Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Sascha Hommer’

Ausstellung deutscher Zeichner beim Comicfestival Łodz

Donnerstag, den 2. September 2010

Comics deutscher Zeichner erfreuen sich in Polen großer Beliebtheit, seit einigen Jahren wird dort eine steigende Anzahl von Büchern verlegt. Das nimmt das größte Comicfestival im Land, das Comicfestival Łodz, zum Anlass, in einer Ausstellung eine Reihe dieser Künstler zu präsentieren.

Gezeigt werden Originale von Uli Oesterle (“Hector Umbra”) und Flix (“Faust”, beide Carlsen) sowie Arne Bellstorf (“Baby’s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”), Sascha Hommer (“Vier Augen”) und Mawil (“Action Sorgenkind”, alle Reprodukt), die allesamt mit ihren Werken auf dem polnischen Markt präsent sind. 

Sascha Hommer, Mawil und Uli Oesterle werden vor Ort anzutreffen sein.

Międzynarodowy Festiwal Komiksu i Gier, Lodzki Dom Kultury, ul. Traugutta 18, PL-90-113 Łodz
Tel. +48 42 633 98 244
email: festiwal@ldk.lodz.pl, www.komiksfestiwal.com

Comicfestival Hamburg Nr. 4

Montag, den 26. Juli 2010

Das Hamburger Comicfestival, bei dem viele deutsche ZeichnerInnen und Verlage ihre neuesten Publikationen präsentieren werden, findet am Freitag, dem 24. und am Samstag, dem 25. September in der Clemens-Schulz-Straße 87 auf St. Pauli statt.

Im Festivalzentrum präsentieren sich Verlage aus Deutschland und der Schweiz, angekündigt mit einem Stand vor Ort sind bislang Alligatorfarm, avant-verlag, Beatcomix, Carlsen Comics, Edition Alfons, Edition Moderne, MamiVerlag, Reprodukt, rotopolpress, Schreiber & Leser und “Strapazin”.

Auch die vorläufigen Planungen zu Ausstellungen und weiteren Veranstaltungen kann man der Website des Comicfestivals entnehmen: Kati Rickenbach, Mawil und andere werden live zeichnen, eine Präsentation widmet sich den Debüt-Alben von Martina Lenzin & Carolin Walch, die sich mit verschiedenen Facetten von Musik- und Jugendkultur beschäftigen, Isabel Kreitz und Reinhard Kleist signieren ihre neuen Werke zum Kindermörder Haarmann bzw. Fidel Castro, rotopolpress zeigt zum Thema “Secret Service” eine Ausstellung, an der sich Künstler aus aller Welt beteiligt haben, der MamiVerlag stellt mit “Frozen Charly” nach “Ich/I/Je/Io” im Druck Dealer ein zweites Mammutwerk vor und sechs Zeichnerinnen aus Hamburg haben sich zusammengetan, um unter dem Titel “Pomade” ein Comic-Musical zu zeichnen, das auf dem Film “Grease” basiert.

Comicfestival Hamburg Nr. 4, Clemens-Schulz-Strasse 87, D-20359 Hamburg
Öffnungszeiten Festivalzentrum: Fr 13-20 Uhr, Sa 11-20 Uhr
arts.reeperbahnfestival.com

Abbildungen © Martina Lenzin | Carolin Walch

“Comics, Manga & Co. – Die neue deutsche Comic-Kultur”

Mittwoch, den 23. Juni 2010

Das Goethe-Institut engagiert sich schon eine ganze Weile in Sachen Comics. Neben der informativen Website zu deutschen Comics, die mittlerweile in neun Sprachen vorliegt, laden die internationalen Dependancen des Goethe-Instituts regelmäßig Comic-Künstlerinnen und Künstler ein, stellen Zeichnungen aus und bieten Workshops und Vorträge an.

Im August wird eine Wanderausstellung sogar in doppelter Ausfertigung auf Welttournee gehen: Die Ausstellung “Comics, Manga & Co. – Die neue deutsche Comic-Kultur” stellt zwei Generationen Zeichner vor, die in den letzten Jahren auf ganz unterschiedliche Art und Weise die deutsche Comickultur geprägt haben.

Innovativ, fantasievoll und kritisch – Attribute, die sowohl für die Comic-Avantgarde, als auch für die jüngere Generation der Comic-Künstler stehen. Beide Gruppen präsentieren sich gemeinsam in der vom Goethe-Institut und Matthias Schneider konzipierten Wanderausstellung und ermöglichen so einen Überblick über die Entwicklung der deutschen Comic-Kultur seit der Wiedervereiningung im Jahre 1990.

Zu sehen sein werden Arbeiten folgender Zeichnerinnen und Zeichner: Arne Bellstorf (“Baby’s in black – The story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”), Martin tom Dieck (“Der unschuldige Passagier”), Sascha Hommer (“Vier Augen”), Line Hoven (“Liebe schaut weg”), Mawil (“Action Sorgenkind”, alle Reprodukt), Anke Feuchtenberger (“Die Hure H zieht ihre Bahnen”, Edition Moderne), Flix (“Faust”), Jens Harder (“Alpha – Directions”), Reinhard Kleist (“Cash – I see a darkness”), Isabel Kreitz (“Die Sache mit Sorge”, alle Carlsen), Christina Plaka (“Yonen Buzz”, Tokyopop), Henning Wagenbreth (“Cry for help”, Gingko Press) und Ulf K. (“Sternennächte”, Edition 52).

Eine erste Station der Wanderausstellung ist Goethe-Institut Helsinki, wo sie vom 19. August bis zum 16. September zu sehen sein wird. Vom 10. bis zum 12. September findet in Finnlands Hauptstadt zudem das 25. Internationale Comicfestival statt, zu dem Sascha Hommer auf Einladung des Goethe-Instituts zugegen sein wird. Danach wird die Ausstellung in Bukarest und Prag zu sehen sein. Das Doppel der Ausstellung wird voraussichtlich in Santa Cruz, La Paz und Porto Allegre präsentiert. Anschließend sind weitere Stationen in aller Welt vorgesehen.

Die Ausstellung wird von Matthias Schneider kuratiert und von Hans Baltzer gestaltet, letzterer ist auch für die Produktion des  begleitenden Bildbandes verantwortlich, in dem die Künstlerinnen und Künstler ausführlich vorgestellt werden. Erhältlich ist der Katalog in den Dependancen des Goethe-Instituts, in denen die Ausstellung präsentiert wird.

Goethe-Institut Helsinki, Mannerheimintie 20 A, 6. Stock, Fin-00100 Helsinki
Tel. +358 9 68035523
email: kultur@helsinki.goethe.org, www.goethe.de/ins/fi/hel/deindex.htm

“Helden, Freaks und Superrabbis”

Montag, den 19. April 2010

Wie bereits kürzlich gemeldet, wird im Jüdischen Museum Berlin ab dem 29. April die Ausstellung “Helden, Freaks und Super-Rabbis – Die jüdische Farbe des Comics” zu sehen sein.

Anhand der Werke von mehr als 40 Künstlern folgt die Ausstellung der Spur jüdischer Zeichner, Texter und Verleger der Comic-Kunst. Sie zeigt Helden und Antihelden, schlagkräftige Kämpfer gegen Hitler und neurotische Kleinbürger. Mit mehr als 400 Objekten spannt sie einen Bogen von den ersten Comicstrips des frühen 20. Jahrhunderts über die kindlichen Superhelden der 30er und 40er Jahre, der Undergroundbewegung der 60er Jahre bis hin zu der literarisch anspruchsvollen Graphic Novel unserer Zeit. Neben Altmeistern wie Rube Goldberg, Will Eisner und Harvey Kurtzman sind auch zeitgenössische Künstler wie Art Spiegelman, Rutu Modan, Joann Sfar und Ben Katchor mit zahlreichen Originalen in der Ausstellung vertreten.

Für die Ausstellung haben Jan-Frederik Bandel und Sascha Hommer einen interaktiven Webcomic gestaltet, in dem u.a. der bereits aus “Im Museum” (Reprodukt) bekannte Charakter W. Kaninchen auftritt.

Der Webcomic kann auf der informativen Website zur Ausstellung angesehen werden.

Offiziell wird die Ausstellung,  die in Zusammenarbeit mit dem in Zusammenarbeit mit dem Musée d’art et d’histoire du Judaïsme Paris und dem Joods Historisch Museum Amsterdam entstand,  am 29. April eröffnet und danach bis zum 8. August zu sehen sein. Zur Ausstellung wird ein umfangreicher Katalog erscheinen.

Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, D-10969 Berlin
Tel: +49 (0)30 259 93 300, Fax: +49 (0)30 259 93 409
info@jmberlin.de, www.jmberlin.de
Öffnungszeiten: Mo 10-22 Uhr, Di-So 10-20 Uhr

Deutsch lernen mit Comics

Freitag, den 9. April 2010

Auf die umfangreiche, vom Goethe-Institut betriebene Website zum Thema “Deutschsprachige Comics” wurde an dieser Stelle bereits hingewiesen. Auf Initiative des umtriebigen Goethe-Instituts in Stockholm ist nun auch eine Materialsammlung mit Didaktisierungsvorschlägen für die Arbeit mit deutschsprachigen Comics im Fremdsprachenunterricht erschienen.

Panels aus Büchern von unter anderem Ulrich Scheel (“Die sechs Schüsse von Philadelpia”), Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, beide avant-verlag), Flix (“Held”, Carlsen), Mawil (“Action Sorgenkind”), Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Sascha Hommer (“Vier Augen”, alle Reprodukt) illustrieren hier die Unterrichtsaufgaben.

Das Material kann auf der Website des Goethe-Instituts Schweden heruntergeladen werden.

Edition Moderne und Reprodukt auf der Leipziger Buchmesse 2010

Freitag, den 5. März 2010

An einem Gemeinschaftsstand werden Edition Moderne und Reprodukt auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse zugegen sein, vom 18. bis zum 21. März platziert wie in den vergangenen Jahren im Belletristik-Bereich in der Halle 5, Stand E204/E206.

Bei Reprodukt werden vor allem Neuheiten von deutschsprachigen Zeichnern auf der Buchmesse vorgestellt: “Pornographie und Selbstmord” von Nicolas Mahler, “Im Museum 2 – Archive des Zerfalls” von Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer sowie “Gift” von Peer Meter & Barbara Yelin.

Barbara Yelin und Peer Meter als auch Sascha Hommer und Jan-Frederik Bandel werden vor Ort sein, um ihre neuen Bücher zu präsentieren. Folgende Verlagsveranstaltungen von Reprodukt finden auf der Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand E200 statt:

• Buchvorstellung “Im Museum” 2 mit Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer
Freitag, 19. März von 15.30-16 Uhr
Im Gespräch mit Ole Frahm stellen Jan-Frederik Bandel und Sascha Hommer den zweiten Band von “Im Museum” vor. Als einzelne Folgen wurden die Comic-Strips bereits in der “Frankfurter Rundschau” veröffentlicht.

• Buchvorstellung “Gift” mit Peer Meter & Barbara Yelin
Samstag, 20. März von 16-16.30 Uhr
Peer Meter und Barbara Yelin präsentieren “Gift”, ein historisches Drama, das auf dem Fall der mehrfachen Giftmörderin Gesche Margarethe Gottfried beruht, die im Jahre 1831 auf dem Bremer Domshof hingerichtet wurde.

Leipziger Buchmesse, Messe-Allee 1, D-04356 Leipzig
Tel. (0341) 678 8240, Fax (0341) 678 8242
email: info@leipziger-buchmesse.de, www.leipziger-buchmesse.de
Öffnungszeiten: Do-So 10-18 Uhr

Abbildung aus “Gift” © Peer Meter – Barbara Yelin – Reprodukt

Neue Rezensionen – Februar 2010 (2)

Donnerstag, den 11. Februar 2010

Für die in Bern erscheinende Tageszeitung “Der Bund” berichtet Christian Gasser in “Tiefdruckgebiet über Angoulême” über das Comicfestival in der westfranzösischen Stadt und stellt dabei besonders den wirtschaftlichen Aspekt heraus: Mehr und mehr Titel bei sinkenden Durchschnittsauflagen machen dabei vor allem den Kleinverlagen das Überleben schwer. Ebenfalls in “Der Bund” stellt Gasser seinen “Comic des Jahres 2008″ vor: Den inzwischen auch auf Deutsch im avant-verlag erschinenen “Pinocchio” des französischen Autoren Winshluss: “Die Nase als Flammenwerfer und im Kopf eine Kakerlake”.

Bereits vor dem tatsächlichen Erscheinen sendete das “Deutschlandradio” einen Beitrag zu Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt). Der Beitrag lässt sich noch hier als MP3-Datei nachhören bzw. herunterladen. Gleiches gilt für Ralf Königs (“Hempels Sofa”, Rowohlt) Laudatio auf Stanley Kubricks Film “2001 – Odyssee im Weltraum”, die hier noch zu hören ist (ebenfalls als MP3-Datei).

“Die einen trauen sich, die anderen nicht”, so fasst Brigitte Helbling auf den Seiten des Online-Feuilletons “titel-magazin.de” Pascal Rabatés “Bäche und Flüsse” (Reprodukt) zusammen und stellt fest: “Bäche und Flüsse ist About Schmidt ohne die zermürbende Melancholie”.

Auf “satt.org” stellt Felix Giesa mit “Orang 8″ die aktuelle Ausgabe der Anthologienreihe vor, in der sich Graphic Novel-Autorinnen und Autoren wie Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Herausgeber Sascha Hommer (“Vier Augen”, alle erschienen bei Reprodukt) und einige in Deutschland noch unbekannte Autoren mit neuen Kurzgeschichten präsentieren. Laut Giese offerieren alle Beiträge “eine augenöffnende Schau (…), was Comic alles noch sein kann”.

Zur Verfilmung von Jacques Tardis (“120, Rue de la gare”) Mystery-Serie “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (alle erschienen bei Edition Moderne) durch Luc Besson ist ein Trailer erschienen, der sich unter anderem hier ansehen lassen kann. Die Website zum Film ist bisher in französischer und englischer Sprache anwählbar, bis der Film im September in Deutschland startet wird das sicher behoben sein.

Ausstellung “Comics, Graphic Novels und Bildergeschichten aus Hamburg” im Kulturbahnhof Eller, Düsseldorf

Mittwoch, den 13. Januar 2010

Vom 17. Januar bis um 21. Februar 2010 zeigt der Kulturbahnhof Eller in Düsseldorf eine Zusammenstellung verschiedener Werke von deutschen Comiczeichnern. Neben bekannten Künstlern wie Anke Feuchtenberger und Martin tom Dieck liegt das besondere Augenmerk auf der jüngeren Zeichnergeneration, die durch Arne Bellstorf, Sascha Hommer, Line Hoven und Judith Mall vertreten wird.

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In Berlin und Hamburg konzentriert sich seit jeher die deutsche Comic-Szene. In keiner anderen Stadt gibt es eine solche Vielzahl von Verlagen und Comic-Zeichner, wie in der Haupt- und der Hansestadt. Wurde die gesamtdeutsche Comic-Szene in den letzten Jahren vor allem von Berlin aus dominiert, vollzieht sich nun ein Wandel. Aus Hamburg sorgt eine neue Generation von Comic-Zeichnern für weltweite Aufmerksamkeit. Ein Grund für den Kulturbahnhof Eller, dies in Form einer Ausstellung zu präsentieren.

Es ist kaum möglich, die Arbeiten der Ausstellungsteilnehmer unter einem gemeinsamen Überbegriff zusammenzufassen. Weshalb die Ausstellung den Titel trägt: „Comics, Graphic Novels und Bildergeschichten“. Denn zu verschieden sind die sechs Zeichnerinnen und Zeichner in ihrer künstlerischen und erzählerischen Art, in Arbeitstechnik und Publikationsform. Ihre Gemeinsamkeit liegt jedoch in dem Interesse, die Möglichkeiten des Mediums der Schriftbildlichkeit neu auszuloten, um sich von den beengenden formalen Vorgaben des Comics zu lösen.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, den 17. Januar 2010 um 11.30 Uhr statt. Die Eröffnungsrede spricht Matthias Schneider (Kurator der Ausstellung).

Freundeskreis Kulturbahnhof Eller e.V., Vennhauser Allee 89, D-40229 Düsseldorf
Telefon (0211) 210 84 88, Fax (0211) 21 61 63
email: mail@kultur-bahnhof-eller.de, www.kultur-bahnhof-eller.de

Zeichnung © Line Hoven aus “Orang” 8

Der neue Graphic-Novel-Flyer ist da!

Dienstag, den 5. Januar 2010

wsgn_titelSoeben ist die bereits dritte Ausgabe des anschaulichen Flyers erschienen, der Buchhändler und Leser gleichermaßen über lesenswerte Graphic Novels von insgesamt zehn Verlagen informiert. Beteiligt sind avant-verlag, Carlsen, Cross Cult, Edition Moderne, Edition 52, S. Fischer Verlage, Panini, Reprodukt, Schreiber und Leser und der Splitter Verlag. Diese in der Buchbranche bislang einzigartige gemeinsame Aktion ist so positiv vom Handel und von den Lesern aufgenommen worden, dass von der dritten, aktualisierten Ausgabe 45.000 Exemplare gedruckt worden sind.

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Der erste Graphic-Novel-Flyer erschien im September 2008 mit einer Auflage von 30.000, die zweite Ausgabe schon im März 2009 mit ebenfalls 30.000 Stück. Das Cover wurde wie bei den beiden vorherigen Auflagen von Sascha Hommer (u.a. “Vier Augen”, Reprodukt) gezeichnet, das handliche Leporello beginnt mit einem heiteren dreiseitigen Comic von der jungen Schweizerin Kati Rickenbach (“Filmriss”, Edition Moderne), der zum Thema Graphic Novels hinführt. Anschließend empfehlen die Verlage Titel aus ihren jeweiligen Programmen. Da sich zehn sehr unterschiedliche Verlage präsentieren, wird hier eine große Bandbreite an Graphic Novels vorgestellt. Damit dürfte für jeden das Passende dabei sein: Für den Neugierigen, der gern auch einmal einen Comic lesen möchte, ebenso wie für den Leser, der schon auf neue Graphic Novels wartet.

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Der Flyer kann von Buchhändlern ab dem 11. Januar in 50er-Bündeln gratis über die Auslieferungen LKG, MSW Medien Service Wuppertal und Peter Poluda Medienvertrieb bezogen werden. Interessierte Leser fragen am Besten im Comic- oder Buchhandel nach dem Flyer. Die aktuelle Version des Flyers lässt sich hier herunterladen.

“Viel mehr als ein illustrierter Roman” und ein “Hamburger Comic über den Horror der Jugend”

Dienstag, den 5. Januar 2010

Zwei in Hamburg erscheinende Tageszeitungen berichten heute über kürzlich erschienene Graphic Novels, die auf ganz unterschiedliche Art autobiografische Jugendgeschichten erzählen. Brigitte Preissler stellt in der “Welt” zunächst das bei Carlsen Comics wiederveröffentlichte “Blankets” des Amerikaners Craig Thompson vor und wünscht, die umfassende Geschichte solle “das richtig große Publikum erreichen, das sie verdient”.

cover_blankets_carlsenViel mehr als ein illustrierter Roman

“Blankets”, einer der besten ernsten Comics, erscheint endlich in einer Schmuckausgabe auf Deutsch

Manchmal sehen sie wie Comics aus: Diese amerikanischen Patchwork-Quilts, deren Oberseite aus kleinen, viereckigen Stoffstücken besteht. Wie Panels werden sie aneinandergereiht und zusammengenäht – als sollten sie eine Geschichte erzählen.

Unter anderem von einer solchen Quilt-Decke erzählt der 1975 geborene Comiczeichner Craig Thompson in seiner herausragenden autobiografischen Graphic Novel “Blankets.” Das Mädchen Raina, in das sich sein Alter Ego “Craig Thompson” verliebt, näht und schenkt sie ihm als Zeichen ihrer Liebe. Doch der Titel dieser hinreißenden Liebesgeschichte, “Blankets” (engl.: “Decken”), steht im Plural: Thompson erzählt auch von der viel zu kleinen Bettdecke, unter der er und sein jüngerer Bruder Phil als Kinder schliefen, und von den dicken Schneedecken, die sich im Winter über Thompsons provinziellen Heimatort im Mittleren Westen der USA legen. mehr

Cover_VierAugenFür die “Hamburger Morgenpost” schreibt “HB” naturgemäß knapp, aber ebenfalls lobend über Sascha Hommers “Vier Augen” (Reprodukt).

Der Hamburger Comic über den Horror der Jugend

“Vier Augen”: Ein Hamburger Comic über das Aufwachsen in der Provinz

Mit 17 hat man noch Träume? Nicht, wenn man auf dem Dorf lebt. Da ist man einfach nur froh, wenn man den Tag irgendwie rumkriegt. Zumindest wenn man Sascha Hommer glaubt. Der 30-jährige Hamburger wuchs mitten im Schwarzwald auf – ein “Trauma”, das er jetzt auf zeichnerisch hohem Niveau in seinem Comic “Vier Augen” verarbeitet hat. mehr

“Comic-Kabinett” zum Thema autobiografische Graphic Novels

Freitag, den 4. Dezember 2009

fskDas Hamburger freie Radio FSK strahlt am folgenden Sonntag um 15 Uhr eine neue Folge des “Comic-Kabinetts” zum Thema “Graphic Novels und Fahrräder” aus.

Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt), Marlene Krause (“Two Fast Colour”), Jan-Frederik Bandel (“Kultur & Gespenster”) und Ole Frahm (Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Uni Hamburg) diskutieren Aspekte des autobiografischen Erzählens im Comic. Als Gast wird unter anderem Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt) aus der Praxis berichten.

Zur Zeit erscheinen einige autobiographische Comics, meist ohne Fahrräder. Das Comic-Kabinett nimmt dies zum Anlass, zu tagen. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Mawil anhören. 2. Autobiographische Comics diskutieren. 3. Brigitte Kronauer konsultieren (“”Autobiographien werden u.a. verfasst, um das bisher zurückgelegte Leben aus der Anonymität der Vielen als einzigartiges, jedenfalls von ihnen unterscheidbares herauszustellen, oder auch, um sich mit dem verfaßten Lebenslauf gegen die mißverstehenden Blicke der Restwelt zur Wehr zu setzen (darstellen, “wie es wirklich war!”), vor allem aber – und das betrifft nun auch all die kleinen, unvollendeten mündlichen Autobiographien, die jeder von einem gewissen, meist noch jugendlichen Alter an zu gestalten beginnt – um aus den mit den Jahren refrainartig memorierten Lebensvorkommnissen prägnante, motivisch stimmige, einen Wendepunkt markierende Erlebnisse zu machen, möglichst mit Welterkenntnis zum Ausdruck bringender Beispielkraft, und sei es auch als Beleg für die eigene Pechvogelexistenz oder einen stets blind wütenden Zufall.”) 4. Weitere Pechvogelexistenzen (Justin Green, Julie Doucet).

Die Sendung lässt sich über das Internet als Livestream anhören.

Neue Rezensionen – November 2009 (2)

Freitag, den 20. November 2009

Auch wenn die Medien 20 Jahre nach dem Fall der Mauer den Fokus auf thematisch passende Comics wie “drüben!”, “Grenzüberschreitungen” oder “Da war mal was…” gelegt haben, gab es eine ganze Reihe weiterer Besprechungen in Print und im Web, die nicht unerwähnt bleiben sollen.

cover_november2Für die Comicwebsite des Berliner “Tagesspiegels” schreibt Markus Dewes über Rutu Modans “Blutspuren” (Edition Moderne). Der Geschichte, die “Nach dem Knall” spielt, attestiert er, “sensibel, unkonventionell und jenseits aller Stereotypen” erzählt zu sein.

Brigitte Helbling wünscht sich von Sascha Hommer nach seiner autobiografischen Erzählung “Vier Augen” (Reprodukt) eine Rückkehr ins Heute und eine aktuelle, nicht zurückschauende Geschichte. “Kein Superheld. Nirgends.” überschreibt sie ihren Artikel für das Titel-Magazin. Weitaus harscher geht Comicrezensent und Prosaautor Thomas von Steinaecker mit dem Buch ins Gericht. Wie er auf jetzt.de in seiner “Spürst Du schon was?” betitelten Rezension ausführt, hatte er sich von Sascha Hommers neuem Buch mehr versprochen.

Ein “wahrhaft fabelhaftes Personenstück” erkennt Benjamin Vogt in Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag). “Aufbruchstimmung im Frack und Zylinder” titelt er im österreichischen Online-Feuilleton “The Outfit”.

Auf “Spiegel Online” stellt David Kleingers die vor allem in den USA erfolgreiche Teenager-Serie “Scott Pilgrim” (Oni Press) von Bryan Lee O´Malley vor, die er als “Große Oper im Garagensound” beschreibt.

Publisher’s Weekly empfiehlt in einer Kurzrezension die englischsprachige Ausgabe von Reinhard Kleists “Cash – I see a darkness” (Carlsen, bzw. Abrams ComicArts) jedem, der sich nur vage für den Musiker Johnny Cash interessiert. Bevor er am Wochenende zum Comicfestival Comica 09 in London reist, sprach Mitorganisator und Comicjournalist Paul Gravett mit Reinhard Kleist über seine Arbeit. Das Interview kann auf Paul Gravetts Website gelesen werden.

Auf textem.de wurde auf zwei Comics verwiesen: Thomas Hummitzsch schreibt dort unter der Überschrift “Verschollen in München” über Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen). In der zeichnerischen Umsetzung erkennt er unter anderm Anleihen bei George Grosz und Otto Dix. “Weiter im Bibeltext” geht es mit Ralf König und seiner neuen Adaptation einer Bibelgeschichte in “Archetyp” (Rowohlt). Thomas Hummitzsch fragt sich abschliessend, welcher “Typ” nun folgen wird.

Sascha Hommer zu Gast bei der Verbrecherversammlung im Monarch, Berlin

Dienstag, den 10. November 2009

2xvieraugenAm Dienstag, den 10. November stellt Sascha Hommer im Rahmen der Verbrecherversammlung – einer vom Berliner Verbrecher Verlag organisierten Veranstaltungsreihe – im Monarch in Berlin-Kreuzberg sein neues Buch “Vier Augen” vor. Er wird über seine Arbeit und den autobiografischen Hintergrund des Comics sprechen, in dem es um eine von Drogen geprägte Phase seiner Jugend geht.

Nach seinem viel beachteten Buchdebüt “Insekt” legt Sascha Hommer, 1979 geboren und Herausgeber des Magazins “Orang”, eine autobiografische Comic-Erzählung vor. Wie Chester Browns “Fuck”, an das die feinstrichigen Zeichnungen und die lakonische, alles andere als sensationslüsterne Beschreibung der Psyche eines orientierungslosen Jugendlichen erinnern, ist “Vier Augen” zugleich das mitunter verstörende Porträt einer Generation.

Verbrecherversammlung im Monarch, Skalitzer Str. 134, D-10999 Berlin-Kreuzberg
www.verbrecherverlag.de
Beginn: 20.30 Uhr, Eintritt: 4 EUR

Buchpräsentation “Vier Augen” im Trottoir, Hamburg

Mittwoch, den 4. November 2009

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Am Freitag, dem 6. November um 20 Uhr wird das Erscheinen von Sascha Hommers neuem Buch “Vier Augen” (Reprodukt) in der Hamburger Galerie Trottoir gefeiert. Zur Releaseparty wird um zahlreiches Erscheinen gebeten.

Trottoir, Hamburger Hochstrasse 24, D-20359 Hamburg-St. Pauli
email: info@trottoir-hh.de, www.trottoir-hh.de, saschahommer.blogspot.com

Sascha Hommer und Mawil bei der BUCH WIEN 2009

Mittwoch, den 21. Oktober 2009

Bereits zum zweiten Mal findet dieses Jahr vom 12. bis zum 15. November die Internationalen Buchmesse BUCH WIEN statt. Im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes der Jungen Verlage ist Reprodukt vor Ort, um das Verlagsprogramm dem österreichischen Publikum vorzustellen. Neben dem in Wien lebenden Nicolas Mahler (“SPAM”) werden auch Sascha Hommer (“Vier Augen”) und Mawil (“Action Sorgenkind”) zugegen sein.

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Parallel zur BUCH WIEN lädt der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels zum zweiten Mal zur Lesefestwoche, die vom 9. bis zum 15. November andauert. Ausgehend von der Brückenfunktion Wiens gilt der Schwerpunkt von Lesefestwoche und BUCH WIEN auch in diesem Jahr Literatur und Autoren aus Mittel- und Südosteuropa.

Am Freitag, den 13. November ab 20 Uhr stellen Mawil und Sascha Hommer ihre Arbeiten und die Berliner und Hamburger Comicszene in der Bar und Buchhandlung phil vor. Desweiteren sprechen Stefan Buchberger (°Luftschacht) und Sebastian Oehler (Reprodukt) mit Karin Krichmayr (“Der Standard”) über Comicszene und -markt in Österreich und Deutschland. Die Veranstaltung wird realisiert mit Unterstützung von BUCH WIEN und Comicvertrieb Pictopia.

Reed Messe Wien GmbH, Messeplatz 1, Postfach 277, A-1021 Wien
Tel. (0043) 1 727 20-0, Fax (0043) 1 727 20-443
email: info@messe.at, www.buch-messe.at

phil, Gumpersdorferstr. 10-12, A-1060 Wien
www.phil.info, www.pictopia.at

Reprodukt auf der Frankfurter Buchmesse 2009

Sonntag, den 11. Oktober 2009

Vom 14. bis zum 18. Oktober wird Reprodukt auf der Frankfurter Buchmesse zugegen sein, um die aktuellen Neuerscheinungen vorzustellen. Am Gemeinschaftstand von avant-verlag, Edition Moderne und Reprodukt in Halle 3.0, Standnummer J 829 werden eine Reihe von Zeichnerinnen und Zeichnern zu Gast sein, die auch an den Tischen im Comic-Zentrum signieren.

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So viele Neuheiten wie nie zuvor präsentiert Reprodukt auf der diesjährigen Buchmesse. Bis Mitte Oktober liegen vor: “Vier Augen” von Sascha Hommer, “Bäche und Flüsse” von Pascal Rabaté, “Jenseits” von Kerascoët und Fabien Vehlmann, “Beinahe reich” von Jean-C. Denis und Dupuy-Berberian, “Prosopopus” von Nicolas de Crécy sowie der zweite Band der “Mumins”-Gesamtausgabe von Tove Jansson.

Sascha Hommer (“Vier Augen”, “Im Museum”) signiert im Comic-Zentrum zu folgenden Zeiten:
• Freitag, 16.10. – 16-17 Uhr
• Samstag, 18.10 – 17-18 Uhr
• Sonntag, 19.10. – 14-15 Uhr

Darüber hinaus nimmt Reprodukt-Mitarbeiter Sebastian Oehler an einer Podiumsdiskussion zum Thema Graphic Novels teil:

• Donnerstag, 15.10. – 13 Uhr: Graphic Novels im Berufsalltag – Tipps für Buchhändler und Bibliothekare
Moderation: Dr. Andreas Dierks (Comic-Experte)
Teilnehmer: Birgit Knust (Stadtbücherei Frankfurt), Sebastian Oehler (Reprodukt), Elisabeth Schiefer (Buchhandlung Thalia Hamburg), Philipp Schreiber (Verlag Schreiber & Leser)

Frankfurter Buchmesse
Tel. (069) 21 02 147, Fax (069) 21 02 227/-277
email: comics@book-fair.com, www.buchmesse.de
Öffnungszeiten: Mi-Sa 9-18.30 Uhr, So 9-17.30 Uhr

Buchpräsentation “Vier Augen” im Trottoir, Hamburg

Samstag, den 10. Oktober 2009

9783938511596Am Freitag, dem 6. November um 20 Uhr wird das Erscheinen von Sascha Hommers neuem Buch “Vier Augen” (Reprodukt) in der Hamburger Galerie Trottoir gefeiert. Zur Buchpräsentation samt Releasparty wird der Zeichner anwesend sein.

Eine Kleinstadt im Schwarzwald, Ende der Neunzigerjahre. Sascha steht kurz vor dem Abitur, meint, in Julia die große Liebe gefunden zu haben – alles scheint möglich. Doch langsam verwandelt sich die Gegenwart, die von hoffnungsfrohen Zukunftsplänen bestimmt ist, in einen Albtraum: Seine Freunde, mit denen er regelmäßig Marihuana raucht, nehmen immer härtere Drogen, die anfänglich entspannenden Trips werden nach und nach zu Horrorerlebnissen, und Julia erweist sich als magersüchtig…

Sascha Hommer, Jahrgang 1979, präsentiert nach diversen Projekten, unter anderem den mit Jan-Frederik Bandel erstellten psychedelischen Zeitungsstrip “Im Museum”, endlich seine zweite Graphic Novel. “Vier Augen” erzählt die Geschichte einer Jugend im Schwarzwald, hat 124 Seiten, ist innen schwarzweiß und hat kein Lesebändchen. Nach seinem viel beachteten Debüt “Insekt” legt Sascha Hommer, 1979 geboren und Herausgeber des Magazins “Orang”, nun eine erste autobiografische Comic-Erzählung vor.

Trottoir, Hamburger Hochstrasse 24, D-20359 Hamburg-St. Pauli
email: info@trottoir-hh.de, www.trottoir-hh.de, saschahommer.blogspot.com

Kollektiv Orang in Helsinki

Donnerstag, den 8. Oktober 2009

orang_helsinki_Page_01-copyAnlässlich der Buchmesse Helsinki sind Verena Braun (“Pomme d´amour”, Die Biblyothek), Line Hoven (“Liebe schaut weg”, Reprodukt) und Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt) vom Goethe-Institut Helsinki nach Finnland eingeladen worden, um bei einer Veranstaltung im finnischen Comic-Zentrum (Sarjakuvakeskus) aktuelle Arbeiten aus der neuesten, achten Ausgabe des Comicmagazins “Orang” vorzustellen.

Die Orang-Gruppe ist ein deutsches Comic-Phänomen. Die von ihr jährlich zusammengestellte Publikation vereint in sich das Wesentliche aus dem Bereich der deutschen Comic-Kunst. Auf diese Arbeit ist man auch anderswo aufmerksam geworden und so ist “Orang” heutzutage auch international bekannt. In der Ausstellung sind Werke von Line Hoven, Verena Braun, Arne Bellstorf, Sascha Hommer, Till Thomas und Klaas Neumann zu sehen. Sie alle sind in den 1970er Jahren geboren.

Die “Orang”-Ausstellung im Sarjakuvakeskus, dem finnischen Comic-Zentrum, ist vom 6. bis zum 31. Oktober zu sehen. In einem Katalog zur Ausstellung zum Preis von 5 Euro sind alle gezeigten Werke im Original und in finnischer Übersetzung enthalten. Sascha Hommer, Verena Braun und Line Hoven werden zwischen dem 8. und 26. Oktober persönlich in Finnland sein. Im Laufe ihres Aufenthalts im finnischen Comic-Zentrum werden verschiedene Workshops veranstaltet.

Sarjakuvakeskus, Kolmas linja 7 (Kallio), FI-00530 Helsinki
Tel. +358 50 3447615
kalle.hakkola@gmail.com, www.goethe.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-19, Sa 10-16, Eintritt frei

“Vier Augen” – Leseprobe online

Mittwoch, den 16. September 2009

Cover_VierAugenAuch  Sascha Hommers neue Graphic Novel “Vier Augen” (Reprodukt) wird im Oktober passend zur Frankfurter Buchmesse erscheinen. Nachdem die Veröffentlichung von “Vier Augen” sich durch die Arbeit am täglich erscheinenden Comicstrip “Im Museum” (mit Jan-Frederik Bandel, vorveröffentlicht in der “Frankfurter Rundschau”) verzögert hat, wird die von eigenen Erlebnissen inspirierte Geschichte nun Anfang Oktober vorliegen.

“Ich muss wieder ich selbst werden.” Wie aber geht das, wenn man nicht weiß, wer man eigentlich ist?

Eine Kleinstadt im Schwarzwald, Ende der Neunzigerjahre. Sascha steht kurz vor dem Abitur, meint, in Julia die große Liebe gefunden zu haben – alles scheint möglich. Doch langsam verwandelt sich die Gegenwart, die von hoffnungsfrohen Zukunftsplänen bestimmt ist, in einen Albtraum: Seine Freunde, mit denen er regelmäßig Marihuana raucht, nehmen immer härtere Drogen, die anfänglich entspannenden Trips werden nach und nach zu Horrorerlebnissen, und Julia erweist sich als magersüchtig…

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Nach seinem viel beachteten Debüt “Insekt” legt Sascha Hommer, 1979 geboren und Herausgeber des Magazins “Orang”, nun eine autobiografische Comicerzählung vor. Wie Chester Browns “Fuck”, an das die mit feinem Strich angefertigten Zeichnungen und die lakonische, alles andere als sensationslüsterne Beschreibung der Psyche eines orientierungslosen Jugendlichen erinnern, ist “Vier Augen” zugleich das mitunter verstörende Porträt einer Generation.

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Eine zehnseitige Leseprobe lässt sich hier als PDF-Dokument herunterladen (1,6 MB).

Vier Augen, ISBN 978-3-938511-59-6, 124 Seiten, schwarzweiß, 21 x 16 cm, Klappenbroschur, 13 EUR, erscheint im Oktober bei Reprodukt

Neue deutsche Comics in Frankreich

Freitag, den 11. September 2009

12r01cvrs-1Noch bevor die Graphic Novel “drüben!” von Simon Schwartz im Oktober beim Berliner avant-verlag veröffentlicht wird, hat sich ein französischer Verlag die Rechte an der Übersetzung gesichert. Die in Paris ansässige Editions Sarbacane, in der bereits Comic- und Bilderbuchbände unter anderem von Elke Heidenreich und Michael Sowa sowie Sascha Hommer (“Insekt”, Reprodukt) erschienen sind, wird auch Simon Schwartz’ Debütalbum in Frankreich vorlegen. Geplant ist der Titel für das Frühjahrsprogramm 2010.

Erzählt wird in diesem Buch die Geschichte der Eltern des Autors, die sich Anfang der Achtzigerjahre entschlossen, der DDR den Rücken zu kehren und ein neues Leben in Westberlin zu wagen. Zentrales Thema der Erzählung sind die Schwierigkeiten und Hindernisse, die für die junge Familie zu überwinden waren und die Auswirkungen einer Entscheidung, die bis heute für Spannungen in der Familie sorgt. Erfreulich um so mehr, dass man sich auch im Nachbarland Frankreich für dieses einzigartige Stück deutscher Zeitgeschichte interessiert.

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Simon Schwartz hat für die deutsche Ausgabe mehrere Coverentwürfe angefertigt – voraussichtlich wird für die französische Ausgabe eines der zwei vorläufigen Motive (mitte und rechts) übernommen.

Noch ohne Veröffentlichungstermin ist eine weitere Graphic Novel eines deutschen Autoren, die ebenfalls in der Editions Sarbacane erscheinen wird: In “Kaiserschnitt” erzählt der in Berlin lebende Iraner Hamed Eshrat die Geschichte seiner Eltern und die Wirren, in die sie zu Zeiten des politischen Umbruchs Ende der Siebzigerjahre im Iran gerieten. “Kaiserschnitt” ist zugleich Hamed Eshrats Diplomarbeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. In Deutschland ist Hamed Eshrat Comic bislang noch nicht veröffentlicht worden. Über das Werk berichteten unter anderem die “Tageszeitung” und – in persischer Sprache – “Radio Multikulti” vom RBB.