Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Will Eisner’

Comic-Empfehlungen auf arte

Mittwoch, den 21. September 2011

In der heutige Ausgabe des “arte Journals” empfiehlt Sven Waskönig in den “Buchtipps der Woche” neben einer Biografie des norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun gleich zwei Comics: Die autobiografischen “Lebensbilder” von Will Eisner (Carlsen) und “Habibi” von Craig Thompson (Reprodukt).

“Der zeichnende Flaneur”

Montag, den 20. Juni 2011

In der heutigen Ausgabe der “Frankfurter Rundschau” stellt Ole Frahm den Sammelband “New York” von Will Eisner (Carlsen) vor und erkennt in dem amerikanischen Autor einen “wĂĽrdigen Erben von Charlie Chaplin”.

Der zeichnende Flaneur

Nüchtern und schwärmerisch: Will Eisners meisterhafte Milieustudien „New York“. So sehr Eisners Werk ganz im Herzen Amerikas sich wiederfindet, seine Perspektive bleibt die eines Außenseiters.

New York ist unbestritten die Hauptstadt des 20. Jahrhunderts. Ihre Hochhäuser prägten eine neue Wahrnehmung der Straße, wurden Sinnbild einer Moderne, in der alles möglich erschien, und bildeten zugleich den Ort zahlloser Mythen. Eben hier entwickelten sich im späten 19. Jahrhundert Publikumsformen und Bildmedien, welche für lange Zeit bestimmend werden sollten: Film und Comic. Und so ist es kaum zufällig, dass der Comic-Autor Will Eisner in seinem Spätwerk diesem New York in zahlreichen Zeichnungen ein Denkmal gesetzt hat, das im zweiten Band seiner Werksausgabe nachzulesen ist. mehr

Will Eisner bei arte

Montag, den 6. Juni 2011

Das Erscheinen der dreibändigen “Will Eisner Bibliothek” im Carlsen Verlag hat die Redaktion des arte-Magazins “Metropolis” zum Anlass genommen, den Alltagsgeschichten des Altmeisters der US-amerikanischen Comics einen längeren Beitrag zu widmen, der in der Sendung vom 4. Juni zur Ausstrahlung gekommen ist. Die Betrachtungen zu Leben und Werk Will Eisners, die u.a. mit einigen schönen historischen Filmaufnahmen bebildert sind, lassen sich nun auch online ansehen (hier ab Minute 32).

“Will Eisner – Die New York Trilogie”

Im September dieses Jahres erscheint Band drei des legendären ComickĂĽnstlers und -pioniers Will Eisner (1917-2005). Durch “Ein Vertrag mit Gott” wurde er zum BegrĂĽnder der Graphic Novel, bekannt wurde er vor allem durch die Detektivcomicserie “The Spirit”. In der New York Trilogie zeichnet der “Orson Welles” oder “Leonardo da Vinci des Comics” kĂĽhle Geschichten aus einem verruchten, harten New York, die nicht nur die Stadt selbst widerspiegeln, sondern fĂĽr eine Art urbanes Welttheater stehen, in dem trotz aller Härte, Humanität zu finden ist. mehr

“Licht und Schatten von New York”

Montag, den 28. Februar 2011

Anlässlich der Veröffentlichung von  “New York und andere GroĂźstadtgeschichten” (Carlsen) stellt Lars von Törne deren Autor Will Eisner und seine GroĂźstadtcomics im “Tagesspiegel am Sonntag” vor.

Licht und Schatten von New York

Will Eisner ist der Meister der Graphic Novel, der anspruchsvollen Comic-Erzählung. Er setzte seiner Heimatstadt und ihren Bewohnern ein gezeichnetes Denkmal. Nun erscheint sein Werk auf Deutsch

Was für eine Reaktion er sich vorstelle, wenn er an seine Leser denke, wurde der Zeichner Will Eisner einmal gefragt. Die Antwort: „Ich will einen Schluchzer hören.“ In seinen Geschichten gehe es um Schicksale von Menschen, um ihre täglichen Kämpfe, da wolle er das Publikum sagen hören: „Ja, verdammt, ich verstehe, was du sagst.“ mehr

“New York und andere GroĂźstadtgeschichten” von Will Eisner

Freitag, den 25. Februar 2011

Ab sofort erhältlich ist der zweite Band der Will Eisner-Bibliothek mit dem Titel “New York und andere GroĂźstadtgeschichten” (Carlsen).

Folgende Geschichten sind in diesem umfangreichen Buch enthalten: “New York / Big City Blues“, “The Building“, “City People Notebook“ und “Invisible People / Unsichtbare Menschen“. Daneben enthält der Band sieben bislang unveröffentlichte Zeichnungen von Will Eisner .

Wie bereits “Ein Vertrag mit Gott” erscheint dieser Band im gewohnten Format und mit einem ansprechenden Reihendesign. Der abschlieĂźende dritte Band mit dem Titel “Lebensbilder” ist fĂĽr den August angekĂĽndigt.

»Amerikas wichtigsten Zeichner« – FAZ

New York und andere GroĂźstadtgeschichten, ISBN 978-3-551-75045-7, 448 Seiten, Hardcover, schwarzweiĂź, 34 EUR

“Reddition” 53 erschienen

Samstag, den 11. Dezember 2010

Mit “Reddition” Nummer 53 ist ab sofort die neueste Ausgabe der “Zeitschrift fĂĽr Graphische Literatur” erhältlich. Die neue Ausgabe widmet sich ganz dem einflussreichen amerikanischen Comic-Autoren Will Eisner, Aufsätze unter anderem von Andreas C. Knigge und Klaus Schikowski beleuchten den Autor und sein Schaffen.

Derzeit erscheinen Werke Eisners auf Deutsch bei zwei Verlagen: Bei Carlsen werden die Graphic Novels verlegt (“Ein Vertrag mit Gott”), Salleck Publications bringt “The Spirit Archive” heraus. Beide Verlage wurden dafĂĽr im Sommer auf dem Comic-Salon Erlangen mit dem “Spezialpreis der Jury” ausgezeichnet.

Die neue Ausgabe der “Reddition” ist im Fachhandel oder ĂĽber die Website des Heftes erhältlich. Abonnenten erhalten als Extra die Kurzgeschichte “Mein erster Tag als Profi” in einem Bonusheft.

Reddition 53, Dossier Will Eisner, Magazin, 76 Seiten, teilw. farbig, 8 EUR, erschienen in der Edition Alfons

“Reddition” 53 mit Dossier zu Will Eisner

Montag, den 25. Oktober 2010

Im Dezember erscheint die 53. Ausgabe des Comic-Magazins “Reddition”, die einen Themenschwerpunkt zu Will Eisner beinhalten wird. Der amerikanische Autor wird in Deutschland bei den Verlagen Carlsen (“Ein Vertrag mit Gott”) und Salleck Publications (“Spirit Archive”) verlegt, die dafĂĽr auf dem diesjährigen Comic-Salon Erlangen mit dem “Spezialpreis der Jury” ausgezeichnet wurden.

Will Eisner gilt gemeinhin als Schöpfer des auch heute noch sehr populären The Spirit und wird immer wieder gerne als “Vater” oder “Erfinder” der Graphic Novel bezeichnet. Warum der 1917 in den USA geborene Zeichner und Autor nicht nur mit dem Spirit herausragendes geleistet hat und wie das wirklich mit den Anfängen einer neuen Erzählweise im Comic gewesen ist, erfährt der Leser von Ausgabe 53 der REDDITION. In unserem umfangreichen Dossier ĂĽber Will Eisner gibt es neben einer ausfĂĽhrlichen Bio- und Bibliographie auch Wissenswertes ĂĽber die Entstehung der comic book-Industrie in den 1930er Jahren, ĂĽber Eisner Arbeit an den Educational Comics fĂĽr das Pentagon, seine autobiographischen Comics und literarische EinflĂĽsse in seinem Werk zu lesen.

Reddition 53, Dossier Will Eisner, 76 Seiten, teilw. farbig,  8 EUR , erscheint im Dezember in der Edition Alfons

“Mach dir ein Bild von Gott”

Samstag, den 11. September 2010

Ralf Hutter schreibt in der “Jungle World” Nr. 36 vom 9. September ĂĽber Gott im Comic und beleuchtet dazu die Neuerscheinungen “Robert Crumbs Genesis” (Carlsen), “Faust” von Flix (Carlsen), “Gott höchstselbst” von Marc-Antoine Mathieu (Reprodukt) sowie “Die Zeit und Gott” von Aike Arndt (Zwerchfell).

Mach dir ein Bild von Gott

Der Volkszählungsfunktionär staunt nicht schlecht. Da kommt einer, der weder Identitätspapiere noch Herkunftsnachweis, noch Sozialversicherungsnummer oder Wohnsitz hat. »Man könnte meinen, Sie existieren gar nicht!« Zögerlich antwortet der Angesprochene: »Existieren? Äh, ja und nein. Es kommt darauf an, auf welcher Seite man steht.« Seinen Nachnamen gibt er dann mit »GOTT« an. Vorname: »Gott«. Mit dieser Szene beginnt Marc-Antoine Mathieu seinen Comic »Gott höchstselbst«. mehr

“Ein Vertrag mit Gott” in der 3sat “Kulturzeit”

Freitag, den 6. August 2010

Im Rahmen der Sendung “Kulturzeit kompakt” vom 6. August findet sich unter den “Kinderbuchtipps” auch Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen) – “ideal fĂĽr den etwas älteren Nachwuchs”.

Auf der 3sat-Homepage lässt sich die Empfehlung auch nachlesen:

Ein Vertrag mit Gott

“Ein Vertrag mit Gott” von Will Eisner, 1976 erschienen, hat das begrĂĽndet, was man heute gerne Graphic Novel nennt. Eisner verfasst das Buch als breit angelegte, romanartige Geschichte eines Hauses in der New Yorker Bronx. mehr

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂĽber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂĽndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “BarfuĂź durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂĽber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂĽber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäuĂźert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer AnlaĂź ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂĽck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂĽber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂĽr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂĽber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen.” resĂĽmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂĽber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” ĂĽber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.

Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog fĂĽr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂĽber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂĽber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

Verfilmung von Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” angekĂĽndigt

Montag, den 2. August 2010

Wie unlängst im Rahmen der 22. Verleihung der “Eisner Awards” in San Diego bekannt gegeben wurde, soll Will Eisners wegweisende Graphic Novel “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen) fĂĽrs Kino verfilmt werden.

FĂĽr die Realverfilmung, die streng dem Geist des Originals verpflichtet sein soll, plant man gleich vier Regisseure zu engagieren – jeder von ihnen soll sich eines der vier Kapitel der Vorlage annehmen. Alex Rivera (“Sleep Dealer”) ĂĽbernimmt die Regie fĂĽr die Titelgeschichte “Ein Vertrag mit Gott”, fĂĽr das Kapitel “Der StraĂźensänger” ist Tze Chun (“Children of Invention”) vorgesehen. Barry Jenkins (“Medicine for Melancholy”) setzt “Der Super” in Szene, und Sean Baker (“Prince of Broadway”) schlieĂźlich soll “Cookalien” filmisch umsetzen.

Das Drehbuch zur Filmadaption stammt von Darren Dean, der zudem als Produzent auftritt. Die Dreharbeiten sollen 2011 beginnen. Weitere Informationen zur Verfilmung finden sich unter willeisner.com

“Ein Vertrag mit dem Comic”

Donnerstag, den 29. Juli 2010

Ole Frahm begrĂĽĂźt in der “Frankfurter Rundschau” vom 30. Juli das Erscheinen des Auftaktbands der dreiteiligen “Will Eisner Bibliothek”, in welcher der Carlsen Verlag das Spätwerk des US-amerikanischen Comic-Pioniers sammeln wird.

Ein Vertrag mit dem Comic

Endlich erscheint das Spätwerk des groĂźen Will Eisner auch in Deutschland: Bei Carlsen ist ein Band mit “Ein Vertrag mit Gott” und zwei weiteren Graphic Novels als Auftakt einer längst fälligen Werksausgabe erschienen.

Comics als Literatur: Was heutzutage fast selbstverständlich ist, war Ende der 1970er Jahre kaum vorstellbar. Doch dann veröffentlichte Will Eisner „Ein Vertrag mit Gott“, einen Comic im Buch-Format, der aber nichts enthielt, was bis dahin mit Comics identifiziert wurde: Keine maskierten Superhelden, die durch die Luft fliegen, keine sprechenden Enten und keine Drogenexzesse mit Sexorgien. Stattdessen Alltag zwischen den Mietskasernen einer großen Stadt, Anekdotisches und kleine Geschichten von einfachen Menschen. mehr

“Wiedersehen mit einem Klassiker”

Donnerstag, den 20. Mai 2010

Sven Jachmann schreibt heute in der “taz” ĂĽber den ersten Band der Werkausgabe von Will Eisner, “Ein Vertrag mit Gott”, erschienen im Carlsen Verlag.

Wiedersehen mit einem Klassiker

Der Carlsen Verlag bringt die US-Comic-Legende Will Eisner neu heraus. Der vorliegende erste Band versammelt die drei Alben “Ein Vertrag mit Gott”, “Lebenskraft” und “Dropsie Avenue”.

Will Eisner ist US-amerikanische Comicgeschichte. Mit seiner 1940 gestarteten Serie “The Spirit” befand er sich an der Schaltstelle zwischen formaler Experimentierfreude und avancierter Pulperzählung. Seine von Film Noir inspirierten Settings legten die ersten Weichen zur Modernisierung des Superheldengenres. Erst spät veröffentlichte der 1917 geborene die erzähltheoretischen Basiswerke “Comics & Sequential Art” (1985 ) und “Graphic Storytelling” (1995). Sie deklinierten Eisners Agenda des grafischen Erzählens durch. 2005 starb er. mehr

Graphic Novels in der Presse – Mai 2010 (1)

Mittwoch, den 12. Mai 2010

“Disneyland von Schmutz und Elend” ĂĽberschreibt Martin Gramlich seine Vorstellung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) auf titel-magazin.de. An gleicher Stelle porträtiert Christopher Franz den vielseitigen Nicolas Mahler, der bei den zahlreichen Veröffentlichungen des Zeichners feststellt: “Mal wieder Mahler”.

Michael Saager ĂĽberschreibt auf fluter.de seinen Artikel zu Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) mit “VerunglĂĽckte Italienreise”, was angesichts der unter die Haut gehenden autobiografischen Erzählung eine arge Untertreibung ist.

Christian Meyers Besprechung von Posy Simmonds’ “Tamara Drewe” (Reprodukt) – von Stephen Frears verfilmt und in der nächsten Woche in Cannes erstmalig zu sehen – im Comicmagazin “Strapazin” kann man nun auf seinem Blog tiefkultur.de nachlesen.

Fantasie beweist Lena Ullrich auf geolino.de bei ihrer Vorstellung von Peer Meters und Barbara Yelins auf realen Tatsachen beruhender Graphic Novel “Gift” (Reprodukt): Die unter ihrem Artikel befindliche Tag-Leiste sortiert das besprochene Buch auch unter dem Stichwort “Fantasy” ein.

Auf tagesspiegel.de befasste sich Katja Schmitz-Dräger mit Will Eisners neu aufgelegtem Klassiker “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen). In “Die Strasse des Lebens” stellt sie unter anderem heraus, wie wenig an Aktualität der Band verloren hat. Eben jener Buch ist auch Gegenstand eines Beitrags von Christian Gasser im Schweizer Radio DRS2. Seinen Beitrag kann man hier nachhören.

Wieder auf tagesspiegel.de berichtet Thomas Greven von einem Besuch des Comicfestivals in Bologna und seiner Bekanntschaft mit dem bisher in Deutschland nur sporadisch veröffentlichten italienischen Comiczeichner Andrea Bruno: “Samstags ruhen die Waffen.”. Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Sebastian Leber die Graphic Novel “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) vor und erläutert, wie der israelische Autor Garbriel S. Moses Comics “Auf den Punk gebracht” hat. Klaus Schikowskis Sekundärwerk “Die groĂźen KĂĽnstler des Comics” (edel) stellt unter dem Titel “Raus aus der Wagenburg” an gleicher Stelle Markus Dewes vor.

Anlässlich der noch immer zu sehenden – und sehr sehenswerten – Ausstellung “Helden, Freaks und Superrabbis” im JĂĽdischen Museum Berlin sprach “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne mit der Comiczeichnerin Miriam Katin, die zur Eröffnung nach Berlin eingeladen war und sich vor dem Hintergrund ihrer autobiografischen Graphic Novel Allein unter allen (Carlsen) fragt: “Wie konnte das gerade mir passieren?”. Die Ausstellung war ĂĽberhaupt Gegenstand breiter Berichterstattung, als Beispiel sei nur ein Artikel in der “Zeit” von Christian Schröder genannt: “Schlägerei im FĂĽhrerbunker”.

Leider (noch) nicht online abrufbar ist ein Artikel aus der “SĂĽddeutschen Zeitung”, in dem herausgestellt wird, dass viele jĂĽdische KĂĽnstler nicht zuletzt dadurch entscheidend zur Ausprägung der Graphic Novel beigetragen haben, dass sie ihren jĂĽdischen Hintergrund thematisierten.

“Helden, Freaks und Superrabbis” – Ausstellung eröffnet

Freitag, den 30. April 2010

Am gestrigen Donnerstag Abend wurde im Jüdischen Museum Berlin die Ausstellung “Helden, Freaks und Superrabbis – Die jüdische Farbe des Comics” eröffnet. Wir waren vor Ort und haben eine gelungene Schau gesehen, die einen guten Überblick über die bedeutende Rolle jüdischer Künstler in der Comicgeschichte bietet. Die Ausstellung kulminiert in einem Graphic-Novel-Schwerpunkt, in dem viele aktuelle Beispiele vorgestellt werden.

Begleitend zur Ausstellung gibt das JĂĽdische Museum Berlin einen Katalog heraus (siehe Cover links): Durchgehend farbig bebildert werden die Themen der Ausstellung aufgegriffen und in sieben Texten vertieft.

Einleitende Worte von Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des JĂĽdischen Museums Berlin.

Ansprechende Präsentation: Gut ausgewählte und nicht zu zahlreiche Exponate laden zur Lektüre ein, wie hier frühe Zeitungscomics.

Ebenfalls gelungen: Die Ausstellungsgestaltung.

Besonderes Exponat: Das Original der ersten Seite der Kurzgeschichte “Maus” von Art Spiegelman, aus der die bekannte Graphic Novel gleichen Namens (dt. bei Fischer) entstand.

Neben den Comics von Joann Sfar (hier je eine Skizze, getuschte und finale Version einer Seite aus “Die Katze des Rabbiners”, avant-verlag), bilden unter anderem die Werke – und dementsprechende Exponate – von Ben Katchor (“Der Jude von New York”, avant-verlag), Rutu Modan (“Blutspuren”, Edition Moderne) und natĂĽrlich Will Eisner (“Ein Vertrag mit Gott”, Carlsen).

Helden, Freaks und Superrabbis – Die jĂĽdische Farbe des Comics von JĂĽdisches Museum Berlin (Hrsg.), ISBN 978-3-9813045-1-0, 128 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 19,80 EUR, erhältlich nur im JĂĽdischen Museum Berlin

JĂĽdisches Museum Berlin, LindenstraĂźe 9-14, D-10969 Berlin
Tel: +49 (0)30 259 93 300, Fax: +49 (0)30 259 93 409
e-mail: info@jmberlin.de, www.jmberlin.de
Ă–ffnungszeiten: Mo 10-22 Uhr, Di-So 10-20 Uhr

Graphic Novels in den Medien – April 2010 (1)

Samstag, den 3. April 2010

Der WDR Jugendsender 1Live stellt in seiner Sendung “Plan B” gleich drei mal Comic-Neuerscheinungen vor: Der Anfang wurde am Donnerstag mit Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” gemacht. Eine Bildergalerie kann hier angesehen werden. Am Ostermontag folgt “Engelmann” von Nicolas Mahler und am Mittwoch dann “Faust” (alle erschienen bei Carlsen) von Flix.

In der Sendung “Dschungel” auf SWR2 hat Christian Gasser “Der kleine Christian” (Reprodukt) von Blutch vorgestellt. Den Text dazu kann man hier nachlesen.

JĂĽrgen Schickinger bespricht in der “Badischen Zeitung” ausfĂĽhrlich Posy Simmonds’ “ironische und wunderbar leichte Mischung von Erzählung und Comic”, die Graphic Novel “Tamara Drewe” (Reprodukt): “Der Bauer, der Dung, die Nasenoperation”

“In Wessex geht die Post ab” schreibt Brigitte Helbling auf “titel-magazin.de” ĂĽber das gleiche Buch: “Und ĂĽber der ganzen Unterhaltung könnte man beinah ĂĽbersehen, dass Posy Simmonds hier gelingt, was kaum einer vor ihr geschafft hat, nämlich Prosa und Bilderzählung auf eine Weise zu kombinieren, die sich vollkommen eingängig liest.”

Boris Bausch schreibt an gleicher Stelle in “MĂ©lange Ă  trois” ĂĽber Nicolas de CrĂ©cys “Prosopopus” (Reprodukt): “De CrĂ©cy bekommt mit Prosopopus eine Mischung aus Wucht und Subtilität hin, die glänzend unterhält und nachhaltig beeindruckt.”

“Punk lebt” stellt Katrin Richter in ihre Besprechung fĂĽr die “JĂĽdische Allgemeine” von Gabriel S. Moses “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) fest. In der aktuellen Ausgabe der Popkultur-Theoriereihe “testcard 29: BlĂĽhende Nischen” (Ventil Verlag) befasst sich Jonas Engelmann mit der israelischen Comicszene. Der Artikel ist leider nicht online verfĂĽgbar.

Auf literaturkritik.de nimmt Fabian Kettner das Erscheinen von Tim Hamiltons Comicumsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) zum Anlass, allgemeine Ăśberlegungen zum Buch anzustellen. In “Von der Kulturindustrie zur Kulturkritikindustrie” will er nicht in den Kanon derer einstimmer, die die Aussage der Buchvorlage bedenkenlos feiern.

Nicolas Sarkozy hat Barack Obamas Töchtern Sasha und Maloa bei einem Staatsbesuch “Asterix”-Comics mitgebracht. Das nimmt Kirsten Reinhardt in ihrem Kommentar “Wildschwein fĂĽr Obamas Töchter” fĂĽr die “tageszeitung” zum Anlass, geeignetere, zeitgemäßere Comics vorzuschlagen. Sie schlägt unter anderem Joann Sfars “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag) oder Titel von Lewis Trondheim (Reprodukt) vor.

Comics im Radio und Fernsehen

Mittwoch, den 31. März 2010

Drei Beiträge im Radio und Fernsehen befassten sich in den letzten Tagen mit aktuellen Comicneuerscheinungen sowie einem Titel, der bereits vor rund einem Jahr erschien und nun aus aktuellem Anlass aufgegriffen wird.

In der Sendung “Resonanzen” auf WDR3 stellt Christian Gasser Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen) vor. Der Beitrag lässt sich hier anhören. Die von Flix erstellte Comicumsetzung von Goethes “Faust – Der Tragödie erster Teil” (Carlsen) ist aktueller Buchtipp auf “Das Ding” vom SWR. Auch der Beitrag von Christiane Falk kann online gehört werden.

Bereits am vergangenen Montag strahlte das NDR Kulturjournal einen Bericht ĂĽber Olivier Kas und Alfreds “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen) aus, in dem der Autor ausfĂĽhrlich zu Wort kommt und einen Missbrauch durch einen katholischen Geistlichen noch einmal rekapituliert. Der Beitrag lässt sich hier online ansehen.

“Ein Schmuddelkind wird hoffähig”

Sonntag, den 28. März 2010

Am kommenden Montag stellt Christian Möller in der Sendereihe “Scala” auf WDR 5 nicht nur die Neuerscheinungen “Ein Vertrag mit Gott” von Will Eisner (Carlsen), “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” von Ulli Lust (avant-verlag) und “Gift” von Peer Meter und Barbara Yelin (Reprodukt) vor, sondern hinterfragt auch Sinn und Zweck des Begriffs “graphic novel”. Die Sendung läuft am 29. März von 12.05 bis 13 Uhr.

Ein Schmuddelkind wird hoffähig
Der Boom der “graphic novel”

Dass Comics mehr sind als lustige Bildergeschichten fĂĽr Jugendliche, ist eine Erkenntnis, die sich auch in Deutschland immer mehr durchsetzt – ob im Feuilleton oder im Buchhandel. Im Zentrum stehen dabei “graphic novels” – Comics, die sich mit der Wahl ihrer Themen und einer anspruchsvollen, manchmal experimentellen Erzählweise vor allem an ein erwachsenes Publikum richten. Und oft auch vom Umfang her weit entfernt sind vom Heftchen am Kiosk. mehr

“Ein Vertrag mit Gott” von Will Eisner

Donnerstag, den 18. März 2010

Schon seit längerem angekĂĽndigt erscheint zur Leipziger Buchmesse nun im Hamburger Carlsen Verlag mit Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” die erste unter diesem Schlagwort erfasste Graphic Novel in einer neuen, komplett ĂĽberarbeiteten Ausgabe. Bereits Mitte der Siebzigerjahre verdeutlichte Eisner mit dem prominent auf dem Cover platzierten Label “Graphic Novel” seinen Anspruch, literarische Geschichten erzählen zu wollen.

Will Eisner gilt als der Erfinder der Graphic Novel, des anspruchsvollen Comicromans. In drei umfangreichen Sammelbänden legt Carlsen nun seine wichtigsten Geschichten als “Will Eisner Bibliothek” vor. HerzstĂĽck des ersten Bandes ist “Ein Vertrag mit Gott”, eine lose Kette literarischer Miniaturen, die in ihrer Gesamtheit ein Bild der GroĂźstadt New York und ihrer Bewohner in den DreiĂźigerjahren zeichnet. Bei Erscheinen 1978 brachen Eisners anspruchsvolle Comic-Erzählungen in Buchform mit sämtlichen damals gängigen Konventionen – heute gilt “Ein Vertrag mit Gott” als einer der Graphic-Novel-Klassiker schlechthin. Ergänzt wird dieses Meisterwerk durch die thematisch passenden Comic-Romane “A life force” und “Dropsie Avenue”. Die “FAZ” nannte Will Eisner “Amerikas wichtigsten Zeichner”.

Ein Vertrag mit Gott und andere Geschichten, ISBN 978-3-551-75044-0, 528 Seiten, Schwarzweiss, Hardcover, 36 EUR, erschienen bei Carlsen Comics

Carlsen auf der Leipziger Buchmesse

Dienstag, den 9. März 2010

Auch der Hamburger Carlsen Verlag wird in Leipzig auf der Buchmesse vertreten sein und neue Veröffentlichungen präsentieren. Am sehnlichsten erwartet sicherlich: “Ein Vertrag mit Gott”, die Neuauflage des Buches, fĂĽr dessen AnkĂĽndigung Will Eisner den Begriff “Graphic Novel” nutzte und nachhaltig prägen konnte. Zudem wird mit der auf Goethes Literaturklassiker basierendem “Faust – Der Tragödie erster Teil” der in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vorveröffentlichte Comic des Berliner Zeichners Flix (“Held”) in Buchform vorliegen. Mit Nicolas Mahlers “Engelmann – Der gefallene Engel” erscheint zudem eine waschechte Superheldengeschichte des umtriebigen österreichischen Autoren (“Pornografie und Selbstmord”, Reprodukt und “Flaschko – Der Mann in der Heizdecke”, Edition Moderne).

Flix wird seine “Faust”-Umsetzung gleich dreimal in einer Lesung präsentieren. Zunächst am Donnerstag, dem 18. März im Rahmen der “Leipziger Lesenacht” um 19 Uhr in der Moritzbastei, danach noch zweimal auf dem Messegelände. Am Freitag, dem 19. März findet seine Lesung zuerst um 12 Uhr auf dem “Schwarzen Sofa” statt und am gleichen Tag um 16 Uhr dann am Stand der Leipziger Gutenbergschule.