Berliner Verlagspreise vergeben – Förderpreis für Comicverlag

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Gestern, am 11.11.2018 sind im Deutschen Theater Berlin erstmals die Berliner Verlagspreise vergeben worden. Der Comicverlag Reprodukt hat einen der beiden Förderpreise erhalten, der andere ging an den Lyrikverlag Verlagshaus Berlin. Der Hauptpreis ging verdientermaßen – und darum auch wenig überraschend – an den Verlag Klaus Wagenbach. Die Moderation des Festakts übernahm Knut Elstermann.

Über den ausgezeichneten Comicverlag heißt es in der offiziellen Pressemitteilung: „Der erste Förderpreis geht an den Verlag Reprodukt, ein Trendsetter, der mit aufwendig gestalteten Büchern konsequent die große Tradition des Comics pflegt und außerdem die Graphic Novel für ein größeres Publikum etabliert hat. Sein Verlagsprogramm ist innovativ und überzeugend – auch für junge Menschen.“

Nominiert für die Shortlist waren aus 77 Bewerbungen neben den diesjährigen Preisträger*innen der Verlag Das Kulturelle Gedächtnis, der Guggolz Verlag, das Verlagshaus Jacoby & Stuart, der Korbinian Verlag und der Verlag Pulp Master.

Mit den Entscheidungen hat sich die diesjährige Jury, bestehend aus Gunnar Cynybulk (verlegerischer Geschäftsführer der Ullstein Buchverlage), Christiane Fritsch-Weith (Inhaberin des Buchladens Bayerischer Platz), Katharina Hesse (Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst), Dirk Knipphals (Literaturredakteur der taz, die tageszeitung) und Barbara Schneider-Kempf (Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin) mutig positioniert, indem sie mit Lyrik und Comic eher Außenseiterthemen des Buchmarkts und mit Wagenbach einen dezidiert linken Verlag gewürdigt hat.

Mehr Informationen gibt es unter www.berlinerverlagspreis.de