Porträt eines Autorenzeichners am Beispiel von Lewis Trondheim

Porträt eines Autorenzeichners am Beispiel von Lewis Trondheim

Unter der Überschrift „Die haarsträubenden Abenteuer des Comics-Zeichners Lewis Trondheim“ würdigt Christian Gasser die Verdienste des französischen Zeichners in der Neuen Zürcher Zeitung.

Lewis Trondheim ist einer der einflussreichsten Comiczeichner Frankreichs und weit über die Landesgrenzen hinaus. Er hat den Autorenverlag L’Association mitgegründet, weil er und seine Kollegen nicht mehr nach dem Diktat der damals reichlich konservativen frankobelgischen Verlage produzieren wollten. Sie wollten Comics nicht mehr nur in den standardisierten Albenformaten zeichnen. Und sie wollten ihre eigenen Inhalte umsetzen – eben Autorenzeichner sein, anstatt Massenware nach Vorgaben der Unterhaltungsindustrie anzufertigen. Mittlerweile ist viel von dem, was die L’Association wegweisend und erfolgreich entwickelt hat, längst im Mainstream angekommen.

Trondheim selbst hat in allen denkbaren Formaten Comics und Graphic Novels produziert, und er ist auch als Autor tätig. „Donjon„, eine der lustigsten und buntesten Serien, hat er gemeinsam mit Joann Sfar ins Leben gerufen und unter Mitwirkung wohl sämtlicher französischsprachiger Zeichner*innen von Rang und Namen jahrelang fortgeführt.