Graphic Novels in den Medien – März 2010 (2)
Mittwoch, den 24. März 2010Für das in Österreich erscheinende Magazin “springerin – Hefte für Gegenwartskunst” hat Martin Reiterer Ulli Lusts autobiografischen Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) vorgestellt und stellt dabei heraus, wie die Autorin Inhalt und Form gelungen miteinander verschränkt. Auf ihrer Website verweist Ulli Lust auf zwei weitere Besprechungen: Eine von Christian Gasser im Berner “Bund”, die andere von Thorsten Enning im Münsteraner Obdachlosen-Magazin “draußen”.
Auf der Website der “Deutschen Welle” schreibt Stefan Pannor über die neu erschienene Goethe-Umsetzung “Faust – Der Tragödie erster Teil” von Flix, die zuerst in täglichen Folgen in der “FAZ” erschienen war, und berichtet von einer Autorenlesung von “Faust als Comic-Parodie”, die am Rande der Leipziger Buchmesse stattfand.
In “Bücher – Das Literaturmagazin” auf WDR5 hat Christian Möller “Tamara Drewe” (Reprodukt) vorgestellt und resümiert, der Autorin Posy Simmonds ist “mit diesem formal ungewöhnlichen Comic ein psychologisch genaues, wunderbar maliziöses Sittenbild der britischen Mittelklasse gelungen, das vor allem durch die Souveränität überzeugt, mit der die Mittel grafischen Erzählens ausgeschöpft werden.”
“Ein anderer Traum von Israel” ist Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag), stellt Thomas Hummitsch in seiner Besprechung auf rezensionen.ch fest.
Für das Rezensionsforum literaturkritik.de hat Fabian Kettner die bei Carlsen erschienene Neuauflage von Craig Thompsons “Blankets” besprochen und entdeckt die “Versöhnung mit der Endlichkeit” als Quintessenz des Buches.
“Man könnte sagen, dass der Verzicht auf narrative Sicherheiten in diesem Buch jenen Gefahren zu entkommen versucht, die die identitären Sicherheiten bedeuten.” schreibt Sven Jachmann auf tagesspiegel.de über Martin Büssers “Der Junge von nebenan” (Verbrecher Verlag) in “Lust und Terror”. Das Buch gefällt ihm.
“Bild ist Text und Text wird Bild” schreibt ein Anonymus in der österreichischen “Kleinen Zeitung” und befasst sich dort mit dem Wesen der Graphic Novel. Dabei stellt er fest, dass das Label “Graphic Novel” nicht per se ein Qualitätssiegel ist für das, was sich zwischen zwei Buchdeckeln in Comicform findet und schließt: “Deshalb ein Tipp: Die Buchdeckel einfach öffnen.” Dem kann man sich nur anschließen.










