Comics als Literatur

alessandro tota, graphic novel, reprodukt

 

In der E-Zeitung der Südwestpresse gibt Claudia Reicherter für Neueinsteiger einen guten Überblick über wichtige  Graphic Novels, mit einem Schwerpunkt auf Titel, die mit Literaturpreisen bedacht worden sind. Zugleich wird ein interessanter Ausblick über im Jahr 2019 geplante Neuerscheinungen von bislang unübersetzten Titeln geboten. Die Behauptung in der Überschrift des Artikels „Der Comic emanzipiert sich“ erscheint allerdings ein wenig hinter dem aktuellen Stand der Entwicklung zurück zu bleiben.

Erwähnung finden All Ages Comics wie „Manno! – Kurzberichte aus einem ganz normalen Kinderleben zwischen Euphorie und Katastrophe“ von Anke Kuhl und weitere mit dem Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung ausgezeichnete Comics. Andere bedeutende Preise wie etwa die Berliner Comicstipendien bleiben hingegen unerwähnt.

Es geht auch um vermeintliche Trends bei den Veröffentlichungen wie etwa Literaturadaptionen und Biografien, hier am Beispiel von Typex‚ „Andy – a Factual Fairytale“ (Carlsen Comics). Eine ganze Reihe von Neuerscheinungen des Reprodukt Verlags, der Edition Moderne und beim avant-verlag, mitsamt eines Statements von Johann Ulrich (avant-verlag), runden den Überblick ab.

Auch wenn den Akteuren innerhalb der Comicbranche die Entwicklung nicht ganz neu ist, erfreut so ein Fazit dennoch: „Comics werden zunehmend als Literatur wahrgenommen.“ Zwar wird in diesem Beitrag das bevorstehende Fest der Liebe überhaupt nicht erwähnt – dennoch kann man die hier aufgelisteten Bücher allesamt mit gutem Gewissen als Geschenktipp auffassen.