Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Zeina Abirached’

Graphic Novels in den Medien – 12. August 2013

Montag, den 12. August 2013

“Wenn es einen neuen Comic gibt, der alle Kategorien eines intelligenten und unterhaltsamen Romans erfĂŒllt, dann ist es Das Erbe.” So urteilt Sebastian Hammelehle auf Spiegel Online ĂŒber Rutu Modans jĂŒngst bei Carlsen erschienenen Band: “Tim & Struppi im Warschauer Ghetto”.

Über ihr Buch “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) und die aktuelle Situation in Libanon unterhielt sich Waldemar Kesler mit der Autorin Zeina Abirached. Das Interview erschien unter dem Titel “Der Krieg war der LĂ€rm der Bomben” in der Welt.

In der Sendung “Diwan” auf Bayern 2 wurde unlĂ€ngst “Jonas oder Der KĂŒnstler bei der Arbeit” von Katja Fouquet nach einer Vorlage von Albert Camus (Edition BĂŒchergilde) vorgestellt. Hier kann der Text, inklusive einer Bildergalerie, nachgelesen werden.

FAZ-Blogger Andreas Platthaus zeigt sich von Andreas Eikenroths “Die Schönheit des Scheiterns” (Edition 52) angetan: “Ein Genrecomic (Romantic Comedy) aus Deutschland, der auch wirklich nur hier spielen kann, das ist eine angenehme Überraschung.”: “Proletsein kann so schön sein”.

Mario Osterland verleiht “Trabanten” von Frank Schmolke das PrĂ€dikat “absolut empfehlenswert”, wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “Jackson Pollock als Ventil”.

Im Eigenverlag erschienen ist “MĂ€cke HĂ€ring – Die Jagd nach dem KristallschĂ€del” von Micha Schröter. Lars von Törne fĂŒhlt sich an Zille und Dix erinnert, wie er an gleicher Stelle schreibt: “MĂ€cke sein Milljöh”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de weist Leonard Fischl darauf hin, dass der Sachcomic “Die große Transformation” (Jacoby & Stuart) auf der Auswahlliste zum Wissenschaftsbuch des Jahres steht: “Im Comic die Welt retten”. Hier kann abgestimmt werden.

Graphic Novels in den Medien – 7. August 2013

Mittwoch, den 7. August 2013

Ein iranischer Albtraum ist ein in jedem Sinne toller Trip durch die Hölle der Haft und das Labyrinth des grotesken politischen Verfahrens.” schreibt Alexandra Kedves im ZĂŒrcher Tagesanzeiger ĂŒber Mana Neyestanis Buch, das in der Edition Moderne erschienen ist: “Im Knast wegen einer dummen Kakerlake”.

Ralph Trommer zeigt sich von Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag) sehr angetan, da Fior darin “beweist, dass Science-Fiction auch jenseits von Klischees funktionieren kann.”. Der Artikel “Science Fiction, die schwebt” erschien in der tageszeitung.

Derselbe Autor stellt auf tagesspiegel.de “Reprobus” von Markus FĂ€rber vor (Rotopolpress) und findet nur lobende Worte: “Ein unheimlicher Heiliger”.

Im Reiseteil des Tagesspiegels erschien eine Reportage Erik Wenks zu den Handlungsorten des Buches “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (Voland & Quist): “Der Held sitzt immer am Tresen”.

Unter der Überschrift “Das Jahr der Comic-Kunst: Gut gemerzt!” stellte Christoph Huber in der Presse eine Reihe aktueller Titel vor, die sich von unterschiedlicher Seite dem Thema “Kunst & Comics” nĂ€hern: mehr oder weniger freie KĂŒnstlerbiografien wie Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz!”, Steffen Kvernelands “Munch”, “Chagall in Russland” von Joann Sfar (alle avant-verlag) und “Pablo” von Julie Birmant und ClĂ©ment Oubrerie, sowie Brecht Evens’ “Die Amateure” (beide Reprodukt), der die BeschĂ€ftigung mit Kunst in eine fiktionale Geschichte einbettet.

Im Standard stellte Martin Reiterer drei BĂ€nde vor, die sich mit gesellschaftlichen Problemen wie der FlĂŒchtlingspolitik auseinandersetzen: Joe Saccos “Reportagen” (Edition Moderne), Paula Bullings “Im Land der FrĂŒhaufsteher” (avant-verlag), sowie “Kafka fĂŒr Afrikaner. Sofie und der schwarze Mann” von Judith Vanistendael (Reprodukt): “Wie kann ich ein normal Mensch sein?”.

Im “Literaturforum” des Nordwest-Radios gab es ebenfalls eine themenbezogene Übersicht, hier geht es um “Graphic Novels aus der arabischen Welt und aus Israel”. Fazit hier: “Eine alternative, nicht gerade systemkonforme Form von Literatur. Höchst fantasievoll bietet sie Innenansichten aus einer fremden Welt”. Vorgestellt werden “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” von Sarah Glidden (Panini), “Metro” von Magdy El-Shafee, “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (beide Edition Moderne), “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt), “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B., “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached sowie dem Sammelband “Cargo” (alle avant-verlag).

Graphic Novels in den Medien – 15. Juli 2013

Montag, den 15. Juli 2013

Darin “trifft Action-Comic auf kĂŒnstlerische Graphic Novel”: In der 3Sat-“Kulturzeit” wurde “Die große Odaliske” von Bastien VivĂšs und Ruppert & Mulot (Reprodukt) vorgestellt. Zum Video geht es hier.

Einen “offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comicroman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag), wie er in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung schreibt: “Die Liebe im Licht ausserirdischer Botschaften”.

“Pathetisches und trotzdem packend”: Der auf einer Vorlage des Rockmusikers Neil Young basierende und von Cliff Chiang illustrierte Band “Greendale” (Panini) findet auf tagesspiegel.de das Wohlwollen von Lars von Törne: “Der Kampf der grĂŒnen Sonne”.

“Neue MaßstĂ€be in Sachen autobiografische Comics” schreibt Thomas Greven an gleicher Stelle inAlltag unter Artilleriebeschuss”, seiner Besprechung von Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag).

Ebenfalls auf tagesspiegel.de zeigt sich Mario Osterland von Peer Meters und Gerda Raidts “Böse Geister” (Reprodukt) weniger angetan, Meter könne an das Niveau seiner VorgĂ€ngerbĂ€nde nicht anschließen, wie er in “Die Geister von der Stange” schreibt. Wohlwollender schreibt Oliver Ristau in der Nordwest Zeitung: “Dunkle Reise in die Kindheit”.

Mit dem Comic-Autor Baru unterhielt sich Thomas Hummitzsch am Rande des Comicfestivals MĂŒnchen. Das Interview wurde auch auf tagesspiegel.de veröffentlicht:  “Meine Comics sind keine politischen Kommentare”.

In der Stuttgarter Zeitung stellt Thomas Klingenmeier den aktuellen Band “Bleierne Hitze” (Edition 52) des französischen Autoren vor und meint: “Bleierne Hitze zeigt Baru auf der Höhe seiner Kunst”: “Du musst ein Schwein sein”.

“Schlicht, aber wirkungsvoll”:  Die Zeicherin von „Wagner. Die Graphic Novel“, Flavia Scuderi, (Text: Andreas Völlinger, Knesebeck) besuchte Anna Feist in ihrem Atelier. Der Text erschien in der Berliner BZ: “Richard Wagners Leben als Comic-Strip”. Bereits im Mai strahlte der SWR-Hörfunk ein Interview dem Autor des Bandes, Andreas Völlinger, aus. Ulla Zierau stellte im “KulturgesprĂ€ch” die Fragen zur Pointierten Wagner-Welt”.

In einer anderen BZ, der Badischen Zeitung, stellt JĂŒrgen Schickinger “Blast” von Manu Larcenet vor und zeigt sich vor allem von der grafischen Wucht beeindruckt: “Streckenweise scheinen Larcenets virtuose, schwarz-graue Zeichnungen zu schreien und zu wimmern. Ihre wilde emotionale Kraft wĂŒhlt auf.”: “Der grandiose Comic “Blast”: Psychogramm eines Außenseiters”.

“Dem Zeichner Moritz Stetter gelingt es, einen widersprĂŒchlichen Lebensweg nachvollziehbar in virtuosen Bildern zu erzĂ€hlen und gleichzeitig zeitgeschichtliche ZusammenhĂ€nge zu verdeutlichen.” Das sagt Ute-Christine Krupp in ihrem Interview mit dem Autoren fĂŒr das Deutschlandradio ĂŒber den biografischen Band “Luther” (GĂŒtersloher Verlagshaus): “Reale DĂ€monen im Comic”.

Bastian KĂŒllenberg hat fĂŒr intro.de Jesse JacobsÂŽ “Hieran sollst Du ihn erkennen” (Rotopolpress) gelesen: “LektĂŒre, wie ein tiefer, spannender Traum, aus dem man nicht so schnell erwachen möchte.” Zum gesamten Text gelangt man hier.

Graphic Novels in den Medien – 18. Juni 2013

Dienstag, den 18. Juni 2013

Am gestrigen 17. Juni jĂ€hrte sich der DDR-Volksaufstand zum sechzigsten Mal. In der ARD-”Tagesschau” wurden zu dem Thema Aufnahmen aus dem Bundestag mit einer Buchvorstellung des Bandes “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane (Metrolit) gegengeschnitten.

Jenes Buch ist auch Anlass fĂŒr Lars von Törne auf tagesspiegel.de noch zwei weitere Titel mit historischem Bezug vorzustellen: “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) sowie „Das Land, das es nicht gibt“ von Peter “Auge” Lorenz (jaja verlag): “Eine Liebe im Schatten der Panzer”.

“Wie man den HeckenschĂŒtzen entkommt” wird von Zeina Abirached in ihrem autobiografischen Band “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) auch thematisiert. Damit betitelt ist Markus Lippolds Beitrag ĂŒber den Band auf n-tv.de.

Im SaarlĂ€ndischen Rundfunk berichtete Tilla Fuchs vom Comic-Symposium in SaarbrĂŒcken. Der Beitrag lĂ€sst sich hier nachhören: “Comics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel“.

“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) stellt Katrin Ohlendorf auf DRadio Wissen vor. Der Beitrag lĂ€sst sich hier nachlesen und -hören.

 

Graphic Novels in den Medien – 14. Juni 2013

Freitag, den 14. Juni 2013

In der Magazinsendung “Theodor” im rbb wurde kĂŒrzlich “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane vorgestellt.

In der SĂŒddeutschen Zeitung stellte Christoph Haas Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor – und ist voll des Lobes: “Ein Netz namens Beirut”.

Marijpol hat sich fĂŒr das Magazin Intro mit Redaktuer Bastian KĂŒllenberg ĂŒber ihr neuens Buch “Eremit” (avant-verlag) unterhalten. Der Artikel lĂ€sst sich hier nachlesen: “Comic: Autorin und Zeichnerin Marijpol im GesprĂ€ch”.

Zwei Krimis werden in der Badischen Zeitung vorgestellt – und mit Lob bedacht: Darwyn Cookes Richard Stark-Adaption “Hunter” (Eichborn), sowie “The Homeland Directive” Robert Venditti und Mike Huddleston (Carlsen): “Finsterer Krimi” – “Furioser Thriller”.

Die Veröffentlichung von “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) und die Veranstaltung in der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer war Thema in der Berliner Presse. So berichtet Roxane Meger fĂŒr die Berliner Morgenpost: “Berliner KĂŒnstler erzĂ€hlen Flucht aus der DDR in einem Comic” und Moritz Honert fĂŒr den Tagesspiegel: “Berliner Fluchthelfer kommt ins Comic”.

Auf tagesspiegel.de schreibt Nadine Lange ĂŒber den “Mann, der John Lennon WĂ€nde anstreichen ließ”, bzw. das Buch “Liverfool” von Damien Vanders und Gihef ĂŒber den Clubbesitzer Allan Williams.

“Die Superhelden haben mich nicht befriedigt” sagt Comic-Autor David Boller der schweizer Zeitung Blick. Anlass ist die Veröffentlichung seines autobiografischen Bandes “Ewiger Himmel” (Zampano).

In der Sendung “NDR Kultur” zeigte der Comic-Autor Max (“Bardin, der Superrealist”, Reprodukt) “Wie eine Graphic Novel entsteht …”. ErgĂ€nt wird der online nachlesbare Bericht von Claudio Campagna um eine Bildergalerie, in der die verschiedenen Stadien der Entstehung eines Comics gezeigt werden.

Über das Symposium zum Thema “Autorencomics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel” an der HBK Saar berichtet Tobias Kessler fĂŒr die SaarbrĂŒcker Zeitung: “International besetztes Comic-Symposium und Ausstellung an der HBK”.

Eine ganze Reihe von BeitrĂ€gen ĂŒber Comics wurden zuletzt im Deutschlandfunk ausgestrahlt: So stellte Tabea Soergel die “Graphic Novel ĂŒber einen Serienmörder”“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) vor. Jens Balzer befasste sich mit Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp): “Krach des Krieges in Bildern”. Unter anderem die Comiczeichner Isabel Kreitz und Luke Pearson kommen im Beitrag von Dirk Schneider ĂŒber die Graphic Novel Tage in Hamburg  zu Wort: “Comics zum Nachdenken”. Mit den norwegischen Autoren Steffen Kverneland und Lars Fiske unterhielt sich Kai Löffler ĂŒber deren KĂŒnstlerbiografien “Munch” und “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag).

Graphic Novels bei der Langen Buchnacht in Berlin

Samstag, den 1. Juni 2013

Am Samstag, dem 8. Juni, findet in Berlin-Kreuzberg die 15. Lange Buchnacht statt. Wie immer stehen bei einem Teil der weit ĂŒber 100 Lesungen und weiterer Buchevents Comics im Mittelpunkt. Neben Kindercomic-PrĂ€sentationen von Reprodukt und einer Projektions-Zeichenaktion stehen auch Graphic Novels und ihre Macher im Mittelpunkt:

19.00 Uhr, SO 36, Oranienstr. 190: Zeina Abirached und Paula Bulling – Autobiographische Graphic Novels zu politischen und zeitgeschichtlichen Themen

Die Comiczeichnerinnen Zeina Abirached und Paula Bulling diskutieren Darstellung und Thematisierung von Politik und Zeitgeschichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihrer autobiographischen Graphic Novels: Erinnerung an eine Kindheit wĂ€hrend des libanesischen BĂŒrgerkriegs in “Das Spiel der Schwalben” und die Dokumentation der Situation von Asylbewerbern in Deutschland in “Im Land der FrĂŒhaufsteher” (beide avant-verlag).

21.00 Uhr, Modern Graphics, Oranienstr. 22: Graphic Novel PrĂ€sentation mit Bild – Birgit Weyhe: “Im Himmel ist Jahrmarkt”

Birgit Weyhe erzĂ€hlt in ihrer brandneuen Graphic Novel “Im Himmel ist Jahrmarkt” (avant-verlag) die persönlichen Lebenswege ihrer Großeltern und ihres Großonkels Ititi vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte. Zur BuchprĂ€sentation lĂ€sst uns Birgit Weyhe hinter die Kulissen schauen: mit dem Familienalbum und Anekdoten unter dem Arm schickt sie uns auf die Spuren ihrer Familie und erzĂ€hlt wie das Buch entstanden ist.

Über die Comic-Veranstaltungen im Rahmen der Langen Buchnacht informiert im Detail die Website des Comicshops Modern Graphics.

Lange Buchnacht, Oranienstraße, 10999 Berlin-Kreuzberg
www.lange-buchnacht.de

Graphic Novels in den Medien – 23. April 2013

Dienstag, den 23. April 2013

In der SWR-BĂŒchersendung “Literatur im Foyer” stellte bereits am vergangenen Donnerstag Literaturkritiker Denis Scheck “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt) vor und stellte dabei heraus: “Es handelt sich hier um große Literatur, um Weltliteratur.” Die Sendung mit Thea Dorn und Dirk Kurbjuweit lĂ€sst sich bis auf weiteres in der Mediathek vom SWR betrachten (ab Minute 21).

Als “SchlĂŒsselwerk der jĂŒngeren Comicgeschichte” bezeichnet Christoph Huber den Band in der Wiener Presse: “Generationen des Leids”.

In der heutigen Ausgabe der Welt stellt Matthias Heine die Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” von Ulli Lust (Suhrkamp) vor: “Es war eine durchaus gewagte Idee, den dĂŒsteren, in der Nazizeit spielenden Roman einer Zeichnerin anzuvertrauen, die zwar zu den besten im deutschsprachigen Raum gehört, bisher aber eher Gegenwartsstoffe illustriert hatte. Doch es hat funktioniert.”: “Kindertotenlieder im Bunker”.

Lars von Törne erkennt in dem Buch eine “kongeniale Adaption”, wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “FlĂŒstern und Schreien”.

“Man wird zu einem Teil des Ortes” sagt Philip Cassirer, Autor des Reisecomics “Was kostet ein Yak?” (Carlsen) im Interview mit Thomas Hummitzsch, das an gleicher Stelle erschien. Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Nadine Lange Danielle de Picciotto vor, die ĂŒber ihr Nomadenleben das Buch “We are Gypsies now” (metrolit) gemacht hat: “In tausend Tagen um die Welt”.

“Auch in Grautönen politisch” ist die Autorin Paula Bulling, wie es im Beitrag auf der Website der Deutschen Welle heisst, in dem die in Berlin lebende KĂŒnstlerin sowie ihr Buch “Im Land der FrĂŒhaufsteher” (avant-verlag) vorgestellt wird. In einer Bildergalerie werden darĂŒber hinaus aktuelle Arbeiten gezeigt: “Auf den Spuren einer Protestbewegung”.

“Eine der schönsten Comic-Entdeckungen seit Langem” nennt Jens Balzer “Der Tod von Adorno” von Helmut Wietz (metrolit), wie er im Cicero schreibt: “Porno mit Adorno”.

Kai Löffler stellte auf WDR3 Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor. Der Beitrag kann hier nachgelesen und -gehört werden.

Das “KulturgesprĂ€ch” im HR mit Simon Schwartz (“Packeis”, avant-verlag) kann hier nachgehört werden.

Lobende Worte findet FAZ-Blogger Andreas Platthaus fĂŒr “Wie ein leeres Blatt” von Boulet und PĂ©nĂ©lope Bagieu (Carlsen): “Wie man sein Leben wiederaufbaut”.

Graphic Novels in den Medien – 8. April 2013

Montag, den 8. April 2013

Karin Krichamyr schreibt im Wiener Standard ĂŒber “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached (avant-verlag): “Abirached skizziert die Kapsel ihrer Kindheit als eine behĂŒtete, enge Welt, in der ein trockener Witz gepflegt wird und sich die Tragik in kleinen Details offenbart.”: “In einer Kapsel in Beirut”.

“Daß man nur in der Jugend – fĂŒr den Arbeitszwang weitgehend zu jung, fĂŒr die LĂŒgen der Lehrer und Eltern zu alt – die Zeit besitzt, an den WidersprĂŒchen des Lebens geduldet zu verzweifeln, ruft diese Perle unter den hiesigen Comicproduktionen ziemlich radikal ins GedĂ€chtnis zurĂŒck.” So schreibt Sven Jachmann in “Etwas Schönes Erleben” (Reprodukt) ĂŒber Lukas JĂŒligers “Vakuum” (Reprodukt). Der Artikel erschien in der jungle World und auf satt.org.

FĂŒr den WDR hat sich Christian Möller mit dem Autor von “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt”, Chris Ware unterhalten, dem “geheimen König der Comicwelt”.  Zum Beitrag, der in der Sendung “Scala” ausgestrahlt wurde, gelangt man hier: “Wunderzeichner”.

Den zuletzt bei Schreiber & Leser veröffentlichten Band “Enemigo” von M.A.T. und Jiro Taniguchi bespricht Christian Endres fĂŒr tagesspiegel.de: “Blut, Blei und Bilderraub” und stellt dabei vor allem die zahlreichen Inspirationsquellen heraus, derer sich die Autoren fĂŒr den Comic bedienten.

Auf der Kinder- und Jugendbuchseite der SĂŒddeutschen Zeitung besprach Daniel WĂŒllner “Hilda und der Mitternachtsriese” von Luke Pearson, “ein wunderschönes MĂ€rchen mit der Botschaft, dass anders nicht gleich böse sein muss”: “Gulliver mal anders”.

Die finale Ausgabe des Comicmagazins “Orang” stellt Brigitte Helbling auf culturmag.de vor und zollte den Machern Respekt, da sie “Aufhören, wenn’s am Schönsten ist”.

Graphic Novels in den Medien – 20. MĂ€rz 2013

Mittwoch, den 20. MĂ€rz 2013

Bereits im Januar veröffentlichten die Vereinten Nationen das oben zu sehende Video von den Dreharbeiten zur Verfilmung von “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” von Abel Lanzac und Christophe Blain (Reprodukt). Gedreht wurde an OriginalschauplĂ€tzen wie hier dem UN Sicherheitsrat. Noch ist kein Termin bekannt, wann der Film von Bertrand Taverneier in die Kinos kommen wird.

Auf fm4.orf.at stellt Zita Bereuter unter der Überschrift “Sterben Wegziehen Wiederkehren” den jĂŒngt erschienenen Band “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor. Dabei stellt sie Ähnlichkeiten zu den BĂŒchern von Marjane Satrapi und David B. heraus und resĂŒmiert dort: “Mit Zeina Abirached kommt jedenfalls eine interessante neue GeschichtenerzĂ€hlerin in die deutschsprachige Comiclandschaft.”

Auch auf MDR Figaro wurde das Buch vorgestellt, wobei Zeina Abirached auch in ihrer Pariser Wohnung besucht wurde. Der Beitrag lÀsst sich hier nachhören.

Die Kunst zu fliegen ist ein ĂŒberzeugendes StĂŒck Sozialgeschichte, transportiert ĂŒber das interessante Medium der Graphic Novel, welches sich als Mittel der biographischen Darstellung einmal mehr als sehr passend erweist.” Das schreibt Thomas Möller auf der Website der Rezensionsplattform kritisch-lesen.de ĂŒber das Buch von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag): “Die kritischen Verlierer”.

Über den Besuch von Scott McCloud und Chris Ware in Berlin Ende vergangener Woche schreiben unter anderem die SĂŒddeutsche Zeitung (“Wie man auf Glas skatet”) sowie Der Tagesspiegel (“Striche, die die Welt bedeuten”).

Auf tagesspiegel.de berichtet Thomas Hummitzsch ĂŒber eine Podiumsdiskussion des Comic-Autoren Peer Meter auf der Leipziger Buchmesse. Mit Meter saßen die Zeichner David von Bassewitz, mit dem er aktuell noch an einem neuen Titel arbeitet, sowie Gerda Raidt, die das jĂŒngst erschienene “Böse Geister” (Reprodukt) zeichnerisch umsetzte, auf dem Podium: “‘Die Sprechblase ist die Seele der Figur’”.

Nicht ganz zufrieden zeigt sich Thomas Greven an gleicher Stelle mit zwei der in Frankreich erschienenen, von Comic-Autorinnen und -Autoren illustrierten ReisefĂŒhrern: “Mit Hugo Pratt und Isabel Kreitz um die Welt”. “Was kann da noch schiefgehen? Leider so einiges, wenn am Ende der Mut fehlt, etwas wirklich Außergewöhnliches zu versuchen.”

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Mittwoch, den 6. MĂ€rz 2013

“Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached

Ein Tag wie jeder andere im Beirut des Jahres 1987. Die libanesische Hauptstadt ist vom BĂŒrgerkrieg zerrissen, der seit Jahren tobt und noch Jahre andauern wird. Eine Demarkationslinie, die “Green Line”, trennt den christlichen Westen und den muslimischen Osten. ScharfschĂŒtzen, MilitĂ€rpatrouillen und Straßensperren machen aus Beirut ein Labyrinth, in dem kurze Wege sich Stunden hinziehen können. Die Menschen, die nicht ĂŒber die Landesgrenzen in benachbarte Staaten geflohen sind, richten sich und ihren Alltag auf Krieg und Belagerung aus.

1987 ist Zeina Abirached sieben Jahre alt, ein Kind des Krieges. Sie wohnt mit ihrer Familie in der “Rue Youssef Semaani”, direkt am Rand der Demarkationslinie. Ihre Wohnung, die wĂ€hrend der Bombardierungen als Zufluchtsort fĂŒr die Nachbarn dient, hat sich im Laufe der Jahre auf wenige Quadratmeter im Eingangsbereich reduziert. Als eines Tages Zeinas Eltern von einem Besuch bei ihrer Großmutter nicht zurĂŒckkehren, versammeln sich die Nachbarn in der Wohnung der Abiracheds, um die Kinder mit Geschichten von der Angst um ihre Eltern abzulenken.

Sensibel, phantasievoll und bisweilen herzzerreißend komisch erzĂ€hlt die libanesische KĂŒnstlerin von ihrer Kindheit im BĂŒrgerkrieg, vom menschlichen Miteinander in Krisenzeiten und der Konstruktion von Sicherheit und Heimat auf wenigen Quadratmetern.

Zeina Abirached wurde 1981 in Beirut geboren. Mit Anfang 20 zog sie nach Paris, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Sie hat eine Reihe autobiografischer Graphic Novels und Kurzcomics veröffentlicht, in denen sie ihrer Kindheit im Libanon und ihrer Familiengeschichte nachspĂŒrt. “Das Spiel der Schwalben” ist ihre erste Veröffentlichung in deutscher Sprache.

Das Spiel der Schwalben, ISBN 978-3-939080-77-0, 182 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95

“Eremit” von Marijpol

Weit abgeschieden von einer alternden Gesellschaft, in welcher der Anblick eines Kindes eine Seltenheit ist, lebt ein einsamer Misanthrop im Wald. Mit einem vor Zwiespalt geteilten Kopf ist er auf der Suche nach seinem wahren Kern. GleichgĂŒltig fĂŒhrt er seine Arbeit fĂŒr ein Bestattungsunternehmen, bei dem lebensmĂŒde Senioren ihre letzte Reise buchen können, die ihren schönsten Tod zum Ziel hat, aus.

Durch die Begegnung mit einem wĂŒtenden Kind, das auf der Flucht vor seinen Erziehungsberechtigten ist, wird der Eremit in seiner ZurĂŒckgezogenheit gestört. Muss er sich am Ende fĂŒr eine HĂ€lfte seines Kopfes entscheiden?

Eremit ist eine symboltrĂ€chtige, mitunter verstörende ErzĂ€hlung ĂŒber Zweifel, Tod und Obst. Eine ErzĂ€hlung wie sie wohl nur der Fantasie der 1982 in Berlin geborenen Marijpol entspringen kann. FĂŒr ihre erste Graphic Novel, “Trommelfels”, wurde sie 2012 mit dem ICOM-Preis fĂŒr das “Beste Szenario” geehrt. Marijpol lebt und arbeitet in Hamburg.

Eremit, ISBN 978-3-939080-71-8,  216 Seiten, zweifarbig, Klappenbroschur mit Fold-Out, EUR (D) 19,95

Graphic Novels in der Presse – 19. Februar 2013

Dienstag, den 19. Februar 2013

In seinem Artikel fĂŒr die Wiener Zeitung schlĂ€gt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis BĂŒchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “ZahraÂŽs Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.

“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck fĂŒr NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im MĂ€rz im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee ĂŒber “Metro” und Maximilien LeRoy ĂŒber “Die Mauer” (beide Edition Moderne).

“JĂŒliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag fĂŒr NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas JĂŒligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte fĂŒr ein Vakuum”.

Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor JosĂ©-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzĂ€hlten Handlung bezieht.

“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der AufklĂ€rung”. WietzÂŽ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.

Dass bei Reprodukt demnĂ€chst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel prĂ€sentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Mittwoch, den 23. Januar 2013

Der avant-verlag hat mit seinem FrĂŒhjahrsprogramm eine Reihe neuer Graphic Novels angekĂŒndigt. Dabei sind unter anderem neue BĂŒcher von Manuele Fior (“5000 Kilometer in der Sekunde”) und Marijpol (“Trommefels”), sowie mit “Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na eine Comic-Biografie des bekannten Thrillerautors.

 

“Geschichten aus dem Viertel” von Gabi BeltrĂĄn und BartolomĂ© SeguĂ­
Palma de Mallorca 1980, Jahre vor der Transformation der spanischen Insel in einen der prominentesten Urlaubsorte Europas. Im chinesischen Viertel Palmas, Barrio Chino, versammeln sich die Underdogs der spanischen Gesellschaft, jede Straßenecke hat eine Geschichte zu erzĂ€hlen. Gabi BeltrĂĄn erzĂ€hlt in „Geschichten aus dem Viertel“ die seine. Mit kaum mehr als vierzehn Jahren fühlt Gabi sich schon alt. „Die Jungs in meinem Viertel leben schneller“, sagt er. Mit seinen Freunden BenjamĂ­n, Arnaud, Falen, Ramos und anderen wandert er nachts durch die Gassen seiner kleinen Welt und versucht, sie zu verstehen – und verstanden zu werden. Die ersten sexuellen Erfahrungen machen die Halbstarken im Bordell – eine organisatorische Herausforderung, weil die HĂ€lfte der Mütter aus dem Freundeskreis anschaffen geht. Mit Einbrüchen und DrogengeschĂ€ften halten die Jungs sich über Wasser und von zu Hause fern. Und immer wieder versuchen sie auszubrechen und hoffen auf ein besseres Leben jenseits des endlosen Meeres, das für die Freunde ProjektionsflĂ€che und zugleich eine unüberwindliche Barriere ist, die sie in ihrem Leben, in ihrem Viertel gefangen hĂ€lt.

„Geschichten aus dem Viertel“ ist eine kleine Sensation, bewegend und einfühlsam erzĂ€hlt. In kurzen, ineinander verwobenen ErzĂ€hlungen sammeln BeltrĂĄn und der Zeichner SeguĂ­ Erinnerungen, traurige wie glückliche, an ein Palma, an das sich heute nur noch wenige erinnern werden.

Geschichten aus dem Viertel, ISBN 978-3-939080-76-3, 152 Seiten, farbig, Softcover EUR (D) 19,95, erscheint im Februar

“Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached

Ein Tag wie jeder andere im Beirut des Jahres 1987. Die libanesische Hauptstadt ist von einem Bürgerkrieg zerrissen, der seit Jahren tobt und noch Jahre andauern wird. Eine Demarkationslinie, die „Green Line“, trennt den christlichen Westen und den muslimischen Osten. Scharfschützen, MilitĂ€rpatrouillen und Straßensperren machen aus Beirut ein Labyrinth, in dem kurze Wege sich Stunden hinziehen können. Die Menschen, die nicht über die Landesgrenzen in benachbarte Staaten geflohen sind, richten sich und ihren Alltag auf Krieg und Belagerung aus. 1987 ist Zeina Abirached sieben Jahre alt, ein Kind des Krieges. Sie wohnt mit ihrer Familie in der „Rue Youssef Semaani“, direkt am Rand der Demarkationslinie. Ihre Wohnung, die wĂ€hrend der Bombardierungen als Zufluchtsort für die Nachbarn dient, hat sich im Laufe der Jahre auf wenige Quadratmeter im Eingangsbereich reduziert. Als eines Tages Zeinas Eltern von einem Besuch bei ihrer Großmutter nicht zurückkehren, versammeln sich die Nachbarn in der Wohnung der Abiracheds, um die Kinder mit Geschichten von der Angst um ihre Eltern abzulenken. Sensibel, phantasievoll und bisweilen herzzerreißend komisch erzĂ€hlt die libanesische Künstlerin von einer Kindheit im Bürgerkrieg, vom menschlichen Miteinander in Krisenzeiten und der Konstruktion von Sicherheit und Heimat auf wenigen Quadratmetern.

Zeina Abirached wurde 1981 in Beirut geboren. Mit Anfang 20 zog sie nach Paris, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Sie hat eine Reihe autobiografischer Graphic Novels und Kurzcomics veröffentlicht, in denen sie ihrer Kindheit im Libanon und ihrer Familiengeschichte nachspürt. „Das Spiel der Schwalben“ ist ihre erste deutsche Veröffentlichung.

Das Spiel der Schwalben, ISBN 978-3-939080-77-0, 192 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im MĂ€rz

“Eremit” von Marijpol

Weit abgeschieden von einer alternden Gesellschaft, in der der Anblick eines Kindes eine Seltenheit ist, lebt ein einsamer Misanthrop im Wald. Mit einem vor Zwiespalt geteilten Kopf ist er auf der Suche nach seinem wahren Kern. Gleichgültig führt er seine Arbeit für ein Bestattungsunternehmen aus, bei dem lebensmüde Senioren letzte Reisen buchen können, die ihren schönsten Tod zum Ziel haben. Durch die Begegnung mit einem wütenden Kind, das auf der Flucht vor seinen Erziehungsberechtigten ist, wird der Eremit in seiner Zurückgezogenheit gestört. Muss er sich am Ende für eine HĂ€lfte seines Kopfes entscheiden?

„Eremit“ ist eine symboltrĂ€chtige, mitunter verstörende ErzĂ€hlung über Zweifel, Tod und Obst.

Eremit, ISBN 978-3-939080-71-8, 150 Seiten, zweifarbig, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im MĂ€rz

“Das Interview” von Manuele Fior

Italien im Jahr 2048. Raniero ist ein Psychologe in den Fünfzigern, dessen Ehe in Trümmern liegt. WĂ€hrend in seinem Privatleben Sprachlosigkeit herrscht, fühlt er sich in den GesprĂ€chen mit seiner Patientin Dora immer stĂ€rker in deren befremdliche und gleichzeitig faszinierende Gedankenwelt hineingezogen. Dora behauptet, telepathische FĂ€higkeiten zu besitzen und hat nĂ€chtliche Visionen von leuchtenden Dreiecken, die am Himmel erscheinen: Zeichen einer außerirdischen Zivilisation, die die Menschen auf eine große bevorstehende VerĂ€nderung aufmerksam machen sollen.

Das Bild der Zukunft, das Manuele Fior in „Das Interview“ entwirft, ist dystopisch und unscheinbar zugleich. Ferngesteuerte Autos verkehren zwischen streng überwachten urbanen Zentren, die „Nuclear Family“ als Pfeiler der gesellschaftlichen Ordnung ist der einzige erstrebenswerte Lebensentwurf. Dora gehört der „Neuen Vereinigung“ an, einer Bewegung junger Leute, die den alten Werten abgesagt haben und ihr Glück in neuen zwischenmenschlichen Bindungen suchen. Nach anfĂ€nglicher Skepsis fühlt sich Raniero immer mehr zu Dora hingezogen und gleichzeitig werden mehr und mehr Menschen auf die mysteriösen Lichter am Himmel aufmerksam


Nach seinem zarten Liebescomicroman „Fünftausend Kilometer in der Sekunde“ („Bester Comic“ auf dem Comicfestival Angouleme, 2011) überrascht Manuele Fior mit einer psychologisch austarierten und brillant gezeichneten Science-Fiction-Graphic-Novel. Wie die europĂ€ischen Filmemacher Michelangelo Antonioni mit „L‘Eclisse“ oder Jean-Luc Godard mit „Alphaville“ wirft Fior einen Blick in die Zukunft, um gesellschaftliche und private ZĂ€suren und Konflikte der Gegenwart aufzudecken. Manuele Fior gehört zu den meist gefeierten jungen europĂ€ischen Comic-Künstlern. Er wurde in Italien geboren, hat in Norwegen und Deutschland gelebt und arbeitet zur Zeit hauptsĂ€chlich von Paris aus.

Das Interview, ISBN 978-3-939080-78-7, 170 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 24,95, erscheint im April

“Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe

Als ihr Vater stirbt, stellt sich Birgit Weyhe plötzlich zum ersten Mal die Frage nach ihrer Familiengeschichte. Ein paar Anekdoten und viel Schweigen. Als ihre Tochter als Hausaufgabe einen Stammbaum zeichnen soll, zeigt sich das ganze Ausmaß ihres Unwissens – selbst die Großeltern sind nur noch blasse Schemen. Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, doch die Recherche bei den wenigen noch lebenden Verwandten wirft neue Fragen auf.

Basierend auf Briefen, GesprĂ€chen und Fotografien erzĂ€hlt Weyhe aus dem Leben ihrer Großeltern. Sie erzĂ€hlt von einer Generation, geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Biografie von der deutschen Geschichte einen deutlichen Stempel aufgedrückt bekommen hat. Langsam enthüllen sich die Lebensgeschichten der emanzipierten Marianne, dem gebrochenen Friedrich Carl und den Eheleuten Herta und Edgar. Wie Puzzleteile fügt die Autorin das fragmentarische Wissen über ihre Vorfahren zusammen und entdeckt dabei persönliche Dramen um heimliche Abtreibung, unterdrückte HomosexualitĂ€t,Verrat und Schuld.

Im Himmel ist Jahrmarkt, ISBN 978-3-939080-81-7, 200 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im Mai

“Kurt Schwitters – Von nun an nenne ich mich Herr Merz” von Lars Fiske

Kurt Schwitters (1887-1948), der als Maler, Dichter und Werbegrafiker in zahlreichen Kunstformen aktiv war, ist ein Pionier der Moderne. Mit dem Lautgedicht „Ursonate“ schockierte er Bourgeoisie und Dadaisten gleichermaßen, mit seinem Gesamtkunstwerk „Merzbau“ war er seiner Zeit weit voraus. Unter dem Kennwort „Merz“ entwickelte Schwitters ein dadaistisches Gesamtweltbild. Den „Merzbau“, eine grottenartige Collage-Skulptur mit Erinnerungsstücken, schuf Schwitters in zwanzigjĂ€hriger Arbeit in seiner Heimatstadt Hannover, im Haus seiner Eltern. Als die Nazis die Macht in Deutschland übernahmen und seine Kunst als „entartet“ verfemt wurde, emigrierte er nach 1937 nach Norwegen, wo er noch zwei weitere Merz-Bauten anfertigte, bevor er 1940 weiter nach England fliehen musste.

Lars Fiske legt den Schwerpunkt seiner ErzĂ€hlung auf die Jahre des Künstlers im norwegischen Exil und nutzt die radikale Skulptur des „Merzbau“ als Grundlage für die ErzĂ€hlstruktur seiner Comic-Biografie. Der norwegische Comic-Künstler Lars Fiske (Jahrgang 1966) studierte Illustration und Grafikdesign in Stockholm und Los Angeles. Er publizierte zahlreiche Comics und Kinderbücher und arbeitet als Illustrator für verschiedene Zeitungen. Gemeinsam mit Steffen Kverneland schuf er die Künstlerbiografie „Olaf G.“, die auf Deutsch ebenfalls im avant-verlag vorliegt.

Kurz Schwitters, ISBN 978-3-939080-79-4, 112 Seiten, vierfarbig, Hardcover, EUR (D) 29,95, erscheint im Juni

“Munch” von Steffen Kverneland

Edvard Munch (1863-1944) ist einer der wichtigsten Maler seiner Zeit. Der Norweger, der zeitweilig auch in Deutschland lebte und arbeitete, bekam bereits zu Lebzeiten Anerkennung für seine Werke und gilt heute als Wegbereiter des Expressionismus. Mit Munch liegt nun seine grafische Biografie vor – ein einzigartiges Projekt, in dem der Comic-Künstler Steffen Kverneland die Geschichte ausschließlich anhand von Zitaten Munchs und seiner Zeitgenossen erzĂ€hlt. Kverneland zeichnet ein liebenswertes und überaus heiteres Portrait des großen Malers als auch der ihn umgebenden skandinavischen BohĂšme des spĂ€ten 19. Jahrhunderts. Ein großer Spaß – nicht nur für Historiker und Kunstliebhaber!
Das erste Kapitel dieses Buches wurde von der Norwegischen Nationalgalerie für die Sammlung gekauft. Steffen Kverneland (Jahrgang 1963) zĂ€hlt zu den herausragenden norwegischen Comic-Autoren. Im avant-verlag erschien bereits seine preisgekrönte Olaf-Gulbransson- iografie „Olaf G.“, die in Zusammenarbeit mit Lars Fiske entstand.

Munch, ISBN 978-3-939080-80-0, 270 Seiten, vierfarbig, Hardcover, EUR (D) 29,95, erscheint im Juni

“Luchadoras” von Peggy Adam
Alma lebt mit ihrem gewalttĂ€tigen Ehemann Romel in der nordmexikanischen Millionenstadt Ciudad JuĂĄrez. Romel ist Mitglied einer lokalen Gang – den „Los Rebeldes“. Er ist eifersüchtig und gewalttĂ€tig und scheut auch nicht davor zurück, Alma zu verprügeln, sobald sie mit anderen MĂ€nnern spricht. Doch Alma ist eine starke Frau, die sich nicht einschüchtern lĂ€sst. Durch die Beziehung mit dem jungen Touristen Jean bietet sich ihr plötzlich die Möglichkeit, ein neues Leben anzufangen. Ciudad JuĂĄrez dürfte die bekannteste mexikanische Stadt weltweit sein. Seit dem Ausbruch des Drogenkriegs im Jahr 2007 hĂ€lt die Großstadt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze die Spitzenposition in der Verbrechensstatistik. Durchschnittlich sieben Menschen werden dort tĂ€glich ermordet. Aber schon lange vor dem Ausbruch des Drogenkriegs hat Ciudad JuĂĄrez weltweit für Schlagzeilen gesorgt – als Schauplatz einer bestürzenden Serie von Frauenmorden und Entführungen. Zwischen 1993 und 2005 wurden um die 350 MĂ€dchen und Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren verschleppt, missbraucht und getötet, 400 gelten noch als vermisst. Zahlreiche Morde sind bis heute ungeklĂ€rt.

Die Graphic Novel „Luchadoras“ ist eine fiktive, aber an Tatsachen angelehnte ErzĂ€hlung über das Leben von Frauen in einer Stadt, die zum weltweiten Symbol von misogyner Gewalt und einer von Desinteresse und Korruption geprĂ€gten Justiz geworden ist. Ein beeindruckendes und aufrüttelndes PlĂ€doyer, das wie Roberto Bolanos Jahrhundertroman „2666“ den Femizid in Nordmexiko thematisiert. Peggy Adam ist eine französische Comic-Künstlerin und Illustratorin. Ihre Zeichnungen erscheinen u.a. in Le Monde, LibĂ©ration und Femme Actuelle. Mit „Luchadoras“ legt der avant-verlag das erste Buch der viel gepriesen Künstlerin auf Deutsch vor.

Luchadoras, ISBN 978-3-939080-83-1, 96 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 17,95, erscheint im Juli

“Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na

Mit der „Millennium“-Trilogie wurde der schwedische Journalist und Schriftsteller Stieg Larsson zu einem der meist gelesenen und erfolgreichsten Autoren Europas. Den Erfolg seiner drei Romane, die nur die ersten von zehn geplanten BĂ€nden sein sollten, erlebte der Vielschreiber und politische Kommentator nicht mehr – Larsson starb 2004 an den Folgen eines Herzinfarkts. „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ wurden posthum veröffentlicht.

Der Filmemacher und Larsson-Experte Guillaume Lebeau erzĂ€hlt zusammen mit Zeichner RĂ©bĂ©na aus dem kurzen Leben des getriebenen Autors, dessen politisches und journalistisches VermĂ€chtnis im Hype um seine Erfolgsbücher oftmals zu kurz kommt. In drei Momentaufnahmen zeigen Lebeau und RĂ©bĂ©na, welche Ereignisse und Menschen die politische und künstlerische Laufbahn Larssons geprĂ€gt haben: So erweckt ein verschneiter Wintertag in den WĂ€ldern von Nordschweden den Gerechtigkeitssinn des vierzehnjĂ€hrigen Larsson, in den spĂ€ten 1970ern verbringt er ein Jahr mit der Guerilla in Eritrea und schließlich veranlasst ihn ein blutiger Bombenanschlag von Neo-Nazis im Schweden der 1980er zu der Gründung der Expo-Stiftung und des gleichnamigen antifaschistischen Magazins, welches Pate stand für die Zeitschrift „Millennium“, für die seine Romanfigur Mikael Blomkvist arbeitet. Weniger eine Comic-Biografie als eine gezeichnete Verbeugung vor dem Leben und Wirken des schwedischen Autors, mit einem ausführlichen Anhang, der in die Veröffentlichungsgeschichte Larssons in Deutschland einführt.

Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie, ISBN 978-3-939080-82-4, 64 Seiten, teilweise farbig, Softcover, EUR (D) 14,95 Euro, erscheint im Juli