu Gast sein. Dort wird es eine Ausstellung mit Arbeiten aus dem Tribut-Band geben.

A Tribute to Robert Crumb, ISBN 9783935229845, 100 Seiten, farbig und schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 20, erscheint im Mai bei Edition 52

ORANG X: Release-Veranstaltung in Berlin

Dienstag, den 9. April 2013

Nach der Release-Feier in Hamburg am vergangenen Wochenende feiert das Comicmagazin “Orang” seine 10. und letzte Ausgabe am kommenden Freitag, dem 12. April 2013 ab 20:00 Uhr, im LQR in Berlin.

Zu sehen gibt es eine SciFi-Installation und Ausstellung zur finalen Ausgabe, die unter dem Motto “Heavy Metal” steht und Geschichten von Sharmila Banerjee, Verena Braun, Yan Cong, Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Jul Gordon, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Angela Dalinger, Marlene Krause, Martina Lenzin, Zuo Ma, Marijpol, Klaas Neumann, Paul Paetzel, Till Thomas sowie Amanda Vähämäki enhält.

LQR, Weserstraße 53, D-12045 Berlin
email: info@theliquorcompany.de, www.theliquorcompany.de
facebook-Veranstaltung

Charles Burns und Moki: Ausstellungen in Berlin

Donnerstag, den 4. April 2013

Als Teil von “Pictoplasma – Festival and Conference of contemporary Character Design and Art” werden in dessen Ausstellungsprogramm auch Werke von zwei Comic-AutorInnen gezeigt: So wird es in der Gallerie In:Surgo! in Berlin Mitte eine Auswahl von Drucken des amerikanischen Comic-Künstlers Charles Burns (“Black Hole”, Reprodukt) zu sehen geben.

Im Kreuzberger Archive Kabinett zeigt Moki unter anderem eine Auswahl von Bildern aus ihrem Band “Wandering Ghost”.

Beide Ausstellungen werden vom 10. bis zum 14. April jeweils von 12 bis 20 Uhr geöffnet sein, der Eintritt is frei.

In:Surgo!, Torstrasse 110, D-10119 Berlin
www.resurgo-berlin.com

Archive Kabinett, Dieffenbachstr. 31, D-10967 Berlin
archivekabinett.org

“Orang 10″ – Release Party in Hamburg

Mittwoch, den 3. April 2013

Mit einer Ausstellung und Party feiert das Comicmagazin “Orang” am kommenden Wochenende seine 10. und letzte Ausgabe im Hinterconti in Hamburg.

Zu sehen gibt es eine Ausstellung zur finalen Ausgabe, die unter dem Motto “Heavy Metal” steht und Geschichten von Sharmila Banerjee, Verena Braun, Yan Cong, Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Jul Gordon, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Angela Dalinger, Marlene Krause, Martina Lenzin, Zuo Ma, Marijpol, Klaas Neumann, Paul Paetzel, Till Thomas sowie Amanda Vähämäki enhält.

Ferner warten “Corpse Painting” mit Marijpol, das Katzensofa und ein “Speedball 2″-Turnier auf die Gäste. All das garniert mit Metal-Videos von VJ e_mol aka Martina Lenzin.

hinterconti e.V., Marktstraße 40A, D-20357 Hamburg
email: info@hinterconti.dewww.hinterconti.de, facebook event

Graphic Novels in den Medien – 26. März 2013

Dienstag, den 26. März 2013

In der aktuellen Ausgabe des Freitag stellt Jonas Engelmann “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” von Chris Ware vor. In “Auch unten ist er allein” zeigt er sich begeistert: “Die Erwartungen an den Comic als schnell konsumierbares Produkt der Massenkultur unterläuft er mit seiner Ästhetik der Verweigerung, die sich zu immer neuen, immer waghalsigeren Gebäuden formt, hin und wieder einzustürzen droht und doch die Story nie aus den Augen verliert. Seine Comicgebäude und deren Bewohner erschaffen für den Leser tatsächlich eine eigene Welt, verstörend, rührend, direkt, kritisch und dabei immer mit einer selten zu findenden Selbstironie”.

Für die Welt führte Thomas von Steinaecker mit Chris Ware ein Interview, in denen auch auf Chris Wares Einflüsse aus der Literatur eingegangen wird: “Sprechblasen der Erinnerung”.

Ebenfalls in der Welt wurde Sarah Leavitts “Das große Durcheinander” (Beltz) besprochen: “ein bedrückendes Protokoll des allmählichen Verschwindens einer Persönlichkeit”: “Mutters Schamhaare”.

“Tiefgründig und von morbider Schönheit”: Auf tagesspiegel.de stellt Lars von Törne Anders Nilsens “Große Fragen” (Atrium) vor: ” Aus der Vogelperspektive”.

An gleicher Stelle stellt Oliver Ristau “White Line” von Calle Claus (Edition 52) vor: “Auf großer Fahrt”. Er fastt zusammen: “Rauschhaft, assoziativ, surreal”. Der Beitrag erschien auch in den Potsdamer Neuesten Nachrichten.

“Aus dem Nichts steht plötzlich ein virtuoser deutscher Comicerzähler vor uns.” FAZ-Feuilletonis Andreas Platthaus zeigt sich von Lukas Jüligers Debut “Vakuum” (Reprodukt) beeindruckt, wie er in einem Blogbeitrag auf faz.net schreibt: “Liebe läuft Amok”.

Ähnlich sieht es Thomas Kögel auf comicgate.de, der resümiert: “Sehr starkes Debüt, das seine morbid-verstörende Teenage-Angst-Story souverän erzählt”

Chris Ware auf 3Sat

Freitag, den 22. März 2013

Am gestrigen Donnerstag zeigte das Magazin “Kulturzeit” auf 3Sat einen Beitrag über Chris Ware und sein Buch “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” (Reprodukt). Das Video kann in der 3Sat-Mediathek noch angesehen werden.

Auf der begleitenden Website der “Kulturzeit” finden sich neben einem Text über Buch und Autor (“Mit Jimmy Corrigan hat Chris Ware bewiesen, dass die Komplexität eines Comic literarischen Werken in nichts nachstehen muss. Selbst dem letzten Zweifler dürfte nach der Lektüre dieses Buchs ein Licht aufgegangen sein.”) auch eine Leseprobe aus dem Band: “Geschichten-Zeichner – Chris Wares Comic Jimmy Corrigan.

“Jimmy Corrigan” – Chris Ware in Berlin und Leipzig

Montag, den 18. März 2013

Knapp eine Woche nach Erscheinen von “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” (Reprodukt), geschrieben und gezeichnet von Chris Ware, gibt es bereits einen ganzen Schwung Rezensionen in der Presse und auf “tagesspiegel.de” auch einen Bericht über ein von Andreas Platthaus moderiertes Podiumsgespräch mit Christoph Niemann und Chris Ware in Berlin.

“Ware ist ein Perfektionist; nicht umsonst habe ihn die Arbeit an Jimmy Corrigan rund neun Jahre gekostet: ‘Man muss die Inspiration ergreifen und verdichten, solange, bis man die reine Essenz gefunden hat.’“ – Erik Wenk, Der Tagesspiegel

“Es gibt gute und sehr gute Kunstwerke. Und es gibt Meilensteine. Zu der letzten Kategorie gehört die Graphic Novel ‘Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt‘’ des US-Amerikaners Chris Ware, die jetzt endlich, über dreizehn Jahre, nachdem sie in den USA erschien, auch auf Deutsch vorliegt.” – Thomas von Steinaecker, Süddeutsche Zeitung

“‘Jimmy Corrigan’ zu lesen ist ein ebenso beglückendes wie beklemmendes Erlebnis.” – Daniel Kothenschulte, Monopol

“Selbst überbordende Handlungsabschnitte wirken innerhalb dieser Bildkompositionen aufgeräumt und übersichtlich – und die Welten, die er dadurch schafft, zugleich wahrhaftig und künstlich.“ – Christian Neubert, Der Tagesspiegel

“In Amerika wurde ‘Jimmy Corrigan’ als Sofortklassiker gefeiert, der dem Genre eine neue Richtung wies. Nun ist es auf Deutsch in einer prächtigen Ausgabe herausgekommen.” – Matthias Heine, Die Welt

“Chris Wares Meisterwerk ‘Jimmy Corrigan’ ist endlich auf Deutsch erschienen. Über ein Jahrzehnt hat das gedauert – aber es hat sich gelohnt.” – Christian Schlüter, Frankfurter Rundschau

“Chris Ware hat mit seiner Graphic Novel ein Epos über das menschliche Elend geschrieben, das an Melancholie schwer zu überbieten ist.” – Jan Tölva, Jungle World