Graphic Novels
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“Black.Light Project”

25. Januar 2012

Ein internationales Comicprojekt befasst sich mit Kriegsverbrechen in Afrika. Zwischen 1998 und 2007 berichteten der Fotograf Wolf Böwig und der Reporter Pedro Rosa Mendes von verschiedenen Schauplätzen wie Sierra Leone und Liberia. Im “Black.Light Project” dienen deren Texte nun als Vorlage für Comiczeichner, die gezeichnetes Bild, Foto und Text zu einem Hybrid verbinden.

Beteiligt ist dabei eine internationale Auswahl von Künstlern, darunter Stefano Ricci, David von Bassewitz, Daniel Žeželj, Lorenzo Mattotti, Nic Klein und Thierry Van Hasselt.

Darüber hinaus sind Zeichnerworkshops und eine Wanderausstellung geplant.

Über das Projekt berichtete ausführlich die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” in der Ausgabe vom letzten Samstag. Andreas Platthaus stellt darin das Anliegen, praktische Ideen und die Beteiligten vor und bringt auch die finanziellen Probleme, die die Umsetzung erschweren, zur Sprache. Der Artikel kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Die während des Projekts entstehenden Geschichten werden in einem Buch gesammelt, das beim Berliner avant-verlag erscheinen soll.

Bilder © www.blacklightproject.org

“Mehr als ein Verbrechen”

24. Januar 2012

In den vergangenen Monaten erschienen gleich zwei Comics, die auf Vorlagen des französischen Krimiautoren Jean-Patrick Manchette basierten: “Im Visier”, umgesetzt von Jacques Tardi (Edition Moderne) und “Blutprinzessein” von Max Cabanes (Schreiber & Leser). Auf tagesspiegel.de stellt Christian Endres beide Bände vor.

Mehr als ein Verbrechen

Kaum ein anderer Autor hat den französischen Krimi so geprägt wie Jean-Patrick Manchette. Jetzt sind zwei neue Comic-Adaptionen seiner Romane auf Deutsch erschienen.

Jean-Patrick Manchette, der 1995 im Alter von nur 52 Jahren verstarb und neben zahlreichen Kritiken, Essays und Drehbüchern ein knappes Dutzend Romane geschrieben hat, gilt als Wegbereiter des Néo-Polar, des modernen französischen Krimi. mehr

Neue Graphic Novel bei Matthes & Seitz

24. Januar 2012

Mit “Chapeau, Herr Rimbaud” von Laurence Maurel und Christian Straboni ist bei nun auch beim Verlag Matthes & Seitz eine erste Graphic Novel erschienen.

Juli 1886, Abessinien – Arthur Rimbaud, den es nach der Niederschlagung der Pariser Commune und dem Scheitern seiner Liebes- und Lebensträume nach Arabien verschlagen hatte, stürzt sich nach zermürbenden, erfolglosen Jahren als Aufseher und Kaffeehändler unter der glühend heißen Sonne des fernen Kontinents in ein neues Abenteuer: einen als großen Deal geplanten Waffenhandel. Geheimnisvolle Existenzen wie die gefallene Königin von Saba oder der ehemalige, aus einem Straflager entflohene Kommunarde Folelli schließen sich ihm und seiner höchst gefährlichen und gefährdeten Karawane an.

Chapeau, Herr Rimbaud, ISBN 978-3-88221-556-4, 80 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 19,90 EUR, erschienen bei Matthes & Seitz

“Für jedes Thema den richtigen Strich”

23. Januar 2012

Am vergangenen Freitag stellte Christian Gasser in der Radiosendung “Corso” des Deutschlandfunks “Polina”, das neue Buch des Franzosen Bastien Vivès (Reprodukt), vor und lässt dabei den Autor ausführlich zu Wort kommen.

Für jedes Thema den richtigen Strich

Bastien Vivès ist der Star einer neuen Comic-Generation in Frankreich

Innerhalb von wenigen Jahren hat der 27-jährige Bastien Vivès mit einer Handvoll viel beachteter Bücher wie “Der Geschmack von Chlor” und “In meinen Augen” für Aufsehen gesorgt. In “Polina” beschreibt er den Werdegang einer Tänzerin – und reflektiert sein eigenes Schaffen.

In “Polina”, sagt Bastien Vivès, habe er über die Kunst nachdenken wollen, über die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, über die Vermittlung von Wissen und Erfahrung, und über den kreativen Prozess. mehr

Direkt zum Audio-Beitrag als MP3-Datei gelangt man hier.

Comic-Schwerpunkt auf arte

22. Januar 2012

Seit einigen Jahren berichtet der deutsch-französische Kulturkanal arte ausführlich über das Comicfestival in Angoulême, das auch in diesem Jahr am letzten Wochenende im Januar und damit Ende kommender Woche stattfinden wird. Diesmal nimmt man das zum Anlass um die zum Festival üblichen Magazinbeiträge um eine Reihe von Filmen und Dokumentationen zu erweitern.

So wird es am Mittwoch, dem 25. Januar, einen Comic-Themenabend geben, in dem das Autobiografische und Dokumentarische im Vordergrund stehen werden: Mit Ari Folmans “Waltz with Bashir” und Marjane Satrapis “Persepolis” zeigt arte zwei erfolgreiche Animationsfilme, die auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen. Ergänzt werden die Filme um die Dokumentation “Comics ziehen in den Krieg”, der bereits vor einiger Zeit zu sehen war.

Am Samstag, dem 28. Januar, folgt zu vorgerückter Stunde die aktuelle Dokumentation “Sex in the Comics”, die sowohl den aktuellen Trend Klassiker des Genres neu aufzulegen nachgeht, als auch neue Künstler, die Sex in ihren Arbeiten thematisieren, vorstellt.

“Reigen” und “Der Staub der Ahnen” in Frankreich

21. Januar 2012

Zwei weitere Graphic Novels aus Deutschland haben ihren Weg nach Frankreich gefunden: “Reigen” von Birgit Weyhe wird in Kürze bei Editions Cambourakis erscheinen, ein genauer Termin steht noch nicht fest. Passend zum Comicfestival in Angoulême, das am nächsten Donnerstag beginnen wird, legt Editions de L’An 2 die französische Ausgabe von Felix Pestemers soeben erst auf Deutsch erschienenem “Der Staub der Ahnen” vor. Beide Bände sind in Deutschland beim Berliner avant-verlag erschienen.

Zur Veröffentlichung in Frankreich wird es in Angoulême eine Ausstellung zu “Der Staub der Ahnen” geben. Im Archives Départementales werden viele großformatige Originalzeichnungen, Skizzen für das Storyboard und eine Dokumentation des umfangreichen Quellenmaterials zu sehen sein.

Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis 2. Februar täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, die Vernissage findet am 26. Januar um 17.30 Uhr statt. Der Autor Felix Pestemer wird bei der Ausstellungseröffnung und auf dem Comicfestival anwesend sein. Bis zum 29. Januar wird Felix Pestemer abwechselnd im Espace Nouveau Monde (Messestand von Actes Sud / Editions de L’An 2) und in der Ausstellung Bücher signieren. Genaue Termine und weitere Details finden sich auf der Website von Felix Pestemer.

Archives départementales de la Charente, 24, avenue Gambetta, F-16000 Angoulême, Frankreich

Simon Schwartz in “Der Freitag”

20. Januar 2012

Am 27. Januar startet eine neue Comic-Reihe in “Der Freitag”: Unter dem Titel “Vita Obscura” wird Simon Schwartz (“drüben!”, avant-verlag) einmal im Monat eine unbekannte oder obskuren Person der Geschichte vorstellen. Den Anfang macht der Landstreicher Joshua Norton, der sich 1859 zum ersten und einzigen Kaiser der USA ernannte.

Arne Bellstorf in Neapel und Amsterdam

20. Januar 2012

Noch bis zum 26. Februar präsentiert das Goethe-Institut Neapel im Palazzo delle Arti di Napoli Originalzeichnungen aus Arne Bellstorfs Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt). Die Eröffnung fand in Anwesenheit von Arne Bellstorf bereits am 14. Januar statt.

Die Ausstellung des Goethe-Instituts entstand in Zusammenarbeit mit Associazione Culturale MFL Comunicazione, der Eintritt ist frei. “Baby’s in Black – La storia di Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, so der Titel der italienischen Ausgabe von Arne Bellstorfs Comic, ist im Oktober 2011 bei Black Velvet erschienen.

Im nächsten Monat reist Arne Bellstorf nach Amsterdam, wo er am Mittwoch, dem 22. Februar ab 17 Uhr im Gespräch mit Joost Swarte die niederländische Version von “Baby’s in Black – The story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” vorstellen wird, die in Kürze bei Oog & Blik erscheint. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache in der Amsterdamer Dependance des Goethe-Instituts statt.

PAN – Palazzo delle Arti di Napoli, II piano, Via dei Mille 60, I-80121 Neapel
Tel. (0039) 081 411923
email: info@neapel.goethe.org, www.goethe.de/napoli
Öffnungszeiten: Mo –Sa 9.30–19.30 Uhr, So 9.30–14.30 Uhr, Di geschlossen

Goethe-Institut, Herengracht 470, NL 1017 CA Amsterdam
Tel. für Reservierungen: (0031) 20 531 29 00
email: info@amsterdam.goethe.org, www.goethe.de/amsterdam
Eintritt: 5 EUR | mit Ermäßigung: 3 EUR

“Unangenehme finanzielle Situation für Fumetto”

19. Januar 2012

Das Fumetto Comixfestival muß um einen Teil der Festivalfinanzierung bangen. Ein sechstelliger Betrag, der von der Stadt zur Verfügung in Aussicht gestellt wurde, wird zurückgehalten, ein Volksentscheid über die Zuweisung ist anberaumt. Darüber berichtete gestern das Schweizer Radio DRS1. Die Durchführung des Festivals, das in diesem Jahr vom 24. März bis zum 1. April stattfinden wird, ist zumindest 2012 nicht in Gefahr.

Unangenehme finanzielle Situation für Fumetto

Das Luzerner Comix-Festival würde in diesem Jahr von der Stadt Luzern einen Beitrag von 190’000 Franken erhalten. Nun ist dieses Geld blockiert, weil die SVP gegen das Budget 2012 das Referendum angekündigt hat.

Das Comix-Festival sei zwar durch das fehlende Geld «nicht gefährdet, aber für die Löhne wird es eng», sagt Fumetto Vorstandsmitglied Kurt Weber. mehr

Direkt zum Audiobeitrag als MP3 gelangt man hier.

“Der Staub der Ahnen” von Felix Pestemer

19. Januar 2012

Ab sofort ist “Der Staub der Ahnen”, das Debut des in Berlin lebenden Zeichners Felix Pestemer, im avant-verlag erhältlich.

Der “Tag der Toten” ist einer der wichtigsten Festtage in Mexiko. Dabei wird verstorbenen Angehörigen mit einer Fiesta auf dem Friedhof gedacht. Bei der Familie Rojas laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Doch auch im Jenseits bereitet man sich vor. Mit dabei der kleine Benito, der vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben kam. Nun gehört er zum illustren Kreis der Familienangehörigen um den Zapatisten “El Negro” und den 170 Jahre alten Maskenschnitzer José Guadalupe Rojas – zu den verstorbenen Mitgliedern des Familienclans. Dieser Tage gedenken die lebenden Rojas ihrer Verstorbenen, und solange existieren die Toten weiter – ob im Himmel, im Jenseits oder in der Gruft. Erst wenn sie in Vergessenheit geraten, zerfallen sie zu Staub.

In prächtigen Bildern erweckt Felix Pestemer diese Geschichte zum Leben. Nebenbei gewährt er Einblicke in die Bräuche und Traditionen am Dia de los muertos. “Der Staub der Ahnen” stellt eine Kultur vor, in der der Tod kein Tabu ist, sondern einen festen Platz im Alltag innehat, eine Kultur, die den Tod feiert und Skelette zum Tanzen bringt.

Felix Pestemer (*1974 in Braunschweig) studierte Freie Kunst in Berlin und Illustration in Barcelona. Seitdem arbeitet er an der Schnittstelle beider Disziplinen. Sein Label Puttbill umfasst Bilderbuch-Parabeln und narrative Grafikserien; im Zentrum des künstlerischen Schaffens stehen die Themen der Vergänglichkeit, der ideellen Wertschätzung und der Deterritorialisierung von Zeichen und Symbolen. Die Recherche für seine erste Graphic Novel „Der Staub der Ahnen“ begann bereits 2005/06 mit einem einjährigen Forschungsaufenthalt in Mexiko, der letzte Pinselstrich erfolgte im Herbst 2011. Pestemer lebt mit seiner Familie in Berlin.

Der Staub der Ahnen, ISBN 978-3-939080-61-9, 88 S., farbig, Klappenbroschur, 24,95 EUR

“Herausragender Comicroman über eine Primaballerina”

18. Januar 2012

Heute stellte Frank Meyer auf Deutschlandradio Kultur “Polina” von Bastien Vivès (Reprodukt) vor, in dem er einen “Poeten unter den internationalen Comicautoren” erkennt.

Herausragender Comicroman über eine Primaballerina

“Polina” ist die dritte “Graphic Novel”, den Bastien Vivès vorlegt. In Frankreich wurde das Buch zum besten Comic 2011 gekürt. Zu Recht, denn Viès erzeugt mit skizzenhaften Zeichnungen eine ungemein konzentrierte, dichte und intime Geschichte.

Ein Paar tanzt, vor einem grauen Hintergrund, in das Grau eingewoben die zwei kleinen Figuren, mit ganz wenigen Strichen und drei Tupfern schwarz und weiß gezeichnet. Obwohl die beiden so ungemein sparsam gezeichnet sind, kann man sich kaum ein intensiveres Bild von einem Paar vorstellen. Bastien Vivès arbeitet in seiner gesamten Graphic Novel mit nur drei Farben: Grau, Schwarz und Weiß. Er deutet an, skizziert, lässt Bewegungen nur erahnen, mit dieser Kunst der Reduktion erzeugt er eine ungemein konzentrierte, dichte und intime Geschichte. mehr

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“Hector Umbra” als Theaterstück

17. Januar 2012

Ende nächster Woche feiert die Theateradaption von Uli Oesterles Graphic Novel “Hector Umbra” (Carlsen) an den Münchner Kammerspielen Premiere. Umgesetzt wurde die Geschichte als Regieprojekt der Otto-Falckenberg-Schule von Florian Fischer und wird als Teil der Veranstaltungsreihe “Unter Welt” gezeigt.

Hector Umbra ist ein zerrissener Visionär. Er verbringt seine Nächte in Clubs und gibt sich dem Alkohol hin. Plötzlich verschwindet sein Freund Osaka, der beste DJ der Stadt. Hector macht sich auf die Suche. Auf seinem Trip durch die Unterwelt des nächtlichen, ungeschminkten Münchens begegnet er Gestalten, die die Menschen bei Tage übersehen wollen: Verbündete, die den Kampf gegen die Ängste der Großstadt aufgenommen haben. In einem großen Finale stellt sich heraus, wie viel die beiden Freunde wirklich von einander wissen.

Florian Fischer nimmt die Zuschauer mit in einen Transitraum, der sich Münchens düsterer Seite nähert. In Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Johannes Berger werden die Ängste der Protagonisten zu Videoprojektionen. Sie fressen uns auf, zersetzen uns und pochen wie ein hämmernder Beat gegen unsere Schädelinnendecken. Die beiden Klangkünstler Daniel Door und Flow Defoe liefern den Sound dazu. Die Inszenierung lässt eine Geschichte entstehen, die wir nur selten sehen, obwohl sie sich täglich vor unseren Augen abspielt.

Premiere ist am Donnerstag, dem 26. Januar. Weitere Aufführungen finden täglich bis Sonntag, dem 29. Januar statt. Alle Termine außer jener am Sonntag sind ausverkauft. Eventuell sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt beträgt 9 EUR (erm. 5 EUR).

Weiterhin erhältlich ist bei der Edition 52 die Luxusausgabe von “Hector Umbra” mit exklusivem Cover und signiertem und limitiertem Druck.

Münchner Kammerspiele, Postfach 101038, 80084 München
Tel.: (089) 233 371 00, Fax: (089) 233 368 47
www.muenchner-kammerspiele.de

“Zeichnerin Barbara Yelin ist Gastprofessorin an der HBK Saar”

16. Januar 2012

Über Barbara Yelins (“Gift”, mit Peer Meter, Reprodukt) derzeitige Lehrtätigkeit in Saarbrücken berichtet Tobias Kessler in der “Saarbrücker Zeitung”.

Zeichnerin Barbara Yelin ist Gastprofessorin an der HBK Saar

In diesem Semester ist die Zeichnerin Barbara Yelin Gastprofessorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK). Zurzeit erscheint in der „Frankfurter Rundschau“ ihr Comicstrip „Riekes Notizen“.

Das Zeichnen an der HBK werde besser, meinte Kunsthochschul-Professor Rolf Sachsse im Mai beim Saarbrücker „Graphic Novel“-Symposium. Dort war auch die Zeichnerin Barbara Yelin zu Gast, nun trägt sie in diesem Semester als Gastprofessorin an der HBK das Ihre zu dieser Entwicklung bei. Alle zwei Wochen ist die gebürtige Münchnerin, die in Berlin lebt, für zwei Tage in Saarbrücken, im Januar öfter, wegen eines Intensivwochenendes, in dem der praktische Hauptkurs vertieft wird. mehr

“Die Illusion der Schwerelosigkeit”

16. Januar 2012

In der heutigen Ausgabe des “Hamburger Abendblatts” stellt Iris Hellmuth das neue Buch von Bastien Vivès vor: “Polina” (Reprodukt).

Die Illusion der Schwerelosigkeit

“Polina” heißt die Graphic Novel, in der Bastien Vivès mit ganz eigener Bildsprache die berührende Geschichte einer Tänzerin erzählt.

Kleiner als in diesem Moment wird Polina nicht mehr aussehen, das ganze Buch über nicht. Die ersten Bilder folgen ihrem Blick: Die Mutter sitzt auf dem Fahrersitz, das Lenkrad in beiden Händen. “Hast du heute deine Dehnübungen gemacht?”, fragt sie, Polina antwortet: “Ja.” Pause. “Es hat wehgetan.” Und dann sieht man sie zum ersten Mal: die kleine Tänzerin auf dem Rücksitz des Wagens, ein Mädchen, das fast in seinem Mantel versinkt. Schwarze Augen, schwarze Nase. Segelohren. mehr

Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe und Jul Gordon signieren in Berlin

16. Januar 2012

Am Samstag, dem 11. Februar werden drei Zeichnerinnen des Mami Verlags in Berlin für eine Signierstunde erwartet: In der Comichandlung Grober Unfug in Berlin-Mitte verschönern dann Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe und Jul Gordon Bücher mit Zeichnungen und signaturen.

Neben den im Mami Verlag erschienen Büchern sind von den Autorinnen noch weitere Bände, u.a. im avant-verlag (Birgit Weyhe: “Reigen”), der Edition Moderne (Anke Feuchtenberger: “Hero und Leander”) und bei Reprodukt (Katrin de Vries / Anke Feuchtenberger: “Die Hure H wirft den Handschuh”; Jul Gordon in “Orang” 9) erschienen.

Die Veranstaltung wird um 14 Uhr beginnen. Weitere Informationen finden sich auf dem Blog des Groben Unfugs.

Grober Unfug,Torstraße 75, D-10119 Berlin-Mitte
Tel. (030) 281 7331, Fax (030) 2838 4130
www.groberunfug.de, info@groberunfug.de
Öffnungszeiten: Mo- Mi 11-19 Uhr, Do-Fr 11-20 Uhr und Sa 11-18 Uhr

“Jukebox” von Charles Berberian

14. Januar 2012

Ende Januar erscheint bei Reprodukt mit “Jukebox” ein neuer Comic des französischen Zeichners Charles Berberian, der bislang vor allem für seine gemeinsam mit Philippe Dupuy gestaltete Serie “Monsieur Jean” bekannt ist.

Über Charles Berberians Liebe zur Musik legen seine Comics und Illustrationen seit jeher Zeugnis ab. Mit “Jukebox” widmet er seiner Leidenschaft erstmals ein ganzes Buch. Der Soundtrack seines Lebens, an dem er den Leser hier teilhaben lässt, erweist sich als unvergleichlicher Streifzug durch die Rock- und Popmusik der vergangenen vier Jahrzehnte – stets persönlich, amüsant und zeichnerisch virtuos.

Warum hat Elton John sich bereits zu Beginn seiner Karriere zum Affen gemacht? Wie kam John Lennon dazu, vor Pariser Studenten in tiefsten Tönen über Kompositionen seines Kollegen Paul McCartney herzuziehen? Was ist dran an den Gerüchten, Phil Collins habe einst im Hawaiihemd mit Schulterpolstern auf der Bühne gestanden? Hatte Ziggy Stardust inmitten einer feuchtfröhlichen Dauerorgie tatsächlich Besuch aus der Zukunft? Und was hat Mick Jagger derart von den Socken gehauen, dass er prompt den Dritten Weltkrieg absagte?

Charles Berberian war mehr als ein Mal dabei, wenn Rock- und Popmythen geschrieben wurden und wirft in “Jukebox” nun einen ungeschminkten und höchst amüsanten Blick auf die Siebziger, Achtziger und das Beste von heute.

Charles Berberian, geboren 1959 in Bagdad, wuchs im Irak und im Libanon auf, bevor er Mitte der Siebzigerjahre nach Frankreich umsiedelte. Während seines Kunststudiums lernte er Philippe Dupuy kennen, mit dem er seit 1983 eng zusammenarbeitet. Ihre populärste Schöpfung ist der nonchalante Romancier Monsieur Jean. Für sein Werk wurde das Duo 2008 mit der wichtigsten europäischen Auszeichnung für Comics bedacht, dem “Grand Prix de la Ville d’Angoulême”. “Jukebox” ist eins der raren Solo-Alben von Charles Berberian.

Jukebox, ISBN 978-3-941099-92-0, 116 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, erscheint Ende Januar bei Reprodukt

“Deutschland liest Comics: Die Welt in einer Sprechblase”

14. Januar 2012

Für das Goethe-Institut und “Goethe aktuell” hat Daniela Gollob einen Bericht zum Stand der Dinge in der deutschsprachigen Comicszene geschrieben, der am 11. Januar veröffentlicht wurde.

“Deutschsprachige Comics”, die informative Website des Goethe-Instituts mit einem Überblick über Comicschaffende aus Deutschland, findet sich mittlerweile in zehn Sprachen übersetzt, und das Goethe-Institut führt seine diplomatische Aktion in Sachen “Comics aus Deutschland” mit offensichtlich ungebrochenem Enthusiasmus und großem Einsatz fort.

Auch im neuen Jahr werden deutsche ComiczeichnerInnen in aller Herren Länder verschickt, um sich und ihre Arbeiten vorzustellen: Unter anderem befinden sich 2011/2012 auf Auslandsreise im Auftrag des Goethe-Institus: Arne Bellstorf, Jens Harder, Sascha Hommer, Reinhard Kleist, Isabel Kreitz, Ulli Lust, Mawil oder Barbara Yelin.

Deutschland liest Comics: Die Welt in einer Sprechblase

Sie sprühen nur so vor Zeichenkraft, Fabulierlust und künstlerischem Anspruch: die „neuen“ Comics. Jetzt kommt auch Deutschland auf den Geschmack. Dabei gibt es hier schon längst eine ästhetische Comic-Kultur – wir haben sie nur nicht bemerkt.

Die Feuilleton-Redaktionen sind begeistert. Ob Das Fräulein von Scuderi, Faust oder Dantes Göttliche Komödie – regelmäßig setzen Neuerscheinungen auf dem Comic-Markt literarische Klassiker neu in Szene. Der ambitionierte Historien-Comic Gift etwa beschwöre um die Serienmörderin Gesche Gottfried „eine Atmosphäre des universalen Grusels“ herauf, schwärmt die Welt. Das Genre boomt. Auch große Verlage wie Fischer, Rowohlt und Suhrkamp haben ihm inzwischen die Tür geöffnet. mehr

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

12. Januar 2012

Neben den Jubiläumsangeboten hat die Zürcher Edition Moderne natürlich auch neue Titel im Frühjahrsprogramm.

“Reisen zu den Roma” von Emmanuel Guibert, Alain Keler und Alain Lemercier

Seit zehn Jahren hat der Fotograf Alain Keler sich ausführlich mit den Roma beschäftigt und sie in ihren armseligen Lagern und Ghettos im Kosovo, in Serbien, in Tschechien und der Slowakei, aber auch in Italien und in Frankreich besucht. Er hat dabei das Elend und die Diskriminierung mit seiner Kamera dokumentiert. Aber es gibt auch wunderbare Bilder voller Lebenslust und Hoffnung.

Wie beim erfolgreichen Titel “Der Fotograf” hat Emmanuel Guibert die Fotos und den Text mit Zeichnungen ergänzt und der Gestalter Frédéric Lemercier alles zu einer eindrucksvollen Geschichte zusammengefügt.

Reisen zu den Roma, ISBN 978-3-03731-090-8, 88 Seiten, farbig, Hardcover, 25 EUR, 32 SFr., erscheint im Februar

“Die Mauer – Bericht aus Palästina” von Maximilien Le Roy

2008 trifft der Franzose Maximilien Le Roy den Palästinenser Mahmoud Abu Srour im Rahmen eines Zeichenworkshops im Kulturzentrum des Flüchtlingslagers Aida bei Bethlehem. Beide sind 22 Jahre alt und verstehen sich auf Anhieb. Ein Jahr später reist der Autor Le Roy noch einmal zu Mahmoud.

Aus dieser Begegnung entstand dieses eindringliche Buch, in dem Mahmoud aus seinem Alltag erzählt, der von den israelischen Sperranlagen um das Westjordanland geprägt ist.

Mit einem Interview von Alain Gresh, “Le Monde dilpomatique”, im Anhang zur Lage im Nahen Osten.

Die Mauer, ISBN 978-3-03731-091-5, 104 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 19,80 EUR, 24,80 SFr., erscheint im März

“Das Seidenband” von Hannes Nüsseler

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlässt Kaiser Napoleon Bonaparte eine Einfuhrsperre gegen Grossbritannien. Unter dem Wirtschaftskrieg leidet ganz Europa: Es ist die Stunde der Schmuggler und Profiteure.

Um ihre zwielichtigen Geschäfte aufzudecken, schickt Paris auch einen Spion in die Schweizer Grenzstadt Basel. Was er dort findet, übertrifft seine schlimmsten Erwartungen.

Das Seidenband, ISBN 978-3-03731-089-2, 112 Seiten, s/w, Hardcover, 25 EUR, 29,80 SFr., erscheint im März

Ein PDF der gesamten Frühjahrsvorschau der Edition Moderne findet sich hier.

Jubiläumsangebote der Edition Moderne

12. Januar 2012

Zum 30-jährigen Verlagsjubiläum bietet die Edition Moderne ab sofort zwei Titel aus der Backlist zum vergünstigt an: “120, rue de la Gare” von Jacques Tardi nach einer Vorlage von Léo Malet ist ein Klassiker des Verlagsprogramms, der nach eine Ausgabe in mehreren Alben noch einmal in einem Sammelband aufgelegt wurde und nun zum Sonderpreis angeboten wird.

In “Die heilige Krankheit” beschreibt David B. autobiografisch das Heranwachsen im Schatten der Epilepsie-Erkrankung seines Bruders. Beide Bände der Originalausgabe werden nun zu einem Paket gebündelt, der Preis halbiert.

“120, rue de la Gare” von Léo Malet und Jacques Tardi.

November 1941, Stalag XB. Der Mann ohne Gedächtnis – genannt “La Globule” – flüstert Nestor Burma auf dem Totenbett eine geheimnisvolle Adresse zu: “120, rue de la Gare”. Dezember 1941, Bahnhof Lyon-Perrache. “120, rue de la Gare”, ruft der sterbende Bob Colomer seinem Chef zu. Was bedeutet diese geheimnisvolle Adresse? Und wird Nestor Burma – der Mann, der jedes Rätsel knackt – auch diesen Fall lösen? Neben der spannenden Handlung zeichnet Tardi auch eine detailreiche Bilderwelt der Kriegsjahre.

Im 1943 erschienenen Kriminalroman “120, rue de la Gare” setzt Léo Malet zum ersten Mal seinen Privatdetektiv Nestor Burma als Hauptfigur ein. Ursprünglich hatte Malet keine Fortsetzung vorgesehen, aber sein damaliger Verleger – vom grossen Erfolg motiviert – drängte ihn, weitere Folgen mit Nestor Burma zu schreiben. Es sollten insgesamt 29 werden, in denen Malet seinen Privatdetektiv Burma nonchalant und darüber hinaus sehr erfolgreich agieren lässt. Gute 40 Jahre nach diesem Grosserfolg wagte sich Jacques Tardi an die Comicversion. Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit Léo Malet und nimmt heute in Tardis Werk eine herausragende Position ein.

120, rue de la Gare, ISBN 978-3-03731-000-7, 192 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, 16 EUR, 19,80 SFr.

“Die heilige Krankheit” Band 1+2 von David B.

In “Die Heilige Krankheit” erzählt David B. mit einzigartiger Offenheit seine Familiengeschichte, die durch die Epilepsie seines Bruders geprägt wird. Die verzweifelte Suche seiner Eltern nach einer Heilmethode für ihren Sohn führt die Familie vom Facharzt zum Guru, vom Scharlatan zur makrobiotischen Kommune, von der Sekte bis nach Lourdes. Dieses Aufwachsen zwischen Heerscharen von Ärzten und Armeen von Dämonen wird für David B. zum Albtraum, den er Jahre später mit seinem Meisterwerk “Die Heilige Krankheit” überwindet.

“Die heilige Krankheit” Band 1+2, ISBN ISBN 978-3-03731-093-9, 378 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, 24 EUR, 29,80 SFr.

“Iran ist meine DNS”

11. Januar 2012

Das in der Printausgabe des “Spiegels” abgedruckte Interview mit Marjane Satrapi findet sich nun auch auf spiegel.de. Mit der Zeichnerin und Regisseurin von “Huhn mit Pflaumen” (Edition Moderne) sprach Lars-Olav Beier.

“Iran ist meine DNS”

Schrecklicher Iran, schöner Iran: Im Interview spricht die gefeierte Autorin und Regisseurin Marjane Satrapi über ihre nostalgisch anmutende Liebesgeschichte “Huhn mit Pflaumen”, die Widersprüche ihrer Heimat – und weshalb ihre Pariser Freunde keine Partys feiern können.

SPIEGEL ONLINE: Madame Satrapi, seit der Veröffentlichung Ihrer Graphic Novel “Persepolis”, in der Sie das Regime der Mullahs angriffen, können Sie nicht mehr nach Iran zurück. Warum feiern Sie ihr Land in “Huhn mit Pflaumen” in so leuchtenden Farben? mehr