Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Taschen’

Robert Crumb zum 70.

Freitag, den 30. August 2013

Am heutigen Freitag, dem 30. August, feiert der amerikanische Comic-Autor Robert Crumb seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass erscheinen eine Reihe von Artikeln und Beiträge in den Medien. Den Anfang machen heute die SĂĽddeutsche Zeitung, in der Christoph Haas schreibt: “Der Karikaturist seiner selbst”. Thomas Hummitzsch nennt den inzwischen in Frankreich lebenden KĂĽnstler in seinem Beitrag fĂĽr den Tagesspiegel den “Menschenleser”. “Robert Crumb hat die Comics revolutioniert” stellt Frank Schäfer in der jungen Welt fest: “Die Seele auswringen”. Christian Möller nennt ihn in seinem Beitrag fĂĽr WDR 3 den “Anti-Superhelden”. Und in der Welt gratuliert Matthias Heine dem “genialen Zeichner Robert Crumb”: “Der groĂźe Befreier”.

Zuletzt erschienen von Robert Crumb zwei Bände bei Reprodukt (“Nausea” und “Mein Ă„rger mit den Frauen”, ein dritter Band ist fĂĽr den November angekĂĽndigt: “Mister Nostalgia”), sowie in einer Luxusausstattung Teile seiner “Sketchbooks” bei Taschen. Der biografische Band “Kafka”, der in Zusammenarbeit mit David Zane Mairowitz entstand, ist ebenfalls bei Reprodukt erhältlich.

Foto © Lora Fountain

Graphic Novels in der Presse – 16. Januar 2013

Mittwoch, den 16. Januar 2013

“BedrĂĽckende Collagen vom Krieg” liefert das Buch “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmeister (Carlsen), wie Michael Brake auf zeit.de schreibt. Besonders haben den Rezensenten die Zeichnungen Burmeisters beeindruckt, ihaltlich hadert er jedoch mit Schravens Darlegungen: “… doch sind manche der Anklagen und Fragen in bester Michael-Moore-Rhetorik eher effektvoll als zielfĂĽhrend.”

Auch bei einem weiteren Band zeigt sich Michael Brake nur von den Zeichnungen beeindruckt, wie in der gestrigen Ausgabe der tageszeitung zu lesen war.: FĂĽr “Der geheime Garten von vom Nakano Broadway” lieferte Masayuki Kusumi das Szenario, die Zeichnungen stammen von Jiro Taniguchi (Carlsen). Wie Brake ausfĂĽhrt, sind die Beobachtungen des flanierenden Hauptcharakters eher banal, die Qualität der zeichnerischen Umsetzung hebt er dafĂĽr umso mehr hervor: “Er hat kein Ziel, aber er geht los”.

FĂĽr die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sich Andreas Platthaus die von Atak illustrierte Geschichte “Der geheimnisvolle Fremde” von Mark Twain (Carlsen) angesehen: “Wie man in Eseldorf lernt”. Platthaus erkennt in dem Band ein “Lebensbuch” des Zeichners, “ein Plädoyer fĂĽrs Leben, gegen die Hoffnung aufs Jenseits.” und resĂĽmiert: “Es ist ein herrliches Buch.”

FĂĽr tagesspiegel.de hat sich Thomas Hummitzsch auf den “Crumbathon” begeben, bei dem er sämtliche ĂĽber 1.300 Seiten der kĂĽrzlich erschienenen SkizzenbĂĽcher (Taschen) las: Ihn erwartete eine “geballte Ladung sexualisierter, kontrastreicher, kantiger, fleischiger, surrealer, queerer, schroffer, ausdrucksstarker, hemmungsloser und oftmals nicht jugendfreier Zeichnungen”. Sein Bericht wurde auf gleich sieben Seiten veröffentlicht, auf denen er nicht vergisst, auf das kĂĽrzlich bei Reprodukt erschienene “Nausea” zu verweisen.

“Alter Meister!”

Samstag, den 3. November 2012

FĂĽr das Zeit Magazin hat Christoph Niemann, seines Zeichens Illustrator, dessen Band “Abstract City” (Knesebeck) auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Sondermann fĂĽr komische Kunst ausgezeichnet wurde, Robert Crumb interviewt – und gezeichnet. Robert Crumb, von dem zuletzt “Nausea” bei Reprodukt erschienen ist, steht in dem ausfĂĽhrlichen Gespräch seine Frau Aline Kominsky-Crumb zur Seite. Das Interview kann hier nachgelesen werden: “Alter Meister!”, Christoph Niemanns Zeichnungen gibt es allerdings nur in der gedruckten Ausgabe zu sehen.

Robert Crumb: Neue Buchausgaben

Donnerstag, den 21. Juni 2012

Zuletzt war mit “Genesis” bei Carlsen seine Adaption des ersten Buches des Alten Testaments erschienen, doch sein weiteres OEuvre war lange Zeit nicht erhältlich: Robert Crumb gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten lebenden Comic-Autoren, sein Werk wird nun gleich bei zwei Verlagen vorgelegt.

Der Berliner Verlag Reprodukt beginnt im Oktober mit “Nausea” eine umfangreiche Neuausgabe des Schaffens des in Frankreich lebenden Amerikaners in bibliophiler Aufmachung und in der Ăśbersetzung von Harry Rowohlt. Robert Crumb beschäftigt sich in dieser Sammlung von Geschichten aus den frĂĽhen 1980er-Jahren auf ganz unterschiedliche Weise mit Literatur: Ob er nun “Der Ekel” von Sartre illustriert, Philip K. Dick ins Bild setzt oder Richard von Krafft-Ebings “Psychopathia Sexualis”– stets ist die Relevanz fĂĽr das eigene Leben spĂĽrbar. Im halbjährlichen Rhythmus werden dann thematisch gegliederte Bände folgen.

Einen anderen Ansatz verfolgt man bei Taschen: Nachdem vor einigen Jahren bereits ein luxuriös aufgemachter Band mit “Robert Crumb´s Sex Obsessions” erschienen war, zielt auch die nun angekĂĽndigte Ausgabe seiner Sketchbooks auf ein solventes Publikum. Die erste Kassette mit sechs Bänden, die die Jahre von 1982 bis 2011 abdecken wird, kann zum Preis von 750 EUR erworben werden. Eine weitere Kassette mit den SkizzenbĂĽchern von 1964 bis 1981 – in anderer Aufmachung als Einzelbände schon bei Zweitausendeins verlegt und vergriffen – soll folgen.

Noch bis zum 18. August zeigt das MusĂ©e d’Art Moderne de la Ville Paris die Ausstellung “Crumb – De l’Underground Ă  la Genèse”. Im nächsten Jahr wird Robert Crumb auf dem Comicfestival MĂĽnchen erwartet.

Nausea, ISBN 978-3-943143-29-4, 112 Seiten, schwarzweiss, 22 x 29 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im Oktober bei Reprodukt

Robert Crumb. The Sketchbooks. 1982-2011. 6 Vols., Dian Hanson (Hg.), ISBN 978-3-8365-2479-7, 6 BĂĽcher in Kassette, inkl. Druck m. Unterschrift, 1344 Seiten, Hardcover, 750 EUR, erscheint im Juli bei Taschen

“Von Menschen und Superhelden”

Montag, den 1. November 2010

Thomas von Steinaecker hat die Veröffentlichung von “75 Jahre DC Comics: Die Kunst, moderne Mythen zu schaffen” (Taschen) zum Anlass fĂĽr einen Essay genommen, der in der gestrigen Ausgabe der “Welt am Sonntag” erschien. In dem besprochenen Prachtband gibt der ehemalige Verlagsangestellte Paul Levitz Einblicke in die Geschichte des Verlages, bei dem unter anderem Superman und Batman erscheinen. Von Steinaecker weist nun neben den Qualitäten von Graphic Novels an sich auf das Potential hin, das die Beschätigung mit Comics der Literatur bietet.

Von Menschen und Superhelden

Mythosmaschinen: Comics erzählen die besten Geschichten. Der Prachtband zum 75-jährigen Jubiläum des DC-Verlags sollte Pflichtlektüre für Schriftsteller werden.

Das Verhältnis zwischen Literatur und Comic ähnelt dem zweier ungleicher Brüder. Der Ältere ist hochintelligent, aber mit den Jahren etwas selbstgefällig geworden. Der Jüngere hingegen feiert in seiner WG oft bis spät in die Nacht und hat keine Ahnung, was er später einmal machen soll.

Dafür sprudelt er nur so vor Ideen. Viele sind banal, manche aber schlichtweg genial. Zu gern würde er sie seinem großen Bruder erzählen, wenn man sich nur einmal sehen würde. Doch schon von Geburt an wohnen die beiden in verschiedenen Städten und haben so gut wie keinen Kontakt. mehr