Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘WDR 5’

“Habibi” bei “Scala” auf WDR5

Dienstag, den 27. September 2011

In der heutigen Ausgabe des Kulturmagazins “Scala” auf WDR5 bescheinigt Christian Möller Craig Thompsons “Habibi” (Reprodukt) “schier atemberaubend” zu sein.

Literaturservice: Graphic Novel „Habibi“ von Craig Thompson

Schon seine erste Graphic Novel „Blankets“ erregte Aufsehen. Auf knapp 600 Seiten erzĂ€hlte der Amerikaner Craig Thompson damals eine Coming-Of-Age-Geschichte vor dem Hintergrund fundamentalistisch-evangelikaler Sinnesfeindlichkeit in den USA. „Blankets“ erschien 2003, dann wurde es lange still um den 1975 geborenen Zeichner. mehr

Direkt zum Audiobeitrag gelangt man hier (Der Beitrag beginnt ab der 34. Minute).

“Chronist der Außenseiter”

Dienstag, den 19. Juli 2011

In der gestrigen Sendung des WDR 5-Kulturmagazins “Scala” stellte Christian Möller den französischen Autoren Baru und dessen neuen Band “Hau die BĂ€sse rein, Bruno!” (Edition 52) vor.

Chronist der Außenseiter

Der französische Comic-Zeichner Baru

Ein Franzose nordafrikanischer Herkunft auf der Flucht vor rassistischen SchlĂ€gern, ein Boxer, der sich aus der Arbeitersiedlung heraus kĂ€mpft, ein schwarzes Fußballtalent ohne gĂŒltige Papiere – drei der Charakteren, von denen Baru in seinem Comics erzĂ€hlt. 1947 als HervĂ© Baruela in Lothringen als Sohne einer italienischstĂ€mmigen Arbeiterfamilie geboren, arbeitete erst als Sportlehrer, bevor er, als Chronist von Migration und Arbeiterklasse in Frankreich bekannt wurde. mehr

Zur Audiodatei der Sendung als MP3-Datei gelangt man hier.

“Die Plastikmadonna” bei WDR 5

Sonntag, den 29. August 2010

In der Sendung “Nachhören”, dem BĂŒchermagazin des WDR 5, hat Christian Möller bereits am 21. August Pascal RabatĂ©s und David Prudhommes Graphic Novel “Die Plastikmadonna” (Carlsen) mit einem sehr unterhaltsamen Beitrag vorgestellt.

Dass der Haussegen bei Familie Garnier schief hĂ€ngt, ist eigentlich nichts Neues. Großmutter Èmilie und Großvater Édouard haben sich stĂ€ndig in der Wolle. Kein Wunder: Sie ist strengglĂ€ubige Katholikin, er ein eingefleischter Kommunist. Als Émilie nun von ihrer Lourdes-Pilgerfahrt eine Madonnenfigur aus Plastik mitbringt und mitten auf dem Fernseher platziert, ist der Familienfrieden endgĂŒltig beim Teufel. Vor allem als die Kunststoff-Figur dann auch noch blutige TrĂ€nen weint. Mit viel Sinn fĂŒr Situationskomik erzĂ€hlen Pascal RabatĂ© und David Prudhomme diese verrĂŒckte Familiengeschichte, und mit einer spöttischen, aber immer liebevollen Sicht auf das Leben in der Provinz.

Nachhören lĂ€sst sich “Nachhören” hier (Der Beitrag zu “Die Plastikmadonna” beginnt etwa in der Mitte der Sendung.)

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂŒber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂŒndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “Barfuß durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hĂ€tte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂŒber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂŒber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geĂ€ußert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschĂ€ftigt. Unmittelbarer Anlaß ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂŒck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂŒber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂŒr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂŒber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂŒltig in der Belletristik angekommen.” resĂŒmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂŒhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂŒber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung” ĂŒber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm HofbrĂ€uhaus das Jenseits”.

Aus dem NĂ€hkĂ€stchen plaudert Andreas Platthaus in zwei BeitrĂ€gen auf seinem Blog fĂŒr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂŒber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂŒber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollstĂ€ndige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

“Ein Schmuddelkind wird hoffĂ€hig”

Sonntag, den 28. MĂ€rz 2010

Am kommenden Montag stellt Christian Möller in der Sendereihe “Scala” auf WDR 5 nicht nur die Neuerscheinungen “Ein Vertrag mit Gott” von Will Eisner (Carlsen), “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” von Ulli Lust (avant-verlag) und “Gift” von Peer Meter und Barbara Yelin (Reprodukt) vor, sondern hinterfragt auch Sinn und Zweck des Begriffs “graphic novel”. Die Sendung lĂ€uft am 29. MĂ€rz von 12.05 bis 13 Uhr.

Ein Schmuddelkind wird hoffÀhig
Der Boom der “graphic novel”

Dass Comics mehr sind als lustige Bildergeschichten fĂŒr Jugendliche, ist eine Erkenntnis, die sich auch in Deutschland immer mehr durchsetzt – ob im Feuilleton oder im Buchhandel. Im Zentrum stehen dabei “graphic novels” – Comics, die sich mit der Wahl ihrer Themen und einer anspruchsvollen, manchmal experimentellen ErzĂ€hlweise vor allem an ein erwachsenes Publikum richten. Und oft auch vom Umfang her weit entfernt sind vom Heftchen am Kiosk. mehr

Ralf König empfiehlt “Der alltĂ€gliche Kampf”

Freitag, den 14. August 2009

koenig_kampf

In der Rubrik “Auf meinem Nachttisch” des Radio-Literaturmagazins “BĂŒcher” auf WDR 5 stellte am 8. August Comicautor Ralf König (“Hempels Sofa”, Rowohlt) Manu Larcenets vielfach ausgezeichnete Geschichte “Der alltĂ€gliche Kampf” (Reprodukt) vor.

Der alltĂ€gliche Kampf” erzĂ€hlt die Geschichte des jungen Fotografen Marco, den immer wieder die Probleme des Alltags einholen. Er hat Schwierigkeiten mit seiner Freundin, seine Eltern altern zusehends, und sein Vater erkrankt an Alzheimer. Auch seine Fotokunst kann er nicht so leicht an den Mann bringen. ”Der alltĂ€gliche Kampf” ist eine melancholische, leise erzĂ€hlte Geschichte ĂŒber das Erwachsenwerden, die Liebe und ihre Konsequenzen.

Die Sendung lÀsst sich hier als mp3-Datei herunterladen (Der Beitrag beginnt im letzten Viertel.).

Foto: Hermann Wöstmann