Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Thomas Henseler’

Graphic Novels in den Medien – 18. Juni 2013

Dienstag, den 18. Juni 2013

Am gestrigen 17. Juni jĂ€hrte sich der DDR-Volksaufstand zum sechzigsten Mal. In der ARD-”Tagesschau” wurden zu dem Thema Aufnahmen aus dem Bundestag mit einer Buchvorstellung des Bandes “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane (Metrolit) gegengeschnitten.

Jenes Buch ist auch Anlass fĂŒr Lars von Törne auf tagesspiegel.de noch zwei weitere Titel mit historischem Bezug vorzustellen: “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) sowie „Das Land, das es nicht gibt“ von Peter “Auge” Lorenz (jaja verlag): “Eine Liebe im Schatten der Panzer”.

“Wie man den HeckenschĂŒtzen entkommt” wird von Zeina Abirached in ihrem autobiografischen Band “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) auch thematisiert. Damit betitelt ist Markus Lippolds Beitrag ĂŒber den Band auf n-tv.de.

Im SaarlĂ€ndischen Rundfunk berichtete Tilla Fuchs vom Comic-Symposium in SaarbrĂŒcken. Der Beitrag lĂ€sst sich hier nachhören: “Comics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel“.

“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) stellt Katrin Ohlendorf auf DRadio Wissen vor. Der Beitrag lĂ€sst sich hier nachlesen und -hören.

 

Graphic Novels in den Medien – 14. Juni 2013

Freitag, den 14. Juni 2013

In der Magazinsendung “Theodor” im rbb wurde kĂŒrzlich “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane vorgestellt.

In der SĂŒddeutschen Zeitung stellte Christoph Haas Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor – und ist voll des Lobes: “Ein Netz namens Beirut”.

Marijpol hat sich fĂŒr das Magazin Intro mit Redaktuer Bastian KĂŒllenberg ĂŒber ihr neuens Buch “Eremit” (avant-verlag) unterhalten. Der Artikel lĂ€sst sich hier nachlesen: “Comic: Autorin und Zeichnerin Marijpol im GesprĂ€ch”.

Zwei Krimis werden in der Badischen Zeitung vorgestellt – und mit Lob bedacht: Darwyn Cookes Richard Stark-Adaption “Hunter” (Eichborn), sowie “The Homeland Directive” Robert Venditti und Mike Huddleston (Carlsen): “Finsterer Krimi” – “Furioser Thriller”.

Die Veröffentlichung von “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) und die Veranstaltung in der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer war Thema in der Berliner Presse. So berichtet Roxane Meger fĂŒr die Berliner Morgenpost: “Berliner KĂŒnstler erzĂ€hlen Flucht aus der DDR in einem Comic” und Moritz Honert fĂŒr den Tagesspiegel: “Berliner Fluchthelfer kommt ins Comic”.

Auf tagesspiegel.de schreibt Nadine Lange ĂŒber den “Mann, der John Lennon WĂ€nde anstreichen ließ”, bzw. das Buch “Liverfool” von Damien Vanders und Gihef ĂŒber den Clubbesitzer Allan Williams.

“Die Superhelden haben mich nicht befriedigt” sagt Comic-Autor David Boller der schweizer Zeitung Blick. Anlass ist die Veröffentlichung seines autobiografischen Bandes “Ewiger Himmel” (Zampano).

In der Sendung “NDR Kultur” zeigte der Comic-Autor Max (“Bardin, der Superrealist”, Reprodukt) “Wie eine Graphic Novel entsteht …”. ErgĂ€nt wird der online nachlesbare Bericht von Claudio Campagna um eine Bildergalerie, in der die verschiedenen Stadien der Entstehung eines Comics gezeigt werden.

Über das Symposium zum Thema “Autorencomics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel” an der HBK Saar berichtet Tobias Kessler fĂŒr die SaarbrĂŒcker Zeitung: “International besetztes Comic-Symposium und Ausstellung an der HBK”.

Eine ganze Reihe von BeitrĂ€gen ĂŒber Comics wurden zuletzt im Deutschlandfunk ausgestrahlt: So stellte Tabea Soergel die “Graphic Novel ĂŒber einen Serienmörder”“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) vor. Jens Balzer befasste sich mit Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp): “Krach des Krieges in Bildern”. Unter anderem die Comiczeichner Isabel Kreitz und Luke Pearson kommen im Beitrag von Dirk Schneider ĂŒber die Graphic Novel Tage in Hamburg  zu Wort: “Comics zum Nachdenken”. Mit den norwegischen Autoren Steffen Kverneland und Lars Fiske unterhielt sich Kai Löffler ĂŒber deren KĂŒnstlerbiografien “Munch” und “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag).

“Tunnel 57″ – Comic und Unterrichtsmaterialien

Donnerstag, den 6. Juni 2013

Im Verlag Ch. Links ist “Tunnel 57 – Eine Fluchtgeschichte als Comic” von Thomas Henseler und Susanne Buddenberg erschienen, die neben der Comicgeschichte weitere Materialien fĂŒr den Schulunterricht enthĂ€lt.

Anhand von Zeitzeugeninterviews, Originalfotos und Dokumenten haben die Comic-Autoren die Ereignisse um den legendĂ€ren Fluchttunnel unter der Bernauer Straße detailgetreu rekonstruiert und grafisch umgesetzt. Ein Beitrag zu den historischen HintergrĂŒnden weitet den Blick auf das Fluchtgeschehen, Interviews mit einem Fluchthelfer und seiner geflĂŒchteten Freundin veranschaulichen die Ereignisse aus deren Perspektive. ErgĂ€nzende Materialien fĂŒr den Schulunterricht vertiefen die Thematik.

Hier gibt es eine Leseprobe aus dem Band

Am kommenden Montag, dem 10. Juni 2013 wird ein PressegesprÀch in der GedenkstÀtte Berliner Mauer geben. Beginn ist um 11 Uhr.

Comic-Lesungen im Grenzlandmuseum Eichsfeld

Mittwoch, den 14. November 2012

Als Teil der noch bis kommenden Freitag laufende, 44. Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche, ausgerichtet von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, werden Thomas Henseler und Susanne Buddenberg ihre BĂŒcher “Grenzfall” und “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) vorstellen.

Am Freitag steht um 11:30 Uhr zunĂ€chst “Grenzfall” im Mittelpunkt, in der nĂ€chsten Veranstaltung um 15:30 Uhr dann “Berlin – Geteilte Stadt”. Nach EinfĂŒhrung in Buch und Thema werden Thomas Henseler und Susanne Buddenberg in beiden FĂ€llen BĂŒcher signieren. Der Eintritt ist fĂŒr beide Termine frei.

Grenzlandmuseum Eichsfeld, DuderstĂ€dter Straße 5-7, D-37339 Teistungen
www.grenzlandmuseum.de

“Tunnel 57″ – Comic-Austellung im U-Bahnhof Bernauer Str., Berlin

Sonntag, den 30. September 2012

 

Ab dem 3. Oktober wird auf dem GedenkstĂ€ttengelĂ€nde vor dem U-Bahnhof Bernauer Straße / Ecke Brunnenstraße in Berlin die Plakatausstellung „Tunnel 57 – Geschichte im Untergrund“ eröffnet. Im U-Bahnhof Bernauer Straße zeigen Sabine Buddenberg und Thomas Henseler (“Berlin – Geteilte Stadt”, avant-verlag) die Geschichte des “Tunnel 57″ als Comic.

Der eigentliche Schauplatz der Handlung von 1964 liegt in unmittelbarer NĂ€he zum Ausstellungsort. Die Comicautoren Thomas Henseler und Susanne Buddenberg erzĂ€hlen aus der Perspektive eines Fluchthelfers von den Vorbereitungen auf West-Berliner Seite, vom Graben des Tunnels nach Ost-Berlin, von der Tunnelöffnung und der glücklich verlaufenden Flucht am ersten Tag sowie von den dramatischen Ereignissen am zweiten Tag der Tunnelflucht, die schwerwiegende Folgen haben sollten …
Grußworte sprechen Dr. Axel Klausmeier von der Stiftung Berliner Mauer und Dr. Sabine Roß von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Es wird ein GesprĂ€ch mit den  Susanne Buddenberg und Thomas Henseler geben, das Dr. Maria Nooke von der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer fĂŒhren wird. Buddenberg und Henseler fĂŒhren im Anschluss mit den Zeitzeugen Hubert Hohlbein, Ralph Kabisch und Dr. Peter Schulenburg in die Ausstellung ein.

“Berlin – Geteilte Stadt” im Nachtmagazin

Dienstag, den 14. August 2012

Am gestrigen Montag wurde im “Nachtmagazin” der ARD ein Beitrag zu Susanne Buddenbergs und Thomas Henselers “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) ausgestrahlt, der sich in der ARD-Mediathek ansehen lĂ€sst.

Graphic Novels in den Medien – 13. August 2012

Montag, den 13. August 2012

In der heutigen Ausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung stellt Christoph Haas “MachÂŽs gut, Chunky Rice” von Craig Thompson (Reprodukt) vor. Gerade die Umsetzung der Geschichte in Zeichnungen hat es dem Rezensenten angetan, sie sind fĂŒr ihn “ein reines VergnĂŒgen”: “Schildkröterich tut, was er tun muss”.

Ebenfalls heute schreibt Waldemar Kesler in der Welt ĂŒber “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag). Wie Kesler darlegt, lag es fĂŒr David B. nah, sich diesem Thema zu widmen, da Krieg und Zerstörung bereits wichtige Motive seiner Comics sind: “Heilige Krankheit, Heiliger Krieg”.

Wie bereits berichtet, prĂ€sentieren heute Susanne Buddenberg und Thomas Henseler ihr Buch “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) in der Berliner Buchhandlung ocelot. Weiterhin sorgt das Buch fĂŒr umfangreiches Presseecho. So schreibt Markus Lippold fĂŒr n-tv.de: “Als die Mauer den Schulweg versperrte”. Dort prĂ€sentiert er das Buch anhand einiger Biografien, die darin aufgegriffen werden und kommt zum Schluss, “Berlin – Geteilte Stadt” liefere “Interessante Details und neue Perspektiven”. “Ein Comic-Strip ĂŒber die Berliner Mauer” betitelt Christoph Richter seinen Beitrag auf der Website der Deutschen Welle dw.de, in dem er das Buch darĂŒber hinaus als Lehrmaterial und ReisefĂŒhrer empfiehlt. Auch das “BĂŒchermagazin” auf radio eins stellte das Buch vor. Der Beitrag kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

FĂŒr das Kulturmagazin “Corso” des Deutschlandfunks unterhielt sich Yvonne Weidel mit dem in Berlin lebenden Zeichner Blexbolex. Unter anderem kommt das GesprĂ€ch auch auf “Niemandsland”, dem zuletzt bei Jacoby & Stuart erschienenen Buch: “Ironie erlaubt mir eine gesunde Distanz zu meinen Geschichten”

“Nah dran an den Geschichten”

Freitag, den 10. August 2012

Am kommenden Montag, dem 13. August, stellen Susanne Buddenberg und Thomas Henseler ihren Band “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) in der Buchhandlung ocelot, not just another bookstore vor.

Vorab standen die beiden dem blog von ocelot schon einmal Rede und Antwort und stimmen auf die Lesung ein: “Nah dran an den Geschichten”.

Beginn ist um 20:30 Uhr, der Eintritt betrĂ€gt 5 EUR (ermĂ€ĂŸigt 3 EUR).

ocelot, not just another bookstore, Brunnenstraße 181, D-10119 Berlin-Mitte
Tel. (30) 9789 4592, Fax (30) 9789 4797
emai: info@ocelot.de, www.ocelot.de

Susanne Buddenberg und Thomas Henseler bei ocelot, Berlin

Mittwoch, den 1. August 2012

Am Montag, dem 13. August, stellen Susanne Buddenberg und Thomas Henseler ihr Buch “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) in der Buchhandlung ocelot, not just another bookstore vor. In einer bebilderten Lesung wird es darum gehen, wie die Teilung der Stadt das Leben der Menschen beeinflusste und prĂ€gte.

Beginn ist um 20:30 Uhr, der Eintritt betrĂ€gt 5 EUR (ermĂ€ĂŸigt 3 EUR).

ocelot, not just another bookstore, Brunnenstraße 181, D-10119 Berlin-Mitte
Tel. (30) 9789 4592, Fax (30) 9789 4797
emai:l info@ocelot.dewww.ocelot.de

“Berlin – Geteilte Stadt” – Großes Presse-Echo

Mittwoch, den 25. Juli 2012

Das Presseecho auf den kĂŒrzlich in Berlin vorgestellten Band “Berlin – Geteilte Stadt” von Susannen Buddenberg und Thomas Henseler ist umfangreich. Hier ein Überblick ĂŒber die ErwĂ€hnungen in Funk, Print und Netz.

“Kann ein Comic das Leid der Mauer darstellen?” fragt die B.Z. in einem Artikel, in dem neben den Buddenberg und Henseler auch Hubertus Knabe, Leiter der GedenkstĂ€tte Berlin-Hohenschönhausen, zu Wort kommt.

Die Bild Zeitung machte eine der im Buch vorgestellten Personen ausfindig: “Ich bin das MĂ€dchen aus dem Mauer-Comic” schreibt Solveig Rathenow.

Auch auf tagesspiegel.de werden Buddenberg und Henseler gemeinsam mit einem der im Buch Portraitierten vorgestellt: “Der Comic-Held aus dem Stasi-Knast” ist der Artikel von Bettina Malter ĂŒberschrieben.

AusfĂŒhrlich schreibt auch die Berliner Morgenpost: “Mauerflucht als Comic-Strip”. Auch Carline Mohr sprach mit den Autoren.

Gerade die Detailtreue des Bandes findet Jan Sternberg in der MĂ€rkischen Allgemeinen “bewundernswert”: “Die Potsdamer Filmhochschul-Absolventen Susanne Buddenberg und Thomas Henseler haben einen Comic-Band zur Berliner Mauer verfasst”.

Durchaus kritisch sieht das Buch Sebastian Triesch in “Der Freitag”: “Erinnern mit dem Hammer”.

“Comic ĂŒber Mauergeschichte veröffentlicht” titelt Dirk Westphal in der Welt kompakt.

Der Artikel “Gezeichnete Geschichte” der Nachrichtenagentur dapd wurde unter Anderem von der Freien Presse und dem Portal berlinonline.de aufgegriffen.

Auch im Radio wurde “Berlin – Geteilte Stadt” vorgestellt: “DDR-Geschichte als Comic” heisst der Beitrag in der Kultursendung Corso des Deutschlandfunks, in dem sich Peter Claus auch mit Buddenberg und Henseler unterhielt. Der Beitrag kann hier als MP3 nachgehört werden.

Nur mit Thomas Henseler fĂŒhrte Sonja Striegl ein GesprĂ€ch, das auf swr2 ausgestrahlt wurde: “Geschichte in Bildern”. Auch dieser Beitrag kann als MP3-Datei heruntergeladen und angehört werden.

Comics in den Medien – 16. Juli 2012

Montag, den 16. Juli 2012

Im “BĂŒchermarkt” des Deutschlandradios stellte Zaia Alexander “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis & Jaromir 99 (Voland & Quist) vor. “Gebrochene Seelen bevölkern die Bahnhöfe”. Besonders gefĂ€llt Alexander, wie sich im Buch “Elemente des Film Noir und des Expressionismus” im Comic verbinden.

Eine dpa-Meldung anlĂ€sslich der Release-Veranstaltung zu Susanne Buddenbergs und Thomas Henselers “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) wird u.a. auf focus.de aufgegriffen: “Comic-Band erzĂ€hlt von der Teilung Berlins”.

Ein eigener Bericht zum selben Titel erschien im “Berliner Kurier”: “Hier lernen unsere Kinder, die schmerzliche Teilung Berlins zu verstehen”. Stefanie Hildebrandt sprach dafĂŒr mit dem Zeichner Thomas Henseler.

ComicprĂ€sentation: “Berlin – Geteilte Stadt”

Samstag, den 14. Juli 2012

Mit einer PrĂ€sentation im Besucherzentrum der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer wird am kommenden Donnerstag, dem 19. Juli, der Comic “Berlin – Geteilte Stadt” von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (avant-verlag) vorgestellt. Auf eine EinfĂŒhrung von Dr. RenĂ© Mounajed folgt eine bebilderte Lesung aus dem Band. Die Moderation ĂŒbernimmt Dr. Sarah Bornhorst von der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer. Beginn ist um 19 Uhr.

28 Jahre lang teilte die Mauer Berlin, riss Freunde und Familien auseinander. Susanne Buddenberg und Thomas Henseler haben Zeitzeugen befragt und deren Erlebnisse in einem Comic verarbeitet: Eine junge Frau versucht, mit einem falschen Ausweis die DDR zu verlassen. Ein FlĂŒchtling wird an der Grenze erschossen, ohne dass RettungskrĂ€fte ihm helfen können. Eine Familie versteckt sich in einem DDR-RegierungsgebĂ€ude in MauernĂ€he und hofft, von hier aus in den Westen zu entkommen. Ein junger Mann fotografiert heimlich die Grenzanlagen und gerĂ€t in die FĂ€nge der Staatssicherheit. Ein Ost-Berliner SchĂŒler erkundet nachts West-Berlin und feiert die Party seines Lebens. Die Autoren prĂ€sentieren ihren neuen Comic mit einer bebilderten Lesung.

Der Band erscheint zeitgleich in deutscher und englischer Sprache.

Besucherzentrum der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, D-13355 Berlin
www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Sonntag, den 27. Mai 2012

Von Juni bis Dezember 2012 erscheinen vierzehn neue Comics im Berliner avant-verlag. Das neue Programm startet im Juni mit sechs Neuheiten, die zum Comic-Salon Erlangen erscheinen werden. Von den französischen KĂŒnstlern David B. und Golo werden Titel vorgelegt, daneben erscheinen zwei Comics von jungen deutschen Zeichnerinnen: “Im Land der FrĂŒhaufsteher” von Paula Bulling und “HĂŒhner, Porno, SchlĂ€gerei” von Sophia Martineck sowie mit “Berlin – Geteilte Stadt: Zeitgeschichten” ein neuer Titel des Duos Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (“Grenzfall”) und “Noise”, so der Titel der neuen Anthologie von Tonto.

Susanne Buddenberg & Thomas Henseler, Paula Bulling, Sophia Martineck, Golo und David B. werden auf dem Comic-Salon zugegen sein, um ihre neuen Comics zu signieren.

“Die besten Feinde – Erster Teil 1783/1953″ von Jean-Pierre Filiu & David B.

Der französische Historiker und Islamwissenschaftler Jean-Pierre Filiu erzĂ€hlt die Geschichte der amerikanischen Beziehungen zum Nahen Osten, und zwar von 1783, als die gerade entstandene amerikanische Nation gegen muslimische Piraten im Mittelmeer aktiv wurde, bis 1953, als die CIA den iranischen Premierminister Mossadegh stĂŒrzte und den Schah wieder an die Macht brachte. Immer wieder lassen sich erschreckende Parallelen zwischen der historischen und der aktuellen Politik ziehen… In einzelnen Episoden werden die wichtigsten Stationen beleuchtet und David B.s beeindruckende Bilder bieten die ideale ErgĂ€nzung zu diesem Geschichtscomic.

Jean Pierre Filiu ist ein französischer Kulturwissenschaftler und einer der angesehendsten Experten des Landes fĂŒr den modernen Islam. Sein Forschungsschwerpunkt sind die unterschiedlichen globalen Jihad-Bewegungen, vor allem die Al Qaida. Er unterrichtet am Institut d’Ètudes Politiques in Paris.

David B. ist GrĂŒndungsmitglied des renommierten Verlags L’Association und einer der virilsten Vertreter der neuen französischen Comiclandschaft.

Die besten Feinde, ISBN 978-3-939080-63-3, 120 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 19,95 Euro, erscheint im Juni 2012

“Chronik einer verschwundenen Stadt” von Golo & Dibou

Unweit von Luxor, einem der touristischen Hochzentren Ägyptens, liegt die kleine Stadt Qurna. Noch. Denn Qurna und seine Bewohner mĂŒssen den touristischen Strömen Luxors weichen. Die französischen ZeichnerInnen Golo und Dibou, die seit 10 Jahren in Qurna leben, dokumentieren in ihrer ambitionierten Comic-Arbeit die unausweichliche Zerstörung von Qurma, aber weitmehr die Kultur und das Wesen der Menschen, die hier seit Jahrzehnten leben und nun von der Ă€gyptischen Regierung umgesiedelt werden. Mit Witz und Hingabe an ihre Nachbarn und all die Menschen, mit denen sie ihr Leben teilen, erzĂ€hlen Golo und Dibou von der Ohnmacht des Einzelnen gegenĂŒber der ökonomischen und bĂŒrokratischen Logik des Staates und von der Faszination und ihrer Liebe zu Ägypten und seinen Bewohnern.

Golo ist der KĂŒnstlername des 1948 geborenen französischen Zeichners Guy Nadaud. Seit Anfang der 70er veröffentlicht Golo bei verschiedenen Verlagen und Magazinen Comicgeschichten und Graphic Novels. Vor ca. zehn Jahren ist er nach Ägypten ausgewandert, wo er u.a. fĂŒr die “Kairo Times” arbeitet.

Chronik einer verschwundenen Stadt, ISBN 978-3-939080-59-6, 120 Seiten, zweifarbig, Hardcover, 24,95 Euro, erscheint im Juni 2012

“Im Land der FrĂŒhausteher” von Paula Bulling

“Die Unterbringungen von FlĂŒchtlingen soll ihre Bereitschaft zur RĂŒckkehr in das Heimatland fördern“, steht es in der Bayerischen AsyldurchfĂŒhrungsverordnung. In anderen BundeslĂ€ndern braucht es diese zynische Amtsvorgabe gar nicht, wenn es um den Umgang mit Asylbewerberngeht. Vor allem Sachsen-Anhalt, das so genannte “Land der FrĂŒhaufsteher“, steht in dem Ruf, in FlĂŒchtlingsfragen die restriktivsten und unflexibelsten Auslegungen der Gesetzlage durchzusetzen.

Paula Bulling hat im Laufe mehrerer Jahre die FlĂŒchtlingspolitik in Sachsen-Anhalt in etlichen GesprĂ€chen und Begegnungen mit Asylbewerbern in Halle, Halberstadt und Möhlau (Wittenberg) dokumentiert. In sieben Kapiteln erzĂ€hlt sie vom Leben in Asylbewerberheimen, alltĂ€glichem Rassismus, dem Tod eines FlĂŒchtlings wie auch von der Suche nach einer angemessenen erzĂ€hlerischen Haltung als weiße KĂŒnstlerin. “Im Land der FrĂŒhausteher“ entstand in naher kĂŒnstlerischer Zusammenarbeit mit den portrĂ€tierten Menschen, ihre Stimmen und ihr Wesen sind ebenso Teil von Puala Bullings mutiger Comic-Collage wie die Darstellung der politischen Situation in Sachsen-Anhalt, die als symptomatisch fĂŒr die neuen und den grĂ¶ĂŸten Teil der alten BundeslĂ€nder gelten kann.

Paula Bulling, 1986 in Berlin geboren, hat an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein (Halle) Illustration studiert. “Im Land der FrĂŒhaufsteher” ist ihr Comic-DebĂŒt.

Im Land der FrĂŒhaufsteher, ISBN 978-3-939080-68-8, 120 Seiten, schwarzweiß, Softcover, 17,95 Euro, erscheint im Juni 2012

“HĂŒhner, Porno, SchlĂ€gerei” von Sophia Martineck

Niederböhna ist ein typisch deutsches Dorf im 21. Jahrhundert. Es liegt zwischen HĂŒgeln, Seen und Feldern. Nur noch wenige Einwohner arbeiten heute in der Landwirtschaft, die meisten fahren zur Arbeit in die Stadt. Die Bevölkerungszahl sinkt, denn nur wenige Jugendliche wollen in Niederböhna bleiben. Niederböhna könnte auch Neuschwammelsburg, Obereichenberg oder Kleinmittelsbach heißen. Niederböhna gibt es nicht, denn es wurde fĂŒr dieses Buch erfunden. Auch die Personen und Namen sind fiktiv. Nur die Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten. Alle in diesem Buch geschilderten Ereignisse sind in deutschen Lokalzeitungen nachzulesen oder sie wurden mĂŒndlich ĂŒberliefert. Jedes deutsche Dorf könnte Niederböhna sein.

Sophia Martineck, Jahrgang 1981, studierte in Berlin, Liverpool und New York Visuelle Kommunikation. Ihre Arbeiten wurden unter anderem mit dem Hans-Meid-Förderpreis und dem Art Directors Club Young Guns Award ausgezeichnet.

HĂŒhner, Porno, SchlĂ€gerei, ISBN 978-3-939080-62-6, 52 Seiten, vierfarbig, Klappenbroschur, 14,95 Euro, erscheint im Juni 2012

“Noise” von Tonto (Hrsg.)

Anhand Arbeiten von Gmeindl, HĂ€ussle, Kaplan, Jordan, Strobl aus dem Tonto-Kernteam und BeitrĂ€gen von GĂ€sten wie Pakito Bolino (FR), Dice Industries (DE), Bill Griffith (USA), Kai Pfeiffer (DE), Marko Turunen (FI), Aleksandar Zograf (SRB), Igor Hofbauer (HR) und Nicolas Mahler (AT) entwickelt Helmut Kaplan auf 80 Seiten ein dichtes Bezugssystem zum Thema “Noise“ – das Ergebnis ist eine der schönsten aktuellen Anthologien fĂŒr Comics als kĂŒnstlerische und persönliche Ausdrucksform abseits jeglicher kommerzieller Intentionen. Ein Fest fĂŒr Augenmenschen und Aufgeschlossene!

Tonto: Aus dem Duo Strobl & Kaplan bildete sich vor 10 Jahren und 12 Ausgaben der “Tonto”-Anthologien eine Gruppe, die mittlerweile Teil eines ĂŒber Europa verstreuten Netzwerkes ist, das das Comic-Medium als ihre primĂ€re FlĂ€che der Auseinandersetzung gewĂ€hlt haben: “Tonto Comics”. “Tontos” Randlage (Graz) im deutschsprachigen Raum bedeutet gleichzeitig eine NĂ€he zu Europa – Berlin ist gleich fern wie Belgrad. So entstehen beispielsweise Kollaborationen mit Komikaze (HR), Le Dernier Cri (FR), “Electrocomics” (DE), Canicola (IT), “Stripburger” (SLO), “Turbo-Comix” (FR/RS), “Kush!” (LT), “Kuti” und “Glömp” (FI).

Noise, ISBN 978-3-939080-60-2, 80 Seiten, vierfarbig, Softcover, 19,95 Euro, erscheint im Juni 2012

“Berlin – Geteilte Stadt: Zeitgeschichten” von Susanne Buddenberg & Thomas Henseler

28 Jahre lang teilte die Mauer Berlin, riss Freunde und Familien auseinander. Die beiden Comic-Autoren Susanne Buddenberg und Thomas Henseler haben Zeitzeugen befragt und deren Erlebnisse aufgezeichnet. FĂŒnf wahre Geschichten erzĂ€hlen von einer Zeit, die noch nicht lange zurĂŒckliegt, aber heute kaum noch vorstellbar ist: Eine junge Frau versucht, mit einem falschen Ausweis die DDR zu verlassen. Ein Flüchtling wird an der Grenze erschossen, ohne dass RettungskrĂ€fte ihm helfen können. Eine ganze Familie versteckt sich in einem DDR-RegierungsgebĂ€ude in MauernĂ€he und hofft, von hier aus in den Westen zu entkommen. Ein junger Mann fotografiert heimlich die Grenzanlagen und gerĂ€t in die FĂ€nge der Staatssicherheit. Ein Ost-Berliner SchĂŒler erkundet nachts West-Berlin und feiert die Party seines Lebens. “Berlin – Geteilte Stadt“ fĂŒhrt auch an die Original-SchauplĂ€tze der Geschichten: Am Bahnhof Friedrichstraße, in der Bernauer Straße, in der Wilhelmstraße, am Brandenburger Tor und am ehemaligen GrenzĂŒbergang Bornholmer Straße kann man sich auf die Spuren der dramatischen Ereignisse begeben.

Susanne Buddenberg und Thomas Henseler studierten Design an der Fachhochschule Aachen und Film an der Hochschule fĂŒr Film- und Fernsehen “Konrad Wolf” in Potsdam-Babelsberg. Nach dem Studium grĂŒndeten sie die Zoom und Tinte Buddenberg und Henseler GbR, die sich auf Film und Illustration spezialisiert hat. Gemeinsam arbeiten sie in den Bereichen Comics, Illustration und Storyboards. Auftraggeber sind Filmproduktionen, Fernsehsender, Werbe- und Eventagenturen. 2011 erschien ihre erste Graphic Novel “Grenzfall”.

“Berlin – Geteilte Stadt: Zeitgeschichten”, ISBN 978-3-939080-70-1, 96 Seiten, s/w, Softcover, 14,95 Euro, erscheint im Juni 2012

“Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba & Kim

Das preisgekrönte Graphic-Novel-Meisterwerk aus Spanien! 2001 beging der Vater von Antonio Altarriba Selbstmord und zog damit einen Schlussstrich unter ein Leben, das er als ziellos und vergeblich empfand. Wie viele andere seiner Generation hatte sein Vater alles daran gesetzt, aus den TrĂŒmmern der Weltkriege eine gerechte Welt zu bauen und dem Unrecht zu entfliehen. Aber die Geschichte hat es schon immer verstanden, TrĂ€umern die FlĂŒgel zu stutzen…

Durch die Augen seines Vaters lĂ€sst uns Altarriba das spanische Jahrhundert durchleben: das Leid, das der BĂŒrgerkrieg und spĂ€ter die Deutschen ĂŒber das Land gebracht haben, Exil, Widerstand und das Leben in den Lagern, die Franco-Diktatur und ihr Ende, der wirtschaftliche Aufschwung und das AufblĂŒhen der Demokratie. Altarriba erzĂ€hlt eine unwahrscheinlich persönliche und zugleich universelle Geschichte ĂŒbers das Erinnern in einem Land, das wie kein zweites versucht, zu vergessen und zu verdrĂ€ngen. PrĂ€miert mit dem nationalen Comic-Preis des spanischen Kultusministeriums und dem Hauptpreis des Comicfestivals Barcelona.

Antonio Altarriba ist ein kĂŒnstlerischer Eckpfeiler der spanischen Comic- und Literaturgemeinde. Der baskische Schriftsteller und Literaturprofessor veröffentlicht seit den frĂŒhen Achtzigern Romane, Anthologien, Comics, Essays und Kritiken und wurde unter anderem mit dem Großen Baskischen Literaturpreis fĂŒr seinen Roman “La Memoria de la Nieve” ausgezeichnet.

Die Kunst zu fliegen, ISBN 978-3-939080-69-5, 208 Seiten, schwarzweiß, Softcover, 24,95 Euro, erscheint im September 2012

Atar Gull“Atar Gull” von Fabien Nury & BrĂŒno

1830, Benin. Atar Gull ist der Sohn des Königs des Stammes der Kleinen Namaquas. Diese liegen in einem nicht endenden Krieg mit ihren Erzfeinden vom Stamm der Großen Namaquas. Durch eine Intrige gerĂ€t er in die HĂ€nde des grausamen Piraten und SklavenhĂ€ndlers KapitĂ€n Brulart. Nach einer schrecklichen Überfahrt, bei der nur 17 der 100 eingeschifften Gefangenen ĂŒberleben, wird er an den jamaikanischen Farmer Tom Will verkauft. Durch seine unterwĂŒrfige Haltung steigt er in der Hierarchie der Plantagenarbeiter auf, doch sein wahres Ziel ist die Rache an seinen Peinigern. Niemand erkennt den Schwelbrand, der letztlich dazu fĂŒhren wird, dass sich die Rollen vertauschen…
Nach dem Roman von EugĂšne Sue aus dem Jahre 1831, zu seiner Zeit ein Skandal, adaptiert Fabien Nury diese Geschichte ohne viele Schnörkel, direkt und unkompliziert. BrĂŒno setzt dies kongenial in flĂ€chigen, warm kolorierten Zeichnungen um.

Fabien Nury ist ein französischer Szenarist und Drehbuchautor. Auf Deutsch liegen von ihm vor: der Vampir-Spionagethriller “Ich bin Legion” bei Cross Cult und die Western-Reihe “W.E.S.T.” bei Piredda.

BrĂŒno hat als Zeichner von Comic-Serien wie “Commando Colonial“, “Biotope“, “Junk“ und “Inner City Blues“ bereits eine große Fangemeinde in Frankreich. “Atar Gull“ ist sein DebĂŒt auf dem deutschen Comicmarkt.

EugĂšne Sue ist heute weitesgehend vergessen, Mitte des 19. Jahrhunderts war er aber einer bekanntesten französischen Romanciers und Republikaner. Vor allem sein Fortsetzungsroman “Die Geheimnisse von Paris”, der in der Tageszeitung “Le Journal des DĂ©bats” erschien, etablierte ihn als eine zentrale Figur der französischen intellektuellen Opposition.

Atar Gull, ISBN 978-3-939080-65-7, 86 Seiten, vierfarbig, Hardcover, 19,95 Euro, erscheint im Oktober 2012

Joe Daly“Doppeltes GlĂŒck mit der Roten Kralle” von Joe Daly

Im sonnengegerbten Kapstadt an der sĂŒdafrikanischen KĂŒste treiben den hoffnungslosen Zeichner Dave, den das Leben mit Misserfolg und AffenfĂŒĂŸen gestraft hat, und seinen gammeligen LebenskĂŒnstler-Buddy Paul seltsame Ereignisse um. Eine fiese Deadline, ein mysteriöses Verbrechen, eine nur halb so schlimme Überschwemmung, feinstes Dope, das nie lange hĂ€lt, und dann fĂ€ngt die Story erst richtig an… In bester “Big Lebowski”- Manier lĂ€sst Comic-KĂŒnstler und Humorist Daly sein BohĂšme-Katastrophen-Gespann Dave und Paul auf die sĂŒdafrikanische Hauptstadt los und erzĂ€hlt nicht eine, nein, zwei famose und hoch komische Geschichten, die irgendwo zwischen HergĂ©, Freak Brothers und “Magnum“ ein neues Genre eröffnen.

Joe Daly ist ein sĂŒdafrikanische Zeichner und Humorist. Seine Comics erscheinen u.a. im US-Verlag Fantagraphics.

Doppeltes GlĂŒck mit der Roten Kralle, ISBN 978-3-939080-67-1, 114 Seiten, vierfarbig, Softcover, 19,95 Euro, erscheint im Oktober 2012

Die falschen Gesichter“Die falschen Gesichter” von David B. & HervĂ© Tanquerelle

Ein Februartag 1975 in Paris. WĂ€hrend eines BankĂŒberfalls kommt es zu einer Schießerei zwischen Polizei und Berufsverbrechern, bei der einer der Gangster sein Leben lĂ€sst und seine Kumpanen nur mit knapper Not entkommen. Eine andere Methode, die Geldinstitute zu erleichtern, muss her – und die Lösung scheint so einfach: WĂ€hrend all die anderen BankrĂ€uber auf der Welt noch mit DamenstrĂŒmpfen ĂŒber dem Gesicht in die Banken marschieren, fĂ€ngt die Bande “der falschen Gesichter“ an, sich mit PerĂŒcken, falschen BĂ€rten und Make-Up zu verkleiden und tĂ€uscht mit diesem Mummenschanz nicht nur das Sicherheitspersonal vor Ort, sondern auch die Polizei selbst. WĂ€hrend ihre Verfolger im Dunkeln tappen, werden die “falschen Gesichter“ nicht nur in Unterweltkreisen zu Helden stilisiert.

Inspiriert von wahren FÀllen lassen der französische Tausendsassa David B. und der Zeichner Hervé Tanquerelle die Tradition des Roman noir im Comic fortleben und fangen den Zeitgeist der 70er und die AtmosphÀre der französischen Thriller mit Alain Delon und Konsorten meisterhaft ein.

HervĂ© Tanquerelle ist seit den spĂ€ten 90ern als Comiczeichner aktiv und hat u.a. mit Joann Sfar an der Mystery-Farce “Professor Bell” gearbeitet.

Die falschen Gesichter, ISBN 978-3-939080-66-4, 152 Seiten, zweifarbig, Softcover, 19,95 Euro, erscheint im November 2012

“Chagall in Russland” von Joann Sfar

Wer nach “Pascin“ eine weitere KĂŒnstlerbiografie Sfars erwartet, wird Augen machen. Blaue Augen, wie die von Marc Chagall, dem jĂŒdischen JĂŒngling in Sfars bunt wuchernder ErzĂ€hlung. Sfars Chagall ist nicht der Expressionist, den man aus dem Kunstunterricht kennt, sondern ein blonder, vertrĂ€umter russischer Maler, dem nichts ferner lĂ€ge, als in die französische Kunst-Diaspora zu emigrieren. Er möchte in seinem russischen Dorf bleiben und das MĂ€dchen seiner TrĂ€ume heiraten. Aber ihr Vater ist gegen die Verbindung – was hat der TagtrĂ€umer seiner Tochter dennschon zu bieten? Soll Chagall fĂŒr die Liebe die Kunst aufgeben und sich einen Beruf suchen? Darauf weißt auch der Dorfrabbi keinen Rat. Dann hat Chagall eines Nachts eine Vision, die sein Leben verĂ€ndern wird. In der Tradition seiner Serien “Klezmer“ und “Die Katze des Rabbiners“ entfĂŒhrt Joann Sfar seine Leser wieder in die jĂŒdischen Lebenswelten zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Joann Sfar ist wohl einer der renommiertesten und produktivsten Akteure der aktuellen französischen Comic-Szene. Bis dato liegen ĂŒber 100(!) Comic-Arbeiten von ihm in Frankfreich vor. Auf Deutsch sind “Die Katze des Rabiners”, “Pascin” und seine weit verzweigte Fantasy-Reihe “Donjon” erschienen.

Chagall in Russland, ISBN 978-3-939080-73-2, 128 Seiten, vierfarbig, Softcover, 19,95 Euro, erscheint im November 2012

“Klezmer 4: TrapezsprĂŒnge” von Joann Sfar

Russland zur Zarenzeit: In bester Tradition Tolstoischer Charakterepen wird ein bunt gemischtes Ensemble aus gesellschaftlichen Randfiguren durch allerlei SchicksalsschlĂ€ge und widrige UmstĂ€nde zusammengefĂŒhrt. Die turbulente ErzĂ€hlung beginnt mit Noah Davidovich, auch “Baron“ genannt, der mit seiner jĂŒdischen Kapelle in der verschneiten russischen Provinz in den Hinterhalt eines konkurrierenden Klezmerorchesters gerĂ€t. Als einziger mit dem Leben davon gekommen, macht er sich auf den weiten Weg nach Odessa, wo auf talentierte Musiker ein Bett, eine warme Mahlzeit und – mit viel GlĂŒck – auch ein wenig Bares wartet.

Vierter Teil der gelungenen Mischung aus “Der Kurier des Zaren” und “Die Katze des Rabbiners”.

Klezmer 4: TrapezsprĂŒnge, ISBN 978-3-939080-72-5, 120 Seiten, vierfarbig, Softcover, 19,95 Euro, erscheint im Dezember 2012

“Vampir” von Joann Sfar

Neben den beliebten “Desmodus”-Comics fĂŒr junge Leser, hat Joann Sfar auch eine Ă€ltere Version seines freundlichen Blutsaugers geschaffen. WĂ€hrend der kleine Desmodus seine NĂ€chte mit Spukgeschichten und Streichen verbringt, sind es die Hormone, die ihn als großen Vampir auf Trab halten, und die Lethargie, die ihn an der Welt verzweifeln lĂ€sst. Joann Sfars “Vampir”-Geschichten sind wunderbare Coming-of-Age-MĂ€rchen, mit einem Slacker-Dracula, der alte Platten sammelt und von einer amourösen Katastrophe in die nĂ€chste stolpert. Mit seiner unnachahmlichen Mischung aus Hintersinn, Fabulierlust, Humor, Melancholie und Philosophie liest Sfar das Gothik-Genre gegen den Strich

Neben allen Alben der Serie mit dem “Großen Vampir” enthĂ€lt diese ultimative Gesamtausgabe noch zusĂ€tzliche Kurzgeschichten und Skizzen!

Vampir, ISBN 9788-3-939080-74-9, 560 Seiten, vierfarbig, Flexcover, 49,95 Euro, erscheint im Dezember 2012

“Eremit” von Marijpol

Weit abgeschieden von einer alternden Gesellschaft, in der der Anblick eines Kindes eine Seltenheit ist, lebt ein einsamer Misanthrop im Wald. Mit einem vor Zwiespalt geteilten Kopf ist er auf der Suche nach seinem wahren Kern. GleichgĂŒltig fĂŒhrt er seine Arbeit fĂŒr ein Bestattungsunternehmen aus, bei dem lebensmĂŒde Senioren letzte Reisen buchen können, die ihren schönsten Tod zum Ziel haben. Durch die Begegnung mit einem wĂŒtenden Kind, das auf der Flucht vor seinen Erziehungsberechtigten ist, wird der Eremit in seiner ZurĂŒckgezogenheit gestört; muss er sich am Ende fĂŒr eine HĂ€lfte seines Kopfes entscheiden?

“Eremit” ist eine symboltrĂ€chtige, mitunter verstörende ErzĂ€hlung ĂŒber Zweifel, Tod und Obst.

Marijpol, bĂŒrgerlich Marie Pohl, wurde 1982 in Berlin geboren. Sie hat Visuelle Kommunikation und Illustration an der Hochschule fĂŒr bildende Kunst und an der Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften in Hamburg studiert. Marijpol lebt und arbeitet in Hamburg.

Eremit, ISBN 978-3-939080-71-8, 150 Seiten, zweifarbig, Softcover, 19,95 Euro, erscheint im Dezember 2012

“»Grenzfall«: Gezeichnetes StĂŒck junge Zeitgeschichte”

Dienstag, den 31. Mai 2011

In der aktuellen Ausgabe der “Super Illu” stellt Sebastian KrĂŒger “Grenzfall” von Thomas Henseler und Susanne Buddenberg (avant-verlag) vor.

»Grenzfall«: Gezeichnetes StĂŒck junge Zeitgeschichte

DDR-Geschichte als Comic, geht denn das? Und wie! Das junge Autorenteam Susanne Buddenberg und Thomas Henseler hat mit seinem Comic-Roman-DebĂŒt “Grenzfall” ein spannendes Kapitel DDR lebendig gemacht.

Ostberlin, 1982. Der SchĂŒler Peter Grimm rebelliert gegen die Meinungsdiktatur im SED-Staat. In schwarz-weißen, dokumentarischen Bildern wird erzĂ€hlt, wie ihm mit seinen vom gĂŒltigen „Mainstream“ abweichenden Ansichten immer wieder aneckt, ihm der Staat die Luft zum Atmen nimmt. mehr

“Grenzfall” von Susanne Buddenberg & Thomas Henseler

Donnerstag, den 28. April 2011

Ab sofort erhĂ€ltlich ist die Graphic Novel “Grenzfall” von Susanne Buddenberg (Text) und Thomas Henseler (Text & Zeichnungen), erschienen beim Berliner avant-verlag.

Im Zentrum der auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte steht die die illegale Zeitung “Grenzfall”, deren Macher ins Visier der DDR-Staatssicherheit geraten.

DDR 1982, Ost-Berlin: Der SchĂŒler Peter Grimm rebelliert gegen die Meinungsdiktatur und gegen einen Staat, der einem die Luft zum Atmen nimmt. Durch seinen Freiheitsdrang fĂŒhlt er sich zur Familie Robert Havemanns hingezogen, wo er viele Freunde und Gleichgesinnte findet. Daraufhin wird er wegen seiner “moralisch charakterlichen Grundhaltung” vom Abitur ausgeschlossen und von der Schule geworfen.

Doch Peter bleibt seinen Idealen treu: Zusammen mit Freunden gibt er die illegale Zeitung “Grenzfall” heraus, in der unzensierte Artikel erscheinen, die die Machthaber am liebsten verschweigen wĂŒrden. Der “Grenzfall” entwickelt sich zum illegalen Bestseller, der in der ganzen DDR von Hand zu Hand und unter dem Ladentisch weitergegeben wird. Der ganze Überwachungsapparat der Staatssicherheit wird aufgeboten, um den “Grenzfall” zu stoppen. Doch auch im engsten Zirkel der “Grenzfall”-Gruppe gibt es einen VerrĂ€ter, der die Stasi mit Informationen versorgt. Es wird ein vernichtender Schlag gegen die Staatsfeinde geplant


Eine Leseprobe aus dem Band kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Grenzfall, ISBN 978-3-939080-48-0, Softcover, schwarzweiß, 100 Seiten, 14,95 EUR

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Freitag, den 21. Januar 2011

Auch der Berliner avant-verlag hat nun sein FrĂŒhjahrsprogramm vorgestellt. Neben neuen Titeln bereits etablierter Autoren wie zum Beispiel Manuele Fior, dessen “5000 Kilometer in der Sekunde” bereits internationale Preise einheimsen konnte, sind auch neue Autorinnen und Autoren im Programm. So wird zum Beispiel mit Patrick McEowns “Hair Shirt” ein internationales Talent erstmals in Deutschland veröffentlicht und mit Marijpol das BuchdebĂŒt der schon seit geraumer Zeit in der Hamburger Illustrations- und Comicszene aktiven Zeichnerin vorgelegt.

Zum diesjĂ€hrigen VerlagsjubilĂ€um – gegrĂŒndet wurde der avant-verlag von Johann Ulrich 2001 – wurde nun auch das JubilĂ€umslogo veröffentlicht (siehe oben links).

“Hair Shirt” von Patrick McEown

Ein Buch ĂŒber das Ende der Kindheit und das Erwachsenwerden. In einer kanadischen Kleinstadt spielt die Geschichte von John und und Naomi, die sich schon als Kinder kannten und nun als Jugendliche wieder begegnen.

Sie verlieben sich, mĂŒssen aber erkennen, dass sie die Erinnerung an die Vergangenheit aus sentimentalen StreifzĂŒgen, ersten sexuellen Erfahrungen, aber auch der Kindheitstraumata einholt.

Denn schmerzliche Erfahrungen und dunkle Geheimnisse von frĂŒher treten plötzlich wieder in ihr Leben und ihre schlimmsten AlptrĂ€ume sind zurĂŒck… Patrick McEown schafft mit lockerem Strich die AtmosphĂ€re eines David-Lynch-Films.

Hair Shirt, ISBN 978-3-939080-46-6, Softcover, farbig, 128 Seiten, 17,95 EUR, erscheint im Februar 2011

“Grenzfall” von Thomas Henseler & Susanne Buddenberg

DDR 1982, Ost-Berlin: Der SchĂŒler Peter Grimm rebelliert gegen die Meinungsdiktatur und gegen einen Staat, der einem die Luft zum Atmen nimmt. Durch seinen Freiheitsdrang fĂŒhlt er sich zur Familie Robert Havemanns hingezogen, wo er viele Freunde und Gleichgesinnte findet. Daraufhin wird er wegen seiner “moralisch charakterlichen Grundhaltung” vom Abitur ausgeschlossen und von der Schule geworfen.

Doch Peter bleibt seinen Idealen treu: Zusammen mit Freunden gibt er die illegale Zeitung “Grenzfall” heraus, in der unzensierte Artikel erscheinen, die die Machthaber am liebsten verschweigen wĂŒrden. Der “Grenzfall” entwickelt sich zum illegalen Bestseller, der in der ganzen DDR von Hand zu Hand und unter dem Ladentisch weitergegeben wird. Der ganze Überwachungsapparat der Staatssicherheit wird aufgeboten, um den “Grenzfall” zu stoppen. Doch auch im engsten Zirkel der “Grenzfall”-Gruppe gibt es einen VerrĂ€ter, der die Stasi mit Informationen versorgt. Es wird ein vernichtender Schlag gegen die Staatsfeinde geplant…

Grenzfall, ISBN 978-3-939080-48-0, Softcover, schwarzweiß, 100 Seiten, 14,95 EUR, erscheint im MĂ€rz 2011

“Trommelfels” von Marijpol

Ein alterndes Forscherpaar bekommt die Chance, sich noch einmal zu beweisen. Eine archÀologische Grabung fördert rÀtselhafte Funde zu Tage, und sie sollen die Arbeiten leiten.

Nach und nach hĂ€ufen sich die Hinweise auf eine unterirdische Zivilisation. Um ihren Forschungsauftrag zu Ende zu fĂŒhren, lassen sie sich auf ein gewagtes Experiment ein: Wie lange kann ein Mensch, dem jegliche Fremdreize entzogen werden, unter Tage leben?

Marijpols erste Graphic Novel ĂŒberzeugt durch ihren ureigenen fantasievollen Strich. Ideenreich und voller ĂŒberraschender EinfĂ€lle prĂ€sentiert sich hier eine neue deutsche Comicautorin.

Trommelfels, ISBN 978-3-939080-53-4, Softcover, schwarzweiß, 19,95 Euro, erscheint im MĂ€rz 2011

“König der Fliegen – Band 2: Die Entstehung der Welt” von Mezzo & Pirus

Der Horror der VorstĂ€dte. Es gibt keinen Ausweg aus den ReihenhĂ€usern mit dem sauber geschnittenen Rasen. WĂ€hrend die Elterngeneration mit Neurosen, Sucht und dem Wunsch nach ewiger Jugend kĂ€mpft, haben die JĂŒngeren lĂ€ngst aufgegeben. Hauptsache die Pille klinkt und der Sex ist roh. Sie wissen, dass sie in der Vorstadt-Tristesse nichts mehr zu erwarten haben. Mezzo und Pirus liefern mit ihren Geschichten ein kraftvolles und dĂŒsteres Bild einer verlorenen Generation. Eine der verstörendsten Graphic Novels der letzten Jahre.

“Endlich wieder eine Kleinstadt, die nicht »Garden State« ist!” – Jungle World

König der Fliegen – Band 2: Die Entstehung der Welt, ISBN 978-939080-49-7,  Softcover, farbig, 64 S., 19,95 EUR, erscheint im April 2011

“Professor Bell – Band 4: Die englische Strandpromenade” von Joann Sfar & HervĂ© Tranquerelle

Eigentlich hat Professor Bell beschlossen, im Bett zu bleiben und sich narkotischen GenĂŒssen hinzugeben. Da reißt ihn ein ungestĂŒmer Schotte aus seinem Delirium, weil die marode Gesundheit der Königin Viktoria nach des Professors KĂŒnsten verlangt. Sie begegnet Bell und seiner Bagage allerdings ganz fidel und lĂ€dt alle zu einem Ferienaufenthalt an ihrem mondĂ€nen Unterwasserstrand ein. Um der Urlaubslangeweile zu entfliehen, spĂŒrt der Professor der wunderbaren Genesung nach und lĂ€sst sich von der masochistischen Ex-MĂ€tresse seines Erzfeindes auf Trab halten.

Professor Bell – Band 4: Die englische Strandpromenade, ISBN 978-3-939080-50-3, Softcover, farbig, 46 Seiten, 14,95 Euro, erscheint im April 2011

“FĂŒnftausend Kilometer in der Sekunde” von Manuele Fior

Piero und Nicola sind zwei ganz normale Jugendliche. WĂ€hrend der eine eher zurĂŒckhaltend und ein guter SchĂŒler ist, hĂ€lt sich der andere fĂŒr einen Frauenheld, zeigt aber darĂŒber hinaus wenig Ehrgeiz. Eines Tages zieht Lucia mit ihrer Mutter in die Wohnung gegenĂŒber ein und das Leben von Piero verĂ€ndert sich fĂŒr immer…

Doch die Lebenswege der drei jungen Protagonisten werden wieder auseinander laufen. WĂ€hrend Lucia in Norwegen studiert, Piero in Ägypten archĂ€ologische Grabungen anstellt bleibt Nicola in Italien. Eine Graphic Novel ĂŒber Sehnsucht und Suche, ĂŒber Distanz und NĂ€he und vor allem ĂŒber eine (un)erfĂŒllte Liebe.


Manuele Fior erzĂ€hlt diese Geschichte in wunderbaren Farben und wurde fĂŒr sein neues Buch mit dem “Großen Preis der Stadt Genf” und dem “Gran Guinigi” als Bester Autor auf dem Comicfestival in Lucca ausgezeichnet.

FĂŒnftausend Kilometer in der Sekunde, ISBN 978-3-939080-54-1, Softcover, farbig, 144 S., 19,95 EUR, erscheint im Mai 2011

“B. Traven – PortrĂ€t eines berĂŒhmten Unbekannten” von Golo

Wenig bis nichts ist ĂŒber den bekannten Autor B. Traven bislang bekannt. Er fĂŒhrt Zeit seines Lebens ein schattenhaftes Dasein, zurĂŒckgezogen von der Öffentlichkeit: Ret Marut, Otto Feige, Traven Torsvan, Hal Croves alias B. Traven. FĂŒnf Namen fĂŒr ein und dieselbe Person. Der Schriftsteller und sein bewegtes Leben erscheinen wie die Vorlage fĂŒr eine seiner Romanfiguren.

Er war Schauspieler, Regisseur, Anarchist, AnhĂ€nger der MĂŒnchner RĂ€terepublik, ZuchthĂ€usler, Matrose und Schriftsteller im Exil, aber auch gefeierter Drehbuchautor in Diensten Hollywoods. Einige seiner bekanntesten Werke erreichten Millionenauflagen, doch durch ein umfangreiches System von Deckadressen und PostschließfĂ€chern entzog er sich seinem Publikum. Nach der Emigration aus Deutschland fand er in Mexiko eine neue Heimat, wo er mit der indigenen Bevölkerung lebte, deren Probleme er auch in seinen BĂŒchern thematisierte. John Houston verfilmte 1947 seine Romanvorlage “Der Schatz der Sierra Madre” mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle.

Aber wer war dieser B. Traven wirklich? Der französische Comicautor Golo macht sich auf die schwierige Spurensuche in seiner beeindruckenden Graphic Novel ĂŒber den berĂŒhmten Unbekannten.

B. Traven – PortrĂ€t eines berĂŒhmten Unbekannten, ISBN 978-3-939080-51-0, Hardcover, farbig, 140 S., 24,95 EUR, erscheint im Juni 2011