Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Tagesanzeiger’

Graphic Novels in den Medien – 7. August 2013

Mittwoch, den 7. August 2013

Ein iranischer Albtraum ist ein in jedem Sinne toller Trip durch die Hölle der Haft und das Labyrinth des grotesken politischen Verfahrens.” schreibt Alexandra Kedves im ZĂĽrcher Tagesanzeiger ĂĽber Mana Neyestanis Buch, das in der Edition Moderne erschienen ist: “Im Knast wegen einer dummen Kakerlake”.

Ralph Trommer zeigt sich von Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag) sehr angetan, da Fior darin “beweist, dass Science-Fiction auch jenseits von Klischees funktionieren kann.”. Der Artikel “Science Fiction, die schwebt” erschien in der tageszeitung.

Derselbe Autor stellt auf tagesspiegel.de “Reprobus” von Markus Färber vor (Rotopolpress) und findet nur lobende Worte: “Ein unheimlicher Heiliger”.

Im Reiseteil des Tagesspiegels erschien eine Reportage Erik Wenks zu den Handlungsorten des Buches “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (Voland & Quist): “Der Held sitzt immer am Tresen”.

Unter der Ăśberschrift “Das Jahr der Comic-Kunst: Gut gemerzt!” stellte Christoph Huber in der Presse eine Reihe aktueller Titel vor, die sich von unterschiedlicher Seite dem Thema “Kunst & Comics” nähern: mehr oder weniger freie KĂĽnstlerbiografien wie Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz!”, Steffen Kvernelands “Munch”, “Chagall in Russland” von Joann Sfar (alle avant-verlag) und “Pablo” von Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie, sowie Brecht Evens’ “Die Amateure” (beide Reprodukt), der die Beschäftigung mit Kunst in eine fiktionale Geschichte einbettet.

Im Standard stellte Martin Reiterer drei Bände vor, die sich mit gesellschaftlichen Problemen wie der FlĂĽchtlingspolitik auseinandersetzen: Joe Saccos “Reportagen” (Edition Moderne), Paula Bullings “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag), sowie “Kafka fĂĽr Afrikaner. Sofie und der schwarze Mann” von Judith Vanistendael (Reprodukt): “Wie kann ich ein normal Mensch sein?”.

Im “Literaturforum” des Nordwest-Radios gab es ebenfalls eine themenbezogene Ăśbersicht, hier geht es um “Graphic Novels aus der arabischen Welt und aus Israel”. Fazit hier: “Eine alternative, nicht gerade systemkonforme Form von Literatur. Höchst fantasievoll bietet sie Innenansichten aus einer fremden Welt”. Vorgestellt werden “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” von Sarah Glidden (Panini), “Metro” von Magdy El-Shafee, “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (beide Edition Moderne), “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt), “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B., “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached sowie dem Sammelband “Cargo” (alle avant-verlag).

“Mit der Galeere von Traum zu Traum”

Mittwoch, den 14. November 2012

In der gestrigen Ausgabe druckte der ZĂĽrcher Tagesanzeiger ein ausfĂĽhrliches Interview mit Jakob Hinrichs: “Mit der Galeere von Traum zu Traum”.

Lukas Meyer-Marsilius stellte dem Berliner Illustrator Fragen zu seinem in der BĂĽchergilde Gutenberg erschienenen Band “Traumnovelle” nach der Vorlage Arthur Schnitzlers.

Hinrichs gibt Auskunft darĂĽber, wie er auf den Stoff gekommen ist, was er an ihm relevant findet und wie er bei der Umsetzung vorgegangen ist. Auch seine Inspirationen und die Wahl des speziellen Stils kommen zur Sprache.

Edition Moderne in der Presse

Montag, den 30. April 2012

Gleich zwei Artikel im ZĂĽrcher “Tagesanzeiger” befassten sich aus aktuellem Anlass mit der Edition Moderne:

Der ebenfalls in ZĂĽrich beheimatete Verlag feierte bereits im vergangenen Jahr das dreissigste Verlagsjubiläum. Das nimmt Alexandra Kedves zum Anlass, die Edition Moderne in einem Portrait vorzustellen: Das Besondere am Verlagsprogramm, besonders erfolgreiche Titel und nicht zuletzt Verleger David Basler werden vorgestellt: “Visionen des Realen”.

Drei aktuelle Titel werden in einem weiteren Beitrag von Alexandra Kedves vorgestellt “BilderbĂĽcher fĂĽr Erwachsene”. Alle drei sind Comicreportagen: “Reisen zu den Roma” von Alain Keler, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier, “Die Mauer” von Maximilien Le Roy sowie “Out of Somalia” von Andrea Caprez und Christoph Schuler (letzterer nur im Vertrieb der Edition Moderne). Kedves stellt hier besonders heraus, wie unterschiedlich die Autoren sachlichen Bericht mit persönlicher Reportage vermengen.

“Der Comic kann mehr – auch punkto Ehrlichkeit”

Donnerstag, den 16. Dezember 2010

FĂĽr den ZĂĽrcher “Tagesanzeiger” interviewte Alexandra Kedves den vor allem fĂĽr seine BĂĽcher “Bosnien” und “Palästina” (beide Edition Moderne) bekannten Autor Joe Sacco.

“Der Comic kann mehr – auch punkto Ehrlichkeit”

Er gilt als der Vater der Comicreportage: Joe Sacco reist an die Krisenherde der Welt. Dort recherchiert, schreibt, zeichnet er.

Tote Kinder, aufgereiht auf dem Boden. Hier ein aufgerissenes Bäuchlein, da ein abgerissenes Bein. Blut, Schreien, Weh überall: Krankenhaus Gorazde, April 1994. Die UNO-Schutzzone hat sich in einen der ungeschütztesten Orte der Welt verwandelt. «Die Patienten lagen in der Küche, im Kohlenkeller, in der Wäscherei. Was sollte ich tun, wenn zehn Patienten gleichzeitig darauf warteten, operiert zu werden?», fragt der Chirurg Alija Begovic später. Und der amerikanische Künstler Joe Sacco zeichnet Begovics Erinnerungen auf – und nach: Schwarz auf weiss, mit feinen, aber harten Strichen, widerständig und ohne Weichzeichner, mit Nähe und Distanz. mehr

“Der brave Soldat im Ersten Weltkrieg”

Dienstag, den 30. März 2010

Alexandra Kedves schreibt in der heutigen Ausgabe des in ZĂĽrich erscheinenden “Tages-Anzeigers” ĂĽber Jean-Jacques Verneys und Jacques Tardis “Elender Krieg 1914-1915-1916″ (Edition Moderne):

Der brave Soldat im ersten Weltkrieg

Jacques Tardis neuer Comic «Elender Krieg» erzählt eine Art Splattermovie. Ein starkes Buch.

«Putain de guerre!» titelt das Original, das der französische Starzeichner Jacques Tardi 2008, 90 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, veröffentlicht hat. Die Stossrichtung ist klar: Kriegskritik ohne Wenn und Aber. Sie ist seit langem ein grosses Thema des 1946 geborenen KĂĽnstlers, der als Pionier eines neuen Realismus gefeiert wird und nichts schönzeichnet. So gilt der Band «C’Ă©tait la Guerre des TranchĂ©es» («Grabenkrieg») aus dem Jahr 1993 als Hauptwerk Tardis. Es schildert schonungslos das Grauen des Stellungskriegs, den Tardis Grossvater miterlebt hatte. mehr

“Wort um Wort, Bild um Bild”

Sonntag, den 15. November 2009

Cover_GenesisFĂĽr den Schweizer “Tagesanzeiger” hat Walter Niederberger am 12. November eine ausfĂĽhrliche Besprechung von Robert Crumbs “Genesis” (Carlsen) geschrieben.

Wort um Wort, Bild um Bild

Robert Crumb, der derbe Altmeister des Comic, hat die Genesis akribisch illustriert. Nicht als Wort Gottes, sondern als Lehrstück menschlicher Schwächen.

Als Lobpreisung des Schöpfers kann der Schutzumschlag zur Genesis – in der lange erwarteten Umsetzung durch Robert Crumb – nicht verstanden werden. Der Altmeister der US-Comic-Szene zeichnet den Gott des Alten Testamentes in der Gestalt seines Vaters, eines ehemaligen Drilloffiziers des Marinekorps, der seine Familie mit eiserner Härte dirigierte und dem jungen Robert so viel Schrecken einjagte, dass er bis heute Albträume hat. «Ich habe Gott nur einmal in meinen Traum gesehen, aber das reichte», erzählt der inzwischen 66-jährige, spindeldürre Künstler. mehr

Blutch in der Schweizer Presse

Freitag, den 27. März 2009

blutch angoulemeBemerkenswerterweise am selben Tag berichten heute die beiden größten Tageszeitungen der Schweiz ĂĽber die Neuerscheinungen des französischen Autors Blutch (“Blotch – der König von Paris” im avant-verlag und “Der kleine Christian” bei Reprodukt) und dessen Gastaufenthalt beim Comicfestival Fumetto.

FĂĽr die “NZZ” schreibt Christian Gasser:

Die gewöhnlichen Geschichten des Lebens

Der Comic-Autor Blutch kommt als Artist in Residence ans Luzerner Comix-Festival Fumetto

Im Januar erhielt Blutch den Grossen Preis der Stadt Angoulême. Ausserhalb Frankreichs hingegen ist der Comic-Zeichner wenig bekannt. Vielleicht ändert sich das nun: Dieser Tage erscheinen seine witzigsten Bücher, «Der kleine Christian» und «Blotch», auf Deutsch. Überdies ist er Artist in Residence am Luzerner Comix-Festival Fumetto 2009.

Er stecke in einer unkomfortablen Situation, sagt Blutch: «In der Comic-Welt bin ich kein junger Marquis mehr, aber auch noch kein alter Baron.» Er sitzt auf einem Sofa, in sich zusammengesunken. «Ehrlich gesagt», fährt er nach einer Pause fort, «ich weiss nie, ob meine Geschichten interessant sind oder nicht. Ich bezweifle es. Deshalb mache ich immer noch ein nächstes Buch, um das vorherige zu korrigieren.»  mehr

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Im “Tagesanzeiger” berichtet Alexandra Kedves:

Comics als Grundnahrungsmittel fĂĽr die Fantasie

Blutch ist einer der ganz Grossen des französischen Autoren-Comics – und einer der ganz Scheuen im Medienzirkus. Jetzt kommt er zum Fumetto-Festival nach Luzern.

Im kleinen Christian steckt ein grosser Kerl: ein Held mit Hut, Revolver und Hengst. Zu dumm, dass Maman dafür einfach blind ist. Sie schickt John Wayne ins Bett, wenn der Western im Fernsehen läuft, und Tintin in die Schule, wenn der Wüstenwind weht; sie zwingt Lucky Luke zum Aufessen, wenns Spinat gibt, und, am allerschlimmsten, sie konfisziert die Comic-Hefte, in denen edle, wilde Kämpfer edle, wilde Dinge tun. Aber so leicht lässt sich der Stoff, aus dem Bubenträume sind, nicht liquidieren: Der kleine Christian und seine Freunde haben die Familie, die Schule – und ausserdem ein Paralleluniversum ganz für sich allein. mehr

“Joann Sfars politischer «Klezmer»-Comic verdient eine Hymne”

Sonntag, den 17. Februar 2008

illu_78_m.jpgAlexandra Kedves lobt im ZĂĽrcher “Tagesanzeiger” vom 16. Februar Joann Sfars “Klezmer”:

“Joann Sfars politischer «Klezmer»-Comic verdient eine Hymne” 

Klezmer ist mehr als Folklore: Joann Sfar zeichnete eine Bildergeschichte ĂĽber eine wilde Musikertruppe.

Hier spielt die Musik! Ein Gesang ist allein schon der 15-seitige Essay, den der studierte Philosoph Joann Sfar an seinen Comic «Klezmer, Die Eroberung des Ostens» angehängt hat. Dieses Lied geht übers Judentum, schliesslich ist Sfars Mutter aschkenasischer und der Vater sephardischer Herkunft. Es geht über Palästina und Unterdrückung, Holocaust und Erinnerung, über Kunsthandwerk, das Tradition bloss konserviert, und Kunst, die Tradition neu belebt. Es geht um Chagall und Sempé, den Erzähler Isaak Babel und den Zeichner Hugo Pratt und, natürlich, über Musik. mehr