Graphic Novels
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Graphic Novels in den Medien – 1. August 2013

Donnerstag, den 1. August 2013

Rutu Modan hat anlässlich der Veröffentlichung ihrer Graphic Novel “Das Erbe” (Carlsen) der JĂĽdischen Allgemeine ein Interview gegeben, in dem sie von den HintergrĂĽnden des Buches und der Recherche erzählt. Die Fragen stellte Katrin Richter: “Abstraktion ist expliziter”.

Wie Verena Fischer-Zernin in “Das FloĂź zur Freiheit” im Hamburger Abendblatt schreibt, liegt der Reiz von Olivia Viewegs “Huck Finn” (Suhrkamp) darin, wie mutig sie Twains Vorlage mit ihrer ganz eigenen (Bild-)Sprache nacherzählt.

Auf tagesspiegel.de zeigt sich Lars von Törne “beeindruckt” von der “originellen Huckleberry-Finn-Adaption”: “Die Weltenwandlerin”.

Drei BĂĽcher, die sich mit Stieg Larsson und seinem Werk auseinandersetzen, wurden in den letzten Wochen veröffentlicht. Zwei Adaptionen widmen sich seinen Krimis (“Millennium Bd. 1: Verblendung Buch 1″ von Sylvain Runberg und JosĂ© Homs, Splitter; “Verblendung  1″ von Leonardo Manco und Andrea Mutti, Panini), im avant-verlag ist Guillaume Lebeaus und FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©nas biografischer Band ĂĽber den schwedischen Autoren erschienen (“Stieg Larsson: Vor der Milennium-Trilogie”). Sarah-Maria Deckert können die Bände nur teilweise ĂĽberzeugen, wie sie auf tagesspiegel.de schreibt: “Der Unvollendete – Stieg Larsson als Comic”.

Mit “Jonas oder Der KĂĽnstler bei der Arbeit” nach der Vorlage von Albert Camus ist bei der BĂĽchergilde Gutenberg eine weitere Literatur-Adaption entstanden. Wie Lutz Göllner in “Der Kampf des KĂĽnstlers” an gleicher Stelle schreibt ist Katja Fouquets Umsetzung “visuell einzigartig und lesenswert”.

Auf dem Blog des Titel-Magazins stellt Boris Kunz “Hieran sollst Du ihn erkennen” von Jesse Jacobs und “Heimdall” von Max Baitinger (beide Rotopolpress) vor. Beide erhalten die Prädikate: “urzweilig und anspruchsvoll”: “Du sollst Dir ein Bildnis machen”.

“Inhaltlich Genrekost, grafisch brillant. Ein ungewohnter Actioncomic.” So fasst Benjamin Vogt seine Besprechung auf comicgate.de von Bastien Vivès’ und Ruppert & Mulots “Die groĂźe Odaliske” (Reprodukt) zusammen.

An gleicher Stelle bespricht Christian Muschweck zwei Debutbände des Jaja-Verlags: “Hinter den sieben Burgen” von Alexander von Knorre sowie “Earth unplugged” von Jennifer Daniel, ĂĽberzeugen den Rezensenten.

Graphic Novels in den Medien – 23. November 2012

Freitag, den 23. November 2012

Dirk Schneider stellte auf NDR info “Graphic Novels ĂĽber deutsche Befindlichkeiten” vor: “Im Land der FrĂĽhaufsteher” von Paula Bulling, “HĂĽhner, Porno, Schlägerei” von Sophia Martinek (beide avant-verlag) sowie das noch nicht erschienene “Vakuum” von Lukas JĂĽliger (Reprodukt). Allen BĂĽchern gemein ist die Beschäftigung mit der deutschen Provinz und wie die Autorinnen hier spannende Geschichten finden.

Ăśber die Ausstellung zum schweizer-deutschen Comicmagazin “Strapazin” im Cartoonmuseum Basel schreibt Martin Halter in der Badischen Zeitung: In “Aspirin und Strapaze” wird “Strapazin-Herausgeber David Basler mit den kĂĽhnen Worten zitiert “Wir kĂĽmmern uns nicht um unsere Leser.”

Thomas Kögel resĂĽmiert seine Besprechung von Bryan Talbots “Grandville” (Schreiber & Leser) mit dem Wunsch, mehr von “diesem interessanten Weltenentwurf lesen zu dĂĽrfen”. Das Review findet sich auf comicgate.de.

“Tatsächlich verfĂĽgt der Comic aber ĂĽber weitaus mehr Symbolkraft, als man auf den ersten Blick erkennt, und hat fĂĽr den aufmerksamen Leser immer wieder Momente bereit, in denen man staunend innehalten kann”, schreibt Boris Kunz auf titel-magazin.de ĂĽber “Goliath” von Tom Gauld (Reprodukt): “Kleines Buch mit groĂźem Namen”.

Weiterhin schicken Leserinnen und Leser dem Berliner Tagesspiegel kurze Texte zu den “Besten Comics des Jahres”, die im Artikel laufend aktualisiert werden und inzwischen auf sechs Seiten zu lesen sind.

Comics in der Presse – 10. September

Montag, den 10. September 2012

“HĂĽhner, Porno, Schlägerei” – Sophia Martinecks im avant-verlag erschienenes Debut stellte zdf.kultur in einem Videobeitrag vor, der oben zu sehen ist.

Als “gemalte Hymne ans Fernweh” bezeichnet Moritz Honert das Reisetagebuch “Reise zum Kerguelen-Archipel” von Emmanuel Lepage in seiner Besprechung auf tagesspiegel.de: “Der mittelalte Mann und das Meer”.

In der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft ver.di, publik, stellt Oliver Ristau “Im Land der FrĂĽhaufsteher” von Paula Bulling (avant-verlag) vor.

Noch im August befasste sich die tageszeitung mit “Berlin – Geteilte Stadt” von Sabine Buddenberg und Thomas Henseler (avant-verlag). Waldemar Kesler empfiehlt den Band als UnterrichtslektĂĽre: “Familie im Osten, Schule im Westen”.

Aktueller Buchtipp des Online-Magazins afrika-live.de ist der Band “Kililana Song – Eine Kindheit in Kenia” von Benjamin Flao (Schreiber & Leser).

Im Online-Feuilleton titel-magazin.de befasst sich Christian Neubert mit drei BĂĽchern aus dem Programm des Berliner Verlags Jacoby & Stuart: “Editorische Grauzonen und randständige Themen”. Auch wenn er alle Bände fĂĽr empfehlenswert hält, mag er das Label Graphic Novel doch nur fĂĽr den Band “Rosa Winkel” von Michel Dufranne und Milorad Vicanovic gelten lassen.  Sein ResĂĽmĂ©e: “Es scheint, als ob der Begriff nicht nur dafĂĽr taugt, um hierzulande den Comic als Kunstform zu etablieren, sondern auch dafĂĽr, um Werke, die man nur schwer einer Schublade zuordnen kann, mit einem verkaufsfördernden Prädikat zu versehen. Schön, wenn´s funktioniert.”

“Auschwitz ĂĽberleben”

Mittwoch, den 18. Juli 2012

FĂĽr die Hörfunk-Kultursendung “Mosaik” auf WDR 3 hat Kai Löffler am 17.07. einen Beitrag ĂĽber Reinhard Kleists jĂĽngste Graphic Novel “Der Boxer – Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) erstellt. In der abwechslungsreich gestalteten Buchbesprechung “Auschwitz ĂĽberleben”, die mittlerweile online zu hören ist, kommt auch der Autor selbst zu Wort und erläutert seinen Umgang mit den Erinnerungen des Holocaust-Ăśberlebenden Hertzko Haft, die Faszination, die dieser auf ihn ausĂĽbt und mögliche Wege, das Grauen in Bildern darzustellen.

In diesem Zusammenhang sei zudem auf zwei etwas ältere Interviews mit Reinhard Kleist zu “Der Boxer” hingewiesen, die nicht weniger lesenswert sind: FĂĽr “n-tv.de” unterhielt sich Markus Lippold mit ihm ĂĽber “Boxen in Auschwitz – auf Leben und Tod” und fĂĽr das “Titel Kulturmagazin” befragte Franziska Bechtold den Berliner Autor und Zeichner ĂĽber “Die Faszination des Realen”.

Graphic Novels in der Presse – 18. Juli 2012

Mittwoch, den 18. Juli 2012

Die derzeit gefĂĽhrte Debatte um die Rechtmäßigkeit der Beschneidung nimmt Rupert Koppold zum Anlass, um in der “Stuttgarter Zeitung” “Meine Beschneidung” von Riad Sattouf (Reprodukt) vorzustellen. Damit richtet er den Blick mehr auf die bislang wenig beachtete Opferperspektive: “Das sieht ja aus wie ein RĂĽssel!”

“Klug arrangiert” und in eine “einfache, leicht nostalgische Bildersprache” ĂĽbersetzt findet Frank Meyer die Geschichte des ersten Manns am Nordpol, die Simon Schwartz in “Packeis” (avant-verlag) erzählt, wie er in seinem Beitrag fĂĽr das Deutschlandradio darlegt: “Der wahre Entdecker des Nordpols”. Direkt zum Audiobeitrag geht es hier.

Im Online-Feuilleton satt.org stellt Felix Giesa “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) vor: “Ihr Leben in Bildern, sie leben durch Bilder”. Darin legt er unter anderem dar, wie nah in dem Buch Coolness und Parodie liegen.

Auf titel-magazin.de befasst sich Christian Neubert mit Olivier Schrauwens “Der Mann, der seinen Bart wachsen lieĂź” (Reprodukt) und findet es schwer, sich aus den sieben Geschichten des Bandes einen Favoriten auszusuchen: “Grobe Stoffe”.

Graphic Novels in der Presse – Juli 2011

Donnerstag, den 21. Juli 2011

Ăśber Sarah Gliddens Reisebericht “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” (Panini Comics) wurde seit Erscheinen Ende Juni vielfach in der Presse berichtet. “Gibt es in dieser Geschichte keine Guten?” fragt Rupert Koppold in der “Stuttgarter Zeitung” und lobt die “wunderbar leichtfĂĽĂźige Mischung aus Tagebuch und Reportage”. Etwas zurĂĽckhaltender, aber dennoch positiv, urteilt Georg Howahl in seiner Besprechung fĂĽr das Portal der WAZ-Gruppe “derwesten.de” in seinem Artikel “Mit einem Comic-Reisebericht Israel verstehen”. Bereits im Vorfeld zur Veröffentlichung traf sich “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne mit der Autorin zu einem Interview, in dem er Sarah Glidden zu den HintergrĂĽnden und der Entstehung des Buches befragte: “Wahrheit ist immer subjektiv“.

Weiterhin erscheinen auf tagesspiegel.de beinahe täglich neue Artikel, Interviews und Rezensionen zu Comics. In “Zwischen Klo und Kalorien” stellt Elke R. Steiner “41,3 kg – Magersucht?” von Ingrid Sabisch (GĂĽtersloher Verlagshaus) vor. Marco Behringer erkennt in Dani Monteros “Kein Blick zurĂĽck” (Edition 52) ein “beeindruckendes DebĂĽt”: “Flucht nach vorn”.“Gewalt und Romantik” bestimmen Fred Vargas’ und Edmond Baudoins neue Zusammenarbeit, “Die Tote im Pelzmantel” (Aufbau), wie Werner von Bebber feststellt. Daneben zeigt er sich von der atmosphärischen Darstellung der Stadt Paris fasziniert. Christian Endres findet vor allem die differenzierte Darstellung der freundschaftlichen Bande in “Die drei Musketiere” von Nicolas Juncker (Carlsen) gelungen: “Freundschaft ist ein seltsam Ding”.

In der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” stellt Dominic Benedict “Black Hole” von Charles Burns vor und zeigt darin Parallelen zu Superhelden-Comics auf: “Jugend, eine Horrorgeschichte”.

“Nur wenige Krimis sind intensiver erzählt und vermögen den Leser ähnlich zu fesseln”, resĂĽmiert Jons Marek Schiemann auf comicgate.de in seinem Review von “RG 2 – Bangkok Belleville” von Pierre Dragon & Frederik Peeters (Carlsen).

Alexander Frank schreibt der Autorin Kati Rickenbach auf titel-magazin.de einen Brief, schlieĂźlich ist er mit einigen Personen, die in “Jetzt kommt später” (Edition Moderne) auftauchen, vertraut: “Und schöne GrĂĽĂźe an Priska”. Einige Zutaten zuviel hat der “Crime-Cocktail” “Swinging London” von Thomas BĂ©net & Christian De Metter (Schreiber & Leser), schreibt Christian Neubert an gleicher Stelle: “Vermixt und Zugenäht”.

FAZ-Feulletonist Andreas Platthaus stellt auf seinem Blog “Alien” von Aisha Franz (Reprodukt) vor “Mädchen vs. Alien” und adelt die Autorin als “eine der groĂźen deutschen Comic-Hoffnungen”.

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂĽber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂĽndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “BarfuĂź durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂĽber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂĽber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäuĂźert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer AnlaĂź ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂĽck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂĽber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂĽr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂĽber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen.” resĂĽmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂĽber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” ĂĽber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.

Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog fĂĽr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂĽber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂĽber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

Titel-Magazin mit Comic-Salon-Special

Donnerstag, den 10. Juni 2010

In einem umfangreichen Special widmet sich das Titel-Magazin dem Comic-Salon Erlangen, der am Sonntag zuende ging. Neben einem Messerundgang von Andreas Alt und einem Bericht ĂĽber die Max und Moritz-Preisverleihung (mitsamt Vorstellung der Gewinner) von Christopher Franz stehen vor allem die Autorinnen und Autoren im Vordergrund, die in Interviews vorgestellt werden.

Vors Mikrofon gebeten wurden Nicolas Mahler (“Engelmann”, Carlsen), Simon Schwartz (“drĂĽben!”, avant-verlag), Barbara Yelin (“Gift”, Reprodukt), und Flix (“Held”, Carlsen). Ebenfalls vorgestellt werden die jeweiligen Neuerscheinungen der AutorInnen.

Denis Scheck, Jurymitglied und Moderator der Max und Moritz-Gala erzählt in einem Interview von der Faszination, die Comics auf ihn ausüben und welche Titel ihm zuletzt persönlich gut gefallen haben. Weitere Buchvorstellungen und Berichte runden das Special ab. Man findet es hier.

Graphic Novels auf dem Comic-Salon Erlangen

Donnerstag, den 15. April 2010

Das Programm des Comic-Salons Erlangen nimmt langsam Formen an. Nachdem Bodo Birk kĂĽrzlich an dieser Stelle erstmals einen Einblick in den Stand der Dinge gegeben hat, beantwortete er nun fĂĽr titel-magazin.de einige Fragen und stellt in groben ZĂĽgen das Programm vor.

In Podiumsgesprächen und Vorträgen will man sich dabei besonders mit dem Schreiben fĂĽr den Comic beschäftigen, also mit dem Autor. Folgerichtig wird das Schaffen von Peer Meter , einem der wenigen deutschen Szenaristen, in einer Ausstellung vorgestellt werden. Unter anderem werden von Barbara Yelin gezeichnete Seiten aus der aktuellen Produktion “Gift” (Reprodukt) zu sehen sein. AuĂźerdem gibt Isabel Kreitz Einblick in die Entstehung von “Haarmann” (Carlsen), das – ebenfalls in Zusammenarbeit mit Peer Meter – fĂĽr den Herbst 2010 bei Carlsen geplant ist.

Wie ein Blick in die gerade veröffentlichte Liste der Aussteller verrät, werden neben den klassischen Comicverlagen mit Knesebeck, Jacoby & Stuart und Wiley-VCH auch einige Buchverlage vertreten sein, die – wie zum Beispiel Knesebeck mit “Mutter hat Krebs” von Brian Fies – auch Comics verlegen.

FĂĽr titel-magazin.de sprach Andreas Alt mit Bodo Birk.

Zwei, drei Tage eintauchen in die Welt der Comics

Der 13. Internationale Comic-Salon Erlangen vom 3. bis 6. Juni wirft seine Schatten nicht voraus. Während Fremdenzimmer in der Gegend schon praktisch ausgebucht sein dürften, sind noch kaum Inhalte des größten deutschen Comicfestivals an die Öffentlichkeit gedrungen. Was auch an Finanznöten der Stadt liegt, gegen die wieder einmal angekämpft werden musste. ANDREAS ALT hat dem Organisator im Erlanger Kulturbüro, Bodo Birk, nun Näheres über Programmschwerpunkte und Weiterentwicklungen entlockt.

Nur noch zwei Monate bis zum Comic-Salon, und es ist noch wenig vom Programm bekannt. Ist das normal?

Wir haben immer eine relativ kurze Vorbereitungszeit. Mit der konkreten Organisation beginnen wir in der Regel Anfang des Jahres. In diesen Tagen würde eigentlich unsere erste große Programm-Pressemitteilung rausgehen. Wir sind ein bisschen später dran, weil wir auf Grund der Finanzlage der Kommunen eine Reihe kulturpolitischer Turbulenzen zu überstehen hatten. mehr

“Astrid war die Stilikone”

Donnerstag, den 8. April 2010

Bereits seit einiger Zeit angekĂĽndigt ist die neue Graphic Novel von Arne Bellstorf (“Acht, Neun, Zehn”), die passend zur Buchmesse in Frankfurt erscheinen wird: In “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (beide Reprodukt) erzählt er die Geschichte der Beatles in Hamburg, der Kunsthochschulszene und der Jugend- und Subkultur um 1960. Im Mittelpunkt steht das Aufeinandertreffen der Fotografin Astrid Kirchherr und des Musikers und KĂĽnstlers Stuart Sutcliffe, den John Lennon am Liverpooler College of Art kennengelernt hatte.

Nachdem David Hugendick im letzten Jahr Arne Bellstorf fĂĽr “Die Zeit” ĂĽber die Schulter schaute, hat sich nun Brigitte Helbling mit dem Hamburger Zeichner getroffen und einen ausfĂĽhrlichen Werkstattbericht (mit erstmals gezeigten Seiten) auf der “Titel-Magazin”-Website veröffentlicht.

“Astrid war die Stilikone”

Die Geschichte von Astrid Kirchherr und Stuart Sutcliffe erscheint demnächst als Comic-Roman. Titel-Magazin bringt ein Interview mit einer exklusiven Vorschau aus Arne Bellstorfs Bilderwerkstatt.

„Ich fahr nach Hamburg!“ beschlieĂźt der Kunststudent und Bassspieler Stuart Sutcliffe im Film Backbeat, und das tut er dann auch, zusammen mit seinem Kumpel John Lennon und der noch wenig bekannten Combo Beatles. In der Hansestadt treffen die Liverpooler Musiker auf eine blonde Fotografin, die der Band ihren Bassisten ausspannt und die Jungs zu einer neuen Frisur inspiriert – Astrid Kirchherr.

Seit der legendären Begegnung zwischen Kirchherr, Sutcliffe und den Beatles sind 50 Jahre vergangen, und pünktlich zu diesem Jubiläum wird nun das Graphic Novel des 30-jährigen Comic-Künstlers Arne Bellstorf erscheinen, mit einer Geschichte, die den geschichtsträchtigen Moment mit feinem Hamburger Understatement aufnimmt. Titel: Baby’s in Black. mehr

Arne Bellstorf begleitet die Entstehung mit einem Produktionsblog, auf dem er Skizzen, Zeichnungen und Referenzmaterial postet.

Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchher & Stuart Sutcliffe, ISBN 978-3-941099-12-8, 224 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Oktober 2010 bei Reprodukt

Neue Rezensionen – Februar 2010 (3)

Samstag, den 27. Februar 2010

Bis auf die Titelseiten der überregionalen Presse schaffte es die Meldung, dass am vergangenen Montag das Comic-Heft mit dem ersten Auftritt Supermans für unerhörte 1.000.000 Dollar den Besitzer wechelte. Davon einmal abgesehen, dass Batman am Donnerstag mit 1.075.500 Dollar nachgelegt hat, gab es in den vergangenen Tagen viele weitere Artikel über Comics bzw. Graphic Novels.

FĂĽr die “SĂĽdwest Presse” wirft Markus Kirzynowski anlässlich der Wiederveröffentlichung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) einen schlaglichtartigen Blick auf verschiedene Comic-Reportagen, jene “Kriegsberichte mit Tusche und Feder”.

“Die Welt ist schlecht, ungelogen!” warnt Nils KurfĂĽrst auf titel-magazin.de in seiner Besprechung von Winshluss’ Version des “Pinocchio” (avant-verlag). Wie er ausfĂĽhrt, geht es dem Autor jedoch nicht um eine negative Utopie: “Politische, soziale und ökologische BezĂĽge machen aus Pinocchio eine sehr offenkundige Gesellschaftskritik.” Nicht nur im Inhalt sieht Alexander Frank an gleicher Stelle ein Abenteuer, vielmehr erkennt er in den drei Teilen von Guiberts, Lefèvres und Lemerciers Reportage-Trilogie “Der Fotograf” (Edition Moderne) ein “Abenteuerliches Kunstwerk”.

Wie unter anderem an dieser Stelle gezeigt, haben unterschiedliche Medien aus aktuellem Anlass Olivier Kas und Alfreds Buch “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen) aufgegriffen. Das autobiografische Buch, in dem Olivier Ka sexuelle Ăśbergriffe eines katholischen Geistlichen verarbeitet, stellt Christian SchlĂĽter unter der Ăśberschrift “Der Ăśbergottesmann” auch in der “Frankfurter Rundschau” vor und betont, dass Autor Olivier Ka mit UnterstĂĽtzung von Zeichner Alfred im “Comic jene Bilder-Sprache (findet), die ihn das Trauma verarbeiten” lässt.

“Ein anderer Traum von Israel” sei Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag), so Thomas Hummitzsch auf textem.de: “Ben Katchor ist es in seinem viel gelobten Comic gelungen, die Vielfalt der jĂĽdischen Eigenart in schlichte, aber geniale Tuschezeichnungen zu ĂĽbertragen und dabei zugleich ein StĂĽck amerikanisch-jĂĽdische Geschichte zu erzählen.”

Eine ganz eigenwillig-unterhaltsame Rezension der Comic-Umsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) schreibt Christoph Manel auf literaturmarkt.info mit “2327,78 Grad Celsius”. Obwohl er das Buch rundweg positiv bespricht, schiesst er sich mit dem ResĂĽmĂ©e selbst ins Knie: “Am Ende bleibt auf einer Art metaphysischer Ebene jedoch die Frage im Raum stehen, ob eine Comicfassung von “Fahrenheit 451″ nicht vielleicht ein erster Schritt zu der im Buch thematisierten Degeneration von Literatur sein könnte?” Oha, das liest sich wie Comic-Kritik der 1950er-Jahre.

Als Antwort darauf könnte man Moritz Honerts Beitrag fĂĽr tagesspiegel.de lesen, legt er doch dar, warum Bradburys “Flammender Appell” auch als Comic funktioniert. DafĂĽr kritisiert er in “Jahreszeiten der Gewalt” die Neuauflage von Hugo Pratts und Milo Manaras Geschichte “Ein indianischer Sommer” (Panini), deren frivolen Ton er mit dem zum Teil gewalttätigen Inhalt kollidieren sieht. Sven Jachmann erkennt an gleicher Stelle in der Neuauflage des von Neil Gaiman geschriebenen und von Dave McKean zeichnerisch umgesetzten “Black Orchid” (Panini) “Esoterisches Flaschendrehen”: Eindimensionale Mythisierung drohe in Reaktionismus umzukippen.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de, ebenfalls eine Neuauflage, dafĂĽr wieder lobende Worte: Katja Schmitz-Dräger schaut bei Craig Thompsons “Blankets” (Carlsen) “Unter der Decke” nach, ob das Buch ĂĽber die Jahre an Reiz verloren hat, kommt aber zum SchluĂź: “Meisterwerk”.

Das gleiche Fazit formuliert Frank Schäfer, der eben jenen Titel in der “Jungen Welt” bespricht. Der umfangreiche Band hat tatsächlich mehr als “Zeichen hinterlassen”, so ergriffen sieht der Rezensent Craig Thompson neben Art Spiegelman und scheut nicht, “Blankets” mit der Bibel zu vergleichen.

FĂĽr die “Kölnische Rundschau” sprach Barbara Buchholz mit Robert Venditti, dem Autor des mit Bruce Willis in der Hauptrolle verfilmten “The Surrogates” (Cross Cult, Zeichnungen von Brett Weidele). Mittelpunkt der Geschichte ist die Idee, dass in Zukunft mit Robotern “Ein zweite Ich fĂĽr Jedermann” angeboten wird.

Zum AbschluĂź noch ein Video des britischen Verlages “Self Made Hero”, der Reinhard Kleists “Cash – I see a darkness” (Carlsen) auf Englisch veröffentlicht und den Berliner KĂĽnstler unter anderem beim Zeichnen beobachtet hat.

Reinhard Kleist – The Man in Black and White from SelfMadeHero on Vimeo.

Neue Rezensionen – Februar 2010 (2)

Donnerstag, den 11. Februar 2010

FĂĽr die in Bern erscheinende Tageszeitung “Der Bund” berichtet Christian Gasser in “Tiefdruckgebiet ĂĽber AngoulĂŞme” ĂĽber das Comicfestival in der westfranzösischen Stadt und stellt dabei besonders den wirtschaftlichen Aspekt heraus: Mehr und mehr Titel bei sinkenden Durchschnittsauflagen machen dabei vor allem den Kleinverlagen das Ăśberleben schwer. Ebenfalls in “Der Bund” stellt Gasser seinen “Comic des Jahres 2008″ vor: Den inzwischen auch auf Deutsch im avant-verlag erschinenen “Pinocchio” des französischen Autoren Winshluss: “Die Nase als Flammenwerfer und im Kopf eine Kakerlake”.

Bereits vor dem tatsächlichen Erscheinen sendete das “Deutschlandradio” einen Beitrag zu Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt). Der Beitrag lässt sich noch hier als MP3-Datei nachhören bzw. herunterladen. Gleiches gilt fĂĽr Ralf Königs (“Hempels Sofa”, Rowohlt) Laudatio auf Stanley Kubricks Film “2001 – Odyssee im Weltraum”, die hier noch zu hören ist (ebenfalls als MP3-Datei).

“Die einen trauen sich, die anderen nicht”, so fasst Brigitte Helbling auf den Seiten des Online-Feuilletons “titel-magazin.de” Pascal RabatĂ©s “Bäche und FlĂĽsse” (Reprodukt) zusammen und stellt fest: “Bäche und FlĂĽsse ist About Schmidt ohne die zermĂĽrbende Melancholie”.

Auf “satt.org” stellt Felix Giesa mit “Orang 8″ die aktuelle Ausgabe der Anthologienreihe vor, in der sich Graphic Novel-Autorinnen und Autoren wie Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Herausgeber Sascha Hommer (“Vier Augen”, alle erschienen bei Reprodukt) und einige in Deutschland noch unbekannte Autoren mit neuen Kurzgeschichten präsentieren. Laut Giese offerieren alle Beiträge “eine augenöffnende Schau (…), was Comic alles noch sein kann”.

Zur Verfilmung von Jacques Tardis (“120, Rue de la gare”) Mystery-Serie “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (alle erschienen bei Edition Moderne) durch Luc Besson ist ein Trailer erschienen, der sich unter anderem hier ansehen lassen kann. Die Website zum Film ist bisher in französischer und englischer Sprache anwählbar, bis der Film im September in Deutschland startet wird das sicher behoben sein.

Neue Rezensionen – Dezember 2009 (2)

Dienstag, den 22. Dezember 2009

Zum Jahresende noch einmal ein kleiner Rundumschlag mit Rezensionshinweisen im Netz.

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FĂĽr titel-magazin.de bespricht Christian Neubert unter dem Titel “Trau ihm, er ist ein Cop” den Auftakt zu Pierre Dragons und Frederik Peeters’ Reihe “RG – Verdeckter Einsatz in Paris” (Carlsen).

Auf comicgate.de gab es seit Anfang Dezember einen ganzen Schwung an Besprechungen von neuen Graphic Novels: Andreas Völlinger ĂĽber “Elende Helden” von Baru (Edition 52), Benjamin Vogt ĂĽber “Bäche und FlĂĽsse” von Pascal RabatĂ© (Reprodukt), Thomas Kögel ĂĽber “Jenseits” von KerascoĂ«t & Fabien Vehlmann (Reprodukt) und noch einmal Benjamin Vogt ĂĽber “Liebe + Helden” von Andi Watson (Modern Tales).

Auf comicradioshow.com schreibt Michael HĂĽster zu “PĂĽnktchen und Anton” von Isabel Kreitz (Cecilie Dressler). Michael Fredrich rezensiert “Vier Augen” von Sascha Hommer und schlieĂźlich schreibt Jochen Garcke zu “Prosopopus” von Nicolas de CrĂ©cy (beide Reprodukt).

tagesspiegel.de wartet mit Rezensionen zu folgenden BĂĽchern auf: Lutz Göllner schreibt unter dem Titel “Taniguchi auf der Rutschbahn” zu “Von der Natur des Menschen” von Jiro Taniguchi (Carlsen), Katja Schmitz-Dräger unter “Vergoldeter Herbst” zu “Bäche und FlĂĽsse” von Pascal RabatĂ© (Reprodukt) und schlieĂźlich Redakteur Lars von Törne unter dem Titel “Wege der Wut” zu “Elende Helden” von Baru (Edition 52).

Auf textem.de stellt Britta Madeleine Woitschig das erste Buch einer interessanten neuen Krimi-Reihe bei Ariel Press vor: “Harker Book One: The Book of Solomon” von Roger Gibson (Serienidee und Szenario) und Vince Danks (Zeichnungen). Keine Graphic Novel, aber eine interessante Veröffentlichung eines namhaften amerikanischen Kritikers wird ebenfalls von Britta Madeleine Woitschig empfohlen: “Unpopular Culture” von Bart Beatty (University of Toronto Press), dessen mehr oder minder regelmäßig erscheinende Kolumne zu europäischen Comics auf comicsreporter.com ebenfalls immer mal wieder einen Blick wert ist.

Neue Rezensionen – Dezember 2009 (1)

Donnerstag, den 10. Dezember 2009

Vor allem auf den Seiten von Online-Feuilletons und auf Blogs wurden in den vergangenen Wochen Graphic Novels vorgestellt und besprochen. Eine Auswahl findet sich hier.

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FĂĽr das Autorennetzwerk suite101.de wirft Marco Behringer einen Blick in Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) und ordnet die “journalistische Graphic Novel ĂĽber den Alltag der Palästinenser” in das Graphic Novel-Subgenre der Comicreportage ein.

Das Interesse fĂĽr Simon Schwartz’ DebĂĽt “drĂĽben!” blieb auch in den vergangenen Wochen beständig hoch und weitere Medien berichteten ĂĽber die Ost-West-Familiengeschichte des Berliners. FĂĽr einheits-brei.de, ein Onlineprojekt des 6. Jahrgangs der electronic media school (ems) in Potsdam, wurde der Autor interviewt, der Text findet sich hier: “Endlich drĂĽben – eine Ausreisegeschichte als Comic”. Ein weiteres Interview fĂĽhrte Simon Schwartz mit einem Vertreter von visuellepolitik.at, das Ergebnis ist hier zu lesen: “Die DDR im Kopf”. Auch in Dänemark fand “drĂĽben!” Beachtung: Autor und Buch wurden von Benjamin Krasnik im “Kristeligt Dagsblad” unter dem Titel “Muren er vigtig for mig og landets historie” vorgestellt.

Kriminalcomics stehen im Mittelpunkt des Artikels “Crime and Punishment”, den Benjamin Vogt fĂĽr das österreichische Kulturportal “The Outfit” verfasst hat. Vorgestellt werden unter anderem “RG – Riad an der Seine” (Carlsen) von Pierre Dragon & Frederik Peeters sowie “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult) von Jon J. Muth.

“Ăśppig grĂĽnes Grauen” liest Brigitte Helbling in Fabien Vehlmanns und KerascoĂ«ts modern-morbiden Märchen “Jenseits” (Reprodukt) und schreibt darĂĽber auf der Website von titel-magazin.de. Ăśber den gleichen Titel schreibt auch Markus Dewes auf tagesspiegel.de und fasst dort zusammen: “Märchenfiguren im Blutrausch”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt der Politikwissenschaftler Thomas Greven in seiner Kolumne einen politischen Comic vor; den hierzulande noch unveröffentlichten “A.D. – New Orleans after the Deluge” (Pantheon Books) von Josh Neufeld, der sich mit der “Amerikanischen Sintflut” in New Orleans befasst. Ressortchef Lars von Törne schreibt an gleicher Stelle ĂĽber “Miller und Pynchon” (Luftschacht): “Männer weinen heimlich”.

Auf echo-online.de stellt Heide Germann fest, dass “Der Krieg der Knöpfe” (Kinderbuchverlag Wolff) von Mathieu Gabella & ValĂ©rie Vernay nach Louis Pergaud nicht nur fĂĽr Comicleser interessant ist.

Warum der Aufschrei angesichts der Bibel-Umsetzung “Genesis” (Carlsen) von Robert Crumb ausblieb, ist dem Schweizer Rundfunk DRS2 klar. Online kann nachgehört werden, warum: “Crumbs ‘Genesis’ schockiert kaum”.

fm4.at, die Website des Jugendsenders des ORF, präsentiert ein Interview mit dem Autor und Zeichner der Fussballer-Biografie “Der Papierene, Band 1″ von Sascha Dreier (Ueberreuter), das Christian Achatzi und Reinhard Krennhuber fĂĽr das Fussballmagazin “Der Ballesterer” fĂĽhrten. “Die sitzen alle auf meinem Tisch”, wird der Autor zitiert.

Guy Delisles Reisebericht “Aufzeichnungen aus Birma” (Reprodukt) bespricht FrĂ©dĂ©ric Villan fĂĽr spreeblick.de und kommt zu dem Schluss, dass es sich um “ein groĂźartiges, ein ausgezeichnetes Buch” handelt.

Neue Rezensionen – November 2009 (2)

Freitag, den 20. November 2009

Auch wenn die Medien 20 Jahre nach dem Fall der Mauer den Fokus auf thematisch passende Comics wie “drĂĽben!”, “GrenzĂĽberschreitungen” oder “Da war mal was…” gelegt haben, gab es eine ganze Reihe weiterer Besprechungen in Print und im Web, die nicht unerwähnt bleiben sollen.

cover_november2FĂĽr die Comicwebsite des Berliner “Tagesspiegels” schreibt Markus Dewes ĂĽber Rutu Modans “Blutspuren” (Edition Moderne). Der Geschichte, die “Nach dem Knall” spielt, attestiert er, “sensibel, unkonventionell und jenseits aller Stereotypen” erzählt zu sein.

Brigitte Helbling wĂĽnscht sich von Sascha Hommer nach seiner autobiografischen Erzählung “Vier Augen” (Reprodukt) eine RĂĽckkehr ins Heute und eine aktuelle, nicht zurĂĽckschauende Geschichte. “Kein Superheld. Nirgends.” ĂĽberschreibt sie ihren Artikel fĂĽr das Titel-Magazin. Weitaus harscher geht Comicrezensent und Prosaautor Thomas von Steinaecker mit dem Buch ins Gericht. Wie er auf jetzt.de in seiner “SpĂĽrst Du schon was?” betitelten Rezension ausfĂĽhrt, hatte er sich von Sascha Hommers neuem Buch mehr versprochen.

Ein “wahrhaft fabelhaftes PersonenstĂĽck” erkennt Benjamin Vogt in Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag). “Aufbruchstimmung im Frack und Zylinder” titelt er im österreichischen Online-Feuilleton “The Outfit”.

Auf “Spiegel Online” stellt David Kleingers die vor allem in den USA erfolgreiche Teenager-Serie “Scott Pilgrim” (Oni Press) von Bryan Lee O´Malley vor, die er als “GroĂźe Oper im Garagensound” beschreibt.

Publisher’s Weekly empfiehlt in einer Kurzrezension die englischsprachige Ausgabe von Reinhard Kleists “Cash – I see a darkness” (Carlsen, bzw. Abrams ComicArts) jedem, der sich nur vage fĂĽr den Musiker Johnny Cash interessiert. Bevor er am Wochenende zum Comicfestival Comica 09 in London reist, sprach Mitorganisator und Comicjournalist Paul Gravett mit Reinhard Kleist ĂĽber seine Arbeit. Das Interview kann auf Paul Gravetts Website gelesen werden.

Auf textem.de wurde auf zwei Comics verwiesen: Thomas Hummitzsch schreibt dort unter der Ăśberschrift “Verschollen in MĂĽnchen” ĂĽber Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen). In der zeichnerischen Umsetzung erkennt er unter anderm Anleihen bei George Grosz und Otto Dix. “Weiter im Bibeltext” geht es mit Ralf König und seiner neuen Adaptation einer Bibelgeschichte in “Archetyp” (Rowohlt). Thomas Hummitzsch fragt sich abschliessend, welcher “Typ” nun folgen wird.