Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Ulli Lust’

Graphic Novels in den Medien – 14. Juni 2013

Freitag, den 14. Juni 2013

In der Magazinsendung “Theodor” im rbb wurde kürzlich “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane vorgestellt.

In der Süddeutschen Zeitung stellte Christoph Haas Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor – und ist voll des Lobes: “Ein Netz namens Beirut”.

Marijpol hat sich für das Magazin Intro mit Redaktuer Bastian Küllenberg über ihr neuens Buch “Eremit” (avant-verlag) unterhalten. Der Artikel lässt sich hier nachlesen: “Comic: Autorin und Zeichnerin Marijpol im Gespräch”.

Zwei Krimis werden in der Badischen Zeitung vorgestellt – und mit Lob bedacht: Darwyn Cookes Richard Stark-Adaption “Hunter” (Eichborn), sowie “The Homeland Directive” Robert Venditti und Mike Huddleston (Carlsen): “Finsterer Krimi”“Furioser Thriller”.

Die Veröffentlichung von “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) und die Veranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer war Thema in der Berliner Presse. So berichtet Roxane Meger für die Berliner Morgenpost: “Berliner Künstler erzählen Flucht aus der DDR in einem Comic” und Moritz Honert für den Tagesspiegel: “Berliner Fluchthelfer kommt ins Comic”.

Auf tagesspiegel.de schreibt Nadine Lange über den “Mann, der John Lennon Wände anstreichen ließ”, bzw. das Buch “Liverfool” von Damien Vanders und Gihef über den Clubbesitzer Allan Williams.

“Die Superhelden haben mich nicht befriedigt” sagt Comic-Autor David Boller der schweizer Zeitung Blick. Anlass ist die Veröffentlichung seines autobiografischen Bandes “Ewiger Himmel” (Zampano).

In der Sendung “NDR Kultur” zeigte der Comic-Autor Max (“Bardin, der Superrealist”, Reprodukt) “Wie eine Graphic Novel entsteht …”. Ergänt wird der online nachlesbare Bericht von Claudio Campagna um eine Bildergalerie, in der die verschiedenen Stadien der Entstehung eines Comics gezeigt werden.

Über das Symposium zum Thema “Autorencomics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel” an der HBK Saar berichtet Tobias Kessler für die Saarbrücker Zeitung: “International besetztes Comic-Symposium und Ausstellung an der HBK”.

Eine ganze Reihe von Beiträgen über Comics wurden zuletzt im Deutschlandfunk ausgestrahlt: So stellte Tabea Soergel die “Graphic Novel über einen Serienmörder”“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) vor. Jens Balzer befasste sich mit Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp): “Krach des Krieges in Bildern”. Unter anderem die Comiczeichner Isabel Kreitz und Luke Pearson kommen im Beitrag von Dirk Schneider über die Graphic Novel Tage in Hamburg  zu Wort: “Comics zum Nachdenken”. Mit den norwegischen Autoren Steffen Kverneland und Lars Fiske unterhielt sich Kai Löffler über deren Künstlerbiografien “Munch” und “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag).

Graphic Novels in den Medien – 23. Mai 2013

Donnerstag, den 23. Mai 2013

Waldemar Kesler stellt in seiner Besprechung von David B.s und Herve Tanquerelles “Die falschen Gesichter” (avant-verlag) in der tageszeitung heraus, dass vor Allem die Reportage-artigen und Action-Elemente überzeugen: “Das Ende der proletarischen Guerilla”.

Durch Ulli Lusts Umsetzung als Comic sieht Philip Dulle Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp) auf eine neue Stufe gestellt, wie im Nachrichtenmagazin Profil sowie online auf profil.at nachzulesen ist: “Ulli Lusts NS-Graphic-Novel Flughunde. Im ergänzenden Interview mit Dulle geht die Autorin auf die Hintergründe der Arbeit an dem Buch ein.

“Einen auf viele Seiten hin offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comic-Roman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag), wie er in seiner Besprechung im Deutschlandfunk zu Gehör gibt: “Berührend-spannungsgeladene Beziehung im Jahr 2048″. Direkt zum Audio-Beitrag geht es hier.

Susanne Harmsen hält es für einen richtigen Schritt, mit einem Buch wie “Die große Transformation” (Jacoby & Stuart) auf die praktischen Herausforderungen des Klimawandels hinzuweisen, wie sie auf Deutschlandradio Kultur sagte: “Eine Aufgabe für die ganze Welt”. Auch diesen Beitrag kann man nachhören, und zwar hier.

“Bücher können zum Lachen bringen und nachdenklich machen, sie können Betroffenheit erzeugen und verstören. Bücher können persönliche Schicksale aufgreifen und eine Gesellschaft sezieren. Im besten Fall machen sie all das zusammen. So wie Jimmy Corrigan.” Das schreibt Markus Lippold in seiner Buchvorstellung von Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” (Reprodukt) auf n-tv.de: “Der große Corrigan”.

Weniger eine Huldigung als eine Annäherung mit “Leichtigkeit und Lakonie” sieht Janina Labhard in Julie Birmants und Clément Oubreries “Pablo” (Reprodukt), wie sie auf srf.ch schreibt: “Pablo Picasso als Comicfigur”. Dort kommt im Audiobeitrag auch Übersetzerin Claudia Sandberg zu Wort.

Christian Endres schreibt auf tagesspiegel.de über den autobiografischen Band “Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (metrolit). “Der Weg zur Hölle” ist, wie Endres schreibt, eine “eindrucksvolle Bestandsaufnahme”.

An gleicher Stelle interviewt Thomas Hummitzsch den in Berlin lebenden Autoren David Zane Mairowitz, dessen in Zusammenarbeit mit Robert Crumb entstandene Biografie “Kafka” kürzlich bei Reprodukt veröffentlicht wurde: “Crumb hat dieselben Ängste wie Kafka”.

Auf Radio Bremen stellte Lina Kokaly anlässlich einer Lesung vor Ort die in Bremen spielende Graphic Novel “Böse Geister” von Peer Meter und Gerda Raidt (Reprodukt) vor. Der Beitrag kann hier noch einmal angesehen werden: “Graphic Novel über Gröpelingen”.

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Über die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ägypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler über den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder für die neue Stadt”.

Jürgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung über “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), für den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “große Saga eines Milieus und einer ländlichen Mentalität”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der Banalität, aber auch der Lächerlichkeit des Bösen”, wie Katja Lüthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

Anlässlich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das große Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind erschütternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfällt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose Erzählung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer früheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur Stückwerk, das nicht zusammengeht.”: “Prügeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

Zwei Videos über Graphic Novels

Donnerstag, den 25. April 2013

Wie bereits gemeldet, stellte Literaturkritiker Denis Scheck kürzlich “Jimmy Corrigan – Der klügte Junge der Welt” in der Sendung “Literatur im Foyer” des SWR vor. Besonders die Reaktion der offenbar nicht comic-affinen Thea Dorn sorgten im Anschluss für einige Reaktionen (u.a. hier und hier). Das Video der Buchvorstellung lässt sich nun auch auf youtube ansehen, bzw. direkt hier.

Im Medienmagazin “Zapp” des NDR befasste sich ein Beitrag mit Journalismus in Comic-Form. Darin kommen Autorin Ulli Lust (“Fashionvictims, Trendverächter”, avant-verlag) und Verleger Johann Ulrich zu Wort. Der Beitrag “Aufgezeichneter Journalismus” kann hier angesehen werden.

Graphic Novels in den Medien – 23. April 2013

Dienstag, den 23. April 2013

In der SWR-Büchersendung “Literatur im Foyer” stellte bereits am vergangenen Donnerstag Literaturkritiker Denis Scheck “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt) vor und stellte dabei heraus: “Es handelt sich hier um große Literatur, um Weltliteratur.” Die Sendung mit Thea Dorn und Dirk Kurbjuweit lässt sich bis auf weiteres in der Mediathek vom SWR betrachten (ab Minute 21).

Als “Schlüsselwerk der jüngeren Comicgeschichte” bezeichnet Christoph Huber den Band in der Wiener Presse: “Generationen des Leids”.

In der heutigen Ausgabe der Welt stellt Matthias Heine die Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” von Ulli Lust (Suhrkamp) vor: “Es war eine durchaus gewagte Idee, den düsteren, in der Nazizeit spielenden Roman einer Zeichnerin anzuvertrauen, die zwar zu den besten im deutschsprachigen Raum gehört, bisher aber eher Gegenwartsstoffe illustriert hatte. Doch es hat funktioniert.”: “Kindertotenlieder im Bunker”.

Lars von Törne erkennt in dem Buch eine “kongeniale Adaption”, wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “Flüstern und Schreien”.

“Man wird zu einem Teil des Ortes” sagt Philip Cassirer, Autor des Reisecomics “Was kostet ein Yak?” (Carlsen) im Interview mit Thomas Hummitzsch, das an gleicher Stelle erschien. Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Nadine Lange Danielle de Picciotto vor, die über ihr Nomadenleben das Buch “We are Gypsies now” (metrolit) gemacht hat: “In tausend Tagen um die Welt”.

“Auch in Grautönen politisch” ist die Autorin Paula Bulling, wie es im Beitrag auf der Website der Deutschen Welle heisst, in dem die in Berlin lebende Künstlerin sowie ihr Buch “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag) vorgestellt wird. In einer Bildergalerie werden darüber hinaus aktuelle Arbeiten gezeigt: “Auf den Spuren einer Protestbewegung”.

“Eine der schönsten Comic-Entdeckungen seit Langem” nennt Jens Balzer “Der Tod von Adorno” von Helmut Wietz (metrolit), wie er im Cicero schreibt: “Porno mit Adorno”.

Kai Löffler stellte auf WDR3 Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor. Der Beitrag kann hier nachgelesen und -gehört werden.

Das “Kulturgespräch” im HR mit Simon Schwartz (“Packeis”, avant-verlag) kann hier nachgehört werden.

Lobende Worte findet FAZ-Blogger Andreas Platthaus für “Wie ein leeres Blatt” von Boulet und Pénélope Bagieu (Carlsen): “Wie man sein Leben wiederaufbaut”.

Graphic Novels in den Medien – 15. April 2013

Montag, den 15. April 2013

Auf Spiegel Online stellt Hannah Pilarczyk den Autoren Luke Pearson vor, dessen “Hilda und der Mitternachtsriese” nun auch auf deutsch bei Reprodukt erschienen ist: “Gestatten, Welteroberin!” Ihr Resümée: “Die kleine Hilda ist die Heldin eines der schönsten Comics der vergangenen Jahre.”

Gleich zwei Graphic Novels und ihre AutorInnen wurden kürzlich in der tageszeitung vorgestellt: Amadeus Ulrich besuchte Marijpol in ihrem Hamburger Atelier, um mit ihre über “Schwere Kost aus Altona” zu sprechen. Denn die Drastik des Dargestellten in ihrem Buch “Eremit” scheinen beim Autor des Artikels Spuren hinterlassen zu haben. Dass in Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klügte Junge der Welt” auch Humor eine wichtige Rolle spielt, stellt Katja Lüthge heraus: “Anruf vom unbekannten Vater”.

Eine “kongeniale Adaption” erkennt Lars von Törne auf tagesspiegel.de in Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp), die heute in die Läden kommt: “Flüstern und Schreien”.

Wie Boris Kunz für das Titel Magazin schreibt, ist Joe Dalys “Doppeltes Glück mit Rotem Affen” (avant-verlag) ein Comic, “der sich zwar nicht ernst nimmt, aber nicht in bloßes Zitieren und Herumalbern ausartet.” Hier geht es zum Artikel.

Für die Wiener Presse stellt Cristoph Huber Paco Roca und seinen Band “Der Winter des Zeichners” (Reprodukt) vor: “melancholisch und bestürzend aktuell”. Der Artikel kann hier nachgelesen werden: “Der Aufstand der Zeichner”.

“Ich war immer von dunklen Geschichten fasziniert” sagt Lukas Jüliger im Gespräch mit Sören Sgries, der den Autor von “Vakuum” (Reprodukt) für die Rhein-Neckar-Zeitung interviewte.

Ein weiteres Autorenportrait erschien im Gießener Anzeiger, denn die “Comic-Zeichnerin Elke Steiner stellt ihre Arbeit am Werk „Die anderen Mendelssohns“ vor”. Darin wird es um Carl Mendelssohn Bartholdy, Sohn des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gehen.

In der Kultursendung “Fidelio” auf hr2 war kürzlich Simon Schwartz zu Gast, um über seine Arbeit an seinem Buch “Packeis” (avant-verlag) zu sprechen. Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

“Eine Reise ins Nichts – hin und retour”

Mittwoch, den 27. März 2013

Die Anthologie “Eine Reise ins Nichts – hin und retour” steht ganz im Zeichen der Comics aus Österreich: Versammelt werden in dem Band Geschichten von zehn aus Österreich stammenden Künstlerinnen und Künstlern wie zum Beispiel Ulli Lust (“Flughunde”, Suhrkamp), Nicolas Mahler (“Kunsttheorie versus Frau Goldgruber”, Reprodukt) und Thomas Kriebaum (“Kleiner Tod”, Luftschacht). Herausgeber sind Leopold Maurer und NÖART.

Der Begriff Comic beschreibt eine Folge von gezeichneten, oft mit Text kombinierten Bildern, die eine Geschichte erzählen, somit ist der Comic eine eigenständige Kunstform, die sich mit Literatur und Bildender Kunst überschneidet. Ursprünglich leitet sich der Begriff Comic vom englischen Begriff “comic strip” ab, was so viel heisst wie komischer Streifen, da Comics aber nicht unbedingt komisch sein müssen, wurde in letzter Zeit der neutrale Begriff “Sequenzielle Kunst” eingeführt.

In Österreich wurden und werden mit dem Begriff Comic oft nur Hefte mit lustigen bunten Bildern für Kinder und Jugendliche in Verbindung gebracht – die sogenannten “Hefterln” – und der Comic wurde im Großen und Ganzen als Schund abgetan. Comics mit künstlerischem Anspruch, die oft ausschliesslich an ein erwachsenes Publikum gerichtet sind, fristeten ein Nischendasein, unbeachtet von den Medien oder eines kunst- und literaturinteressierten Publikums.

Eine Reise ins Nichts – hin und retour, ISBN 978-3-902844-23-1, 104 Seiten, teilw. farbig, Klappenbroschur, EUR (D) 23,, EUR (A) 23,60, erschienen bei Luftschacht

Ulli Lust – Ausstellung in Rom

Sonntag, den 10. März 2013

Originalseiten aus Ulli Lusts autobiografischer Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) werden ab Dienstag, dem 12. März, in Rom gezeigt. Dann eröffnet das örtliche Goethe-Institut eine Ausstellung, die anschliessend bis zum 27. April geöffnet sein wird.

Zur Eröffnung am 12. März 2013 um 19 Uhr wird Ulli Lust anwesend ein und sich mit Moderatorin Laura Scarpa über das Buch unterhalten, das in italienischer Sprache beim Verlag Coconino Press unter dem Titel “Troppo non è mai abbastanza” vorliegt.

Goethe-Institut Rom, via Savoia, IT-15 Rom
Tel. +39 06 8440051
email: info@rom.goethe.org, rom.goethe.org

Graphic Novels in den Medien – 8. März 2013

Freitag, den 8. März 2013

Der Hamburger Lokalsender Tide TV stellte vorgestern in einem längeren Beitrag die Hamburger Comicszene vor. Zu Wort kommen Carlsen-Redakteur Ralf Keiser sowie die Comic-AutorInnen Maria Luisa Witte und Larissa Bertonasco (“Spring”) sowie Arne Bellstorf (“Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt).

Für Waldemar Kesler ist Joann Sfars “Chagall in Russland” (avant-verlag) ein “herausragender Comic”, wie er in der Welt schreibt: “Plötzlich ist Jesus ein Grüner”. “Das Chagall-Porträt von Joann Sfar ist ein großer Wurf. Sfar betrachtet dessen Malerei durch die Brille seiner eigenen Wahrnehmung der jüdischen Kultur.”

In der Frankfurter Rundschau befasste sich Christian Schlüter ausführlich mit Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit): “Der Libido-Kick von ’68″. Sein Urteil ist eindeutig, der Band sei “in seiner eigenwilligen und, gemessen an dem zur Zeit vorherrschenden Graphic-Novel-Ernst, grotesk-komischen, bisweilen dilettantischen und durchweg eklektischen Machart schlichtweg großartig.”

“Krach! Bumm! Alltag! Deutschsprachige Comics und die Kunst der Reportage”. Das auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlte Radiofeature , das sich mit aktuellen Trends im Bereich der Graphic Novel auseinandersetzt, lässt sich leider nicht nachhören – dafür liegt das Manuskript in zwei Dateiformaten zum Nachlesen vor. Zu Wort kommen darin die AutorInnen Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”), Paula Bulling (“Im Land der Frühaufsteher”), Verleger Johann Ulrich (alle avant-verlag), David Schraven (“Kriegszeiten”) und der Ladeninhaber Torsten Alisch vom Groben Unfug in Berlin. Redakteurin des Beitrags war Anette Selg.

Update: Das Feature kann nun hier nachgehört werden.

Selg stellte im Radiofeuilleton des Deutschlandfunks auch “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached vor: “Illustrierte Vergangenheitsbewältigung”. Die Autorin kommt ausführlich zu Wort.

Auf tagesspiegel.de stellt Marc Röhling zwei Veröffentlichungen des amerikanischen Comic-Journalisten Joe Sacco vor, von der eine (“Reportagen”, Edition Moderne) in Kürze auf deutsch erscheinen wird: “Sacco und wie er die Welt sieht”.

Für den in den vergangenen Tagen verstorbenen Comic-Autoren Didier Comès schreibt Ralph Trommler auf tagesspiegel.de einen Nachruf: “Ein Pionier der Graphic Novel”.

Comic-Künstler unterwegs

Donnerstag, den 28. Februar 2013

Der Hamburger Comicautor Calle Claus wird am kommenden Samstag auf der Comic Börse Hamburg seinen neuen Band “White Line” (Edition 52) signieren. Die Börse findet im Haus Eimsbüttel statt.

Im Rahmen des Projekts Comic-Transfer des Goethe-Instituts reisen derzeit Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) und Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”, Reprodukt) durch Italien und stellen Zeichnungen und Skizzen auf dem Comic-Transfer-Blog ein.

Bereits im Januar war Paula Bulling (“Im Land der Frühaufsteher”, avant-verlag) in New York unterwegs und hat dort einige Wochen für ihr neues Comic-Projekt recherchiert, das sich mit der Occupy-Bewegung befasssen wird.

Etwas weiter hat es Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Mawil (“Die Band”, beide Reprodukt) verschlagen: Sie werden in den nächsten zwei Wochen in Neuseeland unterwegs sein. Am morgigen Freitag eröffnet in den Räumen der St. Paul St. Gallery die bereits in vielen Goethe-Instituten gezeigte Ausstellung “Comics, Manga & Co.” über die deutsche Comic-Szene. Parallel wird dort die Ausstellung “Nga Pakiwaituhi: New Zealand Comics and Graphic Novels” zu sehen sein, ein von Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) kuratierter Überblick über aktuelle Comics aus Neuseeland.

Zur Eröffnung sind Line Hoven und Mawil vor Ort, die in Auckland am 7. bzw. 8. März auch Comic-Workshops geben werden. Am 14. März wird es in der Massey University in Wellington dann noch ein Podiumsgespräch mit den beiden geben, bei dem sie zu sich und ihrem Schaffen befragt werden. Ergänzt wird diese Runde vom neuseeländischen Comic-Autor Mat Tait, die Moderation übernimmt Dr. Tim Bollinger.

Hamburg Haus Eimsbüttel, Doormansweg 12, D-20259 Hamburg
Öffnungszeiten: 11-15 Uhr, Eintritt: 4 EUR

ST PAUL St Gallery, 40 St Paul St, Auckland CBD, Neuseeland
www.stpaulst.aut.ac.nz

Massey University, Lecture Theatrette, 10A02, Old Museum Building, Buckle St, Wellington, Neuseeland
www.goethe.de/ins/nz/wel/ver/en10618230v.htm

“Alles Comic! Oder was? Der Boom der Graphic Novels”

Mittwoch, den 13. Februar 2013

In einem einstündigen Feature wirft Redakteur Martin Zeyn im Bayerischen Rundfunk einen Blick auf den aktuellen Graphic Novel-Markt. Die Sendung wurde im Rahmen der Reihe “RadioFeature” am vergangenen Donnerstag auf Bayern 2 ausgestrahlt. Zu Wort kommen darin unter anderem Die Comic-AutorInnen Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag), Joe Sacco (“Gaza”, Edition Moderne) und Craig Thompson (“Habibi”, Reprodukt) sowie Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (“Alois Nebel”, Voland & Quist).

Zum Beitrag gibt es hier eine umfangreiche Bildergalerie mit einleitendem Text: Alles Comic! Oder was? Der Boom der Graphic Novels”. Hier gelangt man zum Podcast der Sendung, die auch direkt hier als mp3-Datei nachgehört werden kann.

Podiumsdiskussion “Reportage im Comic” in Berlin

Freitag, den 25. Januar 2013

Im Programm des avant-verlags finden sich zahlreiche Publikationen, die dem Bereich Reportage-Comic zuzuordnen sind. Doch was macht einen Reportage-Comic eigentlich aus? Darüber diskutieren die Künstler Sophia Martineck, Tim Dinter, Ulli Lust, Susanne Buddenberg und Thomas Henseler aus dem avant-verlag am Samstag, den 26. Januar 2013 in der Galerie Neurotitan mit dem Comic-Wissenschaftler und Kunsthistoriker Jens Meinrenken, der die Veranstaltung moderiert. Der Eintritt ist frei.

neurotitan shop & gallery, Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Straße 39, D-10178 Berlin
Tel. (030) 308 725 76, Fax (030) 282 90 33
email: shop@neurotitan.de, www.neurotitan.de
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20 Uhr, So 14-19 Uhr

Ulli Lust – Lesung in Berlin

Freitag, den 18. Januar 2013

Im Rahmen der Jubiläumssausstellung des avant-verlages unter dem Titel “11 Jahre, 11 Tage, 11 Sekunden” in der Berliner Galerie Neurotitan liest heute Abend Ulli Lust aus ihrem Buch “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

neurotitan shop & gallery, Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Straße 39, D-10178 Berlin
Tel. (030) 308 725 76, Fax (030) 282 90 33
email: shop@neurotitan.de, www.neurotitan.de
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20 Uhr, So 14-19 Uhr

Graphic Novels in den Medien – 13. Dezember 2012

Donnerstag, den 13. Dezember 2012

Die Langfassung des kürzlich auf arte ausgestrahlten Portraits des französischen Comic-Autoren Jacques Tardi (“120, Rue de la gare”, nach Léo Malet, Edition Moderne) kann hier angesehen werden. Zum dazugehörigen Artikel auf der Website von arte gelangt man hier.

Im Bericht des MDR-Magazins “hier ab vier” über Paula Bulling und ihr Buch “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag) wird die Autorin bei einem Besuch beim ehemaligen Asylsuchenden Noel Karboré begleitet.

Ebenfalls über Paula Bulling und “Im Land der Frühaufsteher” berichtet die Sendung “Reflexe” auf DRS2. Zum Audio-Beitrag gelangt man hier: “Asylsuchende als Comicroman”.

“Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” von Abel Lanzac und Christophe Blain stellte Dirk Fuhrig im “Radiofeuilleton” des Deutschlandradios Kultur vor: “Pointenreiche Bilder über die Schwächen der Politik”. Er resümiert: “Dieser Comic ist weit mehr als eine Polit-Satire: eine wunderbar pointenreiche Studie über menschliche Stärken und Schwächen im Reich der hohen Politik.”

Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag) präsentierte in der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk in der Rubrik “Mein Klassiker” “From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell (Cross Cult). Besonders beeindruckt zeigt sie sich davon, wie darin das “Leben der Frauen zur viktorianischen Zeit” geschildert wird.

Vielen Dank für die Videos an den Mediacontainer.

Neue Graphic Novels bei Suhrkamp

Montag, den 5. November 2012

Auf der Website des Suhrkamp-Verlags finden sich Details zur nächsten Comic-Veröffentlichung: “Alice in Sussex” von Nicolas Mahler nach dem Roman von H.C. Artmann, der wiederum auf Lewis Carrolls “Alice in Wonderland” basiert.

“Alice in Sussex” von Nicolas Mahler, nach Lewis Carroll und H.C. Artmann

Alice findet sich im Traumland wieder. Dort trifft sie auf das weiße Kaninchen, das Alice in seinen unterirdischen Bau führt, um dort nach einer illustrierten Ausgabe von H.C. Artmanns Frankenstein in Sussex zu suchen. Im Laufe der Handlung trifft Alice wiederholt auf das Kaninchen, das auch aus anderen literarischen Werken zitiert, sei es von Herman Melville oder E.M. Cioran.

Anders als bei Carroll befindet sich diese Alice nicht im Wunderland, sondern in einem tiefen Haus unter der Erde. Dort begegnet sie in verschiedenen Stockwerken den bekannten Schöpfungen Lewis Carrolls: der pfeiferauchenden Raupe, der grinsenden Katze, der Suppenschildkröte und anderen mehr. Wiederholt werden von diesen Kreaturen die Schrecknisse der Kindheit und Jugend angesprochen. Als Alice, im Erdgeschoss des Hauses angekommen, Frankensteins Monster begegnet, erwacht sie aus ihrem schrecklichen Traum.

Winfried Hörning verriet comic-report.de, dass Nicolas Mahler bereits für eine weitere Adaption vorgesehen sei. Darüber hinaus nehmen ”Flughunde” von Ulli Lust (nach Marcel Beyer) und “Huck Finn” von Olivia Vieweg (nach Mark Twain, eine Doppelseite daraus ist unten zu sehen) konkretere Formen an – beide haben einen ungefähren Veröffentlichungstermin im Mai bzw. Juni 2013.

“Alice in Sussex” von Nicolas Mahler, nach Lewis Carroll und H.C. Artmann, ISBN 978-3-518-46386-4, Klappenbroschur, 144 Seiten, 18,99 EUR (D), erscheint im Februar 2013

“Flughunde” von Ulli Lust, nach Marcel Beyer, ISBN 978-3-518-46426-7, Klappenbroschur, ca. 350 Seiten, ca. 24,99 EUR (D), erscheint voraussichtlich Mai 2013

“Huck Finn” von Olivia Vieweg, nach Mark Twain, ISBN 978-3-518-46429-8, Klappenbroschur, ca. 140 Seiten, ca. 19,99 EUR (D), erscheint voraussichtlich Juni 2013

“Was bleibt vom Hype um die Graphic Novels?”

Dienstag, den 21. August 2012

In der aktuellen Ausgabe des Wiener Nachrichtenmagazins profil geht Philip Dulle der provokant formulierten Frage nach “Was bleibt vom Hype um die Graphic Novels?” Diese beantwortet er, indem er den Blick auf die KünstlerInnen der Comics richtet und sie zu Wort kommen lässt. So erzählen Sascha Hommer (“Dri Chinisin – Nach Erzählungn von Brigitte Kronauer”), Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”, beide Reprodukt), Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”) und Simon Schwartz (“Packeis”, beide avant-verlag) unter Anderem von den Spannungen zwischen der Arbeit an der Kunstform, die ihnen am Herzen liegt, dem Zwang, sich finanziell anderweitig versorgen zu müssen und den Auswirkungen, der Popularisierung von Graphic Novels.

Comictag in Berlin

Dienstag, den 14. August 2012

Im Rahmen der Ausstellung “comicleben_comiclife“ werden sich am kommenden Sonntag, dem 19. August, eine Reihe von Veranstaltungen ganz dem Thema Comic widmen. Der Comictag richtet sich mit Workshops, Gesprächsrunden, Signierstunden, einer Lesung und der Möglichkeit, Bücher zu kaufen, an Leserinnen und Leser aller Altersstufen.

Ab 12 Uhr wird die Buchhandlung Walther König ausgewählte Titel im Foyer Arnimallee anbieten und zum Stöbern einladen.

Ebenfalls ab 12 Uhr bietet “Auge” Lorenz von der Comicbibliothek Renate einen Workshop für Kinder bis 12 Jahren an: “Trau Dich! Mein eigenes Minicomic”

Um 13 Uhr führt die Kuratorin Dr. Jane Redlin durch die Ausstellung.

Um 14 Uhr werden Dirk Rehm von Reprodukt und die in Berlin lebende Comic-Autorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) über das Thema “Graphic Novel – die neue Kunst der Comics oder Verkaufsargument?” diskutieren. Im Anschluss signiert Ulli Lust ihre Bücher.


Von 15 bis 18 Uhr bieten die Mitglieder des Manga-Clubs der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin einen Manga-Workshop für Jugendliche an.

In einer weiteren Diskussionsrunde unterhalten sich ab 15.30 Uhr der Berliner Galerist Carsten Laqua und der Comichändler Magnus Weise von der Comicbuchhandlung “Grober Unfug” über die Berliner Comic-Szene und ihre Besonderheiten.

Abschliessend wird um 17 Uhr Elke R. Steiner (“Die anderen Mendelssohns”, Reprodukt) in einer biografischen Comic-Lesung “Regina Jonas – Woman Rabbi” vorstellen.

Detaillierte Infos zu allen Veranstaltungen finden sich hier.

Museum Europäischer Kulturen | Museen Dahlem, Arnimallee 25, D-14195 Berlin
Tel. (030) 266 42 42 42
www.smb.museum
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Diskussionsrunde zum Thema Graphic Novel in Berlin

Mittwoch, den 11. Juli 2012

Noch bis zum 28. Oktober 2012 zeigt das Museum Europäischer Kulturen in Berlin-Dahlem die Ausstellung “Comicleben”, in der ein Einblick in den Alltag von sieben Menschen gegeben wird, deren Leben und deren Alltag stark von der Faszination für Comics und der Ästhetik von Comics geprägt ist. Darunter befinden sich auch Reprodukt-Verleger Dirk Rehm und die Autorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag). Am Sonntag, dem 19. August findet im Rahmen der Ausstellung ein Comictag statt, bei dem beide im Museum zu einer Diskussionsrunde zum Thema “Graphic Novel – die neue Kunst der Comics oder Verkaufsetikett?” erwartet werden.

“Graphic Novels oder Comicroman – wer sich für Comics interessiert kommt an Ihnen heute nicht mehr vorbei. Anders als Comichefte schaffen Autoren hier epische Werke. Selbst im Feuilleton großer Tageszeitungen werden sie besprochen – plötzlich ist es „in“ Comics zu lesen. Doch heißt ausführlicher gleich besser?”

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr, im Anschluss wird Ulli Lust noch Bücher signieren.

Museum Europäischer Kulturen | Museen Dahlem, Arnimallee 25, D-14195 Berlin
Tel. (030) 266 42 42 42
www.smb.museum
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Ulli Lust liest im Museum Europäischer Kulturen, Berlin-Dahlem

Donnerstag, den 14. Juni 2012

Noch bis zum 28. Oktober 2012 zeigt das Museum Europäischer Kulturen in Berlin-Dahlem die Ausstellung “Comicleben” gezeigt, in der ein Einblick in den Alltag von sieben Menschen gegeben wird, deren Leben und deren Alltag stark von der Faszination für Comics und der Ästhetik von Comics geprägt ist. Eine dieser Personen ist die in Berlin lebende Autorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag). Am Freitag, 22. Juni, wird Lust ab 19 Uhr, begleitet von Projektionen, aus dem Buch lesen und über die Entstehung des Bandes erzählen.

Bereits ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit einer Kurzführung durch die Ausstellung. Der Eintritt beträgt 5 Euro (erm. 3 Euro).

Museum Europäischer Kulturen | Museen Dahlem, Arnimallee 25, D-14195 Berlin
Tel. (030) 266 42 42 42
www.smb.museum
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Weltliteratur fürs Auge

Sonntag, den 20. Mai 2012

“Die Welt” hat sich am 19. Mai gleich in mehreren Beiträgen mit der gegenwärtigen Vielzahl an Literaturadaptionen im Comic beschäftigt.

Im umfangreichsten Text der Strecke unterzieht der Schriftsteller Thomas von Steinaecker die Literaturadaption im Allgemeinen und speziell die Umsetzung von Literatur im Comic einer näheren Betrachtung. Dabei lässt ihn das Gros der zuletzt veröffentlichten Comicadaptionen unbefriedigt zurück, Titel wie “In der Strafkolonie” nach Franz Kafka (Sylvain Ricard, Mael, dt. bei Knesebeck) und die Proust-Adaption “Combray” (Stéphane Heuet, dt. bei Knesebeck) wertet er in ihrer vermeintlich werkgetreuen Umsetzung in weiten Teilen als derart “fantasielos”, dass die Wörter der Vorlage “jeglichen Zauber” verlören.

Auch der freieren Interpretation einer Vorlage wie Posy Simmonds’ nach Gustave Flaubert entstandenes “Gemma Bovery” (dt. bei Reprodukt) mag Thomas von Steinaecker kein gänzlich gutes Zeugnis ausstellen: Trotz eines “amüsanten intertextuellen Spiels” bliebe Posy Simmonds im Vergleich mit Flaubert “in jeder Hinsicht harmlos und oberflächlich”.

Einzig das Künstlerduo Alexandra Kardinar und Volker Schlecht weiß den Autor mit seiner Adaption von E.T.A. Hoffmanns “Das Fräulein von Scuderi” (Edition Büchergilde) zu überzeugen. Hier sei die Adaption “Bebilderung, Kommentar und Weiterführung in einem” – und durch die “Qualität der Panels und die formale Innovation” könne diese Version von “Das Fräulein von Scuderi” “gleichberechtigt neben der Vorlage bestehen und immer wieder neue Perspektiven auf Hoffmanns Text und seine Zeit” eröffnen”. Im Großen und Ganzen gelangt Thomas von Steinaecker zu dem Schluss, dass die Comicadaption zu oft die “Verkaufs- und Leseerwartungen an eine leichte Lektüre erfülle” und so Gefahr liefe, zu dem zu werden, wovor es schon Ray Bradbury in “Fahrenheit 451″ gegraut habe: “ein Abhaken der Höhepunkte eines Buches als Effektfeuerwerk”. Interessante Adaptionen wie “Das Fräulein von Scuderi” kommen, so das Fazit des Artikels “Das Beste in Bildern”, nur zustande, wenn sich der Comic auch in diesem Fall seiner “formalen und inhaltlichen Freiheit” bewusst werde.

Der kürzere Beitrag “Riesen zu Windmühlen” verweist auf die ersten fünf Bände einer neuen Reihe von Literaturcomics, die der Brockhaus-Verlag unlängst in die Buchhandlungen gebracht hat. Den in Frankreich entstandenen Titeln wie “Don Quijote” nach Miguel de Cervantes (David Pellet, Philippe Chanoinat, Djian) bescheinigt der nicht genannte Verfasser des Textes “brav und ordentlich gemacht” zu sein, wohingegen das englischsprachige Großprojekt “The Graphic Canon” (Russ Kick, Hg., Seven Stories Press) wesentlich “ambitionierter und ausgeflippter” sei. Zeichner wie Robert Crumb oder der bereits verstorbene Will Eisner tragen hier zu einem Kanon der gesamten Weltliteratur vom Gilgamesch-Epos bis zu David Foster Wallaces “Unendlicher Spaß” bei. Ob dies gelungen ist, wird der erste Band zeigen, der am 22. Mai erscheinen soll.

Auch der traditionsreiche Suhrkamp-Verlag hat 2011 mit Nicolas Mahlers Adaption von Thomas Bernhards “Alte Meister” eine erste Graphic Novel auf den Markt gebracht – und angekündigt, diesem Erstling weitere Comics folgen zu lassen, die allesamt auf literarischen Vorlagen von Suhrkamp-Autorinnen und -Autoren basieren. Matthias Heine hat nun im Interview mit Winfried Hörning, der die Taschenbuchsparte bei Suhrkamp verantwortet, künftige Titel in Erfahrung gebracht. Neben der bereits bekannten Bearbeitung von Marcel Beyers “Flughunde” durch Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag), arbeitet Nicolas Mahler an “Alice in Sussex” – “einer bearbeiteten Version beziehungsweise Kompilation aus ‘Alice im Wunderland’ und ‘Frankenstein in Sussex’ von H.C. Artmann.” Olivia Vieweg (“Warum Katzen besser sind als Männer”, Carlsen) hingegen zeichnet “eine moderne Fassung von ‘Huckleberry Finn’ – angesiedelt in Ostdeutschland”. In dem Gespräch “Brecht muss noch warten” gibt Winfried Hörning aber noch weitere konkrete Pläne und Namen preis. So offenbart er, dass Volker Reiche (“Strizz”, C.H. Beck, JNK) eine Graphic Novel ohne Bezug zum Suhrkamp-Universum beitragen wird – und dass der Verlag sich durchaus offen zeigt, auch im europäischen Ausland nach passenden Stoffen Ausschau zu halten.