Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Tagung’

Call for Papers: “Übersetzungen und Adaptionen von Comics”

Donnerstag, den 30. Januar 2014

FĂŒr die Tagung “Übersetzungen und Adaptionen von Comics”, die am Institut fĂŒr Übersetzungswissenschaften & Fachkommunikation der UniversitĂ€t Hildesheim vom 31. Oktober bis zum 2. November 2014 stattfinden wird, wurde nun ein Call for Papers veröffentlicht. Gesucht werden BeitrĂ€ge, die sich mit den besonderen Herausforderungen, die Comics stellen, befassen und nicht nur aus der Wissenschaft kommen mĂŒssen, sondern auch aus der Übersetzungs- und Adapationspraxis.

Im Rahmen dieser Tagung soll mit einem erweiterten Translationsbegriff gearbeitet werden, der sowohl interlinguale als auch intersemiotische Übersetzungsprozesse umfasst. Bereits die Übersetzung von Comics von einer Sprache und Kultur in die andere beschrĂ€nkt sich nicht auf das Übersetzen verbaler, sondern umfasst hĂ€ufig auch die Anpassung nonverbaler und paraverbaler Elemente. Bei den in letzter Zeit immer hĂ€ufiger anzutreffenden transmedialen oder transgenerischen Adaptionen von Comics als Film, Videospiel, Hörspiel, TheaterstĂŒck oder der Adaption literarischer Vorlagen als Comic – meist unter dem Label „Graphic Novel“ – gehen interlinguales und intersemiotisches Übersetzen Hand in Hand mit Adaptionsprozessen, die beim Wechsel des Mediums oder der Gattung erforderlich werden.

Gesucht werden ThemenvorschlĂ€ge aus den Gebieten der Übersetzungswissenschaft, der Linguistik, der Literaturwissenschaft, der Medienwissenschaft und der Comicforschung, die bis Ende Februar eingereicht werden können. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Website der UniversitĂ€t Hildesheim.

LIteraturseminar zum Thema Biografien

Mittwoch, den 22. Februar 2012

Am Freitag, dem 27. April und Samstag, dem 28. April lĂ€dt die BĂŒchereifachstelle der Evangelischen Kirche von Westfalen ins Haus Villigst in Schwerte zu einem Literaturseminar fĂŒr Mitarbeitende in BĂŒchereien und weitere Interessierte ein. Unter der Leitung der Diplom-Bibliothekarin Dörte Melzer befasst es sich unter dem Titel “Lebensbilder – Bilder vom Leben, geschrieben – gezeichnet – gelesen” mit dem Thema Biografien.

Als Referentinnen sind geladen: Die Historikerin Dr. Claudia Puschmann, sowie die Comic-Zeichnerin und Illustratorin Elke R. Steiner (“Die anderen Mendelssohns”, Reprodukt).

Biografien werden viel gelesen: sowohl ĂŒber berĂŒhmte Menschen als auch ĂŒber
weniger berĂŒhmte Menschen, wenn sie in ihrem Leben große Herausforderungen meistern
mussten. Was interessiert die Lesenden daran? Das wollen wir gemeinsam herausfinden.

Biografien werden geschrieben und unterschiedlich angelegt: von der wissenschaftlichen
Monographie bis zum biographischen Roman. Zum Vergleich bieten sich in diesem Jahr die
BĂŒcher ĂŒber Friedrich II an. Welche Form spricht wen an? Wann ist einLebensbild noch
eine Biografie? Wie ist das mit den historischen Fakten? Wir werden Einblick in die
Arbeit einer schreibenden Biografin bekommen und dabnei Kriterien zur Bewertung und
EinschÀtzung entwickeln.

Biografien werden gezeichnet, z.B. als Graphic Novel. Wir werden mit einer zeichnenden
Biografin das Bilderlesen lernen. Biografien werden gedruckt und verkauft: Wir stellen Neuerscheinungen vor. Biografien werden ausgeliehen: Wir teilen miteinander Erfahrungen aus dem BĂŒchereialltag, geben und bekommen Anregungen.

Weitere Informationen zum Seminar gibt es hier, die offizielle Einladung kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Haus Villigst, Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte
buechereifachstelle.ekvw.net

“Neue Wege in der Aufarbeitung der Geschichte im Unterricht und in der Projektarbeit”

Dienstag, den 3. Januar 2012

Am 26. Januar findet in der “Moses-Mendelssohn-Akademie” in Halberstadt im Rahmen des “Projekts Erinnerungskultur 2013″ der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Sachsen eine Tagung zum Thema
“Neue Wege in der Aufarbeitung der Geschichte im Unterricht und in der Projektarbeit” statt. Teil der Tagung wird ein Comic-Workshop sein, den die in Berlin lebende Comic-Autorin Elke R. Steiner (“Die anderen Mendelssohns”, Reprodukt) leiten wird.

Das Projekt Erinnerungskultur 2013 richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, SchulsozialpÀdagogen und Akteure der politisch-historischen Bildung. Teil des Programms sind unter anderem Workshops zur Erinnerungskultur als Comic, mit lokalen Mitteln, in der bildenden Kunst und als Graffiti. Die Tagung wird  Cornelia Harnisch leiten.

Die Anmeldung erfolgt direkt bei der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Sachsen.

Moses-Mendelssohn-Akademie, Rosenwinkel 18, 38820 Halberstadt
www.moses-mendelssohn-akademie.de

Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Sachsen-Anhalt, Schleinufer 12, 39104 Magdeburg
Tel. (0391) 567 6463, Fax (0391) 567 6464
www.lpb.sachsen-anhalt.de, E-Mail: politische.bildung@lpb.mk.sachsen-anhalt.de

Weitere Tagungen zum Thema Comic

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Wie bereits berichtet, finden im nÀchsten Jahr zwei Fachtagungen statt, die sich mit dem Themenfeld Rechtsextremismus aus Comic-Perspektive beschÀftigen. Schon im November finden zwei weitere Tagungen statt, die nÀher am Medium bleiben.

comfor_plak_4Vom 6. bis zum 8. November 2009 findet an der UniversitĂ€t zu Köln die 4. Wissenschaftstagung der Gesellschaft fĂŒr Comicforschung (ComFor) zum Thema “ErzĂ€hlen im Comic” statt.

Die Geschichte des Comics ist auch eine vom GeschichtenerzÀhlen. Die Form und die Art und Weise des ErzÀhlens haben sich in der Geschichte des Comics ebenso immer wieder gewandelt wie Inhalte, Themen und Genres. Die Rolle des ErzÀhlens im Comic und die damit einhergehenden VerÀnderungen sollen im Laufe der Tagung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Neben dem Eröffnungsvortrag von Herrn Professor Dr. Karl Clausberg werden sich vierzehn Wissenschaftler(innen) aus dem In- und Ausland mit dem Thema beschĂ€ftigen. Sieben jĂŒngere Kolleginnen und Kollegen prĂ€sentieren ihre Thesen auf einem Forum der Nachwuchswissenschaftler(innen). Eine FĂŒhrung durch die Mittelalterabteilung des Wallraf-Richartz-Museums, die dem sequentiellen ErzĂ€hlen in der Kölner mittelalterlichen Malerei gilt, macht Sie zudem mit einigen Ahnen des Comic Strips bekannt.

Neben allgemein comictheoretischen Themen wie “Comics als interdiskursive ErzĂ€hlungen” werden auch Graphic Novels und ihre Autoren in VortrĂ€gen vorgestellt und einzelne Aspekte nĂ€her erlĂ€utert. So wird es unter anderem BeitrĂ€ge zum Reportagecomic “Der Fotograf”, Allgemeines ĂŒber autobiografische Comics und Spezielles zu David B.s “Die heilige Krankheit” (beide Edition Moderne) geben. Das gesamte Programm und alle weiteren Details zur Tagung finden sich auf hier. Das Postermotiv stammt ĂŒbrigens von Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt).

genesiswelleAm 27. und 28. November lĂ€dt der Sonderforschungsbereich 826 “Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der KĂŒnste” der Freien UniversitĂ€t Berlin zur Tagung zum Thema: “Comics: Zum Stand der kulturellen LegitimitĂ€t eines intermedialen Mediums”.

Ob Pop Art, Nouvelle Vague, Mangas oder Tarantino – der Comic gehört seit dem spĂ€ten 20. Jahrhundert zum festen Bestandteil eines Spiels mit high and low culture. Comiczeichner haben nicht nur Plakate und Cover der Rockmusik von Jimi Hendrix bis Janis Joplin gezeichnet, die Ästhetik von bestimmten Musikrichtungen hat auch Autoren wie Robert Crumb in ihrem Zeichenstil inspiriert. In einem solchen Wechselspiel wird der Comic sowohl remedialisiert als auch selbst von intermedialen Praktiken neu definiert. Zu diesen GrenzĂŒberschreitungen stellt sich eine neue soziale LegitimitĂ€t des Comics ein. So wird Art Spiegelmans Holocaust-Comic Maus insbesondere von einer intellektuellen Leserschaft rezipiert. Mangas ĂŒberschwemmen den Massenmarkt und heben aber ebenso den Anteil der weiblichen Leserschaft wie Marjane Satrapis Autorencomic Persepolis. Nicht nur die legitime Kunst benutzt damit das Spiel von high and low fĂŒr ihre avantgardistischen Distinktionen gegen akademisch anerkannte Kunst, diese Strategie differenziert lĂ€ngst auch die Comicproduktion selbst. Die Konferenz wird der Frage nachgehen, wie diese Überschreitungen zwischen kulturellen und sozialen Grenzen im intermedialen Wechselspiel Ă€sthetisch zu fassen sind.

Auch hier werden Graphic Novels ein zentraler Punkt der Betrachtungen sein. VortrĂ€ge befassen sich unter anderem mit Robert Crumbs “Genesis” (Carlsen) und Formen des epischen ErzĂ€hlens und der Comic-Umsetzung von Morton Rhues “Die Welle” von Stefanie Kampmann (Ravensburger). Den genauen Veranstaltungsplan fĂŒr die öffentlichen Vortragsreihe samt Adressen- und Raumangaben kann man sich hier ansehen.

Fachtagungen zum Thema Comics, Graphic Novels und Rechtsextremismus

Freitag, den 23. Oktober 2009

Gleich zwei Tagungen finden im nĂ€chsten Jahr statt, die sich mit dem Thema Comics und Rechtsextremismus beschĂ€ftigen. Im Spannungsfeld von Comics wie “Die Suche” von Eric Heuvel (Anne Frank Zentrum) oder Art Spiegelmans Klassiker “Maus” (Fischer) auf der einen Seite und den etwa von der NPD und der österreichischen FPÖ publizierten Propagandaheften auf der andere Seite will man dieser politisch-didaktischen Herausforderung begegnen.

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Vom 9. bis zum 12. Mai 2010 veranstaltet die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung eine Fachtagung zum Thema “Holocaust und Nationalsozialismus in Comic und Graphic Novel – Neue Wege fĂŒr Unterricht und außerschulische politische Bildung?”.

Die Fachkonferenz greift zunĂ€chst einmal die Frage auf, wie ein zeitgemĂ€ĂŸer Unterricht zu den beiden in enger Verbindung stehenden Themen Holocaust und Nationalsozialismus aussehen sollte. Sie stellt sich hauptsĂ€chlich deshalb, weil es immer weniger gelingt, Jugendliche mit herkömmlichen Mitteln fĂŒr die mit moralischer Last befrachteten ZusammenhĂ€nge zu interessieren oder gar Abwehrreaktionen zu verhindern. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass die Nutzung geeigneter Comics/Graphic Novels durchaus dazu beitragen kann, den genannten Defiziten entgegenzuwirken. SelbstverstĂ€ndlich erfordert das einen altersgemĂ€ĂŸen und auf die jeweilige Lerngruppe mit ihren besonderen FĂ€higkeiten zugeschnittenen Einsatz.

In Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Zentrum Berlin soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermittelt werden, wie man Comics in der Bildung sinnvoll einsetzt und wie man rechter Propaganda in Comicform begegnet. Ein Einblick in die Praxis eines Comiczeichners soll die Konferenz abrunden. Das genaue Programm und Informationen zur Unterbringung, AnmeldemodalitÀten etc. findet sich auf der Website der BPB.

Flyer Comics & RechtsextremismusAuch das “Archiv der Jugendkulturen” veranstaltet im nĂ€chsten Jahr zum gleichen Themengebiet eine Tagung: Vom 29. bis zum 31. MĂ€rz wird es allgemein um das Thema “Comics & Rechtsextremismus” gehen.

Wir haben zu diesem hochaktuellen Themenkomplex gemeinsam mit der Gesellschaft fĂŒr Comicforschung eine Fachtagung organisiert, an der hochkarĂ€tige ExpertInnen aus vier LĂ€ndern referieren und miteinander diskutieren werden. Die Tagung und der geplante Begleitband sollen dazu dienen, im interdisziplinĂ€ren Rahmen Untersuchungen und Erfahrungen ĂŒber Inhalte, Funktionen, Mechanismen und Wirkung von Comics aus dem Themenkreis Rechtsextremismus und Rassismus vorzustellen und zu diskutieren sowie modellhaft Möglichkeiten fĂŒr die Bearbeitung des Themas und den zielgruppenadĂ€quaten Einsatz entsprechender Comics in Schule und politischer Bildung zu erarbeiten.

Das genaue Programm kann man sich hier als PDF herunterladen, weitere Fragen ĂŒber den Ablauf kann man direkt an das Archiv der Jugendkulturen richten, ein Anmeldeformular fĂŒr interessierte TeilnehmerInnen wird zum Download angeboten.