Graphic Novels
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Graphic Novels in der Presse – 4. November 2013

Montag, den 4. November 2013

Zur diesjĂ€hrigen Frankfurter Buchmesse sind bei zahlreichen Comic- und Belletristikverlagen neue Graphic Novels erschienen, die seither einen großen Widerhall in den deutschsprachigen Medien gefunden haben. Besonderer Augenmerk galt den so genannten Sachcomics, denen zum Beispiel die Wochenzeitung “Der Freitag” einen ausfĂŒhrlichen Artikel widmete. Jonas Engelmann lieferte in der Buchmesse-Ausgabe vom 10. Oktober eine fundierte EinfĂŒhrung in die didaktische Geschichte des Comicmediums und stellte zahlreiche neuere Publikationen vor: “Nicht nur fĂŒr AnfĂ€nger”. FĂŒr Deutschlandradio Kultur gab im Rahmen der Buchmesseberichterstattung Redakteurin Kim Kindermann einen Überblick ĂŒber aktuelle Sachcomics: “Das Leben mit Alzheimer als Bildergeschichte”.

Der spanische ComickĂŒnstler Paco Roca stellte auf der BĂŒcherschau seine Graphic Novel “Kopf in den Wolken” (Reprodukt) vor, unter anderem am 11. Oktober fĂŒr die ZDF-Sendung “Aspekte”, die in Frankfurt Comic-Neuerscheinungen vorstellte. Über “Kopf in den Wolken” berichteten außerdem noch Kai Löffler fĂŒr WDR3 “Resonanzen” vom 7. Oktober (“Comic ĂŒbers Altern mit Alzheimer”), Lydia Herms fĂŒr rbb radioeins “Die Literaturagenten” am 13. Oktober (ab min 34), Christoph Huber fĂŒr die österreichische Tageszeitung “Die Presse” vom 9. November (“Der Zeichner als Schauspieler”) und fĂŒr den Jugendsender des ORF, FM4, Zita Bereuter am 20. Oktober zusammen mit “Das große Durcheinander” vom Beltz-Verlag (“Alzheimer im Comic”).

Ebenfalls auf der Buchmesse waren die brasilianischen ComickĂŒnstler und ZwillingsbrĂŒder Fabio Moon und Gabriel BĂĄ und stellten ihre Comics “De:Tales” (Cross Cult) und “Daytripper” (Panini) vor. FĂŒr den Berliner “Tagesspiegel” besprach Lutz Göllner die zwei Neuerscheinungen: “Die Magie der Wunderzwillinge”. ”Eine wunderbare zarte grafische Ode an das Leben”, ist “Daytripper” fĂŒr JĂŒrgen Schickinger, der ĂŒber Gabriel BĂĄ und Fabio Moon in der “Badischen Zeitung” vom 18. Oktober berichtete: “Der Wert des Augenblicks”. Lina Kokaly stellte am 9. Oktober “De:Tales” als Buchtipp im Funkhaus Europa vor. FĂŒr ntv.de sprach Markus Lippold mit Fabio Moon ĂŒber seine Arbeiten: “Wir sind glĂŒckliche Menschen”.

Eine weitere Graphic Novel, die ein breites Medienecho nach sich zog, war “Auf den Spuren Rogers” von Florent Silloray (avant-verlag). FĂŒr JĂŒrgen Greinke, der die biografische ComicerzĂ€hlung ĂŒber das Schicksal französischer Kriegsgefangener im Deutschland wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs fĂŒr den “WestfĂ€lischen Anzeiger” besprach, ist das Buch “ein sehr europĂ€isches Werk im Zeichen der endgĂŒltigen Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland”. FĂŒr “Die Welt” sprach Thomas Hummitzsch mit dem Autor, zu dem Interview geht es hier. Und in der Berliner Wochenzeitung “Jungle World” vom 31. Oktober stellte Jonas Engelmann “Auf den Spuren Rogers” zusammen mit “Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” von Jacques Tardi, vor: “In deutscher Hand”. Tardi und Silloray, so Engelmann, “setzen ihrem Vater beziehungsweise Großvater stellvertretend fĂŒr eine ganze Generation, die verzweifelt Widerstand gegen die Wehrmacht leistete, ein Denkmal.”

Viel Beachtung fand auch das Graphic-Novel-DebĂŒt der kanadischen Zeichnerin und Musikerin GeneviĂšve CastrĂ©e, “Ausgeliefert” (Reprodukt). Am 26. Oktober besprach Elise Graton die autobiografische ComicerzĂ€hlung in der Tageszeitung “taz” (“Zwischen SĂ€uferin und Eierkopf”). FĂŒr Elise Graton ist GeneviĂšve CastrĂ©es Comic “der aufrichtige und Ă€ußerst anspruchsvolle Versuch, die fehlende Kindheit zu verarbeiten.” Im Interview mit dem rbb Kulturradio sprach CastrĂ©e mit Redakteurin IrĂšne Bluche ĂŒber die Entstehung des Buchs. Der Beitrag wurde am 8. Oktober gesendet, online findet sich das Feature hier. Ein weiteres Interview gab die kanadische KĂŒnstlerin der rbb-Reporterin Lydia Herms, die “Ausgeliefert” am 31.10 als “Buch der Woche” bei rbb radioeins vorstellte. Ein GesprĂ€ch mit GeneviĂšve CastrĂ©e wurde zudem in der Sendung “Literaturagenten” am 3.11. gesendet. Und am 4. November erschien unter dem Titel “Meister der leisen Töne” eine Besprechung von drei spanischen Graphic Novels von Ralph Trommer. Neben “Kopf in den Wolken” stellte der Autor die autobiografische ErzĂ€hlung “Geschichten aus dem Viertel” von Gabi BeltrĂĄn und BartolomĂ© SeguĂ­ (avant-verlag) und “ArdalĂ©n” von Miguelanxo Prado (Egmont Graphic Novel) vor. Alle drei Graphic Novels wĂŒrden “zeitgenössische Geschichten (…) intelligent in Bilder ĂŒbertragen, auf grafisch hohen Niveau.”

Die israelische Comiczeichnerin Rutu Modan, deren neuer Comicroman “Das Erbe” im SpĂ€tsommer bei Carlsen erschienen ist, wurde in den vergangenen Wochen ebenfalls viel Medieninteresse zuteil. Unter anderem erschien am 11. Oktober eine Besprechung von Christian Gasser in der “Neuen ZĂŒrcher Zeitung”: “Die PrĂ€senz des Verschatteten”.  FĂŒr Christian Gasser ist “Das Erbe” eine “vielschichtige, ĂŒberaus spannende und unterhaltsame, aber auch bewegende ErzĂ€hlung.” Der “Missy Magazine”-Herausgeberin Sonja Eismann gab Rutu Modan ein lesenswertes Interview: “Sollte das nicht lustig sein?”

Viele Medien berichten aktuell auch ĂŒber die Comics zum Thema Essen und Trinken, vor allem ĂŒber die Titel “Kann denn Kochen SĂŒnde sein?” von Guillaume Long (Carlsen Verlag), “In der KĂŒche mit Alain Passard” (Reprodukt) und “Die Ignoranten” von Étienne Davodeau (Egmont Graphic Novel).

“Die Ignoranten”, eine Graphic Novel ĂŒber die Gemeinsamkeiten zwischen Weinanbau und Comickunst, war “Lesetipp der Woche” beim “Börsenblatt”. FĂŒr Autor Stefan Hauck ist es ein Buch, das “ebenso richtig im “Essen-und-Trinken”-Regal platziert ist wie im Comic-Regal”. Im Sonntag-Magazin des “Tagesspiegels” vom 3. November widmeten sich Lars von Törne und Marie Schröer den Koch-Comics “Kann denn Kochen SĂŒnde sein?” und “In der KĂŒche mit Alain Passard”: “Mit einer Prise Humor”. Und fĂŒr die Sendung “Culinaria” des Radiosenders Funkhaus Europa besprach Esther Willbrandt Christophe Blains “In der KĂŒche mit Alain Passard” und kochte eines der Rezepte nach: “Kochen nach Comics”.

Eine weitere NovitĂ€t zur Frankfurter Buchmesse war “Kiesgrubennacht” (Suhrkamp), die Comic-Autobiografie von Maler und Cartoonist Volker Reiche, der mit seinem “FAZ-”Comicstrip “Strizz” Bekanntheit erlangt hat. FĂŒr die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” hat Dietmar Dath Volker Reiches Familienchronik besprochen: “Erwachsene Kindheit, unversöhnt wahr”.

Bei “zeit.de” erschien am 22. Oktober eine Besprechung von “Der Todesstrahl” von Daniel Clowes (Reprodukt), fĂŒr den Autor ein “vielgestaltiges Retrofestival (…) irgendwo zwischen Pulp und Pop Art”: “RĂ€cher in eigener Sache”. Ein “Meisterwerk” ist fĂŒr Markus Lippold (ntv.de) der neue Band des Italieners Manuele Fior, “Die Übetragung” (avant-verlag): “Auf dem Weg in eine bessere Welt”.

FĂŒr die ARTE-Sendung “Metropolis” hat Redakteurin Cordula Echterhoff in Paris die libanesische ComickĂŒnstlerin Zeina Abirached (“Das Spiel der Schwalben”, avant-verlag) getroffen: “Eine Kindheit hinter SandsĂ€cken”. Der Beitrag kann hier auf Youtube angeschaut werden. Ein weiterer Fernsehbeitrag zu einer Graphic Novel wird am 5. November ausgestrahlt: WDR “Westart” hat mit dem deutschen Journalisten David Schraven gedreht, dessen Comic-Reportage ĂŒber den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, “Kriegszeiten”, im Carlsen Verlag erschienen ist: “DĂŒstere Zeichnungen aus Afghanistan”.

Graphic Novels in den Medien – 30. Juli 2013

Dienstag, den 30. Juli 2013

“Im wahrsten Sinne des Wortes ein diebisches VergnĂŒgen” erkennt Fritz Göttler in der heutigen Ausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung in “Die große Odaliske” von Bastien VivĂšs, Ruppert & Mulot (Reprodukt): “Schamlose Schwerelosigkeit”.

Zwei autobiografische Graphic Novels stellt Michael Brake in der tageszeitung vor: “Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) sowie “Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe (avant-verlag), wobei er sich gerade von der “grandiosen Familienbiographie” Weyhes angetan zeigt: “Die Sache mit der Salatgurke”.

“Ein vergnĂŒgliches Abenteuer mit erstaunlichem Tiefgang” ist “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason, wie Christoph Huber in der Presse aus Wien schreibt: “In der heiteren Strafkolonie”.

“17. Juni – die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahn, Tim Köhler, Max Mönch und Kitty Kahane (Metrolit) wurde kurz in der Badischen Zeitung vorgestellt: “Packende Geschichtsstunde”.

FĂŒr Hanspeter Ludwig ist “Die Amateure” von Brecht Evens (Reprodukt) “eine der Entdeckungen dieses Jahres”, wie er auf culturmag.de schreibt:  “Fesselnde BilderrĂ€tsel und Kunstzitate”.

An gleicher Stelle stellt Brigitte Helbling Mana Neyestanis “Ein iranischer Albtraum” (Edition Moderne) vor: “Ein „HĂ€?“ und seine Folgen”.

“Unedingt empfehlenswert” findet Andreas Platthaus “Hieran sollst Du ihn erkennen” von Jesse Jacobs und “Heimdall” von Max Baitinger (beide Rotopolpress), wie er auf seinem FAZ-Blog schreibt: “So entsteht die Welt, so vergeht sie”.

Graphic Novels in den Medien – 25. Juli 2013

Donnerstag, den 25. Juli 2013

Am vergangenen Wochenende wurden wie in jedem Jahr in San Diego am Rande der Comic-Con die Eisners-Awards verliehen, die als prestigetrĂ€chtigste Comic-Auszeichnungen Nordamerikas gelten. Verliehen wurden sie an viele auch hierzulande bekannte AutorInnen und Titel, darunter den Disney-Zeichner Don Rosa und – fĂŒr seine Richard Stark–Adaption “The Score” – Darwyn Cooke. Mit gleich vier TrophĂ€en wurde Chris Ware bedacht, dessen “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” bei Reprodukt vorliegt. FĂŒr den neuen Band “Building Stories” gingen die Auszeichnungen in den Kategorien “Best Writer/Artist”, “Best Graphic Album—New”, “Best Lettering” sowie “Best Publication Design” an den Chicagoer KĂŒnstler. Eine Übersicht ĂŒber die Gewinner in allen Kategorien gibt es hier.

“Eine durchgestyltere, frivolere, melancholischere, ĂŒberdrehtere und ĂŒberraschendere RĂ€uberpistole als Die große Odaliske hat man lange nicht gelesen.” Das schreibt Moritz Honert auf tagesspiegel.de in seinem Beitrag ĂŒber “Die große Odaliske” von Bastien VivĂšs und Ruppert & Mulot (Reprodukt): “Drei Engel fĂŒr Ingres”.

An gleicher Stelle stellt Andreas Hartung Riff RebÂŽs Adaption von “Der Seewolf” vor und fasst zusammen: “weniger Diskurs, aber tolle Bilder”: “Der böse Mann und das Meer”. Das Buch nach der Vorlage von Jack London erschien bei Splitter.

FĂŒr Michael Brake ist Luke Pearson (“Hilda und der Mitternachtsriese”, Reprodukt) “einer der weltweit interessantesten Comiczeichner”. Auf zeit.de portraitiert er den britischen Autoren: “Nichts vom Bullshit der Erwachsenen”. Passend dazu erschien in der tageszeitung ein Interview von Brake mit Pearson, das sich hier nachlesen lĂ€sst: “„Als Kind sah ich noch Riesen“”.

Eine “faszinierende Graphic Novel, die sich in der nahen Zukunft abspielt, aber die Gegenwart beleuchtet – unbehaglich, aber faszinierend” Das schreibt Christian Gasser in seiner Buchbesprechung von Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag) auf srf.ch, die ebenfalls im Rundfunk ausgestrahlt wurde: “Graphic Novel verknĂŒpft AlltĂ€gliches und Ausserirdisches”.

Im “Radiofeuilleton” bei Deutschlandradio Kultur stellte Frank Meyer “Auf dem Drahtseil” von James Vance und Dan E. Burr (Metrolit) vor: “Unsentimental und mit einiger HĂ€rte”.

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Über die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ägypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler ĂŒber den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder fĂŒr die neue Stadt”.

JĂŒrgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung ĂŒber “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), fĂŒr den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “große Saga eines Milieus und einer lĂ€ndlichen MentalitĂ€t”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der BanalitĂ€t, aber auch der LĂ€cherlichkeit des Bösen”, wie Katja LĂŒthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

AnlĂ€sslich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das große Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind erschĂŒtternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfĂ€llt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose ErzĂ€hlung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer frĂŒheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur StĂŒckwerk, das nicht zusammengeht.”: “PrĂŒgeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

Graphic Novels in den Medien – 15. April 2013

Montag, den 15. April 2013

Auf Spiegel Online stellt Hannah Pilarczyk den Autoren Luke Pearson vor, dessen “Hilda und der Mitternachtsriese” nun auch auf deutsch bei Reprodukt erschienen ist: “Gestatten, Welteroberin!” Ihr ResĂŒmĂ©e: “Die kleine Hilda ist die Heldin eines der schönsten Comics der vergangenen Jahre.”

Gleich zwei Graphic Novels und ihre AutorInnen wurden kĂŒrzlich in der tageszeitung vorgestellt: Amadeus Ulrich besuchte Marijpol in ihrem Hamburger Atelier, um mit ihre ĂŒber “Schwere Kost aus Altona” zu sprechen. Denn die Drastik des Dargestellten in ihrem Buch “Eremit” scheinen beim Autor des Artikels Spuren hinterlassen zu haben. Dass in Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgte Junge der Welt” auch Humor eine wichtige Rolle spielt, stellt Katja LĂŒthge heraus: “Anruf vom unbekannten Vater”.

Eine “kongeniale Adaption” erkennt Lars von Törne auf tagesspiegel.de in Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp), die heute in die LĂ€den kommt: “FlĂŒstern und Schreien”.

Wie Boris Kunz fĂŒr das Titel Magazin schreibt, ist Joe Dalys “Doppeltes GlĂŒck mit Rotem Affen” (avant-verlag) ein Comic, “der sich zwar nicht ernst nimmt, aber nicht in bloßes Zitieren und Herumalbern ausartet.” Hier geht es zum Artikel.

FĂŒr die Wiener Presse stellt Cristoph Huber Paco Roca und seinen Band “Der Winter des Zeichners” (Reprodukt) vor: “melancholisch und bestĂŒrzend aktuell”. Der Artikel kann hier nachgelesen werden: “Der Aufstand der Zeichner”.

“Ich war immer von dunklen Geschichten fasziniert” sagt Lukas JĂŒliger im GesprĂ€ch mit Sören Sgries, der den Autor von “Vakuum” (Reprodukt) fĂŒr die Rhein-Neckar-Zeitung interviewte.

Ein weiteres Autorenportrait erschien im Gießener Anzeiger, denn die “Comic-Zeichnerin Elke Steiner stellt ihre Arbeit am Werk „Die anderen Mendelssohns“ vor”. Darin wird es um Carl Mendelssohn Bartholdy, Sohn des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gehen.

In der Kultursendung “Fidelio” auf hr2 war kĂŒrzlich Simon Schwartz zu Gast, um ĂŒber seine Arbeit an seinem Buch “Packeis” (avant-verlag) zu sprechen. Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

Graphic Novels in den Medien – 14. Februar 2014

Donnerstag, den 14. Februar 2013

Anfang der Woche fand in Berlin die Veranstaltung “Books at Berlinale” statt, bei der zehn ausgewĂ€hlte BĂŒcher mit Verfilmungspotenzial Produzenten und Finanziers vorgestellt wurden. Katja LĂŒthge stellt in der Frankfurter Rundschau heraus, dass in diesem Jahr mit “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) “Jetzt auch Graphic Novels” vertreten waren.

Bereits am 6. Februar stellte Christian SchlĂŒter in “Die große Ansteckung” ebenfalls in der Frankfurter Rundschau drei aktuelle politische Comics vor, deren FĂ€higkeit, das “totalitĂ€ren Erbe des 20. Jahrhunderts” in Bilder zu fassen, er hervorhebt: “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters“ von Li Kunwu und Philippe OtiĂ© (Edition Moderne), “Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag) sowie “Berichten aus Russland” von Igort (Reprodukt).

In der heutigen Ausgabe der tageszeitung stellt Amadeus Ulrich “Vakuum” von Lukas JĂŒliger vor: “Ockerfarbene Jugend”. Er resĂŒmiert: “Lukas JĂŒliger ist mit Vakuum ein grandios dĂŒsterer Comicroman ĂŒber das Erwachsenwerden gelungen.” Ähnlich fĂ€llt das Urteil zum Buch in der heute erschienenen Ausgabe des Stern aus, wo das Buch fĂŒr “in seiner erzĂ€hlerischen Wucht so gekonnt wie überraschend” befunden wird.

Graphic Novels in den Medien – 3. Januar 2013

Donnerstag, den 3. Januar 2013

Am gestrigen Mittwoch erschien in der SĂŒddeutschen Zeitung ein Beitrag von Christoph Haas ĂŒber den 2012 verstorbenen Comic-Autors Moebius: “Space Cowboy”. Anlass dazu ist die Veröffentlichung von “Arzak – Der Raumvermesser” (Ehapa Comic Collection), zu dem er bemerkt: “Der Raumvermesser ist das wĂŒrdige VermĂ€chtnis eines Giganten der Neunten Kunst.” Auch die weiteren bei Cross Cult und Splitter erschienenen BĂ€nde lĂ€sst Haas nicht unerwĂ€hnt.

Wie Reiner Metzger in der tageszeitung schreibt, ist einem Reportage-Comic wie “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmester (Carlsen) eine große Leserschaft zu gönnen, damit auch in Zukunft solche Projekte entstehen können: “Die Bilder, die fehlen”.

Christian Gasser stellt in seiner Besprechung von Anders Nilsens “Große Fragen” (Atrium) in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung (“Grosse Fragen, kleine Antworten”) fest, dass man dem Buch seine lange Entstehungszeit durchaus anmerkt. “Wer sich dennoch auf Anders Nilsens mehrfach gebrochene und gespiegelte und ins Surreale oder gar Phantastische abdriftende Reflexion philosophischer Grundfragen einlĂ€sst, wird reich belohnt. Nicht mit Antworten, aber mit umso mehr Anregungen und vor allem einem ungewöhnlichen Blick auf uns selber.”

In ihrer Buchvorstellung “Bilderrausch” der Schnitzler-Adaption “Die Traumnovelle” von Jakob Hinrichs (Edition BĂŒchergilde) bemerkt Zita Bereuter auf fm4.orf.at, dass man den Comic ohne die Vorlage zu kennen, nicht ganz verstehen wĂŒrde. Praktischerweise findet sich der Originaltext ebenfalls im Buch.

AusfĂŒhrlich stellt Erik Wenk auf tagesspiegel.de die zwei bei Reprodukt erschienenden BĂ€nde “Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UDSSR)” und “Berichte aus Russland (Der vergessene Krieg im Kaukasus)” von Igort vor. Sein ResumĂ©e: “grafisch beeindruckende und inhaltlich bestĂŒrzend”, wie er in “Ein postsowjetischer ArchĂ€ologe” schreibt.

An gleicher Stelle stellt Christian Endres “Atar Gull oder das Schicksal eines vorbildlichen Sklaven” von Fabien Nury und BrĂŒno (avant-verlag) vor, dem er attestiert, “mit prĂ€gnanten Dialogen, hĂŒbschen Zeichnungen, abwechslungsreichen Seitenaufteilungen und immens stimmungsvollen Farben” zu zeigen, dass der grĂ¶ĂŸte Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist: “Der Preis der Rache”.

Bereits am 19. Dezember starb der japanische Comic-Autor Keiji Nakazawa, dessen “Barfuß durch Hiroshima” auf deutsch bei Carlsen erschienen ist. Nachrufe finden sich unter anderem von Stefan Pannor auf Spiegel Online (“Zeichnen, um zu ĂŒberleben”) und von Lars von Törne auf tagesspiegel.de (“Keiji Nakazawa 1939-2012″).

“Selbst mit den TĂ€tern hatte sie Mitleid”

Montag, den 26. November 2012

Am vergangenen Samstag besprach Christoph Haas in der tageszeitung “Berichte aus Russland” von Igort (Reprodukt), in dem der italienische Autor unter anderem der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja nachspĂŒrt. Haas stellt darin auch die QualitĂ€t journalistischer Comics heraus, die sich oft durch eine IntensitĂ€t auszeichnen, die in der tĂ€glichen Bilderflut abhanden kommt.

Besonders der Comic Igorts ist fĂŒr Haas dafĂŒr ein gutes Beispiel, gelinge es ihm doch zum Beispiel auch durch seine bedachte Art der Darstellung, den Opfern WĂŒrde zurĂŒck zu geben. Zum Artikel gelangt man hier: “Selbst mit den TĂ€tern hatte sie Mitleid”.

Graphic Novels in den Medien – 20. November 2012

Dienstag, den 20. November 2012

Bereits am Freitag vergangener Woche stellte Christian Gasser in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung “Hicksville” von Dylan Horrocks (Reprodukt) vor. In “Die Grösse, Magie und ErbĂ€rmlichkeit der Comics” resĂŒmiert er: “In einer Zeit, in der sich der Comic unter dem neudeutschen Gattungsbegriff «Graphic Novel» auch hierzulande eine neue RespektabilitĂ€t und eine breite erwachsene Leserschaft erschliesst, bietet «Hicksville» den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern einen anregenden Streifzug durch den vielfĂ€ltigen und widersprĂŒchlichen Kosmos der gezeichneten Geschichten.”

In der gestrigen Ausgabe druckte die tageszeitung ein ausfĂŒhrliches Interview von Michael Brake mit dem aus Schottland stammenden Comic-Autoren und Cartoonisten Tom Gauld ĂŒber sein Buch “Goliath” (Reprodukt) ab. Neben den BeweggrĂŒnden, sich auf humorvolle Art mit einer biblischen Vorlage zu befassen, verrĂ€t Gauld hier auch, wohin er mit einer Zeitmaschine reisen wĂŒrde: “„Die Bibel ist so einseitig“”.

Als “einen der herausragenden Comicromane des Jahres” bezeichnet Lars von Törne auf tagesspiegel.de “Rosalie Blum” von Camille Jourdy (Reprodukt). Er zeigt sich vor Allem von Jourdys so differenziert wie mit viel Humor und WĂ€rme dargestellten Charakteren angetan, wie er “Die Leidenschaft des Friseurs” in schreibt.

In seinem FAZ-Blog stellt Andreas Platthaus den Abenteuercomics “Atar Gull” von Fabien Nury und BrĂŒno (avant-verlag) vor, der es ihm sichtlich angetan hat. FĂŒr ihn ist die Adaption des gleichnamigen Romans aus dem frĂŒhen 19. Jahrhundert ein einziges “LesevergnĂŒgen”: “Die Rache eines Sklaven”.

“Auf der weißen Linie”

Donnerstag, den 8. November 2012

Passend zur heutigen Release-Party im Hamburger Comic-Laden Strips & Stories hat Amadeus Ulrich den Illustrator und Comic-Autoren Calle Claus in seinem Atelier besucht und darĂŒber in der tageszeitung geschrieben: “Auf der weißen Linie”. Darin erfĂ€hrt man Einiges das neue Buch “White Line Fever” (Edition 52), dessen Entstehung ĂŒber sechs Jahre und dass der Autor bereits an einem neuen Buch arbeitete – einem Jugendroman.

Die Buchvorstellung beginnt heute Abend um 19 Uhr. daran tritt der Hamburger Musiker Felix Gebhard auf. Der Eintritt ist frei.

Strips & Stories, Seilerstraße 40, D-20349 Hamburg
email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de

Comics in den Medien – 15. Oktober 2012

Montag, den 15. Oktober 2012

In den vergangenen Tagen wurden Comics wieder hĂ€ufig in den Medien vorgestellt und besprochen. Ein Anlass dabei war natĂŒrlich die Frankfurter Buchmesse, die gestern zuende ging. So berichtete boersenblatt.net kurz ĂŒber die Comic-Szene im diesjĂ€hrigen Gastland Neuseeland, wobei sie auf eine BroschĂŒre just zu diesem Thema verweisen, die auf der Website des Comic-Autoren Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) zum Download bereit steht: “Unbekannte Bekannte”.

Mit Dylan Horrocks sprach Lars von Törne fĂŒr den Tagesspiegel. Eine ausfĂŒhrliche Version des Interviews lĂ€sst sich online nachlesen. Darin erzĂ€hlt Horrocks von “Hicksville”, deprimierener Arbeit an Superhelden-Comics, der neuseelĂ€ndischen Comic-Szene und woran er derzeit arbeitet: “‘Der Rest der Welt ist aufgewacht’”.

“Großes diplomatisches Theater” erkennt Katja LĂŒthge in der tageszeitung in Christophe Blains und Abel Lanzacs “Quai D’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) und fragt sich, ob man “angesichts dieses wunderbaren prĂ€zis-maliziösen Blicks auf das diplomatische Theater und seiner Darsteller (…) eher Lachen oder Weinen sollte”, und konstatiert, dass der Band sich in Frankreich “zu Recht (…) als Überraschungserfolg erwiesen und bisher ĂŒber 300.000-mal verkauft” hat.

“Stefan Zweig hĂ€tte diesen – jawohl Comic – gemocht: Er ist ein Kunstwerk.” wird auf ndr.de der Beitrag ĂŒber “Die letzten Tage von Stefan Zweig” (Jacoby & Stuart) von Laurent Seksik und Guillaume Sorel abgeschlossen: “Herrlich detailliert und großzĂŒgig platziert fließen Guillaume Sorels Tusche-Bildstrecken durch diese bedrĂŒckende Geschichte.” Zum Beitrag geht es hier.

Der Band “Vertraute Fremde” des japanischen Autors Jiro Taniguchi (Carlsen) ist nicht nur hierzulande mit Comic-Preisen bedacht worden, darĂŒber hinaus gab es vor einigen Jahren eine Spielfilm-Umsetzung, die in den deutschen Kinos lief. Nun wurde eine Hörspielfassung des Manga im ndr ausgestrahlt. HintergrĂŒnde erfĂ€hrt man auf der hauseigenen Website, wo das rund 82minĂŒtige Werk auch nachgehört werden kann. DarĂŒber schrieb auch knapp Stefan Fischer in der SĂŒddeutschen Zeitung: “Zug zurĂŒck”.

“Die dichte ErzĂ€hlung, die verspielten Zeichnungen und die warme Farbgebung machen “Portugal” zu einer der besten Comic-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre” schreibt Markus Lippold auf n-tv.de ĂŒber das Buch von Cyril Pedrosa, das bei Reprodukt erschienen ist: “Geh aus, mein Herz – nach Portugal”.

Auf seinem Comic-Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte Andreas Platthaus in den vergangenen Tagen zwei BĂ€nde vor: Wie er in seinem Beitrag ĂŒber den jĂŒngst erschienenen Band “S.” (Reprodukt) herausstellt, sorgt dessen Autor Gipi immer wieder fĂŒr gehobenes LesevergnĂŒgen – “als schickte da jemand einen Sturmwind ins behĂ€bige europĂ€ische Comic-ErzĂ€hlen”: “Ein Vater namens S.”.“Reineke Fuchs, das Raubtierluder, aus weiblicher Sicht” steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der Anthologiereihe “Spring”, worĂŒber Platthaus im zweiten neuen Beitrag schreibt. FĂŒr ihn zeigt das “vitale Bilderbuch”, dass “dieser schlaue, freche Fuchs (…) unverĂ€ndert aktuell” ist.

“Eine Totenstadt in Ägypten”

Samstag, den 6. Oktober 2012

Waldemar Kesler hat sich in der “taz” mit der “Chronik einer verschwundenen Stadt” (avant-verlag) beschĂ€ftigt, einer “LiebeserklĂ€rung” des KĂŒnstlerpaars Dibou und Golo an die untergegangene Ă€gyptische Ortschaft Qurna. Die beiden Franzosen hatten mehrere Jahre in dem auf einem altĂ€gyptischen GrĂ€berfeld gelegenen Dorf nahe Luxor gelebt. Als Dokumentation der Zerstörung Qurnas durch die “korrupte und skrupellose AltertĂŒmerverwaltung” sei der Comic wichtig und gelungen, befindet der Autor in seinem Beitrag “Eine Totenstadt in Ägypten”. Allerdings kehrt Waldemar Kesler auch heraus, dass “Chronik einer verschwundenen Stadt” bei ihm einen “faden Beigeschmack” hinterlasse, da die Autorin Dibou “die Arroganz der Kultur, der sie den RĂŒcken gekehrt hat, nicht abstreifen” könne.

Comics in der Presse – 10. September

Montag, den 10. September 2012

“HĂŒhner, Porno, SchlĂ€gerei” – Sophia Martinecks im avant-verlag erschienenes Debut stellte zdf.kultur in einem Videobeitrag vor, der oben zu sehen ist.

Als “gemalte Hymne ans Fernweh” bezeichnet Moritz Honert das Reisetagebuch “Reise zum Kerguelen-Archipel” von Emmanuel Lepage in seiner Besprechung auf tagesspiegel.de: “Der mittelalte Mann und das Meer”.

In der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft ver.di, publik, stellt Oliver Ristau “Im Land der FrĂŒhaufsteher” von Paula Bulling (avant-verlag) vor.

Noch im August befasste sich die tageszeitung mit “Berlin – Geteilte Stadt” von Sabine Buddenberg und Thomas Henseler (avant-verlag). Waldemar Kesler empfiehlt den Band als UnterrichtslektĂŒre: “Familie im Osten, Schule im Westen”.

Aktueller Buchtipp des Online-Magazins afrika-live.de ist der Band “Kililana Song – Eine Kindheit in Kenia” von Benjamin Flao (Schreiber & Leser).

Im Online-Feuilleton titel-magazin.de befasst sich Christian Neubert mit drei BĂŒchern aus dem Programm des Berliner Verlags Jacoby & Stuart: “Editorische Grauzonen und randstĂ€ndige Themen”. Auch wenn er alle BĂ€nde fĂŒr empfehlenswert hĂ€lt, mag er das Label Graphic Novel doch nur fĂŒr den Band “Rosa Winkel” von Michel Dufranne und Milorad Vicanovic gelten lassen.  Sein ResĂŒmĂ©e: “Es scheint, als ob der Begriff nicht nur dafĂŒr taugt, um hierzulande den Comic als Kunstform zu etablieren, sondern auch dafĂŒr, um Werke, die man nur schwer einer Schublade zuordnen kann, mit einem verkaufsfördernden PrĂ€dikat zu versehen. Schön, wennÂŽs funktioniert.”

“Jagd auf die letzte Margarita”

Sonntag, den 29. Juli 2012

FĂŒr die “tageszeitung” vom 28.07. hat Elise Graton das jĂŒngste Buch von Aisha Franz gelesen. “Brigitte und der Perlenhort” (Reprodukt) – einer ungewöhnlichen Agentengeschichte, die die Berliner Comiczeichnerin zunĂ€chst in vier selbstverlegten Heften vorgelegt hatte – bescheinigt die “taz”-Rezensentin “munter”, “charmant und witzig” zu sein, und dabei reich an “unerwarteten Anspielungen”.

Der Artikel “Jagd auf die letzte Margarita” berichtet zudem von Aisha Franz’ “Brigitte”-Lesung in der Berliner Buchhandlung Ocelot Anfang Juli.

“Klassenkampf und Kinderspiele” – Baru in der taz

Sonntag, den 22. Juli 2012

Christoph Haas hat fĂŒr die Wochenendbeilage der taz die 2012 erschienenen BĂ€nde “Schönes neues Jahr” (Edition 52) und “Die Sputnik-Jahre” (Reprodukt) des französischen ComickĂŒnstlers Baru besprochen, der “hierzulande noch als großer Stilist und FĂŒrsprecher der Marginalisierten zu entdecken” sei. Mit “Schönes neues Jahr” (drei Kurzgeschichten aus Barus FrĂŒhzeit) und den ursprĂŒnglich 2003 in vier BĂ€nden erschienenen Kindheitserinnernungen “Die Sputnik-Jahre” liegen nun zwei neue BĂ€nde von Baru auf Deutsch vor.

Besonders beeindruckt ist Haas von Barus Zeichenstil in “Die Sputnik-Jahre”: “Die sanfte Farbigkeit steht in reizvollem Kontrast zur karikaturistischen, von JosĂ© Muñoz und Jean-Marc Reiser beeinflussten Figurendarstellung, und der fließende Wechsel von konventioneller zu freier Seitenaufteilung zeugt von einem gleich großen Sinn fĂŒr Dramaturgie und den ökonomischen Einsatz spektakulĂ€rer Mittel. Als FĂŒrsprecher der Marginalisierten kann man Baru schĂ€tzen, als Stilisten muss man ihn bewundern.” “Klassenkampf und Kinderspiele.”

“In die Spiderman-Ecke geschoben”

Freitag, den 18. Mai 2012

In der heutigen Ausgabe der “tageszeitung” findet sich ein ausfĂŒhrliches Interview mit dem in Hamburg lebenden Comic-Autoren Simon Schwartz, dessen neues Buch “Packeis” (avant-verlag)fĂŒr den Max- und Moritz-Preis nominiert ist. Im GesprĂ€ch mit Ilka KreutztrĂ€ger geht er auf die HintergrĂŒnde von “Packeis” ein, der Geschichte des inoffiziellen Nordpol-Entdeckers Matthew Henson, seine Recherche und was ihn an dem Stoff fasziniert.

DarĂŒber hinaus Ă€ußert sich Schwartz zur Etablierung von Comics als Kunstform, deren Bandbreite immer mehr wahrgenommen und goutiert wird, obwohl sie teilweise noch immer “In die Spiderman-Ecke geschoben” werden.

“Entdeckungsreisen mit feinem Blick”

Samstag, den 28. April 2012

FĂŒr die “taz” vom 28. April hat Katja LĂŒthge einen Artikel ĂŒber Guy Delisle und seine Reportagecomics geschrieben, mit dem Fokus auf “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (Reprodukt), dem neuesten Buch des Frankokanadiers.

Entdeckungsreisen mit feinem Blick

Angstfrei auch in komplizierten Gegenden: Guy Delisle und seine “Aufzeichnungen aus Jerusalem”

Die Nahrungsaufnahme ist ein unbestrittenes GrundbedĂŒrfnis des Menschen. Die Esskulturen, die sich um diesen Akt gebildet haben, variieren jedoch erheblich. Es gibt religiöse, politische, gesundheitliche, ethische, soziale, jahreszeitliche, hygienische, traditionelle, moralische, nachvollziehbare und idiosynkratische GrĂŒnde, die fĂŒr oder gegen den Konsum bestimmter Dinge sprechen. Keines dieser Kriterien scheint fĂŒr Guy Delisle zu gelten. Wie in seinen tagebuchartigen Comics “Shenzhen”, “Pjöngjang”, “Aufzeichnungen aus Birma” und “Aufzeichnungen aus Jerusalem” nachzulesen ist, nĂ€hert sich der weitgereiste kanadische Zeichner mit erstaunlicher Offenheit den jeweiligen Speisegepflogenheiten. mehr

“Die menschliche Webcam “

Samstag, den 31. MĂ€rz 2012

In der “taz” vom 31. MĂ€rz schreibt Waldemar Kesler ĂŒber “Omni-Visibilis” von Szenarist Lewis Trondheim und Zeichner Mathieu Bonhomme (Salleck Publications). Der Autor folgert, “Omni-Visibilis” sei “der beste Beweis dafĂŒr, wie scharfsinnig die derbe Komik der Burleske sein kann, wenn ihr ein virtuoser Autor wie Trondheim den richtigen Rahmen verpasst”.

Die menschliche Webcam

Der französische Autor Lewis Trondheim arbeitet fĂŒr die grafische ErzĂ€hlung “Omni-Visibilis” erstmals mit einem realistischen Zeichner zusammen. Das Experiment ist auf ganzer Linie geglĂŒckt

Lewis Trondheim gehört als Comiczeichner und -szenarist zu den Erfolgreichsten seines Fachs. 2006 erhielt er fĂŒr seinen Beitrag zur Kunst des Comics den Grand Prix de la Ville d’AngoulĂȘme. Sein Blick auf die Menschen und ihr Treiben ist ebenso desillusioniert wie belustigt. Im Alltagskolorit (wie in der Reihe “Die erstaunlichen Abenteuer von Herrn Hase”) oder im historischen Gewand (wie im Comicroman “Insel Bourbon 1730″) zeichnet er Fabeln, in denen sich die anthropomorphisierten Tiere entweder wie tumbe Berserker oder kindsköpfige HanswĂŒrste gebĂ€rden. mehr

“Zeitreisen und legale Auftragsmorde”

Samstag, den 24. MĂ€rz 2012

In der “tageszeitung” vom 24. MĂ€rz versucht Michael Brake, den norwegischen Comicautor Jason und  dessen jĂŒngste deutsche Veröffentlichung “Ich habe Adolf Hitler getötet” (Reprodukt) zu ergrĂŒnden. Die geradezu “soghafte Lakonie” des Bandes hat ihn dabei mehr fasziniert als das Motiv der Zeitreise oder Hitler.

Zeitreisen und legale Auftragsmorde

Pop oder Pulp? “Ich habe Adolf Hitler getötet” – der neue Comic des norwegischen Autors Jason

Zeitreisen sind immer ein tolles ErzĂ€hlmotiv, werfen sie doch einen Batzen storytreibender Elemente und hochphilosophischer Fragen ab: Die Begegnung von Menschen aus verschiedenen Epochen etwa, super geeignet fĂŒr Gesellschaftskritik oder lustige MissverstĂ€ndnisse. Dann die Frage nach der VerĂ€nderbarkeit der Geschichte, die Bedeutung des Schmetterlingseffektes, laut dem kleinste VerĂ€nderungen im FrĂŒher einen Rieseneinfluss auf das Heute haben können, dazu wunderschöne Paradoxien (darf ich meine eigenen Großeltern erschießen?) und natĂŒrlich diverse Parallelwelt- und “Was wĂ€re, wenn”-Gebilde.

Mit Parallelwelten kennt sich der norwegische Comicautor Jason aus. mehr

“Eine riesige Narbe am Hals”

Donnerstag, den 15. MĂ€rz 2012

Katja LĂŒthge schreibt heute im Berlin-Teil der “taz” ĂŒber “Stiche” und die Buchvorstellung von David Small am vergangenen Dienstag im Saint George’s Bookshop in Berlin-Prenzlauer Berg.

Eine riesige Narbe am Hals

Der US-amerikanische Zeichner und Autor David Small stellte “Stiche” vor, eine autobiografische Graphic Novel. Darin verhandelt er auf bewegende Weise, wie er als Kind Zuwendung nur ĂŒber medizinische Behandlung erfuhr

Wohl noch nie hatten wir nach dem Lesen eines Buchs den einen innigen Wunsch: den Autor ganz fest in die Arme zu schließen und nie wieder loszulassen. Nicht, dass die Hoffnung auf Linderung seiner erlittenen Misshandlungen bestĂŒnde, aber die autobiografische Graphic Novel “Stiche” des US-amerikanischen Illustrators und Autors David Small erzeugt eine bodenlose Traurigkeit, die nach irgendeiner Form von Trost schreit. In bisweilen skizzenhaft anmutenden schwarzgrauen Bildern erzĂ€hlt Small dort von den Zumutungen seiner Kindheit und Jugend in den 50er und 60er Jahren in Detroit. mehr