Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Süddeutsche Zeitung’

Graphic Novels in den Medien – 8. April 2013

Montag, den 8. April 2013

Karin Krichamyr schreibt im Wiener Standard über “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached (avant-verlag): “Abirached skizziert die Kapsel ihrer Kindheit als eine behütete, enge Welt, in der ein trockener Witz gepflegt wird und sich die Tragik in kleinen Details offenbart.”: “In einer Kapsel in Beirut”.

“Daß man nur in der Jugend – für den Arbeitszwang weitgehend zu jung, für die Lügen der Lehrer und Eltern zu alt – die Zeit besitzt, an den Widersprüchen des Lebens geduldet zu verzweifeln, ruft diese Perle unter den hiesigen Comicproduktionen ziemlich radikal ins Gedächtnis zurück.” So schreibt Sven Jachmann in “Etwas Schönes Erleben” (Reprodukt) über Lukas Jüligers “Vakuum” (Reprodukt). Der Artikel erschien in der jungle World und auf satt.org.

Für den WDR hat sich Christian Möller mit dem Autor von “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt”, Chris Ware unterhalten, dem “geheimen König der Comicwelt”.  Zum Beitrag, der in der Sendung “Scala” ausgestrahlt wurde, gelangt man hier: “Wunderzeichner”.

Den zuletzt bei Schreiber & Leser veröffentlichten Band “Enemigo” von M.A.T. und Jiro Taniguchi bespricht Christian Endres für tagesspiegel.de: “Blut, Blei und Bilderraub” und stellt dabei vor allem die zahlreichen Inspirationsquellen heraus, derer sich die Autoren für den Comic bedienten.

Auf der Kinder- und Jugendbuchseite der Süddeutschen Zeitung besprach Daniel Wüllner “Hilda und der Mitternachtsriese” von Luke Pearson, “ein wunderschönes Märchen mit der Botschaft, dass anders nicht gleich böse sein muss”: “Gulliver mal anders”.

Die finale Ausgabe des Comicmagazins “Orang” stellt Brigitte Helbling auf culturmag.de vor und zollte den Machern Respekt, da sie “Aufhören, wenn’s am Schönsten ist”.

Edition Moderne beim Fumetto

Donnerstag, den 14. März 2013

Am kommenden Wochenende eröffnet das Comicfestival Fumetto seine Pforten. Im Neubad wird es dabei einen sogenannten “Small Press Heaven” geben, bei dem Klein- und Kleinstverlage ihre Comics anbieten werden.

Mit dabei ist auch die Edition Moderne, die dort eine Auswahl aus dem Verlagsprogramm präsentieren wird. Mit im Gepäck ist das soeben erschienene Buch “Ein iranischer Albtraum” von Mana Neyestani. Eigentlich war vorgesehen, dass der Autor selbst vor Ort sein wird um das Buch vorzustellen. Dazu wird es aber nicht kommen. Der Verlag teilt mit;

“Leider konnte Mana Neyestani ja nicht aus Frankreich fürs FUMETTO ausreisen, weil er in Frankreich noch keine “Carte de Sejour” (Aufenthaltsbewilligung) erhalten hat. Seine Geschichte ist also immer noch nicht abgeschlossen…”

Bereits im Dezember 2010 unterhielt sich Alex Rühle für die Süddeutsche Zeitung mit dem Neyestani über dessen Situation als politisch Verfolgter: “Mit Glück Gefängnis”.

Fumetto, Small Press Heaven im Neubad, Bireggstrasse 36, CH-6005 Luzern
www.fumetto.ch

Graphic Novels in den Medien – 5. März 2013

Dienstag, den 5. März 2013

Für das ARD-Literaturmagazin “druckfrisch” reiste Denis Scheck jüngst nach Japan und traf in Tokyo den Manga-Autoren Jiro Taniguchi, dessen Werke auf deutsch im Carlsen-Verlag und bei Schreiber & Leser vorliegen.

Mit Lukas Jüliger, dem Autoren von “Vakuum” (Reprodukt) führte Teresa Fries ein Interview, das auf jetzt.de, dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung, nachzulesen ist: “In der Jugend merkt man, dass alles endlich ist”. Unter anderem  geht er dabei auf die intensive Arbeit an dem Buch ein und legt dar, was für ihn der Reiz am kreieren von Comics ist.

Christopher Schrader stellte in der Süddeutschen Zeitung den Wissenschaftscomic “Die große Transformation” (Jacoby & Stuart) vor, in dem neun WissenschaftlerInnen sich mit Ursachen und Wirkungen des Klimawandels befassen: “Forscher erklären den Klimawandel”. Die Zeichnungen stammen von Jörg Hartmann, Jörg Hülsmann, Iris Ugurel, Robert Nippoldt, Christine Goppel und Astrid Nippoldt.

Ein dpa-Beitrag zu “Die große Transformation” wurde unter anderem auf tagesspiegel.de veröffentlicht: “Mit Barack Obama das Weltklima retten”.

“Der erste Aussteiger” steht im Mittelpunkt der Buchbesprechung von Erik Wenk, ebenfalls auf tagesspiegel.de. Gemeint ist Henry David Thoreau, über den kürzlich die biografische Graphic Novel “Henry David Thoreau – Das reine Leben” von A. Dan und Maximilien Le Roy (Knesebeck) erschienen ist. Wenk zeigt sich nur teilweise angetan: “Es bleibt eine Comic-Biographie, die man zwar gerne liest und die optisch zweifellos viele Momente des Genusses bereithält, die jedoch über einen schlaglichtartigen Blick auf Henry David Thoreaus Leben kaum hinausgeht.”

“Die „Seelenfresser“-Tetralogie des Leipziger Zeichners Schwarwel beeindruckt mit einer düsteren, komplexen Geschichte.” So fasst Mario Osterland an selber Stelle seine Gedanken zur Graphic Novel-Reihe des Leipziger Auotrs Schwarwel zusammen: “Was vom Glauben übrig bleibt”. “Seelenfresser” erscheint im Verlag Glücklicher Montag.

Michael Brake hat sich für die tageszeitung mit Sascha Hommer unterhalten, dem Mitherausgeber der Anthologie “Orang”, deren letzte Ausgabe kürzlich bei Reprodukt erschienen ist. Hommer geht auf die Geschichte und Motivationen des Comicmagazins ein und stellt ganz ohne Bedauern fest, warum es nun Zeit ist, von weiteren Ausgaben abzusehen: “Beende deine Jugend”.

Graphic Novels in den Medien – 29. Januar 2013

Dienstag, den 29. Januar 2013

Jonathan Schreiner schreibt in der Jüdischen Allgemeinen über die beiden zuletzt von Joann Sfar erschienenen Bände “Chagall in Russland” und “Klezmer 4: Trapezschwünge” (beide avant-verlag): “Schwerelos in Jiddischland”. Sein Urteil fällt eindeutig aus: “Beide zählen in zeichnerischer Hinsicht zum Aufregendsten, was Sfar bislang produziert hat.”

Auf dem Blog popkulturschock.de zeigt sich die Rezensentin Desirée Löffler in ihrer Besprechung von Camille Jourdys “Rosalie Blum” (Reprodukt) sehr angetan, sowohl was die Geschichte wie auch ihre Umsetzung angeht. Dabei bemerkt sie auch: “Es ist mir schleierhaft, warum Rosalie Blum in den Feuilletons untergegangen ist.”

Darauf hat die Süddeutsche Zeitung postwendend reagiert und in der gestrigen Ausgabe eine Buchvorstellung des Bandes von Anja Perkuhn veröffentlicht. Auch hier werden die vielschichtigen Charaktere in den Vordergrund gestellt und ihre Suche nach Halt und Erfüllung: “Äußerst unterhaltsames Stalking”.

Graphic Novels in den Medien – 3. Januar 2013

Donnerstag, den 3. Januar 2013

Am gestrigen Mittwoch erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Beitrag von Christoph Haas über den 2012 verstorbenen Comic-Autors Moebius: “Space Cowboy”. Anlass dazu ist die Veröffentlichung von “Arzak – Der Raumvermesser” (Ehapa Comic Collection), zu dem er bemerkt: “Der Raumvermesser ist das würdige Vermächtnis eines Giganten der Neunten Kunst.” Auch die weiteren bei Cross Cult und Splitter erschienenen Bände lässt Haas nicht unerwähnt.

Wie Reiner Metzger in der tageszeitung schreibt, ist einem Reportage-Comic wie “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmester (Carlsen) eine große Leserschaft zu gönnen, damit auch in Zukunft solche Projekte entstehen können: “Die Bilder, die fehlen”.

Christian Gasser stellt in seiner Besprechung von Anders Nilsens “Große Fragen” (Atrium) in der Neuen Zürcher Zeitung (“Grosse Fragen, kleine Antworten”) fest, dass man dem Buch seine lange Entstehungszeit durchaus anmerkt. “Wer sich dennoch auf Anders Nilsens mehrfach gebrochene und gespiegelte und ins Surreale oder gar Phantastische abdriftende Reflexion philosophischer Grundfragen einlässt, wird reich belohnt. Nicht mit Antworten, aber mit umso mehr Anregungen und vor allem einem ungewöhnlichen Blick auf uns selber.”

In ihrer Buchvorstellung “Bilderrausch” der Schnitzler-Adaption “Die Traumnovelle” von Jakob Hinrichs (Edition Büchergilde) bemerkt Zita Bereuter auf fm4.orf.at, dass man den Comic ohne die Vorlage zu kennen, nicht ganz verstehen würde. Praktischerweise findet sich der Originaltext ebenfalls im Buch.

Ausführlich stellt Erik Wenk auf tagesspiegel.de die zwei bei Reprodukt erschienenden Bände “Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UDSSR)” und “Berichte aus Russland (Der vergessene Krieg im Kaukasus)” von Igort vor. Sein Resumée: “grafisch beeindruckende und inhaltlich bestürzend”, wie er in “Ein postsowjetischer Archäologe” schreibt.

An gleicher Stelle stellt Christian Endres “Atar Gull oder das Schicksal eines vorbildlichen Sklaven” von Fabien Nury und Brüno (avant-verlag) vor, dem er attestiert, “mit prägnanten Dialogen, hübschen Zeichnungen, abwechslungsreichen Seitenaufteilungen und immens stimmungsvollen Farben” zu zeigen, dass der größte Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist: “Der Preis der Rache”.

Bereits am 19. Dezember starb der japanische Comic-Autor Keiji Nakazawa, dessen “Barfuß durch Hiroshima” auf deutsch bei Carlsen erschienen ist. Nachrufe finden sich unter anderem von Stefan Pannor auf Spiegel Online (“Zeichnen, um zu überleben”) und von Lars von Törne auf tagesspiegel.de (“Keiji Nakazawa 1939-2012″).

Neue Graphic Novel-Edition der Süddeutschen Zeitung im März

Samstag, den 22. Dezember 2012

Anfang März wird die Süddeutsche Zeitung ihre inzwischen dritte Graphic Novel-Edition veröffentlichen. Im Gegensatz zu den ersten Reihen, gibt es diesmal einen inhaltlichen Schwerpunkt: Kriminalgeschichten. Dabei sind es originäre Stoffe wie das erfolgreich mit Johnny Depp verfilmte “From Hell” von Alan Moore, Literatur-Adaptionen wie “Paul Austers Stadt aus Glas” von David Mazzucchelli (“Asterios Polyp”, Eichborn) und Paul Karasik oder die Umsetzung des Filmklassikers “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” von John J. Muth.

Alle Titel wurden bereits bei unterschiedlichen Verlagen veröffentlicht und sind zum Teil weiterhin erhältlich. Die Bände der neuen SZ-Graphic-Novel-Edition werden auch im Set für EUR 89 erhältlich sein.

“From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell, ca. 608 Seiten, s/w, EUR 19,90 (Cross Cult)

“Die Packard Gang” von Marc Malès, ca. 144 S., s/w, EUR 12,90 (Schreiber & Leser)

“M – Eine Stadt sucht einen Mörder”, von Jon J. Muth, ca. 208 S., farbig, EUR 14,90 (Cross Cult)

“Die Sache mit Sorge. Stalins Spion in Tokio” von Isabel Kreitz, ca. 256 S., s/w, EUR 14,90 (Carlsen)

“Paul Austers Stadt aus Glas” von Paul Karasik und David Mazzucchell, ca. 104 S., s/w, EUR 12,90 (Reprodukt)

“Scarface” von Armitage Trail und Christian De Metter, ca. 112 S., farbig, EUR 14,90 (Schreiber & Leser)

“Tod eines Mörders” von Jacques de Loustal und Philippe Parngaux, ca. 72 S., farbig, EUR 14,90 (Schreiber & Leser)

“Vallat” von Massimo Milano, Reto Gloor und Bruno Moser, ca. 256 S., s/w, EUR 14,90 (Edition Moderne)

“Frühling der Hoffnung”

Donnerstag, den 6. Dezember 2012

Bereits Ende November erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel zu Paco Rocas “Der Winter des Zeichners” (Reprodukt). Heiner Lünstedt geht in “Frühling der Hoffnung” auf Inhalt und Hintergründe des Bandes ein, der von der Emanzipation einer Gruppe von Comic-Zeichnern zur Zeit der Franko-Diktatur in Spanien handelt, und stellt heraus, dass der Band nicht nur für “eingefleischte Comicfans” geeignet ist und “wie wichtig es ist, eine Sache gewagt zu haben, selbst wenn sie am Ende scheitern wird”.

In der aktuellen Ausgabe des Comic-Magazins “Zack” findet sich ein ausführliches Interview mit Paco Roca – auf dem Blog von Reprodukt gibt es noch eine kurze Ergänzung dazu.

“Der scharfe Beat der Brillenträger”

Samstag, den 27. Oktober 2012

In der “Süddeutschen Zeitung” vom 25. Oktober 2012 beschäftigt sich Britta Schwem mit der im Frühjahr bei Carlsen erschienen autobiografischen Graphic Novel “Stiche”. Der insbesondere in den USA bekannte Illustrator und Kinderbuch-Autor David Small wählt die Erzählform des Comic, um sich an seine Kindheit und Jugend in den 1950er-Jahren zu erinnern, die er in Detroit verbrachte. In ihrer Rezension “Der scharfe Beat der Brillenträger” zeigt Britta Schwem sich beeindruckt. Beeindruckt von der Kälte des Elternhauses, in das der Autor hineingeboren wurde. So sei sein Buch eine “irre Tragödie von Falschverliebten, Falschgeborenen und Falschverstandenen, die im Würgegriff der gesellschaftlichen Konvention erstarrt sind”. Beeindruckt von David  Smalls Aufarbeitung der, durch den eigenen Vater verursachten, Krebserkrankung in jungen Jahren: “‘Stiche’ ist ein Blick in die Wunden, der zu Tränen rührt. Aber man hört Small förmlich rufen: ‘Hey, I was an alien, but that’s okay. – Now.’” Und zu guter Letzt beeindruckt von der zeichnerischen Umsetzung der Geschichte: “Man meint, die Meister des Absurden, Beklemmenden und der Suspense – Buñuel, Bergman und Hitchcock – auf den Buchseiten zu spüren”.

Comics in den Medien – 24. Oktober 2012

Mittwoch, den 24. Oktober 2012

Für das Deutschlandradio Kultur unterhielt sich Anette Selg mit der Comic-Autorin Paula Bulling über ihr Debut “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag). Das ausführliche Gespräch kann hier nachgelesen werden: “Flüchtlingsalltag in Sprechblasen” Direkt zur MP3-Version des Beitrags gelangt man hier.

Der Berliner Tagesspiegel druckte auf einer Feuilletonseite zum Thema “Politische Literatur” die zuvor schon online präsentierte Besprechung Thomas Grevens von Abel Lanzacs und Christophe Blains “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) ab. Greven führt unter anderem aus, “welch großen Vorsprung die französische Comic-Kultur immer noch hat, und vor allem, welch ungleich höheren kulturellen Stellenwert Comics in Frankreich haben.” Die ausführliche Besprechung kann weiterhin hier nachgelesen werden: “Im Herzen der Macht”.

Christoph Huber stellte in der Wiener Presse den neuen Krimi von Jacques Tardi nach einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette vor: “Zum Abschuss freigegeben” (Edition Moderne): “Perfektes Verbrechen, voilà!”

Der kürzlich in der Süddeutschen Zeitung erschienene Beitrag von Fritz Göttler zu Art Spiegelmans “MetaMaus” (Fischer) kann nun auch online nachgelesen werden: “Das Buch der Erschöpfung”. Darin zeigt sich Göttler beeindruckt von der Unmittelbarkeit des Sekundärbandes: “Man darf sich nicht abschrecken lassen von der Aura der Distanz, die der Titel entfaltet, man ist immer mitten drin.”

Comics in den Medien – 15. Oktober 2012

Montag, den 15. Oktober 2012

In den vergangenen Tagen wurden Comics wieder häufig in den Medien vorgestellt und besprochen. Ein Anlass dabei war natürlich die Frankfurter Buchmesse, die gestern zuende ging. So berichtete boersenblatt.net kurz über die Comic-Szene im diesjährigen Gastland Neuseeland, wobei sie auf eine Broschüre just zu diesem Thema verweisen, die auf der Website des Comic-Autoren Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) zum Download bereit steht: “Unbekannte Bekannte”.

Mit Dylan Horrocks sprach Lars von Törne für den Tagesspiegel. Eine ausführliche Version des Interviews lässt sich online nachlesen. Darin erzählt Horrocks von “Hicksville”, deprimierener Arbeit an Superhelden-Comics, der neuseeländischen Comic-Szene und woran er derzeit arbeitet: “‘Der Rest der Welt ist aufgewacht’”.

“Großes diplomatisches Theater” erkennt Katja Lüthge in der tageszeitung in Christophe Blains und Abel Lanzacs “Quai D’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) und fragt sich, ob man “angesichts dieses wunderbaren präzis-maliziösen Blicks auf das diplomatische Theater und seiner Darsteller (…) eher Lachen oder Weinen sollte”, und konstatiert, dass der Band sich in Frankreich “zu Recht (…) als Überraschungserfolg erwiesen und bisher über 300.000-mal verkauft” hat.

“Stefan Zweig hätte diesen – jawohl Comic – gemocht: Er ist ein Kunstwerk.” wird auf ndr.de der Beitrag über “Die letzten Tage von Stefan Zweig” (Jacoby & Stuart) von Laurent Seksik und Guillaume Sorel abgeschlossen: “Herrlich detailliert und großzügig platziert fließen Guillaume Sorels Tusche-Bildstrecken durch diese bedrückende Geschichte.” Zum Beitrag geht es hier.

Der Band “Vertraute Fremde” des japanischen Autors Jiro Taniguchi (Carlsen) ist nicht nur hierzulande mit Comic-Preisen bedacht worden, darüber hinaus gab es vor einigen Jahren eine Spielfilm-Umsetzung, die in den deutschen Kinos lief. Nun wurde eine Hörspielfassung des Manga im ndr ausgestrahlt. Hintergründe erfährt man auf der hauseigenen Website, wo das rund 82minütige Werk auch nachgehört werden kann. Darüber schrieb auch knapp Stefan Fischer in der Süddeutschen Zeitung: “Zug zurück”.

“Die dichte Erzählung, die verspielten Zeichnungen und die warme Farbgebung machen “Portugal” zu einer der besten Comic-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre” schreibt Markus Lippold auf n-tv.de über das Buch von Cyril Pedrosa, das bei Reprodukt erschienen ist: “Geh aus, mein Herz – nach Portugal”.

Auf seinem Comic-Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte Andreas Platthaus in den vergangenen Tagen zwei Bände vor: Wie er in seinem Beitrag über den jüngst erschienenen Band “S.” (Reprodukt) herausstellt, sorgt dessen Autor Gipi immer wieder für gehobenes Lesevergnügen – “als schickte da jemand einen Sturmwind ins behäbige europäische Comic-Erzählen”: “Ein Vater namens S.”.“Reineke Fuchs, das Raubtierluder, aus weiblicher Sicht” steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der Anthologiereihe “Spring”, worüber Platthaus im zweiten neuen Beitrag schreibt. Für ihn zeigt das “vitale Bilderbuch”, dass “dieser schlaue, freche Fuchs (…) unverändert aktuell” ist.

Comics in den Medien – 21. September 2012

Freitag, den 21. September 2012

Bereits am Mittwoch vergangener Woche stellte Britta Schwem “Portugal” von Cyril Pedrosa (Reprodukt) in der Süddeutschen Zeitung vor. Nun lässt sich dieser Artikel auch online nachlesen: “Einmal Heimat – Fremde und zurück”. Besonders zeigt sich Schwem hier davon beeindruckt, wie Pedrosa im Buch “um biografische Motive und gefundene Eindrücke eine fast fiktionale Geschichte” konstruiert.

Auf n-tv.de bespricht heute Markus Lippold den ersten Teil von Jean-Pierre Filius und David B.s “Die besten Feinde” (avant-verlag). Lippold stellt heraus, dass in der Beschreibung, wie die USA zu einem der entscheidenden Machtfaktoren im nahen Osten werden konnten, besonders die kritischen Momente in den Mittelpunkt des Buches gestellt werden: “Ziemlich beste Feinde”.

“Auch Loser verdienen ein Happy End”

Mittwoch, den 29. August 2012

In der “Süddeutschen Zeitung” vom 27. August hat sich Christoph Haas mit  “Mein Leben mit Mr. Dangerous” (Carlsen) beschäftigt, der jüngsten Graphic Novel von Paul Hornschemeier, dem er aufgrund seiner vorangegangen Bücher “Komm zurück, Mutter” und die “Die drei Paradoxien” (beide Carlsen) attestiert, der “vielleicht klügste, zumindest aber raffinierteste und trickreichste Erzähler” unter den nordamerikanischen Autoren der vergangenen zwanzig Jahre zu sein.

In seiner neuesten “Slacker- und Loser-Geschichte” um die 26-jährige Amy habe Paul Hornschemeier den künstlerischen Anspruch ein Stück weit zurückgeschraubt, und sich dem “Reiz des weniger Ausgetüftelten” hingegeben. Was nicht immer schlecht sein muss, befindet Christoph Haas in “Auch Loser verdienen ein Happy End”.

Graphic Novels in den Medien – 13. August 2012

Montag, den 13. August 2012

In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung stellt Christoph Haas “Mach´s gut, Chunky Rice” von Craig Thompson (Reprodukt) vor. Gerade die Umsetzung der Geschichte in Zeichnungen hat es dem Rezensenten angetan, sie sind für ihn “ein reines Vergnügen”: “Schildkröterich tut, was er tun muss”.

Ebenfalls heute schreibt Waldemar Kesler in der Welt über “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag). Wie Kesler darlegt, lag es für David B. nah, sich diesem Thema zu widmen, da Krieg und Zerstörung bereits wichtige Motive seiner Comics sind: “Heilige Krankheit, Heiliger Krieg”.

Wie bereits berichtet, präsentieren heute Susanne Buddenberg und Thomas Henseler ihr Buch “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) in der Berliner Buchhandlung ocelot. Weiterhin sorgt das Buch für umfangreiches Presseecho. So schreibt Markus Lippold für n-tv.de: “Als die Mauer den Schulweg versperrte”. Dort präsentiert er das Buch anhand einiger Biografien, die darin aufgegriffen werden und kommt zum Schluss, “Berlin – Geteilte Stadt” liefere “Interessante Details und neue Perspektiven”. “Ein Comic-Strip über die Berliner Mauer” betitelt Christoph Richter seinen Beitrag auf der Website der Deutschen Welle dw.de, in dem er das Buch darüber hinaus als Lehrmaterial und Reiseführer empfiehlt. Auch das “Büchermagazin” auf radio eins stellte das Buch vor. Der Beitrag kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

Für das Kulturmagazin “Corso” des Deutschlandfunks unterhielt sich Yvonne Weidel mit dem in Berlin lebenden Zeichner Blexbolex. Unter anderem kommt das Gespräch auch auf “Niemandsland”, dem zuletzt bei Jacoby & Stuart erschienenen Buch: “Ironie erlaubt mir eine gesunde Distanz zu meinen Geschichten”

“Zoomfahrt in tiefere Dimensionen”

Sonntag, den 5. August 2012

Für die “Süddeutsche Zeitung” vom 4. August hat der Kritiker und Schriftsteller Thomas von Steinaecker eine Besprechung von “3 Sekunden”, dem neuen Buch von Marc-Antoine Mathieu, erschienen bei Reprodukt, geschrieben.

Unter der Überschrift “Zoomfahrt in tiefere Dimensionen” nimmt der Autor Inhalt und die Gestaltung der Geschichte in Augenschein, die in einer einzigen, langen Zoomfahrt erzählt wird, in dem sich die Blickrichtung durch Spiegelungen verändert.

Die Buchversion des Comics von Marc-Antoine Mathieu, von dem es im Internet auch eine computeranimierte Version gibt, auf die man durch einen Code im Buch gelangen kann, wirkt für den Autor “visuell eben einfach innovativer als eine kontinuierliche schwindelerregende Kamerabewegung.”

Zur Rezension gelangt man hier.

“Sieg’ oder stirb!”

Samstag, den 28. Juli 2012

In der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung wurde breit das neue Buch “Der Boxer – Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” von Reinhard Kleist (Carlsen) vorgestellt. Darüber hinaus führte Christoph Haas ein ausführliches Interview mit dem Autoren.

Zumindest die Buchvorstellung von Gottfried Knapp, in der er detailliert auf die Hintergründe und die Lebensgeschichte des Holocaust-Überlebenden Haft eingeht, findet sich nun online, und das gleich in doppelter Ausführung.

Der Fließtext “Ring unfrei” kann auf buecher.de nachgelesen werden. Unter der Überschrift “Sieg oder stirb!” begleitet der Text eine umfangreiche Bildergalerie auf sueddeutsche.de.

Comics in den Medien – 17. Juli 2012

Dienstag, den 17. Juli 2012

“Der beste Comic des Jahres kommt aus Hamburg” schreibt heute das Hamburger Abendblatt über “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag). Darin wird nicht nur das Buch vorgestellt, es kommt auch der Autor selbst zu Wort, der auf die vitale Comic-Szene in Hamburg verweist. Im Gespräch mit Thomas Andre stellt Schwartz zudem fest, dass derzeit die beste Zeit für Comics in Deutschland sei, die es jemals gab.

Markus Lippold hat für n-tv.de mit Flix über dessen neues Buch “Don Quijote” (Carlsen) gesprochen. Das ausführliche Gespräch über die Entstehung und die Hintergründe des Buches, was den Stoff für Flix so interessant macht und wie sein Großvater ihm als Kind das Original vorlas, kann hier nachgelesen werden: “Don Quijote zieht wieder in den Kampf”.

Auf seinem FAZ-Blog stellt Andreas Platthaus “Chronik einer verschwundenen Stadt” von Dibou & Golo (avant-verlag) vor. Er erklärt diese “Liebeserklärung an Ägypten” zur “Pflichtlektüre” für Besucher des Landes: “Der Tod des Tals der Könige”.

Über die Comic-Con, die am letzten Wochenende in San Diego stattfand, berichtet Heiner Lünstedt für die “Süddeutsche Zeitung”. Im Bericht über die vielfältigen Eindrücke – online unter einer Bildergalerie nachzulesen – erwähnt er auch die Eisner Awards, die bekannten nordamerikanischen Comic-Auszeichnungen, die dort verliehen wurden. Ausgezeichnet wurde Craig Thompson als “Best Writer/Artist” für sein Buch “Habibi”, das auf Deutsch bei Reprodukt erschienen ist.

“Es gibt keine zuverlässigen Daten”

Montag, den 9. Juli 2012

In der heutigen Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” wird die Berliner Comic-Autorin Paula Bulling zur Arbeit an ihrem Buch “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag) interviewt.Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Marc Heywinkel steht die Recherche in Asylbewerberheimen in Halle, Halberstadt und Möhlau (Wittenberg): “Es gibt keine zuverlässigen Daten”

“Die Unterbringungen von Flüchtlingen soll ihre Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern“, steht es in der Bayerischen Asyldurchführungsverordnung. In anderen Bundesländern braucht es diese zynische Amtsvorgabe gar nicht, wenn es um den Umgang mit Asylbewerberngeht. Vor allem Sachsen-Anhalt, das so genannte “Land der Frühaufsteher“, steht in dem Ruf, in Flüchtlingsfragen die restriktivsten und unflexibelsten Auslegungen der Gesetzlage durchzusetzen.

Comics in der Presse – 4. Juli 2012

Mittwoch, den 4. Juli 2012

In der gestrigen Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” wurden im Feuilleton verschiedene Aspekte des Afghanistan-Einsatzes der deutschen Bundeswehr beleuchtet. Als eins der wenigen Bücher, abgesehen von Rückkehrer-Biografien, erkennt Tim Neshitov in Arne Jyschs “Wave and Smile” (Carlsen) eine wichtige Quelle für spätere Kulturhistoriker. Der Artikel “Afghanistan in Aquarell” lässt sich nun auch online nachlesen.

Sammy Khamis stellt auf fm4.orf.at “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne) vor. In dem Buch erkennt er das Missing Link zwischen 30 Jahren Unterdrückung, der daraus resultierenden Unzufriedenheit und den Demonstationen auf dem Tahrir-Platz: “Endstation Zensur”.

Mit dem Kampfsportcomic “Wie hungrige Wölfe” (Schreiber & Leser) wagen sich die sonst eher für ruhige Stoffe bekannten Baku Yumemakura und Jiro Taniguchi (“Gipfel der Götter”)  ins Actionfach. In dem bereits in den 1980er-Jahren entstandene Band erkennt Felix Giesa auf satt.org Vorbilder wie “Karate Kid” oder “Rocky III”, und resümiert, dass gerade das Finale “einer extremen Männlichkeitsbespiegelung gleichkommen” mag, das Buch dennoch “ein starkes Stück Karateunterhaltung” ist: “Mann gegen Mann”.

Comics in der Presse – 21. Juni 2012

Donnerstag, den 21. Juni 2012

In der heutigen Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” finden sich zwei Comic-Besprechungen. Während Christoph Haas´ Vorstellung von “Mouse Guard – Legenden der Wächter 1″ (Cross Cult) von David Petersen und einer Reihe von Zeichnern noch nicht online zu finden ist, wurde Fritz Göttlers Beitrag über “Niemandsland” von Blexbolex (Jacoby & Stuart) bereits auch hier veröffentlicht. In “Die Lust an Zufall und Chaos” zeigt Göttler sich sehr angetan von dem “umtriebigen, schlingernden, unergründlichen Buch”.

Auch auf tagesspiegel.de findet sich ein neuer Beitrag. Oliver Ristau stellt hier “Container” (Reprodukt), eine umfangreiche Schau des Schaffens des in Berlin lebenden Max Andersson, vor. Er ordnet dort die Geschichten in die Zeit ihrer ursprünglichen Veröffentlichung – die 1980er und 1990er – ein. “Sprunghafter Wahnsinn, tiefe Nächstenliebe” finde sich darin, eine “beseelte Synthese aus Finesse und Relevanz”.

“In der Umklammerung von Monsterfrauen”

Dienstag, den 5. Juni 2012

Für die “Süddeutsche Zeitung” hat Catrin Lorch die aktuelle Robert-Crumb-Ausstellung im Musée d’Art Moderne in Paris besucht. Sie stellt fest, “die missglückte Schau sei typisch für die Probleme der Museen mit der Comic-Kunst”. In einer Bilderstrecke mit dem Titel “In der Umklammerung von Monsterfrauen” ist der Artikel auch online zu lesen.

Die Abbildung stammt aus dem Katalog zur Ausstellung.